Erich Heckel – Max Kaus: Eine Gegenüberstellung bei Kunsthandel Jörg Maaß

Erich Heckel, ‚Männerbildnis‘, 1918 Farbholzschnitt

Während Erich Heckel vor allem durch seine Zugehörigkeit zur Künstlergruppe „Brücke“ einen sehr hohen Bekanntheitsgrad genießt, ist die großartige Druckgraphik von Max Kaus weniger bekannt. Die Ausstellung vereinigt Frühwerke beider Künstler und bietet die seltene Gelegenheit ihren gegenseitigen künstlerischen Einfluss zu verfolgen.

1915 trafen sich Heckel und Kaus, als beide während des Ersten Weltkrieges in Ostende in Belgien als Sanitäter dienten. In den folgenden Jahren entwickelte sich eine enge
Freundschaft zwischen ihnen, basierend auf ihrem künstlerischen Austausch. Erste Ähnlichkeiten zeigen sich bereits in den frühen, expressionistischen Holzschnitten. Anfang
der zwanziger Jahre wird die thematische und stilistische Nähe der beiden immer offensichtlicher.

Gibt es eine Verbindung?

Diese Ausstellung untersucht die ungewöhnlich enge künstlerische Verbindung durch ausgewählte Grafiken der Jahre 1910-1923 und wenige spätere Arbeiten. Hundert Jahre
nach dem ersten Treffen von Kaus und Heckel treten die Grafiken durch Gegenüberstellung in einen spannenden Dialog. Der Hauptteil der Ausstellung besteht aus kleinen Gruppen
von Werken, die beliebte Motive wie Badende, Portraits (davon viele Selbstportraits) und ruhende Frauen zeigen. Dazu kommen Zirkus und Varieté Szenen Heckels und Kaus‘
Frauenportraits, die Hälfte seine erste Frau Gertrude darstellend.

Max Kaus, ‚Selbstbildnis‘, 1918, Tempera auf Leinwand
Max Kaus, ‚Selbstbildnis‘, 1918, Tempera auf Leinwand

Lernt der Schüler vom Meister oder umgekehrt?

Der acht Jahre jünger Kaus, wird oft als Heckels Schüler bezeichnet, obwohl beide Männer das stets bestritten. Heckel machte dazu die berühmte Bemerkung: „Er ist nicht mein
Schüler, er ist mein Freund,“ und wies darauf hin, wie sehr sie beide einander geholfen hatten. Man kann dennoch sagen, dass der klassisch ausgebildete Kaus durchaus von
Heckels früheren Jahren und dessen herausragenden Arbeiten in Holzschnitte und Lithographie profitiert hat.Obwohl die Jahre 1917-1930 sicher die Zeit der engsten Zusammenarbeit, bei Themen als auch Techniken, der beiden Künstler waren, blieben sie auch darüber hinaus lebenslange Freunde. Versäumen Sie bitte nicht die gleichzeitige Ausstellung des Brücke Museums vom 31. Juli bis zum 25. Oktober mit dem Titel: “Max Kaus – Erich Heckel. Eine Künstlerfreundschaft”

Erich Heckel – Max Kaus: Eine Gegenüberstellung

Ausstellung: 4. September – 16. Oktober 2015

Kunsthandel Jörg Maaß

Veröffentlicht am: 10.09.2015 | Kategorie: Ausstellungen, Kunst, Kunst - was sonst noch passiert, | Tag: Erich Heckel, Kunsthandel Jörg Maaß, Max Kaus,

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