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SUMMARY:Ausstellung des VdBK
DESCRIPTION:Der traditionsreiche Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 (VdBK) hat – obwohl er zu den ältesten Kulturinstitutionen Berlins gehört – keinen festen Ausstellungs- und Wirkungsort in der Hauptstadt. Nun ist er zum ersten Mal mit einer Ausstellung im Käthe-Kollwitz-Museum zu Gast. Die Zusammenarbeit mit dem Museum ist besonders erfreulich\, da Käthe Kollwitz zu den wichtigsten und bekanntesten Mitgliedern des Vereins zählt. \nDas Wirken des Vereins und das Leben und Schaffen von Käthe Kollwitz sind auf das Engste miteinander verbunden\, und dies nicht nur\, weil der VdBK und die Künstlerin das selbe Geburtsjahr haben. Der Berliner Berufsverband setzt sich seit mehr als 150 Jahren für die Anerkennung des Künstlerinnenberufs ein. Durch seine Arbeit ist er seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein aktiver Teil der Berliner Kunstwelt. Er eröffnete eine Kunstschule\, organisierte vielbeachtete Ausstellungen und rauschende Kostümfeste\, vergab Stipendien und lobte Wettbewerbe aus. \nKäthe Kollwitz ermöglichte er in seiner 1868 gegründeten Zeichen- und Malschule eine professionelle Ausbildung – zu einer Zeit\, als es Frauen untersagt war\, an den staatlichen Kunstakademien zu studieren. Kollwitz wiederum kehrte 1898 an ihre Ausbildungsstätte zurück und leitete für fünf Jahre die Grafikklasse. Sie stellte regelmäßig mit dem Verein aus und kämpfte als Mitglied mehr als vier Jahrzehnte lang für die Durchsetzung seiner Ziele. \nNeben ihr standen viele bekannte Künstlerinnen der Moderne wie Paula Modersohn-Becker\, Julie Wolfthorn\, Charlotte Berend-Corinth\, Jeanne Mammen\, Hannah Höch\, Milly Steger\, Maria Slavona\, Augusta von Zitzewitz und Lotte Laserstein mit dem Berufsverband in enger Verbindung – entweder als Mitglieder\, als Schülerinnen\, als Lehrerinnen oder als Teilnehmerinnen an den Vereinsausstellungen. \nHeute vereint der VdBK Künstlerinnen mit unterschiedlichen Lebensläufen und künstlerischen Handschriften aus aller Welt\, die in Berlin leben und arbeiten. Ihre Werke weisen eine bemerkenswerte ästhetische\, thematische und mediale Vielfalt auf. Sie ergeben ein faszinierendes und komplexes Kaleidoskop künstlerischer Tendenzen und spiegeln Entwicklungen der Kunstszene Berlins. \nFür die Ausstellung wurden Werke von 12 der 46 Vereinskünstlerinnen ausgewählt\, die in Anlehnung an das Schaffen der Grafikerin und Bildhauerin Kollwitz im weitesten Sinne Papierarbeiten und Skulpturen darstellen. Dabei reichen die Materialien von Keramik bis Goldblättchen\, von Grafit bis zu Pigmenten und die Techniken von der Zeichnung und Lithografie über den Scherenschnitt bis zur Collage und Assemblage. Die knapp dreißig Arbeiten vermitteln einen Eindruck der unterschiedlichen Schaffensweisen und Themen der Künstlerinnen. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Anna Havemann. \n
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