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SUMMARY:Ausstellung Lives in between II. sowie heute Aperitivo und Klavierkonzert
DESCRIPTION:Neben der Ausstellung Lives in between II. Scharoun – Camaro – Berlin gibt es heute Abend Aperitivo im Camaro Haus: Aziz Kortel „Von Bach bis Debussy – durch zwei Jahrhunderte auf dem Klavier“\, 18:00 Uhr – Unkostenbeitrag: 5\,- Euro für Konzert\, Snacks und Getränke (bitte freien Platz erfragen: 030 / 263 929 75). Aziz Kortel\, in Istanbul geboren\, erhielt am dortigen Konservatorium seine erste musikalische Ausbildung. Er setzte seine Studien an der Münchner Hochschule für Musik in den Fächern Dirigieren\, Klavier\, Liedgestaltung und Komposition fort. Nach Engagements als Studienleiter und Kapellmeister an den Theatern in\nKaiserslautern und Freiburg war er von 1985 bis 2017 Professor an der Hochschule für Musik in Freiburg. Er konzertiert als Pianist\, Dirigent und Kammermusiker in zahlreichen Städten des In- und Auslandes und gibt Gastkurse u.a. in Japan\, Korea und den USA.  \nAusstellung Lives in between II. Scharoun – Camaro – Berlin \nDie Ausstellung Lives in between II. thematisiert in ihrem interdisziplinären Ansatz Architektur\, Malerei und Tanz. Sie knüpft an die traditionsreiche sowie vielgestaltige kulturelle Wegeverbindung der Städte Berlin und Breslau/Wrocław an. Berlin und das polnische Wrocław pflegen eine engagierte Städtefreundschaft. Seit 2016 – Wrocław genoss den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt – verkehrt der so genannte Kulturzug in Direktfahrt zwischen den beiden Städten\, eine Vielzahl an wechselseitigen Kulturinitiativen stärkt die Beziehungen. \nIn den 1920er-Jahren gingen starke Impulse von der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau aus: Hier trafen sich u. a. befreundete Künstler*innen\, die enge Kontakte nach Berlin pflegten. Architekten wie Hans Scharoun trugen mit innovativen Bauten zum weltoffenen Erscheinungsbild der beiden Städte entscheidend bei. \nAlexander Camaro – geboren in Breslau – studierte an der Breslauer Akademie v. a. beim ehemaligen Brücke-Maler und Expressionisten Otto Mueller. Später wirkte der Künstler in Berlin und zählt heute zu den wichtigen Vertretern der deutschen Nachkriegsmoderne. Für die von Hans Scharoun gebaute Philharmonie und Staatsbibliothek am Kulturforum in Berlin entwarf und konzipierte Camaro die bekannten Glasbausteinwände (Ausführung: Susanne Riée und Renata Camaro). Über Videoprojektionen werden Scharouns Bauwerke aus Berlin und Wrocław übertragen. \nAls Ausgangspunkt für die Tanzimprovisationen dienen Camaros abstrakte Gemälde der 1960er- und 1980er-Jahre. Die reduzierten Formen und Linien bilden eigene\, architektonisch angelegte Bildräume. Sie kommunizieren mit der sie umgebende Raumarchitektur sowie den Architekturen der Berliner Philharmonie und Staatsbibliothek von Scharoun. \nDie gemeinnützige Alexander und Renata Camaro Stiftung pflegt das Werk von Alexander und Renata Camaro und macht es der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem fördert die Stiftung zeitgenössische Kunst: Malerei\, Tanz\, Literatur\, Film und Musik sind die Kunstrichtungen\, die sich auf das vielseitige Schaffen von Alexander Camaro beziehen. Die künstlerische Unabhängigkeit war für Camaro eine existenzielle Notwendigkeit und gilt für alle Projekte der Stiftung. Renata Camaro\, geboren 1934 als Renate Gentner in Herrenberg bei Stuttgart\, war Alexander Camaros Meisterschülerin und spätere Ehefrau. 1954-56 war sie Studentin bei Prof. Elisabeth Kadow\, einer Bauhausschülerin\, in der künstlerischen Abteilung der Textilingenieurschule in Krefeld\, bevor sie 1959 bei Camaro Malerei studierte. Neben ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit war Renata Camaro als Muse und Assistentin an der Entstehung des Spätwerks von Alexander Camaro beteiligt. Nach Camaros Tod im Jahre 2001 widmete sie sich dem Zusammenhalt des Werkes und der Gründung der Alexander und Renata Camaro Stiftung\, was sie mit Unterstützung ihres Bruders Theodor Gentner kurz vor ihrem Tode im Jahre 2009 realisieren konnte. Das Stiftungshaus in der Potsdamer Straße 98A\, das die Alexander und Renata Camaro Stiftung 2009 erwarb und renovierte\, ist ein historischer Ort. Es wurde 1893 gebaut. Auftraggeber waren der Verein Berliner Künstlerinnen (VdBK1867) und das Viktoria-Lyceum\, das für die akademische Weiterbildung von Frauen gegründet wurde. Hier lehrte Käthe Kollwitz und studierte Paula Modersohn-Becker. Nach dem Umzug der Künstlerinnenakademie 1911 wechselten die Bewohner sich ab: Klavierbauer\, Rüstungsunternehmer\, Anthroposophen\, Buchverleger. Mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung öffnet das Haus 2011 wieder seine Türen für die Kunst und den kulturellen Austausch. \nPerformance:\nAnna Katalin Németh (Konzept\, Tanz)\, Oliver Pinchbeck (Tanz)\, Louis Volkmann (Film)\, Darek Dżugan (Kontrabass)\, Jakub Olejnik (Kontrabass\, Piano)\, Dominic Oelze (Schlagwerk/Pauke) \nIm November 2018 startete das „BERLIN _kulturforum_WROCŁAW“\, eine Initiative des Kulturzuges Berlin_Wrocław\, Strefa Kultury Wrocław\, gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Kunst- und Kulturschaffende aus beiden Städten trafen sich in Berlin\, um sich auszutauschen: Was sind gemeinsame Themen? Und welche Projekte können sich aus gegenseitigen Fragestellungen entwickeln? Architektur\, Tanz\, Fotografie und experimentelle Musik rückten besonders in den Vordergrund. Eine Reihe gemeinsamer Veranstaltungen in Wrocław und Berlin wurden in der Folge umgesetzt:\nLIVES IN BETWEEN I | Wrocław\, OP ENHEIM\, 8.6.2019\nTRANSITWESEN I Kulturzug Berlin_Wrocław\, 25.10.2019\nCIAŁOŚĆ | Wrocław\, Studio TIFF\, 4.10.2019 | Berlin\, GlogauAIR\, 7.11.2019 \n
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LOCATION:Alexander und Renata Camaro Stiftung – Camaro Haus\, Potsdamerstr. 98A\, Berlin\, 10785\, Deutschland
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