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Christian Roeckenschuss. Ausgewählte Werke des abstrakter Avantgardisten

23. August 2019 - 19. Oktober 2019

Der Minimalist Christian Roeckenschuss, 1929 in Dresden geboren, zählt zur Avantgarde der Nachkriegsmoderne. Zu Beginn des Jahres 1950 übersiedelte Roeckenschuss von Dresden nach Berlin, wo er an der Hochschule für Bildende Künste Malerei studierte. Bereits während seiner Meisterschülerzeit formte Roeckenschuss – inspiriert von Suprematismus, Konstruktivismus und De Stijl – sein auf klare geometrische Formen reduziertes ungegenständliches Kunstkonzept aus. Persönliche Kontakte zur internationalen konkreten Avantgarde in Paris oder Italien (u.a. Hans Arp und Lucio Fontana) beeinflussten sein Frühwerk.

Wie viele Minimalisten der Nachkriegsjahre empfand sich Roeckenschuss, wohl auch aus den Erfahrungen des Krieges bzw. der nationalsozialistischen Kulturpolitik heraus, als Protagonist einer neuen Ästhetik und sprach von einer „Vision des Universalen“. Schon am Anfang seiner Karriere stellte er gemeinsam mit Künstlern wie Georg Baselitz, Heinz Mack, Otto Piene, Günther Uecker, Sigmar Polke und Gerhard Richter aus.

Formmusterentwürfe spielten von Beginn an in Roeckenschuss‘ Werkentwicklung eine bedeutende Rolle – sowohl für seine Bildwerke und Reliefs, als auch für seine angewandten ‚Kunst am Bau‘-Projekte. Aus einer einmal gefundenen Bildordnung seiner Entwürfe heraus kreierte Roeckenschuss immer neue bildnerische Möglichkeiten, die er auf ihre kompositorischen Qualitäten und auf ihre farblichen und wahrnehmungspsychologischen Wirkungen hin überprüfte.

Entwürfe und Skizzen waren die künstlerischen Mittel, mit denen Roeckenschuss seine Stilentwicklung vorantrieb. Ausgewählte Entwürfe modifizierte er oft noch im Detail, bevor er sie mit Lack- oder Acrylfarbe in Spritz- oder Collagetechnik ausführte.
Schließlich experimentierte Roeckenschuss mit geometrischer Ornamentik, mit Op-Art-Motiven, mit plastischen Formen oder auch mit industriellen Materialien. Dieser ab den 1960er Jahren fortschreitende, die Facetten geometrischer Formästhetik analysierende Prozess, führte Mitte der 1970er Jahre konsequent zu Roeckenschuss‘ persönlichem Lebenswerk, den ‘Séquences Chromatiques’. Sie räumten dem Künstler eine Sonderstellung innerhalb der Konkreten Kunst ein und stellten seine Kunst in Bezug zur Konkreten Poesie.

Die Séquences Chromatiques, ebenfalls sorgfältig über Entwürfe vorbereitet, fassten kinetische Effekte wie Farbpulsationen, Flimmereffekte, Lichtvibrationen oder das scheinplastische Hervortreten von Formen zusammen. In den Séquences Chromatiques fand Roeckenschuss seinen persönlichen Ausdruck formalästhetischer, erkenntnistheoretischer und weltanschaulicher Art.

Die neue Ausstellung „Ausgewählte Werke des abstrakten Avantgardisten Christian Roeckenschuss“ stellt Entwurfszeichnungen und ausgeführte Werke aus den Jahren 1950 bis 1990 von Christian Roeckenschuss in Beziehung. Die Ausstellung vermittelt einen unmittelbaren Einblick in die künstlerischen Überlegungen und in den Entstehungsprozess seiner Kunst.

Details

Beginn:
23. August 2019
Ende:
19. Oktober 2019
Veranstaltungskategorie:
Eintritt: -

Veranstaltungsort

Köppe Contemporary
Knausstr. 19
Berlin, 14193 Deutschland
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Veröffentlicht am: 01.08.2019 |

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