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SUMMARY:Christian Roeckenschuss – Sonderausstellung zur Berlin Art Week
DESCRIPTION:Anfang der 1950er Jahre übersiedelt Roeckenschuss nach Berlin. Hier studiert er Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste (1951-1957) und formte dort im Umfeld der dem Bauhaus\, der konstruktiven Kunst und der internationalen abstrakten Moderne zugewandten Kunstprofessoren (Hans Uhlmann\, Alexander Camaro) sein vom Gegen stand befreites und auf klare geometrische Formen reduziertes Kunstkonzept aus. Wichtige Anstöße dazu gaben sicherlich seine persönlichen Begegnungen mit Künstlern wie Hans Arp und Lucio Fontana\, sowie dem holländischen Bauhaus-Architekten Mart Stam. \nBesonders mittels seines Hauptwerks\, den ‚Séquences Chromatiques‘ (Streifenbilder)\, die der Künstler 1974 begonnen hatte und mit deren Entwicklung er sich bis zu seinem Tod im Jahr 2011 leidenschaftlich auseinander setzte\, verfolgte Christian Roeckenschuss seinen eigenen Weg innerhalb der nichtgegenständlichen Kunst. Dabei ging es zwar auch um die Schönheit von Materialien\, Oberflächen und Farbkombinationen\, aber im Vordergrund stand die psychische und physische Wirkung von Farben. Roeckenschuss‘ Bildfindungen\, die er hauptsächlich auf Gemälde\, aber auch auf Objekte fokussierte\, ließen die Wahrnehmung selbst zum Gegenstand seiner Kunst werden. So unterstreichen gerade die ‚Séquences Chromatiques‘ Roeckenschuss‘ Auffassung von Kunst als geistiger Prozess von Ordnung\, Klarheit\, Rhythmus und Poesie. Für ihn galt das ebenso für die Kunst wie für das Leben. Christian Roeckenschuss war ein Kulturmensch durch und durch. „Hätte ich drei Leben\, ich würde eines für die Kunst\, eines für die Musik und ein Leben für die Mode geben“\, hat Christian Roeckenschuss einmal gesagt. \nVielfalt der Farbvariationen und -kombinationen thematisierten sie oft Immaterielles und Transzendentes. Viele der vor 1989 entstandenen Bilder waren mit Alkydharzfarbe auf Phenapan gemalt\, beschreibt Eugen Gomringer\, Intendant des Forums für Gestaltung Ulm\, den Herstellungsprozess der Streifenbilder. „Die Realisierung eines Werks dauerte zwischen einem und drei Monaten. Roeckenschuss stellte kleine Farbmuster her und ließ danach gewünschte Formate nach seinen genauen Farbvorgaben spritzlackieren. Für den Betrachter änderte sich selbstverständlich nichts\, da der Wahrnehmung natürlich ebenso homogene Farbflächen geboten wurden\, wie zuvor durch den Auftrag der Farbe durch die Hand und den Pinsel.“ \n
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