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SUMMARY:JÜRGEN WITTDORF: LIEBLINGE. Kunstverein KVOST.
DESCRIPTION:Arbeiten aus der Sammlung Linkersdorff und der Sammlung des Schwules Museum Berlin\, kuratiert von Stephan Koal.\nHolz- und Linolschnitte finden sich darunter ebenso wie Zeichnungen mit Rötelkreide\, Kohle und Tusche sowie Keramiken. Ergänzt wird die Ausstellung im KVOST durch Bilder seiner wohl bekanntesten Serie: Zyklus für die Jugend. \nWittdorfs Bilder zeigen vielfältige Alltagsszenen\, Stillleben\, Landschaften und Tiere. Seinen Durchbruch als Künstler in der DDR erlangte er jedoch mit der Darstellung junger Menschen\, die nicht als Arbeiter und Bauern idealisiert\, sondern als Suchende mit ihren Wünschen und Sehnsüchten dargestellt wurden. Was Wittdorf von der Obrigkeit den Vorwurf der „Verwestlichung“ einbrachte\, wurde von der Jugend begeistert gefeiert. \nDie Kunst war für Wittdorf auch ein Mittel\, sich mit seiner eigenen Homosexualität auseinanderzusetzen\, die in der DDR bis 1968 unter Strafe stand. So entstanden über die Jahrzehnte etliche Bilder halbbekleideter oder nackter männlicher Körper. Aus heutiger Perspektive betrachtet\, stellen sich zahlreiche Bezüge her zu den ikonischen Arbeiten von Künstlern wie David Hockney oder Tom of Finland. \nWittdorf hinterließ keine Vorgaben\, die den Verbleib seines Erbes geregelt hätten. \nNach seinem Tod\, kam es zu einer Versteigerung in einem Auktionshaus für Nachlässe\, bei der der Sammler Jan Linkersdorff einen Großteil der Konvolute retten konnte und so die zusammenhängende Erhaltung ermöglichte. \nKVOST zeigt die Arbeiten Jürgen Wittdorfs in einer Petersburger Hängung\, größtenteils in den Originalrahmen – so\, wie sie auch in Wittdorfs Wohnung präsentiert wurden. \nDie Ausstellung wird durch Leihgaben aus der Sammlung des Schwulen Museums unterstützt. \nJürgen Wittdorf\, geboren in Karlsruhe\, mit einer schulischen Ausbildung in Königsberg (heute Kaliningrad)\, studierte von 1952 bis 1957 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Nach einigen Jahren als freischaffender Künstler in Leipzig zog Wittdorf 1970 nach Ost-Berlin und wurde Meisterschüler an der Akademie der Künste bei Lea Grundig. Neben der freischaffenden Tätigkeit als Grafiker und Maler war Wittdorf viele Jahre Dozent und Zeichenlehrer. Seine Werke sind in etlichen Sammlungen ostdeutscher Museen vertreten sowie im Berliner Schwulen Museum. Die Grafikmappe Zyklus für die Jugend befindet sich u.a. auch in der Sammlung des Deutschen Historischen Museums. \nZur Ausstellung erscheint ein Katalog im DISTANZ Verlag. \n
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