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SUMMARY:Maximilian Prüfer – SEXAUER Galerie
DESCRIPTION:\n\n\n\n\n\n\n\nMaximilian Prüfer (1986\, Deutschland) studierte Design und Kommunikationsstrategie an der Hochschule Augsburg sowie Bildende Kunst an der Accademia di Belle Arti di Bologna in Italien. \nPrüfers künstlerische Praxis konzentriert sich auf die Erforschung natürlicher Prozesse und deren Übertragung in visuelle Bildwelten. Dabei untersucht er eine Vielzahl existenzieller\, philosophischer und politischer Themen\, die mit Evolution und der wechselseitigen Abhängigkeit des Menschen vom natürlichen Ökosystem verbunden sind. Neben seinen Installationen hat Prüfer innovative Darstellungstechniken entwickelt\, die die Bewegungen von Insekten und anderen Tieren aufzeichnen und so den Begriff der Zeichnung erweitern. \nIm Jahr 2021 zeigte SEXAUER Arbeiten von Maximilian Prüfer\, darunter seine großformatige Installation Mammut Mobile\, in einer Ausstellung im SEXAUER Showroom in Berlin-Charlottenburg. Nun freuen wir uns\, die gemeinsame Vertretung von Maximilian Prüfer zusammen mit der Galerie Kandlhofer (Wien) bekannt zu geben. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDie Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten sind weithin bekannt. Weniger bekannt ist\, dass sie am 20. März 1939 in der Hauptfeuerwache in der Berliner Lindenstraße auch Gemälde aus deutschen Museen verbrannten. \nNach umfangreichen Recherchen rekonstruierte Maximilian Prüfer mehrere dieser verlorenen Werke\, indem er ihre Motive auf Papier übertrug\, das in speziell konstruierte Kästen eingespannt ist\, in denen er Fliegen züchtet. Die Insekten werden mit Pigmenten gefüttert\, die aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs gewonnen wurden. Angefangen von den wärmeren\, dunkleren Bereichen des von der Sonne erwärmten Papiers hinterlassen sie Spuren\, aus denen allmählich ein neues Bild entsteht – keine Kopie\, sondern eine fragile Interpretation\, hervorgebracht von einem kollektiven Organismus: eine Form von Erinnerung statt einer künstlerischen Signatur. \nDie aus Kriegstrümmern gewonnenen Pigmente verbinden die Bilder mit den materiellen Überresten des Krieges. Wo die Nationalsozialisten Kontrolle und Auslöschung inszenierten\, setzt Prüfer einen offenen\, lebendigen Prozess in Gang. Entscheidend ist nicht nur das endgültige Bild\, sondern das Zusammenspiel von Material\, Verhalten und historischem Bezug. Für den Künstler markieren diese Arbeiten einen Neuanfang; die Fliegen stehen für Übergänge – zwischen Leben und Tod\, Zerstörung und Erinnerung. \n„Kein Bild findet Gnade“\, schrieb Joseph Goebbels in sein Tagebuch. Prüfer kehrt diese Geste um. Der Titel seiner Ausstellung lautet: „Ein Bild findet Gnade“. \nEinige der Werke für die kommende Ausstellung befinden sich noch im Entstehungsprozess. Das unten gezeigte Fliegenbild stammt aus einer früheren Serie\, in der Prüfer berühmte Werke der Kunstgeschichte als Ausgangspunkt verwendete. \nPrüfers Werke werden international ausgestellt\, darunter im Germanischen Nationalmuseum\, Nürnberg (2025); im Bucerius Kunst Forum Hamburg (2025); im Museum Giersch der Goethe-Universität Frankfurt (2024); in der Kunsthal Rotterdam (2024); an der Rockefeller University\, New York City (2024); in der Kunsthalle München (2023); im Weltmuseum Wien (2023); im Kunstverein Mannheim (2022); bei der Vienna Biennale for Change im MAK (2021); im ICA Shanghai NYU\, Shanghai (2021); im Museum Villa Rot\, Burgrieden (2018); im Museum Sinclair-Haus\, Bad Homburg (2020); im Leopold Museum\, Wien (2018/19); sowie im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst (2017). \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nMaximilian Prüfer\n\n\n\n\n\n25. April 2026 – 6. Juni 2026\nSEXAUER Galerie \n
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