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SUMMARY:Privat residential hours Part VII – Dominik Butzmann
DESCRIPTION:Es ist mir eine besondere Freude und auch Ehre\, dass der Berliner Fotograf Dominik Butzmann für einen einzigen Abend seine hochgelobte Ausstellung „Haltung“ in unserem Salon Eichner/Hagen präsentiert. Es ist mittlerweile das 7. Mal\, dass mein Mann und ich einer/m Künstler*in die Gelegenheit geben\, Bilder oder Werke bei uns auszustellen. \nIch selbst wurde von Dominik mal für einen Artikel im emotion magazin fotografiert – seither kreuzen sich unsere Wege immer wieder\, zuletzt auf Lesbos\, als wir beide unabhängig voneinander über die Krise dort berichtet haben. Dominik hat eine ganz eigene Art\, Menschen und Situationen einzufangen\, die mich immer wieder zutiefst berührt und er zeigt Haltung\, was hervorragend zu Kunst für Demokratie passt. Seit über 20 Jahren begleitet er mit seinen Bildern das Entstehen der „Berliner Republik“. Zu seinen Auftraggebern gehören neben nationalen und internationalen Magazinen und Zeitungen (DER SPIEGEL\, Die Zeit\, TIME\, SZ Magazin) auch Parteien\, Ministerien und Verbände. \nZu seiner Ausstellung „Haltung“ sagt er Dominik Butzmann:\n„Mit der scheinbar unaufhaltsamen Gegenwart von Hass und Gewalt in einer nervösen Öffentlichkeit sind viele unserer Gewissheiten am Ende. Ich glaube\, dass die professionellen Fotografen unserer Zeit eine Haltung einnehmen müssen. Niemand kann es sich noch leisten\, unpolitisch zu sein. Wir sollten den Prozess zeigen\, der hinter unserer Arbeit steckt\, das ganze Bild. Wir sollten gedanklich oder perspektivisch einen Schritt zurücktreten.\nWir müssen eingreifen\, entscheiden\, etwas verlangen. Wir müssen mutig genug sein\, die Tatsachen zu zeigen und ebenso die Schwierigkeit dabei\, eine Tatsache von einer Lüge zu unterscheiden. Was ist eine Haltung und was ist eine Pose? \nIn meinen Fotografien ist die körperliche Präsenz der Portraitierten\, ihre physische Haltung von großer Bedeutung und das ist nicht zufällig so. Neben einer gezielten und überlegten Lichtführung ist es gerade diese Position der Personen im Raum\, die ich gestalte. Dabei gehe ich nicht zu offensiv vor – ich lasse den Menschen im Grunde erst einmal viel Raum\, lasse den Dingen ihren Lauf. Ich versuche ruhig und bedacht\, eine Atmosphäre von Vertrauen entstehen zu lassen. \nDa ist Helmut Schmidt\, der sich trotz seines hohen Alters mit allen Mitteln gegen das Fotografieren sträubt und flucht\, dann aber konzentriert und unendlich ruhig und klar in die Kamera schaut. \nDa sind die ganz und gar in sich ruhenden Weinköniginnen in Haßloch\, Rheinland-Pfalz. \nDa ist Emmanuel Macron\, der für einen winzigen Moment für die Kamera da ist\, diesen winzigen Moment aber dazu nutzt\, im Spiegel des UV-Filters auf dem Objektiv seine Krawatte zu richten. \nDa ist die äthiopische Frau im Bus am Hauptbahnhof in München\, die wie ein Denkmal für Verlorenheit und Müdigkeit wirkt. \nDa ist Angela Merkel\, die noch niemals zuvor im Profil fotografiert wurde. Nachdem alle Berater und Strategen aus dem Studio geschickt waren\, entsteht ein lockeres\, vertrauensvolles Gespräch. Es wird experimentiert und gelacht. Und es entsteht ein Portrait im Profil\, bei dem ihre ganze persönliche Stärke\, ihre Ruhe und gleichzeitig ihr Humor zu sehen ist. \nDa ist Robert Habeck\, der sich von nichts und niemandem davon abbringen lässt zuzuhören. Da ist Markus Söder\, der sich in einem ständig angespannten System von Kontrolle und Feedback durch seine Sprecherin bewegt. Und da ist Martin Schulz\, der von seinen Mitarbeitern erdrückt wird\, richtiggehend verschwindet. \nMit diesen Beispielen will ich zeigen\, dass ich intuitiv und gleichzeitig sehr bewusst arbeite. Ich bin mir über die Wirkung der Bilder im Klaren. Ich weiß\, dass Fotografen eine gewisse Macht besitzen\, weil sie Kategorien definieren können. Wie stark sieht »stark« aus? Wie verletzlich sieht »verletzlich« aus? Zeigt man die Künstlichkeit einer Situation? Lässt man Fehler\, Störungen\, Besonderheiten zu?\nAm ehesten aber kann ein gutes Portrait entstehen\, wenn es einen Moment der Echtheit gibt. Dieser lässt sich letztlich durch nichts besser zeigen\, als durch einen klaren\, unverstellten Blick und er lässt sich auch nur durch klare\, unverstellte Kommunikation durch den Fotografen erreichen.“ \nPrivat residential hours Part VII – Dominik Butzmann\nDie Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der janinebeangallery statt. \nMusikalisch rundet den Abend die wunderbare Singer/Songwriterin Antje Zumbansen ab. \n11. Mai 2019 um 18 Uhr \nSalon Eichner/Hagen \nGIESELERSTR. 22\nBERLIN\, 10713 \n
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