BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Kunstleben Berlin - das Kunstmagazin - ECPv4.9.13//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Kunstleben Berlin - das Kunstmagazin
X-ORIGINAL-URL:https://www.kunstleben-berlin.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen im Kunstleben Berlin - das Kunstmagazin
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20260329T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20261025T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;VALUE=DATE:20260215
DTEND;VALUE=DATE:20260216
DTSTAMP:20260423T200425
CREATED:20260215T165534Z
LAST-MODIFIED:20260215T165636Z
UID:114980-1771113600-1771199999@www.kunstleben-berlin.de
SUMMARY:Sandra Schlipkoeter – Δs = kλ
DESCRIPTION:In der Ausstellung Δs = kλ untersucht Sandra Schlipkoeter die Bedingungen von Wahrnehmung im Spannungsfeld von Linie\, Licht und Raum. Der Titel\, einer physikalischen Formel entlehnt\, beschreibt kein geschlossenes System\, sondern ein Verhältnis: minimale Verschiebungen\, Differenzen und Abstände\, aus denen messbare Veränderungen entstehen. In Schlipkoeters künstlerischer Praxis wird diese Denkfigur zu einem präzisen Modell des Sehens – eines Sehens\, das nicht stabil ist\, sondern sich aus Überlagerungen\, Brechungen und zeitlichen Momenten zusammensetzt. \nSeit vielen Jahren arbeitet Schlipkoeter mit dem Phänomen der Interferenz\, jener Überlagerung von Lichtwellen\, die sowohl in natürlichen als auch in digitalen Bildwelten sichtbar wird. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind fotografische Beobachtungen von Bildschirm- und Kameralicht\, deren vermeintliche Störungen – Linien\, Flimmern\, Verschiebungen – sie in einen malerischen Prozess überführt. Dabei geht es nicht um die Darstellung eines Motivs\, sondern um die Übersetzung eines visuellen Ereignisses: Licht wird zur Struktur\, Linie zum Träger von Bewegung und Dauer. \nDie gezeigten Arbeiten entwickeln sich aus der Malerei zu einem offenen Bildraum. Auf Papier und Neobond gearbeitete Schüttungen und Linienzeichnungen werden durch präzise gesetzte Einschnitte geöffnet\, geschichtet und in neue räumlicheKonstellationen überführt. Die Linie wird zum realen Eingriff in die Bildfläche\, die ihre Geschlossenheit verliert und beginnt\, sich zwischen Oberfläche\, Wand und Raum zu entfalten. Vorder- und Rückseite\, Positiv und Negativ\, Fläche und Tiefe treten in ein instabiles Gleichgewicht. Im Zentrum der Ausstellung steht eine Wandarbeit\, die aus zeichnerischen Setzungen der Interferenzlinien entwickelt ist und die formalen und inhaltlichen Fragestellungen bündelt. \nNeu sind Arbeiten\, in denen Schlipkoeter ihre Auseinandersetzung mit Linie und Interferenz konsequent erweitert. In Objekten aus Papier und Harz wird die Linie nicht mehr allein als räumliche Struktur\, sondern als zeitlich geschichteter Prozess erfahrbar. Transparenz\, Schichtung und Materialität machen Verdichtung\, Sedimentation und Dauer sichtbar. Sie erweitern den bisherigen Werkzusammen- hang um eine zeitliche Dimension. Formen\, die an Bohrkerne oder Schnitte durch geologische Schichten erinnern\, verbinden Material\, Farbe und Zeit zu räumlichen Konstellationen. Farbe erscheint hier nicht als Oberfläche\, sondern als Tiefen- phänomen: In Werken wie RGB und Phasenraum werden Farbwerte und Wellen- längen explizit aufeinander bezogen und als räumlich erfahrbare Relationen sichtbar. Interferenz wird nicht nur dargestellt\, sondern materialisiert. \nBei aller formalen Nähe zu abstrakten Bildtraditionen versteht Schlipkoeter ihre Arbeiten nicht als Abstraktionen im klassischen Sinn. Linie\, Farbe und Interferenz bleiben an konkrete Lichtphänomene gebunden\, an fotografische Vorlagen und reale Wahrnehmungssituationen. Auch dort\, wo der Ursprung unsichtbar wird\, bleibt der malerische Anspruch zentral: Jede Fläche\, jede Linie ist Ergebnis eines kontrollierten\, beinahe analytischen Arbeitsprozesses\, der das Bild als präzise gesetzte Oberfläche begreift. \nMit Δs = kλ zeigt Sandra Schlipkoeter eine Werkgruppe\, in der sich Malerei\, Schnitt\, Raum und Zeit wechselseitig bedingen. Die Arbeiten fordern ein Sehen\, das Bewegung\, Veränderung und Dauer mitdenkt. Wahrnehmung erscheint hier nicht als unmittelbare Gewissheit\, sondern als sensibles System von Relationen – ein System\, in dem kleinste Verschiebungen ausreichen\, um das Ganze neu zu konfigurieren. \n– Katharina Schilling \nSandra Schlipkoeter – Δs = kλ\n13.02. – 18.04.2026 \nTaubert Contemporary \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/sandra-schlipkoeter-%ce%b4s-k%ce%bb/
LOCATION:Taubert Contemporary\, Knesebeckstr. 90\, Berlin\, 10623\, Deutschland
CATEGORIES:Ausstellung
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://www.kunstleben-berlin.de/wp-content/uploads/2026/02/converted2.jpg
GEO:52.5062407;13.3979809
X-APPLE-STRUCTURED-LOCATION;VALUE=URI;X-ADDRESS=Taubert Contemporary Knesebeckstr. 90 Berlin 10623 Deutschland;X-APPLE-RADIUS=500;X-TITLE=Knesebeckstr. 90:geo:13.3979809,52.5062407
END:VEVENT
END:VCALENDAR