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SUMMARY:Orte der Begegnung
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SUMMARY:Rebecca Harper: Thick Skinned - Quick Finned Always Turning Tides Tale
DESCRIPTION:Die Szenerie entfaltet sich langsam in den Bildern von Rebecca Harper – langsam und hermetisch\, alles spielt sich wie auf einer Bühne vor den Augen der Betrachtenden ab. Die Räume\, die Figuren\, das Wasser – alles hat seinen Platz\, doch nichts bleibt isoliert. Alles kreist\, wie ein Himmelskörper\, um das Zentrum. Das Zentrum aller Darstellungen ist eine starke blonde Frau. Immer wieder sitzt sie in unterschiedlichen Momenten am Rand einer Wanne\, am Rand eines Bettes\, auf einer weichen Couch – allein\, in ihrer Welt. Sie hält eine Robbe\, die\, wie alle anderen Objekte\, eine Erweiterung der Frau selbst zu sein scheint. Eine Hand auf dem Fell\, eine Flosse auf ihrem Schoß – eine Symbiose\, vertraut und doch kindlich-weiblich\, kein Mutter-Kind-Verhältnis\, sondern ein Konzept von Kind und Frau. \nDie Räume erzählen Geschichten – aber nicht laut\, nicht fordernd. Objekte und Gegenstände sind aufgelistet: Bilder\, Spiegelungen\, offene Fenster. Wasser durchzieht alles – dunkle Flüsse\, gefüllte Wannen\, gemalte Meereslandschaften. Doch es ist kein Wasser\, das verschlingt oder zieht – sondern Wasser\, das trägt\, das erinnert\, das in Bewegung ist. Die Spiegel zeigen nicht nur die Frau\, sondern auch den Raum um sie herum\, eröffnen Perspektiven\, machen sichtbar\, was sonst übersehen würde. \nUnd überall finden sich Zeichen\, kleine Dinge\, die bleiben: die verschlossene Hutschachtel mit dem roten Vogel\, als bewahre sie etwas\, das nicht verloren gehen darf – oder das besser in der Schachtel bleibt\, wissend aufbewahrt. Die Bücher\, die niemand liest\, doch sie sind da\, als potenzielle Erzählungen. Die Landkarten an den Wänden\, die Kompasse\, die Segelboote – das Kind-Frau-Schema weist eine Richtung\, trägt das Subjekt wie selbstverständlich mit dem Wind in die richtige Bahn. \nDie Titel klingen zunächst wie Zeilen aus einem Gedicht – nicht bloß Beschreibungen\, sondern Gedanken\, die nachhallen. Blinking through Salt Lashes – ein Moment\, in dem das Sehen schwerfällt\, das Blinzeln durch Tränen oder Meerwasser\, als sei die Welt für einen Augenblick verhüllt. Dann Disappear like a Snatched Breath on an Angry Tide – als würde etwas fortgerissen\, ein Atemzug\, den man nicht halten kann\, ein Körper\, der sich auflöst\, nicht aus Schwäche\, sondern weil die Strömung es so will. \nAndere Titel sind beinahe erzählerisch\, lang\, als wollten sie nicht nur benennen\, sondern einen Rhythmus setzen. Thick Skinned – Quick Finned\, Always Turning Tides Tale spricht von Anpassung\, von einer Haut\, die schützt\, von Beweglichkeit\, von Flossen\, die niemals stillstehen – ein Körper\, der sich immer mit der Strömung dreht. Secret Eyes\, Holding Mourning of the Darkest River ist ein Versprechen\, ein Blick\, der mehr sieht\, der etwas bewahrt – eine Trauer\, die nicht laut wird\, sondern weiterfließt\, in einem Fluss\, der keine Ruhe kennt. \nDer Körper ist zentral\, präsent\, fest\, aber niemals starr. Er sitzt\, hält\, stützt sich ab\, bewegt sich in kleinen Momenten längerer Handlungen – in Pausen\, in einem Blick nach oben\, in einer kauernden Haltung. Die Körperhaltung ist offen\, aber nicht zur Schau gestellt\, kontrolliert\, aber nicht erstarrt. Kleidung betont oder löst sich auf\, Schnürungen fehlen\, Stoffe hängen herab – als würde die Grenze zwischen Körper und Umgebung durchlässig. Das Wasser ist nah – in Badewannen\, in Strömungen\, in Gemälden – ein Element\, das sich mit der Figur verbindet\, aber sie nicht verschlingt. \nDie Abwesenheit von Männern ist eine Lücke\, eine spürbare Leerstelle\, die sich durch die Räume zieht\, durch die Haltung der Frau\, durch die Objekte\, die sich um sie sammeln. Sie sitzt\, sie hält\, sie bewegt sich – aber es gibt kein Gegenüber. Kein männlicher Körper\, keine Hand\, die greift oder sich entzieht\, keine Gestalt\, die sich in den Spiegeln zeigt. Diese Leerstelle ist nicht bloß eine Abwesenheit – sie ist strukturell\, sie definiert die Räume\, weil sie nicht gefüllt wird. Außer durch eine Andeutung: einen Schatten. \nStattdessen gibt es Fische. Sie sind die einzige Spur\, die einzige Übersetzung eines abwesenden männlichen Prinzips. Sie liegen auf Tischen\, schwimmen in Wannen\, sind auf Fliesen gemalt – reglos oder in endloser Kreisbewegung\, nicht handelnd\, nicht sprechend. Der Fisch\, klassisches phallisches Symbol\, taucht auf\, doch bleibt er Objekt – ohne Funktion\, ohne Körper\, das Relikt eines Gegenübers\, das in dieser Welt nicht mehr agiert. \nDie Vögel sind keine bloße Dekoration\, keine sanften Begleiter des Lichts. Sie tauchen auf\, schwebend\, stürzend\, kreisend – als schwarze Figur auf dem Kaminsims\, als Möwe\, die fast den Boden berührt. Sie folgen keinem klaren Muster\, sie fügen sich nicht in die Symbolik der anderen Tiere. Die Robbe liegt\, die Fische schweigen – doch die Vögel fliegen\, manchmal zu nah\, manchmal wie eine Warnung\, manchmal als Echo von etwas\, das sich ankündigt\, ohne greifbar zu werden. Ihr Schwarz hebt sie von der Umgebung ab\, als gehörten sie nicht in die Welt der Frau\, sondern als dringe etwas von außen ein – ein Fremdkörper im Raum ihrer Reflexionen und Wasserflächen. Sie existieren jenseits der Wellen\, jenseits der Wannen\, außerhalb der Strömung – als etwas\, das sich nicht einordnen lässt. Vielleicht sind sie das\, was nicht gehalten werden kann\, was sich entzieht – während die Frau bleibt. \nDie Schachtel bleibt geschlossen\, weil sie nicht geöffnet werden muss. Sie steht da\, immer am selben Ort\, mit dem roten Vogel auf dem Deckel – als Zeichen\, als Möglichkeit\, als Behälter für etwas\, das nicht nach einem Ausbruch verlangt. Die Vögel außerhalb der Schachtel sind wild\, unkontrolliert\, eine Kraft\, die sich nicht bändigen lässt. Doch dieser Vogel bleibt an die Oberfläche gebunden – eingefroren\, gehalten\, bewahrt oder verzaubert. Vielleicht ist die Schachtel eine versiegelte Bedrohung – eine Kraft\, die nicht konkurrieren kann\, die in der Dynamik von Halten und Gehaltenwerden keinen Platz hat. Vielleicht bleibt sie deshalb unberührt. Weil ihr Inhalt zu mächtig ist. Weil das\, was verborgen liegt\, nicht zugelassen werden kann. \n
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SUMMARY:EX UND HOPP von Jeanne Fredac
DESCRIPTION:Jeanne Fredac macht in ihren Arbeiten auf die dringliche Notwendigkeit\, die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen zu schützen\, aufmerksam. Dabei erhebt sie nicht den Zeigefinger\, sondern hält uns mit intelligentem Witz einen Spiegel vor: „Ich glaube nicht\, dass es etwas bringt\, wenn man den Menschen ein schlechtes Gewissen einredet“\, sagt die Künstlerin. „Man kommt mit Humor viel weiter.“ So präsentiert sie uns beispielsweise mit der Skulptur „L‘ essence humaine“ die Erde als einen Punchingball\, der mit bereitliegenden Boxhandschuhen K. O. geschlagen werden kann. In dem aus 606 Fotografien bestehenden Video „Do you need something else?“ nimmt die sie die oft von Menschen getätigte Aussage\, dass sie nichts besitzen würden\, aufs Korn. In dem Clip ist die Fülle eines Einpersonenhaushalts zunächst ordentlich sortiert aufgebaut\, bis die einzelnen Objekte mit Stop-Motion einen überraschend choreografierten Abgang machen und schließlich eine gähnende Leere – ein tatsächliches Nichts – hinterlassen. \n
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SUMMARY:Galerie EIGEN + ART zeigt Carsten Sievers mit STUTZEN
DESCRIPTION:Traditionell geht es im Minimalismus um eine Evokation von Inhaltslosigkeit und Leere\, um eine Entspannung des Blicks\, um eine „totale Identität als Objekt“\, wie es die amerikanische Kunsttheoretikerin Rosalind Krauss einmal ausdrückte. \n \nOhne sich auf die Diskursrhetorik einzulassen\, die heute mit der Auseinandersetzung mit dem minimalistischen Erbe einhergeht\, schreibt sich Carsten Sievers mit seinem Werk spielerisch in diese Tradition ein. Zugleich aber lädt er seine Arbeiten mit einer ihr gegenläufigen auratischen Tiefe auf. Sievers’ Werk basiert auf den künstlerischen Tätigkeiten des Faltens\, Schichtens und Schneidens und auf der Idee einer opulenten Serialität\, die die minimalistische Ästhetik fortschreibt und sie zugleich im realen Leben verortet. \nDie Ausstellung „STUTZEN“ versammelt Arbeiten aus zwei neuen Werkgruppen. Es sind Arbeiten\, die an den doppelten Sinn des titelgebenden Wortes denken lassen\, an das Konsterniert-Sein und an das Zurechtschneiden. \nCarsten Sievers nimmt die minimalistische Ästhetik dabei mit großer Selbstverständlichkeit auf. Seine Objekte lassen an das Erbe von Frank Stella\, Brice Marden\, Donald Judd und Eva Hesse denken und spielen\, ohne direkt auf dieses Erbe zu verweisen\, mit dem Umstand\, wie sehr es schon in unser visuelles Unbewusste eingedrungen ist. Die Arbeiten sind keine Hommagen\, keine Zitate und auch keine Satiren. Stattdessen umweht sie ein ungewöhnlicher Geist der Unehrerbietigkeit und der Freiheit. \nSTUTZEN\n2. März – 15. April 2017 \nGalerie EIGEN + ART\nAuguststraße 26\n10117 Berlin \n
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SUMMARY:living in your heart - Mwangi Hutter stellt in der galerie burster aus
DESCRIPTION:„Fingerabdruck für Fingerabdruck hinterlassen wir unsere Spuren als Symbol unserer inneren Landkarte. \n \nDieser zu folgen soll uns eines Tages zu unserer eigenen Essenz führen. Wenn wir unsere Geschichte ohne&nbsp;Worte\, Klang oder Bilder erzählen könnten\, würden wir dies tun\, aber vorerst ist das unmöglich. Tatsächlich&nbsp;kennen wir unsere Geschichte noch gar nicht. Wir zeichnen sie in unseren Malereien\, entdecken sie in unseren&nbsp;Videos und Sounds\, machen Fotografien davon – um sie sichtbar zu machen. Wir haben nur eine Ahnung von&nbsp;was sie handeln könnte\, aber ohne uns auf die Reise zu machen\, hätten wir niemals damit angefangen&nbsp;herauszufinden\, was es zu entdecken gibt.“ Mwangi Hutter \nMwangi Hutter twinshipping 2016 c-print 110 cm x 84 cm galerie burster\n&nbsp; \nIngrid Mwangi und Robert Hutter (*1975) sind in Nairobi\, Kenia und Ludwigshafen\, Deutschland geboren. Beide studierten an der Hochschule der bildenden Künste Saar. Nach einigen Jahren der Zusammenarbeit beschlossen sie\, ihre Namen und Biografien zu verschmelzen und eins zu werden: Mwangi Hutter. Mwangi Hutter reflektieren in ihrer Kunst\, welche verschiedene Medien wie Klang\, Fotografie\, Installation\, Skulptur\, Malerei und Performance umfasst\, die vielschichtigen sozialen Beziehungen von Menschen – Ausgangspunkt und Projektionsfläche ist dabei oft der eigene Körper. Das Paar beschäftigt sich mit Themen wie Grenzüberwindung und Identitätsfindung\, welche in ihrer Kunst sowohl auf politische Situationen\, wie auch persönliche\, intime Momente zwischen Individualität\, Dualismus\, Natur\, Gewalt und Liebe hindeuten. \nMwangi Hutter on the other side of midnight 2017 c-prints each 68 cm x 94 cm galerie burster 2\n&nbsp; \nIhre Arbeiten und Performances wurden unter anderem in Afrika\, Asien\, Europa\, den Vereinigten Staaten von Amerika\, Südamerika\, an der Bienal de São Paulo\, Venedig Biennale\, dem Brooklyn Museum\, Centre Pompidou Paris\, Museum für Moderne Kunst Frankfurt\, Dak’Art Biennale\, Smithsonian Institution – National Museum of African Art und dem Mori Museum Tokyo gezeigt. Mwangi Hutter leben und arbeiten in Berlin\, Ludwigshafen und Nairobi. \nliving in your heart\n3.3. – 15.4.2017 \ngalerie burster\nKurfürstendamm 213\n10707 Berlin \n
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SUMMARY:me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht zeigt: Picha / Bilder zwischen Nairobi und Berlin
DESCRIPTION:Die Ausstellung Picha/Bilder – Zwischen Nairobi & Berlin zeigt Arbeiten von Berliner Künstlern und Werke von Kindern\, die in Ostafrikas größtem Slum Kibera leben. \n \nSie sind im Zusammenwirken mit den KünstlerInnen Zuzanna Czebatul\, Zhivago Duncan\, Andreas Golder\, Amélie Grözinger\, Markus Keibel\, Caroline Kryzecki\, Erik Schmidt\, Pola Sieverding und Ulrich Wulff in Nairobi für den Verein One Fine Day entstanden. \nWerke der KünstlerInnen werden den Arbeiten ihrer kenianischen SchülerInnen gegenübergestellt. So wird deutlich\, wie im Prozess des Erlernens einer künstlerischen Technik und dem Hinzufügen der eigenen Imagination autarke Kunstwerke entstehen können. Zhivago Duncans Gestaltungsmittel Spraypaint\, Erik Schmidts Frottage-Verfahren\, Pola Sieverdings fotographischen Motive\, Amélie Grözingers Falttechniken oder die durch Andreas Golder gelehrten Grundkenntnisse der Licht- und Schatten-Wiedergabe geraten durch die Kinder in eine eigene\, nachvollziehbare Gestalt. Dabei zeigen Caroline Kryzecki\, die mit Lineal und Kugelschreiber gezogene Linien zu dichten\, moiréartigen Zeichnungen entwirft\, oder Markus Keibel\, der mit der Technik der Bricolage arbeitet\, dass auch konzeptionelle Arbeitsweisen an Kinder vermittelbar sind. Der beidseitige kreative Zugewinn wird in den teils eigens für die Ausstellung hergestellten Arbeiten der zeitgenössischen KünstlerInnen deutlich. Sie sind als Ergebnis der Auseinandersetzung mit den ortsspezifischen Begebenheiten zu verstehen. \nJabes\, Workshop Caroline Kryzecki\, 2016 © One Fine Day e. V.\nDie Ausstellung zeigt wie produktiv und wichtig die Vermittlung künstlerischer Werte an Kinder ist\, die von kreativer Schulung ausgenommen sind – seit den 1990er Jahren sind sämtliche Kunstdisziplinen von den Lehrplänen kenianischer Schulen gestrichen. \nDer gemeinnützige Verein One Fine Day e. V. wurde 2008 von Marie Steinmann-Tykwer und ihrem Mann Tom Tykwer gegründet und möchte helfen\, die Leerstelle künstlerischer Schulung für Kinder aus den Slums in Nairobi zu schließen. Mit ihrem Engagement ermöglichen sie über 800 Kindern aus Kibera und Mathare den Zugang zu den Entdeckungsräumen des Schöpferischen. Wöchentlich findet der Unterricht in den Disziplinen Tanz\, Ballett\, Bildende Kunst\, Theater\, Musik\, Zirkusakrobatik und Schreiben statt. Seit 2014 reisen KünstlerInnen aus Berlin mit der Kuratorin der Ausstellung Juliet Kothe nach Nairobi\, um dort mit kenianischen Kindern und LehrerInnen gemeinsam in Workshops zu arbeiten. \nCaroline Kryzecki\, KSZ 200152-05\, 2014-16\, Courtesy Sexauer Gallery\, Photo Marcus Schneider\nDie in der Ausstellung gezeigten Arbeiten von Kindern und KünstlerInnen können über den me Collectors Room erworben werden. Die Einnahmen kommen ausschließlich dem Verein One Fine Day zugute. \nPicha\n04. März 2017 – 04. Juni 2017 \nme Collectors Room Berlin\nStiftung Olbricht\nAuguststraße 68\n10117 Berlin \n
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SUMMARY:Loïc Bréard El Rocío – eine spanische Wallfahrt
DESCRIPTION:Die Romería del Rocío ist nicht nur eine der ältesten Marienwallfahrten Europas\, sie ist auch ein einzigartiges Volksfest. Alljährlich zu Pfingsten pilgern fast eine Million Menschen aus ganz Spanien in das Dörfchen El Rocío südwestlich von Sevilla\, um der Heiligen Jungfrau vom Morgentau die Ehre zu erweisen. Der Fotograf Loïc Bréard hat 2006 eine der Bruderschaften auf der rund siebzig Kilometer langen Reise von Sevilla nach El Rocío mit seiner Leica begleitet und geriet schnell in den Bann der Wallfahrt mit ihrer eigenwilligen Mischung aus archaischem Brauchtum und modernem Leben… \n \nDie Romería del Rocío ist nicht nur eine der ältesten Marienwallfahrten Europas\, sie ist auch ein einzigartiges Volksfest. Alljährlich zu Pfingsten pilgern fast eine Million Menschen aus ganz Spanien in das Dörfchen El Rocío südwestlich von Sevilla\, um der Heiligen Jungfrau vom Morgentau die Ehre zu erweisen. \n\nDie Marienstatue\, die auch Blanca Paloma\, weiße Taube\, genannt wird\, soll im siebten Jahrhundert in den nahen Sümpfen gefunden worden sein. Die zahllosen Pilger sind in mehr als hundert Bruderschaften organisiert. Sie reisen auf prachtvoll geschmückten Planwagen\, zu Fuß und zu Pferd\, in Autos\, Wohnwagen und Bussen. Überall sieht man Männer in bunten Trachten und Frauen in aufwändigen Flamenco-Kleidern. Begleitet werden sie von Versorgungswagen mit Lebensmitteln\, Spirituosen\, Decken und Zelten. Während der ganzen Wallfahrt wird ausgiebigst gegessen und getrunken\, gesungen\, gebetet\, getanzt und geflirtet. Der tagelange Weg über Asphaltstraßen\, durch Pinienhaine und ausgedehnte Dünenlandschaften ist bei hohen Temperaturen aber auch oft mühsam und beschwerlich. In einer Stunden andauernden Prozession ziehen die Pilger endlich in El Rocío ein\, und es beginnt eine dreitägige Fiesta. In der Nacht zum Pfingstmontag dann\, wenn die Marienstatue aus der weißen Kirche durch die hingebungsvoll wartende Menschenmenge getragen wird\, erreicht die Wallfahrt ihren rauschhaften Höhepunkt. \nDer Fotograf Loïc Bréard hat 2006 eine der Bruderschaften auf der rund siebzig Kilometer langen Reise von Sevilla nach El Rocío mit seiner Leica begleitet und geriet schnell in den Bann der Wallfahrt mit ihrer eigenwilligen Mischung aus archaischem Brauchtum und modernem Leben. »Er war wohl der Einzige\, der tatsächlich den ganzen Weg ausschließlich auf seinen eigenen Beinen gemacht hat«\, sagt ein Weggefährte. \nBréards Bilder\, in strengem Schwarzweiß fotografiert\, dokumentieren den Ablauf\, die Rituale\, die Schönheit und die Vielschichtigkeit der menschlichen und religiösen Momente dieser Pilgerreise. Seine Arbeit ist jedoch weit mehr als eine Fotoreportage. Der Fotograf hat ein besonderes Gespür für ästhetische Bildkompositionen. Intuitiv erfasst er Linienführungen\, das Spiel von Licht und Schatten\, die Spannung und die Brüche\, die Emotionen in den Gesichtern der Menschen. Bréards Stärke ist es\, den einen richtigen Moment und das treffende Detail (das\, was Roland Barthes das »Punctum« in einem Foto nennt) zu erkennen und festzuhalten. So entstanden Bilder\, die jedes für sich inhaltlich und formal berühren und überzeugen. \nLoïc Bréard wurde in Nantes\, Frankreich\, geboren\, studierte Malerei und Skulptur in Paris an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs. Seit zehn Jahren bereist er als freischaffender Fotograf die Welt. Bréard fotografiert ausschließlich analog und in Schwarzweiß. Er lebt in Hamburg. In der Ausstellung wird aus Bréards El Rocío-Projekt eine Auswahl von ca. 40 hochwertigen Silbergelatine Handabzügen auf Baryt-Papier gezeigt. Unter dem Titel »El Rocío« ist ein umfangreicher Fotoband im Kerber-Verlag erschienen\, Herausgeberin Corinna Weidner\, Berlin. \nDie Galerie Hilaneh von Kories präsentiert vom 04. März bis zum 05. Mai 2017 die Ausstellung »El Rocío – eine spanische Wallfahrt« mit Bildern des Fotografen Loïc Bréard. \nEl Rocío – eine spanische Wallfahrt\n4. März bis 5. Mai 2017 \n&nbsp;\n
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SUMMARY:Daniela Elorza\, Eine Reise zu Ihren Sinnen im cavuspace
DESCRIPTION:Die abstrakte Tuschemalerei\, die die junge kolumbianische Künstlerin Daniela Elorza geschaffen hat\, ist inspiriert von der olfaktiven Welt von Marie Le Febvre und der Marke Urban Scents. \n \nEine ganz besondere Vernissage: Neben der Verbindung der visuellen und olfaktiven Kreationen bei dieser Vernissage\, wollen wir auch ihren Geschmackssinn stimulieren. Lassen Sie sich vom international bekannten Mixologist Arnd Henning Heissen von der “Fragrances Bar“ im Berlin Ritz Carlton überraschen. Neue Parfümcocktails werden präsentiert\, inspiriert von den Kreationen von Urban Scents. \nDaniela Elorza wurde am Juni\, 5 1989 in Kolumbien geboren und ist in Peru aufgewachsen. Seit ihrer Kindheit ist ihre Leidenschaft für Kunst wie eine zweite Natur und ist es noch heute. Sie hat ihr Kunststudium an der Universidad Nacional de Colombia begonnen\, bevor sie nach Buenos Aires zog\, um dort Bildende Kunst mit dem Hauptfach Malerei zu studieren. Besonders ihre akademische Erfahrung in Südamerika hat ihr Interesse für Präkolumbianisch-Lateinamerikanische Kunst geweckt. Zur Zeit lebt sie in Berlin\, wo sie auch Visuelle Kommunikation an der BTK-FH studiert. \nDaniela Elorza\, Eine Reise zu Ihren Sinnen\n&nbsp; \nDaniela hat Tinte entdeckt als sie in ihrem Studio in Berlin gearbeitet hat. Sie wollte an ihre Grenzen gehen\, von ihren eigenen Fehlern lernen und ihrer Arbeit etwas Spontanität geben; die Unvorhersehbarkeit von Tinte ermöglicht ihr dies zu tun. Die Tinte hat das Fließvermögen und die Essenz von Aquarell aber ist voller in der Farbe und der Deckkraft. Tinte kann sehr dünn sein\, aber auch sehr stark und kräftig. \nFür Daniela können Künstler während des kreativen Prozesses nicht alles kontrollieren\, es ist sehr wichtig den Materialien ein Überraschungselement zu lassen und neue Möglichkeiten zu ergründen. Tinte ist perfekt um dieses Gleichgewicht zu finden zwischen dem was zufällig ist oder auch nicht. \nEine Reise zu Ihren Sinnen\n7. März bis 29. April \ncavuspace\nEisenacher Strasse 57\n10823 Berlin \n
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SUMMARY:A GALLERINA’S DREAM (ARBEITSTITEL) mit Stefan Panhans und Andrea Winkler
DESCRIPTION:A GALLERINA’S DREAM (ARBEITSTITEL) mit Stefan Panhans und Andrea Winkler gibt Impulse zu gegenwärtigen Realitäten von Arbeit\, Kunst und Ausstellungsproduktion. \n \nStefan Panhans erschafft in seinen Filmen soziale Räume einer Kommunikationskultur der Selbstdarstellung. Seine Protagonisten erscheinen in einer Einheit von Mensch\, Bild und Avatar in hypermedial geprägten Lebenswelten; überforderte Konsumenten und Einzelkämpfer\, die sich durch Fitnessstudios\, ICE-Zugabteile und Castingshows bewegen. \nAndrea Winkler arbeitet mit Objekten der Beschleunigung und Überbleibseln des Transits\, die durch die Schleuder digitaler Realität gedreht werden. In pointiert dosierten Gesten erstellt sie Bühnenbilder für eine Welt des Warenfetischismus und entwirft mit Stefan Panhans für die Ausstellung eine Displayarchitektur\, die den Blick eher blockiert als ermöglicht. \nDer Arbeitsort Galerie ist repräsentativ und öffentlich. Wir handeln auf einer Bühne\, sind Gastgeber\, Showmaster und Regisseure. Raum\, Zeit und finanzielle Ressourcen beeinflussen die Handlungen des Einladens und Zeigens\, Aufmerksamkeit\, Exklusion und Kontrolle. Wie wollen wir arbeiten und Arbeit repräsentieren? Wer kommt rein\, wer bleibt draussen? Und was verdienst Du hier eigentlich? A GALLERINA’S DREAM (ARBEITSTITEL) macht diese Fragen sichtbar. \nA GALLERINA’S DREAM (ARBEITSTITEL)\n17. März bis 30. April 2017 \nKUNSTRAUM KREUZBERG / BETHANIEN\nMariannenplatz 2\nD 10997 Berlin \n
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SUMMARY:Detlef Günther zu sehen mit HUMAN IMAGE Lovin’ the Alien
DESCRIPTION:Der moderne Mensch ist eine Erfindung – eine Erfindung\, die ihren Ausgangspunkt in der Frührenaissance\, also etwa um 1420-1500 hat. \n \nDie Anfänge dieses Denkens lassen sich jedoch weiter zurück verfolgen bis zu Giotto di Bondone (1266-1337)\, der heute als der Begründer der Renaissancemalerei angesehen wird\, und Petrarca (1304-1374)\, der als Mitbegründer des Humanismus gilt. Ca. 100 Jahre später verfasste Pico della Mirandola seine Rede “De hominis dignitate (Die Würde des Menschen-1486)”\, in der er den Menschen als wundersames “Chamäleon” beschreibt. \nHeute ca. 700 Jahre später\, ist der Mensch dabei\, sich neu zu erfinden: \n“Der Mensch entdeckt sich als operabel. Diese radikal neue Epoche ist im Kommen. Und zwar in allen Dimensionen: … Da ist die Werkhalle der Biologie\, der Biochemie und Genetik. … Da ist die Werkhalle der Medizin\, der Pharmakologie und vor allem der Psychopharmakologie. … Da ist die psychologische Werkhalle …\, die “Gehirnwäsche” im Großen betreibt\, die mit den Massenmedien umzugehen weiß\, mit elektrischen Gehirnreizen Glückseligkeit und Wohlbehagen des ganzen Körpers hervorruft. … Da ist die soziologische Werkhalle. Hier wird das Wachstum der Menschheit vorausberechnet\, werden Pläne gemacht\, Gesetze entworfen\, um die Bevölkerungszahl der Erde auf einem erwünschten Niveau zu stabilisieren. … Und endlich die politische Werkhalle: hier sitzt die Weltregierung\, getragen von den herangezüchteten Superintelligenzen\, hier werden die Arbeiten der verschiedenen Werkhallen koordiniert\, die letzten Ziele entworfen und festgelegt\, auf die sich alle Arbeit am Menschen hinbewegen soll. … es ist\, wie wenn auf verschiedenen Teilen eines großen Areals gleichzeitig gebaut wird und man den Eindruck hat\, daß diese Einzelbauten einmal zu einem einzigen Bau zusammenwachsen werden\, eben zur hominisierten Welt\, als einer einzigen großen Fabrik\, in der der operable Mensch haust\, um sich selbst zu erfinden” \n(Karl Rahner – Experiment Mensch/Siebenstern-Taschenbuch Nr. 174) \nDetlef Günther möchte\, indem er an das 13 Jh. anknüpft\, an einen gesellschaftlichen Wendepunkt erinnern\, an dem in Europa ein neues Menschenbild erfunden wurde\, welches zeitgleich einherging mit der Erfindung des virtuellen Raums\, der heute unser Denken\, Handeln und Fühlen dominiert und sich global manifestiert hat. \n  \nIn Giottos Fresken (Capella Scrovegni – Padua/Italien) wird Landschaft und Körper geometrisiert. Ebenso stellen diese Fresken erstmalig Alltags-Details dar: Schafe\, Lämmer\, Bäume … und das erste Portrait der Neuzeit (Enrico Scrovegni\, der den Engeln ein Modell der Kapelle überreicht). Dies ist der Beginn einer neuen Sicht auf die Welt\, eines neuen Menschenbildes\, welches sich in seiner Weiterentwicklung heute in einer Moralität des “selbstbezüglichen Ichs” präsentiert und Konzepte der Patchwork-Identität und des plastisch formbaren Körpers und Geistes aufweist. \nVor diesem historischen Hintergrund werden in der Ausstellung Details aus Giottos Fresken der Capella Scrovegni aktuellen Abbildungen aus Werbung\, Wissenschaft und Alltag gegenübergestellt. Auf die zumeist als Einzelstücke im Siebdruckverfahren produzierten Arbeiten ist häufig als integrales Detail oder auch formatübergreifend das Symbol des Heiligenscheins gesetzt. Dieses Symbol des Heiligenscheins nimmt in Günthers Arbeiten die Bedeutung eines Platzhalters ein\, der Fragen nach einer aktuellen Standortbestimmung des Menschen und seiner Lebendigkeit aufwirft. \nAngelika Sommer über Detlef Günther \nDetlef Günther ist Trans-Media Künstler und ein Forschungspraktiker\, möchte man hinzufügen\, denn sein künstlerischer Horizont ist durch die Felder der Geschichte\, der Anthropologie und Philosophie sowie westlicher und östlicher Religion wesentlich mitbestimmt. Er bewegt sich gegen den Zeitgeist des Destruktiven\, indem er sich auf die Idee eines “integralen Weltbildes” beruft. \nSeine aktuellen Themen\, die sich u.a. mit den Thesen und aktuellen Auswirkungen des Humanismus und Transhumanismus beschäftigen\, werden von ihm multiperspektivisch oder besser noch “integral-aperspektivisch” durch verschiedene Medien geführt. Soll heissen: Günther geht es weniger um bloße Diversität\, vielmehr wird in seinen Arbeiten das Eine in den Vielen dargestellt. Dabei fällt Günthers Fähigkeit auf\, diese Vielfalt in einem Raum und Bezugsrahmen zu halten\, unterschiedliche Perspektiven\, Denk- oder Wertesysteme in einen Gesamtzusammenhang zu bringen. \nSeit Anfang der 90ger Jahre entstehen Gemälde\, Zeichnungen\, Objekte\, Installationen\, Fotografien\, Videoarbeiten und Multimedia-Environments\, die Günther häufig in Gruppen und Zyklen zusammenfasst. Je nach Ausstellungssituation setzt er einzelne Arbeiten und Medien auch variierend zueinander in Beziehung. Immer geht es ihm dabei um die Auslotung der Wahrnehmungsmöglichkeiten\, um die Mehrdeutigkeit der Wirklichkeit\, um die Kontextgebundenheit von Bedeutung. \nDetlef Günther – Shortbio \nDetlef Günther studierte Philosophie\, Soziologie\, Psychologie und Kommunikationswissenschaften an der Ludiwig-Maximilian-Universität in München und der Freien Universität in Berlin (Magister Artium – Abschlußarbeit: Die Kunstauffassung der Kritischen Theorie). Anschließend studierte er Kunst an der UDK in Berlin (Meisterschüler). Zusammen mit Martin Assig\, Klaus Hoefs\, Oliver Öfelein und Jochen Stenschke gründete er die Künstlergruppe BOR. Freie Mitarbeit am Medieninstitut Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Arthur Engelbert an dem Forschungsprojekt „Technisches Sehen“. \n1998-2000 entwickelte er als geschäftsführender Gesellschafter der Twosuns Media Development Gmbh das Interactive Environment Processing System „Enclued“ mit Anbindung an einen 3D-Motion Tracker. Aus dieser Entwicklung entstanden 2 Patente. Seit 2008 hält Detlef Günther Vorträge und Seminare an Fachhochschulen und Universitäten zum Thema „Entwicklung des Bildes und der bildgebenden Formate in Kunst und Wissenschaft“ und zum „Intelligenten Raum“. \nGünthers Arbeiten sind u.a. vertreten in der Sammlung Karl Kremer (Gelsenkirchen)\, in der Kunstsammlung der Deutschen Bank (Frankfurt) und im Kunstmuseum Gelsenkirchen. Detlef Günther lebt und arbeitet in Berlin. \nHUMAN IMAGE Lovin’ the Alien\n25.03.2107 bis 26.05.2017 \nAndreas Reinsch Project\nOranienplatz 1\n10999 Berlin \n
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