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SUMMARY:Rebecca Harper: Thick Skinned - Quick Finned Always Turning Tides Tale
DESCRIPTION:Die Szenerie entfaltet sich langsam in den Bildern von Rebecca Harper – langsam und hermetisch\, alles spielt sich wie auf einer Bühne vor den Augen der Betrachtenden ab. Die Räume\, die Figuren\, das Wasser – alles hat seinen Platz\, doch nichts bleibt isoliert. Alles kreist\, wie ein Himmelskörper\, um das Zentrum. Das Zentrum aller Darstellungen ist eine starke blonde Frau. Immer wieder sitzt sie in unterschiedlichen Momenten am Rand einer Wanne\, am Rand eines Bettes\, auf einer weichen Couch – allein\, in ihrer Welt. Sie hält eine Robbe\, die\, wie alle anderen Objekte\, eine Erweiterung der Frau selbst zu sein scheint. Eine Hand auf dem Fell\, eine Flosse auf ihrem Schoß – eine Symbiose\, vertraut und doch kindlich-weiblich\, kein Mutter-Kind-Verhältnis\, sondern ein Konzept von Kind und Frau. \nDie Räume erzählen Geschichten – aber nicht laut\, nicht fordernd. Objekte und Gegenstände sind aufgelistet: Bilder\, Spiegelungen\, offene Fenster. Wasser durchzieht alles – dunkle Flüsse\, gefüllte Wannen\, gemalte Meereslandschaften. Doch es ist kein Wasser\, das verschlingt oder zieht – sondern Wasser\, das trägt\, das erinnert\, das in Bewegung ist. Die Spiegel zeigen nicht nur die Frau\, sondern auch den Raum um sie herum\, eröffnen Perspektiven\, machen sichtbar\, was sonst übersehen würde. \nUnd überall finden sich Zeichen\, kleine Dinge\, die bleiben: die verschlossene Hutschachtel mit dem roten Vogel\, als bewahre sie etwas\, das nicht verloren gehen darf – oder das besser in der Schachtel bleibt\, wissend aufbewahrt. Die Bücher\, die niemand liest\, doch sie sind da\, als potenzielle Erzählungen. Die Landkarten an den Wänden\, die Kompasse\, die Segelboote – das Kind-Frau-Schema weist eine Richtung\, trägt das Subjekt wie selbstverständlich mit dem Wind in die richtige Bahn. \nDie Titel klingen zunächst wie Zeilen aus einem Gedicht – nicht bloß Beschreibungen\, sondern Gedanken\, die nachhallen. Blinking through Salt Lashes – ein Moment\, in dem das Sehen schwerfällt\, das Blinzeln durch Tränen oder Meerwasser\, als sei die Welt für einen Augenblick verhüllt. Dann Disappear like a Snatched Breath on an Angry Tide – als würde etwas fortgerissen\, ein Atemzug\, den man nicht halten kann\, ein Körper\, der sich auflöst\, nicht aus Schwäche\, sondern weil die Strömung es so will. \nAndere Titel sind beinahe erzählerisch\, lang\, als wollten sie nicht nur benennen\, sondern einen Rhythmus setzen. Thick Skinned – Quick Finned\, Always Turning Tides Tale spricht von Anpassung\, von einer Haut\, die schützt\, von Beweglichkeit\, von Flossen\, die niemals stillstehen – ein Körper\, der sich immer mit der Strömung dreht. Secret Eyes\, Holding Mourning of the Darkest River ist ein Versprechen\, ein Blick\, der mehr sieht\, der etwas bewahrt – eine Trauer\, die nicht laut wird\, sondern weiterfließt\, in einem Fluss\, der keine Ruhe kennt. \nDer Körper ist zentral\, präsent\, fest\, aber niemals starr. Er sitzt\, hält\, stützt sich ab\, bewegt sich in kleinen Momenten längerer Handlungen – in Pausen\, in einem Blick nach oben\, in einer kauernden Haltung. Die Körperhaltung ist offen\, aber nicht zur Schau gestellt\, kontrolliert\, aber nicht erstarrt. Kleidung betont oder löst sich auf\, Schnürungen fehlen\, Stoffe hängen herab – als würde die Grenze zwischen Körper und Umgebung durchlässig. Das Wasser ist nah – in Badewannen\, in Strömungen\, in Gemälden – ein Element\, das sich mit der Figur verbindet\, aber sie nicht verschlingt. \nDie Abwesenheit von Männern ist eine Lücke\, eine spürbare Leerstelle\, die sich durch die Räume zieht\, durch die Haltung der Frau\, durch die Objekte\, die sich um sie sammeln. Sie sitzt\, sie hält\, sie bewegt sich – aber es gibt kein Gegenüber. Kein männlicher Körper\, keine Hand\, die greift oder sich entzieht\, keine Gestalt\, die sich in den Spiegeln zeigt. Diese Leerstelle ist nicht bloß eine Abwesenheit – sie ist strukturell\, sie definiert die Räume\, weil sie nicht gefüllt wird. Außer durch eine Andeutung: einen Schatten. \nStattdessen gibt es Fische. Sie sind die einzige Spur\, die einzige Übersetzung eines abwesenden männlichen Prinzips. Sie liegen auf Tischen\, schwimmen in Wannen\, sind auf Fliesen gemalt – reglos oder in endloser Kreisbewegung\, nicht handelnd\, nicht sprechend. Der Fisch\, klassisches phallisches Symbol\, taucht auf\, doch bleibt er Objekt – ohne Funktion\, ohne Körper\, das Relikt eines Gegenübers\, das in dieser Welt nicht mehr agiert. \nDie Vögel sind keine bloße Dekoration\, keine sanften Begleiter des Lichts. Sie tauchen auf\, schwebend\, stürzend\, kreisend – als schwarze Figur auf dem Kaminsims\, als Möwe\, die fast den Boden berührt. Sie folgen keinem klaren Muster\, sie fügen sich nicht in die Symbolik der anderen Tiere. Die Robbe liegt\, die Fische schweigen – doch die Vögel fliegen\, manchmal zu nah\, manchmal wie eine Warnung\, manchmal als Echo von etwas\, das sich ankündigt\, ohne greifbar zu werden. Ihr Schwarz hebt sie von der Umgebung ab\, als gehörten sie nicht in die Welt der Frau\, sondern als dringe etwas von außen ein – ein Fremdkörper im Raum ihrer Reflexionen und Wasserflächen. Sie existieren jenseits der Wellen\, jenseits der Wannen\, außerhalb der Strömung – als etwas\, das sich nicht einordnen lässt. Vielleicht sind sie das\, was nicht gehalten werden kann\, was sich entzieht – während die Frau bleibt. \nDie Schachtel bleibt geschlossen\, weil sie nicht geöffnet werden muss. Sie steht da\, immer am selben Ort\, mit dem roten Vogel auf dem Deckel – als Zeichen\, als Möglichkeit\, als Behälter für etwas\, das nicht nach einem Ausbruch verlangt. Die Vögel außerhalb der Schachtel sind wild\, unkontrolliert\, eine Kraft\, die sich nicht bändigen lässt. Doch dieser Vogel bleibt an die Oberfläche gebunden – eingefroren\, gehalten\, bewahrt oder verzaubert. Vielleicht ist die Schachtel eine versiegelte Bedrohung – eine Kraft\, die nicht konkurrieren kann\, die in der Dynamik von Halten und Gehaltenwerden keinen Platz hat. Vielleicht bleibt sie deshalb unberührt. Weil ihr Inhalt zu mächtig ist. Weil das\, was verborgen liegt\, nicht zugelassen werden kann. \n
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SUMMARY:Daimler Art Collection Ausstellung ›31: Women‹
DESCRIPTION:Daimler Art Collection Ausstellung ›31: Women‹ – Unbedingte Aufmerksamkeit sollte man der Sammlung Daimler Contemporary in der nördlich gelegenen Alten Potsdamer Straße (Haus Huth) schenken: Mit der Ausstellung ›31: Women‹ wird an zwei bahnbrechende Präsentationen in Peggy Guggenheims New Yorker Galerie Art of This Century angeknüpft: ›Exhibition by 31 Women‹\, 1943\, und ›The Women‹\, 1945. \nInitiiert und kokuratiert wurden diese Ausstellungen damals von Guggenheims Freund und Berater\, dem Künstler Marcel Duchamp. Es waren die ersten Ausstellungen in den USA in diesem Umfang\, die sich ausschließlich auf Künstlerinnen fokussierten. Die Frauen repräsentierten eine junge Generation aus 11 verschiedenen Nationen. Inhaltlich trafen Vertreterinnen des Surrealismus auf abstrakte Malerinnen\, dadaistisch beeinflusste Künstlerinnen und unbekannte\, jüngere Positionen der Zeit. \nIm Rückbezug auf dieses wichtige Gründungsdokument feministischer Kunstgeschichte verdichtet die Ausstellung ›31: Women‹ mit rund 60 Werken der Daimler Art Collection zwei langfristig entwickelte Schwerpunkte der Sammlung: der Fokus auf weibliche Protagonistinnen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts einerseits\, Recherchen und Projekte seit 2016 zu Duchamp/kuratorischer Praxis/Readymade andererseits.\nDie Schau ›31: Women‹ beginnt historisch mit Werken aus der Tradition von Bauhaus und Konkreter Kunst\, führt weiter zu europäischen und amerikanischen Tendenzen aus Zero und Minimalismus und erweitert dann den Horizont um jüngere Künstlerinnen aus Indien\, Südafrika\, Nigeria\, Israel\, Chile\, USA u.a. Ländern. Die Ausstellung bringt frühe feministische Tendenzen mit globalen Perspektiven der zeitgenössischen Kunst in überraschenden Konstellationen und thematischen Inszenierungen zusammen.\nKuratorin: Renate Wiehager\n\nZwei eigenständige neue Publikationen begleiten die Ausstellung: Marcel Duchamp. Das kuratorische Werk\nSie sind Legende in Wort und Bild: Marcel Duchamps Verkleidungen und zahllosen fotografischen Selbstinszenierungen\, seine ironischen\, sarkastischen\, humorvollen Kommentare zu Kunst\, Kunstbetrieb\, Kunstkritik und Kunstgeschichte. Weniger bekannt ist jener Marcel Duchamp\, der sich empathisch und strategisch alert für die Künstlerinnen und Künstler seines zeitgenössischen kulturellen Umfeldes eingesetzt hat: als Kurator von Ausstellungen zwischen den 1910er-Jahren und seinem Tod 1968\, als Juror und Berater einiger der bedeutendsten Sammlungen\, Museen und Galerien zur Kunst der Moderne. Der Band skizziert rund vierzig Ausstellungen\, ergänzt um jüngste Forschungsergebnisse\, und stellt die enge Kooperation mit wichtigen Protagonisten der Zeit vor: von Louise und Walter Conrad Arensberg\, Katherine S. Dreier\, Francis Picabia\, Sidney und Harriet Janis bis zu André Breton\, Julien Levy oder Peggy Guggenheim.\n\nDuchamp. The Women. Les Femmes. Die Frauen. Las Mucheres\nDie neue Publikation eröffnet eine ungewöhnliche Perspektive auf den ›Jahrhundertkünstler‹ Marcel Duchamp. Anhand kunstwissenschaftlicher Essays und biografischer Porträts zu mehr als einhundert Protagonistinnen von der frühen Moderne bis in die 1960er-Jahre\, die Leben und Werk von Duchamp geprägt haben\, werden wesentliche Initiativen und Kooperationen diskutiert\, die seine künstlerischen Projekte begleitet und angeregt haben. Ergänzend werden Texte von Frauen zugänglich gemacht und ins Deutsche übersetzt\, die bisher nur an entlegener Stelle auffindbar bzw. lediglich in französischer oder englischer Sprache verfügbar waren. Der Band zeichnet das gesellschaftliche und kulturelle Wirken der Frauen nach\, die als Sammlerinnen\, Galeristinnen\, Künstlerkolleginnen und Autorinnen ihre Zeit in Europa und den USA mitgeprägt haben.\nEssays zu u.a.: Louise Arensberg / Djuna Barnes / Katherine S. Dreier / Suzanne Duchamp / Peggy Guggenheim / Elsa von Freytag-Loringhoven / Mina Loy / Maria Martin / Louise Norton / Gabrielle Buffet-Picabia / Mary Reynolds / Carrie\, Ettie und Florine Stettheimer / Beatrice Wood.\n\nDie Publikationen erscheinen im April 2020 und können im Daimler Contemporary zu vergünstigtem Preis erworben werden.\n\nIm Rahmen der Ausstellung sind in einer separaten Präsentation Künstlerinnen-Portraits des Malers Marcus Neufanger ausgestellt.\n\nDaneben sei auf „Momente des Umbruchs“ verwiesen: Natalia Stachon im Interview.\nDas Werk der Künstlern Natalia Stachon (*1976 Kattowitz\, PL) transformiert und verdichtet ästhetische Elemente des öffentlichen Raumes in installativen Arbeiten. Im Interview mit Nadine Isabelle Henrich spricht sie über die Rolle von Fotografie und Literatur in ihrem künstlerischen Prozess\, ihr Interesse an industriellen Materialien\, die Wechselwirkungen zwischen Kunst und Gesellschaft sowie die neuen Kontrollinfrastrukturen in Zeiten einer globalen Pandemie. Sehen Sie das Video hier (in englischer Sprache): https://art.daimler.com/artwork/natalia-stachon-visions-and-revisions-13-2019/\nBeitrag Jana Noritsch\, Bild: Ausstellungsansicht 31: Women‹ © Daimler Art Collection in Berlin-Schöneberg (bis Juni 2021)\n
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SUMMARY:Berlin Global Ausstellung im Humboldt Forum
DESCRIPTION:Am 17. Dezember eröffnet das Humboldt Forum. Im ersten Obergeschoss des Humboldt Forums wird dann ab 16. Januar 2021 die Ausstellung Berlin Global als Teil einer vielfältig vernetzten Welt zeigen. Der Webauftritt ist jetzt schon vielversprechend und vielfältig – wie unsere Stadt! Die Ausstellung auf 4.000 Quadratmetern wird erzählen\, wie die Stadt\, ihre Menschen und von ihr ausgehende Geschehnisse die Welt verändert haben\, und wie zugleich globale Ereignisse auf Berlin wirken\, früher und heute. \nBerlin ist seit Jahrhunderten im Austausch mit der Welt. Ausgehend von aktuellen Fragen\, Entwicklungen und Problemlagen greift die Berlin Ausstellungausgewählte Themen auf und zeigt die Stadt als Teil einer historisch und gegenwärtig vielfältig vernetzten\nWelt. Folglich wird hier Stadtgeschichte nicht chronologisch erzählt: BERLIN GLOBAL nimmt in Themenräumen die Aspekte Revolution\, Freiraum\, Grenzen\, Vergnügen\, Krieg\, Mode und Verflechtung in den Fokus. Aspekte\, die sich auch in anderen Metropolen finden lassen\, doch in dieser Kombination typisch für die Stadt Berlin sind. Einige Querschnittsthemen wie Kolonialismus oder Nationalsozialismus werden in mehreren Räumen der Ausstellung aufgegriffen. Die „Geschichte des Ortes“\, die in mehreren Ausstellungsbereichen des Humboldt Forums thematisiert wird\, spielt auch in verschiedenen Kontexten in der Berlin Ausstellung eine wichtige Rolle. \nErste Inhalte zeigen Charakter der Berlin-Ausstellung:\nSchon vor der Eröffnung wurden drei ausgewählte Inhalte der Berlin Ausstellung begleitend zum Aufbau vorab der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie bieten einen Vorgeschmack auf die thematische Vielfalt und innovative Form der Präsentation und wecken Neugier auf das\, was bald im Humboldt Forum zu sehen sein wird.\nDas 360-Grad-Kunstwerk „Weltdenken“\, ein großformatiges Wandbild von 375 Quadratmetern\, nimmt den Eröffnungsraum der Berlin Ausstellung ein. Thema des Wandbildes\, das das New Yorker Urban-Artist-Duo How and Nosm erstellt hat\, ist das Leitmotiv der Ausstellung: Berlin und seine Verbindungen mit der Welt. Die Künstler beschäftigen sich dazu auf vier Wänden mit verschiedenen Weltbildern mit historischen Bezügen und der Vision einer vernetzten Welt. \nZwischen den Themenräumen „Freiraum“ und „Grenzen“ steht die Tresortür. Sie sicherte einst die Bankfächer im Untergeschoss des Wertheim-Kaufhauses und markierte nach der Wende den Eingang zum legendären Technoclub „Tresor“. Dieses Exponat erzählt sehr unterschiedliche Geschichten über Berlin: Die Tür steht für jüdisches Leben und die Verfolgung und Vernichtung von jüdischen Mitbürger*innen während des Nationalsozialismus\, aber auch für die Freiräume und Grenzen der Clubkultur heute. \nBerlin Global Werk ‚Weltdenken‘ Raumansicht How and Nosm © Kulturprojekte Berlin Foto Alexander Schippel\nIm Internet:\nhttps://www.humboldtforum.org/de/programm/ausstellungen/berlin-ausstellung\nhttps://berlin-global-ausstellung.de \nÖffnungszeiten\n16.01.–26.03.2021: Donnerstag – Sonntag\n27.03.–31.08.2021: Mittwoch – Montag \nBeitragsbild: Die Tür des ehemaligen Tresor Clubs (Privatbesitz: Dimitri Hegemann) © Kulturprojekte Berlin und Stiftung Stadtmuseum Berlin\, Foto: David von Becker \n
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SUMMARY:SEE STÜCKE - Fakten und Fiktion
DESCRIPTION:Eine von Harald F. Theiss kuratierte Gruppenausstellung mit Arbeiten von: \nAngelika Arendt (D)\, Jessica Backhaus (D/USA)\, Yto Barrada (F/MA)\, Laurence Bonvin (CH)\, Julius von Bismarck (D)\, Astrid Busch (D)\, Yvon Chabrowski (D)\, Lia Darjes (D)\, Sven Drühl (D)\, Simon Faithfull (UK)\, Christine de la Garenne (D)\, Eva Grubinger (A)\, Moritz Hirsch (D)\, Inka & Niclas (S)\, Tobias Kappel (D)\, Jochen Lempert (D)\, Christian Niccoli (I)\, Charles Pétillon (F)\, Sheila Rock (USA)\, Miguel Rothschild (RA)\, Nasan Tur (D)\, Sascha Weidner (D) und Rebecca Wilton (D) \nDas Meer gilt vor allem seit der Romantik als Sehnsuchtsort\, als geheimnisvolle\, endlose und scheinbar unveränderte Landschaft. Doch gerade heute ist es mehr denn je ein Ort neuer Gefahren und Realitäten sowie ein empfindliches Ökosystem\, das zunehmend zerstört wird. Diesen weiten Bogen umspannt die Ausstellung S E E S T Ü C K E mit Werken von 23 internationalen Künstlerinnen und Künstlern. \nNeben dem veränderten Blick auf das Motiv des Meeres geht es bei den aktuellen Positionen vielfach um den Moment der Irritation\, des Befremdlichen oder sogar Unheimlichen. Es geht nicht um direkte Ursachenforschung\, sondern vielmehr darum\, mit der jeweiligen künstlerischen Bildsprache das Meer als Brücke oder Grenzraum\, seiner Ausbeutung und Nutzung sowie der allgemeinen Klimaveränderungen zu verhandeln. Eine differenzierte Gefühlslage der »Verunsicherung« wird spürbar\, weil vieles auf den ersten Blick nur angedeutet oder unsichtbar bleibt. Die Ausstellung S E E S T Ü C K E untersucht mit gegenwärtigen künstlerischen Betrachtungen den Transformationsprozess von Sehen und Wahrnehmen dieser Landschaft. \nSo sind politisch motivierte Arbeiten ein Teil der Ausstellung\, die sich mit der aktuellen Thematik von Flucht und Vertreibung auseinandersetzen und das Meer als natürliche\, scheinbar unüberwindbare Grenze und nicht zuletzt als tragische Landschaft thematisieren. Nasan Tur zeigt\, wie schnell das Meer das Drama verschwinden lässt. Seine Arbeit Sea View (2016) basiert auf einem manipulierten Pressebild\, in dem der Künstler den Bildausschnitt mit Flüchtlingsbooten weggelassen hat\, so dass lediglich eine ruhige Wasseroberfläche zu sehen ist\, ohne Spur des menschlichen Leids. In Le Belvédère Tanger (2001) zeigt Yto Barrada Menschen im Wartezustand: auf Freiheit\, auf Arbeit\, auf Wohlstand. All dies scheint nur die Distanz einer Meerenge weit entfernt zu sein. \nDer Klimawandel als Folge moderner Lebensweisen wird in den Videos Simon Faithfulls und den Fotografien Laurence Bonvins thematisiert. Während Faithfull in Going Nowhere 1.5 (2016) das Verhältnis des Menschen zur Umwelt versinnbildlicht\, dokumentiert Bonvin die Umwandlung der japanischen Strandlandschaft in Post Tōhoku (2015) und zeigt\, wie das Meer infolge des verheerenden Tsunamis von 2011 hinter einer hohen Schutzmauer verschwindet. \nMoritz Hirsch\, Christine de la Garenne und Julius von Bismarck spielen mit dem vertrauten Blick und unserer Vorstellung des Meeres als Ort der Erholung und Kontemplation\, aber auch der Gefahr und existenziellen Bedrohung. So wird die zunächst beschaulich anmutende Szenerie einer Uferlandschaft mit Fischerbooten im Video DEVINIZATION (2009) von de la Garenne allmählich mittels visueller und akustischer Eingriffe gestört und ins Bedrohliche gesteigert. Einen vergeblichen Kampf gegen die elementaren Kräfte des Meeres führt Julius von Bismarck in seiner Arbeit Punishment #7 (2011): In Anlehnung an die Legende des altpersischen König Xerxes I. bestraft der Künstler die stürmische See mit Peitschenhieben. Seine Aktion ruft auf zu einem Perspektivwechsel\, zur Rücksichtnahme gegenüber der Natur\, um sich auf diese Weise auch selbst wieder näherzukommen. \nDer Ausstellungstitel S E E S T Ü C K E bezieht sich auf die dramaturgisch komplexen Szenarien\, welche die Bilder »beschreiben«. Das Meer wird zum Schauspiel und ist Projektionsfläche für Metaphern\, Simulationen\, Manipulationen und Imaginationen. Die Ausstellung verlässt mit ihren zeitgenössischen künstlerischen Positionen die traditionellen Meeresdarstellungen: Die Künstlerinnen und Künstler interessieren sich weniger für dramatische Sturmbilder oder stimmungsvolle Meeresansichten. Vielmehr geht es ihnen um das Ausloten gegenwärtiger gesellschaftlicher Ereignisse zwischen Fakten und Fiktion. Sie schauen anders hin und hinterfragen mit ihren Arbeiten\, was sich hinter oder unter der vermeintlich idyllischen und stillen Wasseroberfläche verbirgt. \nIn Kooperation mit dem Museum Kunst der Westküste\, Föhr. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Michael Imhof Verlag. \n
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SUMMARY:Das Sony Center am Potsdamer Platz wird erneut zur digitalen Galerie
DESCRIPTION:Kunst und das Sony Center gehören schon seit der Eröffnung vor 20 Jahren zusammen. Seit nun mehr 16 Jahren stellen regelmäßig Künstlerinnen und Künstler ihre digitalen Werke auf dem Screen im Forum des Sony Centers aus. 2021 erwarten die Besucherinnen und Besucher Videobeiträge der international renommierten Kunstschaffenden Mario Klingemann\, Giulia Bowinkel\, Friedemann Banz und Eduardo Kac. \nWie auch schon in den vergangenen Jahren wurde das Sony Center bei der Auswahl der Kunstwerke von Wolf Lieser unterstützt\, er ist der Gründer von DAM Projects und ausgewiesener Experte für digitale Kunst. \nBei der Auswahl der Videoinstallationen ging es Wolf Lieser vor allem darum\, sehr unterschiedliche Techniken und künstlerische Positionen vorzustellen. Betrachterinnen und Betrachter der Werke erhalten so einen Einblick in die Bandbreite und Diversität in der Digitalen Kunst. \nDie erneute Kooperation mit DAM Projects erweitert das Kulturforum und ergänzt die schon bestehenden Kunstangebote um Digitale Kunst. Als Teil des Kulturkiezes am Potsdamer Platz und der Berliner Kunst- und Kulturszene will das Sony Center gerade in der aktuellen Situation ein Zeichen für die Kunst setzen. \nNoch bis August läuft die diesjährige Auswahl täglich jeweils um 14:05\, 15:05\, 16:05\, 17:05\, 18:05 und 19:05 Uhr auf dem LED-Screen im offen zugänglichen Forum des Sony Centers – kostenfrei und unter Einhaltung der aktuell geltenden Abstandsregelungen. \nDas Berliner Künstlerduo Giulia Bowinkel und Friedemann Banz zeigt in seinem Werk DAEMON-PHYSIX aus dem Jahr 2014 Szenarien des Nebeneinanders von Natur\, Textur\, Körper und Raum\, Masse\, Form und Substanz. Banz & Bowinkel kommen ursprünglich von der Malerei. Mit Hilfe von Computer und 3D-Programmen simulieren sie Formen und Avatare\, die immer wieder entstehen und wieder zerfließen. Das Ziel der Arbeiten ist dabei den virtuellen und realen Raum zusammenzubringen. \nAn Berlin schätzen die beiden ursprünglich aus Mainz und Düsseldorf stammenden Künstler die große und internationale Szene und den dadurch entstehenden Austausch zwischen den Kunstschaffenden. \nEbenfalls zu sehen ist COPY-POSED (2018) von Mario Klingemann. Klingemann gilt als Pionier im Umgang mit “Machine Learning” in der Kunst und nutzt neuronale Netze\, Codes und Algorithmen für seine Werke. Für COPY-POSED wurden mithilfe eines Deep-Learning-Modells Standbilder von zehntausenden menschlichen Posen extrahiert und zu einer neuen Choreografie zusammengefügt. \nIn der Vergangenheit stellte er u.a. im Museum of Modern Art (New York)\, im Centre Pompidou (Paris)\, und in der British Library in London aus. Klingemann lebt und arbeitet in München. \nMario Klingemann\, COPY-POSED © Sony Center\nUnter den Künstlern ist in diesem Jahr auch der in Chicago lebende Eduardo Kac. Sein Werk Inner Telescope (2017) nimmt den Betrachter aus dem Sony Center heraus mit ins Innere der Internationalen Raumstation ISS. Der französische Astronaut Thomas Pesquet hat das Kunstwerk nach den Anweisungen von Eduardo Kac im Weltall durchgeführt. Die Papierskulptur wurde aus bereits in der Raumstation vorhandenen Materialien hergestellt und trägt den Namen MOI. Mit Inner Telescope konnte sich Eduardo Kac einen lang ersehnten Traum erfüllen und ein Werk direkt im Weltraum realisieren. \nEduardo Kac\, Inner Telescope © Sony Center\nSony Center am Potsdamer Platz\nIm Oktober 2017 erwarb die Oxford Properties Group zusammen mit Madison International Realty das Sony Center am Potsdamer Platz. Das im Jahr 2000 nach Entwürfen des renommierten Architekten Helmut Jahn erbaute Sony Center ist ein 113.000 m² großer\, gemischt genutzter Gebäudekomplex am Potsdamer Platz im Herzen von Berlin. Das Sony Center erstreckt sich auf fast sechs Hektar und umfasst acht Gebäude\, darunter den Bahntower\, 85.000 m² erstklassige Bürofläche\, 20.000 m² für Einzelhandel und Freizeit sowie 67 Wohneinheiten. Die moderne Architekturikone ist heute ein Wahrzeichen Berlins und zieht jährlich rund 7\,1 Millionen Besucher an. Hauptmieter des Sony Centers sind unter anderen die Deutsche Bahn\, Sanofi\, Facebook und WeWork. \nDAM\nDas Digital Art Museum DAM\, ein Archiv für Digitale Kunst\, ging bereits im Jahre 2000 online und präsentiert anhand von wichtigen Vertretern dieser Kunstrichtung die Entwicklung seit den 1960er Jahren. Ein virtueller Raum\, um Kunst zu erleben war zu dieser Zeit innovativ\, neu und einzigartig. 2003 erweiterte dann die DAM Projects mit einer Galerie in Berlin die Aktivitäten IRL. Von 2005 bis 2012 wurde der DAM DIGITAL ART WARD DDAA\, ein Preis für das Lebenswerk eines Pioniers oder einer Pionierin vergeben. Ab 2022 wird der DDAA wieder belebt. \nWeitere Informationen über die 2021 im Sony Center ausstellenden Künstlerinnen und Künstler findet ihr unter sonycenter.de oder unter damprojects.org. \nBeitragsbild: Banz&Bowinkel\, DAEMON-PHYSIX \nDigitale Kunst im Sony Center\nSony Center \n
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LOCATION:Sony Center\, Am Potsdamer Platz\, Berlin\, 10785\, Deutschland
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SUMMARY:Ausstellung "die frühen jahre" im Museum der Dinge
DESCRIPTION:Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge ist ab 21. Mai 2021 wieder geöffnet und präsentiert die zwei Sonderausstellungen: „die frühen jahre“ sowie „Die Braun Idee“. Die Ausstellung „die frühen jahre. mart stam\, das institut und die sammlung industrielle gestaltung“ widmet sich der Aufbruchsphase der industriellen Gestaltungskultur in der DDR und insbesondere dem dortigen Engagement des niederländischen Architekten Mart Stam für eine konsequente Modernisierung der Produktwelt. \nDas von Stam 1950 an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee gegründete Institut für industrielle Gestaltung prägte das ostdeutsche Design nachhaltig. Alltagsgegenstände sollten sowohl funktionsgerecht gestaltet\, industriell herstellbar sowie von hoher Qualität sein. Die Ansätze Mart Stams und seines Kreises bestechen dabei durch eine an der funktionalistischen Tradition orientierte Klarheit. \nBaukasten: Industrieanlage\, Entwurf: Ernst Rudolf Vogenauer\, 1949\, Hochschule für angewandte Kunst\, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland\, Sammlung industrielle Gestaltung\, Foto: Johannes Kramer. Museum der Dinge\nDas kurzzeitige\, jedoch nachhaltige Wirken Mart Stams an der Berliner Hochschule stand unter ungünstigen Vorzeichen. Seitens der SED-gelenkten Kulturpolitik der DDR sah sich Stam – als Verfechter der modernen Form in der Bauhaus-Tradition – schon bald mit dem Vorwurf des „Formalismus“ konfrontiert. Mitte 1952 wurde er seines Postens als Institutsleiter enthoben und verließ kurze Zeit später die DDR. \nBlick in die Ausstellung „die frühen jahre. mart stam\, das institut und die sammlung industrielle gestaltung“\nDie Einrichtung wurde im selben Jahr unbenannt in Institut für angewandte Kunst und darauf ausgerichtet\, den verordneten Prinzipien der so genannten „nationalen Tradition“ zu folgen und vorrangig kunsthandwerkliche Arbeiten mit Dekorschmuck zu propagieren und zu fördern. Die von Stam und seinen Kolleg*innen angestoßene Entwicklung moderner serieller Industrieerzeugnisse war aber nicht rückgängig zu machen\, Ende der 1950er Jahre rückte die industrielle Gestaltung wieder ins Zentrum des kulturpolitischen Interesses. \nErstmals in diesem Umfang und thematischen Kontext zeigt die Ausstellung kaum bekannte Entwurfszeichnungen\, Modelle und Produkte aus jener Aufbruchsphase des ostdeutschen Designs: Entwürfe für verschiedene Produkte aus Steingut\, Porzellan und Glas\, Leuchten\, Spielmittel und andere Haushaltsgegenstände\, darunter Originalskizzen von Mart Stam und dessen Mitarbeiter*innen am Institut wie Marianne Brandt und Max Gebhard. Das Umfeld\, der zeitliche Kontext und die Verflechtungen des Instituts für industrielle Gestaltung mit der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee werden sichtbar gemacht mit Objekten von Architekt*innen und Gestalter*innen wie Selman Selmanagić\, Rudolf Vogenauer\, Margarete Jahny sowie mit Dokumenten zum Bau der Stalinallee. \nAusstellung „die frühen jahre“ im Museum der Dinge\n25. März 2021 – 30. August 2021 \nWerkbundarchiv – Museum der Dinge \n
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SUMMARY:Ways of Seeing Abstraction - Works from the Deutsche Bank Collection
DESCRIPTION:Aspekte der abstrakten Kunst der Gegenwart\, verbunden mit historischen Reminiszenzen\, stehen im Mittelpunkt der dritten Schau aus der Sammlung der Deutschen Bank im PalaisPopulaire. Die Auswahl umfasst ca 180 Werke von 1959 bis 2021. Entsprechend der Sammlung insgesamt ist die Zusammenstellung mit 51 Künstler*innen aus vierzehn Ländern global ausgerichtet. \nGezeigt werden nicht nur – wie in den beiden Ausstellungen zuvor – Zeichnungen und Fotografien\, sondern erstmals auch signifikante Gemälde und Druckgrafiken. Letzteres Medium einzubeziehen\, bietet sich hier besonders an\, da gerade der Siebdruck mit seinen industriellen\, anonymen Farbflächen die ideale Technik für die Umsetzung konstruktiver oder konkrete Bildideen darstellt. Nahelegend bei diesem Thema ist auch das Arbeiten in Serien mit geometrischen Variationen\, wechselnden Perspektiven oder Farbgebungen. \nDer Titel Ways of Seeing Abstraction leitet sich ab von John Bergers populärer BBC-Fernsehserie und Publikation Ways of Seeing aus den 1970er-Jahren und verweist in Bezug auf die Ausstellung auf die vielfältigen „Wege“ der Künstler*innen\, ungegenständliche Bildwelten zu schaffen und auf die gleichermaßen vielfältigen Möglichkeiten der Betrachter*innen\, diese individuell wahrzunehmen und zu interpretieren. In diesem Sinne basiert die Auswahl der vorgestellten Künstler*innen und ihrer Werke auf der ganz persönlichen Sicht des Kurators Friedhelm Hütte\, der die Sammlung Deutsche Bank seit vielen Jahren verantwortet und damit auch deren Aufnahme der abstrakten Strömungen der Gegenwartskunst maßgeblich geprägt hat. \nDie Besucher*innen können Neues in Bezug auf vertretene Namen entdecken und Bekanntes in ungewohnten Zusammenhängen erleben. Die Präsentationen in den beiden offenen Galerien führen zu raumgreifenden Kompositionen\, in der jedes Werk zwar seinen eigenen Stellenwert hat\, aber idealerweise im Zusammenspiel mit der Architektur und im Dialog mit den benachbarten Werken über Stil- und Zeitgrenzen hinweg weitere Ebenen der Wahrnehmung ermöglicht. \nWie die Sammlung Deutsche Bank ist auch Ways of Seeing Abstraction global konzipiert mit einer Auswahl von eher unbekannten oder selten gezeigten Werken international bekannter Künstler wie Gerhard Richter oder Tadaaki Kuwayama und einer Reihe von Neu- und Wiederentdeckungen wie zum Beispiel Positionen von Rana Begum\, Jennie C. Jones\, Kapwani Kiwanga oder Wilhelm Müller. \nDie Ausstellung verzichtet bewusst auf Kategorisierungen wie Konstruktivismus\, Abstrakter Expressionismus\, Informel\, Hard Edge\, Konkrete Kunst oder Neo Geo. Sie zeigt\, dass insbesondere jüngere Künstlergenerationen Elemente dieser heute historischen Stilrichtungen nicht nur als ihr Formenreservoir nutzen\, sondern sie auch neu interpretieren und mit aktuellen\, auch politischen Inhalten verbinden. \n
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SUMMARY:SOFT EIS Magazine ISSUE02 IDENTITY Veröffentlichung
DESCRIPTION:‘’Seien Sie bereit\, Ihre Haut abzuschälen\, die Welt um Sie herum komplett zu entwirren und sie\ngemeinsam wieder aufzubauen. Während der Kulturkrieg tobt\, gibt es keinen passenderen\nZeitpunkt\, um zu hören\, was Menschen über Identität zu sagen haben. Wir hoffen\, dass diese\nAusgabe von SOFT EIS etwas zu der Konversation um das Du\, das Ich\, uns\, sie\, alle“ beitragen\nkann.’’\nNach der sensationellen Veröffentlichung von ISSUE01 SEX\, ist SOFT EIS zurück\, um\nISSUE02 in diesem Frühjahr 2021 herauszubringen. Redakteure\, Designer und Mitwirkende\nhaben sich zusammengetan\, um IDENTITY zu hinterfragen. In dieser 300-seitigen\nInhaltsexplosion (mit 50 Mitwirkenden aus der ganzen Welt und über 30 Originalprojekten)\nfinden Sie alle Formen des künstlerischen Ausdrucks: von Mennoniten in Mexiko bis zu\nMusikern in Johannesburg\, von der Kollektivität der Mikroorganismen bis zu den Protesten in\nHongkong\, von der japanischen Vorstadt bis zur armenischen Metropole\, von Elfenschlampen\nbis zu Skatern\, vom Turm von Babel bis zum Stadtpalast von Jaipur – all das finden Sie in SOFT\nEIS ISSUE02 IDENTITY.\nSOFT EIS ist ein unabhängiges\, in Berlin ansässiges\, von Frauen geführtes Kunst- und\nKulturmagazin\, das einmal im Jahr in gedruckter Form erscheint. Jede Ausgabe wählt ein\nThema\, das es zu dekonstruieren gilt\, und begrüßt Einreichungen in allen Formen und Größen\,\ndie dazu ermutigen\, die Dualität von Ideen und alle Gespräche\, die dazwischen stattfinden\, zu\nerforschen. SOFT EIS ist kein normales Magazin\, bei dem der Inhalt auf leeren Seiten steht. Wir\nfordern die Designer auf\, jeden Zentimeter Platz zu nutzen\, um etwas Verrücktes\, Schräges und\nWunderbares zu schaffen. Wir stellen den Status Quo der Publikation in Frage und wählen\nProjekte aus\, die zutiefst persönlich\, höchst ungewöhnlich und immer experimentell sind.\nDiese Ausgabe fällt mit dem Start unserer neuen Website zusammen\, auf der Sie SSUE02\nIDENTITY für nur 18\,00 € bestellen können und unsere speziellen Bundle-Angebote für\nbegrenzte Zeit sehen können. Folgen Sie unseren sozialen Medien\, um mehr über\nLaunch-Events (Sommer 2021)\, den Beginn der Einreichungen für ISSUE03\, wo Sie SOFT EIS\nkaufen können und den Start unserer kommenden Radio-Plattform SOFT SERVE zu erfahren.\nWIR EXPANDIEREN! SOFT EIS Magazine ist die erste Publikation unseres Verlags\, SOFT EIS\nPresse\, der mit linken\, kreativen und experimentellen Publikationen arbeitet. \n
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CATEGORIES:Begleitprogramm zur Ausstellung
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SUMMARY:Van Gogh – The Immersive Experience
DESCRIPTION:Diese Ausstellung ist ein völlig neu konzipiertes Multimedia-Spektakel\, das auf noch nie zuvor gesehene Art und Weise die weltberühmten Kunstwerke des niederländischen Malers Vincent van Gogh (1853 – 1890) präsentiert: „Van Gogh – The Immersive Experience“. Die Gemälde des Künstlers werden\nmit Hilfe von aufwendigen Lichtinstallationen und Projektionen mehrfach vergrößert und an den Wänden der STATION-Berlin Hallen zum Leben erweckt. Meisterhafte Kunst trifft auf modernste Technik – eine Symbiose\, die Van Goghs Genialität in ein neues Zeitalter tragen und unvergessen machen\nwird. Nach Paris\, Brüssel und Linz wird das interaktive Kunsterlebnis nun ab dem 9. April 2021 in der STATION-Berlin die Bundeshauptstadt mitreißen. \nWas zeigt „Van Gogh – The Immersive Experience“?\nVan Gogh – The Immersive Experience (c)COFO\nDie multimediale Lichtinstallation bringt die geballte Farbenpracht von Van Goghs Werken zur Geltung und macht Kunst für den Betrachter in einer immersiven Erfahrung greifbarer als je zuvor. In der einmaligen Inszenierung taucht der Besucher in die Werke Van Goghs ein und erlebt die virtuelle Illusion als Realität. Die Gemälde werden mit Hilfe von übergroßen Projektionen und Videoanimationen in Kombination mit gefühlvollen Melodien spürbar zum Leben erweckt. So bleibt dem Besucher kein Detail der berühmten Kunstwerke verborgen. Van Goghs Werke wie die weltberühmten „Sonnenblumen“\, „Das Nachtcafé“\, die „Sternennacht“\, „Die Kartoffelesser“ oder das „Schlafzimmer in Arles“ werden aus einer ganz neuen Perspektive erlebbar. Der Betrachter befindet sich inmitten der Gemälde\, er wird Teil der Szenerie\, versinkt in Licht und Ton\, die Kunstwerke interagieren mit ihm. Bei „Van Gogh – The Immersive Experience“ erfährt man Hochspannendes über die Hintergründe und Entstehungsgeschichten der mitunter berühmtesten Kunstwerke der Welt. Die Ausstellung zeigt nicht nur über 500 Arbeiten Van Goghs\, sie erklärt auch das Leben des 1853 geborenen Künstlers. So ist seine Zeit im Kloster und der Aufenthalt in Arles ebenso Bestandteil der virtuellen Entdeckungstour\, wie die geheimnisvollen Briefe\, die er an seinen Bruder schrieb. Eine 360-Grad-Multimedia-Zeitreise durch die Geschichte eines der größten Genies des vergangenen Jahrhunderts! \nKUNST TRIFFT MODERNSTE TECHNIK\nWas bedeutet der Begriff „Immersive“?\nDie Technologie für dieses einzigartige Kunsterlebnis wurde von Lichtexperten von Grund auf neu entwickelt. In einem „immersiven Erlebnis“ taucht der Betrachter in die multimediale Illusion aus Bild und Ton ein und empfindet diese als absolut real – ermöglicht durch ein innovatives 3D-Mapping–Projektionssystem. Diese neue Technologie erlaubt es\, Inhalte nicht nur auf glatten Flächen abzubilden\, sondern Grafiken\, Animationen\, Bilder und Videos auf dreidimensionale Objekte zu projizieren. Gebäude\, Berge\, Bäume\, Autos\, Straßen uvm. werden so zur Leinwand. Kombiniert mit einer perfekt abgestimmten Musik- und Geräuschkulisse wird so eine atemberaubende Atmosphäre erschaffen. \nVan Gogh – The Immersive Experience (c)Dominik Gruss\nLOCATION\nSTATION-Berlin\nDie historische und beliebte Veranstaltungslocation liegt mitten in der Stadt unweit vom Potsdamer Platz am Gleisdreieck und bietet eine Fläche von insgesamt ca. 23.000 m². In dem denkmalgeschützten ehemaligen Dresdner Bahnhof gibt es acht verschieden große Hallen sowie diverse Nebenräume\, die für Konferenzen und Kongresse\, Ausstellungen und Messen\, Galas und Events\, aber auch ideal für Schulungen und kleinere Veranstaltungen ausgestattet sind. Der ehemalige Paketumschlagplatz gilt als Aushängeschild der Location\, welche auf Grund der langen Form auch Bananenhalle genannt wird. Sie beeindruckt durch ihr Entrée – dem Viadukt\, ein architektonisches Highlight. \n„Wir freuen uns außerordentlich\, dass diese spannenden und für das Publikum hoch attraktiven Ausstellungen in unserer außergewöhnlichen Location stattfinden. Wir sind überzeugt\, dass ihre Corona-sichere Durchführung ein Meilenstein im Berliner Kulturleben auf dem Weg zurück in eine neue Normalität darstellen wird“ \nHauke Fischbeck\, der Geschäftsführer der STATION. \nVORVERKAUF\nUm die Besucherströme optimal lenken und damit die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einhalten zu können\, ist die Buchung eines Zeitfensters erforderlich. Mit dem Zeitfenster-Ticket ist der Zugang zur Ausstellung innerhalb des gebuchten Timeslots möglich\, die Verweildauer ist dabei zeitlich\nunbegrenzt. Die Tickets können ab Mittwoch\, 24. März 2021 ab 10 Uhr im exklusiven Presale unter www.van-gogh-experience.com erworben werden und sind ab Mittwoch\, 31. März 2021 auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. \nVan Gogh – The Immersive Experience\n9. April – 1. August 2021 \nSTATION-Berlin \nLasst euch vom Video zur Ausstellung inspirieren: Vincent Van Gogh – The Immersive Experience Berlin \n
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LOCATION:STATION-Berlin\, Luckenwalder Straße 4-6\, Berlin\, 10963\, Deutschland
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SUMMARY:MAPPING ALONG. Ränder des Widerstreits aufzeichnen. Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.
DESCRIPTION:Die Ausstellung Mapping along thematisiert das Kartieren als künstlerische Forschung zu urbanen Raumproduktionen und räumlichen Konflikte. Welche Bilder produzieren Mappings von städtischen Räumen\, welchen Beitrag leisten sie zur Erforschung räumlicher Konstellationen? Und: was ist\, kann und bedeutet Mapping überhaupt? In der Ausstellung\, einem Booklet und einem umfangreichen Begleitprogramm stellt metroZones eigene und internationale Praxen und Positionen zur Diskussion. \nZur Ausstellung:\nDas Kartieren als bild- und raumproduzierende Praxis steht im Mittelpunkt der Ausstellung Mapping along im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Basierend auf Erkundungen\, die metroZones – Zentrum für städtische Angelegenheiten in den vergangenen Jahren unternahm\, werden ausgewählte Mappings zusammengeführt und zusammen mit eingeladenen internationalen Positionen zur Diskussion gestellt. Dabei geht es stets um die Materialisierung räumlicher Konfliktlagen und des Widerstreits: etwa die Stadterfahrung und Raumnahmen von Geflüchteten\, die Aneignung des Urbanen durch Plattform-Ökonomien – hochaktuell durch den geplanten Amazon-Turm an der Warschauer Brücke – oder die Kultur städtischer Peripherien.\nIm Laufe der letzten Jahre hat metroZones in seiner forschenden und künstlerischen Praxis vermehrt mit aufzeichnenden Verfahren gearbeitet. Diese kartierenden Zugänge waren einerseits in je spezifische Erkundungs- und Verstehensprozesse eingebunden\, brachten andererseits eigenständige Raumbilder hervor\, die weiterbearbeitet wurden und sich in verschiedener Gestalt manifestierten\, als Ausstellung oder Tapete\, als Kleidung oder Video. Mapping wurde für metroZones zur Methode\, die als kollektives und häufig auch kollaboratives Verfahren zur (Selbst-) Verständigung der Vielen beitrug und zugleich eine spezifische Bildproduktion ermöglichte.\nEs geht um Kartieren\, nicht um Kartografie: Gemeint ist weniger das Produkt als der Prozess des Aufzeichnens in all seinen Widersprüchen\, etwa in Bezug auf Lesbarkeit\, Bildsprachen oder das Einschreiben von Zeit und Macht. Es geht um das Herstellen von Relationen\, um Übersetzung und Rekonstruktion\, Erinnerung und Diskurs\, um Kartierung als Wissensproduktion und ästhetische Praxis.\nIn Mapping along sind unterschiedlichste Mappingformate – auf Papier\, auf Tuch oder dem Bildschirm\, als Soundstationen oder Diskurstapeten\, aber in Skizzenhefte oder Architekturmodelle – zu einem vielschichtigen Parcours arrangiert. Dabei sind die metroZones-Projekte räumlich als Kapitel begehbar – Hellersdorf-Forschung\, Refugee Complex\, Stadt als Byte oder die Schule für städtisches Handeln – und werden mit ausgewählten Gastpositionen kombiniert\, so dass unterschiedliche Verfahren und Ästhetiken les- und diskutierbar werden.\nMit Arbeiten von metroZones\, Berlin vs. Amazon\, Larissa Fassler\, Christian Hanussek/Gerda Heck\, Im Dissens? (Dagmar Pelger/Stefan Endewardt/Joerg Franzbecker)\, Daniel Kötter\, Diana Lucas-Drogan\, Peter Spillmann/MigMap\, Pedro Ceñal Murga\, Katharina Pelosi\, Christoph Schäfer\, Denise Scott Brown/Jeremy Tenenbaum und Tytus Szabelski. \nBegleitprogramm zur Ausstellung:\nDie Ausstellung wird von einer Reihe von Talks (metroZones-Saloons)\, Filmvorführungen und Wochenend-Workschops (metrozones-Schule des städtischen Handelns) begleitet\, die Praxen\, Ästhetiken und Politik von Mappings aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und auch die Ränder des Kartierens erörtern. In den metrozones-Schulen kann das Produzieren und Lesen von Kartierungen zudem praktisch erprobt und diskutiert werden. Eine taz-Beilage gibt einen Überblick über Konzept und Programm\, in einem Booklet werden Exponate und Positionen detaiillierter erörtert und kontextualisiert.\nZusätzlich zu den in der Ausstellung vertretenen Künstler:innen sind an den Workshops und Diskussionen weitere Forschende\, Kunstschaffende und Aktivist:innen beteiligt\, darunter Nishat Awan\, Bartek Goldmann\, Sergio Beltrán-García\, Rahima Gambo\, Guerilla Architects\, Agata Lisiak\, Simon Sheikh\, Monika Streule\, Ulf Treger\, u.a.m. \nZur Eröffnung am 16.04. um 19 Uhr wird es einen Online-Rundgang geben und am 17.04. von 16- 19 Uhr ein Künstler:innen Talk. Wir bitten um Anmeldung unter: mappingalong@metrozones.info \nAktuelle Informationen zu Austellung\, Begleitprogramm und Pressebilder: www.kunstraumkreuzberg.de oder www.metrozones.info \nKuratiert von metroZones \nProjektmitarbeit Kunstraum Kreuzberg: Dani Hasrouni\, Markus Hemann\, Kristoffer Holmelund\, Sofia Jamatte\, Linnéa Meiners\, Sofía Pfister\, Nadia Pilchowski\, Jorinde Splettstößer \nGefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Ausstellungsfonds für Kommunale Galerien und Fonds für Ausstellungsvergütungen. \n
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SUMMARY:Mapping Along. Kunstraum Kreuzberg Bethanien.
DESCRIPTION:Das Kartieren als bild- und raumproduzierende Praxis steht im Mittelpunkt von Mapping Along im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Basierend auf Erkundungen\, die metroZones in den vergangenen Jahren unternahm\, werden ausgewählte Mappings zusammengeführt und mit eingeladenen internation- alen Positionen zur Diskussion gestellt. Dabei geht es stets um die Materialisierung räumlicherKonfliktlagen und des Widerstreits: etwa die Stadterfahrung und Raumnahmen von Geflüchteten\, die Aneignung des Urbanen durch Plattform-Ökonomien – hochaktuell durch den geplanten Amazon-Turm an der Warschauer Brücke – oder die Kultur städtischer Peripherien. \nIm Laufe der letzten Jahre hat metroZones in seiner forschenden und künstlerischen Praxis vermehrt mit aufzeichnenden Verfahren gearbeitet. Diese kartierenden Zugänge waren einerseits in Erkundungs- und Verstehensprozesse eingebunden\, brachten andererseits eigenständige Raumbilder hervor\, die weiterbearbeitet wurden und sich in verschiedener Gestalt manifestierten: Als Ausstellung oder Tapete\, als Kleidung oder Video. Mapping wurde für metroZones zur Methode\, die als kollektives und häufig auch kollaboratives Verfahren zur (Selbst-) Verständigung der Vielen beitrug und zugleich eine spezifische Bildproduktion ermöglichte. \nEs geht um Kartieren\, nicht um Kartografie: Gemeint ist weniger das Produkt als der Prozess des Aufzeichnens in all seinen Widersprüchen\, etwa in Bezug auf Lesbarkeit\, Bildsprachen oder das Einschreiben von Zeit und Macht. Es geht um das Herstellen von Relationen\, um Übersetzung und Rekonstruktion\, Erinnerung und Diskurs\, um Kartierung als Wissensproduktion und ästhetische Praxis. \nIn Mapping Along sind unterschiedlichste Mappingformate – auf Papier\, auf Tuch oder dem Bildschirm\, als Soundstationen oder Diskurstapeten\, aber in Skizzenhefte oder Architekturmodelle – zu einem vielschichtigen Parcours arrangiert. Dabei sind die metroZones-Projekte räumlich als Kapitel begehbar – Hellersdorf-Forschung\, Refugee Complex\, Stadt als Byte oder die Schule für städtisches Handeln – und werden mit ausgewählten Gastpositionen kontextualisiert\, so dass unterschiedliche Verfahren undÄsthetiken les- und diskutierbar werden. \nMit Arbeiten von Berlin vs. Amazon\, Larissa Fassler\, Christian Hanussek/Gerda Heck\, Im Dissens? (Dagmar Pelger/Stefan Endewardt/Joerg Franzbecker)\, Daniel Kötter\, Diana Lucas-Drogan\, metroZones\, Peter Spillmann/MigMap\, Pedro Ceñal Murga\, Katharina Pelosi\, Christoph Schäfer\, Denise Scott Brown/Jeremy Tenenbaum und Tytus Szabelski.\nBegleitprogramm & Booklet \nDie Ausstellung wird von einer Reihe von Talks (metroZones-Saloons)\, Filmvorführungen und Wochenend-Workschops (metroZones-Schule des städtischen Handelns) begleitet\, die Praxen\, Ästhetiken und Politik von Mappings aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und auch die Ränder des Kartierens erörtern. In den metroZones-Schulen kann das Produzieren und Lesen vonKartierungen zudem praktisch erprobt und diskutiert werden. \nZusätzlich zu den in der Ausstellung vertretenen Künstler:innen sind an den Workshops und Diskussionen weitere Forschende\, Kulturproduzent:innen und Aktivist:innen beteiligt\, darunter Nishat Awan\, Bartek Goldmann\, Sergio Beltrán-García\, Rahima Gambo\, Guerilla Architects\, Agata Lisiak\, Simon Sheikh\, Monika Streule\, Elizabeth Calderón-Lünig\, Ulf Treger\, u.a.m. \nEine taz-Beilage gibt einen Überblick über Konzept und Programm\, in einem Booklet werden Exponate und Positionen detaillierter erörtert und kontextualisiert (Download-Link: https://wolke.metrozones.info/index.php/s/9eEEpoDcqDY AqMq) \nZur Eröffnung am 16.04. um 19 Uhr gibt es einen Online-Rundgang und am 17.04. von 16-19 Uhr ein Künstler*innen-Gespräch.Zoom-LinkzudenVeranstaltungen: https://cutt.ly/icBhVyF \nAktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und Begleitprogramm: \nwww.kunstraumkreuzberg.de\nwww.metrozones.info \noder unter der email: \nmappingalong@metrozones.info \nmetroZones – Zentrum für städtische Angelegenheiten gründete sich 2007 in Berlin als unabhängige Vereinigung für kritische Stadtforschung. An den Schnittstellen zwischen Kunst\, Wissenschaft und Politik kombiniert metroZones (Jochen Becker\, Christian Hanussek\, Anne Huffschmid\, Stephan Lanz\, Diana Lucas-Drogan\, Oliver Pohlisch\, Katja Reichard\, Erwin Riedmann\, Kathrin Wildner)transdisziplinäre und künstlerische Forschung und Wissensproduktion\, mit kulturellen und kuratorischen Praxen und politische Interventionen. \nMapping Along wurde kuratiert von Becker\, Hanussek\, Huffschmid\, Lucas-Drogan und Wildner. \n
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SUMMARY:muddy waters by Kang Contemporary
DESCRIPTION:Our understanding of the world is increasingly put to a hard test—experiences\, connections\, processes are obscured and single-minded solutions are no longer to be had in the mud of half-truths\, interests\, ideologies\, promises. It is precisely this opacity that is alluded to in the title of Claudia Chaseling’s exhibition. That insightful form and beauty can materialise from such disturbing opacities is no less than the riddle of art. \nClaudia Chaseling’s often expansive paintings act in the complex field of aesthetics as resistance and revolt\, transformation and distancing from experienced or mediated reality: banishment and release at the same time. These images are not theory based pamphlets. The thematic starting point chosen in each case and the research of the explosive facts—change as they are implemented\, come to life in the painting process\, draw ever wider circles that frame the theme\, open it up\, expand it\, sometimes even call it into question. Developed entirely from painting\, the pictures remain present at every moment\, subcutaneously as it were; the relationship to critical reflection leads into art\, into its imaginative space\, which brings something unprecedented to view and simultaneously into the world. These pictures are an encounter with the world and a demand to be in the world—to participate\, to see\, to make a picture for oneself—in a world flooded with images and yet strangely without them\, without imagination. With their whirling dynamics\, with the intertwining of lines and color planes\, these images create an irresolvable oscillation between visibility and foreboding\, between concise form and something that eludes form or formation. Words occur\, illuminate; they are at once drawing\, reference\, and enigma. These pictorial formations become a stage on which the contradictions\, the fundamental ambivalences of our conception of the world are played out and acted out. \nIn a certain way\, Claudia Chaseling’s pictorial spaces once again measure the path from utopia to dystopia and thus also query our wishes\, fears\, dreams\, and the totalitarian claim of utopia to a better future at the expense of nature. Dystopias move us to act now\, utopias to wait for better times. In a very idiosyncratic way\, hope and crisis\, topos and u-topos merge in this painting. Each painting thus also stages the possible turn to a cautious\, empathetic\, future-oriented action. \nIn her pictorial cosmos\, Claudia Chaseling always considers the porous boundary\, the complex tension between ethics and aesthetics\, their connection\, but also their polarities and differences. Through the freedom of her imagination\, through the unadorned and yet so beautiful representation of our reality\, images emerge that set up vibrations in the categorical divisions\, liquefy them—illuminating trouble spots in the self-understanding of modernity. Like the echo that alters\, fragments\, and selects\, our perception and the terms with which we described the formerly relatively stable world begin to totter here. It is as if material and energetic flows are permanently interacting in these images. This interplay opens up to the visionary task of seeing human beings as participants in networks of very different agents that include plants\, animals\, landscapes\, resources\, atmospheres\, and things. \nThis multi-layered painting also reflects the capacity of art to transform\, to refract the terrible into the aesthetic and thus to examine perception in each case and in all freedom for gain and loss of knowledge. \nPerhaps only in this way\, in and through art\, can we achieve a new wonder about the miracle of the earth. What can we do\, what must we know\, in order to meet our responsibility for inhabiting and managing the earth? \nText Dorothée Bauerle-Willert\nEnglish Edit Carolyn Prescott \n
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SUMMARY:MUDDY WATERS – Claudia Chaseling
DESCRIPTION:Unser Weltverständnis wird zunehmend auf eine harte Probe gestellt – Erfahrungen\, Zusammenhänge\, Prozesse verunklären sich und einsinnige Lösungen sind im Schlamm aus Halbwahrheiten\, Interessen\, Ideologien\, Versprechungen nicht mehr zu haben. Genau diese Undurchsichtig klingt bereits im Titel der Ausstellung von Claudia Chaseling an.  Dass aber aus solchen verstörenden Eintrübungen einsichtige Form und Schönheit herausgeschlagen werden kann\, ist das Rätsel der Kunst. \nClaudia Chaselings raumgreifende Malerei\nClaudia Chaselings oft raumgreifende Malerei agiert in dem komplexen Feld von Ästhetik als Widerstand und Auflehnung\, Verwandlung und Distanzsetzung zu der erlebten oder medial vermittelten Wirklichkeit: Bannung und Freisetzung zugleich. Diese Bilder sind keine theoretisch entworfenen Pamphlete. Der jeweils gewählte thematische Ausgangspunkt\, die Recherche der brisanten Fakten\, verändern sich in ihrer Umsetzung\, werden im Malprozess lebendig\, ziehen immer weitere Kreise\, die das Thema umrahmen\, öffnen\, ausweiten\, es mitunter sogar fragwürdig werden lassen. Ganz aus der Malerei entwickelt halten die Bilder doch in jedem Augenblick\, gleichsam subkutan\, die Beziehung zur kritischen Reflexion präsent\, führen hinein in die Kunst\, in ihren Imaginationsraum\, der noch etwas nie Dagewesenes zur Anschauung bringt und zugleich hin zu der Welt: Diese Bilder sind Begegnung mit der Welt und Forderung\, in der Welt zu sein\, teilzunehmen\, zu sehen\, sich selbst ein Bild zu machen – in einer bilderüberschwemmten und doch merkwürdig bildlosen/imaginationslosen Welt. Mit ihrer trudelnden Dynamik\, mit den Verschlingungen von Linien und Farbflächen\, erzeugen diese Bilder eine unauflösbare Oszillation zwischen Sichtbarkeit und Ahnung\, zwischen prägnanter Form und einem Etwas\, das sich der Form\, der Formung entzieht. Worte fallen scheinwerfend ein\, sind zugleich Zeichnung\, Verweis und Enigma. Diese Bildgebilde werden zu einer Bühne\, auf der sich die Widersprüche\, die grundsätzlichen Ambivalenzen unserer Weltverfasstheit erspielen und austragen. \nWeg von der Utopie zur Dystopie\nIn gewisser Weise vermessen Claudia Chaselings Bilder-Räume noch einmal den Weg von der Utopie zur Dystopie und befragen damit auch unsere Wünsche\, Ängste\, Träume und den totalitären Anspruch der Utopie einer besseren Zukunft auf Kosten der Natur. Dystopien bewegen uns jetzt zum Handeln\, Utopien zum Warten auf bessere Zeiten.  Auf sehr eigenwilliger Weise verschwistern sich in dieser Malerei Hoffnung und Krise\, Topos und U-Topos. Jedes Bildinszeniert so auch die mögliche Wendung zu  einem vorsichtigen\, einfühlsamen\, zukunftsgerichteten Tun. \nClaudia Chaseling bedenkt in ihrem bildnerischen Kosmos immer auch die poröse Grenze\, das komplexe Spannungsverhältnis von Ethik und Ästhetik\, ihre Verbindung\, aber auch ihre Polaritäten und Differenzen. Durch die Freiheit ihrer Vorstellungskraft\, durch die ungeschönte und doch so schöne Darstellung unserer Realität entstehen Bilder\, die kategoriale Trennungen in Schwingung versetzen\, verflüssigen\, Störstellen im Selbstverständnis der Moderne illuminieren. Wie das Echo\, das verändert\, fragmentiert\, selektiert\, geraten hier Wahrnehmung und die Begriffe\, mit denen wir die vormals relativ stabile Welt beschrieben haben\, ins Wanken:  es ist so\, als ob in diesen Bildern permanent materielle und energetische Flüsse miteinander in Wechselwirkung treten: Und dieses Ineinander öffnet sich zu der seherischen Aufgabe\, den Menschen als Teilnehmer an Netzwerken sehr unterschiedlicher Handlungsträger\, die Pflanzen\, Tiere\, Landschaften\, Ressourcen\, Atmosphären und Dinge umfassen\, einzusehen. \nIn vielfacher Brechung reflektiert diese vielschichtige Malerei aber auch die Gabe der Kunst\, das Schreckliche in Ästhetisches zu überführen und so die Wahrnehmung jeweils und in aller Freiheit auf Erkenntnisgewinn und Erkenntnisverlust zu überprüfen.  Vielleicht erreichen wir nur so\, in und durch die Kunst\, ein neues Staunen über das Wunder Erde: Was können wir tun\, was müssen wir wissen\, um der Verantwortlichkeit für die Bewohnung und Geschäftsführung der Erde gerecht zu werden? \nText Dr. Dorothée Bauerle-Willert \nMUDDY WATERS – Claudia Chaseling\n24 April – 25 Juni 2021 \nKang Contemporary \n
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SUMMARY:Der absolute Tanz – Georg Kolbe Museum
DESCRIPTION:Der absolute Tanz begibt sich auf die Spuren elf bemerkenswerter Bewegungskünstlerinnen\, deren Strahlkraft weit über ihren direkten Wirkungskontext im Berlin der 1920er-Jahre hinausgeht. Besonderes Augenmerk gilt dem einst so vitalen Dialog der Disziplinen Tanz und Skulptur\, den die Schau wiederbelebt\, indem sie die vielfältigen Errungenschaften ihrer Protagonistinnen mit aktuellen Werken der Künstlerin Ulla von Brandenburg in Beziehung setzt. \nMit expressiven Bewegungen\, extravaganten Erscheinungsbildern und expliziten Vorstellungen von der eigenen Rolle in einer sich rasant wandelnden Welt sprengten Tänzerinnen wie Claire Bauroff\, Celly de Rheidt\, Anita Berber und Vera Skoronel in 1920er-Jahren die gesellschaftlichen Konventionen und Klischees ihrer Zeit. Sich traditionellen Erwartungshaltungen vehement wiedersetzend zogen sie als Pionierinnen eines radikal neuen Selbstverständnisses Blicke auf sich\, machten mit exzentrischen Rollen in Avantgardestücken von sich Reden und experimentierten mit Ausdrucksmöglichkeiten zwischen Mimik\, Tanz\, Sprache und Laut. \nSchülerinnen der Tanzschule Skoronel in Berlin (Tanzgruppe Skoronel-Trümpy) © Staatliche Museen zu Berlin\nDas neu eingeführte Frauenwahlrecht der frühen Weimarer Demokratie führte allgemein zu mehr Souveränität unter den Frauen. Während immer mehr Weimarer Bürgerinnen von den Möglichkeiten Gebrauch machten\, die vorangegangenen Generationen verwehrt geblieben waren\, wurden jedoch gerade die Tänzerinnen dieser Ära zu Ikonen jenes modernen Körper- und Selbstbewusstseins\, das neben der Gesellschaft im Großen und Ganzen auch die bildende Kunst prägen sollte. \nTanzstudie Claire Bauroff\, 1925\, Galerie Johannes Faber\, Foto: Trude Fleischmann © Johannes Faber\nIm Berlin der 1920er-Jahre revolutionierte die fruchtbare Verbindung von Tanz und Skulptur das Verhältnis von Raum\, Zeit und Form. Mit der Ausstellung »Der absolute Tanz« spürt das Georg Kolbe Museum diesen weit ausstrahlenden Neuerungen nach\, die auch im Werk seines Stifters eine Schlüsselrolle einnehmen. Im Fokus der Schau\, die dem Dialog zwischen den Disziplinen nachspürt und ihn dabei gezielt wiederbelebt\, stehen zwölf herausragende Berliner Tänzerinnen der Weimarer Republik: Charlotte Bara\, Tatjana Barbakoff\, Claire Bauroff\, Anita Berber\, Olga Desmond\, Hertha Feist\, Valeska Gert\, Jo Mihaly\, Celly de Rheidt\, Oda Schottmüller\, Vera Skoronel und Berthe Trümpy. Sie alle bereicherten den modernen Tanz durch Aspekte des Skulpturalen und die Bildhauerei durch ihre körperliche Energie und Präsenz. \nEine Vielzahl an Zeitdokumenten\, Filmen\, Fotografien\, Skizzen und Skulpturen zeichnen die Lebenswege der Protagonistinnen nach und   schaffen neue Zugänge zu ihren einflussreichen\, raumplastischen Konzepten. Zugleich wird ihr Wirken mit zeitgenössischen Perspektiven und künstlerischen Positionen in Bezug gesetzt. So wird steht die Ausstellung im Dialog mit einer neuen Werkreihe Ulla von Brandenburgs\, welche speziell für das Georg Kolbe Museum entwickelt und in Kooperation mit der Veranstaltung „Le Voyage à Nantes“ produziert wurde. Im Zuge der Ausstellung wird auch das SCULPTURE Festival weitergeführt\, dessen  Auftaktveranstaltung bereits im September 2020 im Georg Kolbe Museum stattfand. \nAusstellung und Rahmenprogramm werden mit Unterstützung des Freundeskreises des Georg Kolbe Museums und der Spartenoffenen Förderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa realisiert. \nDer absolute Tanz – Tänzerinnen der Weimarer Republik\n25. April – 29. August 2021 \nGeorg Kolbe Museum \n
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SUMMARY:Marc Brandenburg: Hirnsturm II
DESCRIPTION:Der 1965 geborene Künstler durchstreift Städte wie Berlin\, London oder Barcelona als Flaneur\, fotografiert seine Eindrücke\, um sie dann „wie ein menschlicher Kopierer“ abzuzeichnen. Er findet in diesem fast meditativen Prozess Schönheit in sozialen Zuständen\, die in unserer Gesellschaft immer mehr zum Gegenstand von Hass werden: dem Sensiblen\, Gefährdeten\, Traumatisierten\, Prekären. Brandenburg interessieren hierbei die Momente\, in denen innere und äußere Zustände ineinander übergehen\, in denen der Mensch mit seiner Kostümierung\, seiner Kleidung oder seiner Behausung verschmilzt. Dabei sind ihm die formalen und konzeptionellen Aspekte der Zeichnung\, die grundsätzliche Auseinandersetzung mit Repräsentation bedeutsamer als die Motive selbst: „Die Leere hinter den Abbildern\, das durchscheinende Weiß ist wichtig.“ Hirnsturm II ist ein visueller Essay\, der Zeichnungen aus über 25 Jahren mit jüngeren Arbeiten wie der Videoinstallation Camouflage Pullover (2018) verbindet. Zusätzlich werden eigens für die Ausstellung im PalaisPopulaire zahlreiche neue Arbeiten entstehen. \n
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SUMMARY:Moonlight at Noon
DESCRIPTION:Die Grundlage für die Ausstellung „Moonlight at Noon“ mit Werken von Orion Shima und Martin Stommel wurde im Jahr 2019 geschaffen\, als wir über das Internet mit der albanischen Galeristin Lauresha Basha von der Gallery 70 aus Tirana in Kontakt kamen. Wir waren uns von Anfang an sympathisch und entdeckten darüber hinaus einige Gemeinsamkeiten in der Orientierung der Galeriearbeit\, woraus das Streben nach einem weiterreichenden Austausch entstand. Im Juni desselben Jahres dann übermittelten wir eine Einladung von Lauresha Basha an Martin Stommel für eine Einzelausstellung in der Gallery 70 in Tirana.\nFür diese Ausstellung reiste Martin Stommel im Oktober 2019 nach Tirana und war nicht nur von der Offenheit und Herzlichkeit der Galeristin sondern auch von den dortigen Menschen sofort begeistert. Neben anderen Künstlern wurde ihm auch Orion Shima vorgestellt\, seines Zeichens Professor an der Kunsthochschule der albanischen Haupstadt\, der sein unmittelbares Vertrauen unter anderem zeigte\, indem er Stommel kurzerhand eine Lesung vor seinen neugierigen Studenten halten ließ.\nÜber unsere grundlegende Begeisterung für das Werk Orion Shimas hinaus registrierten wir infolge die profunde Sympathie der Künstler füreinander und das gegenseitige Verständnis für ihre Arbeit. Es entwickelte sich daraus sehr natürlich die Idee für eine gemeinsame Ausstellung der beiden Künstler in unseren Räumen in Berlin.\nGemeinsamer Nenner der beiden Künstler ist das Genre der figurativen Malerei. Stil und Inhalt von Stommel und Shima verbinden bei allen Unterschieden die den Sujets zugrundeliegenden Archetypen\, bzw. die Suche danach.\nWir wollen mit der Ausstellung die Werke von Martin Stommel und Orion Shima aus zwar europäischen aber ausgesprochen unterschiedlichen kulturellen Sphären zum Austausch und Dialog bringen. Die formalen Unterschiede werden durch die Gegenüberstellung verdeutlicht\, gleichzeitig verkörpern die meisterlichen Werke der beiden Künstler ein unabhängiges\, kulturübergreifendes künstlerisches Medium\, das sehr grundsätzlich verbindet. \nText Matthias Bergemann \n
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DESCRIPTION:Die Ausstellung „Moonlight at Noon“ präsentiert Gemälde und Papierarbeiten des albanischen Künstlers Orion Shima und des in Bonn lebenden Künstlers Martin Stommel. Beide sind seit mehreren Jahrzehnten künstlerisch tätig und ihre Werke werden international ausgestellt. Gemeinsamer Nenner der beiden Künstler ist das Genre der figurativen Malerei. Stil und Inhalt von Stommel und Shima verbinden bei allen Unterschieden die den Sujets zugrundeliegenden Archetypen\, bzw. die Suche danach. \nDie formalen Unterschiede werden durch die Gegenüberstellung verdeutlicht\, gleichzeitig verkörpern die meisterlichen Werke der beiden Künstler ein unabhängiges\, kulturübergreifendes künstlerisches Medium\, das sehr grundsätzlich verbindet. \nOrion Shima\n„Reddish Girl“ Öl auf Leinwand 100 x 100 cm 2018 © ORION SHIMA\nOrion Shimas gegenwärtige Malerei ist das Ergebnis einer langen Entwicklung. Seit fast zwei Jahrzehnten scheint Shima einen inneren Vorgang zum Anliegen zu haben\, dessen malerische Gegenstände sich fortwährend bewegen und wieder zusammensetzen\, um eine inhaltliche Filterung höchster Klarheit zu erreichen. Dafür erkundete Shima in seiner Frühzeit als Künstler die Abstrakte Malerei und zeigte Interesse an der Technik des Haute Pâte. Diese Erfahrungen flossen in seine Malerei ein und bilden zusammen mit seiner akademischen Ausbildung während seiner Zeit an der Kunsthochschule die Voraussetzungen und inspirierende Grundlage seines Schaffens – eine figürliche Malerei\, die sich im Wesentlichen unabhängig von der objektiven Realität zeigt. So nutzt Shima figürliche Darstellungen als einen initialen Impetus oder Vorwand\, um persönliche Zeichen zu setzen\, durch die er eine individuell wahrgenommene Welt aufbaut\, deren Stimmung sich durch gemalte Szenen und Charaktere entschlüsselt. \nMartin Stommel\nMARTIN STOMMEL„Paragogé“Öl auf Leinwand280 x 330 cm2019\nDer Künstler Martin Stommel zeigt seine großformatige Ölmalerei auf Leinwänden aus den letzten Jahren. Dazu zählt auch der „Amazonenkampf“ von 2018 (220 x 240 cm)\, ein Bild voller Dynamik und Dramatik. Das Format und das Ringen der Beteiligten als Motiv erinnert an Peter Paul Rubens und sein 1618 entstandenes Gemälde „Der Raub der Töchter des Leukippos“\, das mit ähnlichen Maßen (224 x 210 cm) eines der Hauptwerke der Alten Pinakothek in München ist. Kastor und Pollux (griechisch Polydeukes)\, Söhne der Leda und des Zeus\, der sie als Schwan verführt hatte\, Brüder der schönen Helena\, rauben in der Darstellung von Rubens Hilaeira und Phoibe\, Töchter des Königs Leukippos von Argos. Dies geschah kurz vor der Hochzeit der beiden\nMädchen\, was möglicherweise noch heute in den Hochzeitsriten als Entführung der Braut eine Rolle spielen könnte und der alten Sage eine bleibende Aktualität verschafft. Die zwei nackten üppigen Blondinen wirken nur bedingt widerspenstig. Eine Amorette links hinter dem Pferdehals beobachtete den Ausgang interessiert. Was an dem Rubensgemälde\, Inbegriff barocker Malerei\, spannend ist\, ist die Art\, wie Rubens vier in Bewegung befindliche Personen und zwei Pferde formatfüllend auf einer annähernd quadratischen Fläche unterbringt und doch eine gewisse Natürlichkeit der Bewegungsabläufe erreicht. \n\nMoonlight at Noon\n28.4.2021 – 03.7.2021 \njaninebeangallery \nBeitragsbild: MARTIN STOMMEL „Adonis“\, Öl auf Leinwand\, 150 x 150 cm\, 2020 \n
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SUMMARY:Moonlight at Noon
DESCRIPTION:Die Grundlage für die Ausstellung „Moonlight at Noon“ mit Werken von Orion Shima und Martin Stommel wurde im Jahr 2019 geschaffen\, als wir über das Internet mit der albanischen Galeristin Lauresha Basha von der Gallery 70 aus Tirana in Kontakt kamen. Wir waren uns von Anfang an sympathisch und entdeckten darüber hinaus einige Gemeinsamkeiten in der Orientierung der Galeriearbeit\, woraus das Streben nach einem weiterreichenden Austausch entstand. Im Juni desselben Jahres dann übermittelten wir eine Einladung von Lauresha Basha an Martin Stommel für eine Einzelausstellung in der Gallery 70 in Tirana.\nFür diese Ausstellung reiste Martin Stommel im Oktober 2019 nach Tirana und war nicht nur von der Offenheit und Herzlichkeit der Galeristin sondern auch von den dortigen Menschen sofort begeistert. Neben anderen Künstlern wurde ihm auch Orion Shima vorgestellt\, seines Zeichens Professor an der Kunsthochschule der albanischen Haupstadt\, der sein unmittelbares Vertrauen unter anderem zeigte\, indem er Stommel kurzerhand eine Lesung vor seinen neugierigen Studenten halten ließ.\nÜber unsere grundlegende Begeisterung für das Werk Orion Shimas hinaus registrierten wir infolge die profunde Sympathie der Künstler füreinander und das gegenseitige Verständnis für ihre Arbeit. Es entwickelte sich daraus sehr natürlich die Idee für eine gemeinsame Ausstellung der beiden Künstler in unseren Räumen in Berlin.\nGemeinsamer Nenner der beiden Künstler ist das Genre der figurativen Malerei. Stil und Inhalt von Stommel und Shima verbinden bei allen Unterschieden die den Sujets zugrundeliegenden Archetypen\, bzw. die Suche danach.\nWir wollen mit der Ausstellung die Werke von Martin Stommel und Orion Shima aus zwar europäischen aber ausgesprochen unterschiedlichen kulturellen Sphären zum Austausch und Dialog bringen. Die formalen Unterschiede werden durch die Gegenüberstellung verdeutlicht\, gleichzeitig verkörpern die meisterlichen Werke der beiden Künstler ein unabhängiges\, kulturübergreifendes künstlerisches Medium\, das sehr grundsätzlich verbindet. \nText Matthias Bergemann \n
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SUMMARY:Rebecca Horn: Bee's Planetary Map
DESCRIPTION:Neben aktuellen Arbeiten werden zwei der bekanntesten kinetischen Installationen der Künstlerin aus den Neunzigerjahren zu sehen sein\, „Bee’s Planetary Map“ (1998) und „Der Turm der Namenlosen“ (1994). Als erste Ausstellung überhaupt eröffnete Thomas Schulte die Galerie im April 1991 mit Rebecca Horns unvergesslicher Installation „Chor der Heuschrecken“ in der Mommsenstraße in Berlin-Charlottenburg. 30 Jahre und viele gemeinsame Projekte später setzt die Galerie die aktive Zusammenarbeit mit einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen fort. \nBeitragsbild: Installationsansicht in der Galerie Thomas Schulte. Foto @ Stefan Haehnel\n \n
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SUMMARY:Claire de Santa Coloma - INNER
DESCRIPTION:Im Rahmen des Gallery Weekend 2021 eröffnet die Galerie Friese die erste Einzelausstellung der argentinischen Künstlerin Claire de Santa Coloma (*1983). Ihre Ausstellung „Inner“ konzipierte sie im Laufe des letzten Jahres an ihrem neuen Wohn- und Arbeitsort Sydney\, der ihr langjähriges Atelier in Lissabon ersetzte. Die vorwiegend mit Holz arbeitende Bildhauerin schuf hier einen neuen Werkkomplex von Skulpturen und Arbeiten auf Papier für die Ausstellung\, die von seit 2014 entstandenen Werken begleitet werden. \nSanta Colomas Objekte wirken zugleich naturgegeben und abstrakt. Sensibel beschwört die Künstlerin ikonische Formen herauf\, aus der Klassischen Moderne bekannt und im Mid Century Design heimisch geworden\, und schafft so eine unbewusste Vertrautheit im Umgang mit ihrem Werk. Sinnlich und zur Berührung verleitend\, fordern ihre zu raumbezogenen Installationen inszenierten Skulpturen zum genussvollen Herumstreifen und zur unmittelbaren Interaktion auf – ein Herantasten an eine physisch erfahrbare Realität\, das ihren introspektiven Entstehungskontext erlebbar macht: Das Sehen und Gestalten der Künstlerin wird zu der Naturgeschichte des vorgefundenen Holzes hinzugefügt\, wird Teil des Kunstwerks. \nDie Galerie ist für Besucher*innen entsprechend den Vorgaben des Berliner Senats geöffnet. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter mail@galeriefriese.de oder 030 88711371. \nClaire de Santa Coloma – INNER\n28.04.2021 – 27.06.2021 \nGalerie Friese \n  \n
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SUMMARY:Jocelyn Hobbie: New Paintings & Works on Paper
DESCRIPTION:GNYP Gallery is delighted to announce the first solo exhibition with the American artist Jocelyn Hobbie. Showing recent paintings and works on paper\, the exhibition opens on Thursday\, April 29th\, 2021\, and is on view until June 12th\, 2021. \nTo visit the gallery please book your appointment via E-mail. You can contact the gallery here. In consideration of the current pandemic regulation the gallery is open for the public in compliance with the current distancing and hygiene regulations. Don’t forget your mask\, so we can ensure a safe visit. \n
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LOCATION:GNYP Gallery\, Knesebeckstraße 96\, Berlin\, 10623\, Deutschland
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SUMMARY:ERROR EXPLANATION – Gruppenausstellung
DESCRIPTION:68projects freut sich\, anlässlich des Gallery Weekend Berlin die Gruppenausstellung „Error Explanation“ mit Arbeiten von Ivana de Vivanco\, Sally Kindberg und Paris Giachoustidis zu präsentieren. Die Künstler*innen experimentieren auf unterschiedliche Weise mit der zeitgenössischen figurativen Malerei und fordern in ihren Werken einen Diskurs über die Geschichte der Menschheit und die Absurdität unserer Zeit heraus. Sie sind dabei abwechselnd satirisch\, theatralisch und komisch – Humor spielt in den ausgestellten Arbeiten eine wichtige Rolle. \nError Explanation – Fehlererklärung\nEine komplexe Untersuchung des heutigen Lebens durch eine eigenwillig-ironische Linse betrachtet\, was die Betrachter*innen zu einer Perspektive verführen soll\, aus der das Absurde und das Zivilisierte untersucht werden kann. Durch „Error Explanation“\, also Fehlererklärung\, loten die Künstler*innen somit gesellschaftliche „Fehler“ aus\, um so unseren kollektiven Begriff der Welt heute und ihre Geschichte besser zu verstehen und neu auszurichten. Dabei setzen sie sich mit Themen wie Genderkonformität\, Hoch- und Popkultur\, Kapitalismus und koloniale Vergangenheiten auseinander. \nIn den Arbeiten von Ivana de Vivanco werden wir mit einer kompletten Umkehrung von Rollen konfrontiert – weibliche Figuren mit entschiedenem Blick und einer starken Präsenz stehen im Zentrum\, während Vertreter der Geschichte des westlichen Kolonialismus sich von dem Chaos\, das sie geschaffen haben\, niedergetreten wiederfinden. Eine Kette führt von einer Arbeit zur nächsten\, eine Kette der Konformität und eine Kette der Unterscheidung. Sie markiert die Fesseln indigener Bevölkerungen und die Rolle der Frau in der Gesellschaft – diese Kette allerdings wird schließlich zu einem Accessoire\, eine Erinnerung an die dunkle Vergangenheit und die überwundenen Kämpfe. Sie hält die Frau nicht mehr zurück und zieht an ihren Zöpfen\, sondern liegt ihr ruhig um den Hals und verweist nun auf ihre Macht. \nSally Kindbergs Untersuchung unserer Umgebung findet sehr viel stärker auf einer formalen Ebene statt. Das Tragikomische der Gesellschaft findet seinen Weg durch die zarten Linien zwischen imaginären und alltäglichen Szenen und Darstellungen. Die komplexen Unterschiede zwischen Formen der Sprache\, wie eine stilisierte Form\, der Einsatz von Farbe\, Fotorealismus\, oder Markierungen lösen die Bildflächen auf. Wo die Flächigkeit auf fast so etwas wie Dreidimensionalität trifft\, fragen sich die Betrachter*innen überrascht\, wo die vorherrschende Figuration endet und die Abstraktion beginnt? Kindbergs surreale Malereien verbinden unterschiedliche Stränge zeitgenössischer Kultur und kommentieren unsere tägliche Konfrontation mit ergreifenden und gleichzeitig trivialen Aspekten unseres Alltagslebens. \nParis Giachoustidis‘ kritische Praxis verdinglicht Semiotik und Kultur. Auf Grundlage von externen Inhalten aus dem Internet und historischen Aufzeichnungen schafft Giachoustidis höchst aktuelle\, gesellschaftlich relevante Arbeiten\, die unsere Wahrnehmung beim Umgang mit massenmedialen Bildern schärfen. Der Künstler entdeckt neue adäquate Formen von malerischer Aneignung und Verfremdung und drückt durch seinen distanzierten Prozess auf subtile Art Absurditäten der zeitgenössischen Kultur aus. Pseudorealistische Elemente innerhalb seiner Malereien untergräbt er\, indem er scheinbarwenig kultivierte Eigenschaften hinzufügt und so die vorherrschenden Sehgewohnheiten der Betrachter*innen durcheinanderbringt. In seinen neuesten Bildern kritisiert Giachoustidis spielerisch die Farce der kapitalistischen Freiheit und die letztendliche Entfremdung der Arbeiter*innen sowohl vom Leben als auch von der Arbeit. \nIvana de Vivanco\nIvana de Vivanco (* 1989 in Lissabon) ist eine chilenisch-peruanische Künstlerin\, die bei Gonzalo Díaz Cuevas an der Universidad de Chile Kunst studierte. 2013 zog sie nach Deutschland um und studierte an der HGB in Leipzig bei  Oliver Kossack. Sie schloss ihr Studium als Meisterschülerin von Annette Schröter 2016 ab. Ihre Arbeiten wurden in wichtigen Publikationen veröffentlicht\, unter anderem in 100 Painters of Tomorrow (Thames & Hudson) und wurden in Chile\, Deutschland\, Spanien\, Belgien\, England\, Italien\, Polen\, Luxemburg und in der Schweiz ausgestellt. Sie erhielt Stpiendien vom DAAD\, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen; außerdem wurde sie 2015 mit dem Marion Ermer Preis ausgezeichnet. 2021 hatte sie ein Residenzstipendium am Centro de Arte Casa de Indias in Cádiz. In letzter Zeit wurde sie a Museum für Zeitgenössische Kunst Santiago in Chile\, der Kunsthalle Darmstadt sowie bei Josef and The RYDER Projects in Madrid ausgestellt.  Zu ihren bevorstehenden Ausstellungen gehören „How I Feel“ mit Yan Copelli bei Mamalike in New York und „Trace Evidence“ in der Galerie Badr El Jundi in Marbella. \nSally Kindberg\nSally Kindberg (*1970 in Schweden) studierte am Goldsmiths\, University of London\, und lebt und arbeitet in London. 2020 wurde sie mit dem John Moores Painting Prize ausgezeichnet. 2021 hatte sie eine Einzelausstellung in der at Four You Gallery in Dubai; 2018 wurde ihre von Maria Stenfors kuratierte Einzelausstellung „Soft Bite“ in der Londoner 12 Star Gallery präsentiert. 2021 nahm sie zudem an der von Sasha Bogojev kuratierten Gruppenausstellung „Domesticity“ in der Volery Gallery in Dubai teil. Sie ist an zahlreichen weiteren Gruppenausstellungen beteiligt\, dazu gehören:  Not Dream of Islands\, ausgewählt von John Chilver und Daniel Pettitt\, in der Palfrey Gallery\, London; Secret Charter in Dulwich Picture Gallery\, London; XIX Cerveira International Art Biennial\, Portugal; die Wanderausstellung Nature Morte Contemporary: Artists Reinvigorate the Still Life\, kuratiert von Michael Petry und Roberto Ekholm\, die in Schweden\, Polen und Großbritannien gezeigt wird. Ihre Arbeiten werden auch im Mai 2021 auf der Messe in St. Agnes der König Galerie zu sehen sein. \nParis Giachoustidis\nParis Giachoustidis (* 1990 in Serres) hat einen BA und MA sowohl von der Aristoteles-Universität Thessaloniki und der Weißensee Kunsthochschule in Berlin. In Griechenland wie auch in Deutschland werden seine Werke häufig ausgestellt\, unter anderem bei KWADRAT\, Berlin; im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst\, Berlin; im Kunstraum Bethanien\, Berlin; im Max-Liebermann-Haus\, Berlin und in der Berliner Galerie Russi Klenner. 2020 erhielt der ein NEUSTART KULTUR Stipendium für bildende Künstler*innen\, und 2017 den Kunstpreis des Hauses am Kleistpark. Seine Arbeiten befinden sich in zahlreichen Privatsammlungen wie der Christos & Polly Kolliali Collection\, der Miettinen Collection und A Private Collection – Tyrown Vincent. Zu seinen bevorstehenden Ausstellungen im Jahr 2021 gehören „Arte Noah“ in der Kunsthalle Feldbach in Österreich\, „Wie bereits eingangs erwähnt“ im BcmA arts project space in Berlin sowie „Arche für die Kunst“ im Kunstverein Bad Saltzdetfurth in Bodenburg. \nERROR EXPLANATION\n29. April – 19. Juni 2021 \n68projects \n
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SUMMARY:Diango Hernández - Instopia
DESCRIPTION:Die Galerie Barbara Thumm präsentiert Instopia\, die sechste Einzelausstellung von Diango Hernández in der Galerie\, zeitgleich mit seiner Online-Ausstellung bei New Viewings. Die Eröffnung von Instopia fällt mit dem Start der eigenständigen Website von New Viewings zusammen\, der neuen experimentellen Plattform für virtuelle Kunst\, die von der Galerie Barbara Thumm im März 2020 gegründet wurde. Konzipiert als ein utopischer Raum für künstlerischen Ausdruck hat New Viewings in seinem ersten Jahr über 70 Künstler in digitalen Einzelausstellungen gezeigt. \nAls Gegenstück zu Instopia\, der Ausstellung physischer Werke in der Galerie\, wird New Viewings die digitalen Renderings der  Kunstwerke von Diango Hernandez präsentieren – eine passende Zusammenarbeit\, da das Konzept von New Viewings durch viele Gespräche zwischen Barbara Thumm und Diango Hernández inspiriert wurde. Die beiden zeitgleich stattfindenden Ausstellungen zeigen\, wie das Digitale den analogen Bereich der Produktion erweitert und experimentelle künstlerische Strategien schafft\, die über die bloße Frage hinausgehen\, ob das Digitale das Analoge ersetzen wird. \nInstopia ist eine radikale und zeitgemäße Schau für diesen Moment des Wandels\, in dem die Grenze zwischen der virtuellen und der physischen Welt immer durchlässiger wird. Es ist die erste physische Manifestation von Instopia\, Hernández‘ Instagram-Kunstprojekt\, das er 2015 begonnen hat und das er so erklärt: \n„Der Prozess beginnt damit\, dass ich ein Bild von einem dieser luxuriösen Räume auf Instagram oder online finde. Dann entwerfe ich ein virtuelles Kunstwerk\, es könnte ein Gemälde\, ein Wandbild oder eine Skulptur sein\, von dem ich denke\, dass es in diesem speziellen\, fotografierten Raum perfekt aussehen würde. Dann platziere ich mein Kunstwerk digital in das Bild des Raumes und poste dieses neue Bild auf meinem Instagram-Account. Das Werk wird erst dann zu Instopia\, wenn es Sie glauben lässt\, dass es ‚echt‘ ist.“ \nDurch die Überschreitung konventioneller Vorstellungen von Urheberrecht und Privateigentum\, die längst in den virtuellen Raum projiziert wurden\, hat Instopia bei einigen Irritation hervorgerufen. Hernández‘ Absicht war es in der Tat\, die umfassende Kolonialisierung des digitalen Raums in Frage zu stellen. Er glaubt\, „dass die Transformation von Bildern und den Werten\, die sie verkörpern\, eine Möglichkeit ist\, unsere Realität zu verändern\, kulturell und sozial. Ich möchte\, dass die Menschen nachdenklicher mit Bildern umgehen und ‚bessere‘ Bilder schaffen.“ \nIn der Galerie Barbara Thumm stellt Hernández erstmals Gemälde und Skulpturen aus\, die ihr Dasein als virtuelle Objekte innerhalb seiner Instopia begannen. \nAlle Arbeiten sind\, zumindest teilweise\, in Waves artikuliert\, einer abstrakten Bildsprache aus wellenartigen Formen\, die Hernández entwickelt hat\, um Text grafisch darzustellen. Typischerweise verwendet er kurze Auszüge aus kubanischen Revolutionsschriften\, eine Tatsache\, die für den Betrachter obskur\, aber für den Künstler symbolisch wichtig ist. \nHier präsentiert er Bilder aus verschiedenen Serien. Seine funky\, loopy\, grafische und Retro-Serie „Large Waves“ ist eine spielerische Hommage an Roberto Burle Marx\, dem brasilianischen modernistischen Landschaftsarchitekten\, dessen ikonischer Entwurf von wogenden Wellen entlang der Promenade des Copacabana-Strandes ein utopisches Streben nach radikaler\, sozialer Fluidität verkörperte. Hernández‘ kaleidoskopische\, halb-figurative Arbeiten scheinen dagegen auf die frühen\, glücklichen Tage der Moderne und ihre freudigen Verhandlungen zwischen Abstraktion und Figuration zurückzublicken. Ein einzelner Vertreter aus seiner Bottles-Serie schließlich\, in der die Sprache von ‚Waves‘ am deutlichsten ist\, präsentiert sich als expansive visuelle Metapher für eine Flaschenpost\, die ‚conditio sine qua non‘ verzweifelter\, isolationsbedingter Formen der Kommunikation. \nHernández‘ Skulpturen wirken unterdessen wie topaktuelle Artefakte unserer hypervernetzten digitalen Inseln der Isolation. Hyperreal in Ausführung und Form\, sind sie Besucher aus einem anderen Reich\, in dem Menschen bestenfalls vulgäre Touristen sind. Innerhalb der Logik von Instopia fungieren sie als Piratenflaggen\, die die Souveränität der künstlerischen Vorstellungskraft bekräftigen\, dort zu wandern\, wo es ihr gefällt\, Schwellen zu überschreiten und alle Territorien zu durchqueren\, sich zu nehmen und zu benutzen\, was sie will. \nFür Hernández ist diese Freiheit seit jeher eine grundlegende Bedingung der Kreativität. Wenn er über die Übersetzung dieser spezifischen Werke und Formen vom Digitalen ins Physische spricht\, sagt er: \n„Es bedeutet für mich\, dass die Kunst über der Realität steht und natürlich auch über dem Eigentum. Kunst hat schon immer im Nicht-Physikalischen operiert\, im Geist des Künstlers\, in einem Raum\, in dem es keine physikalischen Gesetze oder menschlichen Regeln gibt. Was viele als „Träumen“ bezeichnen\, bedeutet für uns Künstler Realität. Diese Werke in die ‚Realität‘ zu bringen\, bedeutet auch\, sie in – eine Geschichte – zu stellen\, die wiederum eine Collage ist.“ \nInstopia stellt die Politik der Ontologie des virtuellen Raums in den Vordergrund\, ein zunehmend dringendes Anliegen\, da das Digitale und der physische Raum immer schneller miteinander verschmelzen. \nDie Ausstellung findet im Rahmen des Gallery Weekends Berlin statt. Tickets zum Besuch der Galerie können auf der Website der Galerie Barbara Thumm sowie auf der Website des Gallery Weekends unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln gebucht werden. Diango Hernández ist vom 28. bis 30. April anwesend. \nDiango Hernández – Instopia\n29.04.2021 – 12.06.2021 \nGalerie Barbara Thumm \n
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LOCATION:Galerie Barbara Thumm\, Markgrafenstraße 68\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Jocelyn Hobbie - New Paintings & Works on Paper
DESCRIPTION:GNYP Gallery eröffnet am 29. April 2021 die erste Soloausstellung New Paintings & Works on Paper der amerikanischen Künstlerin Jocelyn Hobbie. In Jocelyn Hobbies figurativen Gemälden verschmelzen Themen von Sterblichkeit\, Erotik und eine anhaltende Abneigung gegen das zeitgenössische Leben. Ihr gesteigerter Naturalismus und der erhöhte Grad an gesättigten Farben ofenbaren eine sinnliche Stimmung\, die den subjektiven Aspekt der Figuren in den Arbeiten verstärkt und dazu einlädt\, sich über ihr Wesen Gedanken zu machen. \nEine Möglichkeit uns in der Welt zurechtfinden\, ist das Lesen von Gesichtern\, ein einfaches Unterfangen\, das offenbar von fast allen Kulturen geteilt wird. Sind es Mimik\, Gestik und die Körpersprache\, die uns grundsätzliches über das Kommunikationsverhalten und Wesen eines Menschen verraten\, so können wir in ihnen auch unsere eigene Fremdwahrnehmung reflektieren. \nWir erkennen Emotionen\, verinnerlichen sie und stellen sie in Verbindung zu anderen Sinneseindrücken. Wir lernen Sympathie und Antipathie zu unterscheiden und entwickeln Vorlieben und Assoziationen. Zu Kunst konfiguriert\, erzeugen Gesichter\, Gesten und Körperhaltungen eine elementare und komplexe Gattung. Ein solches Verständnis von Porträtkunst mag auf Universalität und eine umfassende Darstellung dessen abzielen\, was hinter – oder vor – diesen Frauen und Männern\, Bekannten und Unbekannten\, steht\, die uns anschauen und von uns angeschaut werden. Die dargestellten Charaktere in Jocelyn Hobbies Gemälden und Zeichnungen – mit vieldeutigen Ausdrücken charakterisiert\, die vom Blasierten zum Selbstbewussten\, vom Nachdenklichen zum Aufmerksamen übergehen – geben einen Einblick in die Risse der menschlichen Natur. Wenn auch zunächst verborgen zeigt die Herangehensweise\, in der Hobbie das Genre des Porträts manövriert etwas über die Bildende Kunst in seiner Gesamtheit aus. Die in der GNYP Gallery erstmalig gezeigten Arbeiten zeigen auf wie wir die Welt der Gesichter\, des Ausdrucks und der Sehnsüchte steuern\, während sie gleichermaßen ein anregendes Gespräch mit den Maßstäben der Kunstgeschichte führen. \nJocelyn Hobbie (Ladders & Streams) 2021 Öl auf Leinwand 91.44 x 60.96 cm 36 x 24 in\nEingebettet und von ihm aufgefangen scheinen die Figuren mittels dem mit Fauna und Flora versehenen Hintergrund eins zu werden. Teils stilisiert und teils an tatsächliche Blüten erinnernd\, suggerieren sie eine Textur\, die wie ein Traum und ein erweitertes Fenster zur Seele erblüht. Das Fehlen auch nur einer Blume würde nicht wohl die gesamte Komposition gefährden. In dieser Hinsicht zeigen Hobbies Arbeiten den Nexus zwischen struktureller Sensibilität und ornamentalen Kunstgriffen\, die in ihrem Werk wirken: Einflüsse Hans Holbeins\, des deutschen Porträtmeisters der Renaissance und die farb- und detailgesättigte japanische Drucktechnik des Ukiyo-e. Während ersterer die Grundlage für eine Beziehung zwischen Modell und Umgebung legte\, indem er Besonderheiten und Möglichkeiten des menschlichen Blicks umriss und die Welt um sich herum aufmerksam prüfte\, verleiht das Ukiyo-e Hobbie eine organische Annäherung zwischen Farben und Elementen\, Konkretem und Imaginärem. Obwohl auf den ersten Blick unvereinbar\, zeigen beide Einflüsse die reiche Verbindung von Aspekten\, die in Hobbies Kompositionen eine Rolle spielen. Sie illustrieren\, wie Simplizität\, in der Kunst und im alltäglichen Leben\, oft aus komplexen Zusammenstößen und unerwarteten Annäherungen besteht. \nDas semantische Aufbrechen von Hobbies Arbeiten verrät eine grundlegende Tatsache über ihre Poetik. Der Kern der Arbeiten verweist auf die Geschichte des Genres der Portrait Malerei und die Divergenz menschlicher Emotionen. Angesichts der vielen Lesarten eines Portraits können wir ihnen spielerisch mit Sehnsucht\, Freude\, Begehren und Bewunderung begegnen. \nJocelyn Hobbie New Paintings & Works on Paper\n29. APRIL – 12. JUNI 2021 \nGNYP Gallery \n  \n
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LOCATION:GNYP Gallery\, Knesebeckstraße 96\, Berlin\, 10623\, Deutschland
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SUMMARY:Inconsistent Ways of Seeing
DESCRIPTION:Sie verbindet das Hinterfragen der Assoziationen mit dem\, was wir basierend auf Wissen und Erfahrung in der Verknüpfung eines Bildes mit den es definierenden Worten sehen und annehmen. Dieser Prozess der Entkopplung bricht mit der Identitätsbeziehung zwischen dem Verbalen und Visuellen und fördert abstraktes Denken.\nDie Kombination von Text und Bild hat eine lange Geschichte in der Kunst\, insbesondere mit dem Dadaismus\, Surrealismus\, Fluxus und dem Aufkommen der Konzeptkunst im vergangenen Jahrhundert. Die Künstler:innen der 1960er- und 1970er-Jahre behandelten Sprache als ein gleichwertiges Element in ihren Arbeiten und schufen auf diese Weise neue Perspektiven auf die Interpretation und Präsentation ihrer Ideen. Die Ausstellung führt diesen Dialog fort\, mit einer Werkauswahl aus den letzten drei Jahrzehnten. \nJarosław Kozłowski und Kristján Gudmundsson sind zwei der wichtigsten Konzeptkünstler\, die aus Polen und Island hervorgegangen sind. Ihre künstlerischen Praktiken mögen sich in Anwendung und Vorgehensweise unterscheiden\, aber beide verbindet\, wie sie Sprache\, Symbole oder grundlegende Objekte verknüpfen\, um abstraktes Denken durch Interpretation zu provozieren. \nSeit den frühen 1970er-Jahren untersucht Jarosław Kozłowski den Einsatz von Sprache als einen essentiellen Teil konzeptueller Kunst. Er hinterfragt\, wie sie durch Zeichen\, Gesten\, Farben\, Worte und deren Wiederholung symbolisch repräsentiert und definiert werden kann\, um deren kontextuelle Bedeutung zu begründen. Sein gesamtes Oeuvre stellt einen konstanten Strom von Fragen dar\, und wie er selbst sagt: „Ich adressiere diese wiederholt\, weil sie immer noch relevant sind.“ Die ausgestellte Serie “Small Images” befragt den Status des Bildes und seines Untertitels. Diese Werke folgen dem Prozess der Wahrnehmung und der Rolle der Imagination bei deren Interpretation. \nKristján Gudmundsson ist eine der Schlüsselfiguren der zwar kurzlebigen\, jedoch einflussreichen Bewegung progressiver Künstler:innen namens SUM. Diese Gruppe forderte die künstlerischen Praktiken in Island in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren radikal heraus und erneuerte sie schließlich. Stetig stellt er infrage\, was Kunst ausmacht\, indem er unsere Annahmen darüber\, was sie ist\, auf den Kopf stellt. Gudmundssons Werke sind von seiner minimal-ästhetischen Philosophie angeregt\, die ihren Ausdruck in der Form findet\, wie sie ausgeführt wird\, um mit einem schlichten Sinn für Poesie im Einklang zu sein. Er ist ein Dichter der Prägnanz\, der die unbegrenzte Abfolge wiedererkennbarer Objekte durchforstet und unser Verständnis von dem erweitert\, womit wir umgeben sind. In seiner ausgestellten Arbeit “Norwegian Color Poem” spielen Farbelemente auf jeweils vier Ebenen mögliche Variationen und Funktionen zwischen Präpositionen wie „oder“ – „und“ aus und definieren die räumliche Position sowie Anordnung eines Objekts. \nDominik Lejman erhielt 2018 den renommierten Preis der Akademie der Künste Berlin für die Neudefinition des Mediums der Malerei. Indem er abstrakte geometrische Malerei mit Videoprojektionen kombiniert\, bereichert Lejman seine Gemälde um ein Narrativ – Gewebe und Text\, „Zäune“ von Zweifel zwischen Offenbarung und Verwerfung\, Euphorie und Fall\, Elysium und Gefängnis\, wie Hubertus von Amelunxen schrieb. Die malerische Ästhetik des Künstlers\, gepaart mit der mechanischen Projektion in Erinnerung an Marcel Duchamp\, machen die Interpretation dessen möglich\, was sichtbar und was unsichtbar ist\, Dopplungen und palimpsestartigen Überlagerungen\, das Erscheinen und Verschwinden von Körpern\, grausame Enthüllungen und Verschleierungen. Das Gemälde “After Hours” entstand als Teil einer Kollaboration zwischen Dominik Lejman und dem US-amerikanischen Dichter Howard Altmann\, in welcher das Konzept der Malerei eine „Bühne“ für dessen einzigartige performative Gedichte darstellt.\nMilja Laurila und Ville Kumpulainen nutzen die Fotografie als konzeptionelles Werkzeug und sind beide Teil der Bewegung der Helsinki School. Laurila sammelt Fotografien aus alten Enzyklopädien\, um zu untersuchen\, was mit ihnen geschieht\, wenn sie ihrem ursprünglichen Kontext des visuellen Wissens herausgelöst werden. Die Serie “Atlas und Grundriss der Psychiatrie” wurde von einem deutschen Buch zur Psychiatrie von 1902 inspiriert. Dieses beschreibt nicht nur unterschiedliche Typen mentaler Krankheiten\, sondern dokumentiert diese auch visuell. Damals nahm man an\, dass sich psychische Erkrankungen in der physischen Erscheinung manifestierten\, dass man sie also sehen könne. Standardmäßig wurde die Physiognomie der Patient:innen bis ins Detail beschrieben. Die Bedeutungen\, die einer Fotografie zugeschrieben werden\, hängen stark von Kontext\, Praktiken und den Situationen ab\, in denen sie genutzt wird. Das Porträt einer Person mit dem Untertitel „psychisch krank“ will uns glauben lassen\, dass diese Person tatsächlich psychisch krank ist. Aber was passiert\, wenn die Bildunterschrift fehlt? Scheint die Person dann immer noch psychisch krank? \nVille Kumpulainen untersucht das Ungesehene\, indem er mit der Kamera neue Dimensionen und visuelle Realitäten aus einer anderen Perspektive einfängt\, ausgehend von seiner Sammlung alltäglicher Gegenstände\, mit denen wir uns alle umgeben. Anschließend macht er sich daran\, die intrinsischen Stimmen dieser Objekte zu finden\, wobei er sie mit Fragmenten und Worten kombiniert\, die er über die Jahre in Zeitschriften und Büchern gesammelt hat. Scheinbar nutzlose Gegenstände gewinnen eine neue Bedeutung\, wenn sie mit zweckfremden Worten verknüpft werden. Kumpulainen fordert die Betrachtenden mit seiner Zusammenstellung von Bildern heraus und definiert ihre Form mittels Wörtern\, die mit anderen Bedeutungen assoziiert werden\, neu. Anschließend kombiniert er diese textlichen Dissoziationen auf poetische Weise mit Abstraktion\, um unsere Vorstellungskraft umzulenken. Kumpulainen sagt: „Mein künstlerisches Schaffen visualisiert die unerwarteten und inkonsequenten Denkweisen\, die man im kreativen Prozess suchen und eindrucksvoll entdecken kann.“ \n
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SUMMARY:For Each Minute\, Sixty-Five Seconds
DESCRIPTION:Persons Projects | Helsinki School freut sich\, Niko Luomas Einzelausstellung “For Each Minute\, Sixty-Five Seconds” zu präsentieren. Die Auswahl an Arbeiten seiner Adaptations-Serie zeigen seine Faszination für Neuinterpretation von Werken aus der Kunstgeschichte\, die entweder ihn selbst oder unser kollektives Verständnis von Kunst beeinflusst haben. Luomas umfangreiche\, gleichnamige Publikation mit dem Hatje Cantz Verlag wird zum selben Zeitpunkt präsentiert\, was Anlass ist\, die “Adaptations” erstmalig zusammen mit seinen unzähligen und zuvor noch nie ausgestellten Zeichnungen und Skizzen zu zeigen.\nNiko Luoma ist Vorreiter im Bereich der fotografischen Abstraktion und eine Schlüsselfigur der Helsinki School Bewegung. Sorgfältig arbeitet er mit dem analogen Prozess\, sodass seine geometrischen Kompositionen keiner weiteren digitalen Manipulation bedürfen. Seine Herangehensweise ist methodisch und Bildkompositionen sind sorgfältig geplant\, dennoch kann er sich dem endgültigen Ergebnis nie sicher sein\, bis es gedruckt wird. Luomas Fotografien finden ihre kontextuellen Wurzeln darin\, wie er Einflüsse des Kubismus und Konstruktivismus kombiniert\, um daraus seinen eigenen Abstraktionsstil zu entwickeln. Er bricht mit gängigen Wahrnehmungs- und Interpretationsweisen und schafft so seine eigene visuelle Sprache mit den Mitteln der Fotografie.\nDer Titel “For Each Minute\, Sixty-Five Seconds” spielt eine zentrale Rolle in der Ausstellung\, angelehnt an die Vorstellung von Licht\, das auf die Oberfläche eines Fotofilms trifft. Zeit steht in Luomas Vorgehen nicht für Geschwindigkeit\, sondern für Dauer\, denn die ist notwendig\, damit der Film das Licht absorbieren kann\, dem Luoma ihn immer wieder aussetzt. Der sich wiederholende Prozess\, das gleiche Negativ immer wieder zu nutzen\, um eine Auswahl gefilterten Lichts zu sammeln\, macht es ihm möglich\, Licht zu formen und damit den Raum zu füllen. Sein Fokus liegt eher darauf\, was sich im Inneren der Kamera abspielt als auf dem\, was vor ihr passiert.\nIn der Werkauswahl zeigt sich Luomas Begeisterung für den Kubismus: Angefangen mit “Les Demoiselles d’Avignon” (1907) von Pablo Picasso\, über Jacques-Louis Davids Meisterwerk “La mort de Socrate” (1787)\, William Turners wegweisenden\, lichtgefluteten Werke der 1820er Jahre\, bis hin zu den ikonischen Swimmingpool-Gemälden von David Hockney aus den 1960er Jahren. Auch Hockney wirft eine kubistische Sichtweise auf\, die jener gleicht\, die Picasso vor über hundert Jahren populär machte. Luomas Adaptations sind nicht als direkte Interpretationen zu verstehen\, vielmehr als Erweiterungen der Wahrnehmung dieser Werke. „Ich wähle die Werke anhand ihrer formalen Qualitäten aus und danach wie diese zu mir sprechen: Die Ausrichtung der Linien sowie die darin enthaltenen Elemente sind essenziell“\, so Luoma. Er analysiert die ausgewählten Kunstwerke und fertigt Skizzen an\, in denen er das Bild entsprechend seiner Perspektivlinien und Kontrapunkte aufteilt. Dabei entsteht eine potenziell willkürliche Reihe geometrischer Figuren. Luomas Kompositionen werden durch ein lineares Raster zusammengehalten und folgen der vertikal-horizontalen Ausrichtung gerader Linien und reiner Spektralfarben. Adaptations spielt mit der Wahrnehmung der Betrachtenden und fordert unsere Fähigkeit zum Wiedererkennen heraus\, wenn wir in diesen von der Kunstgeschichte inspirierten\, farbigen Fotografien finden sollen\, was uns bekannt erscheint.\nNiko Luoma abstrahiert Gemälde\, indem er lediglich den Spuren des Originalbildes folgt\, die Realität auf ihre reinste\, grundlegendste Struktur reduziert und so konventionelle Darstellungsformen in Frage stellt. Er nutzt Wiederholungen und Überschneidungen\, um Bilder auf einzelne Formen herunterzubrechen\, sie neu anzuordnen und so das ursprüngliche Bild zu dekonstruieren. So macht er nicht nur auf die Zweidimensionalität des fotografischen Mediums aufmerksam\, wenn er die tradierte Perspektive der Post-Renaissance hinter sich lässt und alle Elemente physischer Realität ausschließt\, sondern legt ein zusätzliches Augenmerk auf die Verwendung von Primärfarben: Er erkundet ein Spektrum von Farbtönen und untersucht komplexe Geometrien\, die passgenau zusammen- und übereinandergelegt werden\, um ein dynamisches Wechselspiel zwischen Oberfläche und Tiefe der Fotografie zu kreieren. Die Betrachtenden werden einem üppigen Feld geometrischer Farben und Muster überlassen.\nUnd doch abstrahiert Luoma nicht nur den sichtbaren Inhalt des Originals\, sondern ebenso die Emotionen\, die mit diesem assoziiert werden. In “Self-Titled Adaptation of Study of Henrietta Moraes (1969)” von 2019\, basierend auf Francis Bacons Gemälde\, ist die Fotografie so expressiv\, dass sie sich wie Teil einer musikalischen Bewegung anfühlt. Luomas Fotografien strahlen die Transluzenz eines vielschichtigen Gemäldes aus\, das sich in einem eigenen musikalischen Rhythmus bewegt. Luoma nähert sich seinem Werk wie ein Maler\, erfühlt es jedoch vielmehr wie ein Musiker – fast könnte man meinen in seinen Arbeiten Eigenschaften des Jazz zu erkennen: „Zuerst komponierst du ein Thema\, dann gehst du zur Improvisation und dem Unbekannten über\, und schließlich wieder zurück zum Thema\, um den Auftritt abzuschließen.“ \nNiko Luoma wurde 1970 in Helsinki geboren\, lebt und arbeitet zwischen Helsinki und Triest\, Italien. Nach seinem Studium an der School of the Museum of Fine Arts\, Boston (1998) und der New England School of Photography\, Boston (1995)\, beendete Luoma 2003 seine Studien an der Aalto University School of Arts\, Design and Architecture\, wo er seither unterrichtet. Seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt\, unter anderem im Museum Weserburg\, Bremen; Borusan Contemporary\, Istanbul; EMMA Museum\, Espoo; Landskrona Museum\, Landskrona; The Stenersen Museum\, Oslo oder dem Finnish Museum of Photography\, Helsinki. Er ist in zahlreichen internationalen Sammlungen vertreten\, wie bei Borusan Contemporary\, der Miettinen Collection oder der Sammlung der Europäischen Zentralbank. \n
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SUMMARY:Tammam Azzam - Bilder ohne Namen
DESCRIPTION:Die Galerie Kornfeld freut sich sehr\, anlässlich des Gallery Weekend 2021 neue Werke von Tammam Azzam zu präsentieren. Der Künstler\, der seit 2016 in Deutschland und seit 2018 in Berlin lebt\, malt zeitgenössische Bilder voller Emotionen\, die von der heilenden Kraft der Kunst zeugen. \nTammam Azzams Papiercollagen und Acrylgemälde sind seit nunmehr zwanzig Jahren „Bilder ohne Namen“. Damit überlässt er es den Betrachter*innen\, das Dargestellte zu deuten. Sind die Werke abstrakt? Oder noch gegenständlich\, und wenn ja: was ist zu sehen? Zeigen sie die Zerstörungen in Syrien\, wo seit zehn Jahren Krieg herrscht\, ohne dass die Weltgemeinschaft eine Lösung findet? Oder malt er seine neue Heimat Berlin? Eine Stadt\, die immer wird und niemals ist\, eine Stadt auch\, in der die Wunden und Leerstellen\, die der Zweite Weltkrieg und die Teilung Berlins von 1945 bis 1989 hinterlassen haben\, bis heute spürbar sind. \nEine ästhetische Erfahrung ist kein Appell\, und ein Bild keine Agitation. Aber l’artpour l’art\, eine Kunst nur um der Kunst willen\, ist Tammam Azzam zu wenig. Seine Werke regen uns an\, über uns selbst und über die Welt\, in der wir leben\, nachzudenken. Sie stellen Fragen\, geben aber keine Antworten\, denn: was wir denken\, sehen\, fühlen\, das dürfen wir selbst herausfinden. Wer in Tammam Azzams Werken Hinweise auf die Situation in seinem Heimatland findet\, darf das tun.Tammam Azzam selbst aber betrachtet die Geschehnisse in Syrien seit 2011 immer auch als zeichenhaft für den Zustand unserer Welt am Beginn des 21. Jahrhunderts. Mit den Mitteln der Kunst thematisiert er die drängenden Fragen unserer Zeit wie Krieg\, Gewalt\, Migration\, Zerstörung und Aufbau und findet dafür Bilder\, die unmittelbar auf unsere Emotionen zielen und sich ins Gedächtnis einbrennen. \nSein Lebensweg führte Tammam Azzam von Syrien und Damaskus über Dubai und Delmenhorst bis nach Berlin\, wo der Künstler seit 2018 mit seiner Familie lebt und arbeitet. Ausgebildet als Maler umfasst sein Werk eine Vielfalt von Techniken und Stilen. Auf die reduzierten\, beinahe abstrakten Gemälde der Anfangsjahre folgen Fotomontagen\, in denen der Künstler nach seiner Ankunft in Dubai offensiv den Konflikt in seinem Heimatland Syrien thematisiert. In Deutschland angekommen fertigt er bildhafte Collagen aus bis zu 50.000 kleinen und kleinsten Papierschnipseln an\, die er zuvor meist selbstbemalt hat. Diese fügt er in mehreren Schichten zu abstrahierten\, mosaikartigen Darstellungen von Menschen\, Gebäuden und Strukturen zusammen. Aktuell entstehen wieder vermehrt Acrylbilder\, in denen Tammam Azzam thematisch und formal das weiterführt\, was er 2016 mit seinen Papiercollagen begonnen hat. \nTammam Azzam (*1980 in Damaskus\, Syrien) war 2016 Fellow des Hanse-Wissenschaftskollegs\, Institute for Advanced Study\, in Delmenhorst und lebt seit 2018 in Berlin. Seine Werke finden sich in Stiftungen und Sammlungen in Europa\, im Nahen Osten und in den USA. Sie werden weltweit ausgestellt\, u.a. im Middle East Institute in Washington\, USA (2021)\, im Aga Khan Museum in Toronto\, Kanada und dem Rudolf Stolz Museum in Tirol\, Italien (beide 2020)\, im Kunstverein Iserlohn „Villa Wessel“(2019)\, der Ayyam Gallery\, Dubai (2019 und 2016)\, der For-Site Foundation\, San Francisco\, USA (2017\, 2016) und im Stadtmuseum Oldenburg (2017). 2021 wird er neben Künstlern wie Monica Bonvicini\, Rebecca Horn oder Lawrence Weiner mit einer Säule in der von Bernd Zimmer initiierten Stoa 169\, der Künstlersäulenhalle in Polling\, vertreten sein. Tammam Azzam erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise\, zuletzt den Creative Activism Award des Cultures of Resistance Network. \nAnlässlich der Ausstellung „Bilder ohne Namen“ erscheint eine gleichnamige Publikation im Hirmer Verlag\, die den künstlerischen Weg von Tammam Azzam über 20 Jahre nachzeichnet: Hardcover\, 192 Seiten\, mehr als 120 Farbabbildungen\, Texte von Avinoam Shalem\, Mamuka Bliadze und Regine Müller. \nBeitragsbild: Tammam Azzam\, Untitled\, 2021\, Acryl auf Leinwand\, 140 x 170 cm \nTammam Azzam – Bilder ohne Namen\n29. April – 19. Juni 2021\nDi–Sa\, 11–18 Uhr \nGALERIE KORNFELD \n
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SUMMARY:LILLY LULAY - hinter den Kulissen unserer Touchscreens
DESCRIPTION:Noch bis zum 19.06. können Sie sich die Ausstellung ARTIFACTS FROM THE AGE OF ACCELERATION mit Arbeiten von Lilly Lulay in der Galerie KUCKEI + KUCKEI anschauen. Das Smartphone hat unseren Alltag in den letzten Jahren radikal verändert. Immer in griffbereiter Nähe\, um uns mit der Welt zu verbinden hat es unsere Kommunikationskultur und unsere Vorstellung des Hier und Jetzt neu definiert. Die neuen Arbeiten von Lilly Lulay werfen einen Blick auf das\, was sich hinter den Kulissen unserer Touchscreens abspielt und blicken dazu sowohl geografisch als auch zeitlich weit zurück. \nEin Foto um die Welt zu schicken ist heute eine Angelegenheit von  Sekunden und wenigen Klicks. „At Your Fingertips\, Uncovering Histories of Information Transmission“ ist ein wachsendes Archiv\, in dem Lulay Abbildungen von Personen\, Kulturtechniken und Rohstoffen versammelt\, die an der Bildübertragung per Smartphone beteiligt sind bzw. waren. In ihrem Archiv treffen Datencenter auf Abakusse\, Hieroglyphen auf Emojis und Blaupausen zur fotografischen Erfassung biometrischer Daten von 1840 auf KI gesteuerte Gesichtserkennungssoftware von heute. Präsentiert wird diese Bilderflut auf schmalen Aluminiumrohren\, die wie futuristische Versionen jener Staffeln und Schriftrollen anmuten\, die in frühen Kulturen verwendet wurden\, um Informationen von A nach B zu überliefern. Über metallische Strukturen deren Formen an Puzzleteile oder Schriftzeichen erinnern\, werden die Staffeln miteinander verknüpft. \n„In March 1976″\, from the series Lesson I: The Algorithmic Gaze\, 2021\,Inkjet print\, wood\, blackboard paint\, pen\, 110 x 81 cm\, Foto: Thomas Bruns\, Berlin\n„Early Digital Tech\, Artifacts from The Age of Acceleration“ versammelt digitale Unterhaltungselektronik\, Speicher- und Übertragungsmedien aus den letzten drei Jahrzehnten. Hierfür verwendet Lulay die Technik der Stickerei. Seit Jahrtausenden werden mit Hilfe dieser Kulturtechnik Informationen gespeichert und weiter getragen.\nÄhnlich einem digitalen Foto baut Lilly Lulay die Bilder von Taschenrechnern\, Digitaluhren\, Tamagotchis und Mobiltelefonen Zelle für Zelle aus einzelnen Knoten auf. Technische Geräte\, die normalerweise in Massenproduktion gefertigt werden und aus glattem Plastik oder kaltem Metall beschaffen sind\, erhalten hierdurch eine weiche\, anschmiegsame Haptik.\nDie Baumwollfasern der Stickereien können mehrere Jahrhunderte überdauern. Ob sich dann noch jemand daran erinnern kann mit welchen Ritualen und Praktiken diese Reliquien unserer digitalen Kultur verbunden waren? Im Hintergrund der Stickereien finden sich Schaltpläne von elektronischen Kleinstbauteilen\, wie sie im Inneren digitaler Geräte zum Einsatz kommen. Sie steuern ob ein elektrischer Impuls weitergegeben wird oder nicht. \nIn der Serie „Lesson I: The Algorithmic Gaze“ arbeitet Lilly Lulay mit anonymen Fotos der 60 / 70er Jahre\, einer Zeit also in der private Fotos sorgsam in Familienalben archiviert wurden\, anstatt per Smartphone versendet oder online gepostet zu werden. Lulay scannt die analogen Fotos und interpretiert sie\, als wäre sie selbst ein Algorithmus: ausgewählte Elemente hebt sie hervor – der Rest des Bildes verschwindet im Dunkeln. Mit Hilfe einer schwarzen Platte\, die an eine Schultafel erinnert\, filtert sie Farben und Formen aus dem gefundenen Foto und verwandelt es so in eine abstrakte Komposition\, die von chaotischen Zahlen und Pfeilen durchkreuzt wird. Ihre Zeichnungen sind eine spielerische und zugleich kritische Illustration dessen\, wie Algorithmen auf Fotografien „schauen“. Sie visualisieren die zugrundeliegenden mathematischen Prozesse der Abstraktion und Mustererkennung\, die der algorithmischen Bildverarbeitung zu Grunde liegen. Als Titel der einzelnen Arbeiten verwendet sie die handschriftlichen Notizen\, die der Vorbesitzer akribisch auf jedes Foto aufgebracht hatte. Diese analoge Form der Metadaten erinnert uns an die menschliche Arbeit\, die einst nötig war\, um Fotografien Kontext und Bedeutung zuzuweisen. Unsere digitalen Geräte haben uns von solchen Aufgaben bereits befreit. Doch auf Basis welcher mathematischen Gesetze und abstrakten Konzepte „helfen“ uns Algorithmen\, die Informationsflut des digitalen Zeitalters zu bewältigen? Wie gehen wir damit um\, dass KI-Systeme zunehmend als Kuratoren von Informationen agieren\, die kontrollieren und zensieren\, was wir zu sehen bekommen? \n„Nokia 3310 cellphone (2000)“ from the series Early Digital Tech\, Agents From The Age of Acceleration\, 2021\, inkjet print\, print on strammen fabric\, handmade embroidery\, cotton threat\, 40 x 21 cm\, Foto: Thomas Bruns\, Berlin\nLilly Lulay\nLilly Lulay\, 1985 in Frankfurt geboren\, studierte Fotografie\, Bildhauerei und Mediensoziologie in Deutschland und Frankreich. Für ihre Arbeit erhielt Lilly Lulay mehrfach Preise und Stipendien darunter: 2019 Stipendium der Stiftung Kunstfonds\, 2018 Foam Talents Programm\, 2017 Olympus recommended Stipendium in Kooperation mit Foam Amsterdam\, Deichtorhallen Hamburg\, Fotografie Forum Frankfurt\, 2015 IEPA Residenzstipendium\, 2013 Künstlerhilfe Frankfurt Stipendium und 2012 Deutsche Börse-HfG Offenbach Fotografiepreis. Lulay’s Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen wie dem George Eastman Museum Rochester\, der Fondazione Fotografia Modena\, dem Foam Amsterdam\, der Deutsche Börse Photography Foundation Frankfurt\, der Kunststiftung DZ Bank Frankfurt sowie den Artothèques in Pessac\, Pau und Limoge\, Frankreich. Ihre Arbeiten wurden in diesen Institutionen sowie u.a. bei Aperture New York\, Die Ecke Santiago de Chile\, Ballarat Foto Biennale Australien\, Beaconsfield London\, Foam Next Door Amsterdam\, Festival Circulations Paris\, Benaki Museum Athen und Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt gezeigt. Lilly Lulay lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Brüssel. \nLILLY LULAY: ARTIFACTS FROM THE AGE OF ACCELERATION\nKuckei + Kuckei  \nInstagram \n29.04.2021 – 19.06.2021 \n
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SUMMARY:Ashley Hans Scheirl - Currencies of De*Capital Delirium
DESCRIPTION:Am 30. April 2021 eröffnet die CRONE Galerie in der Fasanenstraße in Berlin-Charlottenburg die Ausstellung „Currencies of De*Capital Delirium“ der Künstler_in Ashley Hans Scheirl\, die gemeinsam mit ihrer Partner_in Jakob Lena Knebl den österreichischen Pavillon bei der Venedig Biennale 2022 bespielen wird. \nDie Ausstellung lässt uns in Abgründe und in die Zukunft blicken: Malereien\, Skulpturen und Zeichnungen verschmelzen zu einer raumfüllenden Installation. Sie führen den Besucher in eine überbordende\, wahnwitzig anmutende Traumwelt. Konsum und Sinnsuche\, Gier und Entsagung\, Exzess und Vereinsamung\, Aufbegehren und Resignation werden in opulenten Bildkompositionen verhandelt. Identität und Transformation\, Geschlecht und Hierarchie\, individueller Lebensentwurf und globale Verwerfungsökonomie – all das trifft hier krachend aufeinander und mündet im digital-anarchistisch-gesteuerten Urknall\, oder zumindest in einer neuen Weltwährung: „Currencies of De*Capital Delirium“. \nScheirl setzte sich bereits in den frühen 1980er Jahren mit den Themen Transgender und Diversity auseinander. Mit seinen/ihren experimentellen Undergroundfilmen prägte er/sie seinerzeit in der Londoner Subkultur ein neues Verständnis sexueller Identität und wechselte selbst mehrfach das Geschlecht. Anfang der 2000er Jahre wandte sich Scheirl verstärkt der Malerei und der Zeichnung zu\, blieb dabei aber den Themen Transformation\, Hierarchie und Macht im Zusammenhang mit Körper\, Sexualität und Geschlecht treu. Später erweiterte er/sie seine/ihre malerische Praxis in den performativen und installativen Bereich. 2017 nahm Scheirl an der documenta 14 teil\, seit 2006 unterrichtet er/sie an der Akademie der Bildenden Künste in Wien als Professor_in für kontextuelle Malerei. \nSollte eine Präsenzveranstaltung nicht möglich sein\, findet die Eröffnung als Online-Stream statt. \nAshley Hans Scheirl – Currencies of De*Capital Delirium\nOpening: Freitag\, 30. April 2021\, 12:00 bis 19:00 Uhr \nDauer: 30.04.2021 – 18.06.2021 \nCRONE Galerie \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/ashley-hans-scheirl-currencies-of-decapital-delirium/
LOCATION:Crone Berlin\, Fasanenstrasse 29\, Berlin\, 10719\, Deutschland
CATEGORIES:Ausstellung
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