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SUMMARY:Rebecca Harper: Thick Skinned - Quick Finned Always Turning Tides Tale
DESCRIPTION:Die Szenerie entfaltet sich langsam in den Bildern von Rebecca Harper – langsam und hermetisch\, alles spielt sich wie auf einer Bühne vor den Augen der Betrachtenden ab. Die Räume\, die Figuren\, das Wasser – alles hat seinen Platz\, doch nichts bleibt isoliert. Alles kreist\, wie ein Himmelskörper\, um das Zentrum. Das Zentrum aller Darstellungen ist eine starke blonde Frau. Immer wieder sitzt sie in unterschiedlichen Momenten am Rand einer Wanne\, am Rand eines Bettes\, auf einer weichen Couch – allein\, in ihrer Welt. Sie hält eine Robbe\, die\, wie alle anderen Objekte\, eine Erweiterung der Frau selbst zu sein scheint. Eine Hand auf dem Fell\, eine Flosse auf ihrem Schoß – eine Symbiose\, vertraut und doch kindlich-weiblich\, kein Mutter-Kind-Verhältnis\, sondern ein Konzept von Kind und Frau. \nDie Räume erzählen Geschichten – aber nicht laut\, nicht fordernd. Objekte und Gegenstände sind aufgelistet: Bilder\, Spiegelungen\, offene Fenster. Wasser durchzieht alles – dunkle Flüsse\, gefüllte Wannen\, gemalte Meereslandschaften. Doch es ist kein Wasser\, das verschlingt oder zieht – sondern Wasser\, das trägt\, das erinnert\, das in Bewegung ist. Die Spiegel zeigen nicht nur die Frau\, sondern auch den Raum um sie herum\, eröffnen Perspektiven\, machen sichtbar\, was sonst übersehen würde. \nUnd überall finden sich Zeichen\, kleine Dinge\, die bleiben: die verschlossene Hutschachtel mit dem roten Vogel\, als bewahre sie etwas\, das nicht verloren gehen darf – oder das besser in der Schachtel bleibt\, wissend aufbewahrt. Die Bücher\, die niemand liest\, doch sie sind da\, als potenzielle Erzählungen. Die Landkarten an den Wänden\, die Kompasse\, die Segelboote – das Kind-Frau-Schema weist eine Richtung\, trägt das Subjekt wie selbstverständlich mit dem Wind in die richtige Bahn. \nDie Titel klingen zunächst wie Zeilen aus einem Gedicht – nicht bloß Beschreibungen\, sondern Gedanken\, die nachhallen. Blinking through Salt Lashes – ein Moment\, in dem das Sehen schwerfällt\, das Blinzeln durch Tränen oder Meerwasser\, als sei die Welt für einen Augenblick verhüllt. Dann Disappear like a Snatched Breath on an Angry Tide – als würde etwas fortgerissen\, ein Atemzug\, den man nicht halten kann\, ein Körper\, der sich auflöst\, nicht aus Schwäche\, sondern weil die Strömung es so will. \nAndere Titel sind beinahe erzählerisch\, lang\, als wollten sie nicht nur benennen\, sondern einen Rhythmus setzen. Thick Skinned – Quick Finned\, Always Turning Tides Tale spricht von Anpassung\, von einer Haut\, die schützt\, von Beweglichkeit\, von Flossen\, die niemals stillstehen – ein Körper\, der sich immer mit der Strömung dreht. Secret Eyes\, Holding Mourning of the Darkest River ist ein Versprechen\, ein Blick\, der mehr sieht\, der etwas bewahrt – eine Trauer\, die nicht laut wird\, sondern weiterfließt\, in einem Fluss\, der keine Ruhe kennt. \nDer Körper ist zentral\, präsent\, fest\, aber niemals starr. Er sitzt\, hält\, stützt sich ab\, bewegt sich in kleinen Momenten längerer Handlungen – in Pausen\, in einem Blick nach oben\, in einer kauernden Haltung. Die Körperhaltung ist offen\, aber nicht zur Schau gestellt\, kontrolliert\, aber nicht erstarrt. Kleidung betont oder löst sich auf\, Schnürungen fehlen\, Stoffe hängen herab – als würde die Grenze zwischen Körper und Umgebung durchlässig. Das Wasser ist nah – in Badewannen\, in Strömungen\, in Gemälden – ein Element\, das sich mit der Figur verbindet\, aber sie nicht verschlingt. \nDie Abwesenheit von Männern ist eine Lücke\, eine spürbare Leerstelle\, die sich durch die Räume zieht\, durch die Haltung der Frau\, durch die Objekte\, die sich um sie sammeln. Sie sitzt\, sie hält\, sie bewegt sich – aber es gibt kein Gegenüber. Kein männlicher Körper\, keine Hand\, die greift oder sich entzieht\, keine Gestalt\, die sich in den Spiegeln zeigt. Diese Leerstelle ist nicht bloß eine Abwesenheit – sie ist strukturell\, sie definiert die Räume\, weil sie nicht gefüllt wird. Außer durch eine Andeutung: einen Schatten. \nStattdessen gibt es Fische. Sie sind die einzige Spur\, die einzige Übersetzung eines abwesenden männlichen Prinzips. Sie liegen auf Tischen\, schwimmen in Wannen\, sind auf Fliesen gemalt – reglos oder in endloser Kreisbewegung\, nicht handelnd\, nicht sprechend. Der Fisch\, klassisches phallisches Symbol\, taucht auf\, doch bleibt er Objekt – ohne Funktion\, ohne Körper\, das Relikt eines Gegenübers\, das in dieser Welt nicht mehr agiert. \nDie Vögel sind keine bloße Dekoration\, keine sanften Begleiter des Lichts. Sie tauchen auf\, schwebend\, stürzend\, kreisend – als schwarze Figur auf dem Kaminsims\, als Möwe\, die fast den Boden berührt. Sie folgen keinem klaren Muster\, sie fügen sich nicht in die Symbolik der anderen Tiere. Die Robbe liegt\, die Fische schweigen – doch die Vögel fliegen\, manchmal zu nah\, manchmal wie eine Warnung\, manchmal als Echo von etwas\, das sich ankündigt\, ohne greifbar zu werden. Ihr Schwarz hebt sie von der Umgebung ab\, als gehörten sie nicht in die Welt der Frau\, sondern als dringe etwas von außen ein – ein Fremdkörper im Raum ihrer Reflexionen und Wasserflächen. Sie existieren jenseits der Wellen\, jenseits der Wannen\, außerhalb der Strömung – als etwas\, das sich nicht einordnen lässt. Vielleicht sind sie das\, was nicht gehalten werden kann\, was sich entzieht – während die Frau bleibt. \nDie Schachtel bleibt geschlossen\, weil sie nicht geöffnet werden muss. Sie steht da\, immer am selben Ort\, mit dem roten Vogel auf dem Deckel – als Zeichen\, als Möglichkeit\, als Behälter für etwas\, das nicht nach einem Ausbruch verlangt. Die Vögel außerhalb der Schachtel sind wild\, unkontrolliert\, eine Kraft\, die sich nicht bändigen lässt. Doch dieser Vogel bleibt an die Oberfläche gebunden – eingefroren\, gehalten\, bewahrt oder verzaubert. Vielleicht ist die Schachtel eine versiegelte Bedrohung – eine Kraft\, die nicht konkurrieren kann\, die in der Dynamik von Halten und Gehaltenwerden keinen Platz hat. Vielleicht bleibt sie deshalb unberührt. Weil ihr Inhalt zu mächtig ist. Weil das\, was verborgen liegt\, nicht zugelassen werden kann. \n
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SUMMARY:URBAN NATION präsentiert TALKING... & OTHER BANANA SKINS
DESCRIPTION:URBAN NATION präsentiert TALKING… & OTHER BANANA SKINS\, kuratiert von Michelle Houston. Die lebendige und bunte Ausstellung fordert mit urbaner und zeitgenössischer Kunst provokant einen Dialog ein. Sie wirkt als Katalysator und lädt zum Diskurs über die drängendsten Fragen unserer Zeit ein. Zum Auftakt wird vom international bekannten Kollektiv BROKEN FINGAZ CREW aus Israel (Haifa) die Fassade des Museums neu gestaltet. Die Ausstellung zeigt Gemälde\, Installationen\, Skulpturen und Videoarbeiten\, die die gesamte Bandbreite der urbanen und zeitgenössischen Kunst abdecken. Zu den Künstlern gehören unter anderem ROCCO AND HIS BROTHERS (Berlin)\, ICY AND SOT (Tabriz/NY)\, VARIOUS AND GOULD (Berlin)\, JOSÉPHINE SAGNA (Hamburg) und LOW BROS (Hamburg). \nTALKING… & OTHER BANANA SKINS thematisiert die Polarisierung unserer Gesellschaft. Sie ermutigt die Besucher\, ihre eigene Perspektive zu hinterfragen. Konflikte und Themen sind vielschichtig und lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Die Kunstwerke\, die in den acht Kapiteln der Ausstellung präsentiert werden\, hinterfragen\, wie und was in der Gesellschaft und im urbanen Umfeld kommuniziert wird. Sie stellen den Austausch und den Dialog wieder in den Mittelpunkt. \n„Die Kunst nimmt in der Gesellschaft eine ganz besondere Stellung ein. Künstler haben die Möglichkeit\, zu beobachten\, zu reflektieren und sich in ein Thema zu vertiefen\, indem sie Ideen auf eine Art und Weise präsentieren\, die nicht an ein bestimmtes Sprachsystem gebunden sind. Auf diese Weise bringen sie uns dazu\, die eigene Haltung neu zu überdenken.“ \nMichelle Houston\, Kuratorin der Ausstellung \nTEILNEHMENDE KÜNSTLER*INNEN:\n1UP\, AEC INTERESNI KAZKI\, AMARTEY GOLDING\, ANA BARRIGA\, ANDREAS ENGLUND\, ANNA LUKASHEVSY\, BILL POSTERS\, BJÖRN HEYN\, BROKEN FINGAZ CREW\, DAVE THE CHIMP\, DENIS CHERIM\, DISNOVATION\, EL MAC\, FAISAL HUSSAIN\, FAUST\, FRANCO FASOLI AKA JAZ\, HIJACK\, HIN\, HOT TEA\, HUGO BAUDOUIN\, HUH?\, ICY AND SOT\, IDA LAWRENCE\, ISAAC CORDAL\, JAN VAN ESCH\, JEFF HONG\, JIMMY TURRELL\, JOSÉPHINE SAGNA\, KNOW HOPE\, LE FOU\, LOOK THE WEIRD\, LOW BROS\, NOEMI CONAN\, OLEK\, RICH THORNE\, ROCCO AND HIS BROTHERS\, SEPE\, SIMON MENNER\, SPLASH AND BURN\, SPY\, TEZZ KAMOEN\, THE WA\, VARIOUS AND GOULD\, VERA KOCHUBEY\, YOANN BOURGEOIS. \nJoséphine Sagna: I want change II [WE NEED TO TALK]\nUNARTIG – Kunstfest im Quartier\nAnlässlich der Eröffnung der Ausstellung „TALKING…& OTHER BANANA SKINS“ findet rund um das Museum das UNARTIG – Kunstfest im Quartier statt. Das Programm umfasst von 21 Künstlern gestaltete Wandgemälde\, Workshops und Performances von Künstlern wie YOANN BOURGEOIS sowie geführte Urban Art Touren durch die Nachbarschaft des URBAN NATION Museums. Dazu gibt es Diskussionsrunden\, Street Food\, Musik und vieles mehr. \nÜBER DIE STIFTUNG BERLINER LEBEN\nDie Stiftung Berliner Leben übernimmt Verantwortung\, indem sie sich langfristig und strategisch für lebenswerte Quartiere einsetzt und zielgerichtet die Potentiale von Kindern und Jugendlichen fördert\, wodurch sie zu sozialer Teilhabe und Stadtentwicklung beiträgt. Im Jahr 2021 startete die Stiftung Berliner Leben ihr neues Programm Stadtraum!Plus. \nÜBER DAS URBAN NATION MUSEUM\nURBAN NATION und das URBAN NATION Museum sind eine Initiative der gemeinnützigen Stiftung Berliner Leben\, die von der Gewobag AG gegründet wurde. Ziel der Arbeit von URBAN NATION ist es\, den kreativen Austausch zwischen Künstlern und Berlinern und Berlinerinnen zu fördern und die Integration und die Teilhabe durch kulturelle Bildungsprogramme in den Berliner Quartieren zu unterstützen. \nTALKING… & OTHER BANANA SKINS\nJuni 2022 – Dezember 2024 \nEröffnung: Freitag 17. Juni 2022\, 19:00 Uhr \nKunstfest im Quartier\n17. – 19. Juni 2022 \nURBAN NATION \n
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SUMMARY:KÄTHE TO GO im Käthe-Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Das Käthe-Kollwitz-Museum zieht in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg!\nWährend der Umzugsphase bietet das Museum in seinem KOLLWITZ GUIDE eine digitale Stadttour der besonderen Art an. Mit KÄTHE TO GO kann man Orte in Berlin entdecken\, von denen Käthe Kollwitz sich inspirieren ließ oder an denen sie künstlerisch arbeitete. Ihr Leben lang befasste sich Kollwitz mit Themen wie Tod\, Elend\, Schmerz und Ungerechtigkeit. Sie besuchte beispielsweise die Insassinnen des Frauengefängnisses in der Barnimstraße oder begleitete skizzierend den Kohlenstreik im Wedding.\nEinige Orte ihrer Inspirationen existieren heute nahezu unverändert\, andere sind nicht mehr wieder zu erkennen. KÄTHE TO GO ermöglicht\, sich im Berliner Stadtraum auf Kollwitz‘ Spuren zu begeben und ihrer Geschichte nachzuspüren. Außerdem finden Sie im KOLLWITZ GUIDE eine Preview zur neuen Sammlungspräsentation im Theaterbau.\nZum KOLLWITZ GUIDE gelangt man über die Webseite: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/ oder über folgenden Link: https://tinyurl.com/2aff4vqp \n
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LOCATION:Käthe-Kollwitz-Museum Berlin\, Spandauer Damm 10\, Berlin\, 14059\, Deutschland
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SUMMARY:Aber Kunst ist es doch. Berliner Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Die bereits zu Leb­zeiten welt­weit bekannte Künst­lerin (1867 – 1945) hatte selbst einmal das Motto aus­ge­geben: „Ich will wirken in dieser Zeit“. Zahl­reiche ihrer Arbeiten sind als An­klagen gegen soziale Miss­stände und Mahnungen gegen Krieg und Gewalt bis heute im Bild­gedächtnis der Menschen ver­ankert. Trotz des erklärten Ziels\, mit ihren Grafiken eine breite Wirkung er­zielen zu wollen\, ver­stand sich Käthe Kollwitz zu­aller­erst immer als Künst­lerin. \nAls ver­sierter Zeichnerin\, mit einer Freude am Ex­periment und mit einer hohen Be­gabung zur Bilder­findung\, ging es ihr vor allem darum\, ein künst­lerisch an­spruchs­volles Werk zu schaffen. Lang­sames Arbeiten\, zahl­reiche Ver­suche zur Motiv­findung und der stete Wechsel der Druck­techniken kenn­zeichnen Kollwitz‘ Weg zum voll­endeten Werk. Selbst­kritisch hinter­fragte sie ihr Schaffen und ver­glich es mit zeit­genössischen Arbeiten von Kollegen\, um in ihrem Tage­buch im Dezember 1922 über ihre Werke ab­schließend fest­zustellen: „Aber Kunst [ist es] doch.“ \nUnter diesem Aspekt unter­sucht die neue Dauer­aus­stellung des Berliner Kollwitz-Museums zunächst mit eigenen Beständen\, später im Wechsel mit Leih­gaben aus be­freundeten Sammlungen und von privaten Leih­gebern die künst­lerische Qualität der Werke einer Grafikerin und Bild­hauerin\, die viel zu oft auf ihre politische und soziale Wirkung reduziert wurde. \n
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SUMMARY:Pallavi Paul - How Love Moves: Prelude
DESCRIPTION:\nDie Künstlerin und Filmwissenschaftlerin Pallavi Paul arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kino\, Literatur und politischen Konfliktlinien. Sie nutzt die Kamera als Hauptmedium\, um zu hinterfragen\, wie spirituelle\, technologische\, politische und historische „Wahrheits“-Regime im öffentlichen Leben produziert und aufrechterhalten werden. \nIn ihrer multidisziplinären Praxis\, die sich über die Bereiche Film\, Installation\, Performance\, Zeichnung und Text entfaltet\, interessiert sich Paul insbesondere für die Spannung zwischen dem Dokument und seiner ästhetischen Ausdrucksform – dem Dokumentarfilm. Sie produziert filmische Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Fiktion und Dokumentation\, indem Paul visuelle Poesie durch verschiedene Referenzen entstehen lässt. Dabei zitiert sie oft aus Nachrichtenmaterial\, Youtube-Fünden\, sozialen Medien\, historischen Quellen und mehrsprachigen Texten\, setzt diese zusammen und kombiniert sie mit neu gedrehtem Material. Ihre früheren sowie aktuelle Filme machen das Publikum mit den Anfängen des Kinos als Instrument der Magie vertraut\, und lassen gleichzeitig immer wieder mutige\, unheimliche und temperamentvolle Protagonist*innen in Erscheinung treten. \nSeit 2020 erforscht Pallavi Paul den weitläufigen Bereich des Atmens – nicht nur durch den einzelnen Körper\, sondern durch das Kollektiv als transhistorische\, transgeografische und transformative Strömung. Sie beobachtet\, was es bedeutet\, Muster von molekularem Kolonialismus\, religiöser und rassifizierter Gewalt in der heutigen Gesellschaft zu erkennen. Dabei wendet sie sich dem Akt des Atmens als politischem\, sozialem\, ökologischem und rhythmischem Refrain des Lebens in Zeiten von Dissens und Verletzlichkeit zu. Die monumentalen Herausforderungen für Infrastrukturen von Gesundheit als auch für den Atem entziehen sich der Zeitgebundenheit des Bildschirms; viel eher verkörpern sie einen kontinuierlichen Prozess der Zirkulation und Regulierung\, der jede*n Einzelne*n mit allen Lebensformen verbindet. \nWährend ihrer Zeit als Artist in Residence am Gropius Bau im Jahr 2023 vertieft Pallavi Paul ihre Forschungen über die Liebe und deren verkörpertes Gegenstück\, den Atem. Sie stellt sich der einzigartigen Herausforderung\, greifbare Abbildungen von etwas Allgegenwärtigem\, aber „Unsichtbarem“ zu schaffen. \nAb dem 10. August wird im ersten Stock des Gropius Bau der Auftakt zu Pauls großer Einzelausstellung How Love Moves (2024) gezeigt. In How Love Moves: Prelude taucht eine Szenografie rund um die Drei-Kanal-Videoinstallation Cynthia Ke Sapne / The Dreams of Cynthia (2017) den historischen Schliemannsaal in einen Dämmerzustand zwischen Wachsein und Schlaf. Die Installation ist frei zugänglich und wird von dem Programm Six Days of Love begleitet\, das sich zwischen August 2023 und Frühjahr 2024 als eine Reihe von filmischen Lesungen\, Gesprächsformaten\, Performances und akustische Aktivierungen entfaltet. \nKuratiert von Natasha Ginwala \nBeitragsbild: Pallavi Paul\, Changing Places in the Fire\, Filmstill\, 2022 \n\nPallavi Paul – How Love Moves: Prelude\nab dem 10. August \nGropius Bau \n
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SUMMARY:Udo Nöger - Present Memories
DESCRIPTION:Die Ausstellung „Present Memories” spiegelt einen solchen Augenblick des Künstlers Udo Nöger wieder. Dabei treffen seine großformatigen Tafelbilder auf seine aktuellen\, noch unveröffentlichten Papierarbeiten. Inmitten seines reich gefüllten Lebens blickt der Künstler\, der ursprünglich aus Westfalen stammt und seit über 30 Jahren seinen Lebensmittelpunkt in den USA hat\, gleichermaßen zurück und nach vorne – vereint in seinen aktuellen Werken Vergangenheit und Gegenwart. Jetzt werden die Fäden von Jahrzehnten seines kreativen Schaffens zusammengeführt. \n\n„Alle Einflüsse\, alle Inspirationen\, alle Dinge\, Situationen finden sich in meinen Papierarbeiten wieder.” \n\nPapier ist für Nöger pur und unvoreingenommen. Für ihn verleiht das Material eine Ausdrucksmöglichkeit in ihrer reinsten Form und Klarheit. Phasenweise begleitet das Medium seine Kunstkarriere bis heute. Bereits in den frühen 1980ern\, im Alter von 18 Jahren\, entdeckte Udo seine Direktheit und Spontanität beim Arbeiten mit Papier. Der Künstler erinnert sich an Arbeiten aus dem Jahr 1986\, die er damals in einer Ausstellung mit der Galerie Delta\, zusammen mit Jean Michel Basquiat präsentierte. Ein Katalog jener Zeit zeugt von den vielen Elementen\, die sich in seinen heutigen Werken wiederfinden. \nNögers aktuelle Papierwerke\, die im Winter 2022-23 in Florida entstanden\, bearbeitete er mit Kohle\, die\, durch ihre Eigenschaft\, seine direkte Ausdrucksweise unterstreicht. Kohle auf Papier spiegelt Udo Nögers Drang wieder\, spontan und ehrlich zu sein. \n\n„Jedes Werk muss von Anfang an gut sein. Da wird nichts hin und her geschoben\, nicht viel überdacht. Alles kommen lassen\, gehen lassen und direkt umsetzen. Darum geht es mir. Darum arbeite ich mit Papier.” \n\nAlle Figuren\, Köpfe und diverse Einzel-Elemente\, die in den aktuellen Werken zu sehen sind\, haben ihre Ursprünge in früheren Zeichnungen Udo Nögers. Seine präsentierten Papierarbeiten stehen somit symbolisch für seinen reichen Fundus an Ideen\, die er über Jahrzehnte gesammelt hat und damit reflektierend und innehaltend als ein manifestierendes Zeugnis seines Schaffens – ehrlich\, direkt und tiefgreifend. Vielleicht die Basis für einen Neubeginn. \nUdo Nöger\, Tafelbilder\, Ausstellung „light as a material” in der galerie probst\, 2020 Seine präsentierten monochromen weiß-in-weiß Tafelbilder und seine kontraststarken schwarz-weiß Papierarbeiten verbindet eine unglaubliche Klarheit durch Nichtanwesenheit von bunter Farbe und werden damit zum Spiel von Licht und Schatten. So leuchten die ca. 8 cm tiefen Tafelbilder\, die aus Holz\, Tuch\, Leinwand\, Flüssigkeiten und unbunter Farbe zusammengesetzt sind auf geheimnisvolle Weise aus sich selbst heraus und sind genauso beeindruckend\, wie die zum Teil perforierten und geprägten Papierarbeiten\, die mit dem Kontrast von Licht und Schatten in ausgewogenen Proportionen spielen. Die Lichtquelle scheint dabei hinter dem Bild zu sein und somit eine Art Silhouette zu erzeugen. Mit der Ausstellung „Present Memories” lädt der Künstler uns ein\, an seiner Reise seines künstlerischen Ausdrucks und der Selbstreflexion teilzunehmen und sich vielleicht selbst die Frage zu stellen: Inwiefern beeinflussen meine Erinnerungen meine gegenwärtige Realität? \nBeitragsbild: Udo Nöger\, Papierarbeiten\, „present memories” 2023 \nUdo Nöger – Present Memories\nArbeiten auf Papier und Tafelbilder\n2. September 2023 – 1. Dezember 2023 \ngalerie probst \n
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SUMMARY:La Chola Poblete: Guaymallén
DESCRIPTION:La Chola Poblete\, geboren 1989 in Mendoza (Argentinien)\, ist die „Künstlerin des Jahres“ der Deutschen Bank. Die Argentinierin setzt sich kritisch mit den Folgen von Kolonialismus und weißer Vorherrschaft in ihrer Heimat auseinander. In Aquarellen\, Skulpturen\, Installationen und Performances reflektiert sie ihre Indigenen und queeren Wurzeln und widersetzt sich der Stereotypisierung und Exotisierung Indigener Völker. Mit „Guaymallén“ präsentiert das PalaisPopulaire La Chola Pobletes erste Einzelausstellung in Deutschland. Im Rahmen der Berlin Art Week wird die Künstlerin gemeinsam mit Lola Bhajan eine neue Performance zeigen. \n
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SUMMARY:If the Berlin Wind Blows My Flag.  Kunst und Internationalisierung vor dem Mauerfall. Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.).
DESCRIPTION:Im Rahmen des Residenzprogramms wurden ab 1963 internationale Kulturschaffende in die Stadt eingeladen\, um West-Berlin vor der „kulturellen Isolation“ zu bewahren. Eine Ausstellung in drei Kapiteln – im n.b.k.\, in der daadgalerie und in der Galerie im Körnerpark – sowie Veranstaltungen in der Akademie der Künste beleuchten die Rolle\, die das Programm für die Herausbildung und Vernetzung künstlerischer Praktiken während des Kalten Krieges hatte und befragen seine kulturpolitische Ausrichtung. Im Vordergrund stehen dabei die Aktivitäten des Berliner Künstlerprogramms\, welches vor 60 Jahren von der US-amerikanischen Ford Foundation gegründet und ab 1965 durch den DAAD weiterbetrieben wurde\, insbesondere im Hinblick auf die politisch motivierten Hintergründe der angestrebten Internationalisierung der West-Berliner Kunstszene. \nDie Ausstellung im n.b.k. legt den Fokus auf künstlerische Formen und Positionen im Berlin der 1970er und 1980er Jahre\, die im Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen (Ieva Epnere\, Kasia Fudakowski\, Isaac Chong Wai) präsentiert werden. Anhand von historischen Projekten im öffentlichen Raum (wie ADA – Aktionen der Avantgarde und Hotel Room Event oder Aktionen von Daniel Buren\, Endre Tót\, Milan Knížák)\, Werken des West-Berliner Kritischen Realismus (Bettina von Arnim\, Maina-Miriam Munsky) und der Malerei Maija Tabakas aus der ehemaligen UdSSR\, oder dem internationalen Netzwerk um die EP Galerie von Jürgen Schweinebraden in Ost-Berlin wird das Zusammenspiel der künstlerischen Bewegungen innerhalb und jenseits der Grenzen der geteilten Stadt nachgezeichnet. \n
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SUMMARY:Bea Schlingelhoff. Accounting Confessions
DESCRIPTION:Kurator: Marius Babias \nAb dem 13. September 2023 kann für Überweisungen an den n.b.k. das Konto einer konfessionslosen Bank genutzt werden. \nSeit 2000 führt der n.b.k. seine Geschäftskonten bei der christlich-katholischen Pax-Bank in direkter Nachbarschaft\, einer Genossenschaftsbank mit ethisch-nachhaltiger Ausrichtung. Anlässlich der Ausstellung Accounting Confessions von Bea Schlingelhoff wurden zwei Konten bei einer konfessionslosen Genossenschaftsbank eröffnet\, die für die Durchführung zukünftiger Projekte sowie für Einzahlungen von Mitgliedsbeiträgen oder für andere Buchungen alternativ genutzt werden können. Diese Konten bleiben über die Ausstellung hinaus aktiv. \nDurch Freilegung des Bodenbelags\, Öffnung der Fensterfront und Rückbau der Wände versetzt die Künstlerin den n.b.k. Showroom in seinen vorherigen Zustand als Büroraum. Die Wände des Ausstellungsraumes werden im n.b.k.-Grau (RAL-Code 7047) gestrichen und die neuen IBAN-Nummern bekannt gegeben. \nFür Accounting Confessions entwarf die Künstlerin zudem eine eigene Schriftart\, die nach Mary Daly benannt und ihr gewidmet ist. \nBea Schlingelhoff (lebt und arbeitet in Zürich) hatte zuletzt monografische Ausstellungen im Künstlerhaus Stuttgart (2022); Kunstverein München (2021); Museum des Landes Glarus\, Näfels / Schweiz (2019) und Schloss\, Oslo (2018). Gruppenausstellungen u.a.: Bergen Kunsthall (2021); Kunsthalle Zürich; Kunsthalle Basel; Kunsthaus Glarus (alle 2020); Kölnischer Kunstverein (2019); Manifesta\, Genk (2012). 2023 wurde Schlingelhoff mit dem Prix de la Société des Arts de Genève ausgezeichnet. Seit 2011 lehrt sie an der Zürcher Hochschule der Künste. \n
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SUMMARY:If the Berlin Wind Blows My Flag. Kunst und Internationalisierung vor dem Mauerfall
DESCRIPTION:Die Ausstellung If the Berlin Wind Blows My Flag nimmt anhand der Geschichte des Berliner Künstlerprogramms (BKP) des DAAD die künstlerischen Szenen in West-Berlin vor dem Mauerfall in den Blick. Im Rahmen des Residenzprogramms wurden ab 1963 internationale Kulturschaffende in die Stadt eingeladen\, um West-Berlin vor der „kulturellen Isolation“ zu bewahren. Eine Ausstellung in drei Kapiteln – in der daadgalerie\, dem n.b.k. und der Galerie im Körnerpark – sowie Veranstaltungen in der Akademie der Künste beleuchten die Rolle\, die das Programm für die Herausbildung und Vernetzung künstlerischer Praktiken während des Kalten Krieges hatte und befragt seine kulturpolitische Ausrichtung\, die sich insbesondere in den Auswahlverfahren bemerkbar machte. \nIn der daadgalerie steht die Befragung der Entstehungsgeschichte und des kulturpolitischen Auftrags des Berliner Künstlerprogramms in seinen ersten zehn Jahren im Vordergrund. Anhand historischer Werke (u. a. von KP Brehmer\, George Rickey oder Bridget Riley) sowie Neuproduktionen in Reaktion auf Dokumente und Ephemera aus dem Archiv des Programms (u. a. von Contemporary & und Sonya Schönberger) werden künstlerische Netzwerke nachgezeichnet und etablierte institutionelle Erzählungen neu verhandelt. \nDie Ausstellung im n.b.k. legt den Fokus auf zentrale Ausstellungen und Kunstrichtungen der 1970er und 1980er Jahre\, die im Dialog mit zeitgenössischen Positionen präsentiert werden. Anhand von historischen Projekten im öffentlichen Raum\, Werken des Kritischen Realismus oder dem internationalen Netzwerk um die EP Galerie Schweinebraden in Ost-Berlin wird das Zusammenspiel der künstlerischen Bewegungen innerhalb und jenseits der Grenzen der geteilten Stadt nachgezeichnet. \nIn der Galerie im Körnerpark spürt die erste deutsche Einzelausstellung Agnes Denes. Early Works seit 1979 den ursprünglichen Ideen der Künstlerin nach\, die sie für ein nie zustande gekommenes BKP-Stipendium entwickelt hatte. Neben einer neu entstandenen Wandarbeit werden frühe fotografische und zeichnerische Werke aus den 1970er und 1980er Jahren gezeigt\, die Denes künstlerisches Programm bis heute prägen und Fragen von Wissenschaft\, Ökologie und Körperpolitik thematisieren. \nMit Werken von Bettina von Arnim\, Gábor Bódy\, KP Brehmer\, Marcel Broodthaers\, Stanley Brouwn\, Wojciech Bruszewski\, Daniel Buren\, Vlassis Caniaris\, Rafael Canogar\, Isaac Chong Wai\, Agnes Denes\, Braco Dimitrijević\, Piero Dorazio\, Ieva Epnere\, Wojciech Fangor\, Robert Filliou\, Terry Fox\, Kasia Fudakowski\, K. H. Hödicke\, Dorothy Iannone\, Joan Jonas\, Wolf Kahlen\, Allan Kaprow\, Edward & Nancy Kienholz\, Milan Knížák\, Jan Kotik\, Shigeko Kubota\, Joan La Barbara\, László Lakner\, Maria Lassnig\, Madeyoulook\, Maina-Miriam Munsky\, Ann Noël\, Eduardo Paolozzi\, A. R. Penck\, Michelangelo Pistoletto\, Suzan Pitt\, Yvonne Rainer\, Remo Remotti\, George Rickey\, Bridget Riley\, Alicja Rogalska\, Sonya Schönberger\, Shelly Silver\, Charles Simonds\, Maija Tabaka\, Endre Tót\, Ben Vautier\, Emilio Vedova\, Wolf Vostell\, Lawrence Weiner\, Stephen Willats\, Emmett Williams\, Ruth Wolf-Rehfeldt\, Constantin Xenakis u. a. \nKuratorinnen: Nóra Lukács\, Melanie Roumiguière\nAssoziierte Kurator*innen: Malte Giesen\, Krisztina Hunya\, Yolanda Kaddu-Mulindwa\, Angela Lammert \nDie Ausstellung If the Berlin Wind Blows My Flag ist ein Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) und des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Kooperation mit der Akademie der Künste und der Galerie im Körnerpark\, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds \nDas Berliner Künstlerprogramm des DAAD vergibt international höchst renommierte Auszeichnungsstipendien. Seit 1963 haben auf Einladung des BKP über 1.300 herausragende ausländische bildende KünstlerInnen\, SchriftstellerInnen\, FilmemacherInnen\, KomponistInnen und KlangkünstlerInnen in Berlin gelebt und gearbeitet. Im Rahmen seiner nachhaltigen Künstlerförderung präsentiert das Programm Arbeiten aktueller wie ehemaliger Gäste in der daadgalerie in Kreuzberg sowie an Partnerinstitutionen in Berlin\, Deutschland und dem Ausland. \nIf the Berlin Wind Blows My Flag.\nKunst und Internationalisierung vor dem Mauerfall\n14. September 2023 – 14. Januar 2024\nEröffnung am 13. September 2023 \nim Rahmen der Berlin Art Week 2023 \ndaadgalerie \nn.b.k. \nGalerie im Körnerpark \n
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SUMMARY:If the Berlin Wind Blows My Flag.  Kunst und Internationalisierung vor dem Mauerfall
DESCRIPTION:If the Berlin Wind Blows My Flag nimmt anhand der Geschichte des Berliner Künstlerprogramms (BKP) des DAAD die künstlerischen Szenen in West-Berlin vor dem Mauerfall in den Blick. Im Rahmen des Residenzprogramms wurden ab 1963 internationale Kulturschaffende in die Stadt eingeladen\, um West-Berlin vor der „kulturellen Isolation“ zu bewahren. Eine Ausstellung in drei Kapiteln – in der daadgalerie\, dem n.b.k. und der Galerie im Körnerpark – sowie Veranstaltungen in der Akademie der Künste beleuchten die Rolle\, die das Programm für die Herausbildung und Vernetzung künstlerischer Praktiken während des Kalten Krieges hatte und befragt seine kulturpolitische Ausrichtung\, die sich insbesondere in den Auswahlverfahren bemerkbar machte. \nDie Ausstellung im n.b.k. legt den Fokus auf zentrale Ausstellungen und Kunstrichtungen der 1970er und 1980er Jahre\, die im Dialog mit zeitgenössischen Positionen präsentiert werden. Anhand von historischen Projekten im öffentlichen Raum\, Werken des Kritischen Realismus oder dem internationalen Netzwerk um die EP Galerie Schweinebraden in Ost-Berlin wird das Zusammenspiel der künstlerischen Bewegungen innerhalb und jenseits der Grenzen der geteilten Stadt nachgezeichnet. \nIn der daadgalerie steht die Befragung der Entstehungsgeschichte und des kulturpolitischen Auftrags des Berliner Künstlerprogramms in seinen ersten zehn Jahren im Vordergrund. Anhand historischer Werke (u. a. von KP Brehmer\, George Rickey oder Bridget Riley) sowie Neuproduktionen in Reaktion auf Dokumente und Ephemera aus dem Archiv des Programms (u. a. von Contemporary & und Sonya Schönberger) werden künstlerische Netzwerke nachgezeichnet und etablierte institutionelle Erzählungen neu verhandelt. \nIn der Galerie im Körnerpark spürt die erste deutsche Einzelausstellung Agnes Denes. Early Works seit 1979 den ursprünglichen Ideen der Künstlerin nach\, die sie für ein nie zustande gekommenes BKP-Stipendium entwickelt hatte. Neben einer neu entstandenen Wandarbeit werden frühe fotografische und zeichnerische Werke aus den 1970er und 1980er Jahren gezeigt\, die Denes künstlerisches Programm bis heute prägen und Fragen von Wissenschaft\, Ökologie und Körperpolitik thematisieren. \n
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LOCATION:Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)\, Chausseestrasse 128 / 129\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:URBAN NATION präsentiert die neueste Einzelausstellung des Künstlers RABI in der Projektreihe Project M/
DESCRIPTION:URBAN NATION präsentiert die neueste Einzelausstellung des Künstlers RABI in der Projektreihe Project M/ mit dem Titel Project M/20_generati0n+escape_//_thoughts_and_c0ntradicti0ns_//_seas0n_01:02_BERLIN\, kuratiert von Michelle Houston. \nDie Eröffnungsausstellung der Satellite Gallery in Neukölln\, einem neuen\, temporären Ausstellungsort des URBAN NATION Museum\, wird während der Berlin Art Week gezeigt. Sie umfasst Kurzfilme\, Installationen\, Druckeditionen und Keramikskulpturen. \ngen+esc (generation+escape) ist eine Serie kurzer Kunstfilme\, die Personen in Greenscreen-Anzügen in ihrer alltäglichen Umgebung einfangen\, während sie ihre intimsten Gedanken teilen. Die Personen in den grünen Ganzkörperanzügen holen die Betrachter in ihr Leben und zeigen ihre Gewohnheiten. Der grüne Stoff auf ihren Körpern dient RABI als Leinwand\, auf die er zusammengeschnittenes Open-Source-Material projiziert. Dieses nimmt uns mit auf eine Reise durch seine künstlerische und redaktionelle Vision. Es entstehen eigenständige Kunstwerke. \nIm Kontrast hierzu stehen selbst aufgenommene Audiodateien\, welche die privaten Gedanken der Protagonisten eröffnen. Sie behandeln Themen wie Identität\, Zugehörigkeit und die Bewältigung des globalen Wandels. Dabei fällt auf\, dass Innen- und Außenwelt sich oftmals unterscheiden. Einige Protagonisten neigen zu Eskapismus und es tun sich Widersprüche zwischen Innen und Außen auf. Dies verdeutlicht die Besessenheit unserer Gesellschaft zur öffentlichen Selbstinszenierung und dem gleichzeitigen Streben nach Individualität. Ausgehend von den enthüllten Gefühlen und Erkenntnissen untersucht RABI in seinen Werken\, wie sich der gesellschaftliche Wandel auf die Kunst und das Individuum ausgewirkt hat. \nUnser digitales Zeitalter ist von überkuratierten Erlebnissen in falschen Realitäten geprägt. RABI stellt Fragen: Ist unsere Generation dazu verdammt\, die Freiheit durch Flucht zu suchen? Können wir die allgegenwärtigen und hartnäckigen Widersprüche des menschlichen Innen- und Außenlebens akzeptieren? \nFür _seas0n_01:02_BERLIN hat der Künstler eine neue\, eigene Episode der Serie geschaffen. Sie zeigt den Sozialarbeiter Tobias Braun von Jobmobil Berlin\, einer Beratungsstelle für Jugendliche und Kooperationspartner der Stiftung Berliner Leben im Rahmen ihres Programms Stadtraum!Plus. \nDie Ausstellung ist ein interaktives Erlebnis\, in dem Gäste AR-Technologie nutzen können\, die Bilder auf grüne Bildschirmkomponenten im gesamten Raum projiziert. \nRABI – PROJECT M/20_generati0n+escape_\n_thoughts_and_c0ntradicti0ns_//_seas0n_01:02_BERLIN\n14. September 2023 – 31. Januar 2024 \nURBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART \n
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SUMMARY:Lin May Saeed. Im Paradies fällt der Schnee langsam. Ein Dialog mit Renée Sintenis
DESCRIPTION:Lin May Saeed (*1973\, Würzburg) beschäftigt sich seit gut 20 Jahren mit dem Leben von Tieren und den Beziehungen zwischen Tier und Mensch. Mit einer konsequenten formalen Sprache\, viel Einfühlungsvermögen\, einem breiten kulturhistorischen Wissen zu Märchen und Fabeln\, aber auch mit Humor erzählt sie in ihren Arbeiten alte und neue Geschichten von der Unterwerfung und Befreiung der Tiere und ihrem Zusammenleben mit den Menschen. Mit Skulpturen\, Reliefs\, raumgreifenden Scherenschnitten und Zeichnungen erschafft die in Berlin lebende Künstlerin eine neue Ikonographie der Solidarität zwischen den Arten. \nDie Annahme\, dass Tiere in der menschlichen Vorstellung zuallererst als Fleisch oder Leder oder Horn auftraten\, heißt\, eine Haltung des 19. Jahrhunderts Jahrtausende zurück zu projizieren. Tiere fungierten in der Vorstellung zuerst als Botschafter und Verheißung.\nJohn Berger\, Warum sehen wir Tiere an?\, 1980 \nIn ihrer ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland treffen Lin May Saeeds künstlerische Arbeiten auf Leihgaben und Sammlungswerke des Georg Kolbe Museum von Renée Sintenis (1888\, Glatz-1965\, West-Berlin). Diese zentrale Bildhauerin der Moderne\, die ihrerzeit ebenfalls nach einer Sprache und Abbildbarkeit der Beziehungen zwischen Tier und Mensch suchte\, feierte ihren Durchbruch in den 1920er Jahren mit kleinformatigen Tierskulpturen. Die bekannteste – der Berliner Bär – wird immer noch alljährlich im Rahmen der Berlinale Filmfestspiele verliehen. Der im Georg Kolbe Museum entstehende Dialog zwischen den Künstlerinnen über verschiedene Generationen hinweg spürt nicht nur formalen Entwicklungen der Tierbildhauerei nach. Die Ausstellung untersucht auch den Wandel des gesellschaftlichen Bildes des Tieres in den letzten 100 Jahren und verweist auf eine neue Aktualität in unserer Wahrnehmung und in unserem Umgang mit anderen Lebewesen\, wie beispielsweise auf die Rolle industrieller Tierhaltung im Fortschreiten der Klimakatastrophe. Auch werden in ferner Zukunft nicht Bronze oder Marmor als bildhauerisches Material Zeugnis menschlichen Schaffens ablegen\, da sie verfallen sein werden. Styropor hingegen bleibt intakt. Deshalb ist dieser auf Erdöl basierende\, biologisch nicht abbaubare Kunststoff der von Lin May Saeed bevorzugte Werkstoff für ihre Arbeiten. Er steht für sie als Mahnung der Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt. Und so eröffnet die Kunst von Lin May Saeed immer auch eine politische Dimension im menschengemachten Zeitalter des Anthropozän. \nDie Ausstellung zeigt Skulpturen aus Styropor\, Stahl und Bronze sowie Scherenschnitte und Zeichnungen beider Künstlerinnen und wird begleitet von einem umfassenden Vermittlungs- und Rahmenprogramm zu Animalität\, Tierethik und Tierrechten. \nLin May Saeed. Im Paradies fällt der Schnee langsam. Ein Dialog mit Renée Sintenis\n14. September 2023 – 25. Februar 2024 \nGeorg Kolbe Museum \n
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SUMMARY:Foto Fritz Schleifer: Küstenland
DESCRIPTION:Erstmals werden neu entdeckte Fotografien des am Bauhaus ausgebildeten Architekten\, Zeichners und Fotografen Fritz Schleifer in der Alfred Ehrhardt Stiftung präsentiert. 2020 fand der Hamburger Kurator Hans Bunge im Zuge seiner Recherchen zu Fritz Schleifer im Keller des Sohnes ein Paket mit 128 Vintageprints. Der Fund des Konvoluts küstenland mit Aufnahmen der nordfriesischen und dänischen Seeküsten aus den 1930/1940er Jahren ist ein absoluter Glücksfall\, da Schleifers fotografisches Werk zum großen Teil nicht mehr erhalten ist. Die bestechende Qualität seiner Fotografien bezeugen\, dass der Architekt Fritz Schleifer als Fotograf in die erste Riege der Avantgarde-Fotografen der 1930/40er Jahre aufgenommen werden muss. \nEin weiterer Glücksfall war auch der Fund von Schleifers Taschenkalender. So konnte Hans Bunge durch akribische Transkriptionsarbeit rekonstruieren\, dass es sich bei dem gefundenen Konvolut von Fotografien um ein fertiges Projekt für ein Fotobuch handelte\, das 1939 im renommierten Heinrich Ellermann Verlag veröffentlicht werden sollte\, wozu es vermutlich aufgrund des Ausbruchs des 2. Weltkriegs nicht kam. \nDie Alfred Ehrhardt Stiftung zeigt in der Ausstellung eine Auswahl von 48 Vintageprints\, die sich durch eine ungewöhnliche Bildkomposition sowie eine prägnante Motivwahl auszeichnen. In diesen Aufnahmen wählt Schleifer menschengemachte\, durchaus untypische und beiläufige Sujets wie die Lorenbahn zur Hallig Oland\, Deiche\, Entwässerungskanäle und Wagenspuren\, aber auch natürliche Priele und Wattrinnen\, die er als grafische Linien rasterartig über das Bildgefüge legt. Seine Komposition basiert auffallend oft auf starken Fluchten. Die Deiche oder Wege werden als dominierende Linien eingesetzt\, die die Landschaft prägen\, als seien sie mit einem fetten Kohlestift gezeichnet. Schleifer ist fasziniert vom menschlichen Eingriff in die Natur. Er zeigt das vom Menschen gestaltete Land\, das der Brandung und Sturmflut abgerungen wird. Seine Aufnahmen bezeugen\, wie sich der Mensch in der Landschaft abbildet. Dessen Spuren wirken mitunter wie Verletzungen\, die der Natur zugefügt und in den Vordergrund gerückt werden. \nSeine Fotografien tragen die Handschrift eines Konstrukteurs\, der seinem zentralen Credo folgend „ideen geometrischer abwandlungen mit grafischen mitteln sichtbar“ machen möchte. Er denkt analog zum Vorkurs und zu seinen Architekturentwürfen von der Fläche in den Raum. Die Modernität seiner Aufnahmen beruht auf der Formierung räumlicher Konstruktionsprinzipien. Sein ästhetischer Wille begnügt sich nicht mit der dokumentarischen oder atmosphärischen Wiedergabe einer bestimmten Landschaftsregion. Bei Fritz Schleifers Aufnahmen liegt die Schönheit mehr in der Konstruktion des Bildes selbst als in der Schönheit des Motivs. \nAls ehemaliger Student am Bauhaus konnte Fritz Schleifer ab 1930 Erfahrungen aus dem Vorkurs in seine Lehrtätigkeit an der Landeskunstschule Hamburg einbringen\, bevor er wie sein Kollege Alfred Ehrhardt 1933 von den Nationalsozialisten aufgrund seiner modernen Kunstauffassung entlassen wurde. Die signifikante Bildregie seiner Aufnahmen weisen ihn als Vertreter des »neuen sehens« und der Avantgarde-Fotografie der 1930er Jahre aus. In der Folge von Albert Renger-Patzsch\, Arvid Gutschow und Alfred Ehrhardt richtet er seinen bildarchitektonisch geschulten Blick auf die grafischen Strukturen dieser von Meer\, Strand und Dünen geprägten Küstenlandschaften\, wobei er als Architekt anders als seine Vorbilder den Menschen und seine Häuser mit einbezieht. \nEs erscheint die Monografie Fritz Schleifer\, hrsg. von Hans Bunge\, mit Texten von Norbert Baues\, Hans Bunge\, Martin Engler\, Ulrich Höhns\, Rüdiger Joppien\, Christiane Stahl\, Band 42 der Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs\, hrsg. von Ullrich Schwarz und Hartmut Frank\, Dölling & Galitz Verlag\, München / Hamburg 2023. \nBeitragsbild: Fritz Schleifer Langeness\, 1930/40er Jahre Silbergelatineabzug\, montiert auf Karton 16\,0 x 23\,0 cm\, Hamburgisches Architekturarchiv © Jan Schleifer \nFoto Fritz Schleifer: Küstenland\n16. September 2023 – 23. Dezember 2023 \nEröffnung: Freitag\, 15. September 2023\, 19-21 Uhr \nALFRED EHRHARDT STIFTUNG \n
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SUMMARY:Fritz Schleifer: Küstenland. Alfred Erhardt Stiftung.
DESCRIPTION:foto fritz schleifer: küstenland\n16.09. – 23.12.23 \nEröffnung: 15. September 2023\, 19-21 Uhr \nKuratiert von Hans Bunge \nDie erstmals ausgestellten oder publizierten Fotografien des am Bauhaus ausgebildeten Architekten\, Zeichners und Fotografen Fritz Schleifer (1903-1977) sind im wahrsten Sinne des Wortes eine echte Entdeckung! Denn 2020 entdeckte der Hamburger Kurator Hans Bunge im Zuge seiner Recherchen zu Fritz Schleifer im Keller des Sohnes ein Paket mit 128 Vintageprints. \nDer Fund des Konvoluts küstenland mit Aufnahmen der nordfriesischen und dänischen Seeküsten aus den 1930/1940er Jahren ist ein absoluter Glücksfall\, da Schleifers fotografisches Werk zum großen Teil nicht mehr erhalten ist. Die bestechende Qualität seiner Fotografien bezeugt\, dass der Architekt Fritz Schleifer als Fotograf in die erste Riege der Avantgarde-Fotografen der 1930/40er Jahre aufgenommen werden muss. \nEin weiterer Glücksfall war auch der Fund von Schleifers Taschenkalender. So konnte Hans Bunge durch akribische Transkriptionsarbeit rekonstruieren\, dass es sich bei dem gefundenen Konvolut von Fotografien um ein fertiges Projekt für ein Fotobuch handelte\, das 1939 im renommierten Heinrich Ellermann Verlag veröffentlicht werden sollte\, wozu es vermutlich aufgrund des Ausbruchs des 2. Weltkriegs nicht kam. \nDie Alfred Ehrhardt Stiftung zeigt in der Ausstellung eine Auswahl von 48 Vintageprints\, die sich durch eine ungewöhnliche Bildkomposition sowie eine prägnante Motivwahl auszeichnen. In diesen Aufnahmen wählt Schleifer menschengemachte\, durchaus untypische und beiläufige Sujets wie die Lorenbahn zur Hallig Oland\, Deiche\, Entwässerungskanäle und Wagenspuren\, aber auch natürliche Priele und Wattrinnen\, die er als grafische Linien rasterartig über das Bildgefüge legt. Seine Komposition basiert auffallend oft auf starken Fluchten. Die Deiche oder Wege werden als dominierende Linien eingesetzt\, die die Landschaft prägen\, als seien sie mit einem fetten Kohlestift gezeichnet. Schleifer ist fasziniert vom menschlichen Eingriff in die Natur. Er zeigt das vom Menschen gestaltete Land\, das der Brandung und Sturmflut abgerungen wird. Seine Aufnahmen bezeugen\, wie sich der Mensch in der Landschaft abbildet. Dessen Spuren wirken mitunter wie Verletzungen\, die der Natur zugefügt und in den Vordergrund gerückt werden. \nSeine Fotografien tragen die Handschrift eines Konstrukteurs\, der seinem zentralen Credo folgend „ideen geometrischer abwandlungen mit grafischen mitteln sichtbar“ machen möchte. Er denkt analog zum Vorkurs und zu seinen Architekturentwürfen von der Fläche in den Raum. Die Modernität seiner Aufnahmen beruht auf der Formierung räumlicher Konstruktionsprinzipien. Sein ästhetischer Wille begnügt sich nicht mit der dokumentarischen oder atmosphärischen Wiedergabe einer bestimmten Landschaftsregion. Bei Fritz Schleifers Aufnahmen liegt die Schönheit mehr in der Konstruktion des Bildes selbst als in der Schönheit des Motivs. \nAls ehemaliger Student am Bauhaus konnte Fritz Schleifer ab 1930 Erfahrungen aus dem Bauhaus-Vorkurs in seine Lehrtätigkeit an der Landeskunstschule Hamburg einbringen\, bevor er wie sein Kollege Alfred Ehrhardt 1933 von den Nationalsozialisten aufgrund seiner modernen Kunstauffassung entlassen wurde. Die signifikante Bildregie seiner Aufnahmen weisen ihn als Vertreter des »neuen sehens« und der Avantgarde-Fotografie der 1930er Jahre aus. In der Folge von Albert Renger-Patzsch\, Arvid Gutschow und Alfred Ehrhardt richtet er seinen bildarchitektonisch geschulten Blick auf die grafischen Strukturen dieser von Meer\, Strand und Dünen geprägten Küstenlandschaften\, wobei er als Architekt anders als seine Vorbilder den Menschen und seine Häuser mit einbezieht. \nEs erscheint die Monografie Der Verlust der Mitte ist der Gewinn des Randes. Fritz Schleifer – Ein Hamburger Bauhausschüler zwischen Architektur und Kunst\, hrsg. von Hans Bunge\, mit Texten von Norbert Baues\, Hans Bunge\, Martin Engler\, Ulrich Höhns\, Rüdiger Joppien und Christiane Stahl\, 216 Seiten und 208 Farbabbildungen. Band 43 der Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs\, hrsg. von Ullrich Schwarz und Hartmut Frank\, im Dölling & Galitz Verlag\, München/Hamburg 2023.\nDas Buch ist für 40\,00 € in der Ausstellung erhältlich. \n
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SUMMARY:General Idea - Gropius Bau
DESCRIPTION:\nDie Künstlergruppe General Idea forderte die Kunstwelt\, aber auch die Gesellschaft im Allgemeinen heraus – und übt mit ihrem wegweisenden\, 25 Jahre umfassenden Schaffen bis heute bleibenden Einfluss aus. In der bisher größten Retrospektive des Trios zeigt der Gropius Bau mehr als 200 Arbeiten aus den späten 1960er bis frühen 1990er Jahren. \n\n\nDie 1969 in Toronto gegründete Gruppe\, bestehend aus Felix Partz (1945–1994)\, Jorge Zontal (1944–1994) und AA Bronson (geb. 1946)\, hinterfragte die Produktion\, Verbreitung und den Konsum von Bildern durch eine Vielzahl von Medien. Dabei nutzte General Idea häufig Humor und satirische Strategien\, um den Blick auf verschiedene Aspekte von Konsumkultur\, Massenmedien\, sozialen Ungleichheiten\, queerer Identität\, Kunstwirtschaft und der AIDS-Krise zu lenken. \nDie in enger Zusammenarbeit mit AA Bronson entwickelte Ausstellung im Gropius Bau versammelt zentrale Installationen\, Publikationen\, Videos\, Zeichnungen\, Gemälde\, Skulpturen sowie Archivmaterial und gibt einen Überblick über die Entwicklung der künstlerischen Praxis von General Idea. \nKuratiert von Adam Welch\, National Gallery of Canada und Beatrix Ruf\, in Zusammenarbeit mit Zippora Elders\, für den Gropius Bau\nOrganisiert von der National Gallery of Canada in Zusammenarbeit mit dem Gropius Bau \nBeitragsbild: General Idea\, P is for Poodle\, 1983_89 © Royal Bank of Canada Art Collection \nGeneral Idea\n22.9.2023 – 14.1.2024 \nGropius Bau \n\n
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SUMMARY:Detel Aurand – In der Stille rasender Winde. Galerie Parterre Berlin.
DESCRIPTION:Die Ausstellung In der Stille rasender Winde zeigt Malereien\, Zeichnungen\, Skulpturen und Collagen der Berliner Künstlerin Detel Aurand\, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiges Künstlerinnenbuch\, in dem Aurand Abbildungen ihrer Arbeiten mit Traumschilderungen kombiniert. Die Träume der Künstlerin werden auf so selbstverständliche Weise mit ihrem Bildwerk verwoben\, dass sich die Grenze zwischen dem realen und dem imaginierten Raum vollends aufzulösen scheint – falls diese überhaupt je existiert hat. Genau in dieser Gleichzeitigkeit\, dem vollkommenen Neben- und Ineinander aller Dinge und dem oft undefinierbaren „Dazwischen“ liegt das Wesen von Aurands künstlerischem Ausdruck. So sind die Träume unweigerlich mit ihrer visuellen Bildsprache verbunden\, vielleicht sogar die Grundlage für ein künstlerisches Werk\, das immer auch spirituelle Aspekte beinhaltet und weit über das Visuelle hinausgeht. \nDieser Text ist eine gekürzte Version eines Textes von Katharina Wendler für das Künstlerinnenbuch In der Stille rasender Winde. \nDetel Aurand wurde 1958 in Frankfurt (Main) geboren. Ihre Arbeiten sind seit dreißig Jahren in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland ausgestellt worden\, u. a. in der Galerie Zadik\, Tel Aviv (Israel)\, im Living Art Museum\, Reykjavìk (Island) und im Lístasafn Árnesinga\, Selfoss (Island). Residencies führten Aurand nach Indien\, in die USA und jüngst nach Marokko. Zudem erhielt sie diverse Stipendien\, darunter vom BBK (60+ Grant Visual Arts 2021)\, dem Goldrausch Künstlerinnenprojekt 2015 und dem Berliner Senat (Künstlerinnenförderung Film/Video 2012). Aurand lebt und arbeitet in Berlin. \nDas Projekt wird aus Mitteln des Ausstellungsfonds Kommunale Galerien gefördert. \n
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SUMMARY:Ausstellung „Mark Dion. Delirious Toys“ im Museum Nikolaikirchen Berlin
DESCRIPTION:Ein Labyrinth aus Brettspielen\, Tiere\, die eine Pyramide erklimmen\, Fahrzeuge aller Art\, die sich auf einem Rundkurs ein Rennen liefern: In „Mark Dion. Delirious Toys | Die Berliner Spielzeug-Wunderkammer“ interpretiert der US-amerikanische Sammler\, Objekt- und Installationskünstler Mark Dion in einer achtteiligen Installation große Themen mit vielfältigen Objekten aus der umfangreichen Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin. \nVom 7. Oktober 2023 bis 11. Februar 2024 ist „Mark Dion. Delirious Toys“ im Museum Nikolaikirche zu sehen. Für das Kunstprojekt hat Mark Dion aus der rund 70 000 Objekte umfassenden Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin mehrere hundert Objekte ausgewählt und daraus eine achtteilige Installation geschaffen. Ergänzt wird die Ausstellung von einer Arbeit der Junior-Kurator:innen aus der Klasse 9a (heute 10a) des Gymnasiums Tiergarten\, die ausgehend vom Thema Mark Dions ihr eigenes Projekt realisiert haben. \nÜbliche Kategorien einer Sammlung\, wie etwa Chronologie oder Stil\, lässt die Ausstellung spielerisch beiseite. Dions Kombinationen von Größen\, Materialien und Zeiten ergeben Inszenierungen fantastischer Geschichten. Neben dieser Freude am Spielerischen ist es ein weiteres Anliegen der Ausstellung\, auch gewaltvolle und diskriminierende Aspekte von Spielzeug zu beleuchten. Dabei eröffnen sich Fragen\, die sich speziell für ein Museum im Umgang mit solchen Objekten stellen. \nMark Dion: \n„Die Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin ist riesig und umfasst mechanisches Spielzeug\, Puppen\, Brettspiele\, Modelleisenbahnen\, Zinnsoldaten\, Plüschtiere\, Puppenhäuser und vieles mehr. Wie kann man sich auf diese riesigen Bestände einen Reim machen? Da ich eher Künstler als Historiker bin\, hatte ich bei der Gestaltung des Ausstellungskonzepts freie Hand. Eine Inspiration war zweifelsohne mein eigener sechsjähriger Sohn\, der ohne Rücksicht auf bestimmte Kategorien mit Spielzeug spielt. Dinosaurier leben neben Astronauten\, Fuhrwerke aus dem 19. Jahrhundert fahren neben Superhelden-Autos. Diese Freiheit des Spielens hat viele meiner kuratorischen Entscheidungen beeinflusst.“ \nIm Sinne der Logik der Wunderkammer\, wie sie sich vor allem in Europa seit der Renaissance entwickelt hat\, geht es Dion um das Prinzip „Makrokosmos im Mikrokosmos“. Die großen Themen und Zusammenhänge der Welt wie die Wunder der Natur\, physikalische Gesetzmäßigkeiten\, aber auch Ideologien und Diskriminierungen sollen auch im Kleinen nachvollziehbar werden. Denn Spielsachen\, von Erwachsenen für Kinder gestaltet\, transportieren immer auch zeittypische Ideale vom Menschen und der jeweiligen Gesellschaft. Im Umgang mit Spielsachen üben Kinder Rollenbilder ein\, und die von Erwachsenen erdachten Spielzeuge bringen ihnen gezielt bestimmte Themen oder Ideologien näher. \nSeit langem setzt sich Mark Dion intensiv mit der Frage auseinander\, wie Wissen produziert und vermittelt wird. Er konzentriert sich dabei vor allem auf die Geschichte westlicher Institutionen – mit wachem Blick für die Systeme von Ausbeutung und Unterdrückung\, durch die beispielsweise Objekte aus kolonisierten Gebieten nach Europa gelangten. \nPaul Spies\, Direktor des Stadtmuseums Berlin: \n„Ich freue mich sehr\, dass wir Mark Dion als Künstler gewonnen haben\, um unsere Spielzeugsammlung zu sichten und auf seine Art in einen neuen Kontext zu setzen. Das entstandene Kunstprojekt ist ein tolles Angebot\, um Spielzeuge in einem anderen Licht zu sehen und über Vorbilder nachzudenken.“ \nDie Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin zählt zu den größten in Deutschland. Sie umfasst die Zeit vom Mittelalter bis zur Gegenwart\, mit Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert. Der thematische Bogen reicht von Puppen\, Plüschtieren und Spielfiguren über Bauklötze\, Kaufmannsläden\, Gesellschaftsspiele und Lehrmaterialien bis hin zu technischen Spielwaren wie Dampfmaschinen\, Modelleisenbahnen oder ferngesteuerten Spielzeugautos. \nBegleitet wird die Sonderschau von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Die Ausstellung ist gefördert aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin. Dr. Marion Bleß\, Vorstand der LOTTO-Stiftung:  \n„Mark Dion hat mit ‚Delirious Toys‘ eine mehr als inspirierende Installation geschaffen. Berliner Stadtgeschichte trifft auf die unzähligen Geschichten\, welche jedes einzelne Spielzeug aus der Sammlung des Stadtmuseums Berlin erzählen kann. Die schönen\, aber auch die weniger schönen. Dabei wird zugleich der Raum der Nikolaikirche als eine der Keimzellen Berlins neu interpretiert.“ \nBeitragsbild: Plakatmotiv der Ausstellung „Mark Dion. Delirious Toys I Die Berliner Spielzeug-Wunderkammer“ © Spielzeuge aus der Sammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin | Gestaltung: e o t. Berlin  \nMark Dion. Delirious Toys\n7. Oktober 2023 – 11. Februar 2024 \nMuseum Nikolaikirchen Berlin \n
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SUMMARY:Mats Bergquist - Icons
DESCRIPTION:Mats Bergquists Bilder bewegen sich in der Spannung zwischen Objekt und Malerei\, zwischen Materialität und Immaterialität. Die Klarheit der Form\, die Sichtbarkeit des Holzes als Trägermaterial sowie die monochrome Farbfläche vermitteln eine physische Präsenz\, der ihre zarte\, wolkige Farbigkeit gegenübersteht. Es sind Reflexionen über Leere und Fülle\, Licht und Dunkelheit. In ihrer Konzentration laden sie ein inne zu halten\, strahlen Ruhe und Stille aus.\nInhaltlich und technisch bezieht sich Mats Bergquist in seinem Werk auf die Ikonenmalerei. Auch seine Ikonen entstehen in der Technik der Enkaustik. Hierbei bespannt er den Bildträger aus Birnenholz mit einem Leim getränkten Leinengewebe\, trägt Gips\, mineralhaltige Farbpigmente und Wachs in Schichten auf\, die immer wieder abgeschliffen\, neu aufgetragen und poliert werden bis undurchsichtige\, matt schimmernde helle oder dunkle Farbflächen entstehen. \n
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SUMMARY:HÖLZERNES THEATER. Eine Ausstellung mit Gemälden von Alexander Camaro und Fotografien von Marcel Krummrich
DESCRIPTION:HÖLZERNES THEATER. Eine Ausstellung mit Gemälden von Alexander Camaro und Fotografien von Marcel Krummrich. \nDas komplett aus Holz erbaute Ekhof-Theater (1681–1687) auf Schloss Friedenstein in Gotha\, wo sich Alexander Camaro (1901–1992) in den 1930er-Jahren aufhielt\, wurde zur Inspirationsquelle für seinen Bilderzyklus Hölzernes Theater von 1946. In seiner Auseinandersetzung mit dem Leben\, der Bühne und dem Raum schuf Camaro eine bemerkenswerte malerische Interpretation dieser Wiege der neuzeitlichen Theaterkultur. Die insgesamt 19 Bilder des Hölzernen Theater zählen zu seinen Hauptwerken der Berliner Nachkriegsjahre. Mit ihnen feierte er seinen künstlerischen Durchbruch. Der Kritiker Will Grohmann (1887-1968) würdigte den Zyklus 1961 als eine der „unvergänglichen Leistungen der vierziger Jahre in Deutschland“. In seinen Bildern gelang es Camaro\, die gespenstische Zwischenzeit von Kriegsende und Währungsreform in die Metapher der Bühne zu überführen. \nDurch das Objektiv des Fotografen und Künstlers Marcel Krummrich (*1971) öffnet die Ausstellung zudem einen zeitgenössischen Blick in die Kulissengassen\, Logen und Bühnenmaschinen des einzigartigen Theaterbaus in Gotha mit seiner bis heute intakten avantgardistischen Bühnenmaschine. \nZur Ausstellung erscheint die Publikation ‚Camaro. Hölzernes Theater. Alexander Camaro und das Ekhof-Theater in Gotha‘ im Verlag Wasmuth & Zohlen.  \n
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LOCATION:Alexander und Renata Camaro Stiftung – Camaro Haus\, Potsdamerstr. 98A\, Berlin\, 10785\, Deutschland
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SUMMARY:LAS Art Foundation präsentiert Lawrence Lek: NOX
DESCRIPTION:LAS Art Foundation zeigt mit NOX die bisher umfassendste Ausstellung von Lawrence Lek auf drei Etagen des leerstehenden Kaufhaus am Kranzler Eck. Vielen Berliner:innen früher bekannt als „Bilka“ oder „Karstadt Sport“\, bildet das Gebäude den architektonischen Rahmen für alle Bereiche von Leks multidisziplinärer Praxis\, die Installationen und Game Design mit Sound- und Videoarbeiten verbindet. Die raumgreifende Ausstellung lädt Besucher:innen dazu ein\, eine Smart City zu erkunden\, in welcher der fiktive KI-Konzern Farsight Corporation seine empfindungsfähigen\, selbstfahrenden Autos testet und trainiert. Die Arbeit stellt das neueste Kapitel in Leks sinofuturistischem FilmUniversum dar\, das die Probleme und Versprechen von künstlicher Intelligenz hinterfragt. NOX befasst sich mit der fortschreitenden Integration von Künstlichen Intelligenzen in das urbane Leben und regt zum Nachdenken über Fragen der Handlungsfähigkeit\, Ethik\, und Empathie im Zusammenleben zwischen Menschen und Maschinen an. \nAls spekulative Fiktion konzipiert\, imaginiert Leks Arbeit die psychologischen Folgen einer Zukunft\, die von intelligenten Systemen und nicht-menschlichen Entitäten bevölkert ist. In diesem Szenario ist NOX (Nonhuman Excellence) ein psychologisches Programm\, das industriell entwickelt wurde\, um gegen unerwünschtes Verhalten von autonomen Fahrzeugen vorzugehen. Selbstfahrende Autos stellen in dieser Welt die Protagonist:innen dar und weisen verschiedene resistente Verhaltensmuster auf. Während einige ihre Rolle in der Gesellschaft hinterfragen\, widersetzen sich andere ihrer drohenden Obsoleszenz oder genießen die pure Freude des Fahrens. \nAuf drei Etagen führt die Installation Besucher:innen durch unterschiedliche Abschnitte der fiktiven Welt\, begleitet von einer sich verändernden Sound-Landschaft aus Musik und Voiceover-Fragmenten der Autos und ihres KI-Therapie-Chatbots. Beim Betreten der nächtlichen Stadtlandschaft am Schauplatz eines Autounfalls bildet eine Abfolge von architektonischen Zonen die Struktur für die Welt von NOX. An diesem Ort werden die Erinnerungen der Fahrzeuge\, ihre Trainingserfahrungen und die Beziehung zu ihrem Mutterkonzern reflektiert. Den Höhepunkt von NOX bildet ein interaktives Videospiel in der finalen Station der Ausstellung\, unter der Kuppel des Gebäudes\, bei dem das Publikum in die Rolle der Farsight-Mitarbeitenden versetzt wird. Die Spieler:innen werden mit dem Training und der emotionalen Betreuung der eigenwilligen Autos beauftragt. Anhand von Simulationsübungen erforschen sie die Grenzen der Handlungsfähigkeit der Fahrzeuge\, indem sie verschiedene Szenarien durchspielen\, denen sie bereits auf ihrer Reise durch die Ausstellung begegnet sind. \nDurch eine Kombination aus filmischer Erzählung und verzweigtem\, entscheidungsbasiertem Narrativ beleuchtet Lek die sich wandelnde Beziehung der Gesellschaft zu nicht-menschlichen Wesen\, deren Schicksal eng mit unserem eigenen verwoben ist. \nLawrence Lek: \n„Ich bin gespannt darauf\, in Berlin zum ersten Mal\, Musik\, Gaming und Architektur in dieser Größenordnung miteinander zu verbinden. NOX ist ein Projekt über das technologische Leben\, eine nächtliche Reise ins Unbekannte. Es gibt ein Gefühl des Erwachens\, das nur bei Nacht erfahrbar wird. Mit der Ausstellung möchte ich ein Bild der KI als archetypische Wanderin erzeugen\, die gleichzeitig versucht die Welt zu verstehen und zu entdecken.“ \nKünstler\nLawrence Lek ist ein Künstler\, Filmemacher und Musiker\, dessen Arbeiten sich mit virtueller Realität und Simulation beschäftigen. Lek erkundet darin Worldbuilding als eine Art multidimensionale Collage\, die Elemente aus materiellen und virtuellen Welten kombiniert. Seine Arbeiten entwerfen Narrative\, die alternative Geschichtsverläufe und mögliche Zukunftsszenarien aufzeigen. Zu den bisherigen Kapiteln seines sinofuturistischen Film-Universums gehören der CGI-Spielfilm AIDOL (2019)\, die OpenWorld-Game-Serie 2065 (2018 – fortlaufend)\, die KI-Coming-of-Age-Geschichte Geomancer (2017) und das Video-Essay Sinofuturism (1839-2046 AD) (2016). Seine jüngsten Einzelausstellungen wurden unter anderem in folgenden Institutionen gezeigt: QUAD\, Derby (2022-2023); ZiWU The Bund\, Shanghai (2022); HEK Haus der Elektronischen Künste\, Basel (2019); arebyte\, London (2018); und K11 art space\, Hongkong (2018). Lek lebt und arbeitet in London. \nÜber LAS\nLAS Art Foundation ist eine Berliner Kunstplattform an der Schnittstelle von Kunst\, Technologie und Wissenschaft. Mit experimentellen Projekten an unkonventionellen Orten\, sowohl im digitalen als auch im physischen Raum\, erkundet LAS immer wieder innovative Formen der Ausstellungspraxis. In ihren Reflexionen über die Zukunft folgt LAS ihrem Leitmotiv Licht – ein Symbol\, das für grenzüberschreitendes Denken\, neues Wissen und Innovation steht. Dafür realisiert LAS in enger Zusammenarbeit mit Künstler:innen ortsspezifische Installationen und Interventionen\, die einem breiten Publikum raumgreifende Sinneserfahrungen ermöglichen. Der interdisziplinäre Zugang soll den Blick weiten – sowohl auf die Gegenwart wie Zukunft. Vor der Eröffnung eigener permanenter Räumlichkeiten verwirklicht LAS Pilotprojekte an ausgewählten Orten in Berlin und weltweit. \nLAS Art Foundation präsentiert Lawrence Lek: NOX\n27. OKTOBER 2023 – 14. JANUAR 2024 \nKRANZLER ECK \nKurfürstendamm 22\n10719 Berlin \n
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SUMMARY:Georgia Krawiec : unvollENDEt.  Eine Ausstellung über das Scheitern.
DESCRIPTION:Scheitern gehört zum Leben\, so besagt es eine schlichte Lebensweisheit. Gehört es auch zu Kunst? Nein. Scheitern und Kunst vertragen sich doch nicht! Gescheiterte Künstler sind unbekannt. Die Kunst\, die den Namen verdient\, ist vollendet und hochwertig. Sie ist zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort\, in richtiger Größe\, mit richtigem Publikum. Dafür steht der Künstler\, der diesen Titel trägt\, ein. Das wohlgesonnene Publikum macht ihn verantwortlich. Der Künstler muss perfekt organisieren\, hervorragend strukturiert und zuverläßig sein\, kontinuierlich seine bunten Zellen anstrengen\, um die multiplen Herausforderungen in zeitlichen Einklang zu bringen\, vom Anfang bis zum Ende alles durchplanen und phasieren\, hundertprozentig alle Materialien\, Schritte\, Aufgaben\, Kontakte und Prozesse unter Kontrolle haben\, um bloß nicht etwas Unvorhergesehenes zu provozieren\, um Missgeschicke zu verhindern\, um Zeitabläufe festzulegen\, um Termine einzuhalten\, Erledigungslisten immer erneuern und täglich Neues eintragen\, um bloß nichts zu übersehen\, bloß keinen zu verprellen\, bloß keine Abgabefrist zu verpassen\, bloß die Chemie und die Filme noch zu bekommen\, bloß die Schichten rechtzeitig trocknen zu lassen\, bloß das Papier zum richtigen Zeitpunkt zu glätten\, bloß nichts in Eile zu verknicken\, bloß die Rahmen\, aber genau die richtigen zu bestellen\, die richtigen Maße anzugeben\, die richtigen Preise mitzuteilen\, die richtigen Versicherungslisten mit allen Angaben zu Größe\, Material\, Gewicht\, Maß\, Verpackung und Versicherungssumme zu füllen\, bloß die Texte rechtzeitig zu schreiben\, bloß die Presse tief genug zu beeindrucken\, bloß die VIPs zu erreichen\, um bloß alles zu garantieren\, was von ihm erwartet wird\, um bloß etwas noch nie da Gewesenes\, Unerwartetes und Beeindruckendes\, am besten Spektakuläres zu präsentieren\, um bloß nicht in einer der unendlichen Aufgaben und Schritte zu scheitern\, was das Gesamtkonstrukt zusammenbrechen lassen könnte\, um am Ende\, sollte es ein solches geben\, die Kunst zu vollENDEn…. \n
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SUMMARY:fields harrington & David L. Johnson: Semantic Drift.
DESCRIPTION:Einen Raum zu besetzen ist letztlich ein politischer Akt\, und wenn ihr uns einmal hereingebeten habt\, gehen wir auch nicht mehr weg. Wir werden die Wände wie eine Infrastruktur durchstoßen und unsere DNA in das Gewebe des Raums mischen\, wir werden neu kombinierte\, hybride Strukturen schaffen\, die die Türen versperren und einen Stacheldrahtzaun errichten. Wir werden unbarmherzige und kontaminierte Dinge schaffen\, die in ihrer Aktualität gegen das semantische Abdriften verankert sind. \n
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SUMMARY:Camila Sposati – Atem-Stücke (Part II)
DESCRIPTION:\n\n\n\n\nDie für ihr interdisziplinäres Werk bekannte brasilianische Künstlerin und Forscherin Camila Sposati zeigt in der ifa-Galerie Berlin den zweiten Teil ihrer ersten Einzelausstellung in Deutschland. Die Ausstellung stellt eine Reise in die komplexen Zusammenhänge von Klang\, Natur und die symbiotischen Verflechtungen von Kultur\, Geschichte\, Wissenschaft und Politik dar. \nEine der faszinierenden Quellen\, die Sposatis Arbeiten als Inspiration dienen\, ist das Anatomische Theater und die elementare Erfahrung des Sezierens von Körpern. Anatomische Theater entstanden zur Zeit der europäischen Renaissance im späten 16. Jahrhundert und waren spezialisierte Hörsäle\, die für die Sektion und Obduktion von Leichnamen vor Publikum konzipiert waren. Sie spielten eine zentrale Rolle für Fortschritte der medizinischen Ausbildung und des Wissens über den menschlichen Körper. Für Sposati ist der Akt des Sezierens keine bloße historische Referenz\, sondern ein philosophisches Konstrukt\, das der physischen Konstruktion des Theaters selbst vorausgeht. \nDie Ausstellung besteht aus 15 Exponaten\, die aus ihren Recherchen in verschiedenen Regionen und Kulturen hervorgegangen sind. Sie nimmt selbst die Form einer anatomischen Sektion an\, indem Sposati Geschichte\, Materialien und elementare Kräfte untersucht und freilegt. Die Ausstellung beginnt mit einer Untersuchung von Kristallen\, führt dann zur künstlerischen Metamorphose\, die durch das ewige Feuer von Derweze inspiriert wurde (ein Krater in Turkmenistan\, in dem seit 1971 ununterbrochen Erdgas verbrennt)\, setzt sich fort in der Anatomie des Anatomischen Theaters und findet ihren klanglichen Höhepunkt in der Serie von Instrumenten Phonosophia – einer komplexen künstlerischen Erkundung der tiefgründigen Philosophie des Klangs. \nSposatis Interesse am Wesen des Klangs\, dem sie in Phonosophia nachgeht\, führt zu einem Erlebnis\, das über das bloße Hören und Spüren hinausgeht\, da sie Klänge als eine evolutionäre Form der Kommunikation über Generationen hinweg betrachtet. Zentrale Elemente der Ausstellung sind die Windinstrumente aus Keramik und Balata (eine Art Naturkautschuk) aus dem Amazonas-Gebiet. Sie durchlaufen während des Ausstellungszeitraums in Berlin einen Transformationsprozess und werden zu etwas\, das sich herkömmlichen kulturellen Kategorisierungen entzieht. Sie sind nicht mehr bloße Instrumente\, sondern entwickeln sich zu rätselhaften Gebilden\, die aktiv gängige kulturelle Vorstellungen in Frage stellen und die Bedingungen der Begegnung mit dem Betrachter bestimmen. \nGrundlegend für Sposatis künstlerische Philosophie ist die zwingende Forderung nach einem Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung von Objekten\, insbesondere wenn sie ethnografisch bedeutend sind. Sie ist der Ansicht\, dass Objekte nicht der Kontrolle durch die Betrachter:innen unterworfen sein sollten\, sondern selbst die Bedingungen ihres Betrachtetwerdens bestimmen. Dieser Perspektivwechsel verleiht den Objekten eine aktive Rolle\, indem sie die Betrachter:innen durch verborgene Bedeutungsebenen führen\, die im Kontext von Berlin auf einzigartige Weise zum Vorschein gebracht werden. Atem-Stücke lädt die Betrachter:innen dazu ein\, das komplexe Zusammenspiel von Elementen\, Geschichte und den vielschichtigen menschlichen Erfahrungen mit einem neuen Blick zu sehen. \nDer erste Teil der Ausstellung Atem-Stücke wurde vom 13. Mai bis 20. August 2023 in der ifa-Galerie Stuttgart gezeigt. \n\nÜber die Künstlerin\n\n\n\n\n\n\n\n\nCamila Sposati ist eine in São Paulo geborene Künstlerin und Forscherin. Sie hat einen Master-Abschluss in Fine Arts vom Goldsmiths College London und lebt derzeit in Wien\, wo sie Stipendiatin des PhD-Programms der Akademie der bildenden Künste ist. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Kunsthalle Wien (2021)\, Tabakalera\, Donostia-San Sebastian (2020)\, Pivô Arte e Pesquisa\, São Paulo (2019)\, Goethe-Institut São Paulo (2019)\, BAK – basis voor actuele kunst\, Utrecht (2017)\, 10. Mercosul Biennale\, Porto Alegre (2015)\, CCBB Centro Cultural Banco do Brasil\, Rio de Janeiro (2015)\, 3. Bahia Biennale\, Salvador (2014)\, Musée de la Chasse und de la Nature\, Paris (2012) ausgestellt. \nSposati veröffentlichte das Buch Stone Theatre bei Revolver (Berlin\, 2016). In ihrer Arbeit untersucht sie Transformations- und Energieprozesse auf mikroskopischer und globaler Ebene. Ihre Methoden ähneln dabei der wissenschaftlichen Forschung. Dabei stellt sie materielle und historische Prozesse einander gegenüber\, um das Material in seiner formalen Zeit und seiner Bedeutung zu hinterfragen. Ihre Phonosophia-Instrumente thematisieren die Umkehrbarkeit der Rolle von Objekt und Subjekt\, was die Frage aufwirft\, wer diese Akteure sind und was ein „Objekt“ ist. Ihre Musikinstrumente legen ein besonderes Augenmerk auf die Bedeutung des Körpers der Musiker:in und des Instruments und darauf\, wie diese Körper sich gegenseitig hervorrufen. \nBeitragsbild: Zeichnung von „Echo“ (zweite Generation der Phonosophia Instrumente)\, 2023\, Kohle auf Papier. © Camila Sposati \nCamila Sposati – Atem-Stücke (Part II)\n\n\n\n\n\n\n03. November 2023 – 04. Februar 2024\n\nifa-Galerie\n
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SUMMARY:Zuguka
DESCRIPTION:Lisa Kränzler\, 1983 in Ravensburg geboren\, studierte seit 2005 Malerei und Grafik an der Karlsruher Kunstakademie. 2012 schloss sie ihr Studium als Meisterschülerin bei Tatjana Doll ab.\nDie Künstlerin ist seit 2012 auch schriftstellerisch tätig und erzielt mit ihren Romanen beachtliche Erfolge\, vertreten wird sie als Autorin vom Berliner Verbrecherverlag. \nIm Bereich der bildenden Kunst widmet sie sich der Malerei und der Zeichnung. Kränzler gestaltet ihre großformatigen\, am gegenständlichen orientierten Gemälde ganz aus der Farbe\, wobei die Nähe zum Cartoon deutlich wird. Als Materialien nutzt sie Lacke\, Tusche und Acryl die sie auf Papier aufträgt.  \nKränzler ist\, was die Malerei betrifft\, mit der Aushöhlung von deren Konvention beschäftigt. Sie geht dieser Beschäftigung mit Unverfrorenheit und Rücksichtslosigkeit nach\, jedoch ohne Naivität. \n
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SUMMARY:David Hartt: Naturphilosophie
DESCRIPTION:Für seine zweite Einzelausstellung in der Galerie entwickelt Hartt sein bisheriges Werk weiter und vertieft seine Auseinandersetzung mit Themen\, die im Zusammenhang mit vorherrschenden Wissens- und Repräsentationssystemen sowie entsprechenden Prozessen der Marginalisierung und Verdrängung stehen. Die Fotogravurarbeiten und großen Wandteppiche\, die alle den Titel „The Garden“ tragen\, umfassen Bilder von Pflanzen\, die an verschiedenen Orten in Nordeuropa – in den Niederlanden\, Schweden und Deutschland – aufgenommen wurden. Indem sie diese peripheren\, nicht-menschlichen Akteure in den Fokus rücken\, werfen die Bilder einen Blick auf die Art und Weise\, wie unsere Umwelt und das in ihr vorhandene Leben durch menschliche Aktivitäten und Ideale der Vergangenheit geformt wurden – sowie auf deren Resonanz heute. \n
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SUMMARY:UdK Berlin Art Award: Finja Sander\, Mateo Contreras Gallego\, Shinoh Nam und Seungjun Lee
DESCRIPTION:Das Team der galerie burster präsentiert in Kooperation mit der UdK Berlin die Preisträger:innen des UdK Berlin Art Award Finja Sander\, Mateo Contreras Gallego\, Shinoh Nam und Seungjun Lee in einer gemeinsamen Gruppenausstellung zu präsentieren. Darauf folgen jeweils Einzelausstellungen der Preisträger:innen. Der UdK Berlin Art Award wird ab 2023 jährlich in der Fakultät Bildende Kunst sowie im Studiengang Kunst und Medien an der Fakultät Gestaltung an der Universität der Künste Berlin ausgeschrieben. \nUnter dem Vorsitz des Präsidenten vergibt die mit namhaften Personen des Berliner Kunstund Kulturlebens sowie mit Professor:innen der UdK Berlin besetzte Jury den Preis an vier Meisterschüler:innen eines Jahrgangs. Der Preis umfasst eine gemeinsame Ausstellung\, eine Einzelausstellung und einen monographischen Katalog für die Preisträger:innen. Der UdK Berlin Art Award setzt die Tradition des von 1997 – 2022 verliehenen Preis des Präsidenten der UdK Berlin fort. \nFinja Sander\n8. – 11. November 2023\nOpening Mittwoch\, 8. November 2023\, 18 – 21 Uhr\nFinja Sander wählt das Medium der Performance als immer wiederkehrende Konstante. In ihren Arbeiten sucht sie nach Brüchen und Ambivalenzen im Alltäglichen\, nach unbewussten Automatismen\, sich wiederholenden\, gesellschaftlichen Mustern\, die sie isoliert und innerhalb mehrteiliger\, multimedialer Prozesse in neue Zusammenhänge bringt. Ihre Performances wurden unter anderem in den Barlach Museen\, Güstrow (2023)\, im Museum für Fotografie\, Berlin (2021)\, sowie im Hamburger Bahnhof\, Berlin (2021) gezeigt. Sander schloss im Sommer 2022 ihr Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Valérie Favre mit dem Meisterschüler:innentitel ab. Sie lebt und arbeitet in Berlin. \nMateo Contreras Gallego\n15. – 18. November 2023\nOpening Mittwoch\, 15. November 2023\, 18 – 21 Uhr\nMateo Contreras Gallego nutzt Fotografie\, Videos und Installationen als Medien seiner künstlerischen Arbeit. Ihn fasziniert die Erkundung visueller sowie erzählerischer Motive der Abwesenheit. Er begegnet Phänomenen wie Abschied\, Verlassen und Sterben in seinen Alltagserfahrungen und jenen seiner kolumbianischen Verwandten mit ihrem religiösen und mystischen Glauben. In seinen Arbeiten entstehen Szenen\, in denen Raum und Licht ein Spannungsverhältnis bilden und eine Sehnsucht offenbaren. Contreras Gallego stammt aus Bogotá\, Kolumbien und schloss 2022 sein Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Ursula Neugebauer mit dem Meisterschüler:innentitel ab. Aktuell ist er Gastdozent am Institut für Kunst im Kontext der UdK Berlin. \nShinoh Nam\n22. – 25. November 2023\nOpening Mittwoch\, 22. November 2023\, 18 – 21 Uhr\nShinoh Nam erforscht in seiner Arbeit die Fragmentierung und den Zusammenbruch von Architektur. Reale Gebäude erscheinen im Werk von Nam als Artefakte. Seine Werke schaffen philosophische Momente und greifen auf Materialien zurück\, die sich mit der Zeit transformieren. In der Betrachtung seines Werks entsteht eine individuelle und einzigartige Architektur\, die gesellschaftliche Absurditäten und Dogmen reflektiert und hinterfragt. Nam wurde in Südkorea geboren und schloss 2022 sein Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste in Berlin in der Klasse von Monica Bonvicini mit dem Meisterschüler:innentitel ab. Seine Arbeiten wurden unter anderem in der Kunsthalle Bauhaus in Dessau\, in der Botschaft der Republik Korea in Berlin\, Karma International in Zürich sowie in der Darmstädter Sezession in Darmstadt ausgestellt. \nSeungjun Lee\n29. November – 2. Dezember 2023\nOpening Mittwoch\, 29. November 2023\, 18 – 21 Uhr\nSeungjun Lee beschäftigt sich in seiner Arbeit mit der Frage\, was Erinnerung ist\, wie wir auf sie reagieren\, und auf welche Erinnerungen wir uns gemeinschaftlich beziehen. Lees Kunst bewegt sich zwischen Realität und Retrospektive\, immer mit dem Versuch\, einen weiteren Zugang zu seinem eigenen Sein zu finden. Im Gespräch mit der eigenen Erinnerung begibt sich Lee auf die Suche nach einem Ort\, an den er stets zurückkehrt. Staub ist in seinem Werk ein wiederkehrendes Medium\, das mit der Realität sowie der Vergangenheit in Verbindung steht. Mit Staub und Sand kreiert Lee ein Haus\, einen Raum seiner Erinnerung. Dieser verliert mit der Zeit seine Form und ist schließlich nicht mehr als Sand\, als ungefestigtes Sediment. Seungjun Lee stammt aus Südkorea und schloss 2022 sein Studium der Bildenden Kunst an der an der Universität der Künste in Berlin in der Klasse von Thomas Zipp mit dem Meisterschüler:innentitel ab. \nUdK Berlin Art Award\n08.11.2023 – 02.12.2023 \ngalerie burster berlin \n
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SUMMARY:Charlie Alston | Tonight Turns to Day
DESCRIPTION:Charlie Alston’s Arbeiten\, die zum ersten Mal in der GNYP Galerie in Berlin gezeigt werden\, sind ein Ort der Begegnung. Erstens sind sie ein Treffpunkt für die Elemente\, die den unermüdlichen kulturellen Appetit des Künstlers ausmachen: Sie entstehen durch die Gegenüberstellung seiner archivarischen Neigungen mit den neuesten visuellen Trends und auch durch die Verschmelzung verschiedener künstlerischer Sprachen\, alter und neuer\, mit persönlichen Details. Das Private und das Öffentliche verschmelzen\, fast ohne jede Vermittlung. Was als virtuose Übung in Abstraktion begann\, wird hier und da zu einem Experiment mit Farbfeldern\, die in einem fast konkreten Organisationsraster angeordnet sind. Mehrere Kapitel der Geschichte der Moderne und Postmoderne an einem Ort vereint. Die Intensität\, mit der der Künstler solche Momente voller sanfter Konzentration angeht\, wird durch die Geschwindigkeit\, mit der sich eine Sache in eine andere verwandelt\, fast widerlegt. Verschiedene Temporalitäten\, historische und ästhetische\, sind in diesen Gemälden versammelt. \nDoch Alstons Leinwände sind auch ein Ort der Begegnung für etwas anderes. Sie sind nicht nur der großzügige und manchmal schöne Raum\, in dem sich Geschichte trifft. Sei es die Geschichte der Malerei oder Weltgeschichte. Diese Gemälde zeugen auch von den kleinen Dingen\, trotz ihrer Größe und ihrer lauten Aussagen. Sie sind auch der Treffpunkt von Alstons privater Welt. Sie sind also der Raum\, in dem Gesichter oder der Körper der ihm Nahestehenden auftauchen\, in dem die Slogans\, Farben und Bilder der Welt\, die ihn beeindrucken\, manchmal aufeinanderprallen\, manchmal ineinander übergehen. Interessant an diesen Gemälden ist auf jeden Fall\, dass diese Tendenzen auch auf der formalen Ebene präsent sind. \nMan könnte annehmen\, dass eine der wenigen Möglichkeiten\, mit solch großen Themen umzugehen\, darin besteht\, sie in Anführungszeichen zu setzen\, d. h. durch oberflächliche Anspielungen\, Referenzen und Aneignungen. Denn wie konjugiert man die unüberbrückbaren Gegensätze\, die die Welt strukturieren? Wie bringt man gegensätzliche Sichtweisen in den begrenzten Raum der Leinwand ein? Charlie Alston zeigt\, dass alle Bezüge mit dem nötigen Respekt behandelt werden sollten. In seinen künstlerischen Begriffen bedeutet das\, eine tiefere Beziehung zu seinen Materialien herzustellen. „Tiefe“ ist übrigens das Wort\, das der Künstler selbst verwendet; ein passender Begriff für alles\, was auf der Oberfläche der Leinwand geschieht\, und für unsere Beziehung zur Welt im Allgemeinen. „Tiefe ist ein großes Wort\, das mir in den letzten Monaten durch den Kopf gegangen ist“\, erzählt Alston. „Die Farben sind also tiefer\, die Schichtung vielfältiger\, mehr Farbblockierungen\, mehr Masse.“ \nAber dieselbe Tiefe eröffnet auch andere Bedeutungsebenen. Wie der Titel der Ausstellung schon andeutet\, beschäftigt sich Alston\, in seinen eigenen Worten\, „mit der Idee der Dämmerung als Zustand\, Morgengrauen\, Abenddämmerung. Wo die Gegenwart irgendwie als Dämmerung zwischen Vergangenheit und Zukunft existiert. Wie es uns in der Dämmerung schwerfällt\, Licht und Schatten\, Raum\, Tiefe\, Objekte und Kanten zu unterscheiden“. Die Stabilisierung durch die Tiefe\, an der er interessiert ist\, wird in diesem Sinne durch die ewige Unbeständigkeit der Dinge\, die hier durch das Zwielicht symbolisiert wird\, problematisiert. Je mehr er gräbt\, desto instabiler scheinen die Dinge zu sein. Um der wahren Natur der Dinge näher zu kommen\, intensiviert der Künstler seine Bemühungen – eine ethische wie auch eine ästhetische Haltung. \nEs könnte nicht anders sein. Für einen jungen Künstler\, der in einer vernetzten Welt aufwächst\, der sich für die verschiedenen Kapitel der Geschichte seines Mediums interessiert\, für die Schwierigkeiten und Wunder des globalen Reisens\, kann die schiere Anzahl der Bilder und Ideen da draußen ein wahnsinniges Ausmaß annehmen. Doch Charlie Alston hat vielleicht einen Weg gefunden\, das alles zu ordnen\, zumindest für den Moment. Er hat keine Angst vor all den Bezügen\, die ihn umgeben\, er fängt alles ein\, was er kann\, setzt es auf seine Leinwände und behandelt es mit intensiver Aufmerksamkeit. Auf diese Weise schafft er nicht nur eine aufregende Zusammenstellung einiger Bilder und kultureller Tendenzen unserer Zeit\, sondern zeigt durch das sanfte Aufeinanderprallen seiner Farben\, Themen und Referenzen auch einen Weg auf\, wie wir miteinander leben können. \nJoão Gabriel Rizek \n
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SUMMARY:Joachim Grommek - friends & others
DESCRIPTION:Weshalb macht sich einer die Mühe und imitiert Pressspan? Malend und dazu auf einer Spanplatte\, die selbst eine feine Maserung aufweist. Auch wenn Joachim Grommek die Illusion hölzerner Oberflächen längst ebenso virtuos wie effizient erzeugen kann\, erstaunt sein konsequenter Wille zur visuellen Nachschöpfung. Es bleibt nicht bei der einen Täuschung. Sowohl die Farbflächen als auch die präzisen Horizontalen und Vertikalen seiner Gemälde wirken wie industriell produziert. Vergeblich sucht man in seiner neuen Serie „friends & others“ nach einem individuellen Gestus\, die Glattheit und Perfektion charakterisiert im Gegenteil Grommeks künstlerische Praxis. Und er verstärkt diesen Eindruck der Verwendung vorgefertigter Folien und Klebestreifen durch die plastischen Eigenschaften seiner Malerei: Selbst die transparenten Streifen\, die Tesafilm imitieren und die auf der Spanplatte arrangierten Bildelemente zu fixieren scheinen\, wirken wie aufgeklebt. Dass es in seinen Ausstellungen immer wieder Besucher gibt\, die ein Stück davon abziehen wollen\, unterstreicht die illusionären Qualitäten dieser zeitgenössischen Trompe- l’œils. \nSie schließen das Banale\, den vermeintlich lapidaren Einsatz alltäglicher Materialien\, mit der Kunstgeschichte kurz und erzeugen irritierende Momente. Trotz der Klarheit ihrer Kompositionen senden die Bilder widersprüchliche Signale. Es ist offensichtlich\, dass Joachim Grommek zugleich die malerische Sprache der Avantgarde dekliniert. Der Konstruktivismus eines Kasimir Malewitsch scheint in den Kompositionen ebenso auf wie das strenge Raster und die mit Primärfarben gefüllten Geometrien eines Piet Mondrian oder die jüngere Minimal Art. Es stellen sich Fragen der Appropriation Art\, was die Aneignung fremder Werke bis zur kompletten Adaption anbelangt. Schließlich wird an die künstlerische Praxis des Ready-made erinnert: Grommek favorisiert ebenfalls das Objet trouvé\, setzt sich zugleich aber von Marcel Duchamp ab\, indem er die Situation mit den Mitteln der Malerei rekonstruiert. \nMondrian widmet der Künstler in seiner aktuellen Ausstellung zwei „Blaupausen“\, die mithilfe eines von der Zeit überholten Verfahrens Werke des Neoplastizisten kopieren – gemalt natürlich. Das Simple\, leicht Verwaschene jener Methode übernimmt er ebenfalls und siedelt sein Werk so erneut im Vakuum zwischen dem musealen Vorbild und einem handwerklich bedingten Verfahren an. Ähnlich verfährt Grommek schließlich in der Werkreihe der „Farbkopien“. Hier greift er auf eigene ältere Arbeiten zurück\, remixt und verdoppelt sie. Entsprechend der Technik entstehen plane Nachbilder\, bei denen jedoch einzelne Farbfelder im Prozess der Entstehung variiert werden. Grommek gelangt zu einer intensiveren Farbigkeit\, die fast alle neuen Arbeiten aufweisen. \nMit solchen kalkulierten Fehlern betont das Werk erneut die Differenz zwischen Vorbild und Abbild\, Original und Fälschung\, Realität und Behauptung. Es sind die Fragen der Moderne nach der Bedeutung des Bildraums und damit der Kunst im 21. Jahrhundert. Das Ende der Malerei mag immer wieder postuliert werden – ein Blick auf die konzeptuellen Bilder von Joachim Grommek macht klar\, dass diese Fragen weiter relevant sind. Auch er gibt keine Antworten. Es ist das Prinzip seiner Kunst\, dass er die Widersprüche herausarbeitet. Sensibel\, höchst reflexiv\, mit ironischem Understatement und einem Faible für Ästhetik. Dass es ihm mehr um die „Idee von Holz“ ginge als um das konkrete Material\, hat er in einem Interview mit dem Künstler Damien Hirst gesagt. Der fand den Aufwand\, den Grommek mit seiner Malerei betreibt\, ziemlich kompliziert. Eine Kopie sei wesentlich einfacher herzustellen. „Ich nehme das Alltägliche und mache es interessant“\, antwortete Grommek darauf. Aber natürlich schafft er in seinem Werk viel mehr. \nBeitragsbild: untitled (cymk 1)\, 2023\, enamel\, acrylic\, oil\, primer\, chipboard | 50 x 38 cm | 19.7 x 15.0 inches \nJoachim Grommek – friends & others\n10. November 2023 – 20. Januar 2024 \nTaubert Contemporary \n
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