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SUMMARY:Rebecca Harper: Thick Skinned - Quick Finned Always Turning Tides Tale
DESCRIPTION:Die Szenerie entfaltet sich langsam in den Bildern von Rebecca Harper – langsam und hermetisch\, alles spielt sich wie auf einer Bühne vor den Augen der Betrachtenden ab. Die Räume\, die Figuren\, das Wasser – alles hat seinen Platz\, doch nichts bleibt isoliert. Alles kreist\, wie ein Himmelskörper\, um das Zentrum. Das Zentrum aller Darstellungen ist eine starke blonde Frau. Immer wieder sitzt sie in unterschiedlichen Momenten am Rand einer Wanne\, am Rand eines Bettes\, auf einer weichen Couch – allein\, in ihrer Welt. Sie hält eine Robbe\, die\, wie alle anderen Objekte\, eine Erweiterung der Frau selbst zu sein scheint. Eine Hand auf dem Fell\, eine Flosse auf ihrem Schoß – eine Symbiose\, vertraut und doch kindlich-weiblich\, kein Mutter-Kind-Verhältnis\, sondern ein Konzept von Kind und Frau. \nDie Räume erzählen Geschichten – aber nicht laut\, nicht fordernd. Objekte und Gegenstände sind aufgelistet: Bilder\, Spiegelungen\, offene Fenster. Wasser durchzieht alles – dunkle Flüsse\, gefüllte Wannen\, gemalte Meereslandschaften. Doch es ist kein Wasser\, das verschlingt oder zieht – sondern Wasser\, das trägt\, das erinnert\, das in Bewegung ist. Die Spiegel zeigen nicht nur die Frau\, sondern auch den Raum um sie herum\, eröffnen Perspektiven\, machen sichtbar\, was sonst übersehen würde. \nUnd überall finden sich Zeichen\, kleine Dinge\, die bleiben: die verschlossene Hutschachtel mit dem roten Vogel\, als bewahre sie etwas\, das nicht verloren gehen darf – oder das besser in der Schachtel bleibt\, wissend aufbewahrt. Die Bücher\, die niemand liest\, doch sie sind da\, als potenzielle Erzählungen. Die Landkarten an den Wänden\, die Kompasse\, die Segelboote – das Kind-Frau-Schema weist eine Richtung\, trägt das Subjekt wie selbstverständlich mit dem Wind in die richtige Bahn. \nDie Titel klingen zunächst wie Zeilen aus einem Gedicht – nicht bloß Beschreibungen\, sondern Gedanken\, die nachhallen. Blinking through Salt Lashes – ein Moment\, in dem das Sehen schwerfällt\, das Blinzeln durch Tränen oder Meerwasser\, als sei die Welt für einen Augenblick verhüllt. Dann Disappear like a Snatched Breath on an Angry Tide – als würde etwas fortgerissen\, ein Atemzug\, den man nicht halten kann\, ein Körper\, der sich auflöst\, nicht aus Schwäche\, sondern weil die Strömung es so will. \nAndere Titel sind beinahe erzählerisch\, lang\, als wollten sie nicht nur benennen\, sondern einen Rhythmus setzen. Thick Skinned – Quick Finned\, Always Turning Tides Tale spricht von Anpassung\, von einer Haut\, die schützt\, von Beweglichkeit\, von Flossen\, die niemals stillstehen – ein Körper\, der sich immer mit der Strömung dreht. Secret Eyes\, Holding Mourning of the Darkest River ist ein Versprechen\, ein Blick\, der mehr sieht\, der etwas bewahrt – eine Trauer\, die nicht laut wird\, sondern weiterfließt\, in einem Fluss\, der keine Ruhe kennt. \nDer Körper ist zentral\, präsent\, fest\, aber niemals starr. Er sitzt\, hält\, stützt sich ab\, bewegt sich in kleinen Momenten längerer Handlungen – in Pausen\, in einem Blick nach oben\, in einer kauernden Haltung. Die Körperhaltung ist offen\, aber nicht zur Schau gestellt\, kontrolliert\, aber nicht erstarrt. Kleidung betont oder löst sich auf\, Schnürungen fehlen\, Stoffe hängen herab – als würde die Grenze zwischen Körper und Umgebung durchlässig. Das Wasser ist nah – in Badewannen\, in Strömungen\, in Gemälden – ein Element\, das sich mit der Figur verbindet\, aber sie nicht verschlingt. \nDie Abwesenheit von Männern ist eine Lücke\, eine spürbare Leerstelle\, die sich durch die Räume zieht\, durch die Haltung der Frau\, durch die Objekte\, die sich um sie sammeln. Sie sitzt\, sie hält\, sie bewegt sich – aber es gibt kein Gegenüber. Kein männlicher Körper\, keine Hand\, die greift oder sich entzieht\, keine Gestalt\, die sich in den Spiegeln zeigt. Diese Leerstelle ist nicht bloß eine Abwesenheit – sie ist strukturell\, sie definiert die Räume\, weil sie nicht gefüllt wird. Außer durch eine Andeutung: einen Schatten. \nStattdessen gibt es Fische. Sie sind die einzige Spur\, die einzige Übersetzung eines abwesenden männlichen Prinzips. Sie liegen auf Tischen\, schwimmen in Wannen\, sind auf Fliesen gemalt – reglos oder in endloser Kreisbewegung\, nicht handelnd\, nicht sprechend. Der Fisch\, klassisches phallisches Symbol\, taucht auf\, doch bleibt er Objekt – ohne Funktion\, ohne Körper\, das Relikt eines Gegenübers\, das in dieser Welt nicht mehr agiert. \nDie Vögel sind keine bloße Dekoration\, keine sanften Begleiter des Lichts. Sie tauchen auf\, schwebend\, stürzend\, kreisend – als schwarze Figur auf dem Kaminsims\, als Möwe\, die fast den Boden berührt. Sie folgen keinem klaren Muster\, sie fügen sich nicht in die Symbolik der anderen Tiere. Die Robbe liegt\, die Fische schweigen – doch die Vögel fliegen\, manchmal zu nah\, manchmal wie eine Warnung\, manchmal als Echo von etwas\, das sich ankündigt\, ohne greifbar zu werden. Ihr Schwarz hebt sie von der Umgebung ab\, als gehörten sie nicht in die Welt der Frau\, sondern als dringe etwas von außen ein – ein Fremdkörper im Raum ihrer Reflexionen und Wasserflächen. Sie existieren jenseits der Wellen\, jenseits der Wannen\, außerhalb der Strömung – als etwas\, das sich nicht einordnen lässt. Vielleicht sind sie das\, was nicht gehalten werden kann\, was sich entzieht – während die Frau bleibt. \nDie Schachtel bleibt geschlossen\, weil sie nicht geöffnet werden muss. Sie steht da\, immer am selben Ort\, mit dem roten Vogel auf dem Deckel – als Zeichen\, als Möglichkeit\, als Behälter für etwas\, das nicht nach einem Ausbruch verlangt. Die Vögel außerhalb der Schachtel sind wild\, unkontrolliert\, eine Kraft\, die sich nicht bändigen lässt. Doch dieser Vogel bleibt an die Oberfläche gebunden – eingefroren\, gehalten\, bewahrt oder verzaubert. Vielleicht ist die Schachtel eine versiegelte Bedrohung – eine Kraft\, die nicht konkurrieren kann\, die in der Dynamik von Halten und Gehaltenwerden keinen Platz hat. Vielleicht bleibt sie deshalb unberührt. Weil ihr Inhalt zu mächtig ist. Weil das\, was verborgen liegt\, nicht zugelassen werden kann. \n
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SUMMARY:URBAN NATION präsentiert TALKING... & OTHER BANANA SKINS
DESCRIPTION:URBAN NATION präsentiert TALKING… & OTHER BANANA SKINS\, kuratiert von Michelle Houston. Die lebendige und bunte Ausstellung fordert mit urbaner und zeitgenössischer Kunst provokant einen Dialog ein. Sie wirkt als Katalysator und lädt zum Diskurs über die drängendsten Fragen unserer Zeit ein. Zum Auftakt wird vom international bekannten Kollektiv BROKEN FINGAZ CREW aus Israel (Haifa) die Fassade des Museums neu gestaltet. Die Ausstellung zeigt Gemälde\, Installationen\, Skulpturen und Videoarbeiten\, die die gesamte Bandbreite der urbanen und zeitgenössischen Kunst abdecken. Zu den Künstlern gehören unter anderem ROCCO AND HIS BROTHERS (Berlin)\, ICY AND SOT (Tabriz/NY)\, VARIOUS AND GOULD (Berlin)\, JOSÉPHINE SAGNA (Hamburg) und LOW BROS (Hamburg). \nTALKING… & OTHER BANANA SKINS thematisiert die Polarisierung unserer Gesellschaft. Sie ermutigt die Besucher\, ihre eigene Perspektive zu hinterfragen. Konflikte und Themen sind vielschichtig und lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Die Kunstwerke\, die in den acht Kapiteln der Ausstellung präsentiert werden\, hinterfragen\, wie und was in der Gesellschaft und im urbanen Umfeld kommuniziert wird. Sie stellen den Austausch und den Dialog wieder in den Mittelpunkt. \n„Die Kunst nimmt in der Gesellschaft eine ganz besondere Stellung ein. Künstler haben die Möglichkeit\, zu beobachten\, zu reflektieren und sich in ein Thema zu vertiefen\, indem sie Ideen auf eine Art und Weise präsentieren\, die nicht an ein bestimmtes Sprachsystem gebunden sind. Auf diese Weise bringen sie uns dazu\, die eigene Haltung neu zu überdenken.“ \nMichelle Houston\, Kuratorin der Ausstellung \nTEILNEHMENDE KÜNSTLER*INNEN:\n1UP\, AEC INTERESNI KAZKI\, AMARTEY GOLDING\, ANA BARRIGA\, ANDREAS ENGLUND\, ANNA LUKASHEVSY\, BILL POSTERS\, BJÖRN HEYN\, BROKEN FINGAZ CREW\, DAVE THE CHIMP\, DENIS CHERIM\, DISNOVATION\, EL MAC\, FAISAL HUSSAIN\, FAUST\, FRANCO FASOLI AKA JAZ\, HIJACK\, HIN\, HOT TEA\, HUGO BAUDOUIN\, HUH?\, ICY AND SOT\, IDA LAWRENCE\, ISAAC CORDAL\, JAN VAN ESCH\, JEFF HONG\, JIMMY TURRELL\, JOSÉPHINE SAGNA\, KNOW HOPE\, LE FOU\, LOOK THE WEIRD\, LOW BROS\, NOEMI CONAN\, OLEK\, RICH THORNE\, ROCCO AND HIS BROTHERS\, SEPE\, SIMON MENNER\, SPLASH AND BURN\, SPY\, TEZZ KAMOEN\, THE WA\, VARIOUS AND GOULD\, VERA KOCHUBEY\, YOANN BOURGEOIS. \nJoséphine Sagna: I want change II [WE NEED TO TALK]\nUNARTIG – Kunstfest im Quartier\nAnlässlich der Eröffnung der Ausstellung „TALKING…& OTHER BANANA SKINS“ findet rund um das Museum das UNARTIG – Kunstfest im Quartier statt. Das Programm umfasst von 21 Künstlern gestaltete Wandgemälde\, Workshops und Performances von Künstlern wie YOANN BOURGEOIS sowie geführte Urban Art Touren durch die Nachbarschaft des URBAN NATION Museums. Dazu gibt es Diskussionsrunden\, Street Food\, Musik und vieles mehr. \nÜBER DIE STIFTUNG BERLINER LEBEN\nDie Stiftung Berliner Leben übernimmt Verantwortung\, indem sie sich langfristig und strategisch für lebenswerte Quartiere einsetzt und zielgerichtet die Potentiale von Kindern und Jugendlichen fördert\, wodurch sie zu sozialer Teilhabe und Stadtentwicklung beiträgt. Im Jahr 2021 startete die Stiftung Berliner Leben ihr neues Programm Stadtraum!Plus. \nÜBER DAS URBAN NATION MUSEUM\nURBAN NATION und das URBAN NATION Museum sind eine Initiative der gemeinnützigen Stiftung Berliner Leben\, die von der Gewobag AG gegründet wurde. Ziel der Arbeit von URBAN NATION ist es\, den kreativen Austausch zwischen Künstlern und Berlinern und Berlinerinnen zu fördern und die Integration und die Teilhabe durch kulturelle Bildungsprogramme in den Berliner Quartieren zu unterstützen. \nTALKING… & OTHER BANANA SKINS\nJuni 2022 – Dezember 2024 \nEröffnung: Freitag 17. Juni 2022\, 19:00 Uhr \nKunstfest im Quartier\n17. – 19. Juni 2022 \nURBAN NATION \n
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SUMMARY:KÄTHE TO GO im Käthe-Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Das Käthe-Kollwitz-Museum zieht in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg!\nWährend der Umzugsphase bietet das Museum in seinem KOLLWITZ GUIDE eine digitale Stadttour der besonderen Art an. Mit KÄTHE TO GO kann man Orte in Berlin entdecken\, von denen Käthe Kollwitz sich inspirieren ließ oder an denen sie künstlerisch arbeitete. Ihr Leben lang befasste sich Kollwitz mit Themen wie Tod\, Elend\, Schmerz und Ungerechtigkeit. Sie besuchte beispielsweise die Insassinnen des Frauengefängnisses in der Barnimstraße oder begleitete skizzierend den Kohlenstreik im Wedding.\nEinige Orte ihrer Inspirationen existieren heute nahezu unverändert\, andere sind nicht mehr wieder zu erkennen. KÄTHE TO GO ermöglicht\, sich im Berliner Stadtraum auf Kollwitz‘ Spuren zu begeben und ihrer Geschichte nachzuspüren. Außerdem finden Sie im KOLLWITZ GUIDE eine Preview zur neuen Sammlungspräsentation im Theaterbau.\nZum KOLLWITZ GUIDE gelangt man über die Webseite: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/ oder über folgenden Link: https://tinyurl.com/2aff4vqp \n
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SUMMARY:Pallavi Paul - How Love Moves: Prelude
DESCRIPTION:\nDie Künstlerin und Filmwissenschaftlerin Pallavi Paul arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kino\, Literatur und politischen Konfliktlinien. Sie nutzt die Kamera als Hauptmedium\, um zu hinterfragen\, wie spirituelle\, technologische\, politische und historische „Wahrheits“-Regime im öffentlichen Leben produziert und aufrechterhalten werden. \nIn ihrer multidisziplinären Praxis\, die sich über die Bereiche Film\, Installation\, Performance\, Zeichnung und Text entfaltet\, interessiert sich Paul insbesondere für die Spannung zwischen dem Dokument und seiner ästhetischen Ausdrucksform – dem Dokumentarfilm. Sie produziert filmische Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Fiktion und Dokumentation\, indem Paul visuelle Poesie durch verschiedene Referenzen entstehen lässt. Dabei zitiert sie oft aus Nachrichtenmaterial\, Youtube-Fünden\, sozialen Medien\, historischen Quellen und mehrsprachigen Texten\, setzt diese zusammen und kombiniert sie mit neu gedrehtem Material. Ihre früheren sowie aktuelle Filme machen das Publikum mit den Anfängen des Kinos als Instrument der Magie vertraut\, und lassen gleichzeitig immer wieder mutige\, unheimliche und temperamentvolle Protagonist*innen in Erscheinung treten. \nSeit 2020 erforscht Pallavi Paul den weitläufigen Bereich des Atmens – nicht nur durch den einzelnen Körper\, sondern durch das Kollektiv als transhistorische\, transgeografische und transformative Strömung. Sie beobachtet\, was es bedeutet\, Muster von molekularem Kolonialismus\, religiöser und rassifizierter Gewalt in der heutigen Gesellschaft zu erkennen. Dabei wendet sie sich dem Akt des Atmens als politischem\, sozialem\, ökologischem und rhythmischem Refrain des Lebens in Zeiten von Dissens und Verletzlichkeit zu. Die monumentalen Herausforderungen für Infrastrukturen von Gesundheit als auch für den Atem entziehen sich der Zeitgebundenheit des Bildschirms; viel eher verkörpern sie einen kontinuierlichen Prozess der Zirkulation und Regulierung\, der jede*n Einzelne*n mit allen Lebensformen verbindet. \nWährend ihrer Zeit als Artist in Residence am Gropius Bau im Jahr 2023 vertieft Pallavi Paul ihre Forschungen über die Liebe und deren verkörpertes Gegenstück\, den Atem. Sie stellt sich der einzigartigen Herausforderung\, greifbare Abbildungen von etwas Allgegenwärtigem\, aber „Unsichtbarem“ zu schaffen. \nAb dem 10. August wird im ersten Stock des Gropius Bau der Auftakt zu Pauls großer Einzelausstellung How Love Moves (2024) gezeigt. In How Love Moves: Prelude taucht eine Szenografie rund um die Drei-Kanal-Videoinstallation Cynthia Ke Sapne / The Dreams of Cynthia (2017) den historischen Schliemannsaal in einen Dämmerzustand zwischen Wachsein und Schlaf. Die Installation ist frei zugänglich und wird von dem Programm Six Days of Love begleitet\, das sich zwischen August 2023 und Frühjahr 2024 als eine Reihe von filmischen Lesungen\, Gesprächsformaten\, Performances und akustische Aktivierungen entfaltet. \nKuratiert von Natasha Ginwala \nBeitragsbild: Pallavi Paul\, Changing Places in the Fire\, Filmstill\, 2022 \n\nPallavi Paul – How Love Moves: Prelude\nab dem 10. August \nGropius Bau \n
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SUMMARY:La Chola Poblete: Guaymallén
DESCRIPTION:La Chola Poblete\, geboren 1989 in Mendoza (Argentinien)\, ist die „Künstlerin des Jahres“ der Deutschen Bank. Die Argentinierin setzt sich kritisch mit den Folgen von Kolonialismus und weißer Vorherrschaft in ihrer Heimat auseinander. In Aquarellen\, Skulpturen\, Installationen und Performances reflektiert sie ihre Indigenen und queeren Wurzeln und widersetzt sich der Stereotypisierung und Exotisierung Indigener Völker. Mit „Guaymallén“ präsentiert das PalaisPopulaire La Chola Pobletes erste Einzelausstellung in Deutschland. Im Rahmen der Berlin Art Week wird die Künstlerin gemeinsam mit Lola Bhajan eine neue Performance zeigen. \n
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SUMMARY:If the Berlin Wind Blows My Flag.  Kunst und Internationalisierung vor dem Mauerfall. Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.).
DESCRIPTION:Im Rahmen des Residenzprogramms wurden ab 1963 internationale Kulturschaffende in die Stadt eingeladen\, um West-Berlin vor der „kulturellen Isolation“ zu bewahren. Eine Ausstellung in drei Kapiteln – im n.b.k.\, in der daadgalerie und in der Galerie im Körnerpark – sowie Veranstaltungen in der Akademie der Künste beleuchten die Rolle\, die das Programm für die Herausbildung und Vernetzung künstlerischer Praktiken während des Kalten Krieges hatte und befragen seine kulturpolitische Ausrichtung. Im Vordergrund stehen dabei die Aktivitäten des Berliner Künstlerprogramms\, welches vor 60 Jahren von der US-amerikanischen Ford Foundation gegründet und ab 1965 durch den DAAD weiterbetrieben wurde\, insbesondere im Hinblick auf die politisch motivierten Hintergründe der angestrebten Internationalisierung der West-Berliner Kunstszene. \nDie Ausstellung im n.b.k. legt den Fokus auf künstlerische Formen und Positionen im Berlin der 1970er und 1980er Jahre\, die im Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen (Ieva Epnere\, Kasia Fudakowski\, Isaac Chong Wai) präsentiert werden. Anhand von historischen Projekten im öffentlichen Raum (wie ADA – Aktionen der Avantgarde und Hotel Room Event oder Aktionen von Daniel Buren\, Endre Tót\, Milan Knížák)\, Werken des West-Berliner Kritischen Realismus (Bettina von Arnim\, Maina-Miriam Munsky) und der Malerei Maija Tabakas aus der ehemaligen UdSSR\, oder dem internationalen Netzwerk um die EP Galerie von Jürgen Schweinebraden in Ost-Berlin wird das Zusammenspiel der künstlerischen Bewegungen innerhalb und jenseits der Grenzen der geteilten Stadt nachgezeichnet. \n
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SUMMARY:Bea Schlingelhoff. Accounting Confessions
DESCRIPTION:Kurator: Marius Babias \nAb dem 13. September 2023 kann für Überweisungen an den n.b.k. das Konto einer konfessionslosen Bank genutzt werden. \nSeit 2000 führt der n.b.k. seine Geschäftskonten bei der christlich-katholischen Pax-Bank in direkter Nachbarschaft\, einer Genossenschaftsbank mit ethisch-nachhaltiger Ausrichtung. Anlässlich der Ausstellung Accounting Confessions von Bea Schlingelhoff wurden zwei Konten bei einer konfessionslosen Genossenschaftsbank eröffnet\, die für die Durchführung zukünftiger Projekte sowie für Einzahlungen von Mitgliedsbeiträgen oder für andere Buchungen alternativ genutzt werden können. Diese Konten bleiben über die Ausstellung hinaus aktiv. \nDurch Freilegung des Bodenbelags\, Öffnung der Fensterfront und Rückbau der Wände versetzt die Künstlerin den n.b.k. Showroom in seinen vorherigen Zustand als Büroraum. Die Wände des Ausstellungsraumes werden im n.b.k.-Grau (RAL-Code 7047) gestrichen und die neuen IBAN-Nummern bekannt gegeben. \nFür Accounting Confessions entwarf die Künstlerin zudem eine eigene Schriftart\, die nach Mary Daly benannt und ihr gewidmet ist. \nBea Schlingelhoff (lebt und arbeitet in Zürich) hatte zuletzt monografische Ausstellungen im Künstlerhaus Stuttgart (2022); Kunstverein München (2021); Museum des Landes Glarus\, Näfels / Schweiz (2019) und Schloss\, Oslo (2018). Gruppenausstellungen u.a.: Bergen Kunsthall (2021); Kunsthalle Zürich; Kunsthalle Basel; Kunsthaus Glarus (alle 2020); Kölnischer Kunstverein (2019); Manifesta\, Genk (2012). 2023 wurde Schlingelhoff mit dem Prix de la Société des Arts de Genève ausgezeichnet. Seit 2011 lehrt sie an der Zürcher Hochschule der Künste. \n
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SUMMARY:If the Berlin Wind Blows My Flag. Kunst und Internationalisierung vor dem Mauerfall
DESCRIPTION:Die Ausstellung If the Berlin Wind Blows My Flag nimmt anhand der Geschichte des Berliner Künstlerprogramms (BKP) des DAAD die künstlerischen Szenen in West-Berlin vor dem Mauerfall in den Blick. Im Rahmen des Residenzprogramms wurden ab 1963 internationale Kulturschaffende in die Stadt eingeladen\, um West-Berlin vor der „kulturellen Isolation“ zu bewahren. Eine Ausstellung in drei Kapiteln – in der daadgalerie\, dem n.b.k. und der Galerie im Körnerpark – sowie Veranstaltungen in der Akademie der Künste beleuchten die Rolle\, die das Programm für die Herausbildung und Vernetzung künstlerischer Praktiken während des Kalten Krieges hatte und befragt seine kulturpolitische Ausrichtung\, die sich insbesondere in den Auswahlverfahren bemerkbar machte. \nIn der daadgalerie steht die Befragung der Entstehungsgeschichte und des kulturpolitischen Auftrags des Berliner Künstlerprogramms in seinen ersten zehn Jahren im Vordergrund. Anhand historischer Werke (u. a. von KP Brehmer\, George Rickey oder Bridget Riley) sowie Neuproduktionen in Reaktion auf Dokumente und Ephemera aus dem Archiv des Programms (u. a. von Contemporary & und Sonya Schönberger) werden künstlerische Netzwerke nachgezeichnet und etablierte institutionelle Erzählungen neu verhandelt. \nDie Ausstellung im n.b.k. legt den Fokus auf zentrale Ausstellungen und Kunstrichtungen der 1970er und 1980er Jahre\, die im Dialog mit zeitgenössischen Positionen präsentiert werden. Anhand von historischen Projekten im öffentlichen Raum\, Werken des Kritischen Realismus oder dem internationalen Netzwerk um die EP Galerie Schweinebraden in Ost-Berlin wird das Zusammenspiel der künstlerischen Bewegungen innerhalb und jenseits der Grenzen der geteilten Stadt nachgezeichnet. \nIn der Galerie im Körnerpark spürt die erste deutsche Einzelausstellung Agnes Denes. Early Works seit 1979 den ursprünglichen Ideen der Künstlerin nach\, die sie für ein nie zustande gekommenes BKP-Stipendium entwickelt hatte. Neben einer neu entstandenen Wandarbeit werden frühe fotografische und zeichnerische Werke aus den 1970er und 1980er Jahren gezeigt\, die Denes künstlerisches Programm bis heute prägen und Fragen von Wissenschaft\, Ökologie und Körperpolitik thematisieren. \nMit Werken von Bettina von Arnim\, Gábor Bódy\, KP Brehmer\, Marcel Broodthaers\, Stanley Brouwn\, Wojciech Bruszewski\, Daniel Buren\, Vlassis Caniaris\, Rafael Canogar\, Isaac Chong Wai\, Agnes Denes\, Braco Dimitrijević\, Piero Dorazio\, Ieva Epnere\, Wojciech Fangor\, Robert Filliou\, Terry Fox\, Kasia Fudakowski\, K. H. Hödicke\, Dorothy Iannone\, Joan Jonas\, Wolf Kahlen\, Allan Kaprow\, Edward & Nancy Kienholz\, Milan Knížák\, Jan Kotik\, Shigeko Kubota\, Joan La Barbara\, László Lakner\, Maria Lassnig\, Madeyoulook\, Maina-Miriam Munsky\, Ann Noël\, Eduardo Paolozzi\, A. R. Penck\, Michelangelo Pistoletto\, Suzan Pitt\, Yvonne Rainer\, Remo Remotti\, George Rickey\, Bridget Riley\, Alicja Rogalska\, Sonya Schönberger\, Shelly Silver\, Charles Simonds\, Maija Tabaka\, Endre Tót\, Ben Vautier\, Emilio Vedova\, Wolf Vostell\, Lawrence Weiner\, Stephen Willats\, Emmett Williams\, Ruth Wolf-Rehfeldt\, Constantin Xenakis u. a. \nKuratorinnen: Nóra Lukács\, Melanie Roumiguière\nAssoziierte Kurator*innen: Malte Giesen\, Krisztina Hunya\, Yolanda Kaddu-Mulindwa\, Angela Lammert \nDie Ausstellung If the Berlin Wind Blows My Flag ist ein Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) und des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Kooperation mit der Akademie der Künste und der Galerie im Körnerpark\, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds \nDas Berliner Künstlerprogramm des DAAD vergibt international höchst renommierte Auszeichnungsstipendien. Seit 1963 haben auf Einladung des BKP über 1.300 herausragende ausländische bildende KünstlerInnen\, SchriftstellerInnen\, FilmemacherInnen\, KomponistInnen und KlangkünstlerInnen in Berlin gelebt und gearbeitet. Im Rahmen seiner nachhaltigen Künstlerförderung präsentiert das Programm Arbeiten aktueller wie ehemaliger Gäste in der daadgalerie in Kreuzberg sowie an Partnerinstitutionen in Berlin\, Deutschland und dem Ausland. \nIf the Berlin Wind Blows My Flag.\nKunst und Internationalisierung vor dem Mauerfall\n14. September 2023 – 14. Januar 2024\nEröffnung am 13. September 2023 \nim Rahmen der Berlin Art Week 2023 \ndaadgalerie \nn.b.k. \nGalerie im Körnerpark \n
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SUMMARY:If the Berlin Wind Blows My Flag.  Kunst und Internationalisierung vor dem Mauerfall
DESCRIPTION:If the Berlin Wind Blows My Flag nimmt anhand der Geschichte des Berliner Künstlerprogramms (BKP) des DAAD die künstlerischen Szenen in West-Berlin vor dem Mauerfall in den Blick. Im Rahmen des Residenzprogramms wurden ab 1963 internationale Kulturschaffende in die Stadt eingeladen\, um West-Berlin vor der „kulturellen Isolation“ zu bewahren. Eine Ausstellung in drei Kapiteln – in der daadgalerie\, dem n.b.k. und der Galerie im Körnerpark – sowie Veranstaltungen in der Akademie der Künste beleuchten die Rolle\, die das Programm für die Herausbildung und Vernetzung künstlerischer Praktiken während des Kalten Krieges hatte und befragt seine kulturpolitische Ausrichtung\, die sich insbesondere in den Auswahlverfahren bemerkbar machte. \nDie Ausstellung im n.b.k. legt den Fokus auf zentrale Ausstellungen und Kunstrichtungen der 1970er und 1980er Jahre\, die im Dialog mit zeitgenössischen Positionen präsentiert werden. Anhand von historischen Projekten im öffentlichen Raum\, Werken des Kritischen Realismus oder dem internationalen Netzwerk um die EP Galerie Schweinebraden in Ost-Berlin wird das Zusammenspiel der künstlerischen Bewegungen innerhalb und jenseits der Grenzen der geteilten Stadt nachgezeichnet. \nIn der daadgalerie steht die Befragung der Entstehungsgeschichte und des kulturpolitischen Auftrags des Berliner Künstlerprogramms in seinen ersten zehn Jahren im Vordergrund. Anhand historischer Werke (u. a. von KP Brehmer\, George Rickey oder Bridget Riley) sowie Neuproduktionen in Reaktion auf Dokumente und Ephemera aus dem Archiv des Programms (u. a. von Contemporary & und Sonya Schönberger) werden künstlerische Netzwerke nachgezeichnet und etablierte institutionelle Erzählungen neu verhandelt. \nIn der Galerie im Körnerpark spürt die erste deutsche Einzelausstellung Agnes Denes. Early Works seit 1979 den ursprünglichen Ideen der Künstlerin nach\, die sie für ein nie zustande gekommenes BKP-Stipendium entwickelt hatte. Neben einer neu entstandenen Wandarbeit werden frühe fotografische und zeichnerische Werke aus den 1970er und 1980er Jahren gezeigt\, die Denes künstlerisches Programm bis heute prägen und Fragen von Wissenschaft\, Ökologie und Körperpolitik thematisieren. \n
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LOCATION:Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)\, Chausseestrasse 128 / 129\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:URBAN NATION präsentiert die neueste Einzelausstellung des Künstlers RABI in der Projektreihe Project M/
DESCRIPTION:URBAN NATION präsentiert die neueste Einzelausstellung des Künstlers RABI in der Projektreihe Project M/ mit dem Titel Project M/20_generati0n+escape_//_thoughts_and_c0ntradicti0ns_//_seas0n_01:02_BERLIN\, kuratiert von Michelle Houston. \nDie Eröffnungsausstellung der Satellite Gallery in Neukölln\, einem neuen\, temporären Ausstellungsort des URBAN NATION Museum\, wird während der Berlin Art Week gezeigt. Sie umfasst Kurzfilme\, Installationen\, Druckeditionen und Keramikskulpturen. \ngen+esc (generation+escape) ist eine Serie kurzer Kunstfilme\, die Personen in Greenscreen-Anzügen in ihrer alltäglichen Umgebung einfangen\, während sie ihre intimsten Gedanken teilen. Die Personen in den grünen Ganzkörperanzügen holen die Betrachter in ihr Leben und zeigen ihre Gewohnheiten. Der grüne Stoff auf ihren Körpern dient RABI als Leinwand\, auf die er zusammengeschnittenes Open-Source-Material projiziert. Dieses nimmt uns mit auf eine Reise durch seine künstlerische und redaktionelle Vision. Es entstehen eigenständige Kunstwerke. \nIm Kontrast hierzu stehen selbst aufgenommene Audiodateien\, welche die privaten Gedanken der Protagonisten eröffnen. Sie behandeln Themen wie Identität\, Zugehörigkeit und die Bewältigung des globalen Wandels. Dabei fällt auf\, dass Innen- und Außenwelt sich oftmals unterscheiden. Einige Protagonisten neigen zu Eskapismus und es tun sich Widersprüche zwischen Innen und Außen auf. Dies verdeutlicht die Besessenheit unserer Gesellschaft zur öffentlichen Selbstinszenierung und dem gleichzeitigen Streben nach Individualität. Ausgehend von den enthüllten Gefühlen und Erkenntnissen untersucht RABI in seinen Werken\, wie sich der gesellschaftliche Wandel auf die Kunst und das Individuum ausgewirkt hat. \nUnser digitales Zeitalter ist von überkuratierten Erlebnissen in falschen Realitäten geprägt. RABI stellt Fragen: Ist unsere Generation dazu verdammt\, die Freiheit durch Flucht zu suchen? Können wir die allgegenwärtigen und hartnäckigen Widersprüche des menschlichen Innen- und Außenlebens akzeptieren? \nFür _seas0n_01:02_BERLIN hat der Künstler eine neue\, eigene Episode der Serie geschaffen. Sie zeigt den Sozialarbeiter Tobias Braun von Jobmobil Berlin\, einer Beratungsstelle für Jugendliche und Kooperationspartner der Stiftung Berliner Leben im Rahmen ihres Programms Stadtraum!Plus. \nDie Ausstellung ist ein interaktives Erlebnis\, in dem Gäste AR-Technologie nutzen können\, die Bilder auf grüne Bildschirmkomponenten im gesamten Raum projiziert. \nRABI – PROJECT M/20_generati0n+escape_\n_thoughts_and_c0ntradicti0ns_//_seas0n_01:02_BERLIN\n14. September 2023 – 31. Januar 2024 \nURBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART \n
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SUMMARY:Lin May Saeed. Im Paradies fällt der Schnee langsam. Ein Dialog mit Renée Sintenis
DESCRIPTION:Lin May Saeed (*1973\, Würzburg) beschäftigt sich seit gut 20 Jahren mit dem Leben von Tieren und den Beziehungen zwischen Tier und Mensch. Mit einer konsequenten formalen Sprache\, viel Einfühlungsvermögen\, einem breiten kulturhistorischen Wissen zu Märchen und Fabeln\, aber auch mit Humor erzählt sie in ihren Arbeiten alte und neue Geschichten von der Unterwerfung und Befreiung der Tiere und ihrem Zusammenleben mit den Menschen. Mit Skulpturen\, Reliefs\, raumgreifenden Scherenschnitten und Zeichnungen erschafft die in Berlin lebende Künstlerin eine neue Ikonographie der Solidarität zwischen den Arten. \nDie Annahme\, dass Tiere in der menschlichen Vorstellung zuallererst als Fleisch oder Leder oder Horn auftraten\, heißt\, eine Haltung des 19. Jahrhunderts Jahrtausende zurück zu projizieren. Tiere fungierten in der Vorstellung zuerst als Botschafter und Verheißung.\nJohn Berger\, Warum sehen wir Tiere an?\, 1980 \nIn ihrer ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland treffen Lin May Saeeds künstlerische Arbeiten auf Leihgaben und Sammlungswerke des Georg Kolbe Museum von Renée Sintenis (1888\, Glatz-1965\, West-Berlin). Diese zentrale Bildhauerin der Moderne\, die ihrerzeit ebenfalls nach einer Sprache und Abbildbarkeit der Beziehungen zwischen Tier und Mensch suchte\, feierte ihren Durchbruch in den 1920er Jahren mit kleinformatigen Tierskulpturen. Die bekannteste – der Berliner Bär – wird immer noch alljährlich im Rahmen der Berlinale Filmfestspiele verliehen. Der im Georg Kolbe Museum entstehende Dialog zwischen den Künstlerinnen über verschiedene Generationen hinweg spürt nicht nur formalen Entwicklungen der Tierbildhauerei nach. Die Ausstellung untersucht auch den Wandel des gesellschaftlichen Bildes des Tieres in den letzten 100 Jahren und verweist auf eine neue Aktualität in unserer Wahrnehmung und in unserem Umgang mit anderen Lebewesen\, wie beispielsweise auf die Rolle industrieller Tierhaltung im Fortschreiten der Klimakatastrophe. Auch werden in ferner Zukunft nicht Bronze oder Marmor als bildhauerisches Material Zeugnis menschlichen Schaffens ablegen\, da sie verfallen sein werden. Styropor hingegen bleibt intakt. Deshalb ist dieser auf Erdöl basierende\, biologisch nicht abbaubare Kunststoff der von Lin May Saeed bevorzugte Werkstoff für ihre Arbeiten. Er steht für sie als Mahnung der Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt. Und so eröffnet die Kunst von Lin May Saeed immer auch eine politische Dimension im menschengemachten Zeitalter des Anthropozän. \nDie Ausstellung zeigt Skulpturen aus Styropor\, Stahl und Bronze sowie Scherenschnitte und Zeichnungen beider Künstlerinnen und wird begleitet von einem umfassenden Vermittlungs- und Rahmenprogramm zu Animalität\, Tierethik und Tierrechten. \nLin May Saeed. Im Paradies fällt der Schnee langsam. Ein Dialog mit Renée Sintenis\n14. September 2023 – 25. Februar 2024 \nGeorg Kolbe Museum \n
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SUMMARY:General Idea - Gropius Bau
DESCRIPTION:\nDie Künstlergruppe General Idea forderte die Kunstwelt\, aber auch die Gesellschaft im Allgemeinen heraus – und übt mit ihrem wegweisenden\, 25 Jahre umfassenden Schaffen bis heute bleibenden Einfluss aus. In der bisher größten Retrospektive des Trios zeigt der Gropius Bau mehr als 200 Arbeiten aus den späten 1960er bis frühen 1990er Jahren. \n\n\nDie 1969 in Toronto gegründete Gruppe\, bestehend aus Felix Partz (1945–1994)\, Jorge Zontal (1944–1994) und AA Bronson (geb. 1946)\, hinterfragte die Produktion\, Verbreitung und den Konsum von Bildern durch eine Vielzahl von Medien. Dabei nutzte General Idea häufig Humor und satirische Strategien\, um den Blick auf verschiedene Aspekte von Konsumkultur\, Massenmedien\, sozialen Ungleichheiten\, queerer Identität\, Kunstwirtschaft und der AIDS-Krise zu lenken. \nDie in enger Zusammenarbeit mit AA Bronson entwickelte Ausstellung im Gropius Bau versammelt zentrale Installationen\, Publikationen\, Videos\, Zeichnungen\, Gemälde\, Skulpturen sowie Archivmaterial und gibt einen Überblick über die Entwicklung der künstlerischen Praxis von General Idea. \nKuratiert von Adam Welch\, National Gallery of Canada und Beatrix Ruf\, in Zusammenarbeit mit Zippora Elders\, für den Gropius Bau\nOrganisiert von der National Gallery of Canada in Zusammenarbeit mit dem Gropius Bau \nBeitragsbild: General Idea\, P is for Poodle\, 1983_89 © Royal Bank of Canada Art Collection \nGeneral Idea\n22.9.2023 – 14.1.2024 \nGropius Bau \n\n
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SUMMARY:Ausstellung „Mark Dion. Delirious Toys“ im Museum Nikolaikirchen Berlin
DESCRIPTION:Ein Labyrinth aus Brettspielen\, Tiere\, die eine Pyramide erklimmen\, Fahrzeuge aller Art\, die sich auf einem Rundkurs ein Rennen liefern: In „Mark Dion. Delirious Toys | Die Berliner Spielzeug-Wunderkammer“ interpretiert der US-amerikanische Sammler\, Objekt- und Installationskünstler Mark Dion in einer achtteiligen Installation große Themen mit vielfältigen Objekten aus der umfangreichen Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin. \nVom 7. Oktober 2023 bis 11. Februar 2024 ist „Mark Dion. Delirious Toys“ im Museum Nikolaikirche zu sehen. Für das Kunstprojekt hat Mark Dion aus der rund 70 000 Objekte umfassenden Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin mehrere hundert Objekte ausgewählt und daraus eine achtteilige Installation geschaffen. Ergänzt wird die Ausstellung von einer Arbeit der Junior-Kurator:innen aus der Klasse 9a (heute 10a) des Gymnasiums Tiergarten\, die ausgehend vom Thema Mark Dions ihr eigenes Projekt realisiert haben. \nÜbliche Kategorien einer Sammlung\, wie etwa Chronologie oder Stil\, lässt die Ausstellung spielerisch beiseite. Dions Kombinationen von Größen\, Materialien und Zeiten ergeben Inszenierungen fantastischer Geschichten. Neben dieser Freude am Spielerischen ist es ein weiteres Anliegen der Ausstellung\, auch gewaltvolle und diskriminierende Aspekte von Spielzeug zu beleuchten. Dabei eröffnen sich Fragen\, die sich speziell für ein Museum im Umgang mit solchen Objekten stellen. \nMark Dion: \n„Die Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin ist riesig und umfasst mechanisches Spielzeug\, Puppen\, Brettspiele\, Modelleisenbahnen\, Zinnsoldaten\, Plüschtiere\, Puppenhäuser und vieles mehr. Wie kann man sich auf diese riesigen Bestände einen Reim machen? Da ich eher Künstler als Historiker bin\, hatte ich bei der Gestaltung des Ausstellungskonzepts freie Hand. Eine Inspiration war zweifelsohne mein eigener sechsjähriger Sohn\, der ohne Rücksicht auf bestimmte Kategorien mit Spielzeug spielt. Dinosaurier leben neben Astronauten\, Fuhrwerke aus dem 19. Jahrhundert fahren neben Superhelden-Autos. Diese Freiheit des Spielens hat viele meiner kuratorischen Entscheidungen beeinflusst.“ \nIm Sinne der Logik der Wunderkammer\, wie sie sich vor allem in Europa seit der Renaissance entwickelt hat\, geht es Dion um das Prinzip „Makrokosmos im Mikrokosmos“. Die großen Themen und Zusammenhänge der Welt wie die Wunder der Natur\, physikalische Gesetzmäßigkeiten\, aber auch Ideologien und Diskriminierungen sollen auch im Kleinen nachvollziehbar werden. Denn Spielsachen\, von Erwachsenen für Kinder gestaltet\, transportieren immer auch zeittypische Ideale vom Menschen und der jeweiligen Gesellschaft. Im Umgang mit Spielsachen üben Kinder Rollenbilder ein\, und die von Erwachsenen erdachten Spielzeuge bringen ihnen gezielt bestimmte Themen oder Ideologien näher. \nSeit langem setzt sich Mark Dion intensiv mit der Frage auseinander\, wie Wissen produziert und vermittelt wird. Er konzentriert sich dabei vor allem auf die Geschichte westlicher Institutionen – mit wachem Blick für die Systeme von Ausbeutung und Unterdrückung\, durch die beispielsweise Objekte aus kolonisierten Gebieten nach Europa gelangten. \nPaul Spies\, Direktor des Stadtmuseums Berlin: \n„Ich freue mich sehr\, dass wir Mark Dion als Künstler gewonnen haben\, um unsere Spielzeugsammlung zu sichten und auf seine Art in einen neuen Kontext zu setzen. Das entstandene Kunstprojekt ist ein tolles Angebot\, um Spielzeuge in einem anderen Licht zu sehen und über Vorbilder nachzudenken.“ \nDie Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin zählt zu den größten in Deutschland. Sie umfasst die Zeit vom Mittelalter bis zur Gegenwart\, mit Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert. Der thematische Bogen reicht von Puppen\, Plüschtieren und Spielfiguren über Bauklötze\, Kaufmannsläden\, Gesellschaftsspiele und Lehrmaterialien bis hin zu technischen Spielwaren wie Dampfmaschinen\, Modelleisenbahnen oder ferngesteuerten Spielzeugautos. \nBegleitet wird die Sonderschau von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Die Ausstellung ist gefördert aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin. Dr. Marion Bleß\, Vorstand der LOTTO-Stiftung:  \n„Mark Dion hat mit ‚Delirious Toys‘ eine mehr als inspirierende Installation geschaffen. Berliner Stadtgeschichte trifft auf die unzähligen Geschichten\, welche jedes einzelne Spielzeug aus der Sammlung des Stadtmuseums Berlin erzählen kann. Die schönen\, aber auch die weniger schönen. Dabei wird zugleich der Raum der Nikolaikirche als eine der Keimzellen Berlins neu interpretiert.“ \nBeitragsbild: Plakatmotiv der Ausstellung „Mark Dion. Delirious Toys I Die Berliner Spielzeug-Wunderkammer“ © Spielzeuge aus der Sammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin | Gestaltung: e o t. Berlin  \nMark Dion. Delirious Toys\n7. Oktober 2023 – 11. Februar 2024 \nMuseum Nikolaikirchen Berlin \n
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SUMMARY:HÖLZERNES THEATER. Eine Ausstellung mit Gemälden von Alexander Camaro und Fotografien von Marcel Krummrich
DESCRIPTION:HÖLZERNES THEATER. Eine Ausstellung mit Gemälden von Alexander Camaro und Fotografien von Marcel Krummrich. \nDas komplett aus Holz erbaute Ekhof-Theater (1681–1687) auf Schloss Friedenstein in Gotha\, wo sich Alexander Camaro (1901–1992) in den 1930er-Jahren aufhielt\, wurde zur Inspirationsquelle für seinen Bilderzyklus Hölzernes Theater von 1946. In seiner Auseinandersetzung mit dem Leben\, der Bühne und dem Raum schuf Camaro eine bemerkenswerte malerische Interpretation dieser Wiege der neuzeitlichen Theaterkultur. Die insgesamt 19 Bilder des Hölzernen Theater zählen zu seinen Hauptwerken der Berliner Nachkriegsjahre. Mit ihnen feierte er seinen künstlerischen Durchbruch. Der Kritiker Will Grohmann (1887-1968) würdigte den Zyklus 1961 als eine der „unvergänglichen Leistungen der vierziger Jahre in Deutschland“. In seinen Bildern gelang es Camaro\, die gespenstische Zwischenzeit von Kriegsende und Währungsreform in die Metapher der Bühne zu überführen. \nDurch das Objektiv des Fotografen und Künstlers Marcel Krummrich (*1971) öffnet die Ausstellung zudem einen zeitgenössischen Blick in die Kulissengassen\, Logen und Bühnenmaschinen des einzigartigen Theaterbaus in Gotha mit seiner bis heute intakten avantgardistischen Bühnenmaschine. \nZur Ausstellung erscheint die Publikation ‚Camaro. Hölzernes Theater. Alexander Camaro und das Ekhof-Theater in Gotha‘ im Verlag Wasmuth & Zohlen.  \n
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LOCATION:Alexander und Renata Camaro Stiftung – Camaro Haus\, Potsdamerstr. 98A\, Berlin\, 10785\, Deutschland
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SUMMARY:LAS Art Foundation präsentiert Lawrence Lek: NOX
DESCRIPTION:LAS Art Foundation zeigt mit NOX die bisher umfassendste Ausstellung von Lawrence Lek auf drei Etagen des leerstehenden Kaufhaus am Kranzler Eck. Vielen Berliner:innen früher bekannt als „Bilka“ oder „Karstadt Sport“\, bildet das Gebäude den architektonischen Rahmen für alle Bereiche von Leks multidisziplinärer Praxis\, die Installationen und Game Design mit Sound- und Videoarbeiten verbindet. Die raumgreifende Ausstellung lädt Besucher:innen dazu ein\, eine Smart City zu erkunden\, in welcher der fiktive KI-Konzern Farsight Corporation seine empfindungsfähigen\, selbstfahrenden Autos testet und trainiert. Die Arbeit stellt das neueste Kapitel in Leks sinofuturistischem FilmUniversum dar\, das die Probleme und Versprechen von künstlicher Intelligenz hinterfragt. NOX befasst sich mit der fortschreitenden Integration von Künstlichen Intelligenzen in das urbane Leben und regt zum Nachdenken über Fragen der Handlungsfähigkeit\, Ethik\, und Empathie im Zusammenleben zwischen Menschen und Maschinen an. \nAls spekulative Fiktion konzipiert\, imaginiert Leks Arbeit die psychologischen Folgen einer Zukunft\, die von intelligenten Systemen und nicht-menschlichen Entitäten bevölkert ist. In diesem Szenario ist NOX (Nonhuman Excellence) ein psychologisches Programm\, das industriell entwickelt wurde\, um gegen unerwünschtes Verhalten von autonomen Fahrzeugen vorzugehen. Selbstfahrende Autos stellen in dieser Welt die Protagonist:innen dar und weisen verschiedene resistente Verhaltensmuster auf. Während einige ihre Rolle in der Gesellschaft hinterfragen\, widersetzen sich andere ihrer drohenden Obsoleszenz oder genießen die pure Freude des Fahrens. \nAuf drei Etagen führt die Installation Besucher:innen durch unterschiedliche Abschnitte der fiktiven Welt\, begleitet von einer sich verändernden Sound-Landschaft aus Musik und Voiceover-Fragmenten der Autos und ihres KI-Therapie-Chatbots. Beim Betreten der nächtlichen Stadtlandschaft am Schauplatz eines Autounfalls bildet eine Abfolge von architektonischen Zonen die Struktur für die Welt von NOX. An diesem Ort werden die Erinnerungen der Fahrzeuge\, ihre Trainingserfahrungen und die Beziehung zu ihrem Mutterkonzern reflektiert. Den Höhepunkt von NOX bildet ein interaktives Videospiel in der finalen Station der Ausstellung\, unter der Kuppel des Gebäudes\, bei dem das Publikum in die Rolle der Farsight-Mitarbeitenden versetzt wird. Die Spieler:innen werden mit dem Training und der emotionalen Betreuung der eigenwilligen Autos beauftragt. Anhand von Simulationsübungen erforschen sie die Grenzen der Handlungsfähigkeit der Fahrzeuge\, indem sie verschiedene Szenarien durchspielen\, denen sie bereits auf ihrer Reise durch die Ausstellung begegnet sind. \nDurch eine Kombination aus filmischer Erzählung und verzweigtem\, entscheidungsbasiertem Narrativ beleuchtet Lek die sich wandelnde Beziehung der Gesellschaft zu nicht-menschlichen Wesen\, deren Schicksal eng mit unserem eigenen verwoben ist. \nLawrence Lek: \n„Ich bin gespannt darauf\, in Berlin zum ersten Mal\, Musik\, Gaming und Architektur in dieser Größenordnung miteinander zu verbinden. NOX ist ein Projekt über das technologische Leben\, eine nächtliche Reise ins Unbekannte. Es gibt ein Gefühl des Erwachens\, das nur bei Nacht erfahrbar wird. Mit der Ausstellung möchte ich ein Bild der KI als archetypische Wanderin erzeugen\, die gleichzeitig versucht die Welt zu verstehen und zu entdecken.“ \nKünstler\nLawrence Lek ist ein Künstler\, Filmemacher und Musiker\, dessen Arbeiten sich mit virtueller Realität und Simulation beschäftigen. Lek erkundet darin Worldbuilding als eine Art multidimensionale Collage\, die Elemente aus materiellen und virtuellen Welten kombiniert. Seine Arbeiten entwerfen Narrative\, die alternative Geschichtsverläufe und mögliche Zukunftsszenarien aufzeigen. Zu den bisherigen Kapiteln seines sinofuturistischen Film-Universums gehören der CGI-Spielfilm AIDOL (2019)\, die OpenWorld-Game-Serie 2065 (2018 – fortlaufend)\, die KI-Coming-of-Age-Geschichte Geomancer (2017) und das Video-Essay Sinofuturism (1839-2046 AD) (2016). Seine jüngsten Einzelausstellungen wurden unter anderem in folgenden Institutionen gezeigt: QUAD\, Derby (2022-2023); ZiWU The Bund\, Shanghai (2022); HEK Haus der Elektronischen Künste\, Basel (2019); arebyte\, London (2018); und K11 art space\, Hongkong (2018). Lek lebt und arbeitet in London. \nÜber LAS\nLAS Art Foundation ist eine Berliner Kunstplattform an der Schnittstelle von Kunst\, Technologie und Wissenschaft. Mit experimentellen Projekten an unkonventionellen Orten\, sowohl im digitalen als auch im physischen Raum\, erkundet LAS immer wieder innovative Formen der Ausstellungspraxis. In ihren Reflexionen über die Zukunft folgt LAS ihrem Leitmotiv Licht – ein Symbol\, das für grenzüberschreitendes Denken\, neues Wissen und Innovation steht. Dafür realisiert LAS in enger Zusammenarbeit mit Künstler:innen ortsspezifische Installationen und Interventionen\, die einem breiten Publikum raumgreifende Sinneserfahrungen ermöglichen. Der interdisziplinäre Zugang soll den Blick weiten – sowohl auf die Gegenwart wie Zukunft. Vor der Eröffnung eigener permanenter Räumlichkeiten verwirklicht LAS Pilotprojekte an ausgewählten Orten in Berlin und weltweit. \nLAS Art Foundation präsentiert Lawrence Lek: NOX\n27. OKTOBER 2023 – 14. JANUAR 2024 \nKRANZLER ECK \nKurfürstendamm 22\n10719 Berlin \n
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SUMMARY:Camila Sposati – Atem-Stücke (Part II)
DESCRIPTION:\n\n\n\n\nDie für ihr interdisziplinäres Werk bekannte brasilianische Künstlerin und Forscherin Camila Sposati zeigt in der ifa-Galerie Berlin den zweiten Teil ihrer ersten Einzelausstellung in Deutschland. Die Ausstellung stellt eine Reise in die komplexen Zusammenhänge von Klang\, Natur und die symbiotischen Verflechtungen von Kultur\, Geschichte\, Wissenschaft und Politik dar. \nEine der faszinierenden Quellen\, die Sposatis Arbeiten als Inspiration dienen\, ist das Anatomische Theater und die elementare Erfahrung des Sezierens von Körpern. Anatomische Theater entstanden zur Zeit der europäischen Renaissance im späten 16. Jahrhundert und waren spezialisierte Hörsäle\, die für die Sektion und Obduktion von Leichnamen vor Publikum konzipiert waren. Sie spielten eine zentrale Rolle für Fortschritte der medizinischen Ausbildung und des Wissens über den menschlichen Körper. Für Sposati ist der Akt des Sezierens keine bloße historische Referenz\, sondern ein philosophisches Konstrukt\, das der physischen Konstruktion des Theaters selbst vorausgeht. \nDie Ausstellung besteht aus 15 Exponaten\, die aus ihren Recherchen in verschiedenen Regionen und Kulturen hervorgegangen sind. Sie nimmt selbst die Form einer anatomischen Sektion an\, indem Sposati Geschichte\, Materialien und elementare Kräfte untersucht und freilegt. Die Ausstellung beginnt mit einer Untersuchung von Kristallen\, führt dann zur künstlerischen Metamorphose\, die durch das ewige Feuer von Derweze inspiriert wurde (ein Krater in Turkmenistan\, in dem seit 1971 ununterbrochen Erdgas verbrennt)\, setzt sich fort in der Anatomie des Anatomischen Theaters und findet ihren klanglichen Höhepunkt in der Serie von Instrumenten Phonosophia – einer komplexen künstlerischen Erkundung der tiefgründigen Philosophie des Klangs. \nSposatis Interesse am Wesen des Klangs\, dem sie in Phonosophia nachgeht\, führt zu einem Erlebnis\, das über das bloße Hören und Spüren hinausgeht\, da sie Klänge als eine evolutionäre Form der Kommunikation über Generationen hinweg betrachtet. Zentrale Elemente der Ausstellung sind die Windinstrumente aus Keramik und Balata (eine Art Naturkautschuk) aus dem Amazonas-Gebiet. Sie durchlaufen während des Ausstellungszeitraums in Berlin einen Transformationsprozess und werden zu etwas\, das sich herkömmlichen kulturellen Kategorisierungen entzieht. Sie sind nicht mehr bloße Instrumente\, sondern entwickeln sich zu rätselhaften Gebilden\, die aktiv gängige kulturelle Vorstellungen in Frage stellen und die Bedingungen der Begegnung mit dem Betrachter bestimmen. \nGrundlegend für Sposatis künstlerische Philosophie ist die zwingende Forderung nach einem Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung von Objekten\, insbesondere wenn sie ethnografisch bedeutend sind. Sie ist der Ansicht\, dass Objekte nicht der Kontrolle durch die Betrachter:innen unterworfen sein sollten\, sondern selbst die Bedingungen ihres Betrachtetwerdens bestimmen. Dieser Perspektivwechsel verleiht den Objekten eine aktive Rolle\, indem sie die Betrachter:innen durch verborgene Bedeutungsebenen führen\, die im Kontext von Berlin auf einzigartige Weise zum Vorschein gebracht werden. Atem-Stücke lädt die Betrachter:innen dazu ein\, das komplexe Zusammenspiel von Elementen\, Geschichte und den vielschichtigen menschlichen Erfahrungen mit einem neuen Blick zu sehen. \nDer erste Teil der Ausstellung Atem-Stücke wurde vom 13. Mai bis 20. August 2023 in der ifa-Galerie Stuttgart gezeigt. \n\nÜber die Künstlerin\n\n\n\n\n\n\n\n\nCamila Sposati ist eine in São Paulo geborene Künstlerin und Forscherin. Sie hat einen Master-Abschluss in Fine Arts vom Goldsmiths College London und lebt derzeit in Wien\, wo sie Stipendiatin des PhD-Programms der Akademie der bildenden Künste ist. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Kunsthalle Wien (2021)\, Tabakalera\, Donostia-San Sebastian (2020)\, Pivô Arte e Pesquisa\, São Paulo (2019)\, Goethe-Institut São Paulo (2019)\, BAK – basis voor actuele kunst\, Utrecht (2017)\, 10. Mercosul Biennale\, Porto Alegre (2015)\, CCBB Centro Cultural Banco do Brasil\, Rio de Janeiro (2015)\, 3. Bahia Biennale\, Salvador (2014)\, Musée de la Chasse und de la Nature\, Paris (2012) ausgestellt. \nSposati veröffentlichte das Buch Stone Theatre bei Revolver (Berlin\, 2016). In ihrer Arbeit untersucht sie Transformations- und Energieprozesse auf mikroskopischer und globaler Ebene. Ihre Methoden ähneln dabei der wissenschaftlichen Forschung. Dabei stellt sie materielle und historische Prozesse einander gegenüber\, um das Material in seiner formalen Zeit und seiner Bedeutung zu hinterfragen. Ihre Phonosophia-Instrumente thematisieren die Umkehrbarkeit der Rolle von Objekt und Subjekt\, was die Frage aufwirft\, wer diese Akteure sind und was ein „Objekt“ ist. Ihre Musikinstrumente legen ein besonderes Augenmerk auf die Bedeutung des Körpers der Musiker:in und des Instruments und darauf\, wie diese Körper sich gegenseitig hervorrufen. \nBeitragsbild: Zeichnung von „Echo“ (zweite Generation der Phonosophia Instrumente)\, 2023\, Kohle auf Papier. © Camila Sposati \nCamila Sposati – Atem-Stücke (Part II)\n\n\n\n\n\n\n03. November 2023 – 04. Februar 2024\n\nifa-Galerie\n
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SUMMARY:Zuguka
DESCRIPTION:Lisa Kränzler\, 1983 in Ravensburg geboren\, studierte seit 2005 Malerei und Grafik an der Karlsruher Kunstakademie. 2012 schloss sie ihr Studium als Meisterschülerin bei Tatjana Doll ab.\nDie Künstlerin ist seit 2012 auch schriftstellerisch tätig und erzielt mit ihren Romanen beachtliche Erfolge\, vertreten wird sie als Autorin vom Berliner Verbrecherverlag. \nIm Bereich der bildenden Kunst widmet sie sich der Malerei und der Zeichnung. Kränzler gestaltet ihre großformatigen\, am gegenständlichen orientierten Gemälde ganz aus der Farbe\, wobei die Nähe zum Cartoon deutlich wird. Als Materialien nutzt sie Lacke\, Tusche und Acryl die sie auf Papier aufträgt.  \nKränzler ist\, was die Malerei betrifft\, mit der Aushöhlung von deren Konvention beschäftigt. Sie geht dieser Beschäftigung mit Unverfrorenheit und Rücksichtslosigkeit nach\, jedoch ohne Naivität. \n
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SUMMARY:Joachim Grommek - friends & others
DESCRIPTION:Weshalb macht sich einer die Mühe und imitiert Pressspan? Malend und dazu auf einer Spanplatte\, die selbst eine feine Maserung aufweist. Auch wenn Joachim Grommek die Illusion hölzerner Oberflächen längst ebenso virtuos wie effizient erzeugen kann\, erstaunt sein konsequenter Wille zur visuellen Nachschöpfung. Es bleibt nicht bei der einen Täuschung. Sowohl die Farbflächen als auch die präzisen Horizontalen und Vertikalen seiner Gemälde wirken wie industriell produziert. Vergeblich sucht man in seiner neuen Serie „friends & others“ nach einem individuellen Gestus\, die Glattheit und Perfektion charakterisiert im Gegenteil Grommeks künstlerische Praxis. Und er verstärkt diesen Eindruck der Verwendung vorgefertigter Folien und Klebestreifen durch die plastischen Eigenschaften seiner Malerei: Selbst die transparenten Streifen\, die Tesafilm imitieren und die auf der Spanplatte arrangierten Bildelemente zu fixieren scheinen\, wirken wie aufgeklebt. Dass es in seinen Ausstellungen immer wieder Besucher gibt\, die ein Stück davon abziehen wollen\, unterstreicht die illusionären Qualitäten dieser zeitgenössischen Trompe- l’œils. \nSie schließen das Banale\, den vermeintlich lapidaren Einsatz alltäglicher Materialien\, mit der Kunstgeschichte kurz und erzeugen irritierende Momente. Trotz der Klarheit ihrer Kompositionen senden die Bilder widersprüchliche Signale. Es ist offensichtlich\, dass Joachim Grommek zugleich die malerische Sprache der Avantgarde dekliniert. Der Konstruktivismus eines Kasimir Malewitsch scheint in den Kompositionen ebenso auf wie das strenge Raster und die mit Primärfarben gefüllten Geometrien eines Piet Mondrian oder die jüngere Minimal Art. Es stellen sich Fragen der Appropriation Art\, was die Aneignung fremder Werke bis zur kompletten Adaption anbelangt. Schließlich wird an die künstlerische Praxis des Ready-made erinnert: Grommek favorisiert ebenfalls das Objet trouvé\, setzt sich zugleich aber von Marcel Duchamp ab\, indem er die Situation mit den Mitteln der Malerei rekonstruiert. \nMondrian widmet der Künstler in seiner aktuellen Ausstellung zwei „Blaupausen“\, die mithilfe eines von der Zeit überholten Verfahrens Werke des Neoplastizisten kopieren – gemalt natürlich. Das Simple\, leicht Verwaschene jener Methode übernimmt er ebenfalls und siedelt sein Werk so erneut im Vakuum zwischen dem musealen Vorbild und einem handwerklich bedingten Verfahren an. Ähnlich verfährt Grommek schließlich in der Werkreihe der „Farbkopien“. Hier greift er auf eigene ältere Arbeiten zurück\, remixt und verdoppelt sie. Entsprechend der Technik entstehen plane Nachbilder\, bei denen jedoch einzelne Farbfelder im Prozess der Entstehung variiert werden. Grommek gelangt zu einer intensiveren Farbigkeit\, die fast alle neuen Arbeiten aufweisen. \nMit solchen kalkulierten Fehlern betont das Werk erneut die Differenz zwischen Vorbild und Abbild\, Original und Fälschung\, Realität und Behauptung. Es sind die Fragen der Moderne nach der Bedeutung des Bildraums und damit der Kunst im 21. Jahrhundert. Das Ende der Malerei mag immer wieder postuliert werden – ein Blick auf die konzeptuellen Bilder von Joachim Grommek macht klar\, dass diese Fragen weiter relevant sind. Auch er gibt keine Antworten. Es ist das Prinzip seiner Kunst\, dass er die Widersprüche herausarbeitet. Sensibel\, höchst reflexiv\, mit ironischem Understatement und einem Faible für Ästhetik. Dass es ihm mehr um die „Idee von Holz“ ginge als um das konkrete Material\, hat er in einem Interview mit dem Künstler Damien Hirst gesagt. Der fand den Aufwand\, den Grommek mit seiner Malerei betreibt\, ziemlich kompliziert. Eine Kopie sei wesentlich einfacher herzustellen. „Ich nehme das Alltägliche und mache es interessant“\, antwortete Grommek darauf. Aber natürlich schafft er in seinem Werk viel mehr. \nBeitragsbild: untitled (cymk 1)\, 2023\, enamel\, acrylic\, oil\, primer\, chipboard | 50 x 38 cm | 19.7 x 15.0 inches \nJoachim Grommek – friends & others\n10. November 2023 – 20. Januar 2024 \nTaubert Contemporary \n
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SUMMARY:Ausstellung über Stimme & KI: VOICE:over – v01ces
DESCRIPTION:Mit spartenübergreifenden Ausstellungsprojekten und einem vielfältigen Diskursprogramm präsentiert die Programmreihe VOICE:over in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten mannigfaltige Phänomene der Stimme. \nDie achte und letzte Ausstellung der Programmreihe in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten nimmt die totale Loslösung der menschlichen Stimme und ihr eigenständiges künstliches Imitat in den Blick. v01ces ist eine Ausstellung über die (menschliche) Stimme im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Ablösung der menschlichen Stimme von dem sie hervorbringenden (menschlichen) Körper erfolgte bereits 1877 mit der Erfindung des Phonographen\, als „Sprechmaschine“ patentiert von Thomas Alva Edison. \nBereits diese Entwicklung wurde als irritierend und unheimlich empfunden. Inzwischen sind viele Stimmen künstlich generiert\, sie klingen dennoch menschlich. Aktuelle Deepfake-Stimmen oder „Stimmklone“ gehen noch einen Schritt weiter\, indem sie Stimmen Dinge sagen lassen\, die sie nie gesagt haben. \nDie Künstler*innen der Ausstellungv01ces zeichnen aus unterschiedlichen Perspektiven ein beunruhigendes Bild der (menschlichen) Stimme im Zeitalter von KI. \nVOICE:over – v01ces\nMit: aLiveForms (umsorgt von JP Raether)\, Erik Bünger\, Sean Dockray\, Kyriaki Goni\, Libby Heaney\, Machine Listening\, Jesse McLean\, Pedro Oliveira \nEröffnung: 10.11.2023\, 19 Uhr \n11. November 2023 – 13. Januar 2024 \nGalerie Nord | Kunstverein Tiergarten \n
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SUMMARY:Mariano Rinaldi Goñi - "Forms of Fate"
DESCRIPTION:Bereits seit 2019 hat sich der in Berlin lebende argentinische Maler Mariano Rinaldi Goñi intensiv mit der langen und komplexen Geschichte des Erzbergwerkes Rammelsberg und der damit verbundenen lokalen Mythologie vertraut gemacht und viele dieser Elemente in seine Gemälde einfließen lassen. Goñi trifft in Goslar auf einen Schatz von Motiven\, die sich wunderbar zu den Ideen fügen\, die ihn schon seit vielen Jahren in seiner Kunst beschäftigen. Er ist dabei nie an einer detailgetreuen Abbildung interessiert\, sondern an den Wirkkräften\, den Gestaltungsprinzipien und dem vielfältigen Spiel der Elemente und Gegensätze. \nGoñis malerische Technik entspricht der inhaltlichen Komplexität der Gemälde. Die leeren Partien der Leinwand stehen nicht nur im Gegensatz zur geballten Materie der pastösen Farbkleckse\, sondern auch zu seinem rastlos energetischen Pinselduktus und der Fülle von Details. Erstmals in Goñis Oeuvre kommt eine Reihe von Farben zum Einsatz\, deren Pigmente einen Bezug zu den in Goslar abgebauten Erzen und Pigmentbestandteilen (u.a. Ockerfarbe und Schiefer) herstellen: Kupfer (für Goldfarbe)\, Zinkweiß\, verschiedene Schwarztöne\, darunter das besonders dunkle Spinell-Schwarz. Damit schafft Goñi eine Bildsprache\, die seine vielschichtige Symbolik visuell perfekt auszudrücken vermag. \nBeitragsbild: Mariano Rinaldi Goñi\, Goslarit 2021 \nMariano Rinaldi Goñi – „Forms of Fate“\n17. November 2023 – 27. Januar 2024 \nGalerie Deschler \n
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SUMMARY:Einzelausstellung „Tokyo is yours“ von der australischen Fotografin Meg Hewitt
DESCRIPTION:Die CHAUSSEE 36 Photo Foundation präsentiert die Einzelausstellung „Tokyo is yours“ von der australischen Fotografin Meg Hewitt zu zeigt und somit das Werk der Künstlerin zum ersten Mal in Deutschland. „Tokyo is yours“ ist eine Schwarz-Weiß-Serie\, die zwischen 2015 und 2017 in Tokio entstanden ist. Der Zyklus zeigt Hewitts tiefe Reflexion über Japan und über dessen Unsicherheit und Zerbrechlichkeit nach der Katastrophe in Fukushima. Die Umweltkatastrophe von 2011 führte beinahe zur Evakuierung von Tokyo\, dieser Stadt mit mehr 13 Mio. Einwohnern. Der Titel „Tokyo is yours“ stammt wiederum von einem Graffiti\, das auf die Mauern der Stadt geschrieben wurde. \nDie Fotografin findet ihre Inspirationen in Mangas und Filmen. Es ist vor allem das Leben in den Straßen von Tokio\, das sie interessiert. \nDie Szenen\, die Meg Hewitt auf ihren Film bannt\, haben filmische Qualitäten. Menschen treffen aufeinander\, seltsame Situationen tauchen auf und verschwinden wieder. Meg reiste zwischen 2015 und 2017 sieben Mal nach Japan. Täglich lief sie zwölf Stunden lang durch die Stadt\, spazierte durch Parks\, Nachtbars und den Tierpark\, reiste nach Fukushima oder besuchte die Uferpromenade. Sie fing kleine Details ein\, die spontan ihre Aufmerksamkeit erregten und verewigte die Einwohner\, denen sie begegnete. Die Tatsache\, dass sie kein Japanisch spricht oder liest\, keine Konversation verstand\, gab ihr ein Gefühl völliger Freiheit und Kreativität. Die Menschen\, denen sie begegnete und die Szenen\, denen sie beiwohnte\, wurden dadurch zu Symbolen\, Archetypen und Metaphern. Der Fotograf Daido Moriyama\, dessen Werk Meg Hewitt als Inspirationsquelle ansieht\, beschreibt ihre Fotografien als „gefährlich“. \nMit ihren Fotos erforscht Meg Hewitt den Raum zwischen den Dingen\, Erinnerungen\, zwischenmenschlichen Beziehungen und Angst. Oft fotografiert sie nachts mit Blitzlicht\, wodurch sie ihr Motiv vom Kontext isolieren kann. Die Verwendung von Silberfilm betont die Kontraste der Schwarztöne beim Entwickeln der Filme. Durch ihre besondere Ästhetik\, die eine bedrohliche Verdichtung des Raums entstehen lässt\, erwecken die Fotografien ein Gefühl des psychologischen Drucks. \nIhr 68 Fotografien umfassendes Buch Tokyo is yours (erste Edition 2017\, Nayana Press Verlag) ist ein fulminanter Beweis für die starke Anziehungskraft\, die das Absurde auf Hewitt ausübt. \nMeg Hewitt: Yoko\, Tokyo\, 2016 © Meg Hewitt; courtesy Anne Clergue Galerie\nMeg Hewitt wurde als Finalistin für den Moran-Preis für zeitgenössische Fotografie ausgewählt\, des Head On Award\, des Lensculture Street Photography Awards und des Maggie Diaz Photography Prize for Women sowie für eine Silbermedaille des Prix de la Photographie\, Paris\, 2016 und eine Goldmedaille bei der Tokyo International Foto Competition 2018. 2017 wurde sie zur Randkünstlerin des Jahres bei der Internationalen Fotobiennale Ballarat ernannt. 2018 wurde sie im Australian Photo Book of the Year hoch empfohlen. \nBeitragsbild: Meg Hewitt; Girl with a Selfie Stick\, Kyoto\, 2016 © Meg Hewitt courtesy Anne Clergue Galerie \nMeg Hewitt: Tokyo is yours\n18.11.2023 – 27.1.2024 \nCHAUSSEE 36 Photo Foundation \n
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SUMMARY:Portraiture as Social Commentary. Persons Projects.
DESCRIPTION:Joakim Eskildsen | Paweł Książek | Zofia Kulik | Milja Laurila | Dominik Lejman | Jorma Puranen \nOpening: Friday\, 17 November 2023\, 6 – 8 pm\nExhibition: 18 November 2023 – 27 January 2024\nVenue: Persons Projects\, Lindenstr. 34–35\, 10969 Berlin \nPersons Projects is delighted to present the latest group exhibition titled Portraiture as Social Commentary; this exhibition not only highlights the different aspects of the genre but also links together a variety of artistic perspectives. A portrait is a painting\, a photograph\, a sculpture\, or any other representation of a person in which the face and its expressions are predominant. They reveal the presence of the subject viewed from the perspective of the artist – a merger of contrasts between what’s projected by one and perceived by another. These images become mirrors of many faces that reflect both the political and cultural undercurrents relevant to the time period in which they were conceived. \nThe photographs of Zofia Kulik are produced as photomontages\, using multiple exposures placed on photo paper through precisely cut masks. In this way\, one work can consist of even a hundred single images. Within the realm of the self-portrait\, Zofia Kulik presents herself as a queen. Her kingdom lies in the empire of a photographic archive\, a collection made up of preserved or frozen gestures and motifs\, a kingdom of ornaments in which forms are constantly repeated and pictures are rhythmically unravelled in time. Zofia Kulik started to produce self-portraits after 1987. They came\, as a manifestation of an awakening of identity as an artist. Along with this self-portrait justification came the ornament\, which served as a way for Zofia Kulik to untangle her vision of history\, politics\, and art. \nIn the series N.N. vs. Artists\, Paweł Książek intertwines a collection of diverse narratives by accumulating sources through an archive of online images of anonymous people and performance art. This impression is reinforced in these artistically transposed images through references to art history and performative practices from the 1960s and 70s\, such as Vienna Actionism. This weaving together of various thoughts and concepts becomes paramount in the creation of non-linear tales that explore ecstasy\, anarchy\, and existentialism. The vast series questions authorship and censorship\, as references of performance art are spliced with found internet images that are in some way inadvertently interconnected\, either visually or conceptually. These large paintings portray people with a scrawling of paint\, clouding parts of the subject from view. In the twisting of truth\, the distinction between „real” and „unreal” often becomes blurred in Książek’s pieces as elements are manipulated\, retouched\, and compiled\, leaving almost everything open to interpretation and teetering on the edge of fantasy. \nIn the series titled Shadows\, Reflections\, and All That Sort of Thing\, Jorma Puranen photographs historical portrait paintings from unusual and unfamiliar angles. Rather than making a connection between the portrayed and a specific landscape\, Puranen leaves the paintings in place on the museum walls and photographs them under curious conditions. The resulting photographic portraits defy the accepted standards of a well-made photo. The daylight is reflected on the surface of the painting\, overexposing certain parts of the image\, and obliterating others in darkness. The series questions the relationships between the portrait\, the portrayed\, the photograph of the portrait\, and how the employed mediums influence our perception of them as an „image“. Jorma Puranen\, one of the leading conceptual artists using photography as their medium in the Nordic region\, has played a pivotal role in the creation of the Helsinki School while being a practicing artist for the past four decades. \nJoakim Eskildsen’s work throughout his career has consistently focused on his relationship with his subjects in their natural environment\, reflecting not only their culture but also their way of life. His methodology is to submerge himself into their daily lives for extended periods of time to capture their patterns of living\, their hopes and disappointments\, and most importantly to share in the understanding of who they actually are. In the moment of capturing a portrait\, the ever-present existence of social context aids in uncovering the true essence of the subject. In presenting them in their own lives and with their own communities\, we see them for who they truly are. His photographic images reflect his unique sense and style for storytelling and how we as a universal culture can visualize humanity on the most basic level. Eskildsen is one of the most published artists from the Helsinki School and has been seen on the covers of Time to the New York Times Magazine. \nIn this selected work by Dominik Lejman\, the blend of painting and projection creates an ephemeral ghostly scene with a formal resemblance to the baroque genre. The painted chiaroscuro canvas stands alone\, its darkened textures becoming the perfect backdrop for a video projection. In this work\, performer Bianca O’Brien fluidly moves and interacts with the space\, reflecting her own character and personality while languidly perched in the style of a traditional portrait. The contrast between classical presentation with her contemporary movements emphasizes the innovative hybrid form of canvas painting and projectible technology while depicting parts of the model’s true self. At moments she stares straight through the canvas\, piercing its fabric with her eyes as they stare straight into your own. As the film loop comes to its completion\, she begins to unwrap her headpiece and her form descends into darkness leaving nothing but the blackened canvas. \nMilja Laurila’s Untitled Women series uses the 1930s book titled Woman. An Historical Gynæcological and Anthropological Compendium as a point of departure. Originally published in German in 1885 and written by three men\, the book is illustrated with hundreds of photographs of naked women and children from all over the world\, primarily from colonized countries. The cross between anthropology\, racism\, and sexism\, come together to create an uncomfortable viewing experience that claims to be „scientific.” The photographed women have no voice\, as\, they are presented as „exotic” specimens found in nature. In using translucent paper to cover parts of the original photos\, making only the eyes visible and obscuring the body\, she flips the notion of gaze. Laurila turns the focus away from the male scientists hailed as heroes to the forgotten women who were no more than objects of research\, stripped of their respect\, as well as their dignity. Her photographs raise the question of who is the spectator versus the spectacle\, and how we see to be seen. \n
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LOCATION:Persons Projects\, Lindenstrasse 35\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Zierrat - Group Show
DESCRIPTION:\n\nHilleckes Gallery präsentiert mit der kommenden Gruppenausstellung „Zierrat“ faszinierende Höhepunkte aus der Welt der kunstvollen Verzierung. Seit dem 19. Jahrhundert wird das Spannungsfeld zwischen freier und angewandter Kunst intensiv diskutiert. „Zierrat“\, ein Begriff\, der seinen Ursprung im Buchdruckwesen hat\, bezieht sich auf schmückende Elemente von Buchlettern und bewegt sich bis heute zwischen den Bereichen Kunst\, Kunsthandwerk und Dekoration – oft unterschätzt und dennoch von großer Bedeutung. \nDie Ausstellung besticht vor allem durch die Vielfalt der präsentierten Werke. Die Materialien reichen von marmorähnlicher Parian-Keramik über Kupferplatten bis hin zu Naturmaterialien und erstklassiger Goldschmiedekunst. Ebenso beeindruckt die facettenreiche Bandbreite der Stile und Motive. \nKristin Kolb wählt antike Bücher als Leinwand für ihre Tiermotive und versteht es meisterhaft\, die ornamentalen Verzierungen der Bücher in ihre Kunstwerke zu integrieren. Aneta Lewandowska schafft zarte Mobile-Gebilde aus reinen Naturmaterialien\, die durch ihre unkonventionelle Zusammensetzung überraschen und gleichzeitig eine zarte\, aber kraftvolle Ausstrahlung besitzen. \nSandra Hilleckes hingegen präsentiert teils abstrakte und teils figurative Gemälde auf Kupferplatten\, wodurch ihren Werken eine einzigartige Textur verliehen wird. In Kerstin Serz‘ Werken erblühen Eisvögel aus Vasen und verschmelzen mit Blumen zu organischen Formen\, die den Geist des Jugendstils atmen. \nDie Goldschmiedekreationen von Nicole Töfflinger bilden eine elegante Erweiterung dieser Ausstellung und vereinen auf beeindruckende Weise Kunst und Handwerk in einer kreativen Poesie. Ihre Stücke sind ein unerwartetes Highlight\, das die Ausstellung auf außergewöhnliche Weise bereichert.  \nZierrat – Group Show\nMit Arbeiten von Aneta Lewandowska\, Justyna Adamczyk\, Sandra Hilleckes\, Kristin Kolb\, Kerstin Serz\, Nicole Töfflinger. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n18.11.2023 – 20.01.2024 \nHilleckes Gallery  \n\n\n\n\n\n\n\n\n
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LOCATION:Hilleckes Gallery\, Wielandstr. 30\, Berlin\, 10629\, Deutschland
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SUMMARY:A.R. Penck\, Markus Lüpertz\, Georg Baselitz\, Per Kirkeby und Jörg Immendorff - Galerie Michael Werner
DESCRIPTION:In der Ausstellung werden sechs herausragende Gemälde von A.R. Penck\, Markus Lüpertz\, Georg Baselitz\, Per Kirkeby und Jörg Immendorff gezeigt\, deren Bedeutung aus Ihren Entstehungsjahren in den 1970er bis 2000er Jahren heraus bis in die Gegenwart und Zukunft reicht. \nDie Ausstellung ist vom 21. November 2023  bis 3. Februar 2024 geöffnet. \nÖffnungszeiten der Galerie: Di – Fr 11 – 18 Uhr\, Sa  10 – 16 Uhr. \nBeitragsbild: Markus Lüpertz „Otello“ 1996\, Öl auf schwarzem Samt\, 200 x 300 cm \nSechs unangepasste Bilder mit Bedeutung für die Zukunft\nA.R. Penck\, Markus Lüpertz\, Georg Baselitz\, Per Kirkeby und Jörg Immendorff\n21.11.2023 – 03.02.2024 \nGALERIE MICHAEL WERNER \n
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LOCATION:Michael Werner Galerie\, Hardenbergstr. 9A\, Berlin\, 10623\, Deutschland
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SUMMARY:TERRA INCOGNITA solo show by Christian Achenbach.
DESCRIPTION:The exhibition title „Terra Incognita“\, borrowed from Latin and literally translated as „unknown soil\,“ refers\, in its historical context from the early 15th century\, to geographical territories that had not yet undergone in-depth exploration or precise cartographic documentation at the time of their naming. These terrae incognitae functioned as places of longing. \nIn Christian Achenbach’s (*1978 in Siegen) new series of works\, similar places of longing emerge. They are like promises of a new world: alien and unexplored. While Achenbach’s earlier works are characterized by a clear departure from a central motif\, where geometric forms and symbols merge into arrangements influenced by Surrealism and Cubism\, his abstract landscapes offer spaces for identification without dictating an immediate narrative. Despite the new content\, Achenbach remains true to his visual language and design vocabulary\, continuously experimenting with various 20th-century art movements such as Expressionism\, Constructivism\, Pop Art\, and Op Art. Achenbach’s hill landscapes\, with their otherworldly-sounding titles like Samora\, Arenco\, or Arlopaz\, also reference early Chinese landscape painting of the Tang and Song dynasties\, which intended not only to depict external nature but also to convey emotions and spiritual dimensions\, providing viewers with a space for reflection. \nOne finds in „Terra Incognita“ the auditory\, rhythmic quality that is so intrinsic to Achenbach’s work. The towering hills recall frequencies\, sound waves that accentuate the characteristic sound of his aesthetic with their ecstatic color palette. Coming from music himself\, Achenbach stages his painting as a visual and acoustic duet that can appeal to the viewer on a multisensory level. A symbiosis of image and sound: „I try to make my paintings sound. It’s something intuitive. I hear the colors.“ \nHannah-Louisa Hochbaum \nOpening on Thursday November 23\, at 6 pm \nNovember 24 – January 20\, 2024\nTue – Sat\, 2 pm – 6 pm \nEberswalder Str. 30\, 10437 Berlin – Germany \n
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LOCATION:Galerie Mazzoli\, Eberswalder Str. 30\, Berlin\, 10437
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SUMMARY:DIE TAGE DES HIMMELS. Luisa Catucci Gallery.
DESCRIPTION:Viens-tu du ciel profond ou sors-tu de l’abîme\,\nO Beauté?\nCharles Baudelaire \nIch betrachte meine Malerei als eng mit der Wahrnehmung des Auges und des Sehens verbunden. Das Auge wird zu einer empfindlichen Membran\, einem Filter.\nIch assoziiere den Bildraum mit einer Schwelle\, mit einem subtilen Schirm\, der zwischen zwei Dimensionen als Grenze\, als Durchgang schwebt. Was ich male\, ist etwas\, das sich möglicherweise zwischen dem Auge und der Seele befindet\, ein unbekannter Ort\, den wir als die Kluft zwischen der physischen Welt und dem Geistigen in seiner Auflösung definieren könnten.\nMatteo Montani \nDer Himmel hat seit langem einen geschätzten Platz in der Welt der Kunst und diente unzähligen Generationen von Künstlern als grenzenlose Inspirationsquelle. Ob er nun die Brillanz eines klaren blauen Tages\, die Dramatik einer stürmischen Nacht oder das ätherische Leuchten eines Sonnenuntergangs einfängt – der Himmel mit seinen sich ständig verändernden Farbtönen\, Stimmungen und Atmosphären ist eine allgegenwärtige Muse auf der Leinwand der menschlichen Kreativität. In den Händen von Matteo Montani – einem italienischen Maler\, der für die hochatmosphärische Leuchtkraft seiner Werke bekannt ist – hört der Himmel auf\, eine bloße Darstellung der Natur zu sein\, und wird zu einem Portal für die Fantasie. Seine erste Einzelausstellung in der Galerie Luisa Catucci in Berlin zeigt eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl von Gemälden\, die vom Himmel\, seinen Lichtern und seinen sich ständig verändernden Nuancen inspiriert sind. \nMontanis stimmungsvolle Gemälde vermitteln die Idee von Landschaften als emotionale Erfahrungen. Sie bringen die eindringlichen Qualitäten von Himmel und Meer aus der Romantik auf eine zeitgenössische Bühne\, indem sie ihnen jeden Bezug zu einem realen\, irdischen Ort nehmen. Auf fast abstrakt-expressionistische Weise wagt der Künstler den Blick über die traditionellen Grenzen der Realität hinaus und macht sich den Himmel als Mittel zum Ausdruck des Unfassbaren\, Unerklärlichen und Transzendenten zunutze. Der einzige Grund\, Montanis Bilder als Landschaften zu bezeichnen\, ist kultureller Natur. Der Betrachter nimmt sein Format automatisch als Landschaft wahr\, ist aber gleichzeitig aufgefordert\, die enorme rätselhafte Weite seiner Nicht-Orte zu betrachten\, in denen die buchstäbliche Figuration durch den meisterhaften Einsatz von Farben und Linien verloren geht. Jedes Bild ist eine Einladung an den Betrachter\, sich auf seine Emotionen einzulassen und die Tiefe und Subtilität der Resonanz von Farbe und Textur zu spüren.\nDer Künstler setzt die Farben nicht willkürlich ein\, sondern orchestriert sie sorgfältig: Seine Übergänge von dunkel zu hell\, von warm zu kühl rufen ein tiefes Gefühl von Tiefe und Bewegung hervor. Man kann die Energie und die Kontemplation in ihrem Nebeneinander spüren. \nStark inspiriert von den Lichtern der Morgendämmerung und der Abenddämmerung – Zeiten des physischen und emotionalen Wandels – und vom ewigen Werden der Dinge\, nähert sich Matteo seiner Malerei fast wie ein Alchemist. Seine besondere Technik erfordert wissenschaftliche und chemische Kenntnisse über die verwendeten Elemente wie Sandpapier\, Metallpulver\, Öle\, Terpentin sowie die zentrale Rolle der Bewegungen des Künstlers. \nMontani geht seine Arbeit im Atelier umfassend an\, nutzt jede verfügbare Oberfläche\, bewegt sich frei darin und bringt seine gestischen Tendenzen voll zum Ausdruck\, indem er selbst die kleinsten Variationen auf dem Untergrund abbildet. In jüngerer Zeit hat er begonnen\, direkt auf der Leinwand zu arbeiten. Er erforscht die Möglichkeiten dieser Oberfläche und sucht nach neuen Wegen\, um auf diesem Material in Übereinstimmung mit seiner Arbeitsweise zu intervenieren\, wie etwa Bewegung mit Hilfe von Luft zu erzeugen. \nDie Komposition wird in jedem Fall durch die Aktion entdeckt\, wobei die Bewegungen durch wissenschaftliche Kenntnisse der Elemente und ihrer Reaktionen unterstützt werden. Das lässt Raum für eine Art „natura naturans“ Überraschung\, wo „die Natur tut\, was die Natur tut“.\nDer Künstler wird zu einer wirklichen „Naturkraft“\, die in Einheit mit den anderen Kräften – einschließlich des Chaos – an dem Werk arbeitet und das Gemälde an die Naturgesetze bindet.\nDurch die Verwendung von Terpentin und Öl wird das Sandpapier von flüchtigen Wolken erobert und beherrscht\, wodurch kosmogene und bezaubernde Effekte ätherischer Dämpfe entstehen. Die Metallpulver balancieren die Komposition aus\, indem sie schwere Kontrapunkte schaffen\, die das Werk erden und es in eine irdische Dimension zurückführen.\nIn Matteo Montanis Werken beeindruckt die harmonische Kombination verschiedener Aufwärtsbewegungen\, die an Dampf oder Nebel erinnern\, Abwärtsbewegungen wie Regen oder Niederschläge und seitliche Bewegungen\, die typisch für Winde sind. Jede Bewegung wird dabei durch die meisterhafte Farbpalette betont. Dies bietet dem Betrachter eine eindringliche emotionale Erfahrung\, die durch die Entscheidung des Künstlers\, hauptsächlich im Großformat zu arbeiten\, noch verstärkt wird. Auf diese Weise dienen Matteo Montanis Werke tatsächlich als Portale in Dimensionen\, die sich „zwischen dem Auge und der Seele befinden\, ein unbekannter Ort\, den wir als die Kluft zwischen der physischen Welt und der spirituellen Welt in ihrer Auflösung definieren könnten“. Sie nehmen den Betrachter mit auf eine emotionale Reise der Selbstentdeckung und der universellen Verbundenheit. \n
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LOCATION:Luisa Catucci Gallery\, Allerstr. 38\, Berlin\, 12049\, Deutschland
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SUMMARY:Walter Womacka und Ostdeutsche Kunst
DESCRIPTION:Walter Womacka (1925–2010) zählt bis heute zu den bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegszeit. Vielseitig als Maler und Grafiker\, aber auch durch seine langjährige Professur und spätere Leitung der Kunsthochschule Berlin-Weißensee prägte Womacka die Kunst der DDR entscheidend mit. \nDie Druckgrafik spielte in Womackas gesamtem künstlerischem Schaffen stets eine große Rolle. Als Mittel der Verbreitung trug sie entscheidend dazu bei\, seine Kunst für viele zugänglich und erschwinglich zu machen. Auch boten die grafischen Arbeiten Womacka eine unendliche Spielwiese für zarte Etüden\, formale und farbliche Experimente oder Variationen seiner häufigsten Motive der Stiere\, Hähne oder Tauben. \nDie Ausstellung bringt Womackas Druckgrafik in Dialog mit Arbeiten von namhaften ostdeutschen Künstlern: Womackas DDR-Künstlerkollegen Feliks Büttner\, Fritz Cremer\, Harald Metzkes und Otto Niemeyer-Holstein\, mit dem Womacka die Liebe zur Insel Usedom teilte\, in deren ländlichem Idyll sie beide ein willkommenes Refugium von der Großstadt fanden. Arbeiten von Bernhard Heisig\, Vertreter der Leipziger Schule\, und von A. R. Penck\, dem 1980 nach West-Deutschland übergesiedelten Rebell\, ergänzen die unterschiedlichen Positionen unserer Ausstellung. \nVernissage: Freitag\, 01.12.2023\, 18–21 Uhr\nAusstellung: 02.12.2023 bis 04.02.2024\nWinterferien (Galerie geschlossen): 24.12.2023 – 08.01.2024 \n
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SUMMARY:trans:form - Ausstellung 10 Jahre Kunststiftung K52
DESCRIPTION:Wie entsteht Kunst? Welche Prozesse beinhaltet das künstlerische Schaffen? Die Ausstellung zum zehnjährigen Jubiläum der Kunststiftung K52 beschäftigt sich mit wichtigen Fragen der künstlerischen Arbeit. Die bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie andere Künstler zeigen in ihren Arbeiten verschiedene Ansätze und Vorgehensweisen. Sehr oft geht es um das Übersetzen\, Überwinden\, Verändern\, Entwickeln\, um das Transformieren. Aus einer Anregung\, einem Fund oder einem profanen Material entsteht schließlich etwas Neues\, etwas Einzigartiges. \nDie Ausstellung trans:form präsentiert eine ganze Reihe von Werken\, die erstmalig in der Öffentlichkeit ausgestellt werden\, so die Arbeit Die neue Frisur der Marie Sander von Dorit Bearach nach einem Gedicht von Berthold Brecht oder eine große Arbeit der früheren Stipendiatin Nadja Schöllhammer (s.u.). \nDie Kunststiftung K52 wurde 2013 von den Künstlern Christoph Radke und Nicolaus Schmidt initiiert\, die ebenfalls mit Arbeiten vertreten sind. Die Stiftung wird zukünftig das Werk der beiden Künstler sichern und betreuen\, sie vergibt seit 2014 im zweijährigen Rhythmus ein Stipendium für Künstlerinnen und Künstler über 45.* Dieses Stipendium hat eine enorme Resonanz: obwohl die Ausschreibung nur in wenigen Medien veröffentlicht wird\, steigt die Zahl der Einsendung von Jahr zu Jahr\, die Jury kommt damit an ihre Grenzen. In die Jury werden neben Vertretern der Stiftung im Wechsel Künstler wie Olaf Nicolai\, Kuratorinnen wie Sarah Bernshausen (PalaisPopulaire) oder Journalisten wie Mattias Ehlert (Weltkunst) berufen. \nDie Kunststiftung K52 trägt ihren Namen nach dem Haus Kollwitzstraße K52\, in dem mehrere international agierende Künstlerinnen und Künstler leben und arbeiten. Das Haus hat eine besondere Geschichte\, das 2025 selbst zum Thema einer größeren Ausstellung in Kooperation mit dem Museum Pankow sein wird. Siehe auch: www-kollwitz52.de \nDie bisherigen Stipendiatinnen: Angélica Chio\, Frank Maibier\, Lorcan O’Byrne\, Hansjörg Schneider\, Nadja Schöllhammer\, Anja Schrey. \nSiehe hier: https://www.kunststiftung-k52.de/Die%20Stipendiaten.html \n* Das Stipendium beinhaltet eine Förderung in Höhe von € 6.000 sowie die Ausrichtung einer Ausstellung in der Galerie der Kunststiftung K52 in der Joachimstraße im Berliner Augustraßenviertel. \nBeitragsbild: FRANK MAIBIER | 2021 \n
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SUMMARY:Show "welcome to the pleasure dome" der Künstlerin Katharina Arndt
DESCRIPTION:Katharina Arndt entpuppt sich in der Ausstellung „welcome to the pleasure dome“ als scharfe Beobachterin\, die die verschlungenen Netze der modernen Gesellschaft\, des urbanen Lebens und ihrer eigenen Identität einfängt—sowohl als Malerin als auch als Berlinerin. Lange Acrylnägel\, Peaches\, ein *killer* Partnerlook\, nachwachsende Achselhaare\, Stick-and-Poke-Tattoos\, stinkende Aschenbecher und (wie könnte es anders sein?) jede Menge Smartphones: welcome to the pleasure dome! \nInspiriert von dem Song von Frankie Goes To Hollywood\, spielt der Titel der Ausstellung ironisch auf den Zwiespalt dieses Ortes an—eine Stadt\, die für ihre hedonistischen Vergnügungen bekannt ist und gleichzeitig ein Nährboden für soziale Ungleichheit und Ausgrenzung. Berlin ist für Arndt nicht nur eine geografische Einheit\, sondern ein Kater\, eine Orgie\, ein Zigarettenstummel. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit den sich kontinuierlich verschiebenden Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum\, eine Verhandlung\, die ständig durch den globalen Dialog einer unbestimmten Vielzahl geprägt ist. Der allgegenwärtige Einfluss der sozialen Medien lässt diese Grenzen weiter verschwimmen und schafft eine Gesellschaft\, die sich in stetiger Konnektivität befindet. \nIm Zentrum von Arndts Arbeiten steht ein Gemälde mit illustrativem Geist\, eine unkonventionelle Karte des Görlitzer Parks\, die von seinem üblichen menschlichen und nicht-menschlichen Publikum bevölkert wird: Touristen\, Bäume\, der Kanal\, Raver\, Hunde\, Drogendealer\, Mülleimer\, Skater. Durch Arndts agilen Pinsel verwandelt sich der Park in eine komplexe Landschaft\, die das Facettenreichtum Berlins widerspiegelt—eine Stadt\, die Aufmerksamkeit verlangt\, Vorurteile hinterfragt und Lust auf mehr macht. \nArndts künstlerischer Blick richtet sich auf die oft übersehenen Erscheinungen des urbanen Lebens. Bierdosen und verdrecktes Stadtmobiliar werden zu zentralen Themen und laden die Betrachter*innen ein\, sich mit dem Schutt des Alltags auseinanderzusetzen. In diesen Arbeiten löst sich Arndt von Filtern\, Wertzuschreibungen und Bedeutungshierarchien. Eine Hundetüte ist ein ebenso gewichtiger Kommunikator wie ein nuancierter Gesichtsausdruck oder sogar ein tolles Outfit. Das Engagement der Künstlerin\, eine ungeschminkte Wahrheit einzufangen\, schafft eine visuelle Sprache\, die sich besonders in der heutigen Zeit als äußerst notwendig erweist—in den manikürten Echokammern der sozialen Medien\, die wir für uns selbst kuratieren\, bekommen wir unsere Umgebung selten zu Gesicht. Arndts Gemälde dienen als Portal für die komplexe Beziehung zwischen Identität\, gesellschaftlichen Schönheitserwartungen und dem allumfassenden Einfluss der Gegenwart. Mit dem Fokus auf das urbane Leben navigieren ihre Arbeiten durch das Vergängliche\, das Kontingente und das Banale und enthüllen die Schichten\, die den jetzigen Moment ausmachen. \nDie Einbeziehung von Selbstporträts in ihre Arbeiten verleiht Arndts Erzählungen eine zusätzliche\, faszinierende Ebene. In me as an artist genießt sie ungeniert eine Zigarette und stellt sie dabei als Objekt der Begierde dar\, welches Coolness und Geheimnis ausstrahlt. Die Zigarette wird zum Symbol des Genusses\, ein flüchtiger Moment des Vergnügens in der chaotischen Stadtlandschaft. In ihren größeren Gemälden sehen wir jedoch ein widersprüchliches Bild von Arndt\, die in sportlicher Kleidung joggt und sich von den unansehnlichen Zigarettenstummeln distanziert\, die aus den Mülleimern ragen. Diese Dualität in der Künstlerin selbst spiegelt die Widersprüche in Berlin—das Nebeneinander von hedonistischem Genuss und dem Wunsch nach einem gesünderen\, einfacheren Leben. \nAuf den ersten Blick mag Arndts künstlerische Perspektive unbeschwert und spielerisch erscheinen. Unter der Oberfläche verbirgt sich jedoch eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Gesellschaft auf mehreren Ebenen. Im Mittelpunkt von Arndts Erkundungen stehen die Absurdität des täglichen Lebens und die conditio humana\, dargestellt durch Figuren\, die unermüdlich nach Verbindung und Akzeptanz suchen. Ihre Arbeit geht jedoch über den bloßen Voyeurismus hinaus und erhebt jedes Panel zu einem zeitgenössischen Genre-Werk: ein eingefrorenes Fragment junger\, sich entwickelnder Identitäten\, die sich im Wechselspiel zwischen digitalen Erwartungen und unvollkommener Realität bewegen. \nDie Ausstellung ist im Wesentlichen ein visuelles Tagebuch—eine Kartografie des Alltäglichen. Diese Gemälde sind nicht nur Darstellungen\, sondern greifbare Aufzeichnungen der Erfahrungen der Künstlerin und bieten den Betrachter*innen die Möglichkeit\, in die Schuhe der Künstlerin zu schlüpfen und die Welt durch ihren Blick zu erleben. Auf diese Weise konstruiert sie eine visuelle Erzählung\, die von der Vielfalt und Komplexität der urbanen Landschaft erzählt. Berlin ist eine Stadt\, welche die Menschen\, die sie bewohnen\, gleichzeitig ernährt und herausfordert. Arndts Engagement für Authentizität\, ihre Weigerung\, Werturteile zu fällen\, und ihre Fähigkeit\, das Gängige in das Außergewöhnliche zu verwandeln\, definieren die Beziehung der Betrachter*innen zu diesem Ort neu. Durch die Hervorhebung des Chaos in unserem Leben lädt Arndt uns ein\, unsere eigene Wahrnehmung von Schönheit\, Bedeutung und Identität zu überdenken. Die Ausstellung ist ein Zeugnis für die Macht der Kunst\, den Geist einer Stadt einzufangen\, und ermutigt uns\, die Freuden und Gefahren unserer eigenen Reisen zu begrüßen. \nwelcome to the pleasure dome – Künstlerin Katharina Arndt\n\n01.12.2023 – 04.02.2024\n\nKanya & Kage\n\n
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SUMMARY:FRANK RÖDEL – Von Vulkanlandschaften und Eiswelten
DESCRIPTION:Er ist – so schreibt die FAZ über den Künstler Frank Rödel – „sicher einer der am weitgereistesten\, mit allen Topografien und Klimazonen vertrautesten Bildkünstler unserer Zeit“ (1). Er fuhr mit dem Jeep durch die Sahara\, war auf auf Einladung mit dem Forschungseisbrecher Polarstern unterwegs\, unternahm Expeditionen in entlegene Polargebiete Grönlands\, Islands und der Antarktis. \nLandschaft ist zum zentralen Thema des Künstlers geworden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung spricht von seiner Kunst als „Erdportrait“ (1) – und vom Zusammentreffen gegensätzlicher Elemente in seiner Malerei: der Konfrontation von Natur und Mensch. Schönheit gegen Gewalt und „gleichgültige\, kalte\, grausame Empathielosigkeit“. (1) \nFrank Rödel lässt sich in seiner Kunst von Fotografien inspirieren\, nutzt Drohnen für eine besondere Raumwahrnehmung und einen außer­gewöhnlichen Blick auf Strukturen und Verwerfungen in der Natur. Sowohl in seiner Malerei als auch in seinen Fotografien erscheinen Meereslandschaften und Landstriche in einer zum Teil dramatischen Intensität und wilden Präsenz. \nWas macht die Bilder von Frank Rödel so ungewöhnlich\, so faszinierend\, aber auch so beunruhigend? Es ist wohl die Ambivalenz zwischen einer Begeisterung für die Natur\, die zugleich von Melancholie\, aber auch von Trauer und Schmerz durchdrungen ist\, und dem unmittelbaren Erleben einer durch die menschliche Zivilisation stark geschädigten und im Wandel begriffenen Natur. \nFaszination\, Schönheit und Poesie suggerieren Rödels Bilder gerade auch durch die Abwesenheit des Menschen in vielen seiner Bilder. Doch der Betrachter sollte sich nicht täuschen lassen – die Anwesenheit des Menschen und sein Einfluss auf die Naturgewalten bilden ein kritisches Spannungsfeld in seinen Bildern\, die nicht zuletzt als schonungslose Sinnbilder für das Verhältnis unserer Zivilisation zur Natur stehen. „Meine Bildserie ist der Versuch\, etwas von diesen Spannungen und Widersprüchen zu beschreiben“\, so der Künstler selbst. \nAndré Lindhorst\, Oktober 2023 \n(1) Frankfurter Allgemeine Zeitung\, Seite Z6 – Samstag\, 04. Februar 2023 \nVernissage: Fr.\, 1. Dezember ’23 | 19–22 h \nEinführung: André Lindhorst im Gespräch mit Frank Rödel \nVortrag von Frank Rödel: Von einer Expedition in die Antarktis\, Fr. 19. Januar ’24 | Einlass 18:30 Uhr \nAusstellung: 2. Dezember – 27. Januar ’24 \n
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