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SUMMARY:Rebecca Harper: Thick Skinned - Quick Finned Always Turning Tides Tale
DESCRIPTION:Die Szenerie entfaltet sich langsam in den Bildern von Rebecca Harper – langsam und hermetisch\, alles spielt sich wie auf einer Bühne vor den Augen der Betrachtenden ab. Die Räume\, die Figuren\, das Wasser – alles hat seinen Platz\, doch nichts bleibt isoliert. Alles kreist\, wie ein Himmelskörper\, um das Zentrum. Das Zentrum aller Darstellungen ist eine starke blonde Frau. Immer wieder sitzt sie in unterschiedlichen Momenten am Rand einer Wanne\, am Rand eines Bettes\, auf einer weichen Couch – allein\, in ihrer Welt. Sie hält eine Robbe\, die\, wie alle anderen Objekte\, eine Erweiterung der Frau selbst zu sein scheint. Eine Hand auf dem Fell\, eine Flosse auf ihrem Schoß – eine Symbiose\, vertraut und doch kindlich-weiblich\, kein Mutter-Kind-Verhältnis\, sondern ein Konzept von Kind und Frau. \nDie Räume erzählen Geschichten – aber nicht laut\, nicht fordernd. Objekte und Gegenstände sind aufgelistet: Bilder\, Spiegelungen\, offene Fenster. Wasser durchzieht alles – dunkle Flüsse\, gefüllte Wannen\, gemalte Meereslandschaften. Doch es ist kein Wasser\, das verschlingt oder zieht – sondern Wasser\, das trägt\, das erinnert\, das in Bewegung ist. Die Spiegel zeigen nicht nur die Frau\, sondern auch den Raum um sie herum\, eröffnen Perspektiven\, machen sichtbar\, was sonst übersehen würde. \nUnd überall finden sich Zeichen\, kleine Dinge\, die bleiben: die verschlossene Hutschachtel mit dem roten Vogel\, als bewahre sie etwas\, das nicht verloren gehen darf – oder das besser in der Schachtel bleibt\, wissend aufbewahrt. Die Bücher\, die niemand liest\, doch sie sind da\, als potenzielle Erzählungen. Die Landkarten an den Wänden\, die Kompasse\, die Segelboote – das Kind-Frau-Schema weist eine Richtung\, trägt das Subjekt wie selbstverständlich mit dem Wind in die richtige Bahn. \nDie Titel klingen zunächst wie Zeilen aus einem Gedicht – nicht bloß Beschreibungen\, sondern Gedanken\, die nachhallen. Blinking through Salt Lashes – ein Moment\, in dem das Sehen schwerfällt\, das Blinzeln durch Tränen oder Meerwasser\, als sei die Welt für einen Augenblick verhüllt. Dann Disappear like a Snatched Breath on an Angry Tide – als würde etwas fortgerissen\, ein Atemzug\, den man nicht halten kann\, ein Körper\, der sich auflöst\, nicht aus Schwäche\, sondern weil die Strömung es so will. \nAndere Titel sind beinahe erzählerisch\, lang\, als wollten sie nicht nur benennen\, sondern einen Rhythmus setzen. Thick Skinned – Quick Finned\, Always Turning Tides Tale spricht von Anpassung\, von einer Haut\, die schützt\, von Beweglichkeit\, von Flossen\, die niemals stillstehen – ein Körper\, der sich immer mit der Strömung dreht. Secret Eyes\, Holding Mourning of the Darkest River ist ein Versprechen\, ein Blick\, der mehr sieht\, der etwas bewahrt – eine Trauer\, die nicht laut wird\, sondern weiterfließt\, in einem Fluss\, der keine Ruhe kennt. \nDer Körper ist zentral\, präsent\, fest\, aber niemals starr. Er sitzt\, hält\, stützt sich ab\, bewegt sich in kleinen Momenten längerer Handlungen – in Pausen\, in einem Blick nach oben\, in einer kauernden Haltung. Die Körperhaltung ist offen\, aber nicht zur Schau gestellt\, kontrolliert\, aber nicht erstarrt. Kleidung betont oder löst sich auf\, Schnürungen fehlen\, Stoffe hängen herab – als würde die Grenze zwischen Körper und Umgebung durchlässig. Das Wasser ist nah – in Badewannen\, in Strömungen\, in Gemälden – ein Element\, das sich mit der Figur verbindet\, aber sie nicht verschlingt. \nDie Abwesenheit von Männern ist eine Lücke\, eine spürbare Leerstelle\, die sich durch die Räume zieht\, durch die Haltung der Frau\, durch die Objekte\, die sich um sie sammeln. Sie sitzt\, sie hält\, sie bewegt sich – aber es gibt kein Gegenüber. Kein männlicher Körper\, keine Hand\, die greift oder sich entzieht\, keine Gestalt\, die sich in den Spiegeln zeigt. Diese Leerstelle ist nicht bloß eine Abwesenheit – sie ist strukturell\, sie definiert die Räume\, weil sie nicht gefüllt wird. Außer durch eine Andeutung: einen Schatten. \nStattdessen gibt es Fische. Sie sind die einzige Spur\, die einzige Übersetzung eines abwesenden männlichen Prinzips. Sie liegen auf Tischen\, schwimmen in Wannen\, sind auf Fliesen gemalt – reglos oder in endloser Kreisbewegung\, nicht handelnd\, nicht sprechend. Der Fisch\, klassisches phallisches Symbol\, taucht auf\, doch bleibt er Objekt – ohne Funktion\, ohne Körper\, das Relikt eines Gegenübers\, das in dieser Welt nicht mehr agiert. \nDie Vögel sind keine bloße Dekoration\, keine sanften Begleiter des Lichts. Sie tauchen auf\, schwebend\, stürzend\, kreisend – als schwarze Figur auf dem Kaminsims\, als Möwe\, die fast den Boden berührt. Sie folgen keinem klaren Muster\, sie fügen sich nicht in die Symbolik der anderen Tiere. Die Robbe liegt\, die Fische schweigen – doch die Vögel fliegen\, manchmal zu nah\, manchmal wie eine Warnung\, manchmal als Echo von etwas\, das sich ankündigt\, ohne greifbar zu werden. Ihr Schwarz hebt sie von der Umgebung ab\, als gehörten sie nicht in die Welt der Frau\, sondern als dringe etwas von außen ein – ein Fremdkörper im Raum ihrer Reflexionen und Wasserflächen. Sie existieren jenseits der Wellen\, jenseits der Wannen\, außerhalb der Strömung – als etwas\, das sich nicht einordnen lässt. Vielleicht sind sie das\, was nicht gehalten werden kann\, was sich entzieht – während die Frau bleibt. \nDie Schachtel bleibt geschlossen\, weil sie nicht geöffnet werden muss. Sie steht da\, immer am selben Ort\, mit dem roten Vogel auf dem Deckel – als Zeichen\, als Möglichkeit\, als Behälter für etwas\, das nicht nach einem Ausbruch verlangt. Die Vögel außerhalb der Schachtel sind wild\, unkontrolliert\, eine Kraft\, die sich nicht bändigen lässt. Doch dieser Vogel bleibt an die Oberfläche gebunden – eingefroren\, gehalten\, bewahrt oder verzaubert. Vielleicht ist die Schachtel eine versiegelte Bedrohung – eine Kraft\, die nicht konkurrieren kann\, die in der Dynamik von Halten und Gehaltenwerden keinen Platz hat. Vielleicht bleibt sie deshalb unberührt. Weil ihr Inhalt zu mächtig ist. Weil das\, was verborgen liegt\, nicht zugelassen werden kann. \n
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SUMMARY:URBAN NATION präsentiert TALKING... & OTHER BANANA SKINS
DESCRIPTION:URBAN NATION präsentiert TALKING… & OTHER BANANA SKINS\, kuratiert von Michelle Houston. Die lebendige und bunte Ausstellung fordert mit urbaner und zeitgenössischer Kunst provokant einen Dialog ein. Sie wirkt als Katalysator und lädt zum Diskurs über die drängendsten Fragen unserer Zeit ein. Zum Auftakt wird vom international bekannten Kollektiv BROKEN FINGAZ CREW aus Israel (Haifa) die Fassade des Museums neu gestaltet. Die Ausstellung zeigt Gemälde\, Installationen\, Skulpturen und Videoarbeiten\, die die gesamte Bandbreite der urbanen und zeitgenössischen Kunst abdecken. Zu den Künstlern gehören unter anderem ROCCO AND HIS BROTHERS (Berlin)\, ICY AND SOT (Tabriz/NY)\, VARIOUS AND GOULD (Berlin)\, JOSÉPHINE SAGNA (Hamburg) und LOW BROS (Hamburg). \nTALKING… & OTHER BANANA SKINS thematisiert die Polarisierung unserer Gesellschaft. Sie ermutigt die Besucher\, ihre eigene Perspektive zu hinterfragen. Konflikte und Themen sind vielschichtig und lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Die Kunstwerke\, die in den acht Kapiteln der Ausstellung präsentiert werden\, hinterfragen\, wie und was in der Gesellschaft und im urbanen Umfeld kommuniziert wird. Sie stellen den Austausch und den Dialog wieder in den Mittelpunkt. \n„Die Kunst nimmt in der Gesellschaft eine ganz besondere Stellung ein. Künstler haben die Möglichkeit\, zu beobachten\, zu reflektieren und sich in ein Thema zu vertiefen\, indem sie Ideen auf eine Art und Weise präsentieren\, die nicht an ein bestimmtes Sprachsystem gebunden sind. Auf diese Weise bringen sie uns dazu\, die eigene Haltung neu zu überdenken.“ \nMichelle Houston\, Kuratorin der Ausstellung \nTEILNEHMENDE KÜNSTLER*INNEN:\n1UP\, AEC INTERESNI KAZKI\, AMARTEY GOLDING\, ANA BARRIGA\, ANDREAS ENGLUND\, ANNA LUKASHEVSY\, BILL POSTERS\, BJÖRN HEYN\, BROKEN FINGAZ CREW\, DAVE THE CHIMP\, DENIS CHERIM\, DISNOVATION\, EL MAC\, FAISAL HUSSAIN\, FAUST\, FRANCO FASOLI AKA JAZ\, HIJACK\, HIN\, HOT TEA\, HUGO BAUDOUIN\, HUH?\, ICY AND SOT\, IDA LAWRENCE\, ISAAC CORDAL\, JAN VAN ESCH\, JEFF HONG\, JIMMY TURRELL\, JOSÉPHINE SAGNA\, KNOW HOPE\, LE FOU\, LOOK THE WEIRD\, LOW BROS\, NOEMI CONAN\, OLEK\, RICH THORNE\, ROCCO AND HIS BROTHERS\, SEPE\, SIMON MENNER\, SPLASH AND BURN\, SPY\, TEZZ KAMOEN\, THE WA\, VARIOUS AND GOULD\, VERA KOCHUBEY\, YOANN BOURGEOIS. \nJoséphine Sagna: I want change II [WE NEED TO TALK]\nUNARTIG – Kunstfest im Quartier\nAnlässlich der Eröffnung der Ausstellung „TALKING…& OTHER BANANA SKINS“ findet rund um das Museum das UNARTIG – Kunstfest im Quartier statt. Das Programm umfasst von 21 Künstlern gestaltete Wandgemälde\, Workshops und Performances von Künstlern wie YOANN BOURGEOIS sowie geführte Urban Art Touren durch die Nachbarschaft des URBAN NATION Museums. Dazu gibt es Diskussionsrunden\, Street Food\, Musik und vieles mehr. \nÜBER DIE STIFTUNG BERLINER LEBEN\nDie Stiftung Berliner Leben übernimmt Verantwortung\, indem sie sich langfristig und strategisch für lebenswerte Quartiere einsetzt und zielgerichtet die Potentiale von Kindern und Jugendlichen fördert\, wodurch sie zu sozialer Teilhabe und Stadtentwicklung beiträgt. Im Jahr 2021 startete die Stiftung Berliner Leben ihr neues Programm Stadtraum!Plus. \nÜBER DAS URBAN NATION MUSEUM\nURBAN NATION und das URBAN NATION Museum sind eine Initiative der gemeinnützigen Stiftung Berliner Leben\, die von der Gewobag AG gegründet wurde. Ziel der Arbeit von URBAN NATION ist es\, den kreativen Austausch zwischen Künstlern und Berlinern und Berlinerinnen zu fördern und die Integration und die Teilhabe durch kulturelle Bildungsprogramme in den Berliner Quartieren zu unterstützen. \nTALKING… & OTHER BANANA SKINS\nJuni 2022 – Dezember 2024 \nEröffnung: Freitag 17. Juni 2022\, 19:00 Uhr \nKunstfest im Quartier\n17. – 19. Juni 2022 \nURBAN NATION \n
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SUMMARY:KÄTHE TO GO im Käthe-Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Das Käthe-Kollwitz-Museum zieht in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg!\nWährend der Umzugsphase bietet das Museum in seinem KOLLWITZ GUIDE eine digitale Stadttour der besonderen Art an. Mit KÄTHE TO GO kann man Orte in Berlin entdecken\, von denen Käthe Kollwitz sich inspirieren ließ oder an denen sie künstlerisch arbeitete. Ihr Leben lang befasste sich Kollwitz mit Themen wie Tod\, Elend\, Schmerz und Ungerechtigkeit. Sie besuchte beispielsweise die Insassinnen des Frauengefängnisses in der Barnimstraße oder begleitete skizzierend den Kohlenstreik im Wedding.\nEinige Orte ihrer Inspirationen existieren heute nahezu unverändert\, andere sind nicht mehr wieder zu erkennen. KÄTHE TO GO ermöglicht\, sich im Berliner Stadtraum auf Kollwitz‘ Spuren zu begeben und ihrer Geschichte nachzuspüren. Außerdem finden Sie im KOLLWITZ GUIDE eine Preview zur neuen Sammlungspräsentation im Theaterbau.\nZum KOLLWITZ GUIDE gelangt man über die Webseite: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/ oder über folgenden Link: https://tinyurl.com/2aff4vqp \n
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SUMMARY:Pallavi Paul - How Love Moves: Prelude
DESCRIPTION:\nDie Künstlerin und Filmwissenschaftlerin Pallavi Paul arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kino\, Literatur und politischen Konfliktlinien. Sie nutzt die Kamera als Hauptmedium\, um zu hinterfragen\, wie spirituelle\, technologische\, politische und historische „Wahrheits“-Regime im öffentlichen Leben produziert und aufrechterhalten werden. \nIn ihrer multidisziplinären Praxis\, die sich über die Bereiche Film\, Installation\, Performance\, Zeichnung und Text entfaltet\, interessiert sich Paul insbesondere für die Spannung zwischen dem Dokument und seiner ästhetischen Ausdrucksform – dem Dokumentarfilm. Sie produziert filmische Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Fiktion und Dokumentation\, indem Paul visuelle Poesie durch verschiedene Referenzen entstehen lässt. Dabei zitiert sie oft aus Nachrichtenmaterial\, Youtube-Fünden\, sozialen Medien\, historischen Quellen und mehrsprachigen Texten\, setzt diese zusammen und kombiniert sie mit neu gedrehtem Material. Ihre früheren sowie aktuelle Filme machen das Publikum mit den Anfängen des Kinos als Instrument der Magie vertraut\, und lassen gleichzeitig immer wieder mutige\, unheimliche und temperamentvolle Protagonist*innen in Erscheinung treten. \nSeit 2020 erforscht Pallavi Paul den weitläufigen Bereich des Atmens – nicht nur durch den einzelnen Körper\, sondern durch das Kollektiv als transhistorische\, transgeografische und transformative Strömung. Sie beobachtet\, was es bedeutet\, Muster von molekularem Kolonialismus\, religiöser und rassifizierter Gewalt in der heutigen Gesellschaft zu erkennen. Dabei wendet sie sich dem Akt des Atmens als politischem\, sozialem\, ökologischem und rhythmischem Refrain des Lebens in Zeiten von Dissens und Verletzlichkeit zu. Die monumentalen Herausforderungen für Infrastrukturen von Gesundheit als auch für den Atem entziehen sich der Zeitgebundenheit des Bildschirms; viel eher verkörpern sie einen kontinuierlichen Prozess der Zirkulation und Regulierung\, der jede*n Einzelne*n mit allen Lebensformen verbindet. \nWährend ihrer Zeit als Artist in Residence am Gropius Bau im Jahr 2023 vertieft Pallavi Paul ihre Forschungen über die Liebe und deren verkörpertes Gegenstück\, den Atem. Sie stellt sich der einzigartigen Herausforderung\, greifbare Abbildungen von etwas Allgegenwärtigem\, aber „Unsichtbarem“ zu schaffen. \nAb dem 10. August wird im ersten Stock des Gropius Bau der Auftakt zu Pauls großer Einzelausstellung How Love Moves (2024) gezeigt. In How Love Moves: Prelude taucht eine Szenografie rund um die Drei-Kanal-Videoinstallation Cynthia Ke Sapne / The Dreams of Cynthia (2017) den historischen Schliemannsaal in einen Dämmerzustand zwischen Wachsein und Schlaf. Die Installation ist frei zugänglich und wird von dem Programm Six Days of Love begleitet\, das sich zwischen August 2023 und Frühjahr 2024 als eine Reihe von filmischen Lesungen\, Gesprächsformaten\, Performances und akustische Aktivierungen entfaltet. \nKuratiert von Natasha Ginwala \nBeitragsbild: Pallavi Paul\, Changing Places in the Fire\, Filmstill\, 2022 \n\nPallavi Paul – How Love Moves: Prelude\nab dem 10. August \nGropius Bau \n
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SUMMARY:La Chola Poblete: Guaymallén
DESCRIPTION:La Chola Poblete\, geboren 1989 in Mendoza (Argentinien)\, ist die „Künstlerin des Jahres“ der Deutschen Bank. Die Argentinierin setzt sich kritisch mit den Folgen von Kolonialismus und weißer Vorherrschaft in ihrer Heimat auseinander. In Aquarellen\, Skulpturen\, Installationen und Performances reflektiert sie ihre Indigenen und queeren Wurzeln und widersetzt sich der Stereotypisierung und Exotisierung Indigener Völker. Mit „Guaymallén“ präsentiert das PalaisPopulaire La Chola Pobletes erste Einzelausstellung in Deutschland. Im Rahmen der Berlin Art Week wird die Künstlerin gemeinsam mit Lola Bhajan eine neue Performance zeigen. \n
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SUMMARY:URBAN NATION präsentiert die neueste Einzelausstellung des Künstlers RABI in der Projektreihe Project M/
DESCRIPTION:URBAN NATION präsentiert die neueste Einzelausstellung des Künstlers RABI in der Projektreihe Project M/ mit dem Titel Project M/20_generati0n+escape_//_thoughts_and_c0ntradicti0ns_//_seas0n_01:02_BERLIN\, kuratiert von Michelle Houston. \nDie Eröffnungsausstellung der Satellite Gallery in Neukölln\, einem neuen\, temporären Ausstellungsort des URBAN NATION Museum\, wird während der Berlin Art Week gezeigt. Sie umfasst Kurzfilme\, Installationen\, Druckeditionen und Keramikskulpturen. \ngen+esc (generation+escape) ist eine Serie kurzer Kunstfilme\, die Personen in Greenscreen-Anzügen in ihrer alltäglichen Umgebung einfangen\, während sie ihre intimsten Gedanken teilen. Die Personen in den grünen Ganzkörperanzügen holen die Betrachter in ihr Leben und zeigen ihre Gewohnheiten. Der grüne Stoff auf ihren Körpern dient RABI als Leinwand\, auf die er zusammengeschnittenes Open-Source-Material projiziert. Dieses nimmt uns mit auf eine Reise durch seine künstlerische und redaktionelle Vision. Es entstehen eigenständige Kunstwerke. \nIm Kontrast hierzu stehen selbst aufgenommene Audiodateien\, welche die privaten Gedanken der Protagonisten eröffnen. Sie behandeln Themen wie Identität\, Zugehörigkeit und die Bewältigung des globalen Wandels. Dabei fällt auf\, dass Innen- und Außenwelt sich oftmals unterscheiden. Einige Protagonisten neigen zu Eskapismus und es tun sich Widersprüche zwischen Innen und Außen auf. Dies verdeutlicht die Besessenheit unserer Gesellschaft zur öffentlichen Selbstinszenierung und dem gleichzeitigen Streben nach Individualität. Ausgehend von den enthüllten Gefühlen und Erkenntnissen untersucht RABI in seinen Werken\, wie sich der gesellschaftliche Wandel auf die Kunst und das Individuum ausgewirkt hat. \nUnser digitales Zeitalter ist von überkuratierten Erlebnissen in falschen Realitäten geprägt. RABI stellt Fragen: Ist unsere Generation dazu verdammt\, die Freiheit durch Flucht zu suchen? Können wir die allgegenwärtigen und hartnäckigen Widersprüche des menschlichen Innen- und Außenlebens akzeptieren? \nFür _seas0n_01:02_BERLIN hat der Künstler eine neue\, eigene Episode der Serie geschaffen. Sie zeigt den Sozialarbeiter Tobias Braun von Jobmobil Berlin\, einer Beratungsstelle für Jugendliche und Kooperationspartner der Stiftung Berliner Leben im Rahmen ihres Programms Stadtraum!Plus. \nDie Ausstellung ist ein interaktives Erlebnis\, in dem Gäste AR-Technologie nutzen können\, die Bilder auf grüne Bildschirmkomponenten im gesamten Raum projiziert. \nRABI – PROJECT M/20_generati0n+escape_\n_thoughts_and_c0ntradicti0ns_//_seas0n_01:02_BERLIN\n14. September 2023 – 31. Januar 2024 \nURBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART \n
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SUMMARY:Lin May Saeed. Im Paradies fällt der Schnee langsam. Ein Dialog mit Renée Sintenis
DESCRIPTION:Lin May Saeed (*1973\, Würzburg) beschäftigt sich seit gut 20 Jahren mit dem Leben von Tieren und den Beziehungen zwischen Tier und Mensch. Mit einer konsequenten formalen Sprache\, viel Einfühlungsvermögen\, einem breiten kulturhistorischen Wissen zu Märchen und Fabeln\, aber auch mit Humor erzählt sie in ihren Arbeiten alte und neue Geschichten von der Unterwerfung und Befreiung der Tiere und ihrem Zusammenleben mit den Menschen. Mit Skulpturen\, Reliefs\, raumgreifenden Scherenschnitten und Zeichnungen erschafft die in Berlin lebende Künstlerin eine neue Ikonographie der Solidarität zwischen den Arten. \nDie Annahme\, dass Tiere in der menschlichen Vorstellung zuallererst als Fleisch oder Leder oder Horn auftraten\, heißt\, eine Haltung des 19. Jahrhunderts Jahrtausende zurück zu projizieren. Tiere fungierten in der Vorstellung zuerst als Botschafter und Verheißung.\nJohn Berger\, Warum sehen wir Tiere an?\, 1980 \nIn ihrer ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland treffen Lin May Saeeds künstlerische Arbeiten auf Leihgaben und Sammlungswerke des Georg Kolbe Museum von Renée Sintenis (1888\, Glatz-1965\, West-Berlin). Diese zentrale Bildhauerin der Moderne\, die ihrerzeit ebenfalls nach einer Sprache und Abbildbarkeit der Beziehungen zwischen Tier und Mensch suchte\, feierte ihren Durchbruch in den 1920er Jahren mit kleinformatigen Tierskulpturen. Die bekannteste – der Berliner Bär – wird immer noch alljährlich im Rahmen der Berlinale Filmfestspiele verliehen. Der im Georg Kolbe Museum entstehende Dialog zwischen den Künstlerinnen über verschiedene Generationen hinweg spürt nicht nur formalen Entwicklungen der Tierbildhauerei nach. Die Ausstellung untersucht auch den Wandel des gesellschaftlichen Bildes des Tieres in den letzten 100 Jahren und verweist auf eine neue Aktualität in unserer Wahrnehmung und in unserem Umgang mit anderen Lebewesen\, wie beispielsweise auf die Rolle industrieller Tierhaltung im Fortschreiten der Klimakatastrophe. Auch werden in ferner Zukunft nicht Bronze oder Marmor als bildhauerisches Material Zeugnis menschlichen Schaffens ablegen\, da sie verfallen sein werden. Styropor hingegen bleibt intakt. Deshalb ist dieser auf Erdöl basierende\, biologisch nicht abbaubare Kunststoff der von Lin May Saeed bevorzugte Werkstoff für ihre Arbeiten. Er steht für sie als Mahnung der Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt. Und so eröffnet die Kunst von Lin May Saeed immer auch eine politische Dimension im menschengemachten Zeitalter des Anthropozän. \nDie Ausstellung zeigt Skulpturen aus Styropor\, Stahl und Bronze sowie Scherenschnitte und Zeichnungen beider Künstlerinnen und wird begleitet von einem umfassenden Vermittlungs- und Rahmenprogramm zu Animalität\, Tierethik und Tierrechten. \nLin May Saeed. Im Paradies fällt der Schnee langsam. Ein Dialog mit Renée Sintenis\n14. September 2023 – 25. Februar 2024 \nGeorg Kolbe Museum \n
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SUMMARY:Ausstellung „Mark Dion. Delirious Toys“ im Museum Nikolaikirchen Berlin
DESCRIPTION:Ein Labyrinth aus Brettspielen\, Tiere\, die eine Pyramide erklimmen\, Fahrzeuge aller Art\, die sich auf einem Rundkurs ein Rennen liefern: In „Mark Dion. Delirious Toys | Die Berliner Spielzeug-Wunderkammer“ interpretiert der US-amerikanische Sammler\, Objekt- und Installationskünstler Mark Dion in einer achtteiligen Installation große Themen mit vielfältigen Objekten aus der umfangreichen Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin. \nVom 7. Oktober 2023 bis 11. Februar 2024 ist „Mark Dion. Delirious Toys“ im Museum Nikolaikirche zu sehen. Für das Kunstprojekt hat Mark Dion aus der rund 70 000 Objekte umfassenden Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin mehrere hundert Objekte ausgewählt und daraus eine achtteilige Installation geschaffen. Ergänzt wird die Ausstellung von einer Arbeit der Junior-Kurator:innen aus der Klasse 9a (heute 10a) des Gymnasiums Tiergarten\, die ausgehend vom Thema Mark Dions ihr eigenes Projekt realisiert haben. \nÜbliche Kategorien einer Sammlung\, wie etwa Chronologie oder Stil\, lässt die Ausstellung spielerisch beiseite. Dions Kombinationen von Größen\, Materialien und Zeiten ergeben Inszenierungen fantastischer Geschichten. Neben dieser Freude am Spielerischen ist es ein weiteres Anliegen der Ausstellung\, auch gewaltvolle und diskriminierende Aspekte von Spielzeug zu beleuchten. Dabei eröffnen sich Fragen\, die sich speziell für ein Museum im Umgang mit solchen Objekten stellen. \nMark Dion: \n„Die Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin ist riesig und umfasst mechanisches Spielzeug\, Puppen\, Brettspiele\, Modelleisenbahnen\, Zinnsoldaten\, Plüschtiere\, Puppenhäuser und vieles mehr. Wie kann man sich auf diese riesigen Bestände einen Reim machen? Da ich eher Künstler als Historiker bin\, hatte ich bei der Gestaltung des Ausstellungskonzepts freie Hand. Eine Inspiration war zweifelsohne mein eigener sechsjähriger Sohn\, der ohne Rücksicht auf bestimmte Kategorien mit Spielzeug spielt. Dinosaurier leben neben Astronauten\, Fuhrwerke aus dem 19. Jahrhundert fahren neben Superhelden-Autos. Diese Freiheit des Spielens hat viele meiner kuratorischen Entscheidungen beeinflusst.“ \nIm Sinne der Logik der Wunderkammer\, wie sie sich vor allem in Europa seit der Renaissance entwickelt hat\, geht es Dion um das Prinzip „Makrokosmos im Mikrokosmos“. Die großen Themen und Zusammenhänge der Welt wie die Wunder der Natur\, physikalische Gesetzmäßigkeiten\, aber auch Ideologien und Diskriminierungen sollen auch im Kleinen nachvollziehbar werden. Denn Spielsachen\, von Erwachsenen für Kinder gestaltet\, transportieren immer auch zeittypische Ideale vom Menschen und der jeweiligen Gesellschaft. Im Umgang mit Spielsachen üben Kinder Rollenbilder ein\, und die von Erwachsenen erdachten Spielzeuge bringen ihnen gezielt bestimmte Themen oder Ideologien näher. \nSeit langem setzt sich Mark Dion intensiv mit der Frage auseinander\, wie Wissen produziert und vermittelt wird. Er konzentriert sich dabei vor allem auf die Geschichte westlicher Institutionen – mit wachem Blick für die Systeme von Ausbeutung und Unterdrückung\, durch die beispielsweise Objekte aus kolonisierten Gebieten nach Europa gelangten. \nPaul Spies\, Direktor des Stadtmuseums Berlin: \n„Ich freue mich sehr\, dass wir Mark Dion als Künstler gewonnen haben\, um unsere Spielzeugsammlung zu sichten und auf seine Art in einen neuen Kontext zu setzen. Das entstandene Kunstprojekt ist ein tolles Angebot\, um Spielzeuge in einem anderen Licht zu sehen und über Vorbilder nachzudenken.“ \nDie Spielzeugsammlung des Stadtmuseums Berlin zählt zu den größten in Deutschland. Sie umfasst die Zeit vom Mittelalter bis zur Gegenwart\, mit Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert. Der thematische Bogen reicht von Puppen\, Plüschtieren und Spielfiguren über Bauklötze\, Kaufmannsläden\, Gesellschaftsspiele und Lehrmaterialien bis hin zu technischen Spielwaren wie Dampfmaschinen\, Modelleisenbahnen oder ferngesteuerten Spielzeugautos. \nBegleitet wird die Sonderschau von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Die Ausstellung ist gefördert aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin. Dr. Marion Bleß\, Vorstand der LOTTO-Stiftung:  \n„Mark Dion hat mit ‚Delirious Toys‘ eine mehr als inspirierende Installation geschaffen. Berliner Stadtgeschichte trifft auf die unzähligen Geschichten\, welche jedes einzelne Spielzeug aus der Sammlung des Stadtmuseums Berlin erzählen kann. Die schönen\, aber auch die weniger schönen. Dabei wird zugleich der Raum der Nikolaikirche als eine der Keimzellen Berlins neu interpretiert.“ \nBeitragsbild: Plakatmotiv der Ausstellung „Mark Dion. Delirious Toys I Die Berliner Spielzeug-Wunderkammer“ © Spielzeuge aus der Sammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin | Gestaltung: e o t. Berlin  \nMark Dion. Delirious Toys\n7. Oktober 2023 – 11. Februar 2024 \nMuseum Nikolaikirchen Berlin \n
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SUMMARY:HÖLZERNES THEATER. Eine Ausstellung mit Gemälden von Alexander Camaro und Fotografien von Marcel Krummrich
DESCRIPTION:HÖLZERNES THEATER. Eine Ausstellung mit Gemälden von Alexander Camaro und Fotografien von Marcel Krummrich. \nDas komplett aus Holz erbaute Ekhof-Theater (1681–1687) auf Schloss Friedenstein in Gotha\, wo sich Alexander Camaro (1901–1992) in den 1930er-Jahren aufhielt\, wurde zur Inspirationsquelle für seinen Bilderzyklus Hölzernes Theater von 1946. In seiner Auseinandersetzung mit dem Leben\, der Bühne und dem Raum schuf Camaro eine bemerkenswerte malerische Interpretation dieser Wiege der neuzeitlichen Theaterkultur. Die insgesamt 19 Bilder des Hölzernen Theater zählen zu seinen Hauptwerken der Berliner Nachkriegsjahre. Mit ihnen feierte er seinen künstlerischen Durchbruch. Der Kritiker Will Grohmann (1887-1968) würdigte den Zyklus 1961 als eine der „unvergänglichen Leistungen der vierziger Jahre in Deutschland“. In seinen Bildern gelang es Camaro\, die gespenstische Zwischenzeit von Kriegsende und Währungsreform in die Metapher der Bühne zu überführen. \nDurch das Objektiv des Fotografen und Künstlers Marcel Krummrich (*1971) öffnet die Ausstellung zudem einen zeitgenössischen Blick in die Kulissengassen\, Logen und Bühnenmaschinen des einzigartigen Theaterbaus in Gotha mit seiner bis heute intakten avantgardistischen Bühnenmaschine. \nZur Ausstellung erscheint die Publikation ‚Camaro. Hölzernes Theater. Alexander Camaro und das Ekhof-Theater in Gotha‘ im Verlag Wasmuth & Zohlen.  \n
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LOCATION:Alexander und Renata Camaro Stiftung – Camaro Haus\, Potsdamerstr. 98A\, Berlin\, 10785\, Deutschland
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SUMMARY:Camila Sposati – Atem-Stücke (Part II)
DESCRIPTION:\n\n\n\n\nDie für ihr interdisziplinäres Werk bekannte brasilianische Künstlerin und Forscherin Camila Sposati zeigt in der ifa-Galerie Berlin den zweiten Teil ihrer ersten Einzelausstellung in Deutschland. Die Ausstellung stellt eine Reise in die komplexen Zusammenhänge von Klang\, Natur und die symbiotischen Verflechtungen von Kultur\, Geschichte\, Wissenschaft und Politik dar. \nEine der faszinierenden Quellen\, die Sposatis Arbeiten als Inspiration dienen\, ist das Anatomische Theater und die elementare Erfahrung des Sezierens von Körpern. Anatomische Theater entstanden zur Zeit der europäischen Renaissance im späten 16. Jahrhundert und waren spezialisierte Hörsäle\, die für die Sektion und Obduktion von Leichnamen vor Publikum konzipiert waren. Sie spielten eine zentrale Rolle für Fortschritte der medizinischen Ausbildung und des Wissens über den menschlichen Körper. Für Sposati ist der Akt des Sezierens keine bloße historische Referenz\, sondern ein philosophisches Konstrukt\, das der physischen Konstruktion des Theaters selbst vorausgeht. \nDie Ausstellung besteht aus 15 Exponaten\, die aus ihren Recherchen in verschiedenen Regionen und Kulturen hervorgegangen sind. Sie nimmt selbst die Form einer anatomischen Sektion an\, indem Sposati Geschichte\, Materialien und elementare Kräfte untersucht und freilegt. Die Ausstellung beginnt mit einer Untersuchung von Kristallen\, führt dann zur künstlerischen Metamorphose\, die durch das ewige Feuer von Derweze inspiriert wurde (ein Krater in Turkmenistan\, in dem seit 1971 ununterbrochen Erdgas verbrennt)\, setzt sich fort in der Anatomie des Anatomischen Theaters und findet ihren klanglichen Höhepunkt in der Serie von Instrumenten Phonosophia – einer komplexen künstlerischen Erkundung der tiefgründigen Philosophie des Klangs. \nSposatis Interesse am Wesen des Klangs\, dem sie in Phonosophia nachgeht\, führt zu einem Erlebnis\, das über das bloße Hören und Spüren hinausgeht\, da sie Klänge als eine evolutionäre Form der Kommunikation über Generationen hinweg betrachtet. Zentrale Elemente der Ausstellung sind die Windinstrumente aus Keramik und Balata (eine Art Naturkautschuk) aus dem Amazonas-Gebiet. Sie durchlaufen während des Ausstellungszeitraums in Berlin einen Transformationsprozess und werden zu etwas\, das sich herkömmlichen kulturellen Kategorisierungen entzieht. Sie sind nicht mehr bloße Instrumente\, sondern entwickeln sich zu rätselhaften Gebilden\, die aktiv gängige kulturelle Vorstellungen in Frage stellen und die Bedingungen der Begegnung mit dem Betrachter bestimmen. \nGrundlegend für Sposatis künstlerische Philosophie ist die zwingende Forderung nach einem Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung von Objekten\, insbesondere wenn sie ethnografisch bedeutend sind. Sie ist der Ansicht\, dass Objekte nicht der Kontrolle durch die Betrachter:innen unterworfen sein sollten\, sondern selbst die Bedingungen ihres Betrachtetwerdens bestimmen. Dieser Perspektivwechsel verleiht den Objekten eine aktive Rolle\, indem sie die Betrachter:innen durch verborgene Bedeutungsebenen führen\, die im Kontext von Berlin auf einzigartige Weise zum Vorschein gebracht werden. Atem-Stücke lädt die Betrachter:innen dazu ein\, das komplexe Zusammenspiel von Elementen\, Geschichte und den vielschichtigen menschlichen Erfahrungen mit einem neuen Blick zu sehen. \nDer erste Teil der Ausstellung Atem-Stücke wurde vom 13. Mai bis 20. August 2023 in der ifa-Galerie Stuttgart gezeigt. \n\nÜber die Künstlerin\n\n\n\n\n\n\n\n\nCamila Sposati ist eine in São Paulo geborene Künstlerin und Forscherin. Sie hat einen Master-Abschluss in Fine Arts vom Goldsmiths College London und lebt derzeit in Wien\, wo sie Stipendiatin des PhD-Programms der Akademie der bildenden Künste ist. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Kunsthalle Wien (2021)\, Tabakalera\, Donostia-San Sebastian (2020)\, Pivô Arte e Pesquisa\, São Paulo (2019)\, Goethe-Institut São Paulo (2019)\, BAK – basis voor actuele kunst\, Utrecht (2017)\, 10. Mercosul Biennale\, Porto Alegre (2015)\, CCBB Centro Cultural Banco do Brasil\, Rio de Janeiro (2015)\, 3. Bahia Biennale\, Salvador (2014)\, Musée de la Chasse und de la Nature\, Paris (2012) ausgestellt. \nSposati veröffentlichte das Buch Stone Theatre bei Revolver (Berlin\, 2016). In ihrer Arbeit untersucht sie Transformations- und Energieprozesse auf mikroskopischer und globaler Ebene. Ihre Methoden ähneln dabei der wissenschaftlichen Forschung. Dabei stellt sie materielle und historische Prozesse einander gegenüber\, um das Material in seiner formalen Zeit und seiner Bedeutung zu hinterfragen. Ihre Phonosophia-Instrumente thematisieren die Umkehrbarkeit der Rolle von Objekt und Subjekt\, was die Frage aufwirft\, wer diese Akteure sind und was ein „Objekt“ ist. Ihre Musikinstrumente legen ein besonderes Augenmerk auf die Bedeutung des Körpers der Musiker:in und des Instruments und darauf\, wie diese Körper sich gegenseitig hervorrufen. \nBeitragsbild: Zeichnung von „Echo“ (zweite Generation der Phonosophia Instrumente)\, 2023\, Kohle auf Papier. © Camila Sposati \nCamila Sposati – Atem-Stücke (Part II)\n\n\n\n\n\n\n03. November 2023 – 04. Februar 2024\n\nifa-Galerie\n
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SUMMARY:A.R. Penck\, Markus Lüpertz\, Georg Baselitz\, Per Kirkeby und Jörg Immendorff - Galerie Michael Werner
DESCRIPTION:In der Ausstellung werden sechs herausragende Gemälde von A.R. Penck\, Markus Lüpertz\, Georg Baselitz\, Per Kirkeby und Jörg Immendorff gezeigt\, deren Bedeutung aus Ihren Entstehungsjahren in den 1970er bis 2000er Jahren heraus bis in die Gegenwart und Zukunft reicht. \nDie Ausstellung ist vom 21. November 2023  bis 3. Februar 2024 geöffnet. \nÖffnungszeiten der Galerie: Di – Fr 11 – 18 Uhr\, Sa  10 – 16 Uhr. \nBeitragsbild: Markus Lüpertz „Otello“ 1996\, Öl auf schwarzem Samt\, 200 x 300 cm \nSechs unangepasste Bilder mit Bedeutung für die Zukunft\nA.R. Penck\, Markus Lüpertz\, Georg Baselitz\, Per Kirkeby und Jörg Immendorff\n21.11.2023 – 03.02.2024 \nGALERIE MICHAEL WERNER \n
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LOCATION:Michael Werner Galerie\, Hardenbergstr. 9A\, Berlin\, 10623\, Deutschland
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SUMMARY:Walter Womacka und Ostdeutsche Kunst
DESCRIPTION:Walter Womacka (1925–2010) zählt bis heute zu den bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegszeit. Vielseitig als Maler und Grafiker\, aber auch durch seine langjährige Professur und spätere Leitung der Kunsthochschule Berlin-Weißensee prägte Womacka die Kunst der DDR entscheidend mit. \nDie Druckgrafik spielte in Womackas gesamtem künstlerischem Schaffen stets eine große Rolle. Als Mittel der Verbreitung trug sie entscheidend dazu bei\, seine Kunst für viele zugänglich und erschwinglich zu machen. Auch boten die grafischen Arbeiten Womacka eine unendliche Spielwiese für zarte Etüden\, formale und farbliche Experimente oder Variationen seiner häufigsten Motive der Stiere\, Hähne oder Tauben. \nDie Ausstellung bringt Womackas Druckgrafik in Dialog mit Arbeiten von namhaften ostdeutschen Künstlern: Womackas DDR-Künstlerkollegen Feliks Büttner\, Fritz Cremer\, Harald Metzkes und Otto Niemeyer-Holstein\, mit dem Womacka die Liebe zur Insel Usedom teilte\, in deren ländlichem Idyll sie beide ein willkommenes Refugium von der Großstadt fanden. Arbeiten von Bernhard Heisig\, Vertreter der Leipziger Schule\, und von A. R. Penck\, dem 1980 nach West-Deutschland übergesiedelten Rebell\, ergänzen die unterschiedlichen Positionen unserer Ausstellung. \nVernissage: Freitag\, 01.12.2023\, 18–21 Uhr\nAusstellung: 02.12.2023 bis 04.02.2024\nWinterferien (Galerie geschlossen): 24.12.2023 – 08.01.2024 \n
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SUMMARY:Show "welcome to the pleasure dome" der Künstlerin Katharina Arndt
DESCRIPTION:Katharina Arndt entpuppt sich in der Ausstellung „welcome to the pleasure dome“ als scharfe Beobachterin\, die die verschlungenen Netze der modernen Gesellschaft\, des urbanen Lebens und ihrer eigenen Identität einfängt—sowohl als Malerin als auch als Berlinerin. Lange Acrylnägel\, Peaches\, ein *killer* Partnerlook\, nachwachsende Achselhaare\, Stick-and-Poke-Tattoos\, stinkende Aschenbecher und (wie könnte es anders sein?) jede Menge Smartphones: welcome to the pleasure dome! \nInspiriert von dem Song von Frankie Goes To Hollywood\, spielt der Titel der Ausstellung ironisch auf den Zwiespalt dieses Ortes an—eine Stadt\, die für ihre hedonistischen Vergnügungen bekannt ist und gleichzeitig ein Nährboden für soziale Ungleichheit und Ausgrenzung. Berlin ist für Arndt nicht nur eine geografische Einheit\, sondern ein Kater\, eine Orgie\, ein Zigarettenstummel. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit den sich kontinuierlich verschiebenden Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum\, eine Verhandlung\, die ständig durch den globalen Dialog einer unbestimmten Vielzahl geprägt ist. Der allgegenwärtige Einfluss der sozialen Medien lässt diese Grenzen weiter verschwimmen und schafft eine Gesellschaft\, die sich in stetiger Konnektivität befindet. \nIm Zentrum von Arndts Arbeiten steht ein Gemälde mit illustrativem Geist\, eine unkonventionelle Karte des Görlitzer Parks\, die von seinem üblichen menschlichen und nicht-menschlichen Publikum bevölkert wird: Touristen\, Bäume\, der Kanal\, Raver\, Hunde\, Drogendealer\, Mülleimer\, Skater. Durch Arndts agilen Pinsel verwandelt sich der Park in eine komplexe Landschaft\, die das Facettenreichtum Berlins widerspiegelt—eine Stadt\, die Aufmerksamkeit verlangt\, Vorurteile hinterfragt und Lust auf mehr macht. \nArndts künstlerischer Blick richtet sich auf die oft übersehenen Erscheinungen des urbanen Lebens. Bierdosen und verdrecktes Stadtmobiliar werden zu zentralen Themen und laden die Betrachter*innen ein\, sich mit dem Schutt des Alltags auseinanderzusetzen. In diesen Arbeiten löst sich Arndt von Filtern\, Wertzuschreibungen und Bedeutungshierarchien. Eine Hundetüte ist ein ebenso gewichtiger Kommunikator wie ein nuancierter Gesichtsausdruck oder sogar ein tolles Outfit. Das Engagement der Künstlerin\, eine ungeschminkte Wahrheit einzufangen\, schafft eine visuelle Sprache\, die sich besonders in der heutigen Zeit als äußerst notwendig erweist—in den manikürten Echokammern der sozialen Medien\, die wir für uns selbst kuratieren\, bekommen wir unsere Umgebung selten zu Gesicht. Arndts Gemälde dienen als Portal für die komplexe Beziehung zwischen Identität\, gesellschaftlichen Schönheitserwartungen und dem allumfassenden Einfluss der Gegenwart. Mit dem Fokus auf das urbane Leben navigieren ihre Arbeiten durch das Vergängliche\, das Kontingente und das Banale und enthüllen die Schichten\, die den jetzigen Moment ausmachen. \nDie Einbeziehung von Selbstporträts in ihre Arbeiten verleiht Arndts Erzählungen eine zusätzliche\, faszinierende Ebene. In me as an artist genießt sie ungeniert eine Zigarette und stellt sie dabei als Objekt der Begierde dar\, welches Coolness und Geheimnis ausstrahlt. Die Zigarette wird zum Symbol des Genusses\, ein flüchtiger Moment des Vergnügens in der chaotischen Stadtlandschaft. In ihren größeren Gemälden sehen wir jedoch ein widersprüchliches Bild von Arndt\, die in sportlicher Kleidung joggt und sich von den unansehnlichen Zigarettenstummeln distanziert\, die aus den Mülleimern ragen. Diese Dualität in der Künstlerin selbst spiegelt die Widersprüche in Berlin—das Nebeneinander von hedonistischem Genuss und dem Wunsch nach einem gesünderen\, einfacheren Leben. \nAuf den ersten Blick mag Arndts künstlerische Perspektive unbeschwert und spielerisch erscheinen. Unter der Oberfläche verbirgt sich jedoch eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Gesellschaft auf mehreren Ebenen. Im Mittelpunkt von Arndts Erkundungen stehen die Absurdität des täglichen Lebens und die conditio humana\, dargestellt durch Figuren\, die unermüdlich nach Verbindung und Akzeptanz suchen. Ihre Arbeit geht jedoch über den bloßen Voyeurismus hinaus und erhebt jedes Panel zu einem zeitgenössischen Genre-Werk: ein eingefrorenes Fragment junger\, sich entwickelnder Identitäten\, die sich im Wechselspiel zwischen digitalen Erwartungen und unvollkommener Realität bewegen. \nDie Ausstellung ist im Wesentlichen ein visuelles Tagebuch—eine Kartografie des Alltäglichen. Diese Gemälde sind nicht nur Darstellungen\, sondern greifbare Aufzeichnungen der Erfahrungen der Künstlerin und bieten den Betrachter*innen die Möglichkeit\, in die Schuhe der Künstlerin zu schlüpfen und die Welt durch ihren Blick zu erleben. Auf diese Weise konstruiert sie eine visuelle Erzählung\, die von der Vielfalt und Komplexität der urbanen Landschaft erzählt. Berlin ist eine Stadt\, welche die Menschen\, die sie bewohnen\, gleichzeitig ernährt und herausfordert. Arndts Engagement für Authentizität\, ihre Weigerung\, Werturteile zu fällen\, und ihre Fähigkeit\, das Gängige in das Außergewöhnliche zu verwandeln\, definieren die Beziehung der Betrachter*innen zu diesem Ort neu. Durch die Hervorhebung des Chaos in unserem Leben lädt Arndt uns ein\, unsere eigene Wahrnehmung von Schönheit\, Bedeutung und Identität zu überdenken. Die Ausstellung ist ein Zeugnis für die Macht der Kunst\, den Geist einer Stadt einzufangen\, und ermutigt uns\, die Freuden und Gefahren unserer eigenen Reisen zu begrüßen. \nwelcome to the pleasure dome – Künstlerin Katharina Arndt\n\n01.12.2023 – 04.02.2024\n\nKanya & Kage\n\n
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LOCATION:KanyaKage\, Eisenbahnstraße 10\, Berlin\, 10997\, Deutschland
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SUMMARY:It is the ALL in the great and the small. a.i.p. galerie berlin.
DESCRIPTION:Dolores Flores ist eine deutsch – amerikanische interdisziplinäre Künstlerin\, Dichterin\, und Musikerin. Dolores Flores präsentiert ein breites Spektrum an Werken\, Leuchtobjekte\, digital Fotografien\, Binary Gedichte\, Objekte kombiniert mit Papierskulpturen. Der erzählerische und kontemplative Aspekt ist für sie ein zentrales Thema\, wobei der Fokus auf der Betrachtung der Gesellschaft und ihrer Entwicklung in unser Zeit liegt. Individualität und Entwicklung im persönlichen Raum sind weiteren zentrale Themen. Sie integriert in ihren Arbeiten\, die von ihr vor vielen Jahren geschaffenen Papierfiguren; die “ beer people”. Die Tropfenfänger vom Bierglas\, sind namensgebend\, da jede Figur aus einem solchen Papierring gerissen und in Form gefaltet wird.\nAls Holzbildhauerin fand sie dieses Material sehr inspirierend. Diese Figuren repräsentieren eine idealistische\, hoffnungsvolle und positiv denkende Gesellschaft\, die an die Gleichstellung der Geschlechter und Individualität glaubt und die Freiheit des Denkens und Handelns fördert. Bisher sind über 8000 Figuren zu ihren Werken entstanden. Dolores Flores nutzt für die Übersetzung den binären Zahlencode ihrer Songtexte. Dieser Code repräsentiert unsere digitale und computerisierte Gesellschaft. Was spielerisch begann\, hat sich mittlerweile zu einem ganzheitlichen künstlerischen Konzept entwickelt. \n
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SUMMARY:Dort\, wo das Nichts ist. Kunstraum Kreuzberg Bethanien.
DESCRIPTION:Ein glühender gelb-orangener Ring umgibt tiefe Schwärze\, den Schatten eines Schwarzen Lochs: Im April 2019 wurde diese weltweit beachtete Aufnahme veröffentlicht. Sie gelang durch die synchrone Datenver- arbeitung von acht rund um die Erde aufgestellten Teleskopen. Eine komplexe technische Unternehmung\, die ein Ding\, das Nichts ist und einen Ort\, wo Nichts ist\, wahrnehmbar machte. \nEin halbes Jahrhundert zuvor generierte die ikonische Weltraumfotografie genannt\n„Earthrise“\, aufgenommen während der Apollo 8-Mission 1968\, gesellschaftliche Bedeutung. Diese hochaufgelöste Darstellung der aufgehenden Erde\, blauweiß marmoriert und umhüllt von Dunkelheit\, spiegelte den fragilen Planeten als globales Dorf und motivierte dadurch zu Umweltbewusstsein und Aktivismus. \nWas können gegenwärtige Projektionen sein\, die sich aus der Dokumentation eines Schwarzen Lochs ergeben? Welche Weltenentwürfe entstehen durch diese (technische) Übersetzung eines Nichts in Bild und Sound? \nDort\, wo das Nichts ist ist der dritte Teil der Ausstellungsreihe Schwindel – (außer)irdische Weltenentwürfe zwischen Realität und Fiktion. Kuratiert von Johanna Janßen. \n
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SUMMARY:Stefan Reiss - Luma
DESCRIPTION:Mit der Ausstellung „Luma“\, 15. Dezember 2023 bis 10. März 2024 in der galerie probst\, wird erstmals das gesamte Spektrum der Interdisziplinarität des Künstlers Stefan Reiss präsentiert. Die Sichtbarmachung seines künstlerischen Grundthemas – die multidimensionale Transformation – stand dabei im Mittelpunkt der Kuration der galerie probst. Dabei treffen seine digitalen Zeichnungen und Projekte direkt auf seine analogen Gemälde und Plastiken\, eine analoge Installation verschmilzt mit einer digitalen Projektion. Fast alle in „Luma” ausgestellten medial unterschiedlichen Kunstwerke sind im Jahr 2023 entstanden. Sie stehen in einem konzeptuellen Austausch und bilden in den daraus resultierenden gestalterischen Überschneidungen ein Gesamtbild für sein unverwechselbares Œuvre. \nSeit dem Jahr 2010 arbeitet Stefan Reiss an seinem Archiv\, das mittlerweile über eintausend digitale und analoge Zeichnungen\, Gemälde\, Plastiken und Installationen umfasst. \nStefan Reiss\, „O.T. 1041”\, Malerei\, Ölfarbe\, Sprühfarbe & Acrylmarker auf Leinwand\, 120 x 160 cm\, 2019 „Grundsätzlich geht es in meinen Arbeiten für das Archiv – neben dem Thema der wechselseitigen Transformation – um eine sehr formale Auseinandersetzung mit simplen\, geometrischen Elementen\, wie der Geraden. Während die ersten Zeichnungen entstanden\, ging es zuallererst darum\, die künstlerischen Mittel zu beschränken und sich im Ausdruck zurückzunehmen. Interessant ist\, dass diese simplen Elemente trotzdem komplexe Räume und Welten erschaffen können und gar nicht beschränkend sind.” \nStefan Reiss\, O.T. 912\, Digitale Zeichnung\, Variable Größe\, 2017 Seine digitalen Zeichnungen bilden den ursprünglichen Ausgangspunkt seiner Forschung über die Transformation in andere Medien. Sie bestehen ausschließlich aus Geraden und werden in verschiedenen\, komplexen Schritten aus der digitalen Datei\, die zur Visualisierung eine Form von Screen benötigt\, in Malerei\, Plastiken und Installationen übersetzt und umgekehrt: Die Transformation vom virtuellen zum realen Raum sind keine linearen Übersetzungen in eine Richtung\, sondern multidimensionale\, sich wechselseitig anregende Prozesse\, die eine Neuordnung beider Räume zur Folge haben. Stefan Reiss erschafft intermediale\, interdisziplinäre Kunstwerke\, in denen sich beide Welten nicht nur verknüpfen\, anstoßen und überlagern\, sondern auch widersprechen und abstoßen dürfen. „Seit ich 2010 mit meiner interdisziplinären Forschung angefangen habe\, stoßen verschiedene meiner Arbeiten immer wieder neue Arbeiten in anderen Medien an. Eine Zeichnung wird in eine plastische Arbeit übersetzt\, was wiederum eine Idee einer multimedialen Installation beﬂügelt und dann ihren Weg in die Malerei und Zeichnung ﬁndet.” \nDas Farbalphabet\nSeit jeher beschäftigen sich Künstler mit Farbphänomenen\, entwickeln Farbharmonien und Farbordnungssysteme. Im Mittelpunkt steht dabei oftmals die Wirkung auf den Betrachter und die Theorien über das Zusammenspiel der Farben\, deren gegenseitige Beeinﬂussung und die Zuordnung zu Formen. \nSeit 2017 arbeitet Stefan Reiss an seiner eignen Farbenlehre – einem System zur Ordnung von Farben der besonderen Art – in dem er einzelnen Buchstaben des lateinischen Alphabets einzelne Farbtöne zuordnet. Mit Hilfe des Linguisten Dr. Oliver Herbst untersuchte er die verschiedenen Laute der deutschen Sprache und gab den Konsonanten Farben\, je nachdem\, wo der Laut im Mundraum gebildet wird und wie er klingt. Die Vokale stellte er zunächst in verschiedenen Grautönen dar. Wir sind gespannt auf das noch im Schöpfungsprozess beﬁndliche „Farbalphabet” von Stefan Reiss – einem Künstler\, dem es neben der Ästhetik um die Erforschung von multidimensionalen Transformationsprozessen in der Kunst geht und das tiefe Begreifen der Dinge\, die alles im Ganzen zusammenhalten. \nBeitragsbild: Stefan Reiss\, „Transformation XYZ”\, Installation (Sound: Steffen Krebber)\, „Die Blaue Nacht”\, Nürnberg\, 2023 Foto: Dieter Zeitler \nStefan Reiss – Luma\n15. Dezember 2023 – 10. März 2024 \nGalerie Probst \n
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LOCATION:galerie probst\, Suarezstraße 55\, Berlin\, 14057\, Deutschland
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SUMMARY:Kate Moss - CAMERA WORK Gallery
DESCRIPTION:Anlässlich des 50. Geburtstages der Modelikone Kate Moss am 16. Januar 2024 präsentiert die Galerie CAMERA WORK eine Gruppenausstellung namhafter Fotokünstlerinnen und -künstler\, die das Supermodel im Laufe der Jahre begleitet haben. Weltberühmte klassische und zeitgenössische Werke sowie bislang unveröffentlichte Porträts aus drei Dekaden zeichnen die gesellschaftliche Relevanz des Supermodels von den Anfängen in den frühen 1990er Jahren bis zur zeitlosen Präsenz in der Gegenwart nach. \nKate Moss hat Stil und Schönheitsideale über Jahre hinweg definiert und ein neues Frauenbild in der Mode und auf dem Laufsteg etabliert. Die renommiertesten Fotokünstlerinnen und -künstler wie Ellen von Unwerth\, Patrick Demarchelier und Herb Ritts\, die Moss im Laufe der Jahre begleitet haben\, haben nicht nur ihr ästhetisches Erbe dokumentiert\, sondern auch dazu beigetragen\, die Grenzen der Modefotografie zu erweitern. Dabei erzählt jedes Porträt eine eigene Geschichte und fängt die Essenz der Ikone Moss in unterschiedlichen Kontexten ein – sei es während aufwändiger Fotoproduktionen oder in in[meren\, persönlichen Momenten. \nDie Gruppenausstellung geht daher über eine allgemeine Retrospektive hinaus; sie umfasst weltberühmte klassische und zeitgenössische Werke von Albert Watson\, Steven Klein und Terry O’Neill sowie bislang unveröffentlichte Porträts namhafter Künstlerinnen und Künstler aus drei Dekaden und zeichnet einen facettenreichen Weg von den bahnbrechenden Anfängen in den 1990er Jahren bis hin zu Kate Moss’ zeitloser Präsenz in der Gegenwart nach. Diese gesellschaftliche Relevanz spiegelt sich auch auf dem primären und sekundären Kunstmarkt wider. So erzielte eine Kate Moss gewidmete Auktion des Londoner Auktionshauses Christie’s 2013 ein Rekordergebnis von 2\,7 Mio. US-Dollar. \nDie Ausstellung zeigt über 30 Werke renommierter Fotokünstlerinnen und -künstler\, die die Karriere von Kate Moss mit geprägt haben – darunter Bryan Adams\, Anton Corbijn\, Patrick Demarchelier\, Arthur Elgort\, Dominique Issermann\, Steven Klein\, Chris Levine\, Terry O’Neill\, Rankin\, Herb RiEs\, Paolo Roversi\, Ellen von Unwerth und Albert Watson. \nBeitragsbild: Arthur Elgort\, Kate Moss on Elephant\, Nepal\, British Vogue\, 1993\, CAMERA WORK Gallery \nKate Moss\n13.01.2024 – 17.02.2024 \nCAMERA WORK Gallery \n
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SUMMARY:Dieter Jung - The Light Behind
DESCRIPTION:KORNFELD Galerie Berlin freut sich in der Ausstellung “The Light Behind” Werke von dem Künstler Dieter Jung zeigen zu dürfen. Es ist die erste Ausstellung in Berlin seit langer Zeit\, in der eine konzentrierte Auswahl an wegweisenden Werken der holographischen Kunst zu sehen ist. Im Zentrum der Ausstellung stehen das Werk “Pendulum und sein Schatten” und die Hologramme\, darum ergänzend sind Malereien\, Zeichnungen und Grafiken aus den letzten Jahrzehnten zu entdecken. \nDer in starken Farben leuchtender Blickfang der Ausstellung ist ein minimaler Wald aus Holographien\, die an der Fensterfront zum Garten der Galerie mit den unterschiedlichen Lichtverhältnissen des Innen- und Außenraums im Dialog stehen. Zu jeder Stunde des Tages wird dieser Teil der Ausstellung anders aussehen. Das holographische Bild realisiert sich als visuelle Attraktion nicht nur durch die individuelle Betrachtungsperspektive jeweils neu. Als durchlichtete Leinwände sind Hologramme künstlerische Ereignisse im Jetzt\, Ästhetik des Augenblicks im direkten Sinn des Wortes: Kairos-Poesie. \nMit dem Konzept der Ausstellung in der Fasanenstraße spielt die Galerie mit einer Grundeigenschaft des Mediums\, mit dem sich Dieter Jung am intensivsten beschäftigt\, und das ihm sein weltweites Renommee wesentlich eingebracht hat. Das Hologramm ist fraktal strukturiert. Jedes einzelne Segment des Bildkörpers enthält sein Ganzes. Selbst im zersplitterten Zustand\, können wir die gesamte Komposition sehen. So verhält es sich auch mit den einzelnen Artefakten der Ausstellung. Sorgfältig sind sie so ausgewählt worden\, dass jedes einzelne Ausstellungsstück das riesige Gesamtwerk des Künstlers\, das aus mehr als 20.000 Stücken besteht\, enthält. \nBereits in den 1970ern in New York und Paris begann Dieter Jung sich malerisch mit dem Teilchen-Wellen-Dualismus der Quantenphysik auseinanderzusetzen. Seine filigranen Buntstiftzeichnungen sind akribische Studien\, wie Linienführungen und zarte Farbnuancen in ein harmonisches Verhältnis zueinander zu bringen sind. Die großformatigen Leinwand-Gemälde antizipieren und reflektieren seine Lichtkunst gleichermaßen. Das Netzwerk\, in dem Dieter Jung sich künstlerisch entwickelt und etabliert hat\, umfasst die ZERO-Künstler Piene\, Mack oder Uecker ebenso wie die Farb- und Geometriespiele Gerhard Richters. Alberto Giaccometti\, den Jung in dessen Atelier in Paris traf\, ist in der Ausstellung mit einem Portrait vertreten\, das die Serie der „Kopfbilder“ repräsentiert. Die Referenz zu Alexander Calder scheint mit einem wunderschön filigranen Mobile\, dem „Navigator“ von 1996/97\, auf\, das vor dem Gemälde „See Through Landscape“ von 1982 schwebt und mit ihm eine unauflösliche Einheit zu bilden scheint. \nDas Kabinett der Galerie ist eher marginalen Arbeiten Dieter Jungs gewidmet\, die aber gleichwohl für sein äußerst heterogenes Œuvre stehen. Die Ausstellung gewährt hier einen nahezu intimen Einblick in die ersten holographischen Experimente mit fliegenden Federn oder ein bewegendes Gemeinschaftswerk mit dem großen russischen Physiker und HolographieErfinder Juri Nikolajewitsch Denisjuk. Die enge Zusammenarbeit mit großartigen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts\, die Dieter Jung Zeit seines Lebens pflegt\, blitzt in den textexperimentellen Hologrammen zu dem Prager Kulturphilosophen Vilém Flusser und dem Schriftsteller Hans-Magnus Enzensberger auf. Peter Weibel\, der Jung 2019 die bisher umfangreichste Einzelausstellung im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien gewidmet hat\, taucht hier ebenso auf wie ein minimaler Kubus\, der dem Künstler besonders wichtig ist: das gefangene Licht – „Blue Box – The Trapped Light“ von 2003/04. \nSiegfried Zielinski \nBeitragsbild: Dieter Jung\, Sternenscheibe\, 2002\, Mobile\, Plexiglas\, Stahl\, Metalkette\, 94 x 94 x 60 cm \nDieter Jung – The Light Behind\n13. Januar 2024 – 24. Februar 2024 \nKORNFELD Galerie Berlin \n
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LOCATION:Kornfeld Galerie Berlin Kunsthandel GmbH und Co. KG\, Fasanenstraße\, Berlin\, 10719\, Deutschland
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SUMMARY:Jan Scheffler – 33 Licht
DESCRIPTION:Trotz aller Härte der Touren bei Temperaturen von bis zu minus 35 Grad sind die physischen Umstände in den Bildern nicht zu sehen. Sie drücken vielmehr den Frieden und das Glück aus\, das der Fotograf in den Momenten der äußeren wie inneren Stille empfindet. Seine Reisen in den Norden sind Reisen ins Innere\, hin zu einem Zustand des Ankommens in einer Landschaft\, die Gefühle größter Ruhe\, tiefsten Friedens und höchster innerer Kraft an die Oberfläche zu bringen vermag: „Die Ästhetik dieser Natur\, die vom Menschen ungefährdete Schönheit\, beruht darauf\, dass es keine Disharmonie gibt. Es gibt nichts Störendes. In dieser Landschaft ist man kein Suchender. Sie kommt zu einem. Ich kann die Kamera fast überall aufstellen\, das Motiv kommt zu mir. Wenn die Landschaft einen Sog auf mich ausübt\, vergesse ich Raum\, Zeit\, Essen\, Trinken\, dann bin ich Landschaft.“ \nMit dem Wort „Licht“ verbindet man positive Werte wie Helligkeit\, Wärme und Hoffnung\, es steht symbolisch für das Gute\, für Wissen\, Erkenntnis und Wahrheit. Jan Schefflers Fotografien sprechen weder von der Erhabenheit der Natur noch vom Erlebnis des Sublimen\, sie besitzen keine transzendente Dimension. Und doch befasst er sich bei seinen Reisen in den Norden mit dem Ursprung\, dem Grund und dem Ziel allen Seins\, das der Landschaft selbst innewohnt. Seine Fotografien sind nicht Idealisierung des Vorhandenen\, sondern Ausdruck des Gefühls\, das eine von menschlichen Spuren unberührte\, lichtdurchtränkte\, ohrenbetäubend stille\, schreiend schöne nordische Landschaft in einem Betrachter auslösen kann. Seine Bilder sind nicht der poetische Ausdruck einer Landschaft\, sondern Ausdruck einer poetischen Landschaft. \nJan Schefflers Lust am landschaftlichen Minimalismus ist das Gegenteil des horror vacui\, das den erlebnishungrigen Vergnügungstourist antreibt. Bei ihm erlaubt erst das Nichts das Erlebnis. Seine Bilder appellieren nicht an äußere\, sondern an innere Erlebnisse. Und er schafft es\, diese Gefühlserlebnisse sichtbar zu machen und sie im Betrachter hervorzurufen. Dabei folgt er keiner Überwältigungsstrategie\, sondern wendet stillere Methoden an. Seine Kompositionen beruhen auf dem Gesetz des Quadrats\, das mehr Ruhe transportiert als ein Rechteck\, weil das Zentrum von allen Ecken gleich weit entfernt. Das reduziert die Dynamik der bildbestimmenden Grundlinien und verleiht dem Bildgefüge Stabilität. Und doch sind diese Kompositionen ausgesprochen spannungsgeladen. Der häufig abrupte Wechsel zwischen Vorder- und Hintergrund\, das Aufeinanderprallen von Gegensätzen der Bildflächen und Strukturen\, die Vermeidung der Zentralperspektive sowie die reichhaltigen Farb- und Formvariationen verhindern eine allzu perfekte Harmonie. Denn erst Reibung erzeugt Wärme. \nAbgesehen von den leuchtenden Spektralfarben des Sonnenlichts prägt das Element Wasser in seinen drei Aggregatzuständen den Ausdruck dieser Bilder. In seinen Aufnahmen manifestiert Scheffler das Verwoben-Sein der Elemente\, wenn Eiskristalle in der Luft vibrieren\, das Eis wispert\, die Winde atmen oder das Licht tanzt\, springt und schlägt. Wolken werden zu Bergen\, Gletscher zu Wolken\, Eisklumpen zu Salzkristallen\, Bäume zu Eisblöcken\, Schneedecken zu Wasseroberflächen\, Salzwasser zu Gel\, Licht wird zu Stein. Alles ist ein energetischer Zustand\, gemäß der Einstein’schen Formel E=mc2 – Masse und Energie können ineinander umgewandelt werden. In diesen Bildern wird die ständige Metamorphose energetischer Zustände erfahrbar und die fließende Energie der Elemente zur puren Emotion. \n
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SUMMARY:Jakob Mattner: Deep Time – Der ferne Klang
DESCRIPTION:Was sehen wir und wie versuchen wir\, uns zu erklären\, was wir sehen? Jakob Mattners Ausstellung Deep Time – der ferne Klang in der St. Matthäus-Kirche bietet einen Resonanzraum für eine Auseinandersetzung und macht den Dialog mit den Bildern zu einem besonderen Erlebnis: eine Reihe von insgesamt fünf Veranstaltungen versammelt Stimmen aus Philosophie\, Naturwissenschaft\, Literatur und Poesie\, getragen von herausragenden Schauspieler*innen\, Autor*innen und Moderator*innen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. \nVortrag\nWär‘ nicht das Auge sonnenhaft…\n19.01.2024\, 19 Uhr \nBernd Scherer\, Philosoph und Autor\, entfaltet in der Auseinandersetzung mit Jakob Mattners Werk Deep Time die Spurensuche Mattners nach den Formen des Lebens und seiner Bedrohung durch den Tod vor dem Hintergrund einer existentiellen Krise unserer Zivilisation. \nAusstellung: Jakob Mattner. Deep Time – Der ferne Klang\nbis 04. Februar 2024 \nSt. Matthäus-Kirche \n
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SUMMARY:Erika Stürmer-Alex: Bilder und Skulpturen
DESCRIPTION:Start des Kunstjahres im Landarbeiterhaus: Solo-Ausstellung der Brandenburger Künstlerin Erika Stürmer-Alex \nDie Brücke Kleinmachnow Kunstverein e.V. widmet der preisgekrönten Brandenburger Künstlerin zu Beginn des Ausstellungsjahres 2024 eine Solo-Ausstellung mit ihren farbenprächtigen und fantasievollen Bildern und Skulpturen.\nErika Stürmer-Alex\, geboren 1938 in Wriezen\, studierte Malerei\, Grafik und Kunst am Bau an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee und ist seit Jahrzehnten als freischaffende Künstlerin\, Kursleiterin und Dozentin tätig. Die multimediale Malerin und Bildhauerin aus dem Oderbruch ist Trägerin des Ehrenpreises des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg für ihr künstlerisches Lebenswerk. Die Künstlerin lebt und arbeitet auf dem Kunsthof Lietzen. \nAusstellung vom 14. Januar bis 18. Februar 2024\nVernissage am Sonntag\, 14. Januar um 16 Uhr\nGeöffnet samstags und sonntags 14 bis 18 Uhr\, Eintritt frei \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/erika-stuermer-alex-bilder-und-skulpturen/
LOCATION:Die Brücke Kleinmachnow Kunstverein e.V.  im Landarbeiterhaus Kleinmachnow\, Zehlendorfer Damm 200\, Kleinmachnow\, 14532
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SUMMARY:Thomas Nitz - "inzwischen".
DESCRIPTION:Die Einzelausstellung von Thomas Nitz präsentiert einen einzigartigen Blick auf die Gegenwart\, Gleichzeitigkeit und die Schnittstelle dazwischen. Als renommierter Fotograf setzt Nitz den Fokus auf das Rudimentäre\, ohne sich einer speziellen Philosophie zu verschreiben. Vielmehr spiegelt er die Brutalität der Zeit wider und verleiht seinen Werken eine einzigartige Haptik\, Abstraktion und Ästhetik durch die Verwendung von Analogfotografie. \nDie Einzigartigkeit von Nitz‘ Herangehensweise zeigt sich in der Art und Weise\, wie er Negative durch das Kontaktverfahren mit flüssiger Fotoemulsion auf selbst beschichteten Karton entwickelt. Auf diese Weise lässt er bewusst die klaren Grenzen zwischen Malerei und Fotografie verschwimmen. Nitz wählt Aquarellkartons\, die er sorgfältig mit Farbe grundiert und mit einer lichtempfindlichen Emulsion präpariert. Die manuelle Bearbeitung bildet die Grundlage seiner Kunstwerke\, da jeder Karton individuell ist und das Ergebnis unvorhersehbar beeinflusst. Jede Aufnahme ist nicht beliebig reproduzierbar\, und jeder Abzug unterscheidet sich auf faszinierende Weise von den anderen. \nIn der Ausstellung ‚inzwischen‘ werden verschiedene Serien\, darunter ‚Crossover‘\, ‚Lost‘ ‚Brut‘ und ‚Screenshot‘ präsentiert. Die Serien bieten einzigartigen Einblick in Nitz‘ künstlerisches Schaffen. \nIn seiner Serie ‚Crossover‘ führt der Berliner einen innovativen Ansatz. Er beginnt die Shootings stets mit einer Zeichnung. Die Modelle werden mit groben Mitteln wie Grillkohle auf eine große Leinwand gemalt. Anschließend platziert Nitz das Modell vor der Zeichnung und belichtet in einer Langzeitbelichtung. Das Ergebnis wird bereits Minuten nach der Aufnahme sichtbar. Die abgebildeten Personen verschmelzen mit der Zeichnung\, und ihre unscharfen Schatten zeigen ihre Präsenz auf ungewöhnliche Weise. Nitz schafft somit nicht nur Fotografien\, sondern einzigartige Kunstwerke\, die den traditionellen Rahmen zwischen Malerei und Fotografie aufbrechen. \nDas Besondere dabei ist\, dass die vorher angefertigten Zeichnungen nicht aufbewahrt werden\, sondern nach jeder Sitzung vernichtet und übermalt werden. Übrig bleibt nur ein Negativ\, das als ‚Lost“‚ erneut fotografisch auftaucht. In der Serie ‚Lost‘ geht der Künstler bewusst auf die Umkehrung herkömmlicher Werte ein. Er schafft Unikate in einer Ära der endlosen Reproduktion und lässt Vorzeichnungen nur in der entstandenen Fotografie überleben. Die groben Skizzen\, fast schon manisch anmutend\, transportieren Rausch\, Erotik und Wut – eine Fülle von Emotionen\, die nach der Vernichtung der Skizzen nur noch als Erinnerung im Abbild bleibt. \nDie Serie ‚Brut‘ hingegen erforscht das Verständnis von Ästhetik und geht bewusst darüber hinaus. In einer Abtrennung zur konventionellen Foodfotografie setzt Nitz auf das Pure\, Rohe und Grobe. Mit großformatiger Schwarz-weiß-Technik und gezielter Ablichtung von oben überschreitet er die Grenze vom Appetitlichen zum Unappetitlichen. Diese Ausdrucksform bringt die Foodfotografie in einen Bereich jenseits des Gefälligen\, wo die Fantasie die Auffassung des Ekels überschreiten möchte. \nDie Ausstellung schließt mit ‚Screenshots‘ von Kriegsaufnahmen. Weiter dazu kein Kommentar. \n„Thomas Nitz – Inzwischen“ lädt dazu ein\, die Vielschichtigkeit der Zeit durch die Linse des Fotografen zu betrachten und sich mit der gleichzeitigen Existenz verschiedener Realitäten auseinanderzusetzen. \n
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SUMMARY:MELANCHOLIA
DESCRIPTION:Braucht Berlin noch eine Galerie? \nWir finden: Unbedingt! Denn the map gallery versteht sich nicht nur als ein weiterer Raum auf der Kunstkarte. the map gallery möchte Atmosphäre schaffen. Mit Kunst\, Objekten und Designermöbeln. Ausstellungen zu Themen und Ereignissen kuratieren\, die Berlin und die Menschen bewegen. Im besten Fall wollen wir Horizonte erweitern. \nWer sind WIR? \nDrei Menschen\, die Kunst lieben\, die Welt bereisen und Schätze entdecken\, um diese zu teilen. Drei Menschen\, eine Galerie: MAP (Mon\, Andrea & Peter!). Das M steht für Kunst-Managerin Mon Muellerschoen. Mit Ihrer Online-Galerie Wunderkunst bietet sie jungen Künstlern eine Plattform. Dank ihrer Arbeit für große Sammlungen (u. a. Hubert Burda Media und die Unternehmensberatung Roland Berger) besitzt sie ein großes Netzwerk zu Künstlern\, Kuratoren und Kunstliebhabern. Nebenbei schreibt Muellerschoen eine wöchentliche Art-Kolumne im Magazin BUNTE und ist immer in Sachen Kunst unterwegs.\nAus Hamburg kommt das A in der Mitte: Andrea von Goetz und Schwanenfließ. Die Gründerin und Macherin des Kunstfestivals sommer.frische.kunst und des collectors room in Hamburg verfügt über ein großes Netzwerk im Kunstbetrieb. Sie erkennt Trends und Talente und liebt es Künstler zu fördern und zu fordern. Dank unzähligen Besuchen von Messen\, Ausstellungen und Ateliers hat sie ein geschultes Auge für junge Kunst\, entdeckt früh die Stars von morgen.\nDamit die Männerquote auch stimmt steht das P für den renommierten Münchner Innenarchitekten Peter Buchberger. Der Mann fürs Design. Er lässt nach eigenen Entwürfen fertigen und findet Klassiker\, die sonst nicht auf dem Markt sind. Zu seinen Kunden zählen große Firmen und kunst- und designaffine Privatpersonen\, für die Buchberger Interior Villen\nund Geschäftsräume weltweit einrichtet. \nWas machen wir anders als andere? \nWir wollen Atmosphäre erzeugen und Stimmungen manifestieren. the map gallery funktioniert wie ein Salon\, eine Erweiterung unserer Wohnzimmer\, in dem sich Designstücke mit Kunstwerken vermischen. Unsere Recherche nach Themen für die Salons hilft bei der Entdeckung und bringt oft die assoziativen Qualitäten zum Vorschein\, die bestimmte Künstler oder Kunstarten miteinander haben. Durch die Salons haben wir das Vergnügen\, immer tiefer in die Welt des Designs und dessen meisterhaftes Handwerk einzutauchen und dieses Vergnügen wollen wir weitergeben: Kunst und Design werden auf unerwartete und überraschende Weise gemischt\, unabhängig von Zeit und Stil. \nUnsere erste Ausstellung versammelt Werke zum Thema Melancholie. \nMELANCHOLIA\n__________________________________________________________________________ \nJetzt werden viele sagen: Muss das sein? Melancholie im Januar? Dazu in Berlin? Eine Zeit\, in der die Sonne hinter Himmelsgrau verschwindet. Es sind kalte Tage\, deren Intensität trotz ihrer Kürze unser Inneres tsunamiartig durchfluten. Was wäre die Welt ohne Dunkelheit\, Zweifel und Traurigkeit? Besonders Künstler können diese starken Stimmungen wie kaum jemand anderes umwandeln in Energie\, Kreativität\, Zukunft. Schaut vorbei. Feiert mit uns und entdeckt Werke\, Objekte und Möbel\, die es ganzjährig mit jeder Dunkelheit aufnehmen können. \nFolgende KünstlerInnen sind ab dem 18. Januar in unserer ersten Ausstellung dabei:\nElisa Breyer\, Terje Ekström\, Philipp Fürhofer\, Kura Kazunori\, Magda Krawcewicz\, Felix Muhrhofer\, Anton Peitersen\, Charlie Stein\, Maria von Thurn und Taxis\, Vincent Vandaele\, Jorinde Voigt und Björn Weltbrandt Wallbaum. \n
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SUMMARY:Halt die Ohren steif! Akademie der Künste
DESCRIPTION:Im Zentrum der Ausstellung steht die Begegnung einer Künstlerin und eines Künstlers\, die aus unterschiedlichen Welten stammen und über die Fotografie zu einem intensiven Zwiegespräch gefunden haben. Gundula Schulze Eldowy fiel in Ostberlin durch ihre vielschichtige sozialdokumentarische Fotografie sowie ihre schonungslosen und zugleich sensiblen Aktporträts auf. Auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs der schweizerisch-amerikanische Fotograf und Filmemacher Robert Frank. Sie begegneten sich 1985 in Ostberlin\, es entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft über die Mauer und Kontinente hinweg. \nDie Schau zeichnet den künstlerischen Weg Gundula Schulze Eldowys von Ostberlin nach New York nach\, wohin sie 1990 auf Einladung Robert Franks für drei Jahre ging. Sie lernte zahlreiche Künstlerinnen und Künstler aus dem Umfeld Robert Franks kennen: dessen Ehefrau\, die Malerin June Leaf\, den Fotografen Ted Croner\, die Fotografin Ann Mandelbaum\, den Schriftsteller Allen Ginsberg und andere Vertreter*innen der Beatnik-Generation. \nIn den über 200 Fotografien in der Ausstellung sind die Referenzen an Robert Frank und den Mythos New York abzulesen. Auszüge aus dem Briefwechsel zwischen Schulze Eldowy und Frank\, die in einer Videoinstallation von der Filmemacherin Helke Misselwitz projiziert werden\, ergänzen die Schau. \nHalt die Ohren steif! Gundula Schulze Eldowy und Robert Frank\n25.01. – 01.04.2024\nAkademie der Künste\, Pariser Platz 4\, 10117 Berlin \nEröffnung: 24.01.2024\, 19 Uhr \nBeitragsbild: ohne Titel\, New York\, 1992\, aus der Serie Spinning on my heels\, © Gundula Schulze Eldowy \n
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SUMMARY:Rudolf Englert und Chloe Bensahel: Galerie Dittmar
DESCRIPTION:Die Ausstellung zu Rudolf Englert (1921-1989) und Chloe Bensahel (*1991) vereint zwei Positionen\, die über die Zeiträume hinweg und unabhängig von den verschiedenen Medien in Beziehung stehen. Neben der visuellen Nähe\, basierend auf dem Prinzip der Reihung\, bilden der Bezug zur Schrift sowie zur Musik grundlegende Elemente im Werk beider Künstler. Die Gegenüberstellung betont die gleichzeitig analytische wie spielhafte Vorgehensweise beider KünstlerInnen und ermöglicht durch die visuelle Annäherung eine neue Art der Wahrnehmung ihrer Werke. \nRudolf Englert schafft ab Anfang der sechziger Jahre seine innovativen Zeichnungsserien in schwarzer Tusche. Die Reihungen haben bei aller Disziplinierung einen freien\, individuellen Ausdruck und sind richtungsweisend für sein weiteres Werk. In der Tendenz den Arbeiten der ZERO-Künstler verwandt\, sind die Zeichnungen von großer Eigenständigkeit. In den siebziger Jahren werden die Kompositionen komplexer und bildmäßiger in der Anlage. Der Schriftcharakter wie die Anklänge an musikalische Notationen\, die sich früh abzeichneten\, treten deutlicher hervor. Führende Kunsthistoriker erkennen bereits damals die besondere Position Englerts innerhalb der internationalen Avantgardeströmungen. Auch vor dem Hintergrund der Neubewertung des Bildes\, des Mediums Papier in den siebziger Jahren wird die Bedeutung von Rudolf Englert sinnfällig\, der an dieser Entwicklung in unterschiedlicher Weise teilhat. „Nichts kommt bedeutend daher und gerade dadurch wird alles herausgelöst aus der Beliebigkeit und wird signifikant im Sinne des ganz bewusst gesetzten Zeichens als Ausdruck eines Prozesses… Der Betrachter tritt ein in einen wahrhaft kommunikativen Dialog der Reflexion\, des Erkennens\, des Verstehens.“ (Dieter Krüger\, Kunsthalle Osnabrück\, 2005) \nWährend Rudolf Englert den Begriff der Zeichnung so maßgeblich erweitert\, erzielt Chloe Bensahel mit ihren Arbeiten die Abkehr von einem restriktiven Begriff der Textilkunst. Über die Verbindung traditioneller Techniken und Materialien mit einem konzeptuellen Ansatz und neuester Technologie erforscht die Künstlerin anthropologische und ästhetische Fragen. \nChloe Bensahels Werkgruppe Text Tapestries thematisiert die Verbindung von Text und Textil. Die Arbeiten basieren auf einer traditionellen Japanischen Technik zur Reparatur alter Textilien: Die Künstlerin beschreibt handgeschöpftes Papier\, welches sie anschließend zerreist und zu einem Faden zwirbelt. Diesen webt sie zusammen mit anderen Materialien\, zumeist Hanf oder Wolle\, zu einem Teppich. Eine Fortführung dieses Gedankens bilden Bensahel‘s Interactive Tapestries. In Anlehnung an die Bedeutung des Textes in der jüdischen Religion\, wo der ausschließlich in Konsonanten geschriebene Text erst durch die von den LeserInnen gesprochenen Vokale vollständig entsteht\, bilden die BetrachterInnen einen integralen Teil des Werkes. Durch das Einweben leitender Fäden werden bei Berührung der Teppiche Ton- oder Lichtsequenzen aktiviert; die Arbeiten werden zum performativen Resonanzkörper. Hervorgegangen aus der Zusammenarbeit der Künstlerin mit Jacquard und der Google Arts & Culture Residency (2019) zielt die Werkgruppe auf eine Etablierung der Berührung als eigenständiger Form der Erkenntnis\, im Gegensatz zu einer primär visuellen oder kognitiven Rezeption. \nChloe Bensahel studierte Integrated Design an der Parsons the New School of Design in New York. Nach einem Praktikum im Studio Sheila Hicks\, Erlernen traditioneller Webtechniken im Studio Jun Tomita\, Kyoto\, und am Australian Tapestry Workshop\, Melbourne. In diesem Rahmen Auszeichnung mit dem Irene Davies Emerging Tapestry Prize. Anschließende Residenz am Mobilier National\, Paris. 2020 Auszeichnung mit dem CADAF Liberty Art Prize\, Paris; 2022 Erhalt eines Smithsonian Artist Research Fellowship\, Washington\, D.C. Einzelausstellungen in der Französischen Botschaft in Washington und dem Australian Tapestry Workshop (jeweils 2018). Gruppenausstellungen im MOCA Marin\, Novato\, CA (2017); der SF Design Week\, San Francisco (2017\, 2018); dem Institut Français\, Melbourne (2019); der Galerie des Gobelins\, Paris (2021). Präsentation ihrer Arbeiten auf der Design Miami im Dezember 2023 in Vorbereitung ihrer Doppelresidenz am Massachussetts Institute of Technology (MIT) und in der Villa Albertine\, Boston\, März – Mai 2024. Im November 2023 Auszeichnung mit dem Prix des Amis du Palais du Tokyo\, Paris; aus diesem Anlass dort eine Einzelausstellung im Frühjahr 2024. \nEine ausführliche und kommentierte Biographie Rudolf Englerts finden Sie in der gleichnamigen Publikation\, herausgegeben von der Galerie Dittmar\, Berlin (2022)\, S. 14-33. \nDie Initiative und das Konzept zu dieser Ausstellung erfolgten durch die Kunsthistorikerin und Kuratorin Christina-Marie Lümen\, Paris / Berlin. \nRudolf Englert und Chloe Bensahel\n25. Januar 2024 – 4. März 2024 \nGalerie Dittmar \n
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SUMMARY:Andreas Lang BROKEN MEMORIES
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SUMMARY:George Hoyningen-Hueney: Glamour & Style
DESCRIPTION:\nJAEGER ART präsentiert mit „Glamour and Style“ Fotografien berühmter Persönlichkeiten der 1920 – 1960er Jahre des Fotografen George Hoyningen–Huene (1900–1968)\, einem der bahnbrechendsten Fotografen seiner Zeit\, der es wie kaum ein anderer verstand\, Kunst\, Mode und Film miteinander zu verbinden.\n\n \nGeorge Hoyningen–Huene arbeitete vor allem in Paris\, New York und Hollywood und erlangte zunächst internationalen Ruhm für seine sehr anspruchsvolle Mode– und Porträtfotografie. Seine sorgfältig ausgeleuchteten Studiokompositionen mit Elementen der Moderne\, des Neoklassizismus und des Surrealismus machten Hoyningen–Huene von 1926 bis 1935 zu einem der führenden Fotografen der Zeitschriften Vogue\, Vanity Fair und später bei der Konkurrenzzeitschrift Harper’s Bazaar. Von seinen Zeitgenossen verehrt\, inspirierte er auch nachfolgende Generationen von legendären Fotografen und Filmemachern in aller Welt. Richard Avedon bezeichnete Hoyningen–Huene als „ein Genie\, der Meister von uns allen“. \n\nn den 1920er und 1930er Jahren bildete Paris das mächtigste Zentrum der Kreativität und der Kunst\, und Hoyningen–Huene galt als einer der wichtigsten Chronisten innerhalb der miteinander verflochtenen Welten von Kunst\, Mode\, Design\, Film und High Society. „Glamour and Style“ widmet sich den von ihm portraitierten Zeitgenossen und Wegbegleitern. Aufnahmen der damaligen Topmodels Lisa Fonssagrives oder auch Lee Miller oder Agneta Fischer – die beide später selbst bedeutende Fotografinnen wurden – lassen den Betrachter in eine vergangene Zeit voller Anmut und Eleganz eintauchen. Auch mit den Stars des Künstlermilieus\, wie z.B. Man Ray oder Salvador Dalí warer ebenso gut befreundet und arbeitete mit ihnen im Rahmen unterschiedlicher Projekte zusammen.\nNeben der Kunst und Mode war Hoyningen–Huene seit seiner Jugend von der Filmindustrie fasziniert. Auch nachdem er im Jahre 1935 die Vogue für das Harper ́s Bazaar Magazin verließ\, wurde er nicht müde\, weiterhin die Stars der damaligen Zeit zu portraitieren. Dutzende von Schauspielern und Künstlern wurden von ihm abgelichtet und er bereitete sich auf jedes Shooting intensiv vor\, denn er strebte danach\, die unterschiedlichen Charaktere der jeweiligen Hollywood–Idole festzuhalten. So portraitierte er unter anderem Gary Cooper\, Marlene Dietrich\, Charlie Chaplin\, Johnny Weissmüller\, Rita Hayworth\, Katharine Hepburn oder Greta Garbo.\n\nNoch zu Lebzeiten war Hoyningen–Huene in wegweisenden Ausstellungen wie „Film und Foto der 20er Jahre“ (1929) und während der Photokina (1963) in Deutschland vertreten. In jüngerer Zeit waren seine Bilder zwar in vereinzelten Ausstellungen zur Geschichte der Modefotografie zu sehen\, aber Einzelausstellungen zu seinem Werk sind sehr rar. Die Neue Nationalgalerie eröffnet ebenfalls imJanuar eine Ausstellung über das Leben der Ikone der 20er\, Josephine Baker\, in der auch einige Portraits von Hoyningen–Huene zu sehen sein werden und das Modehaus Chanel widmet Hoyningen–Huene ab Februar eine Einzelausstellung in ihren musealen Räumen in Tokyo\, zu der auch der begleitende Katalog “George Hoyningen–Huene: Photography\, Fashion\, Film” bei Thames & Hudsonerscheinen wird; dieser wird ebenfalls erstmalig in der Galerie präsentiert.\nMit großer Hingabe an sein Handwerk betrachtete Hoyningen–Huene die Magazinfotografie nie als minderwertig gegenüber der bildenden Kunst und er ermutigte seine Kollegen regelmäßig\, Bilder „mit der Absicht zu erschaffen\, dass sie eines Tages in die wichtigsten Fotokunstkunstsammlungen der Welt aufgenommen werden.“\n\nIn vielerlei Hinsicht lebte Hoyningen–Huene seiner Zeit weit voraus – er setzte sich für starke und moderne Frauen ein und machte kein Hehl daraus\, homosexuell zu sein. George Hoyningen–Huene starb 1968 und vermachte sein Lebenswerk seinem ehemaligenLebensgefährten und engen Vertrauten Horst P. Horst\, der inzwischen ebenfalls einer der renommiertesten Fotografen seiner Zeit war. Horst machte es sich zur Aufgabe\, dass Hoyningen–Huenes Vermächtnis nicht in Vergessenheit geriet und arbeitete das Archiv sorgfältig auf. In den 1980er Jahren begann Horst\, von ausgewählten Motiven und den Original–Negativen\, Platin–Palladium–Abzüge herzustellen und diese in einer Edition aufzulegen. Diese außergewöhnlichen Abzüge haben eine satte\, matte Oberfläche und ihre Tonwerte reichen von samtigen Schwarztönen bis hin zu einer Vielzahl von Grau– und zarten Weißtönen.\n\nSeit dem Jahre 2020 berät Benjamin Jaeger den in Schweden ansässigen Nachlass „The George Hoyningen–Huene Estate Archives“ als Senior Advisor. Die Aufgabe des Nachlasses ist es\, das Erbe des berühmten Fotografen zu bewahren\, seine Arbeit einem breiten Publikum vorzustellen und zeitgenössische Fotografen und Kreative auf der ganzen Welt zu inspirieren.\n\n\n\nGeorge Hoyningen–Huene: Glamour & Style\nEröffnung: Freitag\, 26. Januar 2024\, 19.00 – 22.00 UhrLaufzeit: 26. Januar – 23. März 2024 / Mi – Sa\, 12.00 – 18.00 UhrOrt: JAEGER ART\, Brunnenstraße 161\, 10119 Berlin\n\nBeitragsbild: George Hoyningen-Huene Lee Miller and Agneta Fischer\, Vogue´s Eye View\, 1929 © George Hoyningen-Huene Estate Archives  \n\n\n\n\n
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SUMMARY:George Hoyningen-Huene: Glamour and Style
DESCRIPTION:JAEGER ART präsentiert mit „Glamour and Style“ Fotografien berühmter Persönlichkeiten der 1920 – 1960er Jahre des Fotografen George Hoyningen-Huene (1900-1968)\, einem der bahnbrechendsten Fotografen seiner Zeit\, der es wie kaum ein anderer verstand\, Kunst\, Mode und Film miteinander zu verbinden. \nGeorge Hoyningen-Huene arbeitete vor allem in Paris\, New York und Hollywood und erlangte zunächst internationalen Ruhm für seine sehr anspruchsvolle Mode- und Porträtfotografie. Seine sorgfältig ausgeleuchteten Studiokompositionen mit Elementen der Moderne\, des Neoklassizismus und des Surrealismus machten Hoyningen-Huene von 1926 bis 1935 zu einem der führenden Fotografen der Zeitschriften Vogue\, Vanity Fair und später bei der Konkurrenzzeitschrift Harper’s Bazaar. Von seinen Zeitgenossen verehrt\, inspirierte er auch nachfolgende Generationen von legendären Fotografen und Filmemachern in aller Welt. Richard Avedon bezeichnete Hoyningen-Huene als „ein Genie\, der Meister von uns allen“. \nIn den 1920er und 1930er Jahren bildete Paris das mächtigste Zentrum der Kreativität und der Kunst\, und Hoyningen-Huene galt als einer der wichtigsten Chronisten innerhalb der miteinander verflochtenen Welten von Kunst\, Mode\, Design\, Film und High Society. „Glamour and Style“ widmet sich den von ihm portraitierten Zeitgenossen und Wegbegleitern. Aufnahmen der damaligen Topmodels Lisa Fonssagrives oder auch Lee Miller oder Agneta Fischer – die beide später selbst bedeutende Fotografinnen wurden – lassen den Betrachter in eine vergangene Zeit voller Anmut und Eleganz eintauchen. Auch mit den Stars des Künstlermilieus\, wie z.B. Man Ray oder Salvador Dalí war er ebenso gut befreundet und arbeitete mit ihnen im Rahmen unterschiedlicher Projekte zusammen. Neben der Kunst und Mode war Hoyningen-Huene seit seiner Jugend von der Filmindustrie fasziniert. \nAuch nachdem er im Jahre 1935 die Vogue für das Harper´s Bazaar Magazin verließ\, wurde er nicht müde\, weiterhin die Stars der damaligen Zeit zu portraitieren. Dutzende von Schauspielern und Künstlern wurden von ihm abgelichtet und er bereitete sich auf jedes Shooting intensiv vor\, denn er strebte danach\, die unterschiedlichen Charaktere der jeweiligen Hollywood-Idole festzuhalten. So portraitierte er unter anderem Gary Cooper\, Marlene Dietrich\, Charlie Chaplin\, Johnny Weissmüller\, Rita Hayworth\, Katharine Hepburn oder Greta Garbo. \nNoch zu Lebzeiten war Hoyningen-Huene in wegweisenden Ausstellungen wie „Film und Foto der 20er Jahre“ (1929) und während der Photokina (1963) in Deutschland vertreten. In jüngerer Zeit waren seine Bilder zwar in vereinzelten Ausstellungen zur Geschichte der Modefotografie zu sehen\, aber Einzelausstellungen zu seinem Werk sind sehr rar. Die Neue Nationalgalerie eröffnet ebenfalls im Januar eine Ausstellung über das Leben der Ikone der 20er\, Josephine Baker\, in der auch einige Portraits von Hoyningen-Huene zu sehen sein werden und das Modehaus Chanel widmet Hoyningen- Huene ab Februar eine Einzelausstellung in ihren musealen Räumen in Tokyo\, zu der auch der begleitende Katalog “George Hoyningen-Huene: Photography\, Fashion\, Film” bei Thames & Hudson erscheinen wird; dieser wird ebenfalls erstmalig in der Galerie präsentiert. \nMit großer Hingabe an sein Handwerk betrachtete Hoyningen-Huene die Magazinfotografie nie als minderwertig gegenüber der bildenden Kunst und er ermutigte seine Kollegen regelmäßig\, Bilder „mit der Absicht zu erschaffen\, dass sie eines Tages in die wichtigsten Fotokunstkunstsammlungen der Welt aufgenommen werden.“ \nIn vielerlei Hinsicht lebte Hoyningen-Huene seiner Zeit weit voraus – er setzte sich für starke und moderne Frauen ein und machte kein Hehl daraus\, homosexuell zu sein. \nGeorge Hoyningen-Huene starb 1968 und vermachte sein Lebenswerk seinem ehemaligen Lebensgefährten und engen Vertrauten Horst P. Horst\, der inzwischen ebenfalls einer der renommiertesten Fotografen seiner Zeit war. Horst machte es sich zur Aufgabe\, dass Hoyningen- Huenes Vermächtnis nicht in Vergessenheit geriet und arbeitete das Archiv sorgfältig auf. In den 1980er Jahren begann Horst\, von ausgewählten Motiven und den Original-Negativen\, Platin- Palladium-Abzüge herzustellen und diese in einer Edition aufzulegen. Diese außergewöhnlichen Abzüge haben eine satte\, matte Oberfläche und ihre Tonwerte reichen von samtigen Schwarztönen bis hin zu einer Vielzahl von Grau- und zarten Weißtönen. \nSeit dem Jahre 2020 berät Benjamin Jaeger den in Schweden ansässigen Nachlass „The George Hoyningen-Huene Estate Archives“ als Senior Advisor. Die Aufgabe des Nachlasses ist es\, das Erbe des berühmten Fotografen zu bewahren\, seine Arbeit einem breiten Publikum vorzustellen und zeitgenössische Fotografen und Kreative auf der ganzen Welt zu inspirieren. \nBeitragsbild: George Hoyningen-Huene\, Lee Miller and Agneta Fischer\, Vogue´s Eye View\, 1932\, copyright George Hoyningen-Huene Estate Archives \nGeorge Hoyningen-Huene: Glamour and Style\n26. Januar 2024 – 23. März 2024 \nJAEGER ART \n
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SUMMARY:BETTER GO SOUTH | Solo Show Nina Bachmann | 'Let them drink champagne!'
DESCRIPTION:BETTER GO SOUTH | Solo Show Nina Bachmann\nLET THEM DRINK CHAMAPAGNE! | 26.01.-11.02.24\nNina Bachmanns Show „Let them drink champagne!“befasst sich mit Widersprüchen von Begierde und Aversion\, Lust und Leere\, Absurdität und Abgrund\, Dominanz und Unterwerfung. Ihre Figuren verkörpern den Drang nach Genuss\, sich hinzugeben\, sich überlegen zu fühlen. Die Künstlerin spricht: „Luxus und Hedonismus haben eine starke Anziehungskraft. Der Wunsch nach Überfluss und einem luxuriösen Lebensstil ist tief in unserer Gesellschaft verankert. Dabei spielen soziale Inszenierung\, das Verlangen nach Einfluss\, Anerkennung und Macht eine zentrale Rolle. Materieller Besitz\, sozialer Status und exklusive Erlebnisse dienen dabei als Maßstab für Erfolg.“ \nOpening: 26.01.24 | ab 18.00 Uhr\nShow: 26.01.-11.02.24\nTermin nach Vereinbarung | info@bettergosouth.com\nBrunnenstraße 25B\, 10119 Berlin\nWebseite: https://bettergosouth.com/\nInstagram: https://www.instagram.com/bettergosouth/ \n
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