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SUMMARY:Rebecca Harper: Thick Skinned - Quick Finned Always Turning Tides Tale
DESCRIPTION:Die Szenerie entfaltet sich langsam in den Bildern von Rebecca Harper – langsam und hermetisch\, alles spielt sich wie auf einer Bühne vor den Augen der Betrachtenden ab. Die Räume\, die Figuren\, das Wasser – alles hat seinen Platz\, doch nichts bleibt isoliert. Alles kreist\, wie ein Himmelskörper\, um das Zentrum. Das Zentrum aller Darstellungen ist eine starke blonde Frau. Immer wieder sitzt sie in unterschiedlichen Momenten am Rand einer Wanne\, am Rand eines Bettes\, auf einer weichen Couch – allein\, in ihrer Welt. Sie hält eine Robbe\, die\, wie alle anderen Objekte\, eine Erweiterung der Frau selbst zu sein scheint. Eine Hand auf dem Fell\, eine Flosse auf ihrem Schoß – eine Symbiose\, vertraut und doch kindlich-weiblich\, kein Mutter-Kind-Verhältnis\, sondern ein Konzept von Kind und Frau. \nDie Räume erzählen Geschichten – aber nicht laut\, nicht fordernd. Objekte und Gegenstände sind aufgelistet: Bilder\, Spiegelungen\, offene Fenster. Wasser durchzieht alles – dunkle Flüsse\, gefüllte Wannen\, gemalte Meereslandschaften. Doch es ist kein Wasser\, das verschlingt oder zieht – sondern Wasser\, das trägt\, das erinnert\, das in Bewegung ist. Die Spiegel zeigen nicht nur die Frau\, sondern auch den Raum um sie herum\, eröffnen Perspektiven\, machen sichtbar\, was sonst übersehen würde. \nUnd überall finden sich Zeichen\, kleine Dinge\, die bleiben: die verschlossene Hutschachtel mit dem roten Vogel\, als bewahre sie etwas\, das nicht verloren gehen darf – oder das besser in der Schachtel bleibt\, wissend aufbewahrt. Die Bücher\, die niemand liest\, doch sie sind da\, als potenzielle Erzählungen. Die Landkarten an den Wänden\, die Kompasse\, die Segelboote – das Kind-Frau-Schema weist eine Richtung\, trägt das Subjekt wie selbstverständlich mit dem Wind in die richtige Bahn. \nDie Titel klingen zunächst wie Zeilen aus einem Gedicht – nicht bloß Beschreibungen\, sondern Gedanken\, die nachhallen. Blinking through Salt Lashes – ein Moment\, in dem das Sehen schwerfällt\, das Blinzeln durch Tränen oder Meerwasser\, als sei die Welt für einen Augenblick verhüllt. Dann Disappear like a Snatched Breath on an Angry Tide – als würde etwas fortgerissen\, ein Atemzug\, den man nicht halten kann\, ein Körper\, der sich auflöst\, nicht aus Schwäche\, sondern weil die Strömung es so will. \nAndere Titel sind beinahe erzählerisch\, lang\, als wollten sie nicht nur benennen\, sondern einen Rhythmus setzen. Thick Skinned – Quick Finned\, Always Turning Tides Tale spricht von Anpassung\, von einer Haut\, die schützt\, von Beweglichkeit\, von Flossen\, die niemals stillstehen – ein Körper\, der sich immer mit der Strömung dreht. Secret Eyes\, Holding Mourning of the Darkest River ist ein Versprechen\, ein Blick\, der mehr sieht\, der etwas bewahrt – eine Trauer\, die nicht laut wird\, sondern weiterfließt\, in einem Fluss\, der keine Ruhe kennt. \nDer Körper ist zentral\, präsent\, fest\, aber niemals starr. Er sitzt\, hält\, stützt sich ab\, bewegt sich in kleinen Momenten längerer Handlungen – in Pausen\, in einem Blick nach oben\, in einer kauernden Haltung. Die Körperhaltung ist offen\, aber nicht zur Schau gestellt\, kontrolliert\, aber nicht erstarrt. Kleidung betont oder löst sich auf\, Schnürungen fehlen\, Stoffe hängen herab – als würde die Grenze zwischen Körper und Umgebung durchlässig. Das Wasser ist nah – in Badewannen\, in Strömungen\, in Gemälden – ein Element\, das sich mit der Figur verbindet\, aber sie nicht verschlingt. \nDie Abwesenheit von Männern ist eine Lücke\, eine spürbare Leerstelle\, die sich durch die Räume zieht\, durch die Haltung der Frau\, durch die Objekte\, die sich um sie sammeln. Sie sitzt\, sie hält\, sie bewegt sich – aber es gibt kein Gegenüber. Kein männlicher Körper\, keine Hand\, die greift oder sich entzieht\, keine Gestalt\, die sich in den Spiegeln zeigt. Diese Leerstelle ist nicht bloß eine Abwesenheit – sie ist strukturell\, sie definiert die Räume\, weil sie nicht gefüllt wird. Außer durch eine Andeutung: einen Schatten. \nStattdessen gibt es Fische. Sie sind die einzige Spur\, die einzige Übersetzung eines abwesenden männlichen Prinzips. Sie liegen auf Tischen\, schwimmen in Wannen\, sind auf Fliesen gemalt – reglos oder in endloser Kreisbewegung\, nicht handelnd\, nicht sprechend. Der Fisch\, klassisches phallisches Symbol\, taucht auf\, doch bleibt er Objekt – ohne Funktion\, ohne Körper\, das Relikt eines Gegenübers\, das in dieser Welt nicht mehr agiert. \nDie Vögel sind keine bloße Dekoration\, keine sanften Begleiter des Lichts. Sie tauchen auf\, schwebend\, stürzend\, kreisend – als schwarze Figur auf dem Kaminsims\, als Möwe\, die fast den Boden berührt. Sie folgen keinem klaren Muster\, sie fügen sich nicht in die Symbolik der anderen Tiere. Die Robbe liegt\, die Fische schweigen – doch die Vögel fliegen\, manchmal zu nah\, manchmal wie eine Warnung\, manchmal als Echo von etwas\, das sich ankündigt\, ohne greifbar zu werden. Ihr Schwarz hebt sie von der Umgebung ab\, als gehörten sie nicht in die Welt der Frau\, sondern als dringe etwas von außen ein – ein Fremdkörper im Raum ihrer Reflexionen und Wasserflächen. Sie existieren jenseits der Wellen\, jenseits der Wannen\, außerhalb der Strömung – als etwas\, das sich nicht einordnen lässt. Vielleicht sind sie das\, was nicht gehalten werden kann\, was sich entzieht – während die Frau bleibt. \nDie Schachtel bleibt geschlossen\, weil sie nicht geöffnet werden muss. Sie steht da\, immer am selben Ort\, mit dem roten Vogel auf dem Deckel – als Zeichen\, als Möglichkeit\, als Behälter für etwas\, das nicht nach einem Ausbruch verlangt. Die Vögel außerhalb der Schachtel sind wild\, unkontrolliert\, eine Kraft\, die sich nicht bändigen lässt. Doch dieser Vogel bleibt an die Oberfläche gebunden – eingefroren\, gehalten\, bewahrt oder verzaubert. Vielleicht ist die Schachtel eine versiegelte Bedrohung – eine Kraft\, die nicht konkurrieren kann\, die in der Dynamik von Halten und Gehaltenwerden keinen Platz hat. Vielleicht bleibt sie deshalb unberührt. Weil ihr Inhalt zu mächtig ist. Weil das\, was verborgen liegt\, nicht zugelassen werden kann. \n
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SUMMARY:URBAN NATION präsentiert TALKING... & OTHER BANANA SKINS
DESCRIPTION:URBAN NATION präsentiert TALKING… & OTHER BANANA SKINS\, kuratiert von Michelle Houston. Die lebendige und bunte Ausstellung fordert mit urbaner und zeitgenössischer Kunst provokant einen Dialog ein. Sie wirkt als Katalysator und lädt zum Diskurs über die drängendsten Fragen unserer Zeit ein. Zum Auftakt wird vom international bekannten Kollektiv BROKEN FINGAZ CREW aus Israel (Haifa) die Fassade des Museums neu gestaltet. Die Ausstellung zeigt Gemälde\, Installationen\, Skulpturen und Videoarbeiten\, die die gesamte Bandbreite der urbanen und zeitgenössischen Kunst abdecken. Zu den Künstlern gehören unter anderem ROCCO AND HIS BROTHERS (Berlin)\, ICY AND SOT (Tabriz/NY)\, VARIOUS AND GOULD (Berlin)\, JOSÉPHINE SAGNA (Hamburg) und LOW BROS (Hamburg). \nTALKING… & OTHER BANANA SKINS thematisiert die Polarisierung unserer Gesellschaft. Sie ermutigt die Besucher\, ihre eigene Perspektive zu hinterfragen. Konflikte und Themen sind vielschichtig und lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Die Kunstwerke\, die in den acht Kapiteln der Ausstellung präsentiert werden\, hinterfragen\, wie und was in der Gesellschaft und im urbanen Umfeld kommuniziert wird. Sie stellen den Austausch und den Dialog wieder in den Mittelpunkt. \n„Die Kunst nimmt in der Gesellschaft eine ganz besondere Stellung ein. Künstler haben die Möglichkeit\, zu beobachten\, zu reflektieren und sich in ein Thema zu vertiefen\, indem sie Ideen auf eine Art und Weise präsentieren\, die nicht an ein bestimmtes Sprachsystem gebunden sind. Auf diese Weise bringen sie uns dazu\, die eigene Haltung neu zu überdenken.“ \nMichelle Houston\, Kuratorin der Ausstellung \nTEILNEHMENDE KÜNSTLER*INNEN:\n1UP\, AEC INTERESNI KAZKI\, AMARTEY GOLDING\, ANA BARRIGA\, ANDREAS ENGLUND\, ANNA LUKASHEVSY\, BILL POSTERS\, BJÖRN HEYN\, BROKEN FINGAZ CREW\, DAVE THE CHIMP\, DENIS CHERIM\, DISNOVATION\, EL MAC\, FAISAL HUSSAIN\, FAUST\, FRANCO FASOLI AKA JAZ\, HIJACK\, HIN\, HOT TEA\, HUGO BAUDOUIN\, HUH?\, ICY AND SOT\, IDA LAWRENCE\, ISAAC CORDAL\, JAN VAN ESCH\, JEFF HONG\, JIMMY TURRELL\, JOSÉPHINE SAGNA\, KNOW HOPE\, LE FOU\, LOOK THE WEIRD\, LOW BROS\, NOEMI CONAN\, OLEK\, RICH THORNE\, ROCCO AND HIS BROTHERS\, SEPE\, SIMON MENNER\, SPLASH AND BURN\, SPY\, TEZZ KAMOEN\, THE WA\, VARIOUS AND GOULD\, VERA KOCHUBEY\, YOANN BOURGEOIS. \nJoséphine Sagna: I want change II [WE NEED TO TALK]\nUNARTIG – Kunstfest im Quartier\nAnlässlich der Eröffnung der Ausstellung „TALKING…& OTHER BANANA SKINS“ findet rund um das Museum das UNARTIG – Kunstfest im Quartier statt. Das Programm umfasst von 21 Künstlern gestaltete Wandgemälde\, Workshops und Performances von Künstlern wie YOANN BOURGEOIS sowie geführte Urban Art Touren durch die Nachbarschaft des URBAN NATION Museums. Dazu gibt es Diskussionsrunden\, Street Food\, Musik und vieles mehr. \nÜBER DIE STIFTUNG BERLINER LEBEN\nDie Stiftung Berliner Leben übernimmt Verantwortung\, indem sie sich langfristig und strategisch für lebenswerte Quartiere einsetzt und zielgerichtet die Potentiale von Kindern und Jugendlichen fördert\, wodurch sie zu sozialer Teilhabe und Stadtentwicklung beiträgt. Im Jahr 2021 startete die Stiftung Berliner Leben ihr neues Programm Stadtraum!Plus. \nÜBER DAS URBAN NATION MUSEUM\nURBAN NATION und das URBAN NATION Museum sind eine Initiative der gemeinnützigen Stiftung Berliner Leben\, die von der Gewobag AG gegründet wurde. Ziel der Arbeit von URBAN NATION ist es\, den kreativen Austausch zwischen Künstlern und Berlinern und Berlinerinnen zu fördern und die Integration und die Teilhabe durch kulturelle Bildungsprogramme in den Berliner Quartieren zu unterstützen. \nTALKING… & OTHER BANANA SKINS\nJuni 2022 – Dezember 2024 \nEröffnung: Freitag 17. Juni 2022\, 19:00 Uhr \nKunstfest im Quartier\n17. – 19. Juni 2022 \nURBAN NATION \n
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SUMMARY:KÄTHE TO GO im Käthe-Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Das Käthe-Kollwitz-Museum zieht in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg!\nWährend der Umzugsphase bietet das Museum in seinem KOLLWITZ GUIDE eine digitale Stadttour der besonderen Art an. Mit KÄTHE TO GO kann man Orte in Berlin entdecken\, von denen Käthe Kollwitz sich inspirieren ließ oder an denen sie künstlerisch arbeitete. Ihr Leben lang befasste sich Kollwitz mit Themen wie Tod\, Elend\, Schmerz und Ungerechtigkeit. Sie besuchte beispielsweise die Insassinnen des Frauengefängnisses in der Barnimstraße oder begleitete skizzierend den Kohlenstreik im Wedding.\nEinige Orte ihrer Inspirationen existieren heute nahezu unverändert\, andere sind nicht mehr wieder zu erkennen. KÄTHE TO GO ermöglicht\, sich im Berliner Stadtraum auf Kollwitz‘ Spuren zu begeben und ihrer Geschichte nachzuspüren. Außerdem finden Sie im KOLLWITZ GUIDE eine Preview zur neuen Sammlungspräsentation im Theaterbau.\nZum KOLLWITZ GUIDE gelangt man über die Webseite: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/ oder über folgenden Link: https://tinyurl.com/2aff4vqp \n
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LOCATION:Käthe-Kollwitz-Museum Berlin\, Spandauer Damm 10\, Berlin\, 14059\, Deutschland
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SUMMARY:Małgorzata Mirga-Tas: This is not the end of the road
DESCRIPTION:Die Ausstellung umfasst zahlreiche textile Arbeiten von Małgorzata Mirga-Tas aus verschiedenen Perioden ihrer künstlerischen Laufbahn\, darunter die spektakuläre Serie Re-enchanting the World\, mit der sie 2022 auf der Biennale in Venedig international für Furore sorgte. Darüber hinaus sind auch neue und noch nie gezeigte Arbeiten zu sehen\, wie farbenfrohe Altarbilder oder die speziell für diese Ausstellung in Auftrag gegebenen Werke\, die in Zusammenarbeit mit der Sinti-Künstlerin Morena Bamberger (Roermond\, 1994) entstanden sind. \nMirga-Tas‘ Identität ist ein wichtiges wiederkehrendes Thema in ihrem Werk. Inspiriert vom Alltagsleben ihrer eigenen Gemeinschaft\, schafft Mirga-Tas eine überzeugende Gegenerzählung der Roma-Kultur\, die auf der Authentizität und Intimität ihrer eigenen Erfahrungen beruht. Basierend auf Mythen\, Astronomie\, Religion und alten Bräuchen schafft sie eine magische Welt\, die mit den Roma verbunden ist. \nFesselnde Erfahrungen\nMirga-Tas‘ Serie Re-enchanting the World wird vom Bonnefanten zum ersten Mal seit ihrer erfolgreichen Präsentation im polnischen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2022 wieder zusammengeführt. Die monumentale Installation ist ein Versuch\, die europäische Kunstgeschichte und ihre Bildsprache durch von der Roma-Kultur inspirierte Szenen neu zu interpretieren. Nach der Biennale erwarb das Bonnefanten Museum zwei Teile dieser von der Kritik gefeierten Serie: die Monate März und April. \nNeue und noch nie gezeigte Werke\nAus einer feministischen Perspektive porträtiert Mirga-Tas die wichtige Rolle der Frauen in ihrer Gemeinschaft und würdigt bemerkenswerte Romnja- und Sintezze-Frauen. Sie distanziert sich von dem folkloristischen Bild\, das die Roma-Gemeinschaften und ihre Kultur umgibt\, und unterstreicht den transnationalen Charakter der Roma-Diaspora\, die durch eine gemeinsame Geschichte und ein Gefühl der Solidarität verbunden ist\, das nationale Grenzen überschreitet. \nVerknüpfung von Arbeiten in der Präsentation der Sammlung: Dream On\nIm Rahmen dieser Ausstellung ist Mirga-Tas in einen Dialog mit Morena Bamberger (Roermond\, 1994)\, einer niederländischen Künstlerin mit Wurzeln in der Sinti-Kultur\, getreten\, der zu neuen\, von beiden Künstler:innen entwickelten Werken führte\, die in der aktuellen Sammlungspräsentation des Bonnefanten Museums Dream On gezeigt werden. Die Ausstellung erkundet eine neue Linie der Sammlung Bonnefanten und präsentiert über zwanzig Künstler:innen\, die die Welt in unsicheren und beängstigenden Zeiten versuchen zu ordnen. Die Künstler:innen setzen politisch und sozial engagierte Themen wie Dekolonialisierung und intersektionalen Feminismus auf die Tagesordnung. Sie beanspruchen einen Platz für marginalisierte Gruppen und verschwundene Kulturen und damit für unterrepräsentierte Geschichten. Die Künstler:innen prangern Ungerechtigkeiten an\, tun dies aber oft auf eine unbekümmerte und humorvolle Art und Weise. \nMałgorzata Mirga-Tas: This is not the end of the road\n08.06.2024 – 30.03.2025 \nBonnefanten Museum \n
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SUMMARY:BALANCED. Haus des Papiers.
DESCRIPTION:In der bereits siebten Ausstellung des Haus des Papiers vereinen sich die Werke der Preisträger:innen des Paper Art Awards 2024 und dem Sommerprojekt Paper Future Lab by Haus des Papiers. Erstmals im Museum gezeigt werden die herausragenden Arbeiten zeitgenössischer Papierkunst von ASAREH AKASHEH (Gold)\, LEONIE MERTES (Silber)\, RIKUO UEDA (Silber)\, HIROYUKI ABE (Bronze) und NORIKO AMBE (Bronze). Die Künstler:innen befassen sich dabei mit Papier als Materialität\, erforschen Papier in seinen verschiedenen Formen und Schichten oder geben wortwörtlich den Pinsel an die Natur ab.\nIn den Themenkreis Natur als Sprachrohr der Kunst reihen sich Arbeiten des Paper Future Lab by Haus des Papiers ein. Das berlinweite Projekt thematisiert Schnittstellen und Vernetzungen zwischen Nachhaltigkeit\, Wissenschaft\, Kunst und Papier und bringt mit diesen Ansätzen die neue Ausstellung in Balance.\nDie Ausstellung ist bis 08.12.2024 immer Freitags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr im Haus des Papiers zu sehen. \n
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SUMMARY:A Streetcar Named Desire. Kang Contemporary.
DESCRIPTION:In der Ausstellung A Streetcar Named Desire inszeniert Kang Contemporary mit dem\nKünstler Frank Jimin Hopp eine postmoderne Travestie. Die Gegenwart wird in ihrer lebensbedrohlichen Absurdität als Ort der Paradoxie dargestellt\, an dem ein ästhetisch genährter Konsumfetisch sich vor dem Hintergrund globaler Weltuntergangsszenarien fortsetzt: Wo ein zunehmendes Flugaufkommen über schmelzenden Gletschern dazu einlädt\, in 10.000 Metern Höhe sentimental zu werden; wo ein Golfturnier vor dem Horizont brennender Wälder ausgetragen wird – den erschwerten Sichtverhältnisse zum Trotz – und\, wo in der Hitze kollabierende Torten mit ungehemmter Freude verzehrt werden. \nKonzeptionell knüpft Kang Contemporary damit an das globale Phänomen der Müdigkeits-\ngesellschaft an\, welche in Anbetracht immer neuer Krisen\, trotz akutem Handlungsbedarf\, zu\neiner gefährlichen Passivität neigt. Kern der Ausstellungsästhetik ist es\, die Paradoxie der Krise und ihre ambivalenten Bilder in Erfahrung treten zu lassen. Die Szene wird dazu als Banquet mit Keramiken\, Skulpturen sowie Malereien konzipiert. Thematischer Knotenpunkt ist das Feuer\, als ambivalente Metapher von kulturellem Fortschritt und Zerfall\, dass gleichsam den Krisenherd der Katastrophe anheizt. \n
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SUMMARY:BAUBAU: Ein Spielort für Kinder.
DESCRIPTION:Das Spiel\nAlle Kinder haben den Drang zu spielen. So lernen sie\, sich und die Welt zu begreifen. Gerade das offene\, selbstbestimmte Spiel ist für die emotionale und soziale Entwicklung von großer Bedeutung. Das pädagogische Konzept für BAUBAU basiert deshalb auf den Grundlagen des freien Spiels: Hier gibt es die Zeit\, den Raum und die Erlaubnis für Kinder\, ihren eigenen Bedürfnissen und Interessen zu folgen. Begleitet werden sie dabei von Playworker*innen – geschulten Mitarbeiter*innen\, die eine sichere und unterstützende Umgebung schaffen\, in der Kinder frei spielen können.\nDie Kunst\nNach dem Vorbild von The Model – einem Abenteuerspielplatz des Künstlers und Aktivisten Palle Nielsen und der Journalistin und Aktivistin Gunilla Lundahl\, der 1968 am Moderna Museet in Stockholm gezeigt wurde – sind hier die Regeln außer Kraft gesetzt\, die sonst an Kunstorten gelten: Kinder sind dazu eingeladen\, sich breit zu machen und Spaß zu haben. \nBAUBAU stellt so spielerisch infrage\, was ein Museum oder eine Kunstinstitution sein soll. Die umfassende Raumgestaltung\, die Kerstin Brätsch entwickelt hat\, ist voller Bezüge und Anregungen: Elemente aus ihren früheren Werken\, wie Marmorierungen\, Malereien oder Stuckmarmorarbeiten\, tauchen hier in veränderter Gestalt und Materialität wieder auf. Die Tapeten\, Vorhänge\, Stoffe und Sitzmöbel sind bewohnt von Dinosauriern\, fantastischen Wesen\, Termitenhügeln und abstrakten Elementen. Mit ihren komischen\, lustigen\, vielleicht auch etwas unheimlichen Formen schaffen sie einen offenen Rahmen für das freie Spiel. \nKerstin Brätschs Praxis ist darauf ausgelegt\, Einflüsse von außen zuzulassen und aufzunehmen. Hat sie bisher mit Künstler*innen oder Kunsthandwerker*innen zusammengearbeitet\, so tut sie dies nun auf ganz andere Weise mit Kindern: Sie lädt die Kinder dazu ein\, den Raum nach ihren eigenen Ideen und Vorstellungen und ohne das Einwirken der Künstlerin auf unvorhersehbare Weise umzugestalten und weiterzuentwickeln. \nKuratiert von Jenny Schlenzka\, Direktorin\, Patrizia Dander\, Stellvertretende kuratorische Direktorin\, und Sonja Borstner\, Assistenzkuratorin \n
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LOCATION:Gropius Bau\, Niederkirchnerstraße 7/ Ecke Stresemannstr. 110\, Berlin\, 10963
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SUMMARY:Yasuhiro Ogawa – Into the Silence & The Dreaming.
DESCRIPTION:Yasuhiro Ogawa gilt als eine der neuen starken Stimmen in der japanischen Fotografie. Durch seine einzigartigen Perspektiven und emotionale Tiefe fängt Yasuhiro Ogawa die Schönheit und das Mysterium des Reisens ein und schafft Bilder\, die sowohl zeitlos als auch eindrucksvoll sind. In seinen Arbeiten werden die klassischen Motive und kontemplative Haltung der japanischen Landschaftsfotografie neu erzählt. \nDie Galerie Buchkunst Berlin präsentiert eine Auswahl dieser Fotografien zum ersten Mal ab dem 7. September 2024 in Deutschland\, Berlin. Zur Eröffnung wird der Kurator und Dozent für Fotografie\, Thomas Gust\, ein Gespräch mit Yasuhiro Ogawa über dessen Arbeiten führen. Im Anschluss signiert der Fotograf seine Bücher. \nLandschaften erscheinen\, wie auf einer Leinwand\, durchdringen die beschlagenen Scheiben eines Zuges\, Dunkelheit und Licht grenzen aneinander. Schnee fällt auf sanfte\, abgedunkelte Farben. Die Orte in den Bildern Yasuhiro Ogawas scheinen verwunschen zu sein. \nFür seine aktuelle Serie „Into the Silence“\, Mittelpunkt unserer Ausstellung\, folgte Ogawa den Spuren des Haiku-Dichters Matsuo Bashō\, der im 17. Jahrhundert den Norden Japans durchwanderte. Die Gedichtsammlung\, die auf dieser Reise\, heute unter dem Titel Oku no Hosomichi (Der schmale Weg in den tiefen Norden) bekannt\, entstanden\, verbinden die komplexe und vielschichtige Ausdrucksform des Haikus mit Naturbeschreibungen eines größtenteils noch unbekannten Territoriums (die japanische Besiedlung von Hokkaidō erfolgte größtenteils erst im 19. Jahrhundert) schufen dadurch auch einen bedeutenden nationalen Gründungsmythos Japans. \nOgawa folgt der Route Bashōs für 10 Jahre und es entstehen Farbfotografien\, welche die Umwelt in Traumlandschaften verwandeln. Diese Verwandlung des Ortes bleibt aber immer im Status der Verbindlichkeit des realen Momentes. Die kräftigen Farben erzeugen abstrakte Trennungen in den Bildkompositionen\, dadurch wirken die Aufnahmen fragil und offen. So wie die Stimmung eines Haiku beim Lesen nachklingt\, so treten wir in die auratischen Bildräume Yasuhiro Ogawas ein und verlieren uns darin. \nEinen weiteren Einfluss stellen die japanischen Holzschnitte dar\, welche ab Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden und deren Traditionen bis heute in Japan ununterbrochen fortgeführt werden. Durch die Welle des Japonismus am Ende des 19. Jahrhunderts wurden die farbigen Druckgrafiken in Europa populär. Der Einfluss japanischer Holzschnitte auf Künstler der klassischen Moderne\, welche wesentliche Elemente konsequent in ihre malerischen Techniken übernahmen\, ist durch die Sammlungen und Kopien der Drucke von Künstlern wie Vincent van Gogh\, Paul Gauguin und Edvard Munch belegt. In diese Tradition lassen sich auch Ogawas Farbfotografien\, mit der von ihnen ausgehenden Stille\, der intensiven und abstrakten Farbigkeit\, und der Anwesenheit von Natur und Naturereignissen\, verstehen. \nDie verlangsamte und kontemplative Haltung der Bilder erzählt von der Freiheit des Unterwegs-Seins\, der Einfachheit des Lebens. Die Fotografien Ogawas verstärken unsere innere Sehnsucht nach dem ursprünglichen Erlebnis der Natur außerhalb unserer selbst geschaffenen\, immer künstlicheren Lebensstrukturen. \nIm Alter von 23 Jahren entdeckt Ogawa die Aufnahmen von Sebastião Salgado und beginnt daraufhin selbst intensiv zu fotografieren. Für seine Bilder reist er jahrelang durch Asien\, Mittelamerika und Zentralasien. \nIn der Serie „The Dreaming“ hält er 2019 Rückschau\, versammelt eine Auswahl der Schwarz-Weiß-Fotografien aus dieser\, ein Viertel Jahrhundert andauernden\, Suche. In diesen Aufnahmen vermischt Ogawa Unschärfen\, Dunkelheit und grobe Körnungen mit einer lyrischen Haltung und harmonischen Elementen. Die Balance dieser Verbindung und der Charakter der Abwesenheit dieser Orte erzeugen ein verstärktes emotionales Erlebnis des Betrachtens. Mit der gleichnamigen Buchpublikation erlangt der Fotograf internationale Bekanntheit. \nDer Künstler lebt und arbeitet in Tokyo. Er zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Fotografen Japans und wurde für seine Bilder unter anderem mit dem Taiyo Award und dem Newcomer Award der Photographic Society of Japan ausgezeichnet. \nDie Fotografien von Yasuhiro Ogawa sind in limitierten Auflagen als Silbergelatine Handabzüge und Fine Art Baryta Prints erhältlich. Wir freuen uns\, Ihnen weitere Informationen zu den verfügbaren Werken geben und Sie bei der Auswahl des Prints unterstützen zu können. Kontaktieren Sie die Galerie Buchkunst Berlin per E-Mail unter info@buchkunst-berlin.de oder telefonisch unter der Nummer +49.30.21802540\, um Ihre Interessen zu besprechen oder einen persönlichen Termin zu vereinbaren. \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/yasuhiro-ogawa-into-the-silence-the-dreaming/
LOCATION:GALERIE UND VERLAG BUCHKUNST BERLIN\, Oranienburger Str. 27\, Berlin\, 10117
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SUMMARY:Uwe Lausen. Ohne Risiko ist das Leben langweilig
DESCRIPTION:Parallel zum Abstrakten Realismus und dem Minimalismus entwickelt sich in den USA und Großbritannien die Pop Art\, die in den 1960er Jahren zur dominierenden Kunstrichtung wird und auch nach Deutschland herüberschwappt. Ihre Motive findet sie in der Welt des Konsums\, der Markenkultur und der Massenmedien. Sechs Jahrzehnte später wirft die Galerie Michael Haas einen Blick zurück – und widmet ihre Ausstellung einem besonderen Vertreter: Uwe Lausen (1941-1970)\, dessen Werk zu den stärksten Positionen figurativer Malerei der 1960er Jahre in Deutschland zählt und eine radikale Variante der Pop Art mit sich bringt. Auf der Zielscheibe: Der bürgerliche Spieß und die deutsche Verdrängungskultur. \nUwe Lausen zeigt schon als Kind eine musikalische und künstlerische Begabung\, gleichzeitig ist seine Jugend geprägt von verzweifelter\, aggressiver Kritik an gesellschaftlichen Zwängen in dem von autoritären Strukturen bestimmten Nachkriegsdeutschland\, die ihn schon in der Schule gegen seine Umwelt rebellieren lässt. Nach einem nur widerwillig im beschaulichen Tübingen begonnenen Philosophiestudium geht er nach München und schreibt sich für Rechtswissenschaften ein\, die er jedoch schnell zugunsten von literarischen Projekten aufgibt. Sehr bald danach verschiebt sich sein Interesse abermals\, als sein unbändiger Aktionismus und seine „Lautstärke“ innerhalb der Münchner Szene ihn in Kontakt mit der Künstlergruppe SPUR (Lothar Fischer\, Heimrad Prem\, Helmut Sturm und HP Zimmer) und der Situationistischen Internationale (S.I.) – einer europaweit agierenden Avantgardebewegung\, dessen Mitglied Asger Jorn (1914-1973) dem Anfänger Lausen als Ausgangspunkt und Inspiration für erste expressiv farbgewaltige Bilder dient\, bringen. \nIn HP Zimmers (1936-1992) Atelier beginnt der 19-Jährige zu malen. Er schreitet rasant in seiner künstlerischen Entwicklung voran und entfernt sich vom Vorbild der Künstlerkollegen. Mit neuer Bildsprache emanzipiert er sich bereits 1963 von seinem Debutwerk: zunehmend erzählerisch\, hin zu surrealen Körperandeutungen\, die in späteren Arbeiten in comicartiger Dramaturgie deformiert werden. In seiner letzten Werkphase von 1968/69 wird der Körper vollends entmenschlicht\, er ist nun in radikaler Konsequenz Material selbst. Vor allem in der ersten Hälfte seines Schaffens experimentiert Lausen mit verschiedenen Materialien und dem Auftrag auf der Bildfläche\, in nur neun Jahren Schaffenszeit durchläuft der Autodidakt unterschiedlichste stilistische Konzeptionen der westlichen Kunstgeschichte der 1960er Jahre. „Entwicklung ist mir wichtiger als Zustand\, Wandlung wichtiger als Festigkeit“\, schreibt er in sein Tagebuch. \nBeitragsbild: Uwe Lausen\, Tube gelb-grün und blauer Stuhl\, 1968\, Acrylic on canvas\, 100 x 140 cm \nUwe Lausen. Ohne Risiko ist das Leben langweilig\n09.09.2024 – 08.11.2024\nEröffnung und Gallery Night Freitag\, 13.09.2024\, 18-22 Uhr \nGalerie Michael Haas \n
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SUMMARY:Pamela Rosenkranz. Spill Retina
DESCRIPTION:Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Berlin wird die Künstlerin im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) eine neue ortsspezifische Installation realisieren. \n
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LOCATION:Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)\, Chausseestrasse 128 / 129\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:Santiago Sierra. Der Zeitgeist
DESCRIPTION:n.b.k. Fassade \n
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SUMMARY:Yoko Ono. FLY
DESCRIPTION:n.b.k. Billboard \n
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SUMMARY:Pier Paolo Pasolini. Porcili
DESCRIPTION:Die Ausstellung zeichnet Pasolinis Schaffen und Gedankenwelt nach und widmet sich dem visionären Leben und Werk des Regisseurs\, Dichters und Denkers. Pasolinis radikale Diversität und seine Auflehnung gegen soziale Konventionen haben innerhalb der italienischen Gesellschaft der 1950er bis 1970er Jahre stets Anstoß erregt. Er provozierte vor allem durch seine Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei und durch seine offen gelebte Homosexualität. Ihm widerfuhr öffentliche Verhöhnung bis hin zu gerichtlicher Verfolgung. 1975 wurde er unter nicht ganz geklärten Umständen ermordet. Die Ausstellung im n.b.k. zeichnet eine Chronik dieser Ereignisse und führt die Brutalität von Pasolinis Verfolgung vor Augen. Sie dokumentiert die systematische Diskriminierung eines Andersdenkenden\, der zwischen Gerichtssälen\, Straßenangriffen\, Zensur und Spott den Körper der Freiheit besang. \nEin Projekt in Kooperation mit der Fondazione Centro Sperimentale di Cinematografia – Cineteca Nazionale\, Rom\, und dem Babylon Kino\, Berlin.\nMit freundlicher Unterstützung der Deutschen Akademie Villa Massimo\, Rom \n
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LOCATION:Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)\, Chausseestrasse 128 / 129\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:Rebecca Horn: Concert of Sighs.
DESCRIPTION:Mit der Ausstellung „Concert of Sighs“ zeigt die Galerie Thomas Schulte eine raumgreifende Installation von Rebecca Horn aus dem Jahr 1997. Die für die Biennale von Venedig entstandene Arbeit verbindet visuelle und akustische Elemente zu einem eindringlichen Bild der Zerstörung aus zerbrochenen Steinen\, Betonfragmenten und Holzlatten\, aus denen geschwungene Kupferrohre mit Trichtern wie Pflanzen sprießen. Das Werk fügt sich in Horns umfangreiches Oeuvre ein\, das die Grenzen zwischen den verschiedenen künstlerischen Disziplinen aufhebt und eine tiefe emotionale Resonanz erzeugt. Weitere malerische und neuere skulpturale Arbeiten ergänzen die Ausstellung und zeigen exemplarisch Horns Schaffen der letzten 25 Jahre. \n
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LOCATION:Galerie Thomas Schulte\, Charlottenstraße 24\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:Allan McCollum: The World:  A Moment in Time.
DESCRIPTION:Mit „The World: A Moment in Time“ (2024) nimmt Allan McCollum seine umfassende\, ergreifende Installation „Each and Every One of You“ (2004) wieder auf—anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Arbeit. Das neue Werk\, das von der Galerie Thomas Schulte zum ersten Mal in Berlin gezeigt wird\, nimmt eine noch weitreichendere Perspektive ein und passt sich den Veränderungen in der geopolitischen Landschaft und den gesellschaftlichen Diskursen in den zwei Jahrzehnten seit seiner ursprünglichen Konzeption an. \n
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LOCATION:Galerie Thomas Schulte\, Charlottenstraße 24\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:Deutsche Bank „Artist of the Year“ 2024 – Rohini Devasher zeigt im PalaisPopulaire ihre erste Einzelausstellung in Europa
DESCRIPTION:Rohini Devasher (*1978\, Neu-Delhi) ist „Artist of the Year“ 2024 der Deutschen Bank. Anlässlich dieser Auszeichnung präsentiert das Berliner PalaisPopulaire vom 12. September 2024 bis zum 10. März 2025 unter dem Titel Borrowed Lightdie erste Einzelausstellung der indischen Künstlerin in Europa. \nSeit 2010 zeichnet die Deutsche Bank jährlich einen Kunstschaffenden aus und bietet so neuen Positionen in der aktuellen Kunst eine Plattform. Rohini Devasher wurde vonStephanie Rosenthal\, Direktorin des Guggenheim Abu Dhabi Project\, vorgeschlagen\, die bis 2022 den Berliner Gropius Bau leitete. „Rohini Devasher nutzt einen forschungsbasierten Ansatz\, um komplexe Erzählungen zu schaffen\, die sich mit den Dringlichkeiten unseres täglichen Lebens befassen“\, so Rosenthal. \nDer Titel ihrer Schau\, Borrowed Light\, bezieht sich auf das Licht\, das in der Astronomie eine zentrale Rolle spielt. Gleichzeitig ist es ein architektonischer Begriff für reflektiertes Licht oder Licht\, das aus einem angrenzenden Raum „geliehen“ wird\, um einen sonst dunklen Raum oder Durchgang zu erhellen. Für Devasher ist Borrowed Light eine Meditation über Vergänglichkeit\, Licht und Zeit. \nKuratiert wurde die Ausstellung von Britta Färber\, Leiterin Kunst & Kultur der Deutschen Bank. „Rohini Devashers Werk versetzt uns buchstäblich in kosmisches Staunen“\, sagt Färber. „Akribisch recherchiert und zugleich poetisch richtet es den Blick in den Sternenhimmel – und dann zurück auf uns und eröffnet Perspektiven\, über ein solidarisches Miteinander auf unseren Planeten nachzudenken.“ \nRohini Devasher – Borrowed Light\nDeutsche Bank „Artist of the Year“ 2024\n11.9.2024 – 10.3.2025 \nPalaisPopulaire \n
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SUMMARY:Patricia Belli - Dirt and Myth
DESCRIPTION:Mit „Dirt and Myth“ zeigt die daadgalerie die erste Einzelausstellung der Künstlerin Patricia Belli. Geboren 1964 in Managua\, Nicaragua\, lebte und arbeitete Belli 2021/2022 als Fellow des Berliner Künstlerprogramms in Berlin. \nPatricia Belli lässt sich nicht auf eine Disziplin festlegen\, sie arbeitet mit Fasern\, Alltagsgegenständen und handgefertigten Materialien\, mit denen sie die Verflechtung zwischen Körpern und Systemen ebenso erforscht wie das prekäre Gleichgewicht\, in dem sich diese angesichts von Strukturen der Gewalt befinden. Über Themen wie Gender\, Sexualität und Veränderungsprozesse bringen ihre Arbeiten eine strukturelle Sprache zum Vorschein\, die – bestimmt durch eine Vielzahl an Sehnsüchten – Gestalt annimmt. Ausgehend vom Körper und von gelebten Erfahrungen aktiviert Patricia Belli physische Empfindungen als Wissensarchiv und Ort der Artikulation. Durch Nähen und andere handwerkliche Tätigkeiten verleiht sie all jenem\, was fragil\, weiblich und anderweitig gefährdet ist\, Textur. Marginalisierten Körpern\, zwischen lokalen und globalen Kontexten\, gibt sie eine Form\, und entwickelt damit eine Gegenpoetik zu heteropatriarchalen Systemen. \nIn der daadgalerie werden um die 25 Werke der Künstlerin aus unterschiedlichen Schaffensperioden gezeigt\, die seit Mitte der 1990-er Jahre bis heute entstanden sind. Zu sehen sind skulpturale Objekte\, Video-Arbeiten\, sowie eine neue Version der Installation „El Circo“ aus dem Jahr 2001\, die einen wichtigen Ankerpunkt in Bellis Gesamtwerk darstellt. In der für die Ausstellung „Dirt and Myth“ neu entstandene Siebdruck-Serie „Tierra Quemada“ (2024) und der Video-Arbeit „Recuerdos“ (2022) rückt Belli aktuelle gesellschaftliche Krisen\, wie den Klimawandel und Krieg in den Vordergrund. \nIhr Studium absolvierte Belli in den Vereinigten Staaten zur Zeit der Contra-Kriege (1981–90) in Nicaragua\, die von den USA unterstützt wurden. Nachdem sie an der Loyola University einen BFA in bildender Kunst erworben hatte\, kehrte sie 1987 nach Managua zurück. 1990 wurde sie Teil eines KünstlerInnenkollektivs namens ArteFacto. Die nicht besonders langlebige\, aber wegweisende Gruppierung verfolgte einen interdisziplinären Ansatz\, verbunden mit Performance als Methode und einer experimentellen Ästhetik\, die den Status quo bewusst herausforderte. Mit Unterstützung eines Fullbright-Stipendiums machte Patricia Belli 2001 ihren MFA-Abschluss am San Francisco Art Institute. Im selben Jahr kehrte sie nach Nicaragua zurück\, wo sie EspIRA (dt: Raum für künstlerische Forschung und Reflexion) gründete\, ein experimentelles pädagogisches Projekt\, das sich auf der Basis von kollektivem Dialog und gemeinschaftlichem Lernen kontinuierlich weiterentwickeln sollte. \nVerankert in einem Ethos der Selbsterkundung\, verbunden mit der Erforschung spezifischer Materialien\, untersuchen Bellis frühe Arbeiten weiblich konnotierte Körperlichkeit(en) anhand genderspezifischer Zuschreibungen von Alltagsgegenständen. In Werken wie „Herida“ (1995) und „Novia“ (1995) hinterfragt sie Konstruktionen von Weiblichkeit anhand der sensuellen Beschaffenheit von Frauenkleidung. Die von der Künstlerin verwendeten\, aus den Vereinigten Staaten importierten Second-Hand-Kleidungsstücke tragen affektive Rückstände\, in denen die Körper\, die sie einst trugen\, und deren Geschichte nachleben. In „Triángulo“ (2000) setzt sie ihre somatischen Untersuchungen fort\, indem sie sich häuslichen Objekten zuwendet\, um anthropomorphe Strukturen zu schaffen\, in denen sich die systemischen Voraussetzungen von Zwängen offenbaren. Zur selben Zeit entstand Bellis großformatige Installation „El Circo“ (2001)\, die – in den Worten der Künstlerin – das „Risiko des Zirkusspektakels und die Melancholie des Zirkuslebens“ thematisiert\, die der Machismo hervorruft. \nIn ihren neueren Arbeiten greift Belli die Themen Fragilität und Gewalt in teils partizipativen Installationen und Objekten auf. In Arbeiten wie „Pesadilla“ (2019) zeigen sich Zyklen der Gewalt\, die das prekäre Verhältnis von Körpern und Objekten thematisieren. Wenn Körper zu Objekten werden\, die von größeren Unterdrückungssystemen misshandelt werden\, verlieren sie den Boden unter den Füßen. Neben diesen Arbeiten stellt die Künstlerin Stoffe in den Vordergrund\, mit deren Hilfe sie untersucht\, wie sich Strukturen der Gewalt und automatisierte Systeme auf die Mechanismen des Körpers und der Natur im weiteren Sinne übertragen. So auch in „Cielo de Leche“ (2019)\, wo eine feine weiße Decke mit euterähnlichen Ausstülpungen über den Betrachtenden hängt – wie der Himmel eines Versprechens von Milch. Knapp außer Reichweite positioniert\, ruft die Arbeit ein zartes und doch bedrohliches Gefühl hervor\, das verdeutlicht\, wie dünn der Schleier ist\, der Erziehung und strukturelle Gewalt trennt. \nPatricia Belli lebt und arbeitet in Managua\, Nicaragua. Zu ihren Einzelausstellungen gehören: „Ser\, sin serlo“ in der Villa Vassilief\, Frankreich\, wo sie ein Pernod Ricard Fellow war (2018); „Equilibrio y Colapso“ in TEOR/éTica\, Costa Rica (2016)\, Fundación Ortiz Gurdián\, Nicaragua (2017)\, ArteCentro Graciela Andrade de Paiz\, Guatemala (2017); und „Frágiles“ in TEOR/éTica\, Costa Rica (2015). Bellis Arbeiten wurden zudem in Gruppenausstellungen bei ARCO\, Madrid (2021)\, der 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (2018)\, der 38. EVA International\, Irland (2018)\, der 58. Carnegie International\, Chicago (2022) und bei Parallel Oaxaca (2024) gezeigt. \nPatricia Belli – Dirt and Myth\n12. September – 10. November 2024 \ndaadgalerie \n
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SUMMARY:Rohini Devasher: Borrowed Light.
DESCRIPTION:Die 1978 geborene indische Künstlerin Rohini Devasher beschäftigt sich in ihrer forschungsintensiven Praxis mit den Grenzgebieten zwischen Wissenschaft\, Kunst und Philosophie. Dabei interessieren Devasher wissenschaftliche Experimente und neue Formen spekulativer Erzählungen\, die von menschlichen und nicht-menschlichen Lebensformen handeln. Borrowed Light\, Devashers erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland\, ist geprägt von ihrer langjährigen Auseinandersetzung mit der Astronomie\, in der das Licht eine zentrale Rolle spielt. \n„Borrowed Light“ ist ein Begriff aus der Architektur. Er bezeichnet reflektiertes\, „geliehenes“ Licht\, das zum Beispiel aus einem Nebenraum „geliehen“ wird\, um einen ansonsten dunklen Raum zu erhellen – oder etwa das Mondlicht\, das ursprünglich von der Sonne stammt. Die Ausstellung lädt dazu ein\, darüber nachzudenken\, wie Astronom*innen sichtbare Objekte nutzen\, um für uns unsichtbare Objekte\, wie etwa die Dunkle Materie\, zu verstehen. Diese sendet keine elektromagnetischen Wellen wie Licht aus und ist daher nicht visuell\, sondern nur durch ihre gravitativen Auswirkungen auf andere Objekte im Universum aufspürbar. \nIm Mittelpunkt steht Devashers Vierkanalfilm „One Hundred Thousand Suns“ (2023)\, der die Geometrie von Erde\, Mond und Sonne sowie die Beziehung zwischen einem astronomischen Ereignis und der Zivilisationsgeschichte des entsprechenden Ortes untersucht. Der Film basiert auf mehr als 100 000 Aufnahmen der Sonne\, die Forscher*innen über einen Zeitraum von 120 Jahren im Observatorium von Kodaikanal in Südindien dokumentiert haben. Rohini Devasher zeigt\, wie vielschichtig die Prozesse des Sehens sein können und wie schmal der Grat zwischen Wissen und Geheimnis sein kann. \n
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SUMMARY:KVOST Stipendium & Claus Michaletz Preis
DESCRIPTION:Grenzland: Wo beginnen und wo enden nationale und kulturelle Identitäten? An welcher Stelle überschneiden sich offizielle und private Geschichtsschreibungen? Was ist sichtbar und was bleibt dem Blick verborgen? \nAusgangspunkt der bei KVOST gezeigten Arbeiten von Magdalena Ciemierkiewicz bildet ihr Heimatdorf Koniaczów\, gelegen im südöstlichen Zipfel Polens\, einem historisch multiethnisch und multireligiös besiedelten Gebiet nahe der ukrainischen Grenze. \nNach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die ukrainischen Dorfbewohner:innen\, bei denen Ciemierkiewicz‘ Großmutter aufgewachsen war\, während der Operation Weichsel von der kommunistischen Regierung gewaltsam vertrieben und ihre Häuser in Brand gesteckt. Seit Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine fliehen Ukrainer:innen notgedrungen erneut in diese Region. \n„Ich erzähle die Geschichte meines Dorfes bewusst aus der Perspektive der dritten Generation“\, erklärt Ciemierkiewicz. „Ich möchte aufzeigen\, wie generationale Verletzungen sich bis heute fortschreiben\, besonders in der Peripherie\, wo die Vergangenheit noch dringender aufgearbeitet werden muss als in den Großstädten. Ich verstehe meine Arbeit als Teil einer neuen Erinnerungskultur.“ \nEin Teil der gezeigten Arbeiten reinterpretiert ethnografische Artefakte des ehemaligen ukrainischen Stryvihor Museums. Im Jahr 1932 in Przemyśl gegründet\, nur einen Steinwurf von ihrem Dorf entfernt\, umfasste das Museum die umfangreichste Sammlung der marginalisierten ukrainischen Volkskunst der Region. Während der sowjetischen Besatzung wurde ein Teil der Objekte gestohlen\, der Rest ging nach 1945 an das Nationalmuseum in Przemyśl\, wo die Objekte eingelagert wurden und der Öffentlichkeit bis heute nicht zugänglich sind. Jetzt\, während des andauernden Krieges in der Ukraine\, sieht Ciemierkiewicz den richtigen Zeitpunkt\, um über die Sichtbarkeit der Ukrainer:innen in Polen und die Gestaltung einer offeneren Kultur und eines offeneren Staates\, auch in der Peripherie\, zu sprechen. \nFür ihre Ausstellung im KVOST rekreierte sie traditionelle Stickmotive auf beinahe 100 Jahre alten\, von Frauen aus dem ukrainisch-polnischen Grenzgebiet handgewebten Leinenstoffen. Der Einsatz feminin konnotierter textiler Materialien eröffnet spirituelle Perspektiven auf die Idee von Gemeinschaft und dient als bewusster Kontrapunkt zum männlich dominierten Kriegsgeschäft. \nDie Fragilität der textilen Strukturen\, teilweise von Motten zerfressen und in Auflösung befindlich\, stehen sinnbildlich für die Brüchigkeit von Erinnerungen\, die ständig gepflegt werden müssen. Ciemierkiewicz überführt das Fragmentarische der historischen Stücke in ihre Arbeit und erschafft daraus ein neues Ganzes. \nZwischen 1941 und 1944 wurden die Felder um das Dorf Koniaczów zum Schauplatz unbeschreiblicher Grausamkeiten. Die Nazis töteten Tausende von Kriegsgefangenen und Zivilisten verschiedener Nationalitäten und errichteten am Ende des Krieges ein Krematorium\, in dem ihre Leichen verbrannt wurden. Als Kind streifte die Künstlerin über diese Felder\, ohne deren Geschichte zu kennen. Durch Akte des Gedenkens an Orte\, an denen es keine Spuren der begangenen Verbrechen gibt\, zeigt Ciemierkiewicz neue Formen des Erinnerns auf\, die dem zeitgenössischen Kontext und der interkulturellen Vielfalt der Opfer Rechnung tragen. \nEine textile Installation aus dunkler Wolle versinnbildlicht die fruchtbaren Ackerböden\, die stumme Zeugen von Kriegsverbrechen wurden. Der Titel der Ausstellung\, RAPESEED\, spielt bewusst mit der Doppeldeutigkeit des englischen Begriffs\, der zum einen für den gelben Raps steht\, der der ukrainischen Fahne neben dem Blau des Himmels ihre Farbe gibt\, zum anderen die Schrecken vergangener und gegenwärtiger Kriege benennt. \nZu einer Zeit\, in der nationalistische Tendenzen wieder auf dem Vormarsch sind\, zeigt Ciemierkiewicz auf\, dass kulturelle Identitäten im Grenzland schon immer fluide waren und untersucht Traditionen trans-nationaler Solidarität zwischen allen dort lebenden Menschen. \nIn Zusammenarbeit mit der ukrainischen Künstlerin Diana Sozonova entstand eine Installation aus Pysanky\, nach traditionellen ukrainischen Motiven bemalte Eierschalen\, nach Vorlagen aus dem Archiv des Stryvihor Museums. Als Symbol stehen die Pysanky für die Befreiung des Bodens aus der Starre des Winters\, für das Kommen des Frühlings\, für neue Hoffnung und Leben. \nText: Diana Weis / 2024 \nCiemierkiewicz (geb. 1992) studierte an der Akademie der Schönen Künste in Warschau (MFA 2016). Derzeit lebt sie in Warschau. Sie stellte u.a. aus bei: 14. Manifesta Biennial\, Kosovo XS\, 2022; Galeria Biała in Lublin\, 2022; Labirynt Lublin\, 2022; HOS Gallery\, Warschau\, 2022; DIM\, Ukrainian House\, Warschau 2022; Tiger Strikes Asteroid\, Los Angeles\, 2024. Sie war im Secondary Archive\, Katarzyna Kozyra Foundation\, 2022 und nahm teil am Visegrad Fund\, ISCP\, Artistic Residency in New York\, 2024. \nDie Ausstellung ist Teil der Berlin Art Week / Featured Selection \n
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LOCATION:KVOST – Kunstverein Ost\, Leipziger Strasse 47\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:Sara Ouhaddou - Display
DESCRIPTION:Für ihrer Einzelausstellung Display in der ifa-Galerie Berlin erkundet Sara Ouhaddou\, wie beide ineinandergreifen und verwischt die Grenzen der klassischen „Auftragsvergabe“. Marokkanisches Kunsthandwerk wurde in seiner Vielfalt einbezogen\, in Auftrag gegeben oder gemeinschaftlich mit den Kunsthandwerker:innen produziert. Die Ausstellung wird von einer Klanginstallation der Komponistin Leila Bencharnia begleitet\, die auf Sara Ouhaddous Arbeit reagiert. \nSara Ouhaddou lebt und arbeitet zwischen Marokko und Frankreich. In Frankreich als Tochter einer marokkanischen Familie geboren\, ist ihre künstlerische Praxis geprägt von einem ständigen Dialog zwischen beiden Kulturen. In ihrer Arbeit strebt sie ein Gleichgewicht zwischen traditionellen Kunstformen und den Konventionen der zeitgenössischen Kunst an und versucht\, in Vergessenheit geratene kulturelle Praktiken in neue Perspektiven zu rücken. Sie erkundet historische Stätten und Objekte\, arbeitet ortsspezifisch und schafft Werke\, die auf Begegnungen mit Gemeinschaften\, Handwerker:innen und Wissenschaftler:innen beruhen. Jedes ihrer Werke ist ein Projekt des Lernens\, des Austauschs von Wissen und des Teilens von intimen oder universellen Geschichten. \nDiese Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit den Kunsthandwerkern:innen Omar und Ihya Abiad\, Mina Hassani\, Mohamed Maroufi\, Fouzia und Saïd Yaagoub sowie der Assabirate Cooperative realisiert. \nDisplay wurde von Meriem Berrada und Alya Sebti kuratiert und wird anlässlich der Berlin Art Week 2024 eröffnet. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum of African Contemporary Art Al Maaden (MACAAL)\, Marrakech. \nSara Ouhaddou – Display\n12. September 2024 – 19. Januar 2025 \nBerlin Art Week \nifa-Galerie Berlin \n
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SUMMARY:Calla Henkel und Max Pitegoff. THEATER FLUENTUM.
DESCRIPTION:Im Rahmen der Berlin Art Week 2024 präsentiert Fluentum THEATER\, eine Einzelausstellung des Duos Calla Henkel und Max Pitegoff\, die sich mit den radikalen Veränderungen von Performance heute auseinandersetzt. THEATER markiert den Beginn ihres gleichnamigen neuen Episodenfilms\, dessen erste drei Folgen im Auftrag von Fluentum entstanden sind und dort im September Premiere feiern. \nSchauplatz und Drehort von Henkels und Pitegoffs neuem Film ist das New Theater Hollywood\, das die beiden seit Januar 2024 in Los Angeles betreiben. In THEATER fließen Fiktion und die Dokumentation der dort stattfindenden Aufführungen ineinander: Die Aufnahmen der Proben im New Theater Hollywood bilden die Grundlage für eine Geschichte über die Figur Kennedy\, gespielt von der Filmemacherin Leilah Weinraub\, die nach einem Autounfall mit ihrem Schmerzensgeld ein Theater erwirbt. In den von Fluentum produzierten ersten drei Episoden des Films zieht Kennedy in das Theater ein und versucht dort ein Ensemble zusammenzustellen. In ihrem Wunsch nach Gemeinschaft sieht sie sich mit der sektenähnlichen Kraft\, die es braucht\, um eine Gruppe zusammenzuhalten\, sowie mit der resoluten Hoffnung auf ein besseres Leben durch Ruhm konfrontiert. Dabei wird Kennedy von Streiks\, Geistern\, Ausbeutung und dem Wahnsinn\, inmitten der Ambitionen anderer Menschen zu leben\, heimgesucht. \nDie fortlaufende Werkserie Casts (2018-) versammelt Porträts alter und neuer (Künstler-)Kolleginnen und -Kollegen\, die Henkel und Pitegoff in ihrer Doppelrolle als fiktive Charaktere und reale Persönlichkeiten dokumentieren. Dicht gehangen und immer wieder neu arrangiert\, lassen die Fotografien mögliche Ensembles entstehen\, aus denen ein vielfältiges Potenzial für Narrative aufsteigt. THEATER schließt an ihren letzten Film Paradise (2020-2022) an\, der über drei Jahre in der vom Duo betriebenen TV Bar in Berlin-Schöneberg gedreht wurde. Beide Filme leben von den unberechenbaren Energien dieser Räume und den Menschen darin. Gelebte Erfahrungen leiten die Erzählungen der Filme und stellen zugleich größere Fragen über Dokumentation\, die Aufführung von Arbeit und kollektive Erinnerung. Auf 16mm-Film gedreht und über Untertitel erzählt\, bewegt sich auch THEATER zwischen Langgedicht und Fotografie\, begleitet von einer Komposition von MK Velsorf. THEATER wird in Form von Episoden fortgesetzt\, solange das New Theater Hollywood besteht. \nKuratiert von Dennis Brzek und Junia Thiede. \n
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SUMMARY:Rirkrit Tiravanija: DAS GLÜCK IST NICHT IMMER LUSTIG.
DESCRIPTION:In DAS GLÜCK IST NICHT IMMER LUSTIG zeigt der Gropius Bau über 80 Werke des Künstlers\, die zwischen 1987 und 2024 entstanden sind. Tiravanija\, der unter anderem in Berlin lebt und arbeitet\, verweist in diesen Arbeiten immer wieder auf kulturelle Klischees und die politischen Verhältnisse in Deutschland. Der Titel der Ausstellung ist Rainer Werner Fassbinders gesellschaftskritischem Film Angst essen Seele auf (1974) entlehnt\, der einen wichtigen Bezugspunkt für Tiravanija darstellt. \n„Kunst hat immer versucht\, den Menschen die Möglichkeit zu geben\, frei zu handeln. Frei zu denken\, frei zu sehen\, frei zu hören.“\n— Rirkrit Tiravanija \nDAS GLÜCK IST NICHT IMMER LUSTIG spannt den Bogen von frühen Installationen über experimentelle 8-mm-Filme und Fotografien bis hin zu regelmäßigen Aktivierungen der partizipativen Arbeiten\, mit denen Tiravanija bekannt wurde. An verschiedenen Tagen können sich Besucher*innen T-Shirts im Siebdruckverfahren mit Tiravanijas Slogans bedrucken lassen oder in einem voll ausgestatteten Proberaum in der Ausstellung Musik machen. Eine Installation lädt mit acht Tischtennisplatten dazu ein\, im kostenlos zugänglichen Lichthof des Gropius Bau Pingpong zu spielen. Mit der spiralförmigen Bühne untitled 2024 (demo station no. 8)\, die täglich Raum für öffentliche Vorführungen bietet\, wird der Lichthof zu einem Ort\, an dem Menschen zusammenkommen und gemeinsam Zeit verbringen können. \nKuratiert von Jenny Schlenzka\, Direktorin\, Gropius Bau\, Yasmil Raymond\, freie Kuratorin\, und Christopher Wierling\, Assistenzkurator\, Gropius Bau\nKuratorische Beratung: Jörn Schafaff\, freier Kurator und Autor \n
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LOCATION:Gropius Bau\, Niederkirchnerstraße 7/ Ecke Stresemannstr. 110\, Berlin\, 10963
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SUMMARY:Memento Abstract. Janine Bean Gallery.
DESCRIPTION:Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen drei zeitgenössische Maler.\nZum einen die Berliner Künstlerin Andrea Damp\, die in ihren kraftvollen Landschaftsbildern von der reichen und vielgestaltigen Szenerie ihrer Heimat\, der Insel Rügen\, ausgeht. Damps Werke sind von der Tradition der romantischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts inspiriert und erweitern zugleich die Grenzen der Abstraktion. Ihre Bilder erzählen Geschichten durch eine sorgfältige Auswahl an Farbe\, Struktur und Licht\, und lassen den Betrachter in eine Welt zwischen Abstraktion und Narration eintauchen. Minimalistische figurative Elemente entstehen in einem fortgeschrittenen Stadium des Malprozesses und erzeugen dynamische Wechselwirkungen innerhalb des Bildraums\, wodurch Assoziationen zu Pflanzen\, Wäldern und Wolken geschaffen werden. Damps expressive Interpretation von Landschaft eröffnet einen Dialog über das Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit\, während Horizonte und Tiefenräume die Vorstellungskraft anregen. \nDer Schweizer Künstler Florian Fausch bewegt sich in seinen Arbeiten zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion im urbanen Raum. Fauschs Werke sind geprägt von geometrischen Kompositionen\, die an Collagen und Schablonen erinnern. Seine Arbeiten sind das Ergebnis eines dynamischen Prozesses\, in dem Realität und Utopie verschmelzen und ein kraftvolles Gesamtbild erzeugen. Fausch\, der an der Kunstakademie Düsseldorf studierte\, verdichtet seine Ideen und bringt frische Perspektiven in die zeitgenössische Malerei ein. \nEbenfalls in der Ausstellung vertreten ist die Keramik-Bildhauerin Beate Höing\, deren plastisches Schaffen eine ganz besondere Verbindung von Materie und Erinnerung thematisiert. Höings Arbeiten überschreiten die Grenzen des Gewöhnlichen\, indem sie alltägliche Objekte mit einem neuen Sinn und einer tiefgreifenden Bedeutung aufladen. Ihr Einsatz von keramischen Materialien hinterfragt die Wahrnehmung von Schönheit und Wert. Eingearbeitete Nippes- und Porzellanfiguren bringen eine nostalgische Dimension in ihre Werke\, die sowohl provokant als auch spielerisch sind und den Betrachtern Raum für Phantasie und Reflexion bieten. \nHannah Jones\, 1990 in Wales geboren\, wird ebenfalls Teil der Ausstellung sein. Ihre Gemälde zeichnen sich durch einen rhythmischen Fluss aus\, der den Betrachtern die Möglichkeit gibt\, die Dynamik ihrer Arbeit nachzuvollziehen und eine eigene Sichtweise zu entwickeln. Jones’ kreative Freiheit in der Abstraktion ermöglicht es ihr\, komplexe emotionale und visuelle Dialoge zu schaffen\, ohne sich an den Konventionen realistischer Darstellung zu orientieren. Ihre internationale Ausstellungserfahrung reicht von Berlin bis New York und bekräftigt ihren Status als aufstrebende Stimme in der zeitgenössischen Kunstszene. \n
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SUMMARY:Ich weiß\, daß ich mich verdoppeln kann - Gisèle Vienne und die Puppen der Avantgarde
DESCRIPTION:Das Georg Kolbe Museum präsentiert im Herbst 2024 erstmals in Berlin das künstlerische Werk der österreichisch-französischen Künstlerin\, Choreografin und Regisseurin GISÈLE VIENNE (1976). Die Ausstellung findet im Rahmen der Berlin Art Week statt und ist Teil eines gemeinsamen Projekts mit dem Haus am Waldsee\, welches das Werk Gisèle Viennes als Einzelausstellung zeigt und den Sophiensælen\, die ihr Stück Crowd aufführen. In der Ausstellung im Georg Kolbe Museum treten Gisèle Viennes zeitgenössische Arbeiten in einen zeitübergreifenden Dialog mit historischen Werken von Künstlerinnen der europäischen Avantgarde – wie CLAUDE CAHUN\, HANNAH HÖCH\, SOPHIE TAEUBER-ARP und EMMY HENNINGS oder auch weniger bekannten wie HERMINE MOOS\, MARIA JAREMA undMILADA MAREŠOVÁ. Diese Begegnung ermöglicht einen einzigartigen Blick auf die vielseitige Verwendung von Puppen in der Kunst der Moderne und der Gegenwart und behandelt unter anderem Themen wie Emanzipation und soziale Kritik. \nGisèle Vienne hat über mehr als zwei Jahrzehnte ein komplexes und eigensinniges Werk geschaffen\, das unsere Wahrnehmungsmuster hinterfragt und neue künstlerische Sprachen einsetzt\, um strukturelle gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Viennes Kreationen\, sowohl auf der Bühne als auch in ihrer visuellen Praxis\, werden zusammen mit Tänzerinnen und Schauspielerinnen entwickelt und sind oft von anthropomorphen Figuren und Puppen belebt. Diese lebensgroßen Puppen\, die in der figurativen Bildhauerei angesiedelt sind\, entfalten eine politische Dimension in Bezug auf den Körper als einen umkämpften Ort\, indem sie kulturell und sozial konstruierte Wahrnehmungsmuster in Frage stellen. Durch ihre räumliche Inszenierung im Großen Atelier des Georg Kolbe Museums erkundet Vienne Sehnsüchte und Ängste einer krisengeschüttelten Jugend\, inszeniert die Empfindungen ihrer Protagonist*innen in ihren politischen und gesellschaftlichen Aspekten und erforscht damit die Sinnlichkeit\, Wut und Kreativität von Jugend- und Gegenkulturen in ihrem ganzen subversiven Potenzial. \nErstmals zu sehen ist Viennes Film Kerstin Kraus\, der 2024 eigens für die Ausstellung im Georg Kolbe Museum fertiggestellt wurde. Der Film beleuchtet die tiefgreifende Beziehung zwischen Mensch und Puppe und untersucht Grenzen der Identität und Selbstdarstellung. Viennes visuelle Erzählweise behandelt Fragen des Daseins und des Todes\, welche die Vielschichtigkeit der menschlichen Psyche darstellen. \nDie Künstlerinnen der Avantgarde suchten gerade nach dieser Vielschichtigkeit\, die in ihrer Nutzung des Puppentheaters als Raum für interdisziplinäre Experimente und als Mittel zur politischen und sozialen Kritik Ausdruck findet. Ausgehend von der zentral präsentierten Werkgruppe Gisèle Viennes zeigt die Ausstellung Künstlerinnen der europäischen Avantgarde\, die in ihren Arbeiten Puppen (Marionetten\, Handpuppen) verwendeten oder sich ihnen durch Posen\, Kostüme oder Bühnenbewegungen annäherten. In der Ausstellung sind unterschiedliche historische Puppen\, Filme und Fotografien zu sehen. Für Künstlerinnen\, die auf der Suche nach neuen Freiheiten und Quellen für die Erneuerung der Kunstsprache waren\, bot das Puppentheater einen ausgezeichneten Raum für interdisziplinäre Experimente\, da es Möglichkeiten eröffnete\, an der Grenze zwischen Disziplinen wie Malerei\, Bildhauerei\, kinetischer Skulptur\, Tanz und Choreografie zu arbeiten. Für die Künstlerinnen wurde die Marionette zu einer neuen\, vollwertigen künstlerischen Ausdrucksform und sie nutzten sie\, um die in der Kunst und der Populärkultur vorherrschenden Stereotypen von Weiblichkeit zu dekonstruieren und die sozialen Beziehungen und bürgerlichen Sitten zu kritisieren. Die Ausstellung im Georg Kolbe Museum bietet somit einen tiefen Einblick in das Themenfeld der Puppen als künstlerische Ausdrucksform. Das titelgebende Zitat stammt von der Mitbegründerin der Dada-Bewegung Emmy Hennings. Es verweist auf die Verbindung historischer künstlerischer Ansätze im Suchen und Finden des Selbst unter gesellschaftlichen Einschränkungen und verbindet so die von Gisèle Vienne behandelten aktuellen Themen in einem zeitlichen Abstand von 100 Jahren. \nDie Ausstellung ist Teil der Kooperation zwischen dem Georg Kolbe Museum\, dem Haus am Waldsee und den Sophiensælen\, die Gisèle Viennes Werk in seiner ganzen Komplexität im Rahmen der Berlin Art Week 2024 in die Stadt bringen und unterschiedliche Zugänge zu ihrer facettenreichen Praxis\, die sich zwischen Skulptur und Installation\, Fotografie und Film\, Choreografie und Theater ansiedelt\, schafft. Während im Haus am Waldsee eine groß angelegte Einzelausstellung von Gisèle Vienne mit dem Titel This Causes Consciousness to Fracture – A Puppet Play (12.09.2024-12.01.2025)\, das gesamte Haus einnimmt\, finden in den Sophiensælen Aufführungen des Stücks Crowd am 14.\, 15. und 16. November 2024 statt. Außerdem wird im Rahmen der Berlin Art Week der Film Jerk vorgeführt\, mit anschließend stattfindendem Künstlerinnengespräch zwischen Gisèle Vienne und Florentina Holzinger am 15. September 2024. \nDer historische Ausstellungsteil im Georg Kolbe Museum wird kuratiert von der Kunsthistorikerin und Kuratorin Joanna Kordjak\, die an der Zachęta – Nationalgalerie für Kunst in Warschau tätig ist. \nIch weiß\, daß ich mich verdoppeln kann – Gisèle Vienne und die Puppen der Avantgarde\n13. September 2024 – 09. März 2025 \nGeorg Kolbe Museum \n
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SUMMARY:Axel Lieber - daily bread
DESCRIPTION:Taubert Contemporary präsentiert „daily bread“ die zweite Einzelausstellung des Künstlers Axel Lieber. Wer hat nicht schon einmal das Innere von frischen Brötchen zu Kugeln oder kleinen Wesen geknetet\, um diese Formen\, mit Verwunderung über den durch die Verdichtung veränderten Geschmack der Krume\, anschließend zu verspeisen. Axel Lieber hat vier Brote und vier Brötchen ausgehöhlt\, um dieses „Daily Bread“ (1995/2024) zu den rustikalen Pantinen einer Familie zu transformieren. \nWas ist unser täglich Brot? Womit beschäftigen wir uns? Welche Anlässe zum Handeln geben uns die Materialien und Gegenstände\, die uns umgeben? Wann werden die Objekte der Handhabung zu Subjekten\, die uns herausfordern? Eine Schublade kann eine Behausung sein. Wir legen sorgsam Wäsche hinein\, als Kind auch mal den Hamster. Axel Lieber dreht und wendet die Schubladen\, stapelt sie zu einem Turm\, baut Bilderrahmen als Fenster ein – und so entsteht daraus ein Gebilde\, in das man sofort einziehen möchte: ein Modell für eine zeitgemäße „private Architektur“ (so der Titel der Werkserie). Das zu dieser Serie gehörende Bauwerk „Light in the Attic“ (2022) eröffnet Perspektiven in alle Richtungen\, mit einem hellen Turmzimmer als Sehnsuchtsort\, aufgeständert wie eine Wohnmaschine von Le Corbusier. Allerdings ist das Innere des Turms ein einziger lichter Raum\, ein Schacht\, in dem ein Lot eine Achse zieht. \nWie ein Panorama entfaltet sich ein Gerüst auf der Wand\, das zur Werkserie „Mein konstruktiver Alltag“ gehört. Dafür hat Axel Lieber Verpackungskartons sowie Medikamentenschachteln auf ihre Kanten reduziert und nutzt ihre modulare Struktur\, um daraus ein „House of Pain and Colour“ (2024) zu fügen. \nDen Einstieg in die Ausstellung bietet eine Raumzeichnung\, die aus Hosenträgern\, Gürteln und Perlenketten besteht. In der Interaktion des im Raum verspannten und uns umspannenden\, entkörperlichten Lineaments mit unseren Leibern entwickelt sich eine heitere „Gruppendynamik“ (1999–2024). \nVerfahren des Alltags und Prinzipien des Skulpturalen sind das Entkernen\, Umhüllen\, Hängen\, Stapeln\, Modellieren\, Auftragen\, Dehnen\, Reduzieren\, Überlagern\, Formen\, Schichten\, Kaschieren\, Montieren\, Reparieren\, Verwerten oder das Ausschneiden. Der Unterschied zwischen dem Alltäglichen und dem Künstlerischen besteht in einer Perspektivverschiebung\, in einer überraschenden Wendung\, einer Verfremdung\, in einer unvorhergesehenen Kombination. Sie resultiert aus einem Eingriff\, der das Material\, in dem bereits eine Geschichte eingeschrieben ist\, einer neuen Erzählung zuführt: einer Poesie des Alltags. \n– Nike Bätzner \nAxel Lieber – daily bread\n13. September 2024 – 22. Dezember 2024 \nTaubert Contemporary \n
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SUMMARY:spectral void [ma] -  Jürgen Partenheimer
DESCRIPTION:In spectral void [ma] lotet Jürgen Partenheimer die Bedeutung wesentlicher Leere aus\, die ästhetisch\, philosophisch wie ökologisch notwendige Freiräume definiert. Der japanische Begriff „Ma“ steht dabei für die Leere als ästhetische Erfahrung und als Zeichen von Diskontinuität im Sinne des Innehaltens. Partenheimers Installation markiert jene räumliche Energie\, in der die Leere als wesentliche Abwesenheit auf die Verbindung zwischen den Dingen hinweist. Die Ausgewogenheit der Distanz\, ihr subtiler Rhythmus betont den Dialog der dynamischen Energie zwischen Skulptur\, Bild und Raum. Die Bewahrung des offenen\, unbesetzten Raumes\, der Meditation und kritische Reflexion ermöglicht\, charakterisiert Partenheimers gegenstandslosen Minimalismus. \nMaze (2006-2024) ist eine Werkserie von Skulpturen aus Bronze\, die wie Zeichnungen im Raum wirken. Die hängenden Formen bilden eine offene Struktur\, die sich ausdehnt\, wobei der Übergang von Zeichnung zu Skulptur fließend ist. Je nach Standpunkt der Betrachtenden erschließt sich eine Raumvorstellung\, die sich in der Bewegung weiterzuführen und zu öffnen scheint. Durch die Drehung und Schwingung der an Hanfschnüren befestigten Skulpturen verstärkt sich dieser Eindruck. Partenheimer begann bereits 2006 mit Maze I die Zeichenhaftigkeit der Linie in Skulptur zu überführen und beschreibt die Werkserie als schwerelos anwesend\, sowie als inneren Klang einer unendlichen Weite der Bewegung. \nDie Serie Spectral Void (2024) umfasst Zeichnungen\, die die Leere als eine Kraft erkunden\, als bewußter Verzicht und zugleich als sinnlich ästhetische Erfahrung. Während einige Werke einen subtilen Bezug zur wahrnehmbaren Welt zulassen\, vertrauen andere vollständig der Vorstellung und verzichten auf konkrete Zusammenhänge. So entstehen Freiräume\, die sowohl den Betrachtenden als auch den Motiven selbst Entfaltungsmöglichkeiten und eine Balance von Anwesenheit und Abwesenheit halten. \nDie drei Zeichnungen Spectral Void Reframed (Houston) (2024) entstanden während Partenheimers Reisen durch Texas\, New Mexico und Louisiana und spiegeln die Erfahrung der Weitläufigkeit der amerikanischen Landschaft. Geprägt durch die scheinbar endlose Ausdehnung der Horizonte bezieht sich die Naturbeobachtung in den Abstraktionen auf die Komplexität von Freiräumen. \nEasy Pieces (2024) ist durch übereinander liegende Farbflächen horizontal gegliedert\, die durch unregelmäßige Linien miteinander korrespondieren. Die Komposition wirkt rhythmisch und meditativ\, wobei jedes Farbfeld eine eigene Struktur und Textur entfaltet\, die den Eindruck von Bewegung und Tiefe vermitteln. Partenheimers Malerei erforscht bei aller Vermeidung des Narrativen gedankliche Räume jenseits der sinnlich erfahrbaren Wahrnehmung. Die Abstraktion offenbart die Bewegung des Denkens\, in der die Easy Pieces durch die Empfindung des Künstlers zur Form einer imaginären Landschaft finden. \nDie Skulpturen Shoji (Ex) (2024) bestehen aus zwei kubischen Konstruktionen aus Holz und Bronze\, die aus rechteckigen Streben gefertigt sind. Trotz ihrer identischen Formen erzeugt die unterschiedliche Materialität und Farbgebung einen klaren Kontrast\, der das Verhältnis von Masse und Leerraum verhandelt. Die offene Struktur\, die durch vertikale und horizontale Verstrebungen in mehrere kleinere rechteckige Felder unterteilt ist\, definieren einen Raum\, in dem Leichtigkeit und Transparenz hervorgehoben werden. Angelehnt an „Shoji“\, japanische Raumteiler die zur flexiblen Unterteilung des Hauses genutzt werden und traditionellen Gestaltungsprinzipien folgen\, greift Partenheimer deren strenge Form auf. Die Skulpturen wirken durchlässig und raumfüllend zugleich und erörtern die dynamische Komplexität der Leere. \nDie poetisch abstrakten Werke des deutschen Künstlers Jürgen Partenheimer (*1947 in München\, DE) stehen in der Tradition der Moderne\, aus der er sein Werk konsequent entwickelt. In unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen – Malerei\, Skulptur\, Arbeiten auf Papier\, Künstlerbücher und Text – verbindet er minimalistisches Formenvokabular mit lyrischem Inhalt. Dabei zeichnet sich sein Werk durch eine außergewöhnliche Beziehung von Linie und Form aus\, die zu freier Assoziation einladen und der Welt der Imagination vertrauen. Bei aller Vermeidung des Narrativen erforscht Partenheimer in seiner Kunst gedankliche\, geographische\, historische und politische Räume und fragt nach Zusammenhängen hinter der sinnlich erfahrbaren Wahrnehmung. So könnte man Partenheimer als Kartograph imaginärer Welten bezeichnen: er schafft ein Universum\, in dem das Kunstwerk als Zeichen und Ereignis einer metaphysischen\, spirituellen Wirklichkeit lesbar wird. Für Partenheimer ist die abstrakte Kunst nicht selbstreferentiell\, sondern eröffnet die Möglichkeit die Bewegung des Denkens in eine sichtbare Form zu überführen. Dieser einzigartige Ansatz wurde durch den Künstler als„ metaphysischer Realismus“ definiert. \nJürgen Partenheimer war bereits in den 1980er Jahren international auf den Biennalen von Paris (1980)\, São Paulo (1981) und Venedig (1986) vertreten. Einzelausstellungen des Künstlers wurden u.a. von der Nationalgalerie Berlin (1988)\, dem Stedelijk Museum Amsterdam (1997)\, dem National Museum of Fine Art\, Peking (2001)\, dem CGAC in Santiago de Compostela (1999 und 2004)\, dem S.M.A.K. in Gent (2002)\, der Pinacoteca do Estado in São Paulo (2004)\, der Ikon Gallery in Birmingham und dem Kunstmuseum Bonn (beide 2008)\, sowie zuletzt in der Pinakothek der Moderne in München\, dem Gemeente Museum Den Haag\, der Sammlung Falckenberg-Deichtorhallen\, Hamburg\, der Contemporary Art Gallery\, Vancouver (alle 2014) und dem Musée Ariana\, Genf (2016) ausgerichtet. Jürgen Partenheimer lehrte am San Francisco Art Institute\, der University of California\, Davis\, der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf\, dem Royal College of Art\, Edinburgh\, der Rijksakademie in Amsterdam und an der Rhode Island School of Design\, Providence. Bis 2011 hielt er eine Gastprofessur für Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. \nspectral void [ma] – Jürgen Partenheimer\n13. September 2024 – 9. November 2024 \nmax goelitz \n
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SUMMARY:Per Kirkeby - Natures mortes
DESCRIPTION:Galerie Michael Werner präsentiert die Ausstellung „Per Kirkeby – Natures mortes“ in ihren Räumen im Parterre und 1. Obergeschoss der Hardenbergstraße 9A\, in Berlin-Charlottenburg. \nMitte der 1970er Jahre bricht Per Kirkeby (1938 – 2018) den Eid\, den er in seiner Jugend auf die Avantgarde\, auf Aktionskunst\, Fluxus\, Konstruktivismus und die Pop-Art leistete und setzt sich mit der Ölmalerei ein neues Ziel. Verbündete findet der Skandinavier in Deutschland. Wie kaum anderswo behauptet die allerorten totgesagte Malerei hier ihren Überlebenswillen. \nPer Kirkeby greift auf eine große nordische Tradition zurück. Als sich der 42-jährige 1982 für ein Jahr in Berlin niederlässt\, folgt er den Spuren Edvard Munchs\, der dort knapp ein Jahrhundert zuvor die deutsche Malerei wachgerüttelt hatte. Als Vehikel für seinen Durchbruch als Maler wählte er in Berlin einige Motive der Stilllebenmalerei des Goldenen Zeitalters der Niederländer. Diesem nostalgischen Momentum setzt Kirkeby ein zeitgenössisches entgegen\, das seiner Qualifikation als Naturforscher entstammt. \nDies lässt sich vortrefflich an dem aus der Sammlung des Louisiana-Museums nach Berlin kommenden Schlüsselbild „Fram“ sowie an den weiteren bis 2012 entstandenen Natures mortes ablesen. \nDie Ausstellung eröffnet am Freitag\, den 13. September 2024 von 18 – 22 Uhr und ist bis zum 9. November 2024 in der Galerie Michael Werner Berlin zu sehen. \nPer Kirkeby – Natures mortes\n13. September 2024 – 9. November 2024 \nGalerie Michael Werner \n
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SUMMARY:Mariechen Danz. edge out GASAG Kunstpreis 2024
DESCRIPTION:Partner ehren mit dem Preis alle zwei Jahre eine herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst\, Wissenschaft und Technik. \nIn ihrer künstlerischen Praxis befasst sich Mariechen Danz mit Methoden und Modellen menschlicher Erkenntnis. In raumgreifenden Installationen und Performances kombiniert sie wissenschaftliche Systeme zur Aneignung und Beschreibung der Welt mit subjektiven\, alternativen und magischen Denkweisen. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung ist der Körper des Menschen\, mit dem sie modellhaft neue Zugänge zur Vermittlung und Darstellung von Informationen und Wissen schafft. Mit ihrer Ausstellung „edge out“ verwandelt Mariechen Danz die Eingangshalle der Berlinischen Galerie durch skulpturale Eingriffe in eine Gesamtinstallation\, in der Boden und Wände miteinander verbunden sind. Die Ausstellung baut auf einer umfangreichen Bildsprache aus Kartografie\, Geologie\, Technologie\, Anatomie und Astro­nomie auf\, welche die Künstlerin über Jahre hinweg in Skulpturen\, Performances und Videos entwickelt hat. Darstellungen und Abformungen von Organen des menschlichen Körpers sind beispielsweise ein zentrales Motiv in Danz Werken. Sie tauchen in der Ausstellung mal als eingeprägte Negativform in Ziegelsteinen\, mal als skulpturale Formen\, grafische Darstellungen oder Schattenspiele an den Wänden auf. Als futuristische Fossilien sind sie losgelöst von Zeitlichkeit\, eine Kartografie der Einflüsse von Politik und Gesellschaft auf unsere Körper. \nMit neu entwickelten Videoarbeiten öffnet sich auch eine akustische Komponente im Raum. Die Stimme der Künstlerin wird begleitet von rhythmischen\, repetitiven oder sphärischen Sounds\, die in Kollaboration mit Gediminas Žygus entstanden sind. Danz Stimme legt sich als melodischer oder gesprochener Gesang über die Videobilder\, die in Schatten getauchte Details der Skulpturen und Bildwelten der Künstlerin zeigen. Sie verweisen auf den Wechsel von Mikro- und Makroperspektive in den Werken von Danz\, während Stimme und Sound auf mündliche Überlieferungen\, individuelle Erfahrungen und rituelle Handlungen hindeuten. Die Bildsysteme\, Objekte und Zeichen in „edge out“ stehen in Beziehung zueinander und bilden stets neue Zuordnungen und Verbindungen. Dadurch entsteht ein komplexer\, multiperspektivischer Raum\, der sich einerseits als abstraktes Denkmodell und zugleich als physisch erlebbarer Wahrnehmungsraum erkunden lässt. Mariechen Danz stellt den menschlichen Körper und die individuelle Erfahrung ins Zentrum unseres Verständnisses der Welt und zeigt Wissen als einen dynamischen\, körperlichen und nicht immer erklärbaren Prozess. \nMariechen Danz studierte an der Universität der Künste Berlin\, der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam und erhielt ihren M.F.A vom California Institute of the Arts\, Santa Clarita. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt\, unter anderem auf der 16. Istanbul Biennale\, der 57. Biennale di Venezia\, auf der High Line New York und im Centre Pompidou Paris. \n
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LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Bastiaan Woudt: Rhythm
DESCRIPTION:JAEGER ART präsentiert die erste Einzelausstellung des renommierten Fotokünstlers Bastiaan Woudt in Deutschland. Ab dem 14. September zeigt die Galerie unter dem Titel „Rhythm“ verschiedene Werkgruppen\, von denen einige noch nie zuvor öffentlich gezeigt worden sind. \nDer 1987 in den Niederlanden geborene Bastiaan Woudt ist vor allem für seine ikonischen Porträts bekannt\, die sich durch starke Kontraste und eine monochrome Unverwechselbarkeit auszeichnen und ihm innerhalb von nur 13 Jahren internationale Anerkennung verschafften. Inspiriert von den Meistern der Fotografie des 20. Jahrhunderts\, wie Irving Penn oder Richard Avedon\, verbindet er deren Tradition der klassischen Fotografie mit innovativen und zeitgenössischen Elementen. Das Ergebnis sind zeitlose Fotografien mit einer Prise Zeitgenössischem“\, die durch ihre Klarheit und Raffinesse bestechen. \nWoudt begann seine Karriere als autodidaktischer Fotograf und hat sich schnell zu einem Meister im Umgang mit Licht und Schatten entwickelt. Sein Werk zeichnet sich durch eine unverwechselbare Ästhetik aus\, die sowohl von minimalistischen als auch surrealen Einflüssen geprägt ist. Diese faszinierende Kombination verleiht den skulptural wirkenden Porträtfotografien einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert. \nSeine Kunstwerke werden regelmäßig in renommierten Galerien\, auf internationalen Kunstmessen und in führenden Auktionshäusern präsentiert und erzielten beachtliche Ergebnisse. Seine erste museale\nEinzelausstellung „Twist“ wurde 2022 im Museum Kranenburgh in Bergen gezeigt. \nIn seinem aktuellen Projekt „Echo from Beyond“ lotet Bastiaan Woudt die Grenzen von Kunst und Fotografie aus und setzt sich intensiv mit künstlicher Intelligenz und ihrer Rolle in der Kunst auseinander\, wobei ihn vor allem die symbiotische Beziehung zwischen menschlicher Kreativität und maschinellem Lernen interessiert. \nEr verschmilzt seine Fotografien mit den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz und erschafft dadurch ein Mixed-Media-Projekt. Es entstehen bisher unvorstellbare Bilder\, die durch seine Gedanken\,\nErfahrungen und die von ihm konsumierten Medien angeregt werden. Diese Verschmelzung von Elementen schafft eine einzigartige Bildsprache\, die über die traditionelle Fotografie hinausgeht und ein\nFenster in eine Welt neuer Möglichkeiten und Entdeckungen öffnet. \nEinige dieser Kunstwerke\, die er als Unikate realisiert\, werden erstmals in der Ausstellung „Rhythm“ präsentiert. \nBeitragsbild: Bastiaan Woudt\, Fre\, 2021\, Archival Pigment Print\, 120 x 90 cm\, Edition of 10 \nBastiaan Woudt: Rhythm\n14. September – 16. November 2024 \nJAEGER ART \n
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SUMMARY:Maurice de Vlaminck. Rebell der Moderne
DESCRIPTION:Vom 14. September 2024 bis 12. Januar 2025 zeigt das Museum Barberini mit der Ausstellung Maurice de Vlaminck. Rebell der Moderne die erste postume Retrospektive\, die dem Fauvisten und prägenden Künstler der französischen Avantgarde an einem deutschen Museum zuteilwird. Anhand von rund 70 ausgewählten Exponaten vermittelt sie einen weitläufigen Überblick über Vlamincks gesamtes malerisches Œuvre: von seinen ersten\, zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgeführten Kompositionen über seine von Cézanne und Picasso inspirierten Experimente mit dem Kubismus bis zu seinen letzten Landschaftsbildern. \nNach seiner Teilnahme am Pariser Salon d’Automne von 1905 wurde Maurice de Vlaminck zu einem führenden Vertreter der französischen Avantgarde. Wie kein anderes Mitglied der Fauvisten identifizierte er sich mit dem Attribut der Wildheit und propagierte das Image eines modernen Künstlerrebellen\, der dem Regelwerk der Akademien resolut den Rücken gekehrt hatte. Zentrale Inspirationsquelle war das Werk Vincent van Goghs\, dessen farbintensive Arbeiten er 1901 auf einer großangelegten Einzelausstellung in Paris kennengelernt hatte. Van Goghs Ausbildung als Autodidakt sowie sein heranreifender Mythos als verkanntes Künstlergenie stärkten die Identifikation\, die auch für Vlamincks späteres Schaffen prägend sein sollte. \nIn Deutschland wurde Vlaminck früh als ein Wegbereiter der Moderne gefeiert. Auf der wegweisenden Ausstellung des Kölner Sonderbunds von 1912 war er mit sechs Werken prominenter vertreten als französische Kollegen wie Henri Matisse oder André Derain. Bereits 1929 widmete ihm die Galerie Alfred Flechtheim eine umfangreiche Einzelausstellung in Düsseldorf. Im Zuge des nationalsozialistischen Bildersturms wurden seine Arbeiten 1937 als „entartet“ verfemt und Gemälde aus dem Bestand deutscher Museen zwangsbeschlagnahmt. \nMaurice de VlaminckSegelboote\, vor 1918Öl auf Leinwand\, 64\,5 x 80\,5 cmVon der Heydt-Museum\, Wuppertal© VG Bild-Kunst\, Bonn 2024\nAusgangspunkt für die Ausstellung in Potsdam ist die Sammlung Hasso Plattner\, die über neun Arbeiten Vlamincks verfügt\, darunter vier Schlüsselwerke aus seiner fauvistischen Hochphase. Zu den rund 40 internationalen Leihgebern gehören u. a. die Tate Modern in London\, das Museo nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid\, das Centre Pompidou und das Musée d’Orsay in Paris sowie das Metropolitan Museum of Art in New York\, das Dallas Museum of Art und die National Gallery of Art in Washington\, D.C. \nTitelbild: Maurice de Vlaminck\, Die Angler\, 1907\, Öl auf Leinwand\, 60 x 73 cm\, Sammlung Hasso Plattner © VG Bild-Kunst\, Bonn 2024 \nMaurice de Vlaminck. Rebell der Moderne\n14. September 2024 – 12. Januar 2025 \nMuseum Barberini \n
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