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SUMMARY:KÄTHE TO GO im Käthe-Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Das Käthe-Kollwitz-Museum zieht in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg!\nWährend der Umzugsphase bietet das Museum in seinem KOLLWITZ GUIDE eine digitale Stadttour der besonderen Art an. Mit KÄTHE TO GO kann man Orte in Berlin entdecken\, von denen Käthe Kollwitz sich inspirieren ließ oder an denen sie künstlerisch arbeitete. Ihr Leben lang befasste sich Kollwitz mit Themen wie Tod\, Elend\, Schmerz und Ungerechtigkeit. Sie besuchte beispielsweise die Insassinnen des Frauengefängnisses in der Barnimstraße oder begleitete skizzierend den Kohlenstreik im Wedding.\nEinige Orte ihrer Inspirationen existieren heute nahezu unverändert\, andere sind nicht mehr wieder zu erkennen. KÄTHE TO GO ermöglicht\, sich im Berliner Stadtraum auf Kollwitz‘ Spuren zu begeben und ihrer Geschichte nachzuspüren. Außerdem finden Sie im KOLLWITZ GUIDE eine Preview zur neuen Sammlungspräsentation im Theaterbau.\nZum KOLLWITZ GUIDE gelangt man über die Webseite: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/ oder über folgenden Link: https://tinyurl.com/2aff4vqp \n
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SUMMARY:LOVE LETTERS TO THE CITY
DESCRIPTION:LOVE LETTERS TO THE CITY zeigt Werke von über fünfzig internationalen und in Berlin lebenden Streetartists\, die das transformative Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum nutzen. Städte sind mehr als Beton und Asphalt\, sie pulsieren voller Geschichten\, Träume und Gefühle. Die neue Ausstellung im URBAN NATION\, kuratiert von Michelle Houston\, ist eine Hommage an die Stadt und eine Einladung\, unsere urbanen Lebensräume mit einem neuen Blick zu erforschen. Themen wie Urbanisierung\, Gentrifizierung\, Umweltzerstörung und soziale Ungleichheit verlangen einen kritischen Diskurs\, der die Entwicklung der Gesellschaft im positiven Sinne beeinflussen soll. Wie verändert Kunst die Sichtweise auf den öffentlichen Raum? Welche Veränderungen kann Kunst in der Stadt anstoßen? Auf welche Methoden greifen die Künstlerinnen und Künstler zurück\, um eine entsprechende Wirkung zu entfalten? \nTeilnehmende Künstler: 2501\, Aniruddh Mehta\, Banksy\, Blek le Rat\, Bordalo II\, Carlos Mare aka Mare139\, Chop ’em Down Films\, Crash\, Dan Witz\, Daze\, Drew.Lab_One\, Elfo\, Evol\, HA Schult\, HOGRE\, Isaac Zavale\, James Reka\, Jaune\, Jazoo Yang\, Joel Daniel Phillips\, Johannnes Mundinger\, Jordan Seiler\, Kenny Scharf\, Lady Pink\, Liviu Bulea\, Martha Cooper\, Matthew Grabelsky\, MILLO\, Moses & Taps\, Nika Kramer\, Octavi Serra\, Owen Dippie\, OX\, PAINTING DHAKA Project\, Paradox\, Rocco and his brothers\, Sebas Velasco\, Shepard Fairey\, Stephanie Buer\, Stiftung Berliner Mauer\, Stipan Tadić\, Susanna Jerger\, Tats Cru\, THE WA\, Vhils und Zhang Dali. \nLOVE LETTERS TO THE CITY\n14. September 2024 – 30. Mai 2027 \nURBAN NATION \n
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SUMMARY:Neue Dauerausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge
DESCRIPTION:Lernen Sie die neue Dauerausstellung kennen – mit Wein und mit Musik! Die neue Dauerausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Form eines Offenen Depots zeigt sich inhaltlich und gestalterisch aktualisiert. Zu sehen sind rund 15.000 Objekte\, die im 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart erfunden und entworfen\, produziert und gehandelt\, gekauft und genutzt\, repariert und entsorgt wurden. Ihre Masse und Diversität ermöglichen eine Auseinandersetzung mit Fragen zum Dingcharakter\, zum Mensch-Ding-Verhältnis und zum dinglich geprägten Alltag. \nDer Deutsche Werkbund ist das Kernthema des Museums und bildet die inhaltliche Basis für das Offene Depot. Die 1907 von Akteuren aus den Bereichen Kunst\, Industrie und Politik gegründete Vereinigung strebte im 20. Jahrhundert nach einer modernen und sachlichen Gestaltung von industriell gefertigten Produkten\, von Architektur und von Lebensraum. Forderungen nach Funktionalität\, Nachhaltigkeit und Materialgerechtigkeit sowie der Verzicht auf Dekor und Ornament kennzeichnen sein Programm. Der Verband verfolgte sowohl nationalökonomische als auch ethisch-soziale und kulturelle Ziele. Zur Durchsetzung seiner Interessen nutzte er verschiedene Instrumente: Mustersammlungen von „guten“ und „schlechten“ Dingen\, Ausstellungen\, Warenkunden\, Werkbundkisten und Wohnberatungen. \nIm Offenen Depot reflektiert das Werkbundarchiv – Museum der Dinge die Werkbundstrategien und die Produktkultur der Moderne kritisch und betrachtet sie vor dem Hintergrund der globalisierten Welt und der großen gesellschaftlichen und ökologischen Transformationen. \nDa die neuen Museumsräume kleiner sind als zuvor\, bleiben viele Sammlungsobjekte in Kartons und damit viele Themen verborgen. Die Möbelsammlung kann nur eingeschränkt und komprimiert anhand von wenigen Stühlen gezeigt werden. \nTrotz der Raumknappheit zeigt das Offene Depot auch Leerstellen – es bietet Raum für externe Perspektiven\, für Erweiterungen und Interventionen. Es lädt zum Entdecken ein und zu Diskussionen über Gestaltung und Gesellschaft. \nNeue Dauerausstellung\nab dem 09.11.2024 \nWerkbundarchiv – Museum der Dinge \n
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LOCATION:Werkbundarchiv – Museum der Dinge\, Oranienstraße 25\, Berlin\, D-10999\, Deutschland
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SUMMARY:Kunst in Berlin. 1880 – 1980 Dauerausstellung
DESCRIPTION:Der Rundgang ist eine Zeitreise durch Berlin: Kaiserreich\, Weimarer Republik\, nationalsozialistische Diktatur\, Neuanfang nach 1945\, Kalter Krieg in der geteilten Stadt und die sich im Schatten der Mauer in Ost und West entwickelnden alternativen Gesellschafts- und Lebensentwürfe. In Ost-Berlin bildete sich ab den späten 1970er Jahren eine alternative Kulturszene aus. In West-Berlin zogen die aggressiven Werke der Neuen Wilden ab Ende der 1970er Jahre erneut international Aufmerksamkeit auf die geteilte Stadt. \nTastmodelle\, ein taktiles Bodenleitsystem sowie ein Mediaguide mit Bildbeschreibungen und Hinweisen zur Wegeführung ermöglichen es\, die Kunst auf vielfältige Weise zu erleben. Blinden und sehbehinderten Menschen bietet sich damit ein barrierefreier Zugang in der Ausstellung. \n
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LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Ready for take-off: Ab Juni 2025 eröffnet die Modellfläche TXL Raum für Clubkultur\, Kreativität und neue Visionen
DESCRIPTION:Aus dem stillgelegten Flughafen Tegel erwacht auch dieses Jahr wieder ein lebendiger Ort für Kunst und Kultur zum Leben! Ab Juni 2025 öffnet die Modellfläche TXL erneut ihr Gate – für Clubkultur\, kreative Begegnungen und unvergessliche Erlebnisse. Wo früher Flugzeuge abhoben\, wird nun ein einzigartiger Raum für Musik und urbane Visionen weiterentwickelt. Nun sucht die Clubcommission einen geeigneten Betreiber:innenakteur. \nIn einer Zeit zunehmender städtischer Verdichtung und ansteigender Gewerbemieten öffnet die Modellfläche TXL erneut ihre Tore\, um öffentlich zugängliche Räume für Clubkultur zu schaffen und zu bewahren. Seit 2023 steht auf dem Gelände des ehemaligen Catering-Gebäudes eine Open-Air-Fläche für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Nun wird das Gemeinschaftsprojekt unter Führung der Clubcommission ausgeweitet: Ein neuer Betreiber:innenakteur soll die Außen- und Innenbereiche langfristig für Kunst und Clubkultur nutzen. Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen Betriebsmodells für ein interdisziplinäres Zentrum für Clubkultur mit Nutzungen sämtlicher Kultursparten und Akteur:innen der Urbanen Praxis. \nDer Flughafen Tegel war 46 Jahre lang ein zentraler Verkehrsknotenpunkt – zunächst als Tor nach West-Berlin\, später als Hauptstadtflughafen. Das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende markante Catering-Gebäude („Gebäude I“) aus den 1960er Jahren\, bekannt für seine ikonische orangefarbene Architektur\, ist heute einer der wenigen kulturellen Standorte im Entwicklungsgebiet Urban Tech Republic. Umgeben von Flächen\, die für Forschung\, Industrie oder Erholung gedacht sind\, soll auf dem ehemaligen Rollfeld des Flughafens das fast 3.700 Quadratmeter große Gelände erneut für vielfältige inklusive Veranstaltungsformate wie Live-Musik\, Tanzveranstaltungen\, Performances\, Filmvorführungen\, Workshops und Theateraufführungen zur Verfügung stehen. Ab Ende 2025 soll erstmals auch ein Teil des Innenbereichs hinzukommen\, um ganzjährig nutzbare clubkulturelle Räume zu schaffen. \nVom 17. April bis 17. Mai 2025 haben erfahrene Veranstalter:innen aus Berlin die Chance\, sich für die Bespielung der Modellfläche TXL zu bewerben. Der Betrieb ist zunächst für mindestens drei Jahre bis Mitte 2028 geplant\, mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Eine unabhängige\, fünfköpfige Jury aus Expert:innen der Clubkultur und Urbanen Praxis wählt das passende Betreiber:innenkollektiv aus\, das im Juni 2025 bekannt gegeben wird. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein ganzheitliches\, wirtschaftlich tragfähiges Konzept\, das sowohl den Innen- als auch den Außenbereich umfasst und bis Ende 2025 für die folgenden Jahre ausgearbeitet wird. Alle Informationen zur Ausschreibung sind auf der Website txl.clubkultur.berlin zu finden. Die Entwicklung der Modellfläche TXL wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieser Prozess wird umgesetzt von der Clubcommission Berlin e.V. in Kooperation mit der Kulturraum Berlin gGmbH und der Geschäftsstelle des Berliner Projektfonds Urbane Praxis der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung. \nJoe Chialo\, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin„Das ehemalige Flughafengelände Tegel entwickelt sich weiter zu einem lebendigen\, vielseitigen Kulturquartier. Mit der Modellfläche TXL entsteht ein einzigartiger Ort\, der Clubkultur\, Kunst und urbane Praxis verbindet. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt dieses Vorhaben\, um kulturelle Vielfalt von Anfang an in die Stadtentwicklung einzubinden und einen neuen\, offenen Kulturraum für Berlin zu schaffen.“ \nEmiko Gejic\, Pressesprecherin Clubcommission Berlin e.V.„Die Berliner Clubkultur lebt von Freiräumen – und genau solche Räume müssen aktiv gesichert und neu geschaffen werden. Die Umnutzung des Areals der ehemaligen Cateringgebäudes für kulturelle Zwecke trägt dazu bei\, Berlins vielfältige Kulturlandschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir freuen uns\, dass dieses Projekt fortgesetzt wird und wir gemeinsam mit unseren Partner:innen ein nachhaltiges Modell für Clubkultur und Urbane Praxis gestalten können.“ \nDr. Yann Kersaint\, Co-Koordination Berliner Projektfonds Urbane Praxis / Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung \n\n„In Zeiten von Ressourcenknappheit und Raummangel ist es für die Berliner Kulturlandschaft besonders wichtig\, nicht-kommerzielle Kulturorte zu entwickeln und sie für Berliner*innen zugänglich zu machen. Die Modellfläche TXL steht für eine moderne und einzigartige Form der Kulturellen Stadtentwicklung mit Strahlkraft in die ganze Welt. Wir freuen uns mit diesem Modellprojekt\, Kulturakteur:innen auf dem Weg in die Professionalisierung unterstützen zu können.“ \n\nTXL im Steigflug – Ein neuer Abschnitt für die Clubkultur\nStart: Juni 2025 \nGelände des ehemaligen Flughafens Tegel (TXL) \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/ready-for-take-off-ab-juni-2025-eroeffnet-die-modellflaeche-txl-raum-fuer-clubkultur-kreativitaet-und-neue-visionen/
CATEGORIES:Begleitprogramm zur Ausstellung
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SUMMARY:Monira Al Qadiri. Hero
DESCRIPTION:In ihren Werken werden die Verbindungen zwischen der Etablierung von Erdöl als wichtigstem fossilen Brennstoff in der Mitte des 20. Jahrhunderts und der Expansion des Konsumkapitalismus in der Nachkriegszeit reflektiert. Oftmals entwickelt sie ihre Arbeiten aus autobiografischen Erfahrungen\, die sie u.a. im Kuwait der 1980er und 1990er Jahre gemacht hat\, und richtet einen kritischen Blick auf bestehende historische und politische Narrative.\nDie Auseinandersetzung mit Öl bedeutet immer auch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der menschlichen Interaktion mit der Erde\, deren Ausbeutung sowie deren Widerstandsfähigkeit. Für die Berlinische Galerie entwickelt Al Qadiri eine ortsspezifische Installation\, bestehend aus einem großformatigen Wandgemälde\, Objekten und Video\, in der Öl weit mehr als eine „Ressource“ ist. Es steht auch symbolisch für die Gewalt\, die Erinnerungen und die persönlichen Geschichten\, die mit seiner Gewinnung verbunden sind. \nÜber die Künstlerin \nMonira Al Qadiri (*1983) ist eine kuwaitische Künstlerin\, die in Senegal geboren und in Japan ausgebildet wurde. Einzelausstellungen ihrer Arbeiten wurden u.a. gezeigt im Kunsthaus Bregenz\, Österreich (2023); UCCA Dune\, China (2023); Guggenheim Museum Bilbao\, Spanien (2022); Blaffer Art Museum\, Texas\, USA (2022); Haus der Kunst\, München (2020); Kunstverein Göttingen (2019); The CIRCL Pavilion\, Amsterdam\, Niederlande (2018); Sursock Museum\, Beirut\, Libanon (2017) und Gasworks\, London\, UK (2017). 2022 war Al Qadiri in der zentralen Ausstellung „The Milk of Dreams“ der Biennale von Venedig vertreten. Sie lebt in Berlin. \n
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SUMMARY:Kollwitzsrße 52. Eine Berliner Hausgeschichte seit 1875
DESCRIPTION:Als erstes Ost-Berliner Wohnhaus wurde das Wohnhaus Kollwitzstraße 52 zwei Monate nach der deutschen Vereinigung auf einer spektakulären Auktion an zwei Künstler versteigert. Die Presseresonanz war enorm. Die Auktion und der Widerstand der Mieter stehen symbolisch für die Probleme und Chancen auf dem Wohnungsmarkt seit 1990.\nAm 7. Juli wird das Haus 150 Jahre alt. Dies ist der Anlass für die Ausstellung\n„Kollwitzstraße 52. Eine Berliner Hausgeschichte seit 1875“.\nMit dieser Ausstellung eröffnen wir unsere neuen Räume in dem Haus\, nach dem die Kunststiftung benannt ist. \nDas Haus und seine Bewohnerschaft durchlebten in den vergangenen 150 Jahren viele Umbrüche. Erbaut wurde es in den 1870er Jahren vom Deutsch-Holländischen Actien-Bauverein in der damaligen Weißenburger Straße. In der Ausstellung werden anhand originaler Objekte diese Baugeschichte erzählt und Zeugnisse der Entwicklung des Wohngebiets sowie der dortigen Bewohnerschaft präsentiert.\nPräsentiert werden u.a. Fernsehmitschnitte vom Tag der Auktion sowie Videointerviews mit früheren und jetzigen Bewohnern. \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/kollwitzsrsse-52-eine-berliner-hausgeschichte-seit-1875/
LOCATION:Kunststiftung K52\, Kollwitzstr. 52\, D\, 10405\, Deutschland
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SUMMARY:BÖHLER & ORENDT – DOOM SNOOZERS - Vorletzte Träume
DESCRIPTION:\n\n\n\n\n\n\n\n\nWie ließe sich der Zustand der Menschheit und des Planeten aus der Perspektive nicht menschlicher Akteur*innen beschreiben? Dieser und weiteren Fragen widmen sich Böhler & Orendt in ihrer Ausstellung DOOM SNOOZERS – Vorletzte Träume\, die sie eigens für den Spreepark Art Space konzipiert haben. Ausgangspunkt für die Ausstellung ist die Installation TOWARDS HUMANITY! des Künstlerduos\, die mit Eröffnung des Spreeparks im Frühjahr 2027 als permanentes Werk dort für die Besuchenden zugänglich ist. \nBöhler & Orendt (Matthias Böhler\, 1981 in Aachen geboren\, und Christian Orendt\, 1980 in Schäßburg in Rumänien geboren) beschäftigen sich mit den politischen sowie ökologischen Auswirkungen des menschlichen Handelns auf das Schicksal der Erde. Mit DOOM SNOOZERS – Vorletzte Träume entwickeln sie eine düster-komische Science-Fiction-Spekulation. Die raumgreifende Installation verwebt bestehende und neue Arbeiten zu einem audio-visuellen Szenario begehbarer Traumwelten\, in denen Zeiten und Räume\, reale und fiktive Ereignisse miteinander verschmelzen. \nIm Mittelpunkt der Ausstellungsinszenierung stehen die Besuchenden selbst. Sie folgen als „Träumende“ einem Parcours verschiedener dystopischer Visionen. Dafür aktiviert die fiktive Technologie DreamKeep die im Eierhäuschen versammelten Kunstwerke und fügt ihnen jeweils eine suggestive Audiospur hinzu. Als Stimme und Gesicht von DreamKeep begleitet die virtuelle Siebenschläferin Jill – vermittelt über ein Headset – die Besucher*innen durch die Ausstellung\, nimmt das jeweils visuell dargestellte Thema auf und spinnt es als DreamGuide spekulativ weiter. \nDie für DOOM SNOOZERS ausgewählten und zum Teil neu entstandenen Zeichnungen\, Drucke und Skulpturen aus verschiedenen Werkzusammenhängen eint eine teils liebe- und humorvolle\, teils ironisch-distanzierte Überzeichnung der politischen\, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Unwesens\, das wir Menschen mit unserem Planeten treiben. Spielerisch wechseln sie die Perspektive und zeigen die Welt je von einem potenziellen Ende her. Stets melden sich dabei Wesen\, meistens aus der Tier- und Pflanzenwelt\, zu Wort\, die ihre „Interessen“ in der Realität selbst nicht vertreten können; etwa\, wenn ausgerottete Tier-Wiedergänger das Verschwinden ihrer Lieblingspflanzen beklagen\, eine Gruppe von Bäumen ganze Siedlungen in Brand setzt\, oder die Menschen die Erde in einem Raumschiff mit unendlichem Stauraum gleich ganz verlassen. \nEine kuratorische Einführung von Ellen Blumenstein\nAlles hängt mit allem zusammen. So ist die Welt. Weil sich das aber nicht darstellen und noch weniger erzählen lässt\, wählen wir notgedrungen aus der unendlichen Fülle möglicher Faktenkombinationen und den daraus resultierenden Geschichten diejenigen aus\, die uns am meisten überzeugen – oder unsere Überzeugungen stärken. Dabei besteht die Herausforderung jeweils darin\, die Balance zwischen Komplexität und Zugänglichkeit zu halten. \nGanz ähnlich funktioniert das künstlerische Universum von Böhler & Orendt: Die Zahl möglicher Erzählungen über den Zustand unserer Welt ist nicht unendlich\, aber doch so groß\, dass die Linse\, durch die die Künstler diese präsentieren\, zugleich ihre thematischen Schwerpunkte und formalen Strategien offenbart. \nDazu gehören etwa ein eher düsterer Blick auf die Gegenwart\, science-fiction-artige Settings\, eine Vorliebe für nicht-menschliche Akteur*innen\, die auf menschengemachte Desaster und Probleme reagieren\, humorvoll-ironische Zuspitzungen. Diese Elemente durchziehen das Werk des Duos seit Beginn ihrer Zusammenarbeit. Dabei kehren einige Perspektiven immer wieder\, andere werden projektspezifisch neu konstruiert. \nSo ist auch die Ausstellung DOOM SNOOZERS im Spreepark Art Space konzipiert: Eine Mischung aus früheren und neuen Arbeiten bildet die Grundlage für eine werkübergreifende\, auf den Standort zugeschnittene Meta-Fiktion. \nDreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die fiktive Technologie DreamKeep\, die die Einzelwerke zum „Traumanlass“ erklärt und als Manifestationen des kollektiven Unterbewusstseins deutet. Mit Betreten des Eierhäuschens werden Besuchende selbst zu „Untergangsschlummernden“\, die durch eine immersive Traumwelt – die DreamScape – wandern. Das sprechende Siebenschläfer-Weibchen „Jill“ verbindet das visuelle Setting akustisch zu einem alle drei Ausstellungsräume umfassenden Rundgang\, der ganz unterschiedliche Situationen miteinander verwebt. \nSo führen etwa verschiedene Fäden von menschlicher Weltraumsehnsucht zu einer ökonomisch orientierten Glaubensgemeinschaft\, von den absurden Auswirkungen industrieller Überproduktion zu einem von Ameisen geführten Bienenkrankenhaus\, von selbstmörderischen Erdplaneten zu einer die ganze Menschheit fassenden Lotus-Raumkapsel. Dabei entsteht unversehens eine vielgestaltige Zustandsbeschreibung der Welt\, in der wir leben. \nDie Installation TOWARDS HUMANITY! von Böhler & Orendt wird mit der Eröffnung des Spreeparks im Frühjahr 2027 dauerhaft zugänglich sein. Darin begegnet eine Gruppe von Bäumen den Parkbesucherinnen als denk- und sprachbegabte Wesen\, die menschliche Verhaltensweisen und Gebräuche reflektieren oder kommentieren und so unser Verhältnis zur Umwelt auf die Probe stellen. Das Modell zum Werk ist in der Ausstellung Anlass einer der Traumszenen. TOWARDS HUMANITY! ist eines von fünf Kunstwerken für den Spreepark\, **die 2020 aus einem kuratorischen Werkstattverfahren hervorgegangen sind und von international renommierten Künstlerinnen ortsspezifisch im Spreepark umgesetzt werden.** \nBöhler & Orendt haben bereits in zahlreichen nationalen und internationalen Kunstinstitutionen ausgestellt. Einzelausstellungen widmeten ihnen unter anderem das Neue Museum Nürnberg (2024)\, die Berlinische Galerie (2023)\, das Kunst Haus Wien (2023) und das Halsey Institute of Contemporary Art\, Charleston\, USA (2018). Zu ihren Arbeiten im öffentlichen Raum zählen KALA HET DIWAI\, oder Der Baum der Wissbegier (2018) für das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth oder KWIRKI\, DER SENDBOTE (2022) für KÖR\, Kunst im öffentlichen Raum Wien. \nEllen Blumenstein ist eine international tätige Kuratorin und Autorin. Seit 2018 begleitet sie u.a. das kuratierte Werkstattverfahren „Kunst und Planung“ im Spreepark Berlin\, in dem fünf künstlerische Konzepte durch einen Fachbeirat für die dauerhafte Umsetzung im Park ausgewählt wurden. \nBÖHLER & ORENDT – DOOM SNOOZERS – Vorletzte Träume\n13. Juli – 2. November 2025 \nSpreepark Art Space \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n
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SUMMARY:Hannah Modigh – Dream Baby Dream
DESCRIPTION:Sie entwickelt Ihre Fotografien aus persönlichen Erinnerungen und Tagebucheintragungen welche sich in Form von Langzeitprojekten\, Buchproduktionen und Ausstellungen\, für die sie auch fotografische Installationen entwickelt\, manifestieren. Ihre Fotografien sind eine persönliche Spurensuche\, ein Abgleich mit der Zeit und unserem Leben. Das Thema des Heranwachsens findet sich in fast allen Serien der Fotografin\, die oft mit dem Stativ und immer analog fotografiert. In ihren Landschaften und auch in manchen ihrer Portraits nutzt die Künstlerin Licht und Witterungen als Filter und Abstraktion um malerische\, poetische Stimmungen zu erzeugen. \nDie Ausstellung „Dream Baby Dream“ der Galerie Buchkunst Berlin vereint Fotografien aus allen Werksgruppen der Fotografin. Von den Aufnahmen Ihrer ersten Langzeit-fotografischen Serie „Hillbilly Heroin Honey“\, welche das schwierige Aufwachsen einer Gruppe von Jugendlichen in den nordamerikanischen Appalachen dokumentierte\, über die „Hurricane Seasons“ im Süden Louisianas\, oder der Serie „Delta“\, wo Sie an dem Ort Ihrer eigenen Jugend fotografierte. Für ihre aktuelle Arbeit „Searching for Sivagami“ reiste Hannah Modigh nach Indien\, um ihr ehemaliges Kindermädchen wiederzufinden. \nDie Fotografin verbrachte ihre Kindheit abwechselnd auf dem Land in Südschweden und in Indien. Sie besuchte die Nordic School of Photography und das Royal Institute of Art in Stockholm. \nModighs Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen in Europa und den USA gezeigt\, darunter in den Deichtorhallen\, Hamburg (2012); beim Landskrona Photo Festival\, Schweden (2013); beim Münchner Stadtmuseum\, München (2013); im Sune Jonsson Centrum för Dokumentärfotografi\, Umeå\, Schweden (2018); DIPE (Dali International Photography Exhibition)\, Yunnan\, China (2019); in der Gallery of Photography\, Dublin (2020); im House of Culture\, Stockholm (2022) bei den Les Rencontres d’Arles\, Frankreich (2023)\, Fotografiska Stockholm\, Schweden (2025). \nIhr Langzeitprojekt „Hillbilly Heroin\, Honey“ wurde 2010 mit dem schwedischen Fotobuchpreis ausgezeichnet. Ihre Serien wurden außerdem 2011 mit dem European Photo Exhibition Award\, 2017 mit dem Lars-Tunbjörk-Preis in Schweden und 2018 mit dem Lennart-af-Petersen-Preis\, ebenfalls in Schweden\, ausgezeichnet. Für Ihre Serie „Hurricane Season“ ist die Künstlerin für den Prix Pictet 2025 nominiert. Ihre Arbeiten befinden sich in Sammlungen wie dem Moderna Museet in Stockholm. Hannah Modigh hat neun Fotobücher veröffentlicht. \n
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LOCATION:GALERIE UND VERLAG BUCHKUNST BERLIN\, Oranienburger Str. 27\, Berlin\, 10117
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SUMMARY:Brigitte Meier-Denninghoff.  Skulpturen und Zeichnungen 1948 – 1970
DESCRIPTION:Als einzige Bildhauerin und Frau ist sie Mitbegründerin der Gruppe ZEN 49. Meilensteine ihres Erfolgs sind Einladungen 1959 und 1964 zur documenta in Kassel und 1962 zur Biennale in Venedig. Sie erhält wichtige Kunstpreise und ist in relevanten Publikationen zur Skulptur nach 1945 vertreten. Dennoch wird sie heute oft nur als Teil des erfolgreichen Berliner Duos Matschinsky-Denninghoff wahrgenommen. Ihr Mann Martin Matschinsky (1921–2020)\, zunächst Fotograf und Schauspieler\, unterstützte ab 1955 seine Frau bei der Umsetzung der Skulpturen. Ab 1970 signierten die beiden diese zusammen und legten damit den Grundstein für die Marke Matschinsky-Denninghoff. Auch Skulpturen\, mit denen die Künstlerin 1955 bis 1970 international bekannt geworden war\, erklärte das Paar rückwirkend zum gemeinsamen Werk. Ihre großformatigen\, ikonischen Arbeiten prägen den öffentlichen Raum vieler westdeutscher Städte. \nDie Ausstellung wertet erstmals umfassend den Nachlass aus. Er umfasst eine Fülle unbekannten Materials\, darunter Skulpturen\, Zeichnungen und Dokumente zu Brigitte Meier-Denninghoff. Sie legen eine neue Sicht auf das Frühwerk der Künstlerin nahe. \nDer Nachlass wird von der Stiftung Matschinsky-Denninghoff unter dem Dach der Berlinischen Galerie in Zusammenarbeit mit Van Ham Art Estate betreut. \n
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LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:"Ultra" by Lukas Liese
DESCRIPTION:The presentation brings together a new body of work in which urban visual culture\, collective identity\, and sculptural form enter into a dynamic dialogue. \nIn his artistic practice\, Liese primarily works with stone. By addressing the presence of stone in space\, its geological properties\, and its art- and cultural-historical significance\, he creates an interplay between content and material that adds further layers to his work. In addition to traditional tools of stone sculpture\, Liese also employs digitally controlled techniques and chemical processes for his sculptures and reliefs. \nWorking with Carrara marble\, his preferred material\, Liese translates fleeting impressions from the public realm into lasting sculptural gestures. The resulting works bring questions of transience and permanence\, anonymity and community into focus. We warmly invite you to the opening and look forward to your visit. \nLukas Liese (*1991) has been living and working in Berlin since 2010. He studied fine arts/sculpture at the Kunsthochschule Berlin-Weißensee and the University of Minnesota in Minneapolis\, completing his master’s degree in 2019. His work has been shown in numerous group and solo exhibitions\, including at the Goethe-Institut Beijing\, Uferhallen Berlin\, Bärenzwinger Berlin\, Kunstmuseum Heidenheim\, and Warte für Kunst Kassel. He has received several awards and fellowships\, including the Bernhard Heiliger Fellowship (2025)\, the Neustart Plus Fellowship of the Stiftung Kunstfonds (2023)\, the Elsa Neumann Fellowship of the State of Berlin (2020)\, and the Mart Stam Prize (2018). \n
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LOCATION:Galerie Mazzoli\, Eberswalder Str. 30\, Berlin\, 10437
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SUMMARY:Sascha Weidner – Mehr Licht
DESCRIPTION:Die Dorothée Nilsson Gallery präsentiert „Mehr Licht“\, eine Einzelausstellung mit Sascha Weidner. Mehr Licht widmet sich erneut Sascha Weidners poetischen und emotional aufgeladenen Bildern\, die eine radikale\, subjektive Bildwelt erschaffen\, geprägt von Wahrnehmung\, Sehnsucht und codierter Symbolik. Inka Schube schreibt in Intermission II\, Weidners Bilder seien bevölkert von „Kapuzengeschützte Gesichter\, androgyne Körperlichkeiten\, energetische Fußgelenke und bildsuchende Hände: zwischen Himmel\, Wasser\, Erde\, Wald und Gestein“. Und weiter: „Als gäbe es keine schwerkraftfixierten Bestimmungen\, kein Oben und Unten\, keine Grenzen jenseits der gestörten Paradiese. Lasst uns anders denken\, sein.“ \nWeidners Arbeiten waren sorgfältig komponiert. Licht und Schatten wurden bewusst gesetzt\, um\, wie er selbst sagte\, die „oft surreale\, mitunter tief berührende Atmosphäre von Wirklichkeit“ zu betonen. Er mochte keine sogenannten „cleanen“ Ausstellungen. Werke aus unterschiedlichen Serien und in verschiedenen Formaten kombinierte er zu nichtlinearen\, asymmetrischen Installationen\, die ganze Wände füllten. Seine Bilder fungierten als Codes\, die in der Zusammenstellung etwas Größeres ergaben. Einzelne\, vermeintlich unabhängige Aufnahmen wurden Teil eines umfassenderen Narrativs. Das Publikum war eingeladen\, eigene Assoziationen zwischen den Bildern zu bilden und unerwartete Verbindungen zu entdecken. Er wollte\, dass die Bilder an der Wand explodieren „wie kosmisches Feuerwerk“. \nSascha Weidner (1974–2015) lebte und arbeitete in Belm und Berlin. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt\, unter anderem im FOAM (Niederlande)\, C/O Berlin\, Galerie Conrads (Deutschland)\, im Australian Centre for Photography in Sydney und beim Photofestival Knokke (Belgien). Seine Fotografien befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen\, darunter der Berlinischen Galerie (Berlin)\, der Collection IBB (Berlin)\, der Alexander Tutsek-Stiftung (München)\, dem Museum Folkwang (Essen)\, dem Sprengel Museum (Hannover) und der JPMorgan Chase Art Collection (New York). \nBeitragsbild: Sascha Weidner\, Mehr Licht II\, 2009\, 120 x 120 cm \nSASCHA WEIDNER – Mehr Licht\n07 September – 08 November 2025 \nDorothée Nilsson Gallery \n
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LOCATION:Dorothée Nilsson Gallery\, Potsdamer Straße 65\, Berlin\, 10785\, Deutschland
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SUMMARY:Katerina Poladjan\, Henning Fritsch. Ancora un Dialogo di Roma
DESCRIPTION:In einer Überschreibung von Marguerite Duras’ Il dialogo di Roma (1982) zeigt Poladjan Bilder der Stadt Rom und kontrastiert sie mit einem Dialog aus dem Off: Eine Frau und ein Mann sprechen über die Stadt\, die Liebe und das Leben. Ancora un Dialogo di Roma untersucht die Bedeutung der Stadt Rom für das (west-)europäische Bewusstsein und unterläuft zugleich Kategorien des „Eigenen“ und des „Fremden“. Bekannt wurde Poladjan als Schriftstellerin mit den Werken In einer Nacht\, woanders (2011)\, Vielleicht Marseille (2015)\, Hinter Sibirien. Eine Reise nach Russisch-Fernost (2016\, alle erschienen im Rowohl Verlag) sowie Hier sind Löwen (2019) und Zukunftsmusik (2022\, S. Fischer Verlag). Mit Ancora un Dialogo di Roma widmet sich Katerina Poladjan – gemeinsam mit Autor Henning Fritsch – erstmals dem Medium Film. \nKurator: Marius Babias \nOpening: September 10\, 2025\, 6pm \n
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LOCATION:Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)\, Chausseestrasse 128 / 129\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:Edgar Arceneaux - Shards
DESCRIPTION:68projects by KORNFELD präsentiert Shards – eine Einzelausstellung des renommierten US-amerikanischen Künstlers Edgar Arceneaux (*1972\, Los Angeles)\, die am 10. September 2025 im Rahmen der Berlin Art Week eröffnet wird. Die Ausstellung markiert Arceneaux’ Debüt bei der Galerie und bildet den Abschluss seiner Sommerresidenz bei 68projects by KORNFELD\, die in Zusammenarbeit mit Villa Aurora & Thomas Mann House organisiert wurde. Von Anfang Juni bis Ende Juli setzte sich Arceneaux intensiv mit der Berliner Kunstszene auseinander und entwickelte neue Werke\, die in Shards erstmals gezeigt werden. Zur Eröffnung am Mittwoch\, dem 10. September\, präsentiert der Künstler eine besondere Performance in der Galerie. \nIm Zentrum der Ausstellung stehen Arceneaux’ sogenannte „skinned mirrors“\, eine Werkreihe\, die rohe Materialität mit existenzieller Reflexion verbindet. Die Arbeiten entstehen in einem radikalen Prozess: Arceneaux löst die reflektierende Metallschicht gebrauchter Spiegel ab und überträgt sie auf unbehandelte Leinwand. Das Ergebnis ist kein sauberer Abdruck\, sondern eine brüchige\, instabile Oberfläche\, durchzogen von Rissen\, Verzerrungen und chemischen Reaktionen. Der ursprüngliche Spiegel\, traditionell ein Objekt der Selbstwahrnehmung\, wird zerlegt\, seiner Funktion beraubt und in etwas Rohes\, Ungeklärtes verwandelt. Zerbrochene Glasplatten hinterlassen geisterhafte Spuren\, die Oberflächen changieren zwischen schimmerndem Silber\, oxidiertem Kupfer\, giftigem Grün und rußigem Schwarz. Es entsteht der Eindruck organischer Überreste\, angesiedelt zwischen Schönheit und Schrecken. \nArceneaux vergleicht den Prozess mit dem Häuten eines Tieres. Die „chemischen Eingeweide“ des Spiegels werden freigelegt. Die Leinwände erhalten eine körperliche\, unheimliche Präsenz\, erinnern an heilige Reliquien ebenso wie an die Überbleibsel einer postindustriellen Autopsie. Sie hängen wie Leichentücher und tragen den Abdruck eines nicht mehr lebendigen Bildes. Der Künstler stellt eine zentrale Frage: Was bleibt vom Selbst\, wenn der Spiegel nicht mehr reflektiert? \nDer Spiegel\, als Verlängerung menschlicher Wahrnehmung und Instrument der Selbstvergewisserung\, verliert seine Klarheit und wird zu unsicherer\, instabiler Materie. Die Berliner Präsentation konzentriert sich auf Werke\, die von Blau-\, Rot- und Violett-Tönen dominiert sind. Farben\, die mit Blut\, Macht\, Würde und Verletzlichkeit assoziiert werden. Die neuen Arbeiten\, eigens für die Ausstellung entwickelt\, setzen sich direkt mit politischen und sozialen Brüchen auseinander\, insbesondere in den USA. Arceneaux verweist auf die Praxis der US-Behörde ICE (Immigration and Customs Enforcement)\, die Menschen festnimmt\, abschiebt oder verschwinden lässt\, ebenso wie auf die anhaltende Realität rassistisch motivierter Polizeigewalt. Diese Themen finden auch in Berlin Resonanz – und wirken weltweit nach. In diesem ortsbezogenen Dialog schafft Arceneaux einen Kontrapunkt zwischen seiner künstlerischen Praxis und Fragen von Identität\, Macht und Sichtbarkeit im urbanen Raum. \nSeine Arbeiten gehen über formale Experimente hinaus\, sie verbinden materielle Geste\, historische Referenz und Erinnerung zu aufladbaren narrativen Strukturen. Arceneauxs Schaffen\, das Zeichnung\, Skulptur\, Installation\, Performance und Film umfasst\, untersucht Spannungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Ausstellung stellt Fragen von dringlicher künstlerischer und kultureller Relevanz: Was wird aus dem Selbst\, wenn der Spiegel nicht mehr funktioniert? Wie reagieren wir auf ein Bild\, das keine Klarheit bietet\, sondern Unsicherheit vertieft? Diese Werke werden zu Manifesten zeitgenössischer Selbstverortung in einer Ära globaler Instabilität. Durch ihre materielle Intensität\, historische Tiefenschärfe und formale Radikalität rufen die skinned mirrors künstlerische Traditionen der Vanitas und Ästhetik des Verfalls auf – und weisen zugleich in die Zukunft. Arceneauxs Werk hinterfragt nicht nur materielle Präsenz\, sondern auch die performative und politische Rolle von Kunst in sich wandelnden Gesellschaften. \nDer in Los Angeles lebende Künstler Edgar Arceneaux ist ein gefeierter multidisziplinärer Künstler\, der in den Bereichen Zeichnung\, Installation\, Film und Performance arbeitet. In seinem Schaffen setzt er sich mit vielschichtigen historischen Narrativen\, Sprache und Identität auseinander. Arceneauxs Arbeiten wurden international in renommierten Institutionen gezeigt\, darunter das Whitney Museum of American Art in New York\, das Hammer Museum in Los Angeles\, das Museum of Contemporary Art Detroit\, die MIT List Visual Arts Center in Cambridge und das San Francisco Museum of Modern Art. In Europa war er u. a. im Palais de Tokyo in Paris\, im Kunstverein Hannover und dem Hamburger Bahnhof in Berlin. Seine Werke sind in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten\, darunter die Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA) in New York\, die Sammlung der Deutschen Bank sowie das Studio Museum in Harlem. Der Künstler lebt in Pasadena und ist Associate Professor an der University of Southern California in Los Angeles. Er ist außerdem Mitbegründer des Watts House Project. \nEdgar Arceneaux – Shards\n10. September – 25. Oktober 2025 \nSonderöffnungszeiten zur Berlin Art Week:Donnerstag\, 11. September | 11–18 UhrFreitag\, 12. September | 11–20 UhrSamstag\, 13. September | 11–19 UhrSonntag\, 14. September | 12–18 Uhr \n68projects by KORNFELD \n
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SUMMARY:BEAT ZODERER – Konkrete Aquarelle
DESCRIPTION:Erst seit wenigen Jahren widmet sich Beat Zoderer auch der klassischen Malerei. Für seine neusten Arbeiten verwendet der Künstler Acrylfarbe auf MDF-Platten oder Karton in variierenden Formaten. Vielfarbige\, rechtwinklige Flächen\, Gitter und Raster schieben sich in diesen Gemälden vor-\, hinter- und übereinander. Die Transparenz der Farben\, folienhaft genutzt\, lässt die sich überlappenden Felder in Mischtönen erscheinen. Durch kleine\, in ihrer Größe einheitliche\, schwarze\, weiße oder in Mischfarben auftretende Quadrate bekommt dieser Farbenreichtum eine Struktur\, die das Vorne und Hinten\, die Tiefe des entstehenden Raums zu ergründen hilft. Beat Zoderer ist in der konkreten\, nicht abstrahierenden sondern grundsätzlich abstrakten Kunst verwurzelt\, das optische Ausloten von Räumlichkeit ist eines seiner Hauptinteressen. \nDie Verwendung der wasserlöslichen und damit so transparenten Acryl-Farbe führte zu der Betitelung der neuen Werkgruppe: „Konkrete Aquarelle“. In Analogie zu der japanischen\, streng dreizeiligen Gedichtform tragen die meisten Arbeiten den Titel „Haiku“: Tatsächlich sind diese Gemälde aus drei Lagen Farbe aufgebaut. Ein Umstand\, der den Betrachter verblüfft und in seiner Wahrnehmung herausfordert. Durch die Umsetzung physikalisch optischer Gesetzmäßigkeiten der substraktiven Farbmischung schafft Beat Zoderer eine erstaunliche Tiefe in diesen Bildern. Sie scheinen aus viel mehr Farbschichten zu bestehen und entwickeln einen starken Sog\, gleichzeitig aber auch ein spielerisches Schweben der farbigen Elemente. \nEine Leichtigkeit bekommen diese Gemälde auch durch ihre jeweilige Farbauswahl\,bei der sich Zoderer an der Palette romantischer Landschaftsmaler orientiert. Auch eine ferne Erinnerung an manche geometrische Arbeiten Paul Klees mag durch die Farbwahl und die Rhythmik aufkommen. \nBei aller exakt scheinenden Rechtwinkligkeit und konstruktiven Geometrie der Farbfelder weisen alle Bilder auch kleine Unperfektheiten auf: Zeugnisse des Entstehungsprozesses und der Handschrift des Künstlers. Die Strenge der Rasterung in Fläche und Tiefe wird durch diese individuellen Spuren\, die der Künstler bewusst bestehen lässt\, aufgebrochen. Auch hierdurch – wie in der Farbwahl – zeigt sich Beat Zoderers Streben nach einer romantisierenden Kraft seiner Gemälde: idealerweise mögen sie in ihrer komplexen Einfachheit der Entzauberung der Welt entgegenstehen. \nEs ist eine wunderbare Ergänzung\, dass auch einige neue dreidimensionale Reliefs präsentiert werden. Farbig lackierte Hölzer fügt Beat Zoderer in mehreren Lagen um ein gedachtes Zentrum und ordnet sie in Gitter-Strukturen an. In der Arbeit „Würfelspiel“ (2025) scheinen sich die kleinen Quadrate aus den Gemälden verselbstständigt zu haben und strukturieren mit ihrer räumlichen Tiefe ein zwei Meter hohes\, schmales Wandobjekt. \n– Alexandra Bresges-Jung \nBeat Zoderer *1955 in Zürich\, Schweiz\nEr lebt und arbeitet in Wettingen\, Schweiz und Genua\, Italien \nBEAT ZODERER – Konkrete Aquarelle\n10. September 2025 – 1. November 2025 \nTaubert Contemporary \n
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LOCATION:Taubert Contemporary\, Knesebeckstr. 90\, Berlin\, 10623\, Deutschland
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SUMMARY:Margaretha von Trotta
DESCRIPTION:Kurator*innen: Marius Babias\, Michaela Richter \n1981 wurde sie als erste Frau mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig ausgezeichnet\, für das an die Geschichte der Ensslin-Schwestern angelehnte Drama Die bleierne Zeit. In diesem und zahlreichen weiteren Werken setzte sich von Trotta wegweisend mit der deutschen Geschichte\, historischen Frauenfiguren sowie dem Verhältnis von Privatem und Politischem insbesondere aus weiblicher Perspektive auseinander. Zahlreiche Filmausschnitte sowie teils unveröffentlichte Fotografien\, Drehbuchfassungen und Tagebuchseiten geben Einblick in von Trottas Leben und Wirken. Ihre intensive Auseinandersetzung mit einflussreichen Denkerinnen wie Rosa Luxemburg\, Hannah Arendt\, Hildegard von Bingen und Ingeborg Bachmann wird dabei ebenso beleuchtet wie ihre kontinuierliche Zusammenarbeit mit Schauspielgrößen wie Angela Winkler\, Jutta Lampe\, Katja Riemann und Barbara Sukowa\, die in von Trottas Filmen wiederholt die Hauptrollen spielten. Die Ausstellung im n.b.k. wird begleitet von einer Werkschau im Babylon Kino. \nEin Projekt in Kooperation mit dem Babylon Kino\, Berlin \n
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SUMMARY:Nora Turato
DESCRIPTION:Kuratorin: Lidiya Anastasova \nSprache – in gesprochener wie geschriebener Form – dient als zentrales Material in Nora Turatos Werk. Sie erforscht diese in Form von Typografie\, Wandarbeiten\, Video\, Sound\, Performances und Künstlerinnenbüchern (etwa in der Serie pool). Dabei arbeitet sie mit vorgefundenem Material aus vielseitigen Quellen wie u. a. dem Internet\, Social Media\, Presse\, Büchern\, Filmen\, Musik und Gesprächen. Von der Künstlerin gesammelt und akribisch neu geordnet\, wird ein Überfluss an Wortmaterial bis auf die Essenz heruntergebrochen. Turatos neue\, eigens für die Fassade des n.b.k. konzipierte Arbeit markiert einen Wendepunkt in ihrer Praxis – eine Herangehens-weise\, die den eigenen Körper als Ausgangspunkt nimmt – als Quelle der Sprache und der Handschrift. Turato untersucht Konditionierungen\, die das menschliche Verhalten prägen – mit einem Fokus darauf\, wie diese verinnerlichten Muster physisch sichtbar werden. Hierbei wird die Handschrift als Form des Ausdrucks und zugleich als ein direktes Ergebnis erlernten Verhaltens betrachtet. \n
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SUMMARY:Stephan Crasneanscki und Patti Smith. Cry of the Lost | Prince of Anarchy
DESCRIPTION:Kuratorin: Lidiya Anastasova \nEin langjähriger künstlerischer Austausch verbindet den Gründer von Soundwalk Collective Stephan Crasneanscki und die Musikerin und Dichterin Patti Smith\, der sich unter dem Titel CORRESPONDENCES der Öffentlichkeit offenbart. Hierbei handelt es sich um einen stetig wachsenden Werkkomplex\, der aus mehreren Filmen\, Archivmaterial\, Collagen\, Gedichten\, Installationen und Performances besteht\, die sich jeweils unterschiedlichen Themenbereichen widmen – darunter ökologische Katastrophen und der Klimawandel. Crasneanscki beschreibt den Arbeitsprozess mit Smith als einen fortlaufenden Dialog: Seine Field Recordings – Feldaufnahmen\, die er als ein Archiv von „Klangerinnerungen“ (sonic memories) bezeichnet – sind Ausgangspunkt für Smiths Dichtung. In der Reihe n.b.k. Billboard wird erstmalig ein Werk aus CORRESPONDENCES – Cry of the Lost | Prince of Anarchy – im urbanen Raum präsentiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.   \n
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SUMMARY:Lockdownbeats
DESCRIPTION:Mit den Werken der Ausstellung „Lockdownbeats“ richtet der Berliner Fotograf Carsten Schulz den Blick auf eine Phase der Zäsur: das plötzliche Verstummen einer Stadt\, deren Nachtleben sonst ununterbrochen pulsierte. Ausgehend von den während der Pandemie verwaisten Clubs entstanden Fotografien\, die weit über eine reine Dokumentation hinausreichen. Schulz verwandelt Orte des wilden Feierns und kollektiven Erlebens in stille Bildräume. Er verdichtet sie atmosphärisch und formal klar\, assoziierend die Ästhetik sogenannter Lost Places.\nHinzu kommen die Porträts der zu dieser Zeit quasi zwangsbeurlaubten Zeremonienmeister dieser Orte: ihre Resident-DJs\, in ihren gewohnten Habitats doch gänzlich ohne das belebende Publikum.  \nWas während des Lockdowns als Momentaufnahme begann\, entfaltet sich heute als eindringliches Zeitdokument über die Fragilität eines kulturellen Ökosystems. Die Berliner Clubszene\, einst Synonym für Freiheit\, Exzess und künstlerisches Experiment\, ist nicht nur von den Nachwirkungen der Pandemie gezeichnet. Sie gerät außerdem zunehmend unter Druck durch strukturelle Veränderungen und wirtschaftliche Dynamiken. Die Gegenwart des VerschwindensDie aktuelle Situation wirft ein scharfes Licht auf die prekäre Lage der Clubs: steigende Mieten\, sinkende Besucherzahlen\, wirtschaftlicher Druck und politische Trägheit bedrohen zunehmend ihre Existenz. Medien berichten von einer fortschreitenden Schließungswelle. Analysen sehen fast die Hälfte der Berliner Clubs im Jahr 2025 existenziell gefährdet. Spielstätten wie Watergate\, WildeRenate oder KitKat haben ihre Schließung angekündigt oder kämpfen ums Überleben. Die jüngst erfolgte Anerkennung der Technokultur als immaterielles UNESCO-Kulturerbe würdigt zwar ihre Bedeutung\, kann jedoch den Fortbestand dieser Orte nicht garantieren. In diesem Kontext entfaltet Schulz’ fotografische Arbeit eine besondere\, ästhetisch-dokumentarische Dringlichkeit. Seine Bilder eröffnen neben der Schönheit der Leere auch deren Sog und lassen unschöne Möglichkeiten antizipieren. Zeigen seine Fotografien ein besinnliches Interim oder eine Stille\, die bleibt? \nGesichter des Nachtlebens\nAls konzeptuelle Ergänzung der „Lockdownbeats“-Serie entstanden klassische Schwarz-Weiß-Porträts jener Persönlichkeiten\, die das Berliner Nachtleben über Jahre hinweg musikalisch geprägt haben – die DJs. Anders als die Farbaufnahmen der Clubs sind diese Porträts betont reduziert und monochrom gehalten. Die Porträts der DJs sind ganz bewußt in deren verlassenen Schaffensorten entstanden und verdeutlichen die Diskrepanz dieser Performer: vorübergehend außer Dienst und ohne Publikum.  \nPorträtiert wurden unter anderem:\nAlex Gallus im Haubentaucher indoor\nDJ Noppe im Haubentaucher outdoor\nDJ Paradoxx im Insomnia\nDJ Ployceebell im SchwuZ\nDJ Senay im Solar\nDJ Tomekk im Maxxim\nDJ Vilify im Void\nHarris im 808\nKalle Kuts im Gretchen\nMartin Ka in der Wilden Renate\nSan Gabriel im Spindler und Klatt \nWeitere Informationen:\nCarsten Schulz\, geboren 1969 in Berlin\, ist Fotograf und Ingenieur. Die initiale Prägung erhielt er durch die Kameraausrüstung seines Großvaters\, mit der er früh ein Gespür für Licht\, Struktur und Atmosphäre entwickelte. Seit 1997 arbeitet Schulz intensiv als Fotograf – zunächst mit Fokus auf Landschaft\, Stills und Action\, später auch in der Werbe- und People-Fotografie. Seine Bildsprache oszilliert zwischen technischer Präzision und emotionaler Dichte\, zwischen Konstruktion und Atmosphäre\, Bewegung und Stillstand. \nProjekt & Zusammenarbeit\nKongenial hat Editor-in-Chief Juliane Behnfeldt dieses komplexe Projekt gesteuert. Neben der künstlerischen Koordination\, zeichnet sie nicht zuletzt für die umfangreiche Kommunikationsleistung verantwortlich\, verbindet sie doch sowohl ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Fotografen Carsten Schulz\, als auch ihre intensiven Kontakte in die Musik- und Club Branche zu diesem Gesamtkunstwerk. \n
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LOCATION:janinebeangallery\, Torstrasse 154\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:Dan Walsh: Assembly
DESCRIPTION:Anlässlich der Berlin Art Week zeigt die Galerie Thomas Schulte die erste Einzelausstellung mit neuen Gemälden von Dan Walsh\, in der er seine meditative Auseinandersetzung mit Abstraktion fortsetzt. Mit Assembly erweitert Walsh sein minimalistisches Vokabular um subtil unregelmäßige Formen\, wechselhafte Linien und einen charakteristischen\, feinsinnigen Humor. Jedes der sieben Werke der Ausstellung beginnt mit einem streng strukturierten Raster\, das Walsh mit Hilfe einer reduzierten Auswahl formaler Elemente in ein komplexes visuelles System verwandelt. Durch die Wiederholung und Variation einfacher geometrischer Formen konstruiert er lineare Muster und visuelle Rhythmen\, die sich über die Leinwand entfalten. Bei näherer Betrachtung offenbaren diese Muster die freie und vielschichtige Pinselführung des Künstlers\, die zu dem Ergebnis von nuancierter Transparenz und zusätzlicher Komplexität führt. Wie Walsh selbst sagt\, ist er ein „Maximalist\, der innerhalb eines minimalistischen Paradigmas arbeitet“ und mit minimalen Mitteln maximale visuelle Resonanz anstrebt. \nEröffnung: Mittwoch\, 10. September 2025\, 18 bis 21 Uhr \nLängere Öffnungszeiten während der Gallery Night am Donnerstag\, 11. September\, von 18 bis 22 Uhr \nAuch am Sonntag\, 14. September\, von 12 bis 18 Uhr im Rahmen der Berlin Art Week geöffnet. \n
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LOCATION:Galerie Thomas Schulte\, Charlottenstraße 24\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:Peter Bömmels GÄNGE GEH'N NOCH – NEUE BILDER
DESCRIPTION:Hast du dich jemals gefragt\, was passiert\, wenn die surreale Bildwelt auf das Gewöhnliche trifft – und das Gewöhnliche plötzlich absurd zu leuchten beginnt? Peter Bömmels nimmt dich mit auf einen Bild-Rundgang\, der zwischen Märchen\, Erinnerung und dem Unerwarteten balanciert. In Gänge geh’n noch begegnen uns Mischwesen\, mythische Räume und groteske Alltagsmomente\, reduziert auf das Wesentliche – voller Humor\, Tiefe und befreiender Bildkraft. Lass dich überraschen\, verblüffen und verzaubern in der Galerie Michael Haas – denn hier beginnt das Nachdenken nicht erst nach dem Blick\, sondern schon mit dem ersten Schritt in den Raum. \n„Schon von Anfang an ging es mir immer in erster Linie um das Bild\, also um verschiedene Möglichkeiten\, Bilder zu malen. In gewisser Weise stelle ich mir selbst Aufgaben\, für die ich in der Arbeit am Bild ganz konkret durch Malerei Lösungen suche. […] Am Anfang steht immer eine Entscheidung: Was male ich?“ \nPeter Bömmels (*1951) schafft Werke aus Acryl und Fimo-Knetmasse\, Mischtechniken mit menschlichem Haar und Skulpturen aus Marmor. Doch vor allem geht es schon immer um die Malerei. Seit seinen künstlerischen Anfängen mit der Kölner Künstlergruppe Mülheimer Freiheit ist der Autodidakt einer unbekümmerten\, trivialen Ästhetik treu geblieben und bevölkert in seiner einzigartigen Bildsprache\, reduziert auf essenzielle Elemente und dabei offen und vieldeutig\, surreale Räume mit seinen Figuren und Mischwesen. Seine Bilder erzählen von großen Fragen und Gedanken zur Absurdität unseres Alltags ebenso wie von mythischen Dimensionen aus Märchen\, Erinnerungen und vom „Ewigen Kreislauf“. Nach den gedankenschweren Jahren des Minimalismus und der Konzeptkunst wirkt sein Humor wie ein Befreiungsschlag – auch heute noch. \nPeter Bömmels GÄNGE GEH’N NOCH – NEUE BILDER\n12. September – 31. Oktober 2025 \nEröffnung und Gallery Night Donnerstag\, 11. September\, 18-22 Uhr \nBerlin Art Week Samstag & Sonntag\, 13.-14. September\, 12-18 Uhr \n
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LOCATION:Galerie Michael Haas\, Niebuhrstraße 5\, Berlin\, 10629\, Deutschland
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SUMMARY:NIKOLA RÖTHEMEYER - flower:trail
DESCRIPTION:Nikola Röthemeyers zeichnerische Arbeiten spannen eigene Welten auf\, die von akkurater Zartheit\, von der Schönheit des Organischen und von einer phantasievoll leidenschaftlichen Beobachtung der Natur erzählen. Die Ausstellung flower:trail versammelt großformatige Zeichnungen\, die wie ein Wandfries gelesen werden können und einen fortlaufenden Pfad durch den Röthemeyerschen Kosmos aus Mensch und Tier\, Flora und Fauna markieren. Ihre höchst präzisen Pinselzeichnungen kombiniert sie mit Flächen aus farbiger Tusche\, deren zarte Verläufe meisterhaft das bewusst Gesetzte mit dem zufällig Verlaufenden verbinden. In der Ausstellung werden sie durch eine Wandarbeit ergänzt\, welche die Zeichnung in den Raum erweitert. \nDie Motive der Künstlerin sind fortlaufend\, jede Arbeit schließt direkt an die Nächste an. Als Gesamtheit bahnen sie einen Weg durch das Unbekannte: eine ebenso geheimnisvoll wie abenteuerlich erscheinende Szenerie\, in der die Natur – allein schon in der Wahl der Proportionen – dem Menschen weit überlegen ist. Was in vielerlei Hinsicht als ‚traumhafte Landschaft‘ gedeutet werden könnte\, verkörpert einen Naturbegriff\, der symbolhaft für eine behütende und harmonische Kraft steht. Vorbilder für diese Auffassung findet Röthemeyer bei den ‚songlines‘ der Aborigines oder in der japanischen Kultur des Kadō (Weg der Blumen)\, die meditative Form des Ikebana. \nDer ‚flower:trail‘ ist der Auftakt und erste Teil einer neuen Serie\, die Röthemeyer fortsetzen wird. Ihren Ausgangspunkt bildete ein Kunst-am-Bau Projekt\, das die Künstlerin vergangenes Jahr an der Universitätsklinik in Salzburg realisierte. \nDies ist die fünfte Solo Ausstellung von Nikola Röthemeyer bei Kuckei + Kuckei. \nNikola Röthemeyer (*1972) lebt und arbeitet als Bildende Künstlerin in Berlin und Magdeburg. International bekannt wurde Sie durch ihre Zeichnungen und Raumnarrationen im Deutschen Bundestag\, den Worpsweder Museen\, dem Salzburger Kunstverein\, der Kunsthalle Ravensburg\, dem Museum The Model in Sligo\, dem Krefelder Kunstverein und dem Magazin4 im Bregenzer Kunstverein. Ihre Ausbildung schloss sie als Meisterschülerin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ab und ist seit 2019 in der künstlerisch-gestalterischen Hochschullehre tätig. \nBeitragsbild: Nikola Röthemeyer\, trail 05 (sea turtle)\, 2025\, coloured drawing ink on paper\, 55 x 100 cm \nNIKOLA RÖTHEMEYER – flower:trail\n11.09. – 24.10.2025 \nKuckei + Kuckei \n
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LOCATION:Kuckei + Kuckei\, Linienstraße 158\, Berlin\, 10115
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SUMMARY:Günter Fruhtrunk. Zentrale Bilder 1952–1982. Walter Storms Galerie
DESCRIPTION:Seit 1977 hat die Walter Storms Galerie in München konsequent ein Galerieprogramm erarbeitet\, das sich auf ungegenständliche\, konkrete und konzeptionelle Kunst fokussiert. Mit der Zweigstelle der Galerie in Berlin möchten wir unseren Künstlern eine neue\, breitere und mehr internationale Öffentlichkeit bieten. \nDie 1. Ausstellung in den Mercator-Höfen widmen wir Günter Fruhtrunk (1923–1982)\, einem der bedeutendsten deutschen Maler der Nachkriegsepoche. Als einer der ersten deutschen Künstler zog Fruhtrunk schon anfangs der 50er Jahre nach Paris\, wurde dort von Fernand Léger zum Studium in sein Privatatelier aufgenommen und Assistent im Atelier von Jean Arp. Auf dessen Empfehlung gelangte Fruhtrunk in den Künstlerkreis der legendären Galerie Denise René\, wo er einen Vertrag erhielt und ab 1957 regelmäßig ausstellte. \nSeine erste umfassende Ausstellung in Deutschland war 1963 im Museum am Ostwall in Dortmund. International bedeutsam war Fruhtrunks Teilnahme an „The Responsive Eye“ 1965 im Museum of Modern Art in New York. 1968 folgte seine Teilnahme an der documenta IV in Kassel und der 34. Biennale von Venedig. Ab 1967 war Fruhtrunk bis zu seinem Freitod 1982 Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. \nIn Berlin war Günter Fruhtrunk zu seinen Lebzeiten nicht allzu präsent. Die verdienstvolle Galerie Bossin\, die sich ganz der konkreten Kunst widmete und 1985 geschlossen wurde\, zeigte Fruhtrunk in Einzelausstellungen 1977\, 79 und 80. Kurz vor seinem Tod stiftete Günter Fruhtrunk sein monumentales Gemälde „Forderung. Lichtgrundiertes Dunkel“ dem Verein der Freunde der Nationalgalerie Berlin\, um den geplanten Ankauf des Bildes „Who’s Afraid of Red\, Yellow and Blue“ von Barnett Newman zu unterstützen. Es war 1982 ein einzigartiger Vorgang: beste deutsche Künstler stifteten Werke\, um die Erwerbung einer Ikone amerikanischer Kunst zu ermöglichen\, dokumentiert in einer von Wolf Vostell gestalteten bibliophilen Publikation. \n1993 würdigte die Nationalgalerie Fruhtrunks Lebenswerk in einer umfangreichen Retrospektive mit weiteren Ausstellungsstationen im Westfälischen Landesmuseum Münster\, dem Lenbachhaus und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München. \nDas Werk von Günter Fruhtrunk ist erfasst im „Werkverzeichnis der Bilder / Catalogue Raisonné of The Paintings“\, herausgegeben von der Günter Fruhtrunk Gesellschaft e.V.\, 2018. \nGÜNTER FRUHTRUNK – Zentrale Bilder 1952–1982\n11. September – 31. Oktober 2025 \nWalter Storms Galerie Berlin \n
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LOCATION:Walter Storms Galerie\, Potsdamer Straße 81A\, Berlin\, 10785
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SUMMARY:David Apakidze – The Knight at the Crossroads
DESCRIPTION:KVOST präsentiert im Rahmen der Berlin Art Week den georgischen Künstler David Apakidze (*1998). Apakidze ist der diesjährige Stipendiat von KVOST und erhält den Claus Michaletz Preis – Claus Michaletz Preis – KVOST 2025. Die Ausstellung ist Teil der Sektion Featured der Berlin Art Week. \nIn seinen Arbeiten verbindet Apakidze künstlerischen Ausdruck mit politischem Aktivismus und rückt dabei queere Perspektiven in den Mittelpunkt. In einer Zeit\, in der die Rechte queerer Menschen in Georgien massiv bedroht sind\, ist Apakidze eine wichtige Stimme in der Region. \nIm KVOST präsentiert der Künstler die neue Installation The Knight at the Crossroads. Im Zentrum der Erzählung steht ein queerer Migrant\, der als moderner Ritter dargestellt wird. In alten Erzählungen ist der Scheideweg ein Ort\, an dem ein Held zwischen verschiedenen Wegen wählen muss. Die Ausstellung greift dieses Motiv auf\, setzt den Moment der Entscheidung jedoch in einen modernen\, dystopischen Kontext\, in dem der Ausgang ungewiss bleibt. Anders als der traditionelle Held\, der siegreich zurückkehrt\, ist dieser Ritter in ständiger Bewegung und Entwurzelung gefangen. Für seine verletzliche Rüstung steht beispielhaft ein Motorradhelm mit einem Visier aus traditionellem Buntglas. \nDie Arbeit spiegelt die Erfahrungen vieler queerer Menschen wider\, die aufgrund zunehmender Homophobie und politischer Gewalt gezwungen sind\, ihr Land auf der Suche nach Sicherheit zu verlassen. \n\n„Die Ausstellung The Knight at the Crossroads ist meinen Freund:innen gewidmet\, die Georgien verlassen haben\, ebenso wie denen\, die noch dort leben. In den letzten Jahren hat die Auswanderung queerer Menschen aus Georgien in westliche Länder aufgrund der politischen Lage deutlich zugenommen. Die Ausstellung trägt autobiografische Züge: Eines Tages ließ ich von einer KI ein Bild von mir erstellen – ich trage eine Rüstung\, halte eine queere Flagge in der Hand\, im Hintergrund erheben sich die georgischen Berge. In dieser Inszenierung verkörpere ich den queeren Ritter Georgiens.“— David Apakidze \n\nApakidze wurde in Poti geboren und lebt in Tbilissi\, Georgien. Er ist bildender Künstler\, Kurator und Mitbegründer des Fungus Project – einer der ersten queeren Kunstplattformen im Kaukasus. Apakidze studierte Kunstgeschichte an der Staatlichen Kunstakademie Tbilissi\, wobei insbesondere die Auseinandersetzung mit mittelalterlicher orthodoxer Kunst seine künstlerische Perspektive nachhaltig prägte. \nSeine Arbeiten waren unter anderem 2024 in der Galeria Zachęta\, Warschau (PL)\, sowie im Art House Gorgi (GEO) zu sehen; 2023 in der National Gallery\, Tbilissi (GEO)\, und beim Open Out Festival\, Tromsø (NOR). 2025 absolvierte Apakidze eine Künstlerresidenz in der Prager MeetFactory (CZE). \nDAVID APAKIDZE – The Knight at the Crossroads\n11. September – 29. November 2025 \nKVOST \n
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LOCATION:KVOST – Kunstverein Ost\, Leipziger Strasse 47\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:GÜNTER FRUHTRUNK – Zentrale Bilder 1952–1982
DESCRIPTION:Seit 1977 hat die Walter Storms Galerie in München konsequent ein Galerieprogramm erarbeitet\, das sich auf ungegenständliche\, konkrete und konzeptionelle Kunst fokussiert. Mit der Zweigstelle der Galerie in Berlin möchten wir unseren Künstlern eine neue\, breitere und mehr internationale Öffentlichkeit bieten. \nDie 1. Ausstellung in den Mercator-Höfen widmen wir Günter Fruhtrunk (1923–1982)\, einem der bedeutendsten deutschen Maler der Nachkriegsepoche. Als einer der ersten deutschen Künstler zog Fruhtrunk schon anfangs der 50er Jahre nach Paris\, wurde dort von Fernand Léger zum Studium in sein Privatatelier aufgenommen und Assistent im Atelier von Jean Arp. Auf dessen Empfehlung gelangte Fruhtrunk in den Künstlerkreis der legendären Galerie Denise René\, wo er einen Vertrag erhielt und ab 1957 regelmäßig ausstellte. Seine erste umfassende Ausstellung in Deutschland war 1963 im Museum am Ostwall in Dortmund. International bedeutsam war Fruhtrunks Teilnahme an „The Responsive Eye“ 1965 im Museum of Modern Art in New York. 1968 folgte seine Teilnahme an der documenta IV in Kassel und der 34. Biennale von Venedig. Ab 1967 war Fruhtrunk bis zu seinem Freitod 1982 Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. \nIn Berlin war Günter Fruhtrunk zu seinen Lebzeiten nicht allzu präsent. Die verdienstvolle Galerie Bossin\, die sich ganz der konkreten Kunst widmete und 1985 geschlossen wurde\, zeigte Fruhtrunk in Einzelausstellungen 1977\, 79 und 80. Kurz vor seinem Tod stiftete Günter Fruhtrunk sein monumentales Gemälde „Forderung. Lichtgrundiertes Dunkel“ dem Verein der Freunde der Nationalgalerie Berlin\, um den geplanten Ankauf des Bildes „Who’s Afraid of Red\, Yellow and Blue“ von Barnett Newman zu unterstützen. Es war 1982 ein einzigartiger Vorgang: beste deutsche Künstler stifteten Werke\, um die Erwerbung einer Ikone amerikanischer Kunst zu ermöglichen\, dokumentiert in einer von Wolf Vostell gestalteten bibliophilen Publikation. \n1993 würdigte die Nationalgalerie Fruhtrunks Lebenswerk in einer umfangreichen Retrospektive mit weiteren Ausstellungsstationen im Westfälischen Landesmuseum Münster\, dem Lenbachhaus und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München. \nDas Werk von Günter Fruhtrunk ist erfasst im „Werkverzeichnis der Bilder / Catalogue Raisonné of The Paintings“\, herausgegeben von der Günter Fruhtrunk Gesellschaft e.V.\, 2018. \nBeitragsbild: Günter Fruhtrunk\, o.T.\, 1956\, Öl auf Leinwand\, 150 x 150 cm \nGÜNTER FRUHTRUNK – Zentrale Bilder 1952–1982\n11. September – 31. Oktober 2025 \nWalter Storms Galerie Berlin \n
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SUMMARY:Accurate Misreadings – Gruppenausstellung in der Galerie NOME
DESCRIPTION:„Lesen ist immer ein Akt der Zusammenarbeit“\, schreibt Umberto Eco und erinnert uns daran\, dass Bedeutung nicht allein im Text liegt\, sondern im Raum zwischen dem entsteht\, was geschrieben steht\, und dem\, was gelesen wird. Jeder Leseakt ist von Mehrdeutigkeit\, Subjektivität und Entscheidung geprägt. In diesem Sinne wird Interpretation zu einem kreativen Prozess\, und jede Lektüre erzeugt ihre eigene Version von Wahrheit. \nAusgehend von der Annahme\, dass Sprache von Natur aus instabil ist\, versammelt die Ausstellung Werke\, die die Wandelbarkeit von Bedeutung durch visuelle Fragmentierung\, semantische Schichtung und Aneignungshandlungen erkunden. Mit dem Fokus auf den Lesenden hebt die Ausstellung die zeitliche und subjektive Dimension von Interpretation hervor. Andere Arbeiten der Ausstellung richten den Blick auf die politischen Dimensionen von Sprache. Mehrere Künstler:innen beschäftigen sich mit Verwaltungsakten\, Archivmaterialien und algorithmischen Codes – Textformen\, die historisch dazu dienten\, zu regulieren\, auszugrenzen und zu kontrollieren. \nNOME ist eine Galerie für zeitgenössische Kunst\, gegründet 2015 von Luca Barbeni. An der Schnittstelle von Kunst\, Technologie und Politik entwickelt die Galerie ein Programm\, das aktuelle wie historische Narrative kritisch befragt – insbesondere jene\, die durch Machtstrukturen\, Formen der Repräsentation und technologische Einflüsse geprägt sind. \nDas Programm von NOME umfasst ein vielfältiges Spektrum internationaler Künstler:innen aus der aufstrebenden und mittleren Generation. Ihre Arbeiten setzen sich mit drängenden globalen Fragen auseinander – von Überwachung und Datenschutz bis hin zu ethnografischen Erkundungen indigener und Schwarzer Gegenerzählungen – und bedienen sich dabei unterschiedlichster Medien wie digitale Kunst\, Performance oder zeitbasierte Praktiken. \nBeitragsbild: Kameelah Janan Rasheed\, Long Division II (Annotated)\, 2018 – 2025\, Archival inkjet print\, wood\, glass\, marker\, 79.5 x 54.5 x 3.7 cm\, Courtesy the artist and NOME\, Berlin.  \nAccurate Misreadings – Gruppenausstellung\nCamae Ayewa\, James Bridle\, Paolo Cirio\, Cian Dayrit\, Goldin+Senneby\, Igor Grubić\, Voluspa Jarpa\, Kameelah Janan Rasheed\, Dread Scott\n11. September – 1. November 2025\nNOME \n
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LOCATION:Galerie NOME\, Potsdamer Straße 72\, Berlin\, 10785\, Deutschland
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SUMMARY:THOMAS ZIPP – Profondeville
DESCRIPTION:Zur Berlin Art Week 2025 präsentiert die Galerie Barbara Thumm in Space I die erste Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Thomas Zipp (*1966 in Heppenheim\, Deutschland) unter dem Titel Profondeville. \nDie Schau markiert ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit zwischen Galerie und Künstler\, nachdem Zipp bereits an der gemeinsam kuratierten Gruppenausstellung Anti Pop II beteiligt war. \nIn Profondeville präsentiert Thomas Zipp eine neue Werkgruppe\, die seine Untersuchung der verflochtenen Bereiche von Erinnerung\, Trauma und der Ästhetik der Kontrolle fortsetzt. Wie in früheren Projekten verbindet er wissenschaftliche und pseudowissenschaftliche Bildsprachen mit einer zutiefst persönlichen\, bisweilen surrealen Ikonografie. Entstanden ist eine immersive Umgebung\, die feste Grenzen zwischen Fakt und Fiktion\, Vergangenheit und Gegenwart\, Bewusstsein und Kontrolle infrage stellt. \nTHOMAS ZIPP – Profondeville\nBerlin Art Week 2025 \n12. September – 25. Oktober\, 2025 \nGalerie Barbara Thumm\, Space I \n
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SUMMARY:Ralf Kerbach - Landschaften. Kindheitswege
DESCRIPTION:In der Ausstellung „Landschaften. Kindheitswege“ stellt die Galerie Poll neue Bilder von Ralf Kerbach vor\, die von 2023 bis 2025 in der sächsischen Landschaft seiner Kindheit entstanden sind. 1982 musste er diese vertraute Umgebung mit seiner erzwungenen Ausreise aus der DDR hinter sich lassen. Erst als Exilant in der Mauerstadt West-Berlin wurde ihm bewusst\, wie stark ihn die über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft rund um seine Geburtsstadt Dresden geprägt hat. \n2020 ist Ralf Kerbach zurück in diese von Weinbau\, Teich- und Landwirtschaft geformte Landschaft gezogen. Seit fünf Jahren lebt er zusammen mit der Künstlerin Heidrun Rueda in der Nähe von Meißen auf den Höhen über der Elbe. Dort ist sein Wunsch entstanden\, unter freiem Himmel die ihn umgebende Landschaft und das besondere Licht der Elbumgebung zu malen. Mit diesen Bildern versucht er\, das Wesen der sächsischen Landschaft sichtbar zu machen. Baum\, Stein\, Wolke\, Hügel\, Fluss\, Haus\, Straße\, Mauer – seine täglich wahrgenommene Lebensumgebung in Malerei umzusetzen\, war für den Künstler die Herausforderung. Das unmittelbar Gesehene in die Fläche zu transformieren und dabei – der Eigengesetzlichkeit des Bildes folgend – nicht abzubilden\, sondern ein Sinnbild zu schaffen\, ist seine Absicht. \nDie Unmittelbarkeit der Landschaftserfahrung und die Erinnerung an die Landschaft seiner Kindheitstage verschmelzen in der Bildfindung. Die Titel sind kurz und schlicht und meist ohne genaue Ortsangabe: „Die andere Seite“ (2024)\, „Häuser am Fluss“ (2024)\, „Landschaft bei Cossebaude“ (2025)\, „Kleine Elblandschaft“ (2023)\, „Felder im Frühjahr“ (2024) oder „Weinberg im Winter“ (2024). \nWer das Werk von Ralf Kerbach in der Vergangenheit verfolgt hat\, wird feststellen\, dass die Farbpalette des Malers lichter und heller geworden ist. Für die Umsetzung seiner Motive wählt er einfache Bildzeichen und arbeitet mit hinter- und nebeneinander angelegten Flächen. Die vormals apokalyptischen Landschaftsdarstellungen sind impressionistischen Landschaftsstudien gewichen. \nAusgangspunkt aller Bildideen von Ralf Kerbach ist stets die Auseinandersetzung mit seiner Wahrnehmung\, und so gehören mit „Selbst mit altem Hut“ (2025) und „Im Perseidenstrom“ (2022) auch zwei Selbstporträts zu den ausgestellten Bildern. Mit „Der Landschaftsmaler“ (2025) tritt ein Maler mit gelbem Hut vor seiner Staffelei unter einem Gewitterhimmel im Freiluftatelier auf. Mit diesem Gemälde kommentiert Ralf Kerbach seine gegenwärtige Schaffensphase schmunzelnd mit einem Blick in die Kunstgeschichte. \nRalf Kerbach\, geboren 1956 in Dresden\, studierte von 1977 bis 1979 in seiner Geburtsstadt an der Hochschule für Bildende Künste bei Prof. Gerhard Kettner\, bis die DDR ihn zur Exmatrikulation drängte. Nach eineinhalb Jahren Wartezeit erhielt er 1982 die Genehmigung zur Ausreise und musste die DDR innerhalb von 24 Stunden verlassen. Am 27. September 1982 zog Ralf Kerbach nach West-Berlin. 1986/87 erhielt er ein Stipendium in Olevano und verbrachte ein Jahr später längere Zeit in Paris. Bis 1990 lebte und arbeitete er in Valquières bei Montpellier. 1991 reiste er als Stipendiat der Deutsch-Brasilianischen Sommerakademie nach João Pessoa/Paraíba\, Brasilien. Ralf Kerbach lehrte von 1992 bis 2023 als Professor für Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seine Werke befinden sich in wichtigen privaten und öffentlichen Sammlungen\, u. a. in der Berlinischen Galerie\, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden\, im Museum der bildenden Künste Leipzig und in der Sammlung Hasso Plattner in Potsdam. \nBeitragsbild: Ralf Kerbach\, Landschaft bei Cossebaude\, 2025\, Öl auf Leinwand\, 60 x 80 cm \nRalf Kerbach – Landschaften. Kindheitswege\n12. September bis 25. Oktober 2025 \nPOLL Galerie \n
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LOCATION:Galerie Poll\, Gipsstraße 3\, Berlin\, 10119
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SUMMARY:Nour el Saleh – Interface
DESCRIPTION:Du bist gerade erst angekommen und hast noch keine Orientierung\, aber das ist in Ordnung – wir auch nicht. Nimm dieses Fernglas. Wer ist diese große\, nackte\, langfingrige Gestalt\, die sich dort oben auf dem Hügel kauert? Auch andere schauen hin: jemand erbricht sich\, jemand duckt sich weg und ist dennoch neugierig. Vielleicht siehst du – subjektiv – aus der Perspektive der Kreatur und machst damit alle Anwesenden zu jemandes „Anderen“. Und vielleicht erinnert dich das Ganze an etwas Großes\, aber Unfassbares\, an die stachelige Textur des Lebendigseins: Fragen über Fragen\, verschwommene Sehnsüchte\, flüchtige Einblicke in ein namenloses Geheimnis – Fremdheit\, akzeptiert\, weil sie unmittelbar vor dir liegt. Nour el Salehs Gemälde Spleen ist\, ganz charakteristisch\, eine Versammlung unbeantwortbarer Fragen: Wo? Wann? Wer? Auf welcher Ebene der Realität? (Der Ausstellungstitel Interface könnte auf die künstlich erzeugten Umgebungen von Videospielen anspielen.) All das verweist zugleich darauf\, dass die Künstlerin selbst nur kurz vor uns angekommen ist. Sie beginnt fast immer mit dem Malen\, ohne zu wissen\, was sie malen wird – auf der Suche nach jener Schwelle\, an der klar wird\, dass etwas geschehen wird\, ohne dass feststeht\, was genau. \nUnd doch gibt es innerhalb all dessen einige Gewissheiten. el Saleh malt Körper in extremis\, als würde das Fleisch innere Gefühlszustände signalisieren\, als würden Emotionen Physiognomie neu formen und sich buchstäblich dicht an den Knochen niederlassen. Hände und Füße sind hier so ausdrucksstark und eindringlich wie Augen. Die Figuren fühlen tief\, und manchmal können wir erahnen\, was: das nachvollziehbare Verlangen nach Veränderung\, vermischt mit der Angst vor ihren Folgen. Kleinere Figuren – vielleicht alternative Selbst – treten aus Hautportalen hervor (siehe Spoon-feed) oder erscheinen in den knochigen Fingern einer größeren Figur geborgen (sleepy lavender). In der umkehrbaren Arbeit Fracture plane verwandelt sich ein Körper in eine Motte. In Flytrap fliegt ein mottenähnlicher Mensch traumartig über den Himmel – um zu fallen oder zu fliegen oder\, wie der Titel andeutet\, bei der Suche nach Licht in die Falle zu geraten. Selbst das Wetter kann wie eine handelnde Figur wirken\, ein abstrakter Hinweisgeber. \nEin Teil von el Salehs Kunst besteht darin\, so vieles zurückzuhalten und zugleich die Betrachtenden heranzuwinken – am Rand einer Erzählung zu balancieren und doch zu bestätigen\, dass das ganze Narrativ nie zu haben ist. Eine Ebene gilt ihrem libanesischen Aufwachsen\, „Easter Eggs“\, die in den Kompositionen versteckt sind und die nicht jeder kulturell dechiffrieren kann. Doch zugleich gibt es eindeutige Hinweise auf die universelle Fragmentierung der Betrachtung – ein umkehrbares Gemälde etwa lässt sich nie vollständig erfassen. So werden die Betrachtenden kollektiv zu einer Gemeinschaft des bewussten Nichtwissens – ein Zustand\, den Menschen ohne Glauben vielleicht als Preis des Lebendigseins bezeichnen würden. Kunst ist der Ort\, an dem wir uns dem freiwillig stellen und darüber staunen – ein Kanal zwischen dem Hier und dem grenzenlos Unbekannten. Oder\, wenn man so will: ein Interface.Martin Herbert \nBildunterschrift: Nour El Saleh Nail bite 2025 oil on canvas 165 x 155 cm 65 x 61 in \nNOUR EL SALEH – Interface\n12. September – 25. Oktober 2025 \nGNYP Gallery \n
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SUMMARY:valeurs refuge | Natacha Donzé
DESCRIPTION:In valeurs refuge verwandelt Natacha Donzé den Galerieraum in eine malerische Szenerie zwischen Sakralität und synthetischer Ästhetik. Ein Ort\, der zwischen Intimität und Abstraktion\, Emotion und Oberfläche schwebt\, leuchtend\, ruhig\, und leicht künstlich. Wie ein digitales Nachbild oder eine synthetische Erinnerung\, die auf uralte Symbolik von Liebe\, Verfall und zyklischem Leben verweist.  \nSo schafft Donzé einen Ort der Zuflucht in dessen Zentrum sie die Malerei Not built\, but born stellt – zwei Köpfe\, die sich wie Liebende in einer stillen Begegnung gegenüberstehen. Ihre emblematische Präsenz suggeriert die Existenz eines Portals\, eine Verbindung jenseits der Zeit\, eingehüllt in eine chromatische Welt aus Gold-\, giftgelb- und Sonnenuntergangstönen – eine sakrale sowie konsumgeprägte Atmosphäre. Die Werke bewegen sich in zyklischen Sequenzen zwischen Kapital und Emotionen. Zwischen dem Heiligen und dem Synthetischen\, dem Geborenen und dem Gebauten\, dem Intimen und dem Institutionellen. Eine Reihe von Leinwänden entfaltet sich\, sie verweisen auf architektonische Fassaden\, Fragmente von beanspruchten und geformten Körpern und Gesten\, auf schwitzende Strukturen\, berührte Oberflächen und sprechen von Körpern in die investiert wurde. \nDonzé vereint visuelle Sprachen von Unternehmensbildern\, religiösen Räumen und biologischen Systemen. Durch die für sie charakteristische Verwendung von Airbrush und modularen Formaten erforscht sie die Spannung zwischen dem\, was von Menschenhand gemacht ist\, und dem\, was dem Menschen innewohnt – zwischen den Strukturen\, die wir bauen\, und den Gefühlen\, die in ihnen bestehen. Die Ausstellung bildet einen Kreislauf: Liebe und Tod\, Kapital und Begehren\, Körper und Gebäude\, die alle in einem fragilen\, leuchtenden Gleichgewicht gehalten werden.  \nDie Ausstellung eröffnet parallel zur Berlin Art Week.\nPhoto: Installation view\, valeurs refuge\, 2025 | Photo: Marjorie Brunet Plaza \n
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