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SUMMARY:KÄTHE TO GO im Käthe-Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Das Käthe-Kollwitz-Museum zieht in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg!\nWährend der Umzugsphase bietet das Museum in seinem KOLLWITZ GUIDE eine digitale Stadttour der besonderen Art an. Mit KÄTHE TO GO kann man Orte in Berlin entdecken\, von denen Käthe Kollwitz sich inspirieren ließ oder an denen sie künstlerisch arbeitete. Ihr Leben lang befasste sich Kollwitz mit Themen wie Tod\, Elend\, Schmerz und Ungerechtigkeit. Sie besuchte beispielsweise die Insassinnen des Frauengefängnisses in der Barnimstraße oder begleitete skizzierend den Kohlenstreik im Wedding.\nEinige Orte ihrer Inspirationen existieren heute nahezu unverändert\, andere sind nicht mehr wieder zu erkennen. KÄTHE TO GO ermöglicht\, sich im Berliner Stadtraum auf Kollwitz‘ Spuren zu begeben und ihrer Geschichte nachzuspüren. Außerdem finden Sie im KOLLWITZ GUIDE eine Preview zur neuen Sammlungspräsentation im Theaterbau.\nZum KOLLWITZ GUIDE gelangt man über die Webseite: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/ oder über folgenden Link: https://tinyurl.com/2aff4vqp \n
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SUMMARY:LOVE LETTERS TO THE CITY
DESCRIPTION:LOVE LETTERS TO THE CITY zeigt Werke von über fünfzig internationalen und in Berlin lebenden Streetartists\, die das transformative Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum nutzen. Städte sind mehr als Beton und Asphalt\, sie pulsieren voller Geschichten\, Träume und Gefühle. Die neue Ausstellung im URBAN NATION\, kuratiert von Michelle Houston\, ist eine Hommage an die Stadt und eine Einladung\, unsere urbanen Lebensräume mit einem neuen Blick zu erforschen. Themen wie Urbanisierung\, Gentrifizierung\, Umweltzerstörung und soziale Ungleichheit verlangen einen kritischen Diskurs\, der die Entwicklung der Gesellschaft im positiven Sinne beeinflussen soll. Wie verändert Kunst die Sichtweise auf den öffentlichen Raum? Welche Veränderungen kann Kunst in der Stadt anstoßen? Auf welche Methoden greifen die Künstlerinnen und Künstler zurück\, um eine entsprechende Wirkung zu entfalten? \nTeilnehmende Künstler: 2501\, Aniruddh Mehta\, Banksy\, Blek le Rat\, Bordalo II\, Carlos Mare aka Mare139\, Chop ’em Down Films\, Crash\, Dan Witz\, Daze\, Drew.Lab_One\, Elfo\, Evol\, HA Schult\, HOGRE\, Isaac Zavale\, James Reka\, Jaune\, Jazoo Yang\, Joel Daniel Phillips\, Johannnes Mundinger\, Jordan Seiler\, Kenny Scharf\, Lady Pink\, Liviu Bulea\, Martha Cooper\, Matthew Grabelsky\, MILLO\, Moses & Taps\, Nika Kramer\, Octavi Serra\, Owen Dippie\, OX\, PAINTING DHAKA Project\, Paradox\, Rocco and his brothers\, Sebas Velasco\, Shepard Fairey\, Stephanie Buer\, Stiftung Berliner Mauer\, Stipan Tadić\, Susanna Jerger\, Tats Cru\, THE WA\, Vhils und Zhang Dali. \nLOVE LETTERS TO THE CITY\n14. September 2024 – 30. Mai 2027 \nURBAN NATION \n
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SUMMARY:Neue Dauerausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge
DESCRIPTION:Lernen Sie die neue Dauerausstellung kennen – mit Wein und mit Musik! Die neue Dauerausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Form eines Offenen Depots zeigt sich inhaltlich und gestalterisch aktualisiert. Zu sehen sind rund 15.000 Objekte\, die im 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart erfunden und entworfen\, produziert und gehandelt\, gekauft und genutzt\, repariert und entsorgt wurden. Ihre Masse und Diversität ermöglichen eine Auseinandersetzung mit Fragen zum Dingcharakter\, zum Mensch-Ding-Verhältnis und zum dinglich geprägten Alltag. \nDer Deutsche Werkbund ist das Kernthema des Museums und bildet die inhaltliche Basis für das Offene Depot. Die 1907 von Akteuren aus den Bereichen Kunst\, Industrie und Politik gegründete Vereinigung strebte im 20. Jahrhundert nach einer modernen und sachlichen Gestaltung von industriell gefertigten Produkten\, von Architektur und von Lebensraum. Forderungen nach Funktionalität\, Nachhaltigkeit und Materialgerechtigkeit sowie der Verzicht auf Dekor und Ornament kennzeichnen sein Programm. Der Verband verfolgte sowohl nationalökonomische als auch ethisch-soziale und kulturelle Ziele. Zur Durchsetzung seiner Interessen nutzte er verschiedene Instrumente: Mustersammlungen von „guten“ und „schlechten“ Dingen\, Ausstellungen\, Warenkunden\, Werkbundkisten und Wohnberatungen. \nIm Offenen Depot reflektiert das Werkbundarchiv – Museum der Dinge die Werkbundstrategien und die Produktkultur der Moderne kritisch und betrachtet sie vor dem Hintergrund der globalisierten Welt und der großen gesellschaftlichen und ökologischen Transformationen. \nDa die neuen Museumsräume kleiner sind als zuvor\, bleiben viele Sammlungsobjekte in Kartons und damit viele Themen verborgen. Die Möbelsammlung kann nur eingeschränkt und komprimiert anhand von wenigen Stühlen gezeigt werden. \nTrotz der Raumknappheit zeigt das Offene Depot auch Leerstellen – es bietet Raum für externe Perspektiven\, für Erweiterungen und Interventionen. Es lädt zum Entdecken ein und zu Diskussionen über Gestaltung und Gesellschaft. \nNeue Dauerausstellung\nab dem 09.11.2024 \nWerkbundarchiv – Museum der Dinge \n
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LOCATION:Werkbundarchiv – Museum der Dinge\, Oranienstraße 25\, Berlin\, D-10999\, Deutschland
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SUMMARY:Kunst in Berlin. 1880 – 1980 Dauerausstellung
DESCRIPTION:Der Rundgang ist eine Zeitreise durch Berlin: Kaiserreich\, Weimarer Republik\, nationalsozialistische Diktatur\, Neuanfang nach 1945\, Kalter Krieg in der geteilten Stadt und die sich im Schatten der Mauer in Ost und West entwickelnden alternativen Gesellschafts- und Lebensentwürfe. In Ost-Berlin bildete sich ab den späten 1970er Jahren eine alternative Kulturszene aus. In West-Berlin zogen die aggressiven Werke der Neuen Wilden ab Ende der 1970er Jahre erneut international Aufmerksamkeit auf die geteilte Stadt. \nTastmodelle\, ein taktiles Bodenleitsystem sowie ein Mediaguide mit Bildbeschreibungen und Hinweisen zur Wegeführung ermöglichen es\, die Kunst auf vielfältige Weise zu erleben. Blinden und sehbehinderten Menschen bietet sich damit ein barrierefreier Zugang in der Ausstellung. \n
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LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Ready for take-off: Ab Juni 2025 eröffnet die Modellfläche TXL Raum für Clubkultur\, Kreativität und neue Visionen
DESCRIPTION:Aus dem stillgelegten Flughafen Tegel erwacht auch dieses Jahr wieder ein lebendiger Ort für Kunst und Kultur zum Leben! Ab Juni 2025 öffnet die Modellfläche TXL erneut ihr Gate – für Clubkultur\, kreative Begegnungen und unvergessliche Erlebnisse. Wo früher Flugzeuge abhoben\, wird nun ein einzigartiger Raum für Musik und urbane Visionen weiterentwickelt. Nun sucht die Clubcommission einen geeigneten Betreiber:innenakteur. \nIn einer Zeit zunehmender städtischer Verdichtung und ansteigender Gewerbemieten öffnet die Modellfläche TXL erneut ihre Tore\, um öffentlich zugängliche Räume für Clubkultur zu schaffen und zu bewahren. Seit 2023 steht auf dem Gelände des ehemaligen Catering-Gebäudes eine Open-Air-Fläche für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Nun wird das Gemeinschaftsprojekt unter Führung der Clubcommission ausgeweitet: Ein neuer Betreiber:innenakteur soll die Außen- und Innenbereiche langfristig für Kunst und Clubkultur nutzen. Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen Betriebsmodells für ein interdisziplinäres Zentrum für Clubkultur mit Nutzungen sämtlicher Kultursparten und Akteur:innen der Urbanen Praxis. \nDer Flughafen Tegel war 46 Jahre lang ein zentraler Verkehrsknotenpunkt – zunächst als Tor nach West-Berlin\, später als Hauptstadtflughafen. Das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende markante Catering-Gebäude („Gebäude I“) aus den 1960er Jahren\, bekannt für seine ikonische orangefarbene Architektur\, ist heute einer der wenigen kulturellen Standorte im Entwicklungsgebiet Urban Tech Republic. Umgeben von Flächen\, die für Forschung\, Industrie oder Erholung gedacht sind\, soll auf dem ehemaligen Rollfeld des Flughafens das fast 3.700 Quadratmeter große Gelände erneut für vielfältige inklusive Veranstaltungsformate wie Live-Musik\, Tanzveranstaltungen\, Performances\, Filmvorführungen\, Workshops und Theateraufführungen zur Verfügung stehen. Ab Ende 2025 soll erstmals auch ein Teil des Innenbereichs hinzukommen\, um ganzjährig nutzbare clubkulturelle Räume zu schaffen. \nVom 17. April bis 17. Mai 2025 haben erfahrene Veranstalter:innen aus Berlin die Chance\, sich für die Bespielung der Modellfläche TXL zu bewerben. Der Betrieb ist zunächst für mindestens drei Jahre bis Mitte 2028 geplant\, mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Eine unabhängige\, fünfköpfige Jury aus Expert:innen der Clubkultur und Urbanen Praxis wählt das passende Betreiber:innenkollektiv aus\, das im Juni 2025 bekannt gegeben wird. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein ganzheitliches\, wirtschaftlich tragfähiges Konzept\, das sowohl den Innen- als auch den Außenbereich umfasst und bis Ende 2025 für die folgenden Jahre ausgearbeitet wird. Alle Informationen zur Ausschreibung sind auf der Website txl.clubkultur.berlin zu finden. Die Entwicklung der Modellfläche TXL wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieser Prozess wird umgesetzt von der Clubcommission Berlin e.V. in Kooperation mit der Kulturraum Berlin gGmbH und der Geschäftsstelle des Berliner Projektfonds Urbane Praxis der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung. \nJoe Chialo\, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin„Das ehemalige Flughafengelände Tegel entwickelt sich weiter zu einem lebendigen\, vielseitigen Kulturquartier. Mit der Modellfläche TXL entsteht ein einzigartiger Ort\, der Clubkultur\, Kunst und urbane Praxis verbindet. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt dieses Vorhaben\, um kulturelle Vielfalt von Anfang an in die Stadtentwicklung einzubinden und einen neuen\, offenen Kulturraum für Berlin zu schaffen.“ \nEmiko Gejic\, Pressesprecherin Clubcommission Berlin e.V.„Die Berliner Clubkultur lebt von Freiräumen – und genau solche Räume müssen aktiv gesichert und neu geschaffen werden. Die Umnutzung des Areals der ehemaligen Cateringgebäudes für kulturelle Zwecke trägt dazu bei\, Berlins vielfältige Kulturlandschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir freuen uns\, dass dieses Projekt fortgesetzt wird und wir gemeinsam mit unseren Partner:innen ein nachhaltiges Modell für Clubkultur und Urbane Praxis gestalten können.“ \nDr. Yann Kersaint\, Co-Koordination Berliner Projektfonds Urbane Praxis / Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung \n\n„In Zeiten von Ressourcenknappheit und Raummangel ist es für die Berliner Kulturlandschaft besonders wichtig\, nicht-kommerzielle Kulturorte zu entwickeln und sie für Berliner*innen zugänglich zu machen. Die Modellfläche TXL steht für eine moderne und einzigartige Form der Kulturellen Stadtentwicklung mit Strahlkraft in die ganze Welt. Wir freuen uns mit diesem Modellprojekt\, Kulturakteur:innen auf dem Weg in die Professionalisierung unterstützen zu können.“ \n\nTXL im Steigflug – Ein neuer Abschnitt für die Clubkultur\nStart: Juni 2025 \nGelände des ehemaligen Flughafens Tegel (TXL) \n
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CATEGORIES:Begleitprogramm zur Ausstellung
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SUMMARY:Monira Al Qadiri. Hero
DESCRIPTION:In ihren Werken werden die Verbindungen zwischen der Etablierung von Erdöl als wichtigstem fossilen Brennstoff in der Mitte des 20. Jahrhunderts und der Expansion des Konsumkapitalismus in der Nachkriegszeit reflektiert. Oftmals entwickelt sie ihre Arbeiten aus autobiografischen Erfahrungen\, die sie u.a. im Kuwait der 1980er und 1990er Jahre gemacht hat\, und richtet einen kritischen Blick auf bestehende historische und politische Narrative.\nDie Auseinandersetzung mit Öl bedeutet immer auch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der menschlichen Interaktion mit der Erde\, deren Ausbeutung sowie deren Widerstandsfähigkeit. Für die Berlinische Galerie entwickelt Al Qadiri eine ortsspezifische Installation\, bestehend aus einem großformatigen Wandgemälde\, Objekten und Video\, in der Öl weit mehr als eine „Ressource“ ist. Es steht auch symbolisch für die Gewalt\, die Erinnerungen und die persönlichen Geschichten\, die mit seiner Gewinnung verbunden sind. \nÜber die Künstlerin \nMonira Al Qadiri (*1983) ist eine kuwaitische Künstlerin\, die in Senegal geboren und in Japan ausgebildet wurde. Einzelausstellungen ihrer Arbeiten wurden u.a. gezeigt im Kunsthaus Bregenz\, Österreich (2023); UCCA Dune\, China (2023); Guggenheim Museum Bilbao\, Spanien (2022); Blaffer Art Museum\, Texas\, USA (2022); Haus der Kunst\, München (2020); Kunstverein Göttingen (2019); The CIRCL Pavilion\, Amsterdam\, Niederlande (2018); Sursock Museum\, Beirut\, Libanon (2017) und Gasworks\, London\, UK (2017). 2022 war Al Qadiri in der zentralen Ausstellung „The Milk of Dreams“ der Biennale von Venedig vertreten. Sie lebt in Berlin. \n
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SUMMARY:Brigitte Meier-Denninghoff.  Skulpturen und Zeichnungen 1948 – 1970
DESCRIPTION:Als einzige Bildhauerin und Frau ist sie Mitbegründerin der Gruppe ZEN 49. Meilensteine ihres Erfolgs sind Einladungen 1959 und 1964 zur documenta in Kassel und 1962 zur Biennale in Venedig. Sie erhält wichtige Kunstpreise und ist in relevanten Publikationen zur Skulptur nach 1945 vertreten. Dennoch wird sie heute oft nur als Teil des erfolgreichen Berliner Duos Matschinsky-Denninghoff wahrgenommen. Ihr Mann Martin Matschinsky (1921–2020)\, zunächst Fotograf und Schauspieler\, unterstützte ab 1955 seine Frau bei der Umsetzung der Skulpturen. Ab 1970 signierten die beiden diese zusammen und legten damit den Grundstein für die Marke Matschinsky-Denninghoff. Auch Skulpturen\, mit denen die Künstlerin 1955 bis 1970 international bekannt geworden war\, erklärte das Paar rückwirkend zum gemeinsamen Werk. Ihre großformatigen\, ikonischen Arbeiten prägen den öffentlichen Raum vieler westdeutscher Städte. \nDie Ausstellung wertet erstmals umfassend den Nachlass aus. Er umfasst eine Fülle unbekannten Materials\, darunter Skulpturen\, Zeichnungen und Dokumente zu Brigitte Meier-Denninghoff. Sie legen eine neue Sicht auf das Frühwerk der Künstlerin nahe. \nDer Nachlass wird von der Stiftung Matschinsky-Denninghoff unter dem Dach der Berlinischen Galerie in Zusammenarbeit mit Van Ham Art Estate betreut. \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/brigitte-meier-denninghoff-skulpturen-und-zeichnungen-1948-1970/
LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:"Ultra" by Lukas Liese
DESCRIPTION:The presentation brings together a new body of work in which urban visual culture\, collective identity\, and sculptural form enter into a dynamic dialogue. \nIn his artistic practice\, Liese primarily works with stone. By addressing the presence of stone in space\, its geological properties\, and its art- and cultural-historical significance\, he creates an interplay between content and material that adds further layers to his work. In addition to traditional tools of stone sculpture\, Liese also employs digitally controlled techniques and chemical processes for his sculptures and reliefs. \nWorking with Carrara marble\, his preferred material\, Liese translates fleeting impressions from the public realm into lasting sculptural gestures. The resulting works bring questions of transience and permanence\, anonymity and community into focus. We warmly invite you to the opening and look forward to your visit. \nLukas Liese (*1991) has been living and working in Berlin since 2010. He studied fine arts/sculpture at the Kunsthochschule Berlin-Weißensee and the University of Minnesota in Minneapolis\, completing his master’s degree in 2019. His work has been shown in numerous group and solo exhibitions\, including at the Goethe-Institut Beijing\, Uferhallen Berlin\, Bärenzwinger Berlin\, Kunstmuseum Heidenheim\, and Warte für Kunst Kassel. He has received several awards and fellowships\, including the Bernhard Heiliger Fellowship (2025)\, the Neustart Plus Fellowship of the Stiftung Kunstfonds (2023)\, the Elsa Neumann Fellowship of the State of Berlin (2020)\, and the Mart Stam Prize (2018). \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/ultra-by-lukas-liese/
LOCATION:Galerie Mazzoli\, Eberswalder Str. 30\, Berlin\, 10437
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SUMMARY:Sascha Weidner – Mehr Licht
DESCRIPTION:Die Dorothée Nilsson Gallery präsentiert „Mehr Licht“\, eine Einzelausstellung mit Sascha Weidner. Mehr Licht widmet sich erneut Sascha Weidners poetischen und emotional aufgeladenen Bildern\, die eine radikale\, subjektive Bildwelt erschaffen\, geprägt von Wahrnehmung\, Sehnsucht und codierter Symbolik. Inka Schube schreibt in Intermission II\, Weidners Bilder seien bevölkert von „Kapuzengeschützte Gesichter\, androgyne Körperlichkeiten\, energetische Fußgelenke und bildsuchende Hände: zwischen Himmel\, Wasser\, Erde\, Wald und Gestein“. Und weiter: „Als gäbe es keine schwerkraftfixierten Bestimmungen\, kein Oben und Unten\, keine Grenzen jenseits der gestörten Paradiese. Lasst uns anders denken\, sein.“ \nWeidners Arbeiten waren sorgfältig komponiert. Licht und Schatten wurden bewusst gesetzt\, um\, wie er selbst sagte\, die „oft surreale\, mitunter tief berührende Atmosphäre von Wirklichkeit“ zu betonen. Er mochte keine sogenannten „cleanen“ Ausstellungen. Werke aus unterschiedlichen Serien und in verschiedenen Formaten kombinierte er zu nichtlinearen\, asymmetrischen Installationen\, die ganze Wände füllten. Seine Bilder fungierten als Codes\, die in der Zusammenstellung etwas Größeres ergaben. Einzelne\, vermeintlich unabhängige Aufnahmen wurden Teil eines umfassenderen Narrativs. Das Publikum war eingeladen\, eigene Assoziationen zwischen den Bildern zu bilden und unerwartete Verbindungen zu entdecken. Er wollte\, dass die Bilder an der Wand explodieren „wie kosmisches Feuerwerk“. \nSascha Weidner (1974–2015) lebte und arbeitete in Belm und Berlin. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt\, unter anderem im FOAM (Niederlande)\, C/O Berlin\, Galerie Conrads (Deutschland)\, im Australian Centre for Photography in Sydney und beim Photofestival Knokke (Belgien). Seine Fotografien befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen\, darunter der Berlinischen Galerie (Berlin)\, der Collection IBB (Berlin)\, der Alexander Tutsek-Stiftung (München)\, dem Museum Folkwang (Essen)\, dem Sprengel Museum (Hannover) und der JPMorgan Chase Art Collection (New York). \nBeitragsbild: Sascha Weidner\, Mehr Licht II\, 2009\, 120 x 120 cm \nSASCHA WEIDNER – Mehr Licht\n07 September – 08 November 2025 \nDorothée Nilsson Gallery \n
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SUMMARY:Katerina Poladjan\, Henning Fritsch. Ancora un Dialogo di Roma
DESCRIPTION:In einer Überschreibung von Marguerite Duras’ Il dialogo di Roma (1982) zeigt Poladjan Bilder der Stadt Rom und kontrastiert sie mit einem Dialog aus dem Off: Eine Frau und ein Mann sprechen über die Stadt\, die Liebe und das Leben. Ancora un Dialogo di Roma untersucht die Bedeutung der Stadt Rom für das (west-)europäische Bewusstsein und unterläuft zugleich Kategorien des „Eigenen“ und des „Fremden“. Bekannt wurde Poladjan als Schriftstellerin mit den Werken In einer Nacht\, woanders (2011)\, Vielleicht Marseille (2015)\, Hinter Sibirien. Eine Reise nach Russisch-Fernost (2016\, alle erschienen im Rowohl Verlag) sowie Hier sind Löwen (2019) und Zukunftsmusik (2022\, S. Fischer Verlag). Mit Ancora un Dialogo di Roma widmet sich Katerina Poladjan – gemeinsam mit Autor Henning Fritsch – erstmals dem Medium Film. \nKurator: Marius Babias \nOpening: September 10\, 2025\, 6pm \n
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SUMMARY:Margaretha von Trotta
DESCRIPTION:Kurator*innen: Marius Babias\, Michaela Richter \n1981 wurde sie als erste Frau mit dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig ausgezeichnet\, für das an die Geschichte der Ensslin-Schwestern angelehnte Drama Die bleierne Zeit. In diesem und zahlreichen weiteren Werken setzte sich von Trotta wegweisend mit der deutschen Geschichte\, historischen Frauenfiguren sowie dem Verhältnis von Privatem und Politischem insbesondere aus weiblicher Perspektive auseinander. Zahlreiche Filmausschnitte sowie teils unveröffentlichte Fotografien\, Drehbuchfassungen und Tagebuchseiten geben Einblick in von Trottas Leben und Wirken. Ihre intensive Auseinandersetzung mit einflussreichen Denkerinnen wie Rosa Luxemburg\, Hannah Arendt\, Hildegard von Bingen und Ingeborg Bachmann wird dabei ebenso beleuchtet wie ihre kontinuierliche Zusammenarbeit mit Schauspielgrößen wie Angela Winkler\, Jutta Lampe\, Katja Riemann und Barbara Sukowa\, die in von Trottas Filmen wiederholt die Hauptrollen spielten. Die Ausstellung im n.b.k. wird begleitet von einer Werkschau im Babylon Kino. \nEin Projekt in Kooperation mit dem Babylon Kino\, Berlin \n
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SUMMARY:Nora Turato
DESCRIPTION:Kuratorin: Lidiya Anastasova \nSprache – in gesprochener wie geschriebener Form – dient als zentrales Material in Nora Turatos Werk. Sie erforscht diese in Form von Typografie\, Wandarbeiten\, Video\, Sound\, Performances und Künstlerinnenbüchern (etwa in der Serie pool). Dabei arbeitet sie mit vorgefundenem Material aus vielseitigen Quellen wie u. a. dem Internet\, Social Media\, Presse\, Büchern\, Filmen\, Musik und Gesprächen. Von der Künstlerin gesammelt und akribisch neu geordnet\, wird ein Überfluss an Wortmaterial bis auf die Essenz heruntergebrochen. Turatos neue\, eigens für die Fassade des n.b.k. konzipierte Arbeit markiert einen Wendepunkt in ihrer Praxis – eine Herangehens-weise\, die den eigenen Körper als Ausgangspunkt nimmt – als Quelle der Sprache und der Handschrift. Turato untersucht Konditionierungen\, die das menschliche Verhalten prägen – mit einem Fokus darauf\, wie diese verinnerlichten Muster physisch sichtbar werden. Hierbei wird die Handschrift als Form des Ausdrucks und zugleich als ein direktes Ergebnis erlernten Verhaltens betrachtet. \n
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SUMMARY:Stephan Crasneanscki und Patti Smith. Cry of the Lost | Prince of Anarchy
DESCRIPTION:Kuratorin: Lidiya Anastasova \nEin langjähriger künstlerischer Austausch verbindet den Gründer von Soundwalk Collective Stephan Crasneanscki und die Musikerin und Dichterin Patti Smith\, der sich unter dem Titel CORRESPONDENCES der Öffentlichkeit offenbart. Hierbei handelt es sich um einen stetig wachsenden Werkkomplex\, der aus mehreren Filmen\, Archivmaterial\, Collagen\, Gedichten\, Installationen und Performances besteht\, die sich jeweils unterschiedlichen Themenbereichen widmen – darunter ökologische Katastrophen und der Klimawandel. Crasneanscki beschreibt den Arbeitsprozess mit Smith als einen fortlaufenden Dialog: Seine Field Recordings – Feldaufnahmen\, die er als ein Archiv von „Klangerinnerungen“ (sonic memories) bezeichnet – sind Ausgangspunkt für Smiths Dichtung. In der Reihe n.b.k. Billboard wird erstmalig ein Werk aus CORRESPONDENCES – Cry of the Lost | Prince of Anarchy – im urbanen Raum präsentiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.   \n
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SUMMARY:Dan Walsh: Assembly
DESCRIPTION:Anlässlich der Berlin Art Week zeigt die Galerie Thomas Schulte die erste Einzelausstellung mit neuen Gemälden von Dan Walsh\, in der er seine meditative Auseinandersetzung mit Abstraktion fortsetzt. Mit Assembly erweitert Walsh sein minimalistisches Vokabular um subtil unregelmäßige Formen\, wechselhafte Linien und einen charakteristischen\, feinsinnigen Humor. Jedes der sieben Werke der Ausstellung beginnt mit einem streng strukturierten Raster\, das Walsh mit Hilfe einer reduzierten Auswahl formaler Elemente in ein komplexes visuelles System verwandelt. Durch die Wiederholung und Variation einfacher geometrischer Formen konstruiert er lineare Muster und visuelle Rhythmen\, die sich über die Leinwand entfalten. Bei näherer Betrachtung offenbaren diese Muster die freie und vielschichtige Pinselführung des Künstlers\, die zu dem Ergebnis von nuancierter Transparenz und zusätzlicher Komplexität führt. Wie Walsh selbst sagt\, ist er ein „Maximalist\, der innerhalb eines minimalistischen Paradigmas arbeitet“ und mit minimalen Mitteln maximale visuelle Resonanz anstrebt. \nEröffnung: Mittwoch\, 10. September 2025\, 18 bis 21 Uhr \nLängere Öffnungszeiten während der Gallery Night am Donnerstag\, 11. September\, von 18 bis 22 Uhr \nAuch am Sonntag\, 14. September\, von 12 bis 18 Uhr im Rahmen der Berlin Art Week geöffnet. \n
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LOCATION:Galerie Thomas Schulte\, Charlottenstraße 24\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:David Apakidze – The Knight at the Crossroads
DESCRIPTION:KVOST präsentiert im Rahmen der Berlin Art Week den georgischen Künstler David Apakidze (*1998). Apakidze ist der diesjährige Stipendiat von KVOST und erhält den Claus Michaletz Preis – Claus Michaletz Preis – KVOST 2025. Die Ausstellung ist Teil der Sektion Featured der Berlin Art Week. \nIn seinen Arbeiten verbindet Apakidze künstlerischen Ausdruck mit politischem Aktivismus und rückt dabei queere Perspektiven in den Mittelpunkt. In einer Zeit\, in der die Rechte queerer Menschen in Georgien massiv bedroht sind\, ist Apakidze eine wichtige Stimme in der Region. \nIm KVOST präsentiert der Künstler die neue Installation The Knight at the Crossroads. Im Zentrum der Erzählung steht ein queerer Migrant\, der als moderner Ritter dargestellt wird. In alten Erzählungen ist der Scheideweg ein Ort\, an dem ein Held zwischen verschiedenen Wegen wählen muss. Die Ausstellung greift dieses Motiv auf\, setzt den Moment der Entscheidung jedoch in einen modernen\, dystopischen Kontext\, in dem der Ausgang ungewiss bleibt. Anders als der traditionelle Held\, der siegreich zurückkehrt\, ist dieser Ritter in ständiger Bewegung und Entwurzelung gefangen. Für seine verletzliche Rüstung steht beispielhaft ein Motorradhelm mit einem Visier aus traditionellem Buntglas. \nDie Arbeit spiegelt die Erfahrungen vieler queerer Menschen wider\, die aufgrund zunehmender Homophobie und politischer Gewalt gezwungen sind\, ihr Land auf der Suche nach Sicherheit zu verlassen. \n\n„Die Ausstellung The Knight at the Crossroads ist meinen Freund:innen gewidmet\, die Georgien verlassen haben\, ebenso wie denen\, die noch dort leben. In den letzten Jahren hat die Auswanderung queerer Menschen aus Georgien in westliche Länder aufgrund der politischen Lage deutlich zugenommen. Die Ausstellung trägt autobiografische Züge: Eines Tages ließ ich von einer KI ein Bild von mir erstellen – ich trage eine Rüstung\, halte eine queere Flagge in der Hand\, im Hintergrund erheben sich die georgischen Berge. In dieser Inszenierung verkörpere ich den queeren Ritter Georgiens.“— David Apakidze \n\nApakidze wurde in Poti geboren und lebt in Tbilissi\, Georgien. Er ist bildender Künstler\, Kurator und Mitbegründer des Fungus Project – einer der ersten queeren Kunstplattformen im Kaukasus. Apakidze studierte Kunstgeschichte an der Staatlichen Kunstakademie Tbilissi\, wobei insbesondere die Auseinandersetzung mit mittelalterlicher orthodoxer Kunst seine künstlerische Perspektive nachhaltig prägte. \nSeine Arbeiten waren unter anderem 2024 in der Galeria Zachęta\, Warschau (PL)\, sowie im Art House Gorgi (GEO) zu sehen; 2023 in der National Gallery\, Tbilissi (GEO)\, und beim Open Out Festival\, Tromsø (NOR). 2025 absolvierte Apakidze eine Künstlerresidenz in der Prager MeetFactory (CZE). \nDAVID APAKIDZE – The Knight at the Crossroads\n11. September – 29. November 2025 \nKVOST \n
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LOCATION:KVOST – Kunstverein Ost\, Leipziger Strasse 47\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:valeurs refuge | Natacha Donzé
DESCRIPTION:In valeurs refuge verwandelt Natacha Donzé den Galerieraum in eine malerische Szenerie zwischen Sakralität und synthetischer Ästhetik. Ein Ort\, der zwischen Intimität und Abstraktion\, Emotion und Oberfläche schwebt\, leuchtend\, ruhig\, und leicht künstlich. Wie ein digitales Nachbild oder eine synthetische Erinnerung\, die auf uralte Symbolik von Liebe\, Verfall und zyklischem Leben verweist.  \nSo schafft Donzé einen Ort der Zuflucht in dessen Zentrum sie die Malerei Not built\, but born stellt – zwei Köpfe\, die sich wie Liebende in einer stillen Begegnung gegenüberstehen. Ihre emblematische Präsenz suggeriert die Existenz eines Portals\, eine Verbindung jenseits der Zeit\, eingehüllt in eine chromatische Welt aus Gold-\, giftgelb- und Sonnenuntergangstönen – eine sakrale sowie konsumgeprägte Atmosphäre. Die Werke bewegen sich in zyklischen Sequenzen zwischen Kapital und Emotionen. Zwischen dem Heiligen und dem Synthetischen\, dem Geborenen und dem Gebauten\, dem Intimen und dem Institutionellen. Eine Reihe von Leinwänden entfaltet sich\, sie verweisen auf architektonische Fassaden\, Fragmente von beanspruchten und geformten Körpern und Gesten\, auf schwitzende Strukturen\, berührte Oberflächen und sprechen von Körpern in die investiert wurde. \nDonzé vereint visuelle Sprachen von Unternehmensbildern\, religiösen Räumen und biologischen Systemen. Durch die für sie charakteristische Verwendung von Airbrush und modularen Formaten erforscht sie die Spannung zwischen dem\, was von Menschenhand gemacht ist\, und dem\, was dem Menschen innewohnt – zwischen den Strukturen\, die wir bauen\, und den Gefühlen\, die in ihnen bestehen. Die Ausstellung bildet einen Kreislauf: Liebe und Tod\, Kapital und Begehren\, Körper und Gebäude\, die alle in einem fragilen\, leuchtenden Gleichgewicht gehalten werden.  \nDie Ausstellung eröffnet parallel zur Berlin Art Week.\nPhoto: Installation view\, valeurs refuge\, 2025 | Photo: Marjorie Brunet Plaza \n
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LOCATION:max goelitz\, Rudi-Dutschke-Strasse 26\, Berlin\, 10969\, Deutschland
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SUMMARY:Marc-Oliver Schulz – Wasserland
DESCRIPTION:Weite\, Wasser und steter Wandel prägen das Wattenmeer – eine Landschaft\, die sich im Rhythmus der Gezeiten alle sechs Stunden neu formt. Alfred Ehrhardt sah darin einst „Urkräfte am Werk“. Der Hamburger Fotograf Marc-Oliver Schulz betrachtet das Watt aus anderer Perspektive. Auch ihn zieht es immer wieder an die Nordseeküste\, doch er richtet seinen Blick nicht wie Alfred Ehrhardt auf Strukturen oder Stimmungen\, sondern auf das Sehen selbst. Seine Werkserie Wasserland umfasst 35 Fotografien\, die erstmals in Berlin ausgestellt werden. \nZwischen 2009 und 2017 besuchte Schulz regelmäßig die Elbmündung zwischen Büsum und Cuxhaven\, ein Ort zwischen Land und Wasser. Auf den Steinbuhnen im offenen Watt wartet er auf den Moment\, in dem sich Landschaft\, Licht und Zeit entgrenzen. Seine Aufnahmen entstehen oft in der Dämmerung oder bei Nacht\, wenn sich der Horizont mit dem Sternenhimmel aufzulösen scheint. In Analogie zum kurzen Stillstand der Fließkräfte am Kipppunkt der Tide zeigen seine Bilder einen Stillstand in der Kontinuität des Wandels. Die konzeptuelle Strenge und Beschränkung der Bildelemente abstrahieren die Landschaft und erheben ihre karge Schönheit auf eine universelle Ebene. Die Leere und Weite des Wattenmeers begünstigen die Schärfung der Wahrnehmung\, weil das Narrativ entfällt. Das gegenstandsorientierte Sehen kann einem offenen\, absichtslosen Schauen weichen. Im Bild wird der Ort nachrangig\, dafür der Zustand der Landschaft bestimmend. Das Sehen bestimmt das Bild. \nIm Gegensatz zu Alfred Ehrhardt blendet Marc-Oliver Schulz Spuren menschlicher Zivilisation nicht aus. So sind z.B. die der Schifffahrt dienenden Seezeichen ein wiederkehrendes Bildelement\, das wie ein Erkennungsmerkmal die gesamte Bildserie durchzieht. In jeder Aufnahme verweisen Steinbuhnen\, Holzlahnungen\, Bohrinseln oder Lichter der Küstenstädte auf die Anwesenheit des Menschen\, der sich zwischen Landgewinnung und Landverlust täglich mit dem Meer messen muss. Der Steinwall\, auf dem der Fotograf steht – und wir als Betrachter mit ihm – wird so zum Symbol einer Bruchkante zwischen Natur und Mensch. \n
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LOCATION:Alfred Ehrhardt Stiftung\, Auguststr. 75\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:Cornelia Parker. Stolen Thunder (A Storm Gathering)
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SUMMARY:Gärten des Widerstands
DESCRIPTION:\n\n\n\n\n\n\nAn der Ecke Prinzregenten / Waghäuseler Straße befindet sich ein in der Geschichte Berlins noch nie bebautes Grundstück\, auf dem 89 Jahre lang Kleingärten gehegt und gepflegt wurden. Den Pächtern wurden ihre Gärten zum 30. November 2023 trotz zahlreicher Proteste gekündigt\, da das Gartenland einem Bauprojekt der landeseigenen Immobiliengesellschaft Berlinovo weichen soll. Die Ausstellung porträtiert die unterschiedlichen Gärten\, erzählt die Geschichte des 2359 qm großen Grundstücks und die seiner unmittelbaren Umgebung. \nDen Widerstand der Gärten gegen die endgültige Zerstörung dieses innerstädtischen\, kühlenden Biotops machte sich 2024 die Projektgruppe „KlimaInsel Wilmersdorf“ zu eigen. Sie entwickelte die Gärten im Rahmen einer Zwischennutzung zu einem Gemeinschaftsgarten und kämpft für eine klimagerechtere Stadtentwicklung. Die widerständigen Gärten wurden zu einem Treffpunkt der engagierten Kieznachbarschaft. \nSeit dem Sommer 2023 wurde Lorenz Kienzle vom fotografischen Dokumentaristen der Gartenkultur zugleich zum Aktivisten der KlimaInsel. Den Ausstellungstitel entlieh er sich vom französischen Philosophen und Gärtner Gilles Clément. \nRahmenprogramm \nSonntag\, 28. September 2025 | 15:00 UhrBegehung der Gärten mit Lorenz Kienzle und den Aktivisten.Treffpunkt: KlimaInsel\, Ecke Prinzregenten / Waghäuseler Straße \nMittwoch\, 22. Oktober 2025 | 18:00 UhrLesung und Gespräch mit Tobias Roth (Lyriker\, Herausgeber und Übersetzer des Textes „Gärten des Widerstands“ von Gilles Clément)\,Dr. Maike Weißpflug (Autorin und Politikwissenschaftlerin) und Lorenz Kienzle (Fotograf) \nSonntag\, 9. November 2025 | 14:00 UhrKünstlergespräch und Finissage \nBeitragsbild: Lorenz Kienzle\, Eines von 6 Fuchskindern vor dem Fuchsbau auf der KlimaInsel\, 2025 \n„Gärten des Widerstands“\n24.09.25 – 09.11.25 \nEcke Prinzregenten / Waghäuseler Straße\, Berlin \nKommunale Galerie Berlin \n\n\n\n\n\n\n\n
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SUMMARY:AFTER NATURE PRIZE 25: Lisa Barnard & Isadora Romero
DESCRIPTION:C/O Berlin präsentiert vom 27. Sep 2025 bis 28. Jan 2026 die Doppelausstellung der beiden Gewinnerinnen des After Nature . Ulrike Crespo Photography Prize 25: Lisa Barnard. You Only Look Once und Isadora Romero. Notes on How to Build a Forest. Die Eröffnung findet am Fr\, den 26. Sep 2025\, um 20:00 bei C/O Berlin im Amerika Haus statt. \nIn ihren beiden ausgezeichneten Projekten setzen sich Lisa Barnard (*1967\, Großbritannien) und Isadora Romero (*1987\, Ecuador) mit unserem Verhältnis zur Umwelt auseinander und hinterfragen\, wie Technologien\, Wissen und Wahrnehmung dieses Verhältnis prägen. Sowohl Barnard als auch Romero verbinden dokumentarische und experimentelle fotografische Praktiken\, um komplexe ökologische\, politische und kulturelle Zusammenhänge sichtbar zu machen. Ihre Arbeiten werfen dabei zentrale Fragen nach Verantwortung\, Ressourcen und neuen Formen des Zusammenlebens im Kontext globaler Krisen auf. \nLisa Barnard . You Only Look OnceIn ihrem ersten großen Projekt seit vier Jahren beschäftigt sich die britische Künstlerin Lisa Barnard mit Wahrnehmung im Spannungsfeld zwischen menschlicher und maschineller Erfahrung. Sie thematisiert die Komplexität technologischen Fortschritts sowie die ökologischen Ressourcen\, auf denen dessen Versprechen beruhen. Barnards Recherche ist in Kalifornien angesiedelt und entfaltet eine vielschichtige\, fragmentierte und nichtlineare Erzählung. Sie umfasst Fotografien\, eine immersive Videoinstallation\, bearbeitetes Archivmaterial\, alternative Drucktechniken und KI-generierte Bildanalysen\, die sich zu einem visuell dichten Gewebe zusammenfügen. \nAusgangspunkt des Projekts ist der Saltonsee im Süden Kaliforniens. Dieser war im Zweiten Weltkrieg Schauplatz militärischer Präzisionstests und ist heute zu einem Ort wirtschaftlicher Begehrlichkeiten und technologischer Heilsversprechen geworden – insbesondere durch den geplanten Abbau von Lithium. Barnards Arbeit zeigt die deutlichen Zeichen ökologischer Erschöpfung in dieser einst florierenden Gegend und thematisiert zugleich den militärischen Blick\, der eng mit dem Ort und seiner komplexen Geschichte verbunden ist. \nBarnard untersucht weiter\, wie Technologien\, die auf visuelle und akustische Signale angewiesen sind\, die Interaktion zwischen Mensch und Maschine beeinflussen. Anhand der Echoortung von Fledermäusen richtet sie den Fokus auf Techniken der Objekterkennung\, wie sie heute beispielsweise in autonomen Fahrzeugen allgegenwärtig sind. Ähnlich wie Menschen verlassen sich diese Systeme auf eine Vielzahl von Sensoren und Bildinformationen\, um die Welt zu erfassen und sich in ihr zu orientieren. Obwohl KI-gestützte Lernprogramme wie „You Only Look Once“ eine Objekterkennung in Echtzeit ermöglichen\, werden Maschinen niemals über ein echtes oder bewusstes Erleben verfügen. \nMit You Only Look Once schafft Barnard ein Bewusstsein für die Parallelen und Unterschiede zwischen menschlichem\, tierischem und maschinellem Bewusstsein sowie für die Momente\, in denen das Erkennen von Welt in deren aktive Gestaltung übergeht. Indem sie reflektiert\, wie stark die globalen Multikrisen der Gegenwart miteinander verflochten sind\, formuliert sie nicht zuletzt einen Kommentar auf die grundsätzlichen Verstrickungen maschineller „Autonomie“. In einer Zeit\, in der sich die Klimakrise zuspitzt\, stellt sich die Frage\, wie Technologien entwickelt werden können\, die nicht nur effizient\, sondern auch sensibel gegenüber der Welt sind\, die sie erfassen sollen. \nIsadora Romero . Notes on How to Build a ForestIn ihrem ausgezeichneten Projekt entwickelt die ecuadorianische Fotografin Isadora Romero eine vielschichtige visuelle Erzählung über zwei Nebelwälder ihres Heimatlandes: die Gemeinde Yunguilla im Biosphärenreservat Chocó Andino de Pichincha nahe der Hauptstadt Quito und das Reservat Mache-Chindul nahe der Pazifikküste. \nIhre Arbeit eröffnet einen sensiblen\, poetischen Blick auf Formen des Zusammenlebens mit dem Wald in Vergangenheit\, Gegenwart und Zukunft. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften\, Wissenschaftler:innen und Forschungsorganisationen sind über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr Fotografien entstanden\, die ihren Ausgangspunkt in gemeinschaftlich organisierten Aufforstungsinitiativen\, agroökologischen Praktiken und nachhaltigen Formen der Bewirtschaftung finden. \nRomeros künstlerische Praxis bewegt sich zwischen dokumentarischer Fotografie und experimentellen Verfahren. In der Ausstellung treffen Materialexperimente mit Pflanzen und Textilien auf durch die Luftfeuchtigkeit des Waldes veränderte Fotografien lokaler Familienarchive. Zudem eröffnet der Einsatz von Infrarot- und UV-Technologien eine spekulative Perspektive auf die Wahrnehmung tierischer Waldbewohner:innen. \nEin zentrales Motiv ihrer Auseinandersetzung ist der generationenübergreifende Wissenstransfer. Hierunter fasst Romero auch das überlieferte Wissen indigener Kulturen wie der Yumbo und Jama Coaque. Sie folgt den Spuren präkolumbianischer Handelswege\, den sogenannten culuncos\, und fotografiert außerdem Artefakte aus lokalen Museen\, die sie auf farbenprächtigen Stoffen in Szene setzt. \nNotes on How to Build a Forest ist eine dekoloniale Reflexion über unser Verhältnis zur Natur. Romero gelingt hier eine nuancierte Erzählung über den Wald als lebendigen Organismus\, die ihn nicht auf seine Zerstörung\, seine Rolle als CO2-Speicher oder als westlich romantisierte Projektionsfläche „unberührter Natur“ reduziert. Die Arbeit fragt nach möglichen Zukünften des Waldes – als geteilter Lebensraum\, Ort des kollektiven Gedächtnisses und kultureller Aushandlungen – und nicht zuletzt als Spiegel globaler Verantwortung im Zeitalter des Anthropozäns. \nDie Doppelausstellung wird von Katharina Täschner\, Junior-Kuratorin bei C/O Berlin\, kuratiert. Es erscheint jeweils eine begleitende Publikation im Verlag Hartmann Books. \nAFTER NATURE PRIZE 25Lisa Barnard – You Only Look OnceIsadora Romero – Notes on How to Build a Forest\n27. September 2025 – 28. Januar 2026 \nC/O Berlin\, Amerika Haus \n
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LOCATION:C/O Berlin (Foundation)\, Hardenbergstraße 22-24\, Berlin\, 10623
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SUMMARY:Karl Menzen (1950-2020). Stimmen von Stahl. Tellurische Gesichter
DESCRIPTION:Karl Menzen wäre in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden. Gemeinsam mit prominenten Institutionen wie dem Gerhard-Marcks-Haus Bremen\, dem Haus am Lützowplatz Berlin und der Kunsthalle Lehnin würdigt die Galerie feinart berlin in diesem Jahr das Werk des Metallbildhauers\,  dessen poetische Stahlkulpturen vielerorts im öffentlichen Raum Berlins und anderer Bundesländer zu sehen sind.  \nUnverkennbar für Karl Menzen ist das Prinzip der Reduktion auf elementare geometrische Formen. Seine „Transformationen“ entstehen zum Beispiel aus rechteckigen\, quadratischen oder runden Grundflächen\, die er durch einfache Einschnitte und Beugungen für die Entfaltung in den Raum befreit. Es ist sein leitendes Motiv\, dem harten\, schweren Material ein Wesen von Bewegung zu verleihen. Der Aufbruch der ursprünglich flachen Grundform in die Dreidimensionalität ist ein dynamisches Ereignis: die Skulpturen stehen auf\, balancieren\, heben ab\, fliegen.  \nDie Ausstellung zeigt einige Arbeiten\, die aus dem typischen Kanon des Bildhauers herauszufallen scheinen\, weil sie Stahl mit einem anderen Material konfrontieren oder versehrten\, rostigen Stahl auf eine Weise verarbeiten\, die an seinen Gebrauchswert erinnert. In diesen Begegnungen mit verbrauchten Oberflächen und schroffen Fremdmaterialien spitzt sich die Polarität von formaler Leichtigkeit und dem Widerstand\, der tellurischen Schwere des Materials zu einer im positiven Sinne tragischen Spannung zu.\nMenzens detaillierte Kenntnis von Materialeigenschaften und mathematischen Gesetzmäßigkeiten auf der einen Seite\, seine Phantasie dynamischer Formen auf der anderen Seite verschmelzen zu tänzerischen Ergebnissen. In ihrer metrischen Konstruktion sind seine Skulpturen empfindsam und atmosphärisch\, mal zwischen gegenläufigen Kräften wägend\, mal ihrer Sehnsucht nach Schwerelosigkeit folgend.  \nEinen figürlichen Ansatz findet man in Karl Menzens Masken-Skulpturen\, von denen acht in der Ausstellung gezeigt werden. Die Masken öffnen seine Arbeit am Metall für anthropologische Themen. Die Maske ist Verkleidung des Gesichtes\, zugleich Schutz und mögliche Täuschung. Die Maske ist ein Objekt traditioneller und ritueller Praktiken\, das soziale und kulturelle Bedeutungen verinnerlicht hat. In Stahl gegossen\, assoziieren Menzens Masken archaische Ideen von Wächtern und Kriegern und ruhen als ästhetische Objekte dennoch im konkreten Ansatz seines Kunstschaffens. \nDas Werk von Karl Menzen versteht sich aus der Gleichwertigkeit von Skulptur und Raum heraus. Jedes Objekt denkt seinen Umraum\, das Negativ seines Körpers mit. Nicht zufällig sind die meisten seiner Skulpturen allansichtig wie die Dachskulptur „…von allen Seiten schön…“ (Kurfürstendamm / Ecke Bleibtreustraße)\, die sich einmal im Jahr dreht und so aktiv unsere Sicht auf sie beeinflusst. Hier klingt der philosophische Gedanke an\, dass sich derselbe Gegenstand anders darstellt auf den ersten\, zweiten oder dritten Blick. Nichts hat ein festes Sein. Alles verändert sich\, wenn man den Blickwinkel verändert. Dass wir es dennoch mit starken physischen Präsenzen zu tun haben\, darin liegt wohl eines der Geheimnisse des Bildhauers. \nKurzvita\nKarl Menzen wurde 1950 in Heppingen (Rheinland-Pfalz) geboren. Nach dem Studium der Werkstoffwissenschaften an der Technischen Universität Berlin\, das er als Diplom Ingenieur abschloss\, entschied er sich für den künstlerischen Weg als Bildhauer. Seine Ausbildung erhielt er bei dem Bildhauer Volkmar Haase\, mit dem ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verband. Seit 1986 arbeitete Menzen freischaffend in Berlin und ist seit 1987 auf Ausstellungen\, Kunstwettbewerben und Symposien vertreten\, die ihn in Deutschland (Chemnitz\, Dresden\, Frankfurt am Main\, Freiburg\, Hamburg\, Kiel\, Zwickau u.a.) wie auch international bekannt machten (Mailand\, Malmö\, Mantua\, Paris\, Pisa\, Vilnius\,Wien). Am 19. November 2020 plötzlich und unerwartet gestorben. Karl Menzens Arbeiten sind im öffentlichen Raum Berlins und anderer Bundesländer zu sehen. In Berlin zum Beispiel am Kaiserdamm 6 (Turmspitze mit Flügeln)\, in der Großen Hamburger Straße 17 in Mitte die „Transformation — zentrifugal“ und am Kurfürstendamm / Ecke Bleibtreustraße die Dachskulptur „…von allen Seiten schön…“. Außerhalb Berlins finden wir die „Fünf Kuben“ am Internationalen Kunstwanderweg im Hohen Fläming (1. Preis\, Bad Belzig)\, „Ruhend — Fließend“ in der Alexandrowka Potsdam\, „Spaltung — Fügung — Überwindung“ in der Sammlung Horn des Schleswig-Holsteinisches Landesmuseums (Schloss Gottorf). \n
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LOCATION:Galerie feinart berlin\, Niebuhrstraße 71\, Berlin\, 10629\, Deutschland
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SUMMARY:Leerstellen
DESCRIPTION:„Wir sind fünf Künstlerinnen – Maria Gibert\, Maren Goldenbaum-Henkel\, Brigitta Höppner\, Heilwig Jacob und Silke Rath –\, die als Künstlerinnengruppe „diejury“ seit 2022 an dem Projekt „Leerstellen“ arbeiten. Eine Leerstelle markiert das Fehlende im System\, den blinden Fleck\, die unbesetzte Position\, den Möglichkeitsraum. In unserem Austausch entstehen individuelle Arbeiten\, die diese Lücken sichtbar machen und auf gesellschaftliche wie räumliche Zusammenhänge verweisen.\nIn der Ausstellung Leerstellen greifen wir diese Fragestellung auf. Die Werke bewegen sich zwischen familiärem Umfeld\, oberflächlicher Wahrnehmung und dem schönen Schein. Sie öffnen Räume\, in denen das Sichtbare und das Unsichtbare ineinanderfließen. Was auf den ersten Blick vertraut und leicht wirkt\, entpuppt sich auf den zweiten Blick als feines Spiel mit dem Verborgenen. Die eigentliche Spannung liegt nicht im schnellen Erkennen\, sondern im Innehalten: im Nicht-Gezeigten\, im Verborgenen\, in der Einladung an die Betrachtenden\, selbst nachzuforschen\, was hinter der Oberfläche sichtbar wird.\nJede Leerstelle verweist nicht nur auf ein Fehlendes\, sondern auch auf ein Mögliches – auf das\, was sich unserem Zugriff entzieht und dennoch als Spur oder Ahnung bleibt. So wird die Leerstelle zum Denkraum: Sie fordert heraus\, das Unsagbare zu umkreisen\, die Lücke nicht als Mangel\, sondern als Ort der Freiheit und des Werdens zu begreifen.“ (diejury)\nAusstellung vom 12. Oktober bis 16. November 2025\nVernissage am Sonntag\, 12. Oktober\, 16 Uhr\, die Künstlerinnen sind anwesend\, es spricht Rainer Ehrt\, Maler und Graphiker\nAusstellung geöffnet jeweils samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr\, Eintritt frei. \n
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LOCATION:Die Brücke Kleinmachnow Kunstverein e.V.  im Landarbeiterhaus Kleinmachnow\, Zehlendorfer Damm 200\, Kleinmachnow\, 14532
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SUMMARY:Ligia Lewis: I’M NOT HERE FORRRRR…
DESCRIPTION:Mit I’M NOT HERE FORRRRR… zeigt der Gropius Bau die bisher größte Einzelausstellung der Künstlerin und Choreografin Ligia Lewis. Die Ausstellung umfasst neue und bereits existierende Arbeiten\, die im Erdgeschoss sowie im Lichthof des Gropius Bau zu sehen sein werden. \nZur Performance Wayward Chant\, die im Rahmen der Performing Arts Season am 28. und 29. November im Gropius Bau gezeigt wird. \nLigia Lewis lebt seit 2013 in Berlin und hat eine vielschichtige choreografische Praxis entwickelt\, die Performance\, Live-Installation und Film miteinander verbindet. Lewis begreift Choreografie als die Bewegung von Ideen durch Körper\, welche sie minutiös entwirft\, ausgestaltet und inszeniert\, sowie als politischen Akt: ein Anschreiben gegen die Rassismen von auf Repräsentation beruhenden Systemen und gegen das Auslöschen Schwarzer Stimmen. Ihre Arbeiten kreisen um Themen wie Race\, Gender\, Gewalt und Widerstand und untersuchen\, wie diese Dynamiken unsere Gegenwart immer wieder heimsuchen und prägen. \nI’M NOT HERE FORRRRR… umfasst auch die neue Arbeit Wayward Chant\, die speziell für den Lichthof des Gropius Bau konzipiert wird. Im Laufe der Ausstellung entwickelt sich die Arbeit im Raum stetig weiter und kulminiert in zwei abendfüllenden Performances mit dem gleichen Titel\, die am 28. und 29. November im Rahmen der Performing Arts Season Premiere feiern. \nMit ihrer umfangreichen interdisziplinären Praxis zählt Ligia Lewis zu den zentralen Protagonist*innen einer Neuausrichtung von Performance im Kontext Bildender Kunst und ist Artist in Focus der Berliner Festspiele 2025. \nBeitragsbild: Ligia Lewis\, A Plot\, A Scandal\, Filmstill\, 2023 © Ligia Lewis \nLigia Lewis: I’M NOT HERE FORRRRR…\n16.10.2025 – 18.1.2026 \nGropius Bau \n
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LOCATION:Gropius Bau\, Niederkirchnerstraße 7\, Berlin\, 10963\, Deutschland
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SUMMARY:Lidó Rico - De Rerum Naturae: Eine Erforschung der materiellen und existenziellen Wurzeln der Menschheit
DESCRIPTION:„De Rerum Naturae“ von Lidó Rico ist eine tiefgehende Erforschung der inhärenten Beziehung zwischen Mensch und Natur\, inspiriert durch das antike philosophische Werk von Lucretius\, das für das Verständnis des Universums durch seine Physikalität plädiert. Ricos Arbeit hinterfragt unsere kollektive Wahrnehmung der Natur und stellt die anthropozentrische Weltsicht in Frage\, die die menschliche Existenz seit langem als getrennt von oder überlegen gegenüber der natürlichen Ordnung definiert.\nIn dieser Ausstellung überschreitet Rico die Materialität seiner gewählten Techniken – flüssige Harze\, die in Silikonformen gegossen werden\, einige gegossen aus seinem eigenen Körper\, andere aus Gehirnen\, die von der Universität Murcia gespendet wurden – und unternimmt eine kritische Revision des westlichen Humanismus aus einer posthumanistischen Perspektive. Sein Werk bewohnt einen interstitiellen Raum\, in dem die Grenzen zwischen dem Humanen und dem Nicht-Humanen\, dem Natürlichen und dem Künstlichen verschwimmen. Diese Arbeiten provozieren eine Destabilisierung von Dualismen und decken die Gewalt auf\, die in einer Gesellschaft verankert ist\, die von unermüdlicher Produktivität\, technologischer Abhängigkeit und tiefer Erschöpfung getrieben wird – ein Spiegelbild der zeitgenössischen Entfremdung.\nIm Kern fordert *„De Rerum Naturae“* eine kritische Reflexion über den modernen Menschen – ein Wesen\, das aus natürlichen Prozessen geboren wurde\, aber zunehmend von seinen biologischen Wurzeln entfremdet ist. Ricos Werke setzen sich mit den ökologischen und existenziellen Konsequenzen dieser Entfremdung auseinander. Seine Figuren – fragile Köpfe\, Gehirne mit technologischen Implantaten und verzerrte Gesichter – verkörpern eine Menschheit\, die zwischen ihren natürlichen Ursprüngen und den künstlichen Systemen der Kontrolle\, Produktivität und technologischen Abhängigkeit gefangen ist\, die drohen\, sie von ihrer wesentlichen biologischen Natur zu trennen.\nRicos Skulpturen fungieren als visceral-metaphorische Darstellungen der systemischen Gewalt\, die von einer Gesellschaft der ständigen Leistung ausgeht. Seine Arbeiten konfrontieren den Betrachter mit dem kollektiven Trauma einer Epoche\, in der psychische Erkrankungen – wie ADHS\, Burnout und neurodegenerative Krankheiten – als Symptome einer erschöpften Seele manifest werden\, die vom Gewicht einer hyper-effizienten Gesellschaft erdrückt wird.\nDiese Gesellschaft\, die nicht mehr durch die disziplinarischen Räume von Foucaults Überwachung (Krankenhäuser\, Gefängnisse\, Fabriken) organisiert ist\, hat sich in eine „Leistungsgesellschaft“ verwandelt\, in der das Individuum sowohl das Mandat als auch die Selbst-Ausbeutung internalisiert – und den Subjekt zum eigenen Unterdrücker macht. Ricos Werke fassen diese Internalisierung zusammen und zeigen\, wie die moderne Psyche in einem Zyklus von Selbstdruck gefangen ist\, was sich in Symptomen von Depression\, Erschöpfung und existenziellen Krisen manifestiert.\nDer Einfluss von Lucretius erinnert uns daran\, dass das Universum ein unendlicher Prozess der Transformation ist – eine laufende Alchemie –\, bei der Materie und Geist sich ständig auflösen und neu formen. Ricos Skulpturen verkörpern diese Dynamik und wirken als *memento mori* für eine Spezies\, die in ihrer Hybris ihre materiellen Wurzeln vergessen hat.\nDurch die Betrachtung des körperlichen und psychologischen Traumas\, das in seinen Skulpturen verkörpert ist\, offenbart Lidó Rico die Gewalt des unaufhörlichen Strebens nach Produktivität und Effizienz. Seine Körper sind keine bloßen Repräsentationen\, sondern Orte des inneren Konflikts\, die eine kollektive Erschöpfung und eine Bruchstelle in der menschlichen Existenz widerspiegeln\, verschlungen mit den ökologischen und sozialen Krisen unserer Zeit. Seine Werke – mit ihrer rohen Materialität und konfrontativen Präsenz – zwingen uns\, unsere eigene Verletzlichkeit zu erkennen und die Grenzen neu zu denken\, die uns von der Nicht-Mensch-Natur und Technologie trennen.\n„De Rerum Naturae“ lädt uns ein\, unser Verständnis von ökologischer und ontologischer Verbundenheit neu zu reflektieren und fordert einen Schritt jenseits der Illusionen von Meisterschaft und Kontrolle. Es unterstreicht die dringende Notwendigkeit\, eine neue Erzählung zu entwickeln — eine\, die unsere Ko-Evolution mit der natürlichen Welt anerkennt\, Transformation als grundlegende Bedingung des Daseins begreift und die Ideologien dekonstruieren\, die dem modernen Humanismus zugrunde liegen. Nur durch dieses Umdenken können wir eine nachhaltige Beziehung zur Umwelt und eine bewusstere Haltung gegenüber unserem Platz im natürlichen Kreislauf finden\, um so den Herausforderungen unserer Zeit sinnvoll zu begegnen.\nLidó Rico ist ein zeitgenössischer spanischer Künstler\, der für seine multidisziplinäre Praxis bekannt ist\, in der er die Grenzen zwischen biologischem Material\, Technologie und Skulptur erforscht. Geboren in Murcia\, Spanien\, verwendet Rico häufig Techniken wie das Abformen organischer Formen von seinem eigenen Körper und biologischen Ablagerungen und integriert dabei neue Technologien wie Implantate und digitale Werkzeuge. Seine Arbeiten setzen sich kritisch mit Themen wie menschlicher Verletzlichkeit\, Trauma\, ökologischer Krise und der Beziehung zwischen Mensch und Natur auseinander. Ricos Installationen und Skulpturen wurden europaweit ausgestellt und sind Teil bedeutender Sammlungen\, darunter die Fundación La Caixa\, die Colección Iberdrola und das Museo Reina Sofía. Seine Kunst hinterfragt Wahrnehmungen von Identität und Materialität und regt zur Reflexion über gesellschaftliche und ökologische Fragen unserer Zeit an. \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/lido-rico-de-rerum-naturae-eine-erforschung-der-materiellen-und-existenziellen-wurzeln-der-menschheit/
LOCATION:Luisa Catucci Gallery\, Brunnenstraße 170\, Berlin\, 10119
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SUMMARY:Kristin Grothe – paperworks
DESCRIPTION:Kristin Grothe beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur\, dem Erleben menschlicher Eingriffe durch den Bau von Straßen\, Brücken und Gebäuden\, aber auch die Rückeroberung von Räumen durch die Natur. Ausgehend von realen Landschaften und Architekturen entfernt sie sich im Arbeitsprozess von diesen\, reflektiert deren Spannung im Geben und Nehmen. Ihre Radierungen bearbeitet sie mit Schleifpapier\, zeichnet mit einem Messer oder der Radiernadel\, mit Tusche\, Kreide oder Kohle. Einzelne Schichten werden abgeschält und das Innere des Büttenpapiers frei gelegt\, was dessen haptische Qualität betont. Eine reliefartige Struktur entsteht. Die Werke erscheinen abstrakt\, losgelöst\, offen. Neue Architekturen\, Landschaften oder Wolkenformationen erscheinen vor dem geistigen Auge und Bildräume voll pulsierendem Licht und tiefer Dunkelheit entstehen\, meditativ\, kraftvoll und zart zugleich.\nKristin Grothe (*1972 in Hamburg) lebt und arbeitet in Neumünster und Berlin. \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/kristin-grothe-paperworks/
LOCATION:Wichtendahl Galerie\, Carmerstr. 10\, Berlin\, 10623\, Deutschland
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SUMMARY:Neon – Schatten – Überschall
DESCRIPTION:KÜNSTLER*INNEN\nKatia Fouquet | Jakob Hinrichs | Sophia Martineck | Paul Paetzel | Henning Wagenbreth \nEin Flirren aus Farbe\, ein Aufblitzen\, ein Knall! Linien jagen durch den Raum\, Formen tauchen auf und verschwinden. Geschichten aus dem Hier und Jetzt\, aus Vergangenheit und Zukunft berichten von UFO-Landungen\, metaphysischen Außerirdischen und anthropomorphen Insekten. Aber auch von verlorenen Orten\, menschlichen Beziehungen und absonderlichen Reisen. \nZu seinem 30. Jubiläum suchte das Haus Schwarzenberg\, einer der letzten Orte einer Gegenkultur zur inzwischen durchkommerzialisierten Berliner Mitte\, nach Plakatgestalter*innen – die Wahl fiel auf Katia Fouquet\, Jakob Hinrichs\, Sophia Martineck\, Paul Paetzel und Henning Wagenbreth. Mit der Entwicklung Berlins zu einem Zentrum der Illustrations- und Comic-Kunst sind die fünf Zeichnerinnen und Zeichner\, neben vielen anderen\, eng verbunden. Sie haben alle\, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten\, in Berlin ihren künstlerischen Entwicklungsweg begonnen und sich dann mit ihren Illustrationen\, Plakaten\, Büchern\, Graphic Novels und Druckgrafiken in Deutschland wie auch international einen Namen gemacht. \nDem Ausstellungsraum und Buchladen Neurotitan im Haus Schwarzenberg stehen sie seit Jahren wegen seiner experimentellen\, untergründigen und unangepassten Programmatik sehr nahe und freuen sich deshalb\, hier gemeinsam Arbeiten der letzten Jahre aber auch Zukunftweisendes mit Zeichnungen\, Comics\, Illustrationen\, Plakaten und Objekten zu zeigen. Zwischen Zeichen\, Sprechblasen und Rasterpunkten lenkt die Ausstellung Neon – Schatten – Überschall den Blick auf urbane Welten\, auf Abgründe\, Erinnerungsräume und visionäre Szenarien – dorthin\, wo Neonlicht auf Schatten trifft und Zeichnung\, Comic sowie Illustration ihre ganze erzählerische Kraft entfalten. \nAUSSTELLUNGSPROGRAMM\nSamstag\, 25.10.2025\n18 Uhr\, Ausstellungseröffnung und Party \nDonnerstag\, 06.11.2025\n18 Uhr\, Führung durch die Ausstellung\nmit Katia Fouquet und Jakob Hinrichs \nSamstag\, 08.11.2025\n16 Uhr\, Mazookas Konzert\nSophia Martineck\, Henning Wagenbreth & Freunde\nEin illustriertes Konzert für Ohren und Augen! \nDonnerstag\, 20.11.2025\n18 Uhr\, Über das Illustrieren von Bücher\nmit Katia Fouquet\, Jakob Hinrichs & Bodo von Hodenberg von Favoritenpresse\n19 Uhr „Briefe an einen jungen Dichter“\nBuchvorstellung von Johanna Meyers \nSamstag\, 22.11.2025\n15 Uhr\, „Aliens und deren Ufos“\neine Comiclesung von Paul Paetzel \nDonnerstag\, 27.11.2025\n18 Uhr Lesung mit Künstler*innen aus dem Rotopol-Verlag\nund anschließender Finissage \n
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LOCATION:Neurotitan Galerie\, Rosenthaler Straße 39\, Berlin\, 10178\, Deutschland
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SUMMARY:Lebenslinien und Farbfelder
DESCRIPTION:Gruppenausstellung mit kleinformatigen Werken von Künstlern der Galerie und Gästen zu erschwinglichen Preisen.\nMit Werken von Paula Krause\, Bernhard Listl\, Manuela Hübner\, Wanda Stang\, Axel Pahlavi\, Florence Obrecht\, Jingwen Yao\, Matthias Galvez\, Kathrin Landa\, Hilkka Geyssel\, Nadia Valeska und Wu Zhi.\nFigurative realistische Malerei\, Interiors\, Portraits und nicht-gegenständliche Malerei\nDie Ausstellung läuft vom 31.10. bis 21.12.2025\nEröffnung am 30.10. ab 19 Uhr\nDie Galerie ist immer Freitags und Samstags von 11 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. \n
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SUMMARY:Chris Watts - Chasing Shadows: Vol. 1
DESCRIPTION:Bode kündigt Chasing Shadows: Vol. 1 an\, eine Einzelausstellung mit Arbeiten des in New York lebenden Künstlers Chris Watts. Es ist Watts’ zweite Soloausstellung in der Galerie\, die ein umfangreiches neues Werkensemble präsentiert. Was wäre\, wenn Fenster Geschichten erzählen könnten? Geschichten dessen\, was durch sie hindurch gesehen wurde. Erzählungen\, so unmittelbar wie gestrige Geschehenisse und so fern wie die Geschichte selbst. Geschichten darüber\, wer durch ihre transparenten Barrieren blickte\, aus welcher Wirklichkeit in eine andere hinüber\, und Geschichten darüber\, was sich auf der gegenüberliegenden Seite offenbarte. Was wäre\, wenn Fenster uns alles zeigen könnten\, was sie jemals gezeigt haben\, und so nicht nur ein Portal zwischen Innen und Außen wären\, sondern zwischen unzähligen anderen Dimensionen von Zeit und Raum\, zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren\, dem Greifbaren und dem Unfassbaren? \nIn der Betrachtung von Chris Watts’ Arbeiten kann man sich leicht vorstellen\, dass Gedanken und Reflexionen wie diese durch den Kopf des Künstlers wanderten\, während er seine multimedialen Werke schuf\, die mit den definitorischen Grenzen der Malerei spielen. Und auch wenn Merkmale wie Semitransparenz\, teilweise sichtbare Strukturen und vor allem ihre glasartig glänzende Harzoberfläche formal an Fenster erinnern\, öffnen sich die Arbeiten doch in einen weit komplexeren Erfahrungsraum. In seiner Praxis\, die Watts selbst als Arrangieren von Form und Farbe im Raum beschreibt\, verfolgt er eine fortwährende Erforschung von Oberfläche und sinnlicher Wahrnehmung in Wechselwirkung mit architektonischen Elementen\, um ein gesteigertes Bewusstsein für Körper und Emotionen in Beziehung zur spirituellen Resonanz seiner Werke zu schaffen. Watts sagt: „Die Gemälde sprechen von dieser schwebenden Atmosphäre jenseits verstandesmäßiger Klärung. Ein Raum der Befreiung für das Ungesehene. Seit ich mit verschiedenen\, sowohl historischen als auch einheimischen Pigmenten arbeite\, denke ich viel über alternative Kosmologien innerhalb traditioneller indigener Wissenssysteme nach\, um Fragen von sozialer Gerechtigkeit\, Heilung für historisch marginalisierte Gemeinschaften und unser Verhältnis zu Raum und Ort innerhalb der Black Radical Imagination zu verhandeln.“ Ausgehend von der Frage „Where are you really from?“ untersucht Watts kollektive Erinnerungen\, die Geschichten von Widerstand und von der Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit des schwarzen Körpers in Raum und Gesellschaft erzählen. \nSeide oder Poly-Chiffon bilden die Basis seiner Werke\, gespannt über architektonische Konstruktionen und mit Harz überzogen. Durch seine Arbeit mit Pigmenten entsteht jene ätherische Qualität: Watts sammelt und mischt Pigmente aus aller Welt und bleibt stets tief verbunden mit ihren jeweiligen Geschichten und kulturellen Bedeutungen. Diese Farbstoffe können ebenso gut von den Straßen New Yorks stammen\, wie sie ihm von einem peruanischen Schamanen übergeben worden sein können. Jedes Pigment trägt eine eigene Geschichte und Resonanz. Auf dieser Reise werden sie zu kosmologischen Vermittlern\, die Tradition\, Ritual und alternative Formen der Wissensweitergabe verbinden. So manifestieren sie sich in den Werken als Brücke zwischen greifbaren und immateriellen Sphären. Verwurzelt inmitten von Ritualität und Improvisation\, lauscht Watts schöpferischer Prozess seinem Material. Der Unvorhersehbarkeit der materiellen Reaktionen folgend\, wird ein Dialog zwischen Pigment\, Oberfläche und Raum eröffnet\, der jenseits formaler Qualitäten die lebendige und responsive Natur der Arbeiten offenbart. Die einfache Analogie zum Fenster längst überschritten\, agieren die Werke als Schalter in ein alternatives\, vielschichtiges Gefüge von Räumen. Während sie meditative Sphären und Begegnungen mit dem Immateriellen eröffnen (denn es ist kaum Zufall\, dass sie an Kirchenfenster aus Buntglas erinnern) bleiben sie zugleich als physische\, unbewegliche Objekte verankert und behaupten sich als autonome Kunstwerke. Man kann sie an- und durchschauen\, eine Dualität\, die es schwer macht zu bestimmen\, wo das Bild tatsächlich entsteht. Es ist eine mehrdeutige Fläche\, die sich weder vollständig auf das Werk selbst noch allein auf seine Oberfläche reduzieren lässt. \nUnsere gewöhnlichen Fenster werden niemals in der Lage sein\, von ihrer Vergangenheit zu erzählen oder als Archiv ihrer sich wandelnden Umgebung zu fungieren\, Watts verleiht seinen Werken jedoch eine einzigartige\, aufschlussreiche Stimme\, um genau das zu tun. \nCHASING SHADOWS: VOL. 1Chris Watts\n30. Oktober – 2. Dezember 2025 \nBode \n
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LOCATION:Bode Galerie\, Karl-Marx-Allee 82\, Berlin\, 10243\, Deutschland
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SUMMARY:Stéphane Couturier: E-1027+123
DESCRIPTION:Mit der Ausstellung E-1027+123 widmet sich Stéphane Couturier dem ikonischen Bauwerk der Architektin Eileen Gray. Mit der Villa E-1027 schuf sie nicht nur ein Haus\, sondern ein Manifest der Moderne aus weiblicher Perspektive. Sie stellte ihre Entwürfe bewusst gegen die dominanten Ideen ihrer Zeit und zeigte\, dass Architektur Intimität\, Atmosphäre und Lebensqualität ebenso berücksichtigen kann wie formale Strenge. \nDas zwischen 1926 und 1929 in Roquebrune-Cap-Martin entstandene Haus war Grays erstes großes architektonisches Projekt. Schon der Name trägt eine persönliche Botschaft: „E“ für Eileen\, „10“ für J (Jean Badovici\, ihr Partner)\, „2“ für B und „7“ für G (Gray). Dieses kryptische Monogramm zeigt\, wie sehr das Bauwerk auch eine Liebeserklärung war. \nGray entwarf E-1027 als Gesamtkunstwerk\, in dem Architektur\, Möbel\, Lampen und Textilien ein fein abgestimmtes Ganzes bildeten. Anders als Le Corbusier mit seiner Idee der „Wohnmaschine“ verstand sie das Haus als Wohnmuschel\, als Schutzraum\, der Offenheit und Geborgenheit zugleich bot. \nNach Grays Auszug nahm die Geschichte des Hauses jedoch eine Wendung. Le Corbusier\, enger Freund von Badovici\, verbrachte wiederholt Zeit in der Villa und bemalte zwischen 1937 und 1939 mehrere Wände mit großformatigen Fresken. Was er als künstlerischen Beitrag verstand\, empfand Gray als Übergriff – eine Entstellung ihres Werkes\, so sehr\, dass sie E-1027 nie wieder betrat. \nCouturier greift diese Spannung auf und führt sie in seiner eigenen Bildsprache weiter. Mit der Technik der Doppelbelichtung\, die analoge und digitale Verfahren verbindet\, lässt er die klare Geometrie Grays und die expressiven Spuren Le Corbusiers aufeinandertreffen. Die Fotografien wirken wie vibrierende Schichtungen\, in denen Realität und Abstraktion\, Architektur und Intervention\, Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen. Es entsteht eine Form von Hyperrealismus\, die sowohl die Atmosphäre des Ortes einfängt als auch seine sozialen\, politischen und künstlerischen Dimensionen sichtbar macht. \nDie Ausstellung knüpft zugleich an Couturiers frühere Projekte an. Ob in den Industriebauten von Valenciennes\, in Chandigarh – der utopischen Planstadt Le Corbusiers in Indien – oder in der monumentalen Wohnsiedlung Climat de France in Algier: stets betrachtet er Architektur als Spiegel gesellschaftlicher Zustände und Transformationen. Seine Werke zeigen\, wie Gebäude von Leben\, Umdeutung und Veränderung geprägt sind und so zu Resonanzräumen menschlicher Erfahrung werden. \nMit E-1027+123 führt Couturier diesen Ansatz weiter. Seine komplexen Bildwelten überlagern Geschichte und Gegenwart und erzählen weit mehr als nur von Form: Sie sprechen von Utopie\, Erinnerung und davon\, wie sich Architektur in seiner Arbeitsweise zu einem politischen wie poetischen Medium verwandelt. \nStéphane Couturier (*1957\, Frankreich) zählt zu den wichtigsten Vertretern zeitgenössischer Fotografie. Seit den 1990er-Jahren erforscht er urbane Landschaften und Architekturprojekte weltweit. Seine Werke sind in bedeutenden Sammlungen wie dem Centre Pompidou\, der Bibliothèque Nationale de France\, der National Gallery of Art in Washington oder dem LACMA in Los Angeles vertreten. In den letzten Jahren wurden die Werke von Stéphane Couturier in bedeutenden internationalen Einzelausstellungen präsentiert. 2025 zeigte er unter dem Titel „E-1023+123 Eileen Gray/Le Corbusier“ in der Abbaye de Montmajour im Rahmen der Rencontres de la Photographie in Arles Werke\, die nun auch in der Kornfeld Galerie Berlin zu sehen sind. Bereits 2023 widmete ihm das Jeu de Paume Le Cellier in Reims die Ausstellung „Construire par l’Image“. Auch in China fanden seine Werke große Beachtung: 2021 waren sie sowohl im Fusheng Museum in Wuhan als auch im Jupiter Museum in Shenzhen vertreten\, wo die Serie „Melting Point“ gezeigt wurde. Im Jahr 2020 folgten „Entrelacements“ im Repaire Urbain\, Artothèque in Angers sowie „Transmutations“ im Arendt House in Luxemburg. Einen besonderen Höhepunkt stellte bereits 2019 die umfassende Präsentation seiner Werke im Musée National Fernand Léger in Biot\, Frankreich\, dar. \nBeitragsbild: Stéphane Couturier\, série E-1027+123 – Villa Eileen Gray – #39\, 2021-2022 C-Print\, 110 x 139 cm \nStéphane Couturier: E-1027+123\n31. Oktober 2025 – 10. Januar 2026 \nKORNFELD Galerie Berlin \n  \n
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SUMMARY:MADE IN PARIS
DESCRIPTION:Paris galt vom 19. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre weltweit als „die“ Kunstmetropole. Von dem Augenblick an\, da New York\, beflügelt durch den Erfolg des Abstrakten Expressionismus\, die Wende einläutete und Paris entthronte\, wendeten sich alle Augen von der Stadt an der Seine ab. Doch seit einigen Jahren steht sie wieder im Fokus medialer Wahrnehmung. Nicht nur\, weil sich internationale Galerien dort niedergelassen haben\, sondern auch\, weil die Art Basel\, die weltweit größte Kunstmesse\, die ehemalige FIAC übernommen hat. Wie sehr Paris in aller Munde ist\, so wenig ist von den dort ansässigen Künstler*innen die Rede. \nMit dem aktuellen Themenband von KUNSTFORUM International „Made in Paris“ liefert der Gastherausgeber Heinz-Norbert Jocks einen breiten Überblick über die Diversität und die Besonderheiten der Pariser Szene. Da ihm am Herzen lag\, Werke von in Paris lebenden Künstlerinnen\, von denen nur wenige bisher in Deutschland ausgestellt haben\, erstmals zu zeigen\, hatte er die Idee\, parallel zum Erscheinen des Themenbandes eine Ausstellung in unserer Galerie zu kuratieren\, um einen Eindruck von der künstlerischen und thematischen Vielfalt zu geben. Sie umfasst Zeichnungen\, Gemälde\, Skulpturen\, Keramik\, Fotografie und Video von insgesamt 12 Künstlerinnen. \nIm Mittelpunkt der fotografischen Recherchen von Stéphane Couturier stehen die Architektur und die Stadt als eine auf der ganzen Welt sich ständig verändernde Realität. \nDer Schweizer Thomas Buswell\, bei dem Zeichnung\, Malerei\, Skulptur\, Installation und Klang ineinander übergehen\, suggeriert Spannungen zwischen Natur und modernem Komfort\, zwischen Anziehung und Abstoßung\, und imaginiert sich ein individuelles Ökosystem. \nEdi Dubien\, dem von der Art Brut inspirierten Autodidakten\, geht es um das Tier als Symbol unseres verlorenen Instinkts und als Spiegelbild des Menschen. Er plädiert für eine Gleichheit zwischen beiden\, während Emile Degorce Dumas\, der als Keramiker und Maler antike Mythen mit seinem Alltag vermischt\, einen Dialog zwischen Intimem und Universellem\, Trivialem und Heiligem kreiert\, um an das Fortleben der ältesten Erzählungen in unseren banalsten Gesten zu erinnern. Einige seiner Werke widmen sich dem Antimachus\, einem giftigen\, dem größten Schmetterling der Welt\, von dem weder Raupe noch Kokon bekannt sind\, und damit dem Thema der Metamorphose und des Rätsels. \nFür den in Guadeloupe geborenen Kenny Duncan ist Kunst etwas Spirituelles\, was sich darin äußert\, dass er Talisman-Skulpturen aus gesammelten Fetischobjekten schafft\, die ihn vor Gefahren beschützen. Liang Fu\, dessen auf Fotos beruhenden Gemälde hinter transparenten Stoffen verborgene menschliche Figuren ohne Eigenschaften zeigen\, interessiert sich für das Fließende zwischen Anwesenheit und Abwesenheit. Die Fotografin Marina Gasdonneix erforscht die Beziehung zwischen beobachteter Realität und Simulation sowie die künstliche Reproduktion von Phänomenen wissenschaftlicher und rätselhafter Natur. Augustin Lignier\, Fotograf und Performer\, der sich den kleinen Gesten wie den Reaktionen auf das Zuzwinkern oder den nicht sichtbaren Akten wie das Atmen zuwendet. Die Malerin Viktoriia Oreshko aus der Ukraine setzte sich mit der Darstellung des menschlichen Körpers\, den sie als „abwesende Präsenz“ beschreibt\, ebenso auseinander wie mit den Themen Identität\, Erinnerung und Resilienz. \nDer in Teheran geborene Maler und Aktivist Alireza Shojaian verließ sein Land\, weil dort eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Frage der queeren Existenz unmöglich war. Die Themen des multidisziplinären Künstlers Vincent Voillat mit Affinität zum Handwerklichen sind Extraktivismus\, kollektive\, nicht-hierarchische Interaktionen zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem\, Erzählungen von unserem Zusammenleben mit der mineralischen Welt wie dem Stein. \nJiechang Yang\, in Foshan geboren\, einem traditionellen Zentrum für Keramik in China\, lernte als Kind nicht nur die Tradition der Keramik\, sondern auch die Kalligrafie kennen\, weshalb er zwischen diesen Medien und Techniken wechselt. Als Maler setzt er sich nicht nur mit aktuellen Ereignissen auseinander\, sondern auch mit der westlichen Kunst und porträtiert sich selbstironisch als Skelett aus Keramik. \nMADE IN PARIS\n31. Oktober 2025 – 10. Januar 2026 \n68projects by KORNFELD \n
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