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SUMMARY:KÄTHE TO GO im Käthe-Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Das Käthe-Kollwitz-Museum zieht in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg!\nWährend der Umzugsphase bietet das Museum in seinem KOLLWITZ GUIDE eine digitale Stadttour der besonderen Art an. Mit KÄTHE TO GO kann man Orte in Berlin entdecken\, von denen Käthe Kollwitz sich inspirieren ließ oder an denen sie künstlerisch arbeitete. Ihr Leben lang befasste sich Kollwitz mit Themen wie Tod\, Elend\, Schmerz und Ungerechtigkeit. Sie besuchte beispielsweise die Insassinnen des Frauengefängnisses in der Barnimstraße oder begleitete skizzierend den Kohlenstreik im Wedding.\nEinige Orte ihrer Inspirationen existieren heute nahezu unverändert\, andere sind nicht mehr wieder zu erkennen. KÄTHE TO GO ermöglicht\, sich im Berliner Stadtraum auf Kollwitz‘ Spuren zu begeben und ihrer Geschichte nachzuspüren. Außerdem finden Sie im KOLLWITZ GUIDE eine Preview zur neuen Sammlungspräsentation im Theaterbau.\nZum KOLLWITZ GUIDE gelangt man über die Webseite: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/ oder über folgenden Link: https://tinyurl.com/2aff4vqp \n
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SUMMARY:LOVE LETTERS TO THE CITY
DESCRIPTION:LOVE LETTERS TO THE CITY zeigt Werke von über fünfzig internationalen und in Berlin lebenden Streetartists\, die das transformative Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum nutzen. Städte sind mehr als Beton und Asphalt\, sie pulsieren voller Geschichten\, Träume und Gefühle. Die neue Ausstellung im URBAN NATION\, kuratiert von Michelle Houston\, ist eine Hommage an die Stadt und eine Einladung\, unsere urbanen Lebensräume mit einem neuen Blick zu erforschen. Themen wie Urbanisierung\, Gentrifizierung\, Umweltzerstörung und soziale Ungleichheit verlangen einen kritischen Diskurs\, der die Entwicklung der Gesellschaft im positiven Sinne beeinflussen soll. Wie verändert Kunst die Sichtweise auf den öffentlichen Raum? Welche Veränderungen kann Kunst in der Stadt anstoßen? Auf welche Methoden greifen die Künstlerinnen und Künstler zurück\, um eine entsprechende Wirkung zu entfalten? \nTeilnehmende Künstler: 2501\, Aniruddh Mehta\, Banksy\, Blek le Rat\, Bordalo II\, Carlos Mare aka Mare139\, Chop ’em Down Films\, Crash\, Dan Witz\, Daze\, Drew.Lab_One\, Elfo\, Evol\, HA Schult\, HOGRE\, Isaac Zavale\, James Reka\, Jaune\, Jazoo Yang\, Joel Daniel Phillips\, Johannnes Mundinger\, Jordan Seiler\, Kenny Scharf\, Lady Pink\, Liviu Bulea\, Martha Cooper\, Matthew Grabelsky\, MILLO\, Moses & Taps\, Nika Kramer\, Octavi Serra\, Owen Dippie\, OX\, PAINTING DHAKA Project\, Paradox\, Rocco and his brothers\, Sebas Velasco\, Shepard Fairey\, Stephanie Buer\, Stiftung Berliner Mauer\, Stipan Tadić\, Susanna Jerger\, Tats Cru\, THE WA\, Vhils und Zhang Dali. \nLOVE LETTERS TO THE CITY\n14. September 2024 – 30. Mai 2027 \nURBAN NATION \n
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SUMMARY:Kunst in Berlin. 1880 – 1980 Dauerausstellung
DESCRIPTION:Der Rundgang ist eine Zeitreise durch Berlin: Kaiserreich\, Weimarer Republik\, nationalsozialistische Diktatur\, Neuanfang nach 1945\, Kalter Krieg in der geteilten Stadt und die sich im Schatten der Mauer in Ost und West entwickelnden alternativen Gesellschafts- und Lebensentwürfe. In Ost-Berlin bildete sich ab den späten 1970er Jahren eine alternative Kulturszene aus. In West-Berlin zogen die aggressiven Werke der Neuen Wilden ab Ende der 1970er Jahre erneut international Aufmerksamkeit auf die geteilte Stadt. \nTastmodelle\, ein taktiles Bodenleitsystem sowie ein Mediaguide mit Bildbeschreibungen und Hinweisen zur Wegeführung ermöglichen es\, die Kunst auf vielfältige Weise zu erleben. Blinden und sehbehinderten Menschen bietet sich damit ein barrierefreier Zugang in der Ausstellung. \n
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LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Ready for take-off: Ab Juni 2025 eröffnet die Modellfläche TXL Raum für Clubkultur\, Kreativität und neue Visionen
DESCRIPTION:Aus dem stillgelegten Flughafen Tegel erwacht auch dieses Jahr wieder ein lebendiger Ort für Kunst und Kultur zum Leben! Ab Juni 2025 öffnet die Modellfläche TXL erneut ihr Gate – für Clubkultur\, kreative Begegnungen und unvergessliche Erlebnisse. Wo früher Flugzeuge abhoben\, wird nun ein einzigartiger Raum für Musik und urbane Visionen weiterentwickelt. Nun sucht die Clubcommission einen geeigneten Betreiber:innenakteur. \nIn einer Zeit zunehmender städtischer Verdichtung und ansteigender Gewerbemieten öffnet die Modellfläche TXL erneut ihre Tore\, um öffentlich zugängliche Räume für Clubkultur zu schaffen und zu bewahren. Seit 2023 steht auf dem Gelände des ehemaligen Catering-Gebäudes eine Open-Air-Fläche für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Nun wird das Gemeinschaftsprojekt unter Führung der Clubcommission ausgeweitet: Ein neuer Betreiber:innenakteur soll die Außen- und Innenbereiche langfristig für Kunst und Clubkultur nutzen. Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen Betriebsmodells für ein interdisziplinäres Zentrum für Clubkultur mit Nutzungen sämtlicher Kultursparten und Akteur:innen der Urbanen Praxis. \nDer Flughafen Tegel war 46 Jahre lang ein zentraler Verkehrsknotenpunkt – zunächst als Tor nach West-Berlin\, später als Hauptstadtflughafen. Das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende markante Catering-Gebäude („Gebäude I“) aus den 1960er Jahren\, bekannt für seine ikonische orangefarbene Architektur\, ist heute einer der wenigen kulturellen Standorte im Entwicklungsgebiet Urban Tech Republic. Umgeben von Flächen\, die für Forschung\, Industrie oder Erholung gedacht sind\, soll auf dem ehemaligen Rollfeld des Flughafens das fast 3.700 Quadratmeter große Gelände erneut für vielfältige inklusive Veranstaltungsformate wie Live-Musik\, Tanzveranstaltungen\, Performances\, Filmvorführungen\, Workshops und Theateraufführungen zur Verfügung stehen. Ab Ende 2025 soll erstmals auch ein Teil des Innenbereichs hinzukommen\, um ganzjährig nutzbare clubkulturelle Räume zu schaffen. \nVom 17. April bis 17. Mai 2025 haben erfahrene Veranstalter:innen aus Berlin die Chance\, sich für die Bespielung der Modellfläche TXL zu bewerben. Der Betrieb ist zunächst für mindestens drei Jahre bis Mitte 2028 geplant\, mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Eine unabhängige\, fünfköpfige Jury aus Expert:innen der Clubkultur und Urbanen Praxis wählt das passende Betreiber:innenkollektiv aus\, das im Juni 2025 bekannt gegeben wird. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein ganzheitliches\, wirtschaftlich tragfähiges Konzept\, das sowohl den Innen- als auch den Außenbereich umfasst und bis Ende 2025 für die folgenden Jahre ausgearbeitet wird. Alle Informationen zur Ausschreibung sind auf der Website txl.clubkultur.berlin zu finden. Die Entwicklung der Modellfläche TXL wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieser Prozess wird umgesetzt von der Clubcommission Berlin e.V. in Kooperation mit der Kulturraum Berlin gGmbH und der Geschäftsstelle des Berliner Projektfonds Urbane Praxis der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung. \nJoe Chialo\, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin„Das ehemalige Flughafengelände Tegel entwickelt sich weiter zu einem lebendigen\, vielseitigen Kulturquartier. Mit der Modellfläche TXL entsteht ein einzigartiger Ort\, der Clubkultur\, Kunst und urbane Praxis verbindet. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt dieses Vorhaben\, um kulturelle Vielfalt von Anfang an in die Stadtentwicklung einzubinden und einen neuen\, offenen Kulturraum für Berlin zu schaffen.“ \nEmiko Gejic\, Pressesprecherin Clubcommission Berlin e.V.„Die Berliner Clubkultur lebt von Freiräumen – und genau solche Räume müssen aktiv gesichert und neu geschaffen werden. Die Umnutzung des Areals der ehemaligen Cateringgebäudes für kulturelle Zwecke trägt dazu bei\, Berlins vielfältige Kulturlandschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir freuen uns\, dass dieses Projekt fortgesetzt wird und wir gemeinsam mit unseren Partner:innen ein nachhaltiges Modell für Clubkultur und Urbane Praxis gestalten können.“ \nDr. Yann Kersaint\, Co-Koordination Berliner Projektfonds Urbane Praxis / Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung \n\n„In Zeiten von Ressourcenknappheit und Raummangel ist es für die Berliner Kulturlandschaft besonders wichtig\, nicht-kommerzielle Kulturorte zu entwickeln und sie für Berliner*innen zugänglich zu machen. Die Modellfläche TXL steht für eine moderne und einzigartige Form der Kulturellen Stadtentwicklung mit Strahlkraft in die ganze Welt. Wir freuen uns mit diesem Modellprojekt\, Kulturakteur:innen auf dem Weg in die Professionalisierung unterstützen zu können.“ \n\nTXL im Steigflug – Ein neuer Abschnitt für die Clubkultur\nStart: Juni 2025 \nGelände des ehemaligen Flughafens Tegel (TXL) \n
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CATEGORIES:Begleitprogramm zur Ausstellung
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SUMMARY:Monira Al Qadiri. Hero
DESCRIPTION:In ihren Werken werden die Verbindungen zwischen der Etablierung von Erdöl als wichtigstem fossilen Brennstoff in der Mitte des 20. Jahrhunderts und der Expansion des Konsumkapitalismus in der Nachkriegszeit reflektiert. Oftmals entwickelt sie ihre Arbeiten aus autobiografischen Erfahrungen\, die sie u.a. im Kuwait der 1980er und 1990er Jahre gemacht hat\, und richtet einen kritischen Blick auf bestehende historische und politische Narrative.\nDie Auseinandersetzung mit Öl bedeutet immer auch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der menschlichen Interaktion mit der Erde\, deren Ausbeutung sowie deren Widerstandsfähigkeit. Für die Berlinische Galerie entwickelt Al Qadiri eine ortsspezifische Installation\, bestehend aus einem großformatigen Wandgemälde\, Objekten und Video\, in der Öl weit mehr als eine „Ressource“ ist. Es steht auch symbolisch für die Gewalt\, die Erinnerungen und die persönlichen Geschichten\, die mit seiner Gewinnung verbunden sind. \nÜber die Künstlerin \nMonira Al Qadiri (*1983) ist eine kuwaitische Künstlerin\, die in Senegal geboren und in Japan ausgebildet wurde. Einzelausstellungen ihrer Arbeiten wurden u.a. gezeigt im Kunsthaus Bregenz\, Österreich (2023); UCCA Dune\, China (2023); Guggenheim Museum Bilbao\, Spanien (2022); Blaffer Art Museum\, Texas\, USA (2022); Haus der Kunst\, München (2020); Kunstverein Göttingen (2019); The CIRCL Pavilion\, Amsterdam\, Niederlande (2018); Sursock Museum\, Beirut\, Libanon (2017) und Gasworks\, London\, UK (2017). 2022 war Al Qadiri in der zentralen Ausstellung „The Milk of Dreams“ der Biennale von Venedig vertreten. Sie lebt in Berlin. \n
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LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Brigitte Meier-Denninghoff.  Skulpturen und Zeichnungen 1948 – 1970
DESCRIPTION:Als einzige Bildhauerin und Frau ist sie Mitbegründerin der Gruppe ZEN 49. Meilensteine ihres Erfolgs sind Einladungen 1959 und 1964 zur documenta in Kassel und 1962 zur Biennale in Venedig. Sie erhält wichtige Kunstpreise und ist in relevanten Publikationen zur Skulptur nach 1945 vertreten. Dennoch wird sie heute oft nur als Teil des erfolgreichen Berliner Duos Matschinsky-Denninghoff wahrgenommen. Ihr Mann Martin Matschinsky (1921–2020)\, zunächst Fotograf und Schauspieler\, unterstützte ab 1955 seine Frau bei der Umsetzung der Skulpturen. Ab 1970 signierten die beiden diese zusammen und legten damit den Grundstein für die Marke Matschinsky-Denninghoff. Auch Skulpturen\, mit denen die Künstlerin 1955 bis 1970 international bekannt geworden war\, erklärte das Paar rückwirkend zum gemeinsamen Werk. Ihre großformatigen\, ikonischen Arbeiten prägen den öffentlichen Raum vieler westdeutscher Städte. \nDie Ausstellung wertet erstmals umfassend den Nachlass aus. Er umfasst eine Fülle unbekannten Materials\, darunter Skulpturen\, Zeichnungen und Dokumente zu Brigitte Meier-Denninghoff. Sie legen eine neue Sicht auf das Frühwerk der Künstlerin nahe. \nDer Nachlass wird von der Stiftung Matschinsky-Denninghoff unter dem Dach der Berlinischen Galerie in Zusammenarbeit mit Van Ham Art Estate betreut. \n
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LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Nora Turato
DESCRIPTION:Kuratorin: Lidiya Anastasova \nSprache – in gesprochener wie geschriebener Form – dient als zentrales Material in Nora Turatos Werk. Sie erforscht diese in Form von Typografie\, Wandarbeiten\, Video\, Sound\, Performances und Künstlerinnenbüchern (etwa in der Serie pool). Dabei arbeitet sie mit vorgefundenem Material aus vielseitigen Quellen wie u. a. dem Internet\, Social Media\, Presse\, Büchern\, Filmen\, Musik und Gesprächen. Von der Künstlerin gesammelt und akribisch neu geordnet\, wird ein Überfluss an Wortmaterial bis auf die Essenz heruntergebrochen. Turatos neue\, eigens für die Fassade des n.b.k. konzipierte Arbeit markiert einen Wendepunkt in ihrer Praxis – eine Herangehens-weise\, die den eigenen Körper als Ausgangspunkt nimmt – als Quelle der Sprache und der Handschrift. Turato untersucht Konditionierungen\, die das menschliche Verhalten prägen – mit einem Fokus darauf\, wie diese verinnerlichten Muster physisch sichtbar werden. Hierbei wird die Handschrift als Form des Ausdrucks und zugleich als ein direktes Ergebnis erlernten Verhaltens betrachtet. \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/nora-turato/
LOCATION:Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)\, Chausseestrasse 128 / 129\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:Stephan Crasneanscki und Patti Smith. Cry of the Lost | Prince of Anarchy
DESCRIPTION:Kuratorin: Lidiya Anastasova \nEin langjähriger künstlerischer Austausch verbindet den Gründer von Soundwalk Collective Stephan Crasneanscki und die Musikerin und Dichterin Patti Smith\, der sich unter dem Titel CORRESPONDENCES der Öffentlichkeit offenbart. Hierbei handelt es sich um einen stetig wachsenden Werkkomplex\, der aus mehreren Filmen\, Archivmaterial\, Collagen\, Gedichten\, Installationen und Performances besteht\, die sich jeweils unterschiedlichen Themenbereichen widmen – darunter ökologische Katastrophen und der Klimawandel. Crasneanscki beschreibt den Arbeitsprozess mit Smith als einen fortlaufenden Dialog: Seine Field Recordings – Feldaufnahmen\, die er als ein Archiv von „Klangerinnerungen“ (sonic memories) bezeichnet – sind Ausgangspunkt für Smiths Dichtung. In der Reihe n.b.k. Billboard wird erstmalig ein Werk aus CORRESPONDENCES – Cry of the Lost | Prince of Anarchy – im urbanen Raum präsentiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.   \n
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LOCATION:Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)\, Chausseestrasse 128 / 129\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:David Apakidze – The Knight at the Crossroads
DESCRIPTION:KVOST präsentiert im Rahmen der Berlin Art Week den georgischen Künstler David Apakidze (*1998). Apakidze ist der diesjährige Stipendiat von KVOST und erhält den Claus Michaletz Preis – Claus Michaletz Preis – KVOST 2025. Die Ausstellung ist Teil der Sektion Featured der Berlin Art Week. \nIn seinen Arbeiten verbindet Apakidze künstlerischen Ausdruck mit politischem Aktivismus und rückt dabei queere Perspektiven in den Mittelpunkt. In einer Zeit\, in der die Rechte queerer Menschen in Georgien massiv bedroht sind\, ist Apakidze eine wichtige Stimme in der Region. \nIm KVOST präsentiert der Künstler die neue Installation The Knight at the Crossroads. Im Zentrum der Erzählung steht ein queerer Migrant\, der als moderner Ritter dargestellt wird. In alten Erzählungen ist der Scheideweg ein Ort\, an dem ein Held zwischen verschiedenen Wegen wählen muss. Die Ausstellung greift dieses Motiv auf\, setzt den Moment der Entscheidung jedoch in einen modernen\, dystopischen Kontext\, in dem der Ausgang ungewiss bleibt. Anders als der traditionelle Held\, der siegreich zurückkehrt\, ist dieser Ritter in ständiger Bewegung und Entwurzelung gefangen. Für seine verletzliche Rüstung steht beispielhaft ein Motorradhelm mit einem Visier aus traditionellem Buntglas. \nDie Arbeit spiegelt die Erfahrungen vieler queerer Menschen wider\, die aufgrund zunehmender Homophobie und politischer Gewalt gezwungen sind\, ihr Land auf der Suche nach Sicherheit zu verlassen. \n\n„Die Ausstellung The Knight at the Crossroads ist meinen Freund:innen gewidmet\, die Georgien verlassen haben\, ebenso wie denen\, die noch dort leben. In den letzten Jahren hat die Auswanderung queerer Menschen aus Georgien in westliche Länder aufgrund der politischen Lage deutlich zugenommen. Die Ausstellung trägt autobiografische Züge: Eines Tages ließ ich von einer KI ein Bild von mir erstellen – ich trage eine Rüstung\, halte eine queere Flagge in der Hand\, im Hintergrund erheben sich die georgischen Berge. In dieser Inszenierung verkörpere ich den queeren Ritter Georgiens.“— David Apakidze \n\nApakidze wurde in Poti geboren und lebt in Tbilissi\, Georgien. Er ist bildender Künstler\, Kurator und Mitbegründer des Fungus Project – einer der ersten queeren Kunstplattformen im Kaukasus. Apakidze studierte Kunstgeschichte an der Staatlichen Kunstakademie Tbilissi\, wobei insbesondere die Auseinandersetzung mit mittelalterlicher orthodoxer Kunst seine künstlerische Perspektive nachhaltig prägte. \nSeine Arbeiten waren unter anderem 2024 in der Galeria Zachęta\, Warschau (PL)\, sowie im Art House Gorgi (GEO) zu sehen; 2023 in der National Gallery\, Tbilissi (GEO)\, und beim Open Out Festival\, Tromsø (NOR). 2025 absolvierte Apakidze eine Künstlerresidenz in der Prager MeetFactory (CZE). \nDAVID APAKIDZE – The Knight at the Crossroads\n11. September – 29. November 2025 \nKVOST \n
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LOCATION:KVOST – Kunstverein Ost\, Leipziger Strasse 47\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:Marc-Oliver Schulz – Wasserland
DESCRIPTION:Weite\, Wasser und steter Wandel prägen das Wattenmeer – eine Landschaft\, die sich im Rhythmus der Gezeiten alle sechs Stunden neu formt. Alfred Ehrhardt sah darin einst „Urkräfte am Werk“. Der Hamburger Fotograf Marc-Oliver Schulz betrachtet das Watt aus anderer Perspektive. Auch ihn zieht es immer wieder an die Nordseeküste\, doch er richtet seinen Blick nicht wie Alfred Ehrhardt auf Strukturen oder Stimmungen\, sondern auf das Sehen selbst. Seine Werkserie Wasserland umfasst 35 Fotografien\, die erstmals in Berlin ausgestellt werden. \nZwischen 2009 und 2017 besuchte Schulz regelmäßig die Elbmündung zwischen Büsum und Cuxhaven\, ein Ort zwischen Land und Wasser. Auf den Steinbuhnen im offenen Watt wartet er auf den Moment\, in dem sich Landschaft\, Licht und Zeit entgrenzen. Seine Aufnahmen entstehen oft in der Dämmerung oder bei Nacht\, wenn sich der Horizont mit dem Sternenhimmel aufzulösen scheint. In Analogie zum kurzen Stillstand der Fließkräfte am Kipppunkt der Tide zeigen seine Bilder einen Stillstand in der Kontinuität des Wandels. Die konzeptuelle Strenge und Beschränkung der Bildelemente abstrahieren die Landschaft und erheben ihre karge Schönheit auf eine universelle Ebene. Die Leere und Weite des Wattenmeers begünstigen die Schärfung der Wahrnehmung\, weil das Narrativ entfällt. Das gegenstandsorientierte Sehen kann einem offenen\, absichtslosen Schauen weichen. Im Bild wird der Ort nachrangig\, dafür der Zustand der Landschaft bestimmend. Das Sehen bestimmt das Bild. \nIm Gegensatz zu Alfred Ehrhardt blendet Marc-Oliver Schulz Spuren menschlicher Zivilisation nicht aus. So sind z.B. die der Schifffahrt dienenden Seezeichen ein wiederkehrendes Bildelement\, das wie ein Erkennungsmerkmal die gesamte Bildserie durchzieht. In jeder Aufnahme verweisen Steinbuhnen\, Holzlahnungen\, Bohrinseln oder Lichter der Küstenstädte auf die Anwesenheit des Menschen\, der sich zwischen Landgewinnung und Landverlust täglich mit dem Meer messen muss. Der Steinwall\, auf dem der Fotograf steht – und wir als Betrachter mit ihm – wird so zum Symbol einer Bruchkante zwischen Natur und Mensch. \n
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LOCATION:Alfred Ehrhardt Stiftung\, Auguststr. 75\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:Cornelia Parker. Stolen Thunder (A Storm Gathering)
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SUMMARY:AFTER NATURE PRIZE 25: Lisa Barnard & Isadora Romero
DESCRIPTION:C/O Berlin präsentiert vom 27. Sep 2025 bis 28. Jan 2026 die Doppelausstellung der beiden Gewinnerinnen des After Nature . Ulrike Crespo Photography Prize 25: Lisa Barnard. You Only Look Once und Isadora Romero. Notes on How to Build a Forest. Die Eröffnung findet am Fr\, den 26. Sep 2025\, um 20:00 bei C/O Berlin im Amerika Haus statt. \nIn ihren beiden ausgezeichneten Projekten setzen sich Lisa Barnard (*1967\, Großbritannien) und Isadora Romero (*1987\, Ecuador) mit unserem Verhältnis zur Umwelt auseinander und hinterfragen\, wie Technologien\, Wissen und Wahrnehmung dieses Verhältnis prägen. Sowohl Barnard als auch Romero verbinden dokumentarische und experimentelle fotografische Praktiken\, um komplexe ökologische\, politische und kulturelle Zusammenhänge sichtbar zu machen. Ihre Arbeiten werfen dabei zentrale Fragen nach Verantwortung\, Ressourcen und neuen Formen des Zusammenlebens im Kontext globaler Krisen auf. \nLisa Barnard . You Only Look OnceIn ihrem ersten großen Projekt seit vier Jahren beschäftigt sich die britische Künstlerin Lisa Barnard mit Wahrnehmung im Spannungsfeld zwischen menschlicher und maschineller Erfahrung. Sie thematisiert die Komplexität technologischen Fortschritts sowie die ökologischen Ressourcen\, auf denen dessen Versprechen beruhen. Barnards Recherche ist in Kalifornien angesiedelt und entfaltet eine vielschichtige\, fragmentierte und nichtlineare Erzählung. Sie umfasst Fotografien\, eine immersive Videoinstallation\, bearbeitetes Archivmaterial\, alternative Drucktechniken und KI-generierte Bildanalysen\, die sich zu einem visuell dichten Gewebe zusammenfügen. \nAusgangspunkt des Projekts ist der Saltonsee im Süden Kaliforniens. Dieser war im Zweiten Weltkrieg Schauplatz militärischer Präzisionstests und ist heute zu einem Ort wirtschaftlicher Begehrlichkeiten und technologischer Heilsversprechen geworden – insbesondere durch den geplanten Abbau von Lithium. Barnards Arbeit zeigt die deutlichen Zeichen ökologischer Erschöpfung in dieser einst florierenden Gegend und thematisiert zugleich den militärischen Blick\, der eng mit dem Ort und seiner komplexen Geschichte verbunden ist. \nBarnard untersucht weiter\, wie Technologien\, die auf visuelle und akustische Signale angewiesen sind\, die Interaktion zwischen Mensch und Maschine beeinflussen. Anhand der Echoortung von Fledermäusen richtet sie den Fokus auf Techniken der Objekterkennung\, wie sie heute beispielsweise in autonomen Fahrzeugen allgegenwärtig sind. Ähnlich wie Menschen verlassen sich diese Systeme auf eine Vielzahl von Sensoren und Bildinformationen\, um die Welt zu erfassen und sich in ihr zu orientieren. Obwohl KI-gestützte Lernprogramme wie „You Only Look Once“ eine Objekterkennung in Echtzeit ermöglichen\, werden Maschinen niemals über ein echtes oder bewusstes Erleben verfügen. \nMit You Only Look Once schafft Barnard ein Bewusstsein für die Parallelen und Unterschiede zwischen menschlichem\, tierischem und maschinellem Bewusstsein sowie für die Momente\, in denen das Erkennen von Welt in deren aktive Gestaltung übergeht. Indem sie reflektiert\, wie stark die globalen Multikrisen der Gegenwart miteinander verflochten sind\, formuliert sie nicht zuletzt einen Kommentar auf die grundsätzlichen Verstrickungen maschineller „Autonomie“. In einer Zeit\, in der sich die Klimakrise zuspitzt\, stellt sich die Frage\, wie Technologien entwickelt werden können\, die nicht nur effizient\, sondern auch sensibel gegenüber der Welt sind\, die sie erfassen sollen. \nIsadora Romero . Notes on How to Build a ForestIn ihrem ausgezeichneten Projekt entwickelt die ecuadorianische Fotografin Isadora Romero eine vielschichtige visuelle Erzählung über zwei Nebelwälder ihres Heimatlandes: die Gemeinde Yunguilla im Biosphärenreservat Chocó Andino de Pichincha nahe der Hauptstadt Quito und das Reservat Mache-Chindul nahe der Pazifikküste. \nIhre Arbeit eröffnet einen sensiblen\, poetischen Blick auf Formen des Zusammenlebens mit dem Wald in Vergangenheit\, Gegenwart und Zukunft. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften\, Wissenschaftler:innen und Forschungsorganisationen sind über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr Fotografien entstanden\, die ihren Ausgangspunkt in gemeinschaftlich organisierten Aufforstungsinitiativen\, agroökologischen Praktiken und nachhaltigen Formen der Bewirtschaftung finden. \nRomeros künstlerische Praxis bewegt sich zwischen dokumentarischer Fotografie und experimentellen Verfahren. In der Ausstellung treffen Materialexperimente mit Pflanzen und Textilien auf durch die Luftfeuchtigkeit des Waldes veränderte Fotografien lokaler Familienarchive. Zudem eröffnet der Einsatz von Infrarot- und UV-Technologien eine spekulative Perspektive auf die Wahrnehmung tierischer Waldbewohner:innen. \nEin zentrales Motiv ihrer Auseinandersetzung ist der generationenübergreifende Wissenstransfer. Hierunter fasst Romero auch das überlieferte Wissen indigener Kulturen wie der Yumbo und Jama Coaque. Sie folgt den Spuren präkolumbianischer Handelswege\, den sogenannten culuncos\, und fotografiert außerdem Artefakte aus lokalen Museen\, die sie auf farbenprächtigen Stoffen in Szene setzt. \nNotes on How to Build a Forest ist eine dekoloniale Reflexion über unser Verhältnis zur Natur. Romero gelingt hier eine nuancierte Erzählung über den Wald als lebendigen Organismus\, die ihn nicht auf seine Zerstörung\, seine Rolle als CO2-Speicher oder als westlich romantisierte Projektionsfläche „unberührter Natur“ reduziert. Die Arbeit fragt nach möglichen Zukünften des Waldes – als geteilter Lebensraum\, Ort des kollektiven Gedächtnisses und kultureller Aushandlungen – und nicht zuletzt als Spiegel globaler Verantwortung im Zeitalter des Anthropozäns. \nDie Doppelausstellung wird von Katharina Täschner\, Junior-Kuratorin bei C/O Berlin\, kuratiert. Es erscheint jeweils eine begleitende Publikation im Verlag Hartmann Books. \nAFTER NATURE PRIZE 25Lisa Barnard – You Only Look OnceIsadora Romero – Notes on How to Build a Forest\n27. September 2025 – 28. Januar 2026 \nC/O Berlin\, Amerika Haus \n
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LOCATION:C/O Berlin (Foundation)\, Hardenbergstraße 22-24\, Berlin\, 10623
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SUMMARY:Ligia Lewis: I’M NOT HERE FORRRRR…
DESCRIPTION:Mit I’M NOT HERE FORRRRR… zeigt der Gropius Bau die bisher größte Einzelausstellung der Künstlerin und Choreografin Ligia Lewis. Die Ausstellung umfasst neue und bereits existierende Arbeiten\, die im Erdgeschoss sowie im Lichthof des Gropius Bau zu sehen sein werden. \nZur Performance Wayward Chant\, die im Rahmen der Performing Arts Season am 28. und 29. November im Gropius Bau gezeigt wird. \nLigia Lewis lebt seit 2013 in Berlin und hat eine vielschichtige choreografische Praxis entwickelt\, die Performance\, Live-Installation und Film miteinander verbindet. Lewis begreift Choreografie als die Bewegung von Ideen durch Körper\, welche sie minutiös entwirft\, ausgestaltet und inszeniert\, sowie als politischen Akt: ein Anschreiben gegen die Rassismen von auf Repräsentation beruhenden Systemen und gegen das Auslöschen Schwarzer Stimmen. Ihre Arbeiten kreisen um Themen wie Race\, Gender\, Gewalt und Widerstand und untersuchen\, wie diese Dynamiken unsere Gegenwart immer wieder heimsuchen und prägen. \nI’M NOT HERE FORRRRR… umfasst auch die neue Arbeit Wayward Chant\, die speziell für den Lichthof des Gropius Bau konzipiert wird. Im Laufe der Ausstellung entwickelt sich die Arbeit im Raum stetig weiter und kulminiert in zwei abendfüllenden Performances mit dem gleichen Titel\, die am 28. und 29. November im Rahmen der Performing Arts Season Premiere feiern. \nMit ihrer umfangreichen interdisziplinären Praxis zählt Ligia Lewis zu den zentralen Protagonist*innen einer Neuausrichtung von Performance im Kontext Bildender Kunst und ist Artist in Focus der Berliner Festspiele 2025. \nBeitragsbild: Ligia Lewis\, A Plot\, A Scandal\, Filmstill\, 2023 © Ligia Lewis \nLigia Lewis: I’M NOT HERE FORRRRR…\n16.10.2025 – 18.1.2026 \nGropius Bau \n
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SUMMARY:Lidó Rico - De Rerum Naturae: Eine Erforschung der materiellen und existenziellen Wurzeln der Menschheit
DESCRIPTION:„De Rerum Naturae“ von Lidó Rico ist eine tiefgehende Erforschung der inhärenten Beziehung zwischen Mensch und Natur\, inspiriert durch das antike philosophische Werk von Lucretius\, das für das Verständnis des Universums durch seine Physikalität plädiert. Ricos Arbeit hinterfragt unsere kollektive Wahrnehmung der Natur und stellt die anthropozentrische Weltsicht in Frage\, die die menschliche Existenz seit langem als getrennt von oder überlegen gegenüber der natürlichen Ordnung definiert.\nIn dieser Ausstellung überschreitet Rico die Materialität seiner gewählten Techniken – flüssige Harze\, die in Silikonformen gegossen werden\, einige gegossen aus seinem eigenen Körper\, andere aus Gehirnen\, die von der Universität Murcia gespendet wurden – und unternimmt eine kritische Revision des westlichen Humanismus aus einer posthumanistischen Perspektive. Sein Werk bewohnt einen interstitiellen Raum\, in dem die Grenzen zwischen dem Humanen und dem Nicht-Humanen\, dem Natürlichen und dem Künstlichen verschwimmen. Diese Arbeiten provozieren eine Destabilisierung von Dualismen und decken die Gewalt auf\, die in einer Gesellschaft verankert ist\, die von unermüdlicher Produktivität\, technologischer Abhängigkeit und tiefer Erschöpfung getrieben wird – ein Spiegelbild der zeitgenössischen Entfremdung.\nIm Kern fordert *„De Rerum Naturae“* eine kritische Reflexion über den modernen Menschen – ein Wesen\, das aus natürlichen Prozessen geboren wurde\, aber zunehmend von seinen biologischen Wurzeln entfremdet ist. Ricos Werke setzen sich mit den ökologischen und existenziellen Konsequenzen dieser Entfremdung auseinander. Seine Figuren – fragile Köpfe\, Gehirne mit technologischen Implantaten und verzerrte Gesichter – verkörpern eine Menschheit\, die zwischen ihren natürlichen Ursprüngen und den künstlichen Systemen der Kontrolle\, Produktivität und technologischen Abhängigkeit gefangen ist\, die drohen\, sie von ihrer wesentlichen biologischen Natur zu trennen.\nRicos Skulpturen fungieren als visceral-metaphorische Darstellungen der systemischen Gewalt\, die von einer Gesellschaft der ständigen Leistung ausgeht. Seine Arbeiten konfrontieren den Betrachter mit dem kollektiven Trauma einer Epoche\, in der psychische Erkrankungen – wie ADHS\, Burnout und neurodegenerative Krankheiten – als Symptome einer erschöpften Seele manifest werden\, die vom Gewicht einer hyper-effizienten Gesellschaft erdrückt wird.\nDiese Gesellschaft\, die nicht mehr durch die disziplinarischen Räume von Foucaults Überwachung (Krankenhäuser\, Gefängnisse\, Fabriken) organisiert ist\, hat sich in eine „Leistungsgesellschaft“ verwandelt\, in der das Individuum sowohl das Mandat als auch die Selbst-Ausbeutung internalisiert – und den Subjekt zum eigenen Unterdrücker macht. Ricos Werke fassen diese Internalisierung zusammen und zeigen\, wie die moderne Psyche in einem Zyklus von Selbstdruck gefangen ist\, was sich in Symptomen von Depression\, Erschöpfung und existenziellen Krisen manifestiert.\nDer Einfluss von Lucretius erinnert uns daran\, dass das Universum ein unendlicher Prozess der Transformation ist – eine laufende Alchemie –\, bei der Materie und Geist sich ständig auflösen und neu formen. Ricos Skulpturen verkörpern diese Dynamik und wirken als *memento mori* für eine Spezies\, die in ihrer Hybris ihre materiellen Wurzeln vergessen hat.\nDurch die Betrachtung des körperlichen und psychologischen Traumas\, das in seinen Skulpturen verkörpert ist\, offenbart Lidó Rico die Gewalt des unaufhörlichen Strebens nach Produktivität und Effizienz. Seine Körper sind keine bloßen Repräsentationen\, sondern Orte des inneren Konflikts\, die eine kollektive Erschöpfung und eine Bruchstelle in der menschlichen Existenz widerspiegeln\, verschlungen mit den ökologischen und sozialen Krisen unserer Zeit. Seine Werke – mit ihrer rohen Materialität und konfrontativen Präsenz – zwingen uns\, unsere eigene Verletzlichkeit zu erkennen und die Grenzen neu zu denken\, die uns von der Nicht-Mensch-Natur und Technologie trennen.\n„De Rerum Naturae“ lädt uns ein\, unser Verständnis von ökologischer und ontologischer Verbundenheit neu zu reflektieren und fordert einen Schritt jenseits der Illusionen von Meisterschaft und Kontrolle. Es unterstreicht die dringende Notwendigkeit\, eine neue Erzählung zu entwickeln — eine\, die unsere Ko-Evolution mit der natürlichen Welt anerkennt\, Transformation als grundlegende Bedingung des Daseins begreift und die Ideologien dekonstruieren\, die dem modernen Humanismus zugrunde liegen. Nur durch dieses Umdenken können wir eine nachhaltige Beziehung zur Umwelt und eine bewusstere Haltung gegenüber unserem Platz im natürlichen Kreislauf finden\, um so den Herausforderungen unserer Zeit sinnvoll zu begegnen.\nLidó Rico ist ein zeitgenössischer spanischer Künstler\, der für seine multidisziplinäre Praxis bekannt ist\, in der er die Grenzen zwischen biologischem Material\, Technologie und Skulptur erforscht. Geboren in Murcia\, Spanien\, verwendet Rico häufig Techniken wie das Abformen organischer Formen von seinem eigenen Körper und biologischen Ablagerungen und integriert dabei neue Technologien wie Implantate und digitale Werkzeuge. Seine Arbeiten setzen sich kritisch mit Themen wie menschlicher Verletzlichkeit\, Trauma\, ökologischer Krise und der Beziehung zwischen Mensch und Natur auseinander. Ricos Installationen und Skulpturen wurden europaweit ausgestellt und sind Teil bedeutender Sammlungen\, darunter die Fundación La Caixa\, die Colección Iberdrola und das Museo Reina Sofía. Seine Kunst hinterfragt Wahrnehmungen von Identität und Materialität und regt zur Reflexion über gesellschaftliche und ökologische Fragen unserer Zeit an. \n
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LOCATION:Luisa Catucci Gallery\, Brunnenstraße 170\, Berlin\, 10119
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SUMMARY:Neon – Schatten – Überschall
DESCRIPTION:KÜNSTLER*INNEN\nKatia Fouquet | Jakob Hinrichs | Sophia Martineck | Paul Paetzel | Henning Wagenbreth \nEin Flirren aus Farbe\, ein Aufblitzen\, ein Knall! Linien jagen durch den Raum\, Formen tauchen auf und verschwinden. Geschichten aus dem Hier und Jetzt\, aus Vergangenheit und Zukunft berichten von UFO-Landungen\, metaphysischen Außerirdischen und anthropomorphen Insekten. Aber auch von verlorenen Orten\, menschlichen Beziehungen und absonderlichen Reisen. \nZu seinem 30. Jubiläum suchte das Haus Schwarzenberg\, einer der letzten Orte einer Gegenkultur zur inzwischen durchkommerzialisierten Berliner Mitte\, nach Plakatgestalter*innen – die Wahl fiel auf Katia Fouquet\, Jakob Hinrichs\, Sophia Martineck\, Paul Paetzel und Henning Wagenbreth. Mit der Entwicklung Berlins zu einem Zentrum der Illustrations- und Comic-Kunst sind die fünf Zeichnerinnen und Zeichner\, neben vielen anderen\, eng verbunden. Sie haben alle\, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten\, in Berlin ihren künstlerischen Entwicklungsweg begonnen und sich dann mit ihren Illustrationen\, Plakaten\, Büchern\, Graphic Novels und Druckgrafiken in Deutschland wie auch international einen Namen gemacht. \nDem Ausstellungsraum und Buchladen Neurotitan im Haus Schwarzenberg stehen sie seit Jahren wegen seiner experimentellen\, untergründigen und unangepassten Programmatik sehr nahe und freuen sich deshalb\, hier gemeinsam Arbeiten der letzten Jahre aber auch Zukunftweisendes mit Zeichnungen\, Comics\, Illustrationen\, Plakaten und Objekten zu zeigen. Zwischen Zeichen\, Sprechblasen und Rasterpunkten lenkt die Ausstellung Neon – Schatten – Überschall den Blick auf urbane Welten\, auf Abgründe\, Erinnerungsräume und visionäre Szenarien – dorthin\, wo Neonlicht auf Schatten trifft und Zeichnung\, Comic sowie Illustration ihre ganze erzählerische Kraft entfalten. \nAUSSTELLUNGSPROGRAMM\nSamstag\, 25.10.2025\n18 Uhr\, Ausstellungseröffnung und Party \nDonnerstag\, 06.11.2025\n18 Uhr\, Führung durch die Ausstellung\nmit Katia Fouquet und Jakob Hinrichs \nSamstag\, 08.11.2025\n16 Uhr\, Mazookas Konzert\nSophia Martineck\, Henning Wagenbreth & Freunde\nEin illustriertes Konzert für Ohren und Augen! \nDonnerstag\, 20.11.2025\n18 Uhr\, Über das Illustrieren von Bücher\nmit Katia Fouquet\, Jakob Hinrichs & Bodo von Hodenberg von Favoritenpresse\n19 Uhr „Briefe an einen jungen Dichter“\nBuchvorstellung von Johanna Meyers \nSamstag\, 22.11.2025\n15 Uhr\, „Aliens und deren Ufos“\neine Comiclesung von Paul Paetzel \nDonnerstag\, 27.11.2025\n18 Uhr Lesung mit Künstler*innen aus dem Rotopol-Verlag\nund anschließender Finissage \n
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LOCATION:Neurotitan Galerie\, Rosenthaler Straße 39\, Berlin\, 10178\, Deutschland
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SUMMARY:Kristin Grothe – paperworks
DESCRIPTION:Kristin Grothe beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur\, dem Erleben menschlicher Eingriffe durch den Bau von Straßen\, Brücken und Gebäuden\, aber auch die Rückeroberung von Räumen durch die Natur. Ausgehend von realen Landschaften und Architekturen entfernt sie sich im Arbeitsprozess von diesen\, reflektiert deren Spannung im Geben und Nehmen. Ihre Radierungen bearbeitet sie mit Schleifpapier\, zeichnet mit einem Messer oder der Radiernadel\, mit Tusche\, Kreide oder Kohle. Einzelne Schichten werden abgeschält und das Innere des Büttenpapiers frei gelegt\, was dessen haptische Qualität betont. Eine reliefartige Struktur entsteht. Die Werke erscheinen abstrakt\, losgelöst\, offen. Neue Architekturen\, Landschaften oder Wolkenformationen erscheinen vor dem geistigen Auge und Bildräume voll pulsierendem Licht und tiefer Dunkelheit entstehen\, meditativ\, kraftvoll und zart zugleich.\nKristin Grothe (*1972 in Hamburg) lebt und arbeitet in Neumünster und Berlin. \n
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SUMMARY:Lebenslinien und Farbfelder
DESCRIPTION:Gruppenausstellung mit kleinformatigen Werken von Künstlern der Galerie und Gästen zu erschwinglichen Preisen.\nMit Werken von Paula Krause\, Bernhard Listl\, Manuela Hübner\, Wanda Stang\, Axel Pahlavi\, Florence Obrecht\, Jingwen Yao\, Matthias Galvez\, Kathrin Landa\, Hilkka Geyssel\, Nadia Valeska und Wu Zhi.\nFigurative realistische Malerei\, Interiors\, Portraits und nicht-gegenständliche Malerei\nDie Ausstellung läuft vom 31.10. bis 21.12.2025\nEröffnung am 30.10. ab 19 Uhr\nDie Galerie ist immer Freitags und Samstags von 11 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/lebenslinien-und-farbfelder/
LOCATION:C&B Reichert Galerie\, Fasanenstraße 29 (Passage)\, Berlin\, 10719
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SUMMARY:Chris Watts - Chasing Shadows: Vol. 1
DESCRIPTION:Bode kündigt Chasing Shadows: Vol. 1 an\, eine Einzelausstellung mit Arbeiten des in New York lebenden Künstlers Chris Watts. Es ist Watts’ zweite Soloausstellung in der Galerie\, die ein umfangreiches neues Werkensemble präsentiert. Was wäre\, wenn Fenster Geschichten erzählen könnten? Geschichten dessen\, was durch sie hindurch gesehen wurde. Erzählungen\, so unmittelbar wie gestrige Geschehenisse und so fern wie die Geschichte selbst. Geschichten darüber\, wer durch ihre transparenten Barrieren blickte\, aus welcher Wirklichkeit in eine andere hinüber\, und Geschichten darüber\, was sich auf der gegenüberliegenden Seite offenbarte. Was wäre\, wenn Fenster uns alles zeigen könnten\, was sie jemals gezeigt haben\, und so nicht nur ein Portal zwischen Innen und Außen wären\, sondern zwischen unzähligen anderen Dimensionen von Zeit und Raum\, zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren\, dem Greifbaren und dem Unfassbaren? \nIn der Betrachtung von Chris Watts’ Arbeiten kann man sich leicht vorstellen\, dass Gedanken und Reflexionen wie diese durch den Kopf des Künstlers wanderten\, während er seine multimedialen Werke schuf\, die mit den definitorischen Grenzen der Malerei spielen. Und auch wenn Merkmale wie Semitransparenz\, teilweise sichtbare Strukturen und vor allem ihre glasartig glänzende Harzoberfläche formal an Fenster erinnern\, öffnen sich die Arbeiten doch in einen weit komplexeren Erfahrungsraum. In seiner Praxis\, die Watts selbst als Arrangieren von Form und Farbe im Raum beschreibt\, verfolgt er eine fortwährende Erforschung von Oberfläche und sinnlicher Wahrnehmung in Wechselwirkung mit architektonischen Elementen\, um ein gesteigertes Bewusstsein für Körper und Emotionen in Beziehung zur spirituellen Resonanz seiner Werke zu schaffen. Watts sagt: „Die Gemälde sprechen von dieser schwebenden Atmosphäre jenseits verstandesmäßiger Klärung. Ein Raum der Befreiung für das Ungesehene. Seit ich mit verschiedenen\, sowohl historischen als auch einheimischen Pigmenten arbeite\, denke ich viel über alternative Kosmologien innerhalb traditioneller indigener Wissenssysteme nach\, um Fragen von sozialer Gerechtigkeit\, Heilung für historisch marginalisierte Gemeinschaften und unser Verhältnis zu Raum und Ort innerhalb der Black Radical Imagination zu verhandeln.“ Ausgehend von der Frage „Where are you really from?“ untersucht Watts kollektive Erinnerungen\, die Geschichten von Widerstand und von der Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit des schwarzen Körpers in Raum und Gesellschaft erzählen. \nSeide oder Poly-Chiffon bilden die Basis seiner Werke\, gespannt über architektonische Konstruktionen und mit Harz überzogen. Durch seine Arbeit mit Pigmenten entsteht jene ätherische Qualität: Watts sammelt und mischt Pigmente aus aller Welt und bleibt stets tief verbunden mit ihren jeweiligen Geschichten und kulturellen Bedeutungen. Diese Farbstoffe können ebenso gut von den Straßen New Yorks stammen\, wie sie ihm von einem peruanischen Schamanen übergeben worden sein können. Jedes Pigment trägt eine eigene Geschichte und Resonanz. Auf dieser Reise werden sie zu kosmologischen Vermittlern\, die Tradition\, Ritual und alternative Formen der Wissensweitergabe verbinden. So manifestieren sie sich in den Werken als Brücke zwischen greifbaren und immateriellen Sphären. Verwurzelt inmitten von Ritualität und Improvisation\, lauscht Watts schöpferischer Prozess seinem Material. Der Unvorhersehbarkeit der materiellen Reaktionen folgend\, wird ein Dialog zwischen Pigment\, Oberfläche und Raum eröffnet\, der jenseits formaler Qualitäten die lebendige und responsive Natur der Arbeiten offenbart. Die einfache Analogie zum Fenster längst überschritten\, agieren die Werke als Schalter in ein alternatives\, vielschichtiges Gefüge von Räumen. Während sie meditative Sphären und Begegnungen mit dem Immateriellen eröffnen (denn es ist kaum Zufall\, dass sie an Kirchenfenster aus Buntglas erinnern) bleiben sie zugleich als physische\, unbewegliche Objekte verankert und behaupten sich als autonome Kunstwerke. Man kann sie an- und durchschauen\, eine Dualität\, die es schwer macht zu bestimmen\, wo das Bild tatsächlich entsteht. Es ist eine mehrdeutige Fläche\, die sich weder vollständig auf das Werk selbst noch allein auf seine Oberfläche reduzieren lässt. \nUnsere gewöhnlichen Fenster werden niemals in der Lage sein\, von ihrer Vergangenheit zu erzählen oder als Archiv ihrer sich wandelnden Umgebung zu fungieren\, Watts verleiht seinen Werken jedoch eine einzigartige\, aufschlussreiche Stimme\, um genau das zu tun. \nCHASING SHADOWS: VOL. 1Chris Watts\n30. Oktober – 2. Dezember 2025 \nBode \n
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LOCATION:Bode Galerie\, Karl-Marx-Allee 82\, Berlin\, 10243\, Deutschland
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SUMMARY:Stéphane Couturier: E-1027+123
DESCRIPTION:Mit der Ausstellung E-1027+123 widmet sich Stéphane Couturier dem ikonischen Bauwerk der Architektin Eileen Gray. Mit der Villa E-1027 schuf sie nicht nur ein Haus\, sondern ein Manifest der Moderne aus weiblicher Perspektive. Sie stellte ihre Entwürfe bewusst gegen die dominanten Ideen ihrer Zeit und zeigte\, dass Architektur Intimität\, Atmosphäre und Lebensqualität ebenso berücksichtigen kann wie formale Strenge. \nDas zwischen 1926 und 1929 in Roquebrune-Cap-Martin entstandene Haus war Grays erstes großes architektonisches Projekt. Schon der Name trägt eine persönliche Botschaft: „E“ für Eileen\, „10“ für J (Jean Badovici\, ihr Partner)\, „2“ für B und „7“ für G (Gray). Dieses kryptische Monogramm zeigt\, wie sehr das Bauwerk auch eine Liebeserklärung war. \nGray entwarf E-1027 als Gesamtkunstwerk\, in dem Architektur\, Möbel\, Lampen und Textilien ein fein abgestimmtes Ganzes bildeten. Anders als Le Corbusier mit seiner Idee der „Wohnmaschine“ verstand sie das Haus als Wohnmuschel\, als Schutzraum\, der Offenheit und Geborgenheit zugleich bot. \nNach Grays Auszug nahm die Geschichte des Hauses jedoch eine Wendung. Le Corbusier\, enger Freund von Badovici\, verbrachte wiederholt Zeit in der Villa und bemalte zwischen 1937 und 1939 mehrere Wände mit großformatigen Fresken. Was er als künstlerischen Beitrag verstand\, empfand Gray als Übergriff – eine Entstellung ihres Werkes\, so sehr\, dass sie E-1027 nie wieder betrat. \nCouturier greift diese Spannung auf und führt sie in seiner eigenen Bildsprache weiter. Mit der Technik der Doppelbelichtung\, die analoge und digitale Verfahren verbindet\, lässt er die klare Geometrie Grays und die expressiven Spuren Le Corbusiers aufeinandertreffen. Die Fotografien wirken wie vibrierende Schichtungen\, in denen Realität und Abstraktion\, Architektur und Intervention\, Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen. Es entsteht eine Form von Hyperrealismus\, die sowohl die Atmosphäre des Ortes einfängt als auch seine sozialen\, politischen und künstlerischen Dimensionen sichtbar macht. \nDie Ausstellung knüpft zugleich an Couturiers frühere Projekte an. Ob in den Industriebauten von Valenciennes\, in Chandigarh – der utopischen Planstadt Le Corbusiers in Indien – oder in der monumentalen Wohnsiedlung Climat de France in Algier: stets betrachtet er Architektur als Spiegel gesellschaftlicher Zustände und Transformationen. Seine Werke zeigen\, wie Gebäude von Leben\, Umdeutung und Veränderung geprägt sind und so zu Resonanzräumen menschlicher Erfahrung werden. \nMit E-1027+123 führt Couturier diesen Ansatz weiter. Seine komplexen Bildwelten überlagern Geschichte und Gegenwart und erzählen weit mehr als nur von Form: Sie sprechen von Utopie\, Erinnerung und davon\, wie sich Architektur in seiner Arbeitsweise zu einem politischen wie poetischen Medium verwandelt. \nStéphane Couturier (*1957\, Frankreich) zählt zu den wichtigsten Vertretern zeitgenössischer Fotografie. Seit den 1990er-Jahren erforscht er urbane Landschaften und Architekturprojekte weltweit. Seine Werke sind in bedeutenden Sammlungen wie dem Centre Pompidou\, der Bibliothèque Nationale de France\, der National Gallery of Art in Washington oder dem LACMA in Los Angeles vertreten. In den letzten Jahren wurden die Werke von Stéphane Couturier in bedeutenden internationalen Einzelausstellungen präsentiert. 2025 zeigte er unter dem Titel „E-1023+123 Eileen Gray/Le Corbusier“ in der Abbaye de Montmajour im Rahmen der Rencontres de la Photographie in Arles Werke\, die nun auch in der Kornfeld Galerie Berlin zu sehen sind. Bereits 2023 widmete ihm das Jeu de Paume Le Cellier in Reims die Ausstellung „Construire par l’Image“. Auch in China fanden seine Werke große Beachtung: 2021 waren sie sowohl im Fusheng Museum in Wuhan als auch im Jupiter Museum in Shenzhen vertreten\, wo die Serie „Melting Point“ gezeigt wurde. Im Jahr 2020 folgten „Entrelacements“ im Repaire Urbain\, Artothèque in Angers sowie „Transmutations“ im Arendt House in Luxemburg. Einen besonderen Höhepunkt stellte bereits 2019 die umfassende Präsentation seiner Werke im Musée National Fernand Léger in Biot\, Frankreich\, dar. \nBeitragsbild: Stéphane Couturier\, série E-1027+123 – Villa Eileen Gray – #39\, 2021-2022 C-Print\, 110 x 139 cm \nStéphane Couturier: E-1027+123\n31. Oktober 2025 – 10. Januar 2026 \nKORNFELD Galerie Berlin \n  \n
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LOCATION:Galerie Kornfeld\, Fasanenstrasse 26\, Berlin\, 10719\, Deutschland
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SUMMARY:MADE IN PARIS
DESCRIPTION:Paris galt vom 19. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre weltweit als „die“ Kunstmetropole. Von dem Augenblick an\, da New York\, beflügelt durch den Erfolg des Abstrakten Expressionismus\, die Wende einläutete und Paris entthronte\, wendeten sich alle Augen von der Stadt an der Seine ab. Doch seit einigen Jahren steht sie wieder im Fokus medialer Wahrnehmung. Nicht nur\, weil sich internationale Galerien dort niedergelassen haben\, sondern auch\, weil die Art Basel\, die weltweit größte Kunstmesse\, die ehemalige FIAC übernommen hat. Wie sehr Paris in aller Munde ist\, so wenig ist von den dort ansässigen Künstler*innen die Rede. \nMit dem aktuellen Themenband von KUNSTFORUM International „Made in Paris“ liefert der Gastherausgeber Heinz-Norbert Jocks einen breiten Überblick über die Diversität und die Besonderheiten der Pariser Szene. Da ihm am Herzen lag\, Werke von in Paris lebenden Künstlerinnen\, von denen nur wenige bisher in Deutschland ausgestellt haben\, erstmals zu zeigen\, hatte er die Idee\, parallel zum Erscheinen des Themenbandes eine Ausstellung in unserer Galerie zu kuratieren\, um einen Eindruck von der künstlerischen und thematischen Vielfalt zu geben. Sie umfasst Zeichnungen\, Gemälde\, Skulpturen\, Keramik\, Fotografie und Video von insgesamt 12 Künstlerinnen. \nIm Mittelpunkt der fotografischen Recherchen von Stéphane Couturier stehen die Architektur und die Stadt als eine auf der ganzen Welt sich ständig verändernde Realität. \nDer Schweizer Thomas Buswell\, bei dem Zeichnung\, Malerei\, Skulptur\, Installation und Klang ineinander übergehen\, suggeriert Spannungen zwischen Natur und modernem Komfort\, zwischen Anziehung und Abstoßung\, und imaginiert sich ein individuelles Ökosystem. \nEdi Dubien\, dem von der Art Brut inspirierten Autodidakten\, geht es um das Tier als Symbol unseres verlorenen Instinkts und als Spiegelbild des Menschen. Er plädiert für eine Gleichheit zwischen beiden\, während Emile Degorce Dumas\, der als Keramiker und Maler antike Mythen mit seinem Alltag vermischt\, einen Dialog zwischen Intimem und Universellem\, Trivialem und Heiligem kreiert\, um an das Fortleben der ältesten Erzählungen in unseren banalsten Gesten zu erinnern. Einige seiner Werke widmen sich dem Antimachus\, einem giftigen\, dem größten Schmetterling der Welt\, von dem weder Raupe noch Kokon bekannt sind\, und damit dem Thema der Metamorphose und des Rätsels. \nFür den in Guadeloupe geborenen Kenny Duncan ist Kunst etwas Spirituelles\, was sich darin äußert\, dass er Talisman-Skulpturen aus gesammelten Fetischobjekten schafft\, die ihn vor Gefahren beschützen. Liang Fu\, dessen auf Fotos beruhenden Gemälde hinter transparenten Stoffen verborgene menschliche Figuren ohne Eigenschaften zeigen\, interessiert sich für das Fließende zwischen Anwesenheit und Abwesenheit. Die Fotografin Marina Gasdonneix erforscht die Beziehung zwischen beobachteter Realität und Simulation sowie die künstliche Reproduktion von Phänomenen wissenschaftlicher und rätselhafter Natur. Augustin Lignier\, Fotograf und Performer\, der sich den kleinen Gesten wie den Reaktionen auf das Zuzwinkern oder den nicht sichtbaren Akten wie das Atmen zuwendet. Die Malerin Viktoriia Oreshko aus der Ukraine setzte sich mit der Darstellung des menschlichen Körpers\, den sie als „abwesende Präsenz“ beschreibt\, ebenso auseinander wie mit den Themen Identität\, Erinnerung und Resilienz. \nDer in Teheran geborene Maler und Aktivist Alireza Shojaian verließ sein Land\, weil dort eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Frage der queeren Existenz unmöglich war. Die Themen des multidisziplinären Künstlers Vincent Voillat mit Affinität zum Handwerklichen sind Extraktivismus\, kollektive\, nicht-hierarchische Interaktionen zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem\, Erzählungen von unserem Zusammenleben mit der mineralischen Welt wie dem Stein. \nJiechang Yang\, in Foshan geboren\, einem traditionellen Zentrum für Keramik in China\, lernte als Kind nicht nur die Tradition der Keramik\, sondern auch die Kalligrafie kennen\, weshalb er zwischen diesen Medien und Techniken wechselt. Als Maler setzt er sich nicht nur mit aktuellen Ereignissen auseinander\, sondern auch mit der westlichen Kunst und porträtiert sich selbstironisch als Skelett aus Keramik. \nMADE IN PARIS\n31. Oktober 2025 – 10. Januar 2026 \n68projects by KORNFELD \n
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SUMMARY:MARTIN DAMMANN - Ein Loch graben
DESCRIPTION:Dreh- und Angelpunkt im Schaffen des Künstlers Martin Dammann (*1965 in Friedrichshafen/Bodensee) sind seit vielen Jahren drei große Themenfelder: das Sammeln von Fotografien\, die Beschäftigung mit historischen und psychologischen Realitätsentwürfen sowie die Suche von Fossilien und deren Ausgrabung. In enger Kooperation mit dem Archive of Modern Conflict sammelt Dammann Fotografien aus Nachlässen\, von Privatpersonen und von Foto- sowie Militärbörsen. Diese Bilder\, oftmals anonym und fragmentarisch\, sind Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit. Ihn interessiert\, was sich hinter den sichtbaren Oberflächen verbirgt – die stillen\, oft übersehenen Geschichten\, die jedes Bild in sich trägt. \nBekannt wurde Dammann insbesondere durch seine großformatigen\, farbintensiven Aquarelle\, in denen er ausgewählte Motive aus dem Archiv oder aus seinem eigenen fotografischen Fundus ins Malerische überführt. Die Auswahl der Motive erfolgt intuitiv – stets geleitet von der Suche nach dem\, was Walter Benjamin den „Funken Wirklichkeit“ nannte. Im Mittelpunkt dieses künstlerischen Prozesses steht die Transformation: das Sichtbarmachen verborgener Bedeutungsebenen und emotionaler Resonanzen. \nMit der aktuellen Ausstellung „Ein Loch graben“ unternimmt Martin Dammann einen sehr persönlichen Versuch\, der Psychologie künstlerischer Inspiration und der eigenen Schaffensüberzeugung nachzuspüren. Die Ausstellung versteht sich als Reflexion über das Forschen\, Freilegen und Bewahren – zentrale Tätigkeiten\, die sowohl im Sammeln als auch im künstlerischen Arbeiten verankert sind. \nMARTIN DAMMANN – Ein Loch graben\n01 November – 31 Dezember 2025 \nGalerie Barbara Thumm \n
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SUMMARY:ANNA K.E. - Cardinal Directions
DESCRIPTION:Die georgische Künstlerin Anna K.E. (*1986\, Tiflis) präsentiert im Space II der Galerie Barbara Thumm ihre Werkserie „Cardinal Directions“\, eine Reihe neuer Emaille-Arbeiten\, die zuvor in den Kunstmuseen Krefeld / Haus Lange – Haus Esters in der Einzelausstellung „Für unsere Eltern“ (2024–2025) gezeigt wurde. \nMit der Emaille hat die Künstlerin ein traditionsreiches Produktionsverfahren reaktiviert. Hierbei wird ein Glaspulver bei hohen Temperaturen geschmolzen\, so dass nach dem Abkühlen eine homogene\, glänzende Fläche entsteht. Die abstrakten Muster und Farbkombinationen zitieren tranditionelle Georgische Muster und sind freie Versuche mit dem Ziel\, Energie im Raum zu erzeugen. Anna KE bedient sich einer intensiven Farbigkeit und markanten Strukturen\, die an Mandalas erinnern. Die unterschiedlichen Dreiecksformationen bilden sie ein Verweissystem. Es verortet den Ausstellungsraum\, wie auch seine Besuchenden in einem universellen geografischen wie auch sozialen Raum. \nAnna K.E. vertrat 2019 Georgien auf der 58. Internationalen Kunstausstellung in Venedig. Im Kontext der beiden Ausstellung im Kunstmuseum Krefeld\, sowie der Einzelausstellung Dolorem Ipsum in der Kestner Gesellschaft Hannover entsteht ein gemeinsamer Katalog\, der im Laufe der Ausstellung auch in der Galerie erhältlich sein wird. \nANNA K.E. – Cardinal Directions\n01. November – 31. Dezember 2025 \nGalerie Barbara Thumm \n
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SUMMARY:Clare Goodwin – „Rumours“
DESCRIPTION:Mit großer Vorfreude präsentiert die Galerie ihre erste Einzelausstellung mit der britischen Künstlerin Clare Goodwin (*1973 in Birmingham; lebt und arbeitet in Zürich). Die Berliner Ausstellung trägt den Titel „Rumours“ und zeigt neue Malereien und Keramik-Assemblagen der Künstlerin. Mit „Rumours“ – zu deutsch „Gerüchte“ – verbinden wir Nachrichten und Geschichten\, deren Wahrheitsgehalt unsicher oder zweifelhaft ist. Ebenso zeigen sich Goodwins Leinwandarbeiten: Auf den ersten Blick wirken sie wie utopische Abstraktionen in Anlehnung an die Züricher Konkreten. Auf den zweiten Blick offenbaren auffällige Blockaden\, Leerstellen und vielschichtige Mischfarbtöne ein sozial motiviertes Konzept. \n„Mein Lineal ist der soziale Raum\, nicht der Taschenrechner“\, sagt die Künstlerin. Die Distanzen\, die sie misst\, sind unsichtbare Linien menschlicher Beziehungen – zwischen Paaren\, Verwandten\, Kolleginnen und Kollegen oder Freundinnen und Freunden. Nähe\, Spannung und Alltagsinterieurs spiegeln sich in ihrer fein abgestuften Farbpalette wider. \nAuch ihre Keramik-Assemblagen tragen diese Handschrift. Mit ihren eigenwilligen Formen\, Gestalten\, Farben\, Glanz und Rhythmen wirken sie wie die Verkörperung der Malerei – ein Transfer von der Leinwand in den Raum. Während ein Leinwandbild mit Abstraktion beginnt\, beginnt Keramik mit Materie. Der körperlich intime Schaffensprozess birgt den Moment des Kontrollverlusts – sichtbar in Asymmetrien\, Zufällen und taktilen Details\, die den Arbeiten ihre sinnliche Tiefe verleihen. \nZusammen bilden Goodwins Malerei und Keramik ein Ensemble zwischen Abstraktion und gelebtem Raum. \n\n„Meine Gemälde verhalten sich oft wie ein Paar\, das seine gemeinsame Existenz aushandelt – sowohl farblich als auch räumlich.“– Clare Goodwin \n\nDer Ausstellungstitel „Rumours“ fängt diesen Klang ein: etwas Gehörtes\, aber Unsichtbares; Persönliches\, aber Unüberprüfbares; Leises\, aber Aufgeladenes. \nBiografieClare Goodwin wurde 1973 in Birmingham geboren. Aufgewachsen in einem Großbritannien geprägt von Stromausfällen\, gemusterten Teppichen und allgegenwärtigen TV-Sitcoms\, studierte sie Malerei am Royal College of Art in London (1996–1998). Im Jahr 2000 erhielt sie ein vom British Council finanziertes Stipendium an der École Cantonale d’Art du Valais in Sierre und ließ sich ein Jahr später in Zürich nieder\, wo sie bis heute lebt und arbeitet. \nClare Goodwin wird von der Galerie LullinFerrari Zürich vertreten und stellt international aus\, u. a. im Kunstmuseum Appenzell (2025)\, Villa Renata Basel (2024)\, Kunsthaus Aargau (2023)\, Raum Schroth / Museum Wilhelm Morgner\, Soest (2023)\, Kunsthaus Zofingen (2022) und im Haus der Kunst St. Joseph Solothurn (2021). \nClare Goodwin – „Rumours“\n04.11.2025 – 17.01.2026 \nFWR FeldbuschWiesnerRudolph Galerie \n
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LOCATION:FeldbuschWiesnerRudolph Galerie\, Jägerstraße 5\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:NINA LAAF – MUTUAL
DESCRIPTION:In ihren Arbeiten untersucht Nina Laaf\, wie Formen\, Farben und Materialien einander begegnen\, sich bedingen\, beeinflussen oder entziehen. MUTUAL beschreibt dieses Verhältnis von Wechselwirkung und Eigenständigkeit\, ein feines Geflecht gegenseitiger Abhängigkeiten\, in dem alles miteinander verbunden ist\, ohne sich vollständig festzulegen. Laaf interessiert sich für Systeme\, für ihre inneren Ordnungen und Brüche\, für das fragile Gleichgewicht zwischen Stabilität und Bewegung. In ihren Skulpturen und Installationen übersetzt sie das\, was im Zwischenmenschlichen geschieht\, in plastische Konstellationen: Stahl trifft auf Lack\, eine Kordel hält\, spannt\, verbindet. Formen begegnen sich\, berühren sich\, halten Distanz. \nEin Rohr wird zum Sockel\, der sich zu bewegen scheint\, eine Fläche zum Körper\, der plötzlich Tiefe gewinnt. So entstehen Situationen des Gleichgewichts\, in denen Stabilität und Fragilität\, Härte und Sanftheit gleichzeitig spürbar werden. \nIn Werken wie Schwalbe\, Shaped Orchid oder False Friends zeigt sich dieses Zusammenspiel als Dialog von Gegensätzen. Organische Linien treffen auf präzise\, industriell anmutende Oberflächen\, Glanz steht neben matt\, Rundung neben Kante. Wiederholung und Variation erzeugen feine Verschiebungen\, ein Oszillieren zwischen Vertrautheit und Fremdheit. MUTUAL ist ein offenes System\, in dem jedes Element Bedeutung nur im Verhältnis zu einem anderen gewinnt und dennoch seine Autonomie behält. Laafs Skulpturen fragen\, wie Nähe entsteht\, ohne Vereinnahmung\, wie Kontakt möglich ist\, ohne Verlust. Diese Sensibilität für das Dazwischen\, für das Nicht-Ganz und Nicht-Mehr\, prägt ihre gesamte Arbeit. \nDie Materialien verhalten sich zueinander wie Menschen: Sie reagieren\, sie halten\, sie lassen los. Zwischen Oberfläche und Raum\, Gewicht und Leere entsteht eine stille Choreografie aus Abhängigkeit und Freiheit. In diesem Gleichgewicht der Gegensätze liegt die Poesie von MUTUAL – eine visuelle Übersetzung dessen\, wie wir einander begegnen.\nNina Laaf (*1977 in Hilden) schloss 2017 ihr Masterstudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Harald Klingelhöller ab. 2018 erhielt die Künstlerin den Hanna Nagel Preis Karlsruhe und war 2021 Stipendiatin der Cité Internationale des Arts in Paris. Nina Laaf lebt und arbeitet in Karlsruhe. \nNINA LAAF – MUTUAL\n6. November 2025 – 29. November 2025 \ngalerie burster \n
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SUMMARY:Für Gisa 10+ Positionen zum zehnten Todestag von Gisa Hausmann
DESCRIPTION:Ausstellung \nKünstlerinnen und Künstler: \nAntero Kahila\, Ben Kamili\, Jörn Kempfer\, Susan Kempfer\, Hagen Klennert\, Marina Koldobskaja\, Thomas Jakob Richter\, Mr. Ira Schneider\, Débora Steinhaus\, Alex Tennigkeit und weitere \nIm Kabinett der Galerie eröffnet parallel eine Ausstellung mit Häuserporträts aus der Florastraße und Pankow – Zeichnungen von Chrisctian BadelKünstlerinnen und Künstler: \n
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SUMMARY:JENS RISCH - Knotted Time
DESCRIPTION:Mit Knotted Time präsentiert Jens Risch seine erste Einzelausstellung bei Taubert Contemporary – ein konzentrierter Einblick in ein Werk\, das sich seit über zwei Jahrzehnten radikal der Verknüpfung von Zeit\, Material und Handlung verschreibt. In der Tradition konzeptueller und prozessbasierter Kunst\, wie sie etwa bei Hanne Darboven\, On Kawara oder Tehching Hsieh begegnet\, transformiert Risch eine scheinbar einfache\, wiederholte Geste – das Knoten eines Fadens – in eine poetische Auseinandersetzung mit Dauer\, Präsenz und existenzieller Beharrlichkeit. \nIn vier Räumen entfaltet sich ein vielschichtiges künstlerisches Universum\, das ebenso still wie eindringlich das Verhältnis von Präsenz und Abwesenheit\, von Prozess und Dokumentation befragt. Dabei steht weniger das sichtbare Resultat im Zentrum\, als vielmehr das unsichtbare Gerüst von Zeit\, Disziplin und Wiederholung\, das diese Werke trägt – eine Haltung\, die sich in der Nähe zur meditativen Strenge östlicher Praktiken ebenso verorten lässt wie in der westlichen Tradition performativer Selbstvermessung. \nIm ersten Raum begegnet das Publikum drei zentralen Arbeiten der vergangenen Dekade: Seidenstück6 (2015 – 2017\, 1269 Arbeitsstunden)\, Seidenstück7 (2017 – 2018\, 1679 Arbeitsstunden) und Seidenstück8 (2018 – 2020\, 1858 Arbeitsstunden). Jedes dieser Stücke besteht aus einem einzigen Seidenfaden (1000 m Länge)\, welchen der Künstler jeweils so oft wie möglich verknotet hat. Konkret heißt das\, es wurde erst eine Knotenreihe in den Faden geknüpft\, darüber dann in gleicher Weise eine zweite\, eine dritte u.s.f.. Die siebente Knotenreihe\, welche die finale Form darstellt\, ist eine fraktale Form\, etwa faustgroß\, ca. 30 g schwer und gut eineinhalb Jahre verdichtete Zeit. \nDer zweite Raum versammelt fünfzehn Schwarzweiß-Fotografien (2000–2025)\, die Orte zeigen\, an denen Risch – meist auf Reisen – seiner täglichen Knotenarbeit nachging. Leere Hocker\, Stühle\, unscheinbare Umgebungen: Der Künstler bleibt abwesend\, die Handlung jedoch spürbar gegenwärtig. Die Barytabzüge bilden ein stilles Archiv von wechselnden Kulissen der künstlerischen Praxis. \nRaum drei zeigt mit Seilstück3 (100 m Hanfseil\, 2014) und Jutestück (100 m Juteschnur\, 1998) frühe und parallele Arbeiten\, die das Prinzip des Knotens mit gröberem Material erproben. Die physische Präsenz dieser Werke kontrastiert mit der Feinheit der Seidenstücke – und verweist zugleich auf die Konstanz der konzeptuellen Haltung. \nAbschließend versammelt der vierte Raum Rischs Knotennotizen: akribisch handschriftlich geführte Aufzeichnungen der täglichen Arbeitsstunden von 2015 bis 2025\, geordnet in Jahresblöcke. Diese Notizen verweisen auf den performativen und kontemplativen Charakter seiner Praxis – auf das Knoten als Ritual\, als täglich praktizierte Kontinuität\, als Spur. \nMit Knotted Time entsteht ein kontemplativer Erfahrungsraum\, der nicht nur die Materialität des Knotens\, sondern auch die Zeit selbst sichtbar macht – als gelebte\, verkörperte und geordnete Dimension künstlicher Existenz. \nJens Risch *1973 in Rudolstadt\, Deutschland\nEr lebt und arbeitet in Berlin\, Deutschland\nJENS RISCH – Knotted Time\n7. November 2025 – 31. Januar 2026\n\nTaubert Contemporary\n
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SUMMARY:JENS RISCH - Knotted Time
DESCRIPTION:Mit Knotted Time präsentiert Jens Risch seine erste Einzelausstellung bei Taubert Contemporary – ein konzentrierter Einblick in ein Werk\, das sich seit über zwei Jahrzehnten radikal der Verknüpfung von Zeit\, Material und Handlung verschreibt. In der Tradition konzeptueller und prozessbasierter Kunst\, wie sie etwa bei Hanne Darboven\, On Kawara oder Tehching Hsieh begegnet\, transformiert Risch eine scheinbar einfache\, wiederholte Geste – das Knoten eines Fadens – in eine poetische Auseinandersetzung mit Dauer\, Präsenz und existenzieller Beharrlichkeit. \nIn vier Räumen entfaltet sich ein vielschichtiges künstlerisches Universum\, das ebenso still wie eindringlich das Verhältnis von Präsenz und Abwesenheit\, von Prozess und Dokumentation befragt. Dabei steht weniger das sichtbare Resultat im Zentrum\, als vielmehr das unsichtbare Gerüst von Zeit\, Disziplin und Wiederholung\, das diese Werke trägt – eine Haltung\, die sich in der Nähe zur meditativen Strenge östlicher Praktiken ebenso verorten lässt wie in der westlichen Tradition performativer Selbstvermessung. \nIm ersten Raum begegnet das Publikum drei zentralen Arbeiten der vergangenen Dekade: Seidenstück6 (2015 – 2017\, 1269 Arbeitsstunden)\, Seidenstück7 (2017 – 2018\, 1679 Arbeitsstunden) und Seidenstück8 (2018 – 2020\, 1858 Arbeitsstunden). Jedes dieser Stücke besteht aus einem einzigen Seidenfaden (1000 m Länge)\, welchen der Künstler jeweils so oft wie möglich verknotet hat. Konkret heißt das\, es wurde erst eine Knotenreihe in den Faden geknüpft\, darüber dann in gleicher Weise eine zweite\, eine dritte u.s.f.. Die siebente Knotenreihe\, welche die finale Form darstellt\, ist eine fraktale Form\, etwa faustgroß\, ca. 30 g schwer und gut eineinhalb Jahre verdichtete Zeit. \nDer zweite Raum versammelt fünfzehn Schwarzweiß-Fotografien (2000–2025)\, die Orte zeigen\, an denen Risch – meist auf Reisen – seiner täglichen Knotenarbeit nachging. Leere Hocker\, Stühle\, unscheinbare Umgebungen: Der Künstler bleibt abwesend\, die Handlung jedoch spürbar gegenwärtig. Die Barytabzüge bilden ein stilles Archiv von wechselnden Kulissen der künstlerischen Praxis. \nRaum drei zeigt mit Seilstück3 (100 m Hanfseil\, 2014) und Jutestück (100 m Juteschnur\, 1998) frühe und parallele Arbeiten\, die das Prinzip des Knotens mit gröberem Material erproben. Die physische Präsenz dieser Werke kontrastiert mit der Feinheit der Seidenstücke – und verweist zugleich auf die Konstanz der konzeptuellen Haltung. \nAbschließend versammelt der vierte Raum Rischs Knotennotizen: akribisch handschriftlich geführte Aufzeichnungen der täglichen Arbeitsstunden von 2015 bis 2025\, geordnet in Jahresblöcke. Diese Notizen verweisen auf den performativen und kontemplativen Charakter seiner Praxis – auf das Knoten als Ritual\, als täglich praktizierte Kontinuität\, als Spur. \nMit Knotted Time entsteht ein kontemplativer Erfahrungsraum\, der nicht nur die Materialität des Knotens\, sondern auch die Zeit selbst sichtbar macht – als gelebte\, verkörperte und geordnete Dimension künstlicher Existenz. \nJens Risch *1973 in Rudolstadt\, Deutschland\nEr lebt und arbeitet in Berlin\, Deutschland\nJENS RISCH – Knotted Time\n7. November 2025 – 31. Januar 2026\n\nTaubert Contemporary\n
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SUMMARY:Sonderausstellung: Käthe Kollwitz - Stille Kraft
DESCRIPTION:Unter dem Titel „Stille Kraft“ zeigt die Berliner Sonderschau eine Auswahl besonderer Werke aus der Kölner Privatsammlung von Ute Kahl\, die sich auf den Aspekt der Einfühlsamkeit im Œuvre von Käthe Kollwitz konzentriert. Die Präsentation rückt jene Blätter in den Fokus\, in denen Kollwitz sich wesentlich mit menschlichen Gefühlslagen auseinandersetzte: Sorge\, Trauer\, Verzweiflung und Apathie. Besonders eindrucksvoll gelingt ihr dabei der Fokus auf eine oder wenige Figuren\, die sie ohne erkennbares historisches Umfeld wiedergibt und denen sie dadurch überzeitliche Gültigkeit verleiht. Auch heute noch\, über 100 Jahre nach ihrer Entstehung\, vermögen diese stark konzentrierten Bilder unmittelbar emotional zu berühren und zeugen von Kollwitz‘ künstlerischer Ausdrucksstärke. \nAuch für die versierte Sammlerin Ute Kahl war dies der Einstieg in Kollwitz’ Bildwelt. Ihre erste Erwerbung\, „Die Mütter“ (1919)\, prägte nachhaltig ihre Sammelleidenschaft. Ihrer Überzeugung folgend\, eine Sammlung zu besitzen\, die alle Facetten von Kollwitz’ Schaffen abbildet und nicht allein im Privaten verbleiben darf\, öffnet sie diese Werke großzügig für die Öffentlichkeit. \nDie in der Ausstellung gezeigten Zeichnungen und Zustandsdrucke der langsam und selbstkritisch arbeitenden Künstlerin machen ihr beharrliches Ringen um Kunst und Ausdruck sichtbar. Sie ermöglichen eine konzentrierte Auseinandersetzung mit der Gefühlswelt von Käthe Kollwitz. Dadurch eröffnet sich eine Erzählebene\, die auch heute noch viele Museumsbesuchende – besonders Kinder und Jugendliche – anspricht. Sie lädt dazu ein\, einer Kunst mit Ernst\, aber auch mit Offenheit zu begegnen\, auch wenn sie weniger leicht zugänglich wirkt. Die Sonderschau gewährt Einblicke in die Arbeitswelt einer Künstlerin\, deren Kunst nicht farbig und gefällig\, sondern schwarzweiß und düster ist\, und deren Einfluss über Jahrzehnte hinweg international spürbar war. \nZur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation. \n
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LOCATION:Käthe-Kollwitz-Museum Berlin\, Spandauer Damm 10\, Berlin\, 14059\, Deutschland
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SUMMARY:Dreams of the Seen and Unseen
DESCRIPTION:Die niederländische Künstlerin Marie Louise Elshout (geb. 1967 in Delft\, Niederlande) verbindet in ihrem Werk Zeichnung und Malerei auf einzigartige Weise. Ursprünglich aus der Druckgrafik kommend\, entstehen ihre Arbeiten aus hunderten fein gesetzten Bleistift- und Kohlestiftlinien\, die durch transparente Ölschichten zu farbigen Bildwelten verdichtet werden. „Auf den ersten Blick wirken sie wie Gemälde\, doch eigentlich sind es gezeichnete Kompositionen“\, beschreibt Elshout ihren Prozess. Inhaltlich bewegt sich ihr Werk im Spannungsfeld zwischen Mensch und Tier\, Führenden und Folgenden\, Maskerade und Verwandlung. Inspiriert von Daguerreotypien des 19. Jahrhunderts greift Elshout historische Bildräume auf\, in denen industrielle Modernisierung und alte Mythen noch nebeneinander existierten. Ihre hybriden Gestalten reflektieren Folklore\, Märchen sowie Rituale und damit zugleich die Ambivalenz menschlicher Gesellschaft.\nDie Landschaft fungiert dabei nicht als Hintergrund\, sondern als handelnder Protagonist\, der die fragile Beziehung zwischen Mensch und Natur hervorhebt. „Wir sind nur Sternenstaub\, wie Joni sang“\, sagt Elshout\, „und doch verhalten wir uns\, als stünden wir über allen anderen Lebewesen.“ \nJames Johnston (geb. 1966) ist einem internationalen Publikum vor allem als Musiker bekannt als Gründer und Sänger der Band Gallon Drunk sowie durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Nick Cave & The Bad Seeds und PJ Harvey. Während einer Tour mit PJ Harvey begann er\, täglich kleine Bilder in Hotelzimmern anzufertigen\, was den Beginn seiner zweiten künstlerischen Laufbahn einläutete. „Unmittelbar wurde ich davon gänzlich in den Bann gezogen“\, erinnert sich Johnston\, „ich musste weitermachen und zurück in London brauchte ich sofort ein Atelier.“ Aus dieser anfänglich spontanen Praxis entwickelte sich eine Bildsprache\, die sich durch expressive Direktheit\, kräftige Farben und figurative Intensität auszeichnet.\nJohnstons Arbeiten entstehen oft aus dem Zufall heraus\, entwickeln sich zu Szenen mit solitären Figuren\, Tieren und Naturdarstellungen\, die den menschlichen Zustand widerspiegeln. Humor ist für ihn dabei ebenso ein Zugang wie die mythische Aufladung\, die auch von außen erkannt werden kann. Nick Cave beschrieb Johnstons Arbeiten als „paintings full of mythic power“ und betont damit den archaischen und zugleich psychologisch dichten Charakter seiner Malerei. Der Künstler selbst sieht Malerei und Musik als Ausdruck derselben Energie: „Ich bin kein technischer Musiker\, es ging mir immer um Unmittelbarkeit und Herzblut. Das gilt für die Malerei genauso.“\nFür die Ausstellung in Berlin kündigt Johnston „lose\, farbenfrohe\, figurative Gemälde“ an\, darunter auch kleinere Formate\, die er besonders schätzt: „Sie sind sehr konzentriert und haben eine Kraft ganz für sich.“ \nIm Zusammenspiel mit den Werken von Marie Louise Elshout entsteht ein intensiver Dialog: Während Elshout mit präziser Zeichnung\, historischen Anspielungen und mythisch aufgeladenen Hybridwesen kollektive Rituale und die fragile Beziehung zur Natur reflektiert\, verdichtet Johnston existentielle Stimmungen zu expressiven figurativen Szenen\, in denen das Mythische auf die Gegenwart trifft. \n
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