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SUMMARY:KÄTHE TO GO im Käthe-Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Das Käthe-Kollwitz-Museum zieht in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg!\nWährend der Umzugsphase bietet das Museum in seinem KOLLWITZ GUIDE eine digitale Stadttour der besonderen Art an. Mit KÄTHE TO GO kann man Orte in Berlin entdecken\, von denen Käthe Kollwitz sich inspirieren ließ oder an denen sie künstlerisch arbeitete. Ihr Leben lang befasste sich Kollwitz mit Themen wie Tod\, Elend\, Schmerz und Ungerechtigkeit. Sie besuchte beispielsweise die Insassinnen des Frauengefängnisses in der Barnimstraße oder begleitete skizzierend den Kohlenstreik im Wedding.\nEinige Orte ihrer Inspirationen existieren heute nahezu unverändert\, andere sind nicht mehr wieder zu erkennen. KÄTHE TO GO ermöglicht\, sich im Berliner Stadtraum auf Kollwitz‘ Spuren zu begeben und ihrer Geschichte nachzuspüren. Außerdem finden Sie im KOLLWITZ GUIDE eine Preview zur neuen Sammlungspräsentation im Theaterbau.\nZum KOLLWITZ GUIDE gelangt man über die Webseite: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/ oder über folgenden Link: https://tinyurl.com/2aff4vqp \n
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SUMMARY:LOVE LETTERS TO THE CITY
DESCRIPTION:LOVE LETTERS TO THE CITY zeigt Werke von über fünfzig internationalen und in Berlin lebenden Streetartists\, die das transformative Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum nutzen. Städte sind mehr als Beton und Asphalt\, sie pulsieren voller Geschichten\, Träume und Gefühle. Die neue Ausstellung im URBAN NATION\, kuratiert von Michelle Houston\, ist eine Hommage an die Stadt und eine Einladung\, unsere urbanen Lebensräume mit einem neuen Blick zu erforschen. Themen wie Urbanisierung\, Gentrifizierung\, Umweltzerstörung und soziale Ungleichheit verlangen einen kritischen Diskurs\, der die Entwicklung der Gesellschaft im positiven Sinne beeinflussen soll. Wie verändert Kunst die Sichtweise auf den öffentlichen Raum? Welche Veränderungen kann Kunst in der Stadt anstoßen? Auf welche Methoden greifen die Künstlerinnen und Künstler zurück\, um eine entsprechende Wirkung zu entfalten? \nTeilnehmende Künstler: 2501\, Aniruddh Mehta\, Banksy\, Blek le Rat\, Bordalo II\, Carlos Mare aka Mare139\, Chop ’em Down Films\, Crash\, Dan Witz\, Daze\, Drew.Lab_One\, Elfo\, Evol\, HA Schult\, HOGRE\, Isaac Zavale\, James Reka\, Jaune\, Jazoo Yang\, Joel Daniel Phillips\, Johannnes Mundinger\, Jordan Seiler\, Kenny Scharf\, Lady Pink\, Liviu Bulea\, Martha Cooper\, Matthew Grabelsky\, MILLO\, Moses & Taps\, Nika Kramer\, Octavi Serra\, Owen Dippie\, OX\, PAINTING DHAKA Project\, Paradox\, Rocco and his brothers\, Sebas Velasco\, Shepard Fairey\, Stephanie Buer\, Stiftung Berliner Mauer\, Stipan Tadić\, Susanna Jerger\, Tats Cru\, THE WA\, Vhils und Zhang Dali. \nLOVE LETTERS TO THE CITY\n14. September 2024 – 30. Mai 2027 \nURBAN NATION \n
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SUMMARY:Kunst in Berlin. 1880 – 1980 Dauerausstellung
DESCRIPTION:Der Rundgang ist eine Zeitreise durch Berlin: Kaiserreich\, Weimarer Republik\, nationalsozialistische Diktatur\, Neuanfang nach 1945\, Kalter Krieg in der geteilten Stadt und die sich im Schatten der Mauer in Ost und West entwickelnden alternativen Gesellschafts- und Lebensentwürfe. In Ost-Berlin bildete sich ab den späten 1970er Jahren eine alternative Kulturszene aus. In West-Berlin zogen die aggressiven Werke der Neuen Wilden ab Ende der 1970er Jahre erneut international Aufmerksamkeit auf die geteilte Stadt. \nTastmodelle\, ein taktiles Bodenleitsystem sowie ein Mediaguide mit Bildbeschreibungen und Hinweisen zur Wegeführung ermöglichen es\, die Kunst auf vielfältige Weise zu erleben. Blinden und sehbehinderten Menschen bietet sich damit ein barrierefreier Zugang in der Ausstellung. \n
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LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Ready for take-off: Ab Juni 2025 eröffnet die Modellfläche TXL Raum für Clubkultur\, Kreativität und neue Visionen
DESCRIPTION:Aus dem stillgelegten Flughafen Tegel erwacht auch dieses Jahr wieder ein lebendiger Ort für Kunst und Kultur zum Leben! Ab Juni 2025 öffnet die Modellfläche TXL erneut ihr Gate – für Clubkultur\, kreative Begegnungen und unvergessliche Erlebnisse. Wo früher Flugzeuge abhoben\, wird nun ein einzigartiger Raum für Musik und urbane Visionen weiterentwickelt. Nun sucht die Clubcommission einen geeigneten Betreiber:innenakteur. \nIn einer Zeit zunehmender städtischer Verdichtung und ansteigender Gewerbemieten öffnet die Modellfläche TXL erneut ihre Tore\, um öffentlich zugängliche Räume für Clubkultur zu schaffen und zu bewahren. Seit 2023 steht auf dem Gelände des ehemaligen Catering-Gebäudes eine Open-Air-Fläche für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Nun wird das Gemeinschaftsprojekt unter Führung der Clubcommission ausgeweitet: Ein neuer Betreiber:innenakteur soll die Außen- und Innenbereiche langfristig für Kunst und Clubkultur nutzen. Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen Betriebsmodells für ein interdisziplinäres Zentrum für Clubkultur mit Nutzungen sämtlicher Kultursparten und Akteur:innen der Urbanen Praxis. \nDer Flughafen Tegel war 46 Jahre lang ein zentraler Verkehrsknotenpunkt – zunächst als Tor nach West-Berlin\, später als Hauptstadtflughafen. Das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende markante Catering-Gebäude („Gebäude I“) aus den 1960er Jahren\, bekannt für seine ikonische orangefarbene Architektur\, ist heute einer der wenigen kulturellen Standorte im Entwicklungsgebiet Urban Tech Republic. Umgeben von Flächen\, die für Forschung\, Industrie oder Erholung gedacht sind\, soll auf dem ehemaligen Rollfeld des Flughafens das fast 3.700 Quadratmeter große Gelände erneut für vielfältige inklusive Veranstaltungsformate wie Live-Musik\, Tanzveranstaltungen\, Performances\, Filmvorführungen\, Workshops und Theateraufführungen zur Verfügung stehen. Ab Ende 2025 soll erstmals auch ein Teil des Innenbereichs hinzukommen\, um ganzjährig nutzbare clubkulturelle Räume zu schaffen. \nVom 17. April bis 17. Mai 2025 haben erfahrene Veranstalter:innen aus Berlin die Chance\, sich für die Bespielung der Modellfläche TXL zu bewerben. Der Betrieb ist zunächst für mindestens drei Jahre bis Mitte 2028 geplant\, mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Eine unabhängige\, fünfköpfige Jury aus Expert:innen der Clubkultur und Urbanen Praxis wählt das passende Betreiber:innenkollektiv aus\, das im Juni 2025 bekannt gegeben wird. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein ganzheitliches\, wirtschaftlich tragfähiges Konzept\, das sowohl den Innen- als auch den Außenbereich umfasst und bis Ende 2025 für die folgenden Jahre ausgearbeitet wird. Alle Informationen zur Ausschreibung sind auf der Website txl.clubkultur.berlin zu finden. Die Entwicklung der Modellfläche TXL wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieser Prozess wird umgesetzt von der Clubcommission Berlin e.V. in Kooperation mit der Kulturraum Berlin gGmbH und der Geschäftsstelle des Berliner Projektfonds Urbane Praxis der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung. \nJoe Chialo\, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin„Das ehemalige Flughafengelände Tegel entwickelt sich weiter zu einem lebendigen\, vielseitigen Kulturquartier. Mit der Modellfläche TXL entsteht ein einzigartiger Ort\, der Clubkultur\, Kunst und urbane Praxis verbindet. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt dieses Vorhaben\, um kulturelle Vielfalt von Anfang an in die Stadtentwicklung einzubinden und einen neuen\, offenen Kulturraum für Berlin zu schaffen.“ \nEmiko Gejic\, Pressesprecherin Clubcommission Berlin e.V.„Die Berliner Clubkultur lebt von Freiräumen – und genau solche Räume müssen aktiv gesichert und neu geschaffen werden. Die Umnutzung des Areals der ehemaligen Cateringgebäudes für kulturelle Zwecke trägt dazu bei\, Berlins vielfältige Kulturlandschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir freuen uns\, dass dieses Projekt fortgesetzt wird und wir gemeinsam mit unseren Partner:innen ein nachhaltiges Modell für Clubkultur und Urbane Praxis gestalten können.“ \nDr. Yann Kersaint\, Co-Koordination Berliner Projektfonds Urbane Praxis / Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung \n\n„In Zeiten von Ressourcenknappheit und Raummangel ist es für die Berliner Kulturlandschaft besonders wichtig\, nicht-kommerzielle Kulturorte zu entwickeln und sie für Berliner*innen zugänglich zu machen. Die Modellfläche TXL steht für eine moderne und einzigartige Form der Kulturellen Stadtentwicklung mit Strahlkraft in die ganze Welt. Wir freuen uns mit diesem Modellprojekt\, Kulturakteur:innen auf dem Weg in die Professionalisierung unterstützen zu können.“ \n\nTXL im Steigflug – Ein neuer Abschnitt für die Clubkultur\nStart: Juni 2025 \nGelände des ehemaligen Flughafens Tegel (TXL) \n
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CATEGORIES:Begleitprogramm zur Ausstellung
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SUMMARY:Gestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
DESCRIPTION:„Gestalten für Berlin“ blickt auf einen zentralen Aspekt des Designs: die Ausbildung von Gestalter*innen. Dafür kooperiert das Werkbundarchiv – Museum der Dinge mit der weißensee kunsthochschule berlin\, die im Jahr 2026 ihr 80. Jubiläum feiert. 1946 im Berliner Nordosten innerhalb der sowjetischen Besatzungszone gegründet\, steht die Hochschule für die Geschichte Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg – mit allen Auf- und Umbrüchen. \nAls Hochschule für angewandte Kunst versteht sich Weißensee seinerzeit als Pendant zu einer Kunstakademie. Die „Angewandten“ setzen im alltäglichen Leben an: Hier ist die Not in der kriegszerstörten Stadt am größten. Alle Künste – Malerei\, Plastik\, Grafik\, Bühnenbild\, Mode und Textil\, Keramik und industrielle Gestaltung – beziehen sich auf die Architektur und die Lebenswelt. In ihrer Ausrichtung wird die Hochschule geprägt von Gestalter*innen der Moderne wie Herbert Hirche\, Mart Stam oder Selman Selmanagić. Ihre Ansätze für die Lehre – gemeinsames Grundlagenstudium\, enger Praxisbezug und fächerübergreifendes Arbeiten – gelten bis heute. \nGestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee\n16. April 2026 – 22. Februar 2027 \nWerkbundarchiv – Museum der Dinge \n
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SUMMARY:Multiples Weiß
DESCRIPTION:Die Jubiläumsausstellung zum fünfjährigen Bestehen des Museums Haus des Papiers vereint drei Ausstellungen unter einem Dach. Die Hauptausstellung Multiple Weiß verbindet aktuelle Ankäufe des Paper Art Awards mit ausgewählten künstlerischen Positionen\, hinzu kommen die Sonderschau Fiber Future Lab sowie unsere internationale Sonderausstellung Collage – Farbe und Fläche. Sie lädt ein zu einem gemeinsamen Blick auf Sichtbarkeit\, Materialität und die Frage\, welche Geschichten wir erzählen – und welche nicht. \nMit dem Paper Art Award zeichnet das Museum Haus des Papiers seit sechs Jahren herausragende Positionen der zeitgenössischen Papierkunst aus. Die aktuellen Ankäufe erweitern die Sammlung um neue Perspektiven und werden erstmals im Rahmen von Multiples Weiß präsentiert. \nDie Sonderschau Fiber Future Lab widmet sich aktuellen Entwicklungen im Bereich papier- und faserbasierter Nachhaltigkeit\, Materialforschung und Zukunftstechnologie. \nDie internationale Sonderausstellung Collage – Farbe und Fläche präsentiert über 40 zeitgenössische künstlerische Positionen mit Leihgaben aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus. \nAus diesem Ausruf entwickelte sich inzwischen auch die internationale Initiative Club Collega (clubcollega.eu). \nTeilnehmende Kunstschaffende sind: \nMultiples Weiß\nAstrid Busch\, Christiane Feser\, Cem Bora\, Dirk Krecker\, Goekhan Erdogan\, Harriet Groß\, Hendrik Czakainski\, Hideaki Yamanobe\, Inka Bell\, Justina Moncevičiūtė\, Leiko Ikemura\, Sang Mi Lee\, Philipp Hölzgen\, Xenia Lesniewski \nCollage – Fläche und Farbe\nAndrea Pöter\, Andrey Krasulin\, Anke Meixner\, Annett Franke\, Annette Zobel\, Barbara Höller\, Bettina Bradt\, Brian Hegarty\, Cath Duncan\, Christina Eva Walz\, Christine Huizenga\, Clara Zimmermann\, Edina Picco\, Egbert Ackermann\, Elisabeth Sonneck\, Elizabeth Carlsson\, Ellen Ribbe\, Emanuela Martucci\, Enikő Czigány\, Fiene Scharp\, Franziska Teufel\, Ilka Raupach\, Irene Wölfl\, Janina Lamberty\, Jens Rausch\, Jörg Schmitz\, Josefien Alkema\, Julia Sossinka\, Katerina Mandarik\, Kirstin Rabe\, Krystyna Steffens\, Lola Giancarelli\, Maria Elisa Quiaro\, Meike Andresen\, Micaela Zellhofer\, Roberta Bonfield\, Roland Barth\, Silke Janas\, Ulrike von der Osten\, Veronika Steiner Begleitet durch Arbeiten von: Henning Eichinger\, Max Ernst\n(Leihgaben aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus) \nFiber Future Lab\nAnna Handick\, Alexandra Fruhstorfer\, Eva Bullermann\, Jessica Maria Toliver\, Nicholas Plunkett\, Loop\nBiotech\, Releaf Paper\, System 180 (in Kooperation mit Ligno Light u. Respan Projekt)\, TU München Lehrstuhl für Biogene Polymere \n
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LOCATION:Haus des Papiers\, Seydelstraße 30\, Berlin\, 10117\, Deutschland
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SUMMARY:Margarita Wenzel – You are Here Since You Left
DESCRIPTION:In der Galerie im Historischen Keller eröffnet am 20. August 2026 um 19 Uhr die Ausstellung „You are Here Since You Left“ von Margarita Wenzel. \nMit „You Are Here Since You Left“ entwickelt Margarita Wenzel für den Historischen Keller eine ortsspezifische Installation. Ausgangspunkt ist nicht die Geschichte des Gewölbes\, sondern ein alltäglicher und zugleich grundlegender Vorgang: der menschliche Impuls\, Spuren zu lesen\, Zusammenhänge herzustellen und Räumen Bedeutung zuzuschreiben. Die Ausstellung versteht den Historischen Keller nicht als Speicher von Erinnerung\, sondern als Resonanzraum unserer Wahrnehmung. \nBegrüßung:Dr. Carola Brückner\, Bezirksstadträtin für Kultur \nEinführung:Dr. Jens-Ole Rey\, Künstlerischer Leiter Galerie Historischer Keller \nMargarita Wenzel – You are Here Since You Left\n21. August bis 29. November 2026 \nGalerie Historischer Keller \n
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LOCATION:Galerie Historischer Keller\, Carl-Schurz-Str. 49/51\, Berlin\, 13597\, Deutschland
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SUMMARY:THOMAS BILLHARDT - DIE AUGEN WEIT OFFEN
DESCRIPTION:Fotografiska Berlin präsentiert vom 28. August 2026 bis zum 7. Februar 2027 die Ausstellung Die Augen weit offen mit 280 Fotografien von Thomas Billhardt. Die Ausstellung zeigt zentrale Serien des 2025 verstorbenen Fotografen mit Fokus auf die Jahre 1959 bis 1972. Sie verdeutlichen den Facettenreichtum seines Werks. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Galerie CAMERA WORK entstanden. \nThomas Billhardt bereiste bereits seit den 1960er Jahren als Reportagefotograf internationale Krisenregionen. Dabei gelang es ihm\, trotz der Nähe zu staatlichen Autoritäten seine fotografische Unabhängigkeit und seinen humanistischen Blick zu bewahren. Mehrfach versuchte die Stasi\, ihn als Informanten zu gewinnen\, doch er lehnte eine Zusammenarbeit stets ab. Internationale Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine Reportagen aus Vietnam und Kuba\, in denen er das Leben der Menschen jenseits politischer Vorurteile dokumentierte. Im Zentrum seiner Arbeit stand die Frage\, wie Menschen ihre Menschlichkeit bewahren können\, wenn sie von zerstörerischen politischen und gesellschaftlichen Strukturen umgeben sind. \nSeine internationalen Reportagen stehen in der Ausstellung den Berliner Aufnahmen gegenüber\, insbesondere seinen wiederkehrenden Fotografien vom Alexanderplatz. Dort dokumentierte Billhardt über Jahrzehnte hinweg den Wandel der Stadt – von Baustellen und Verkehr bis hin zum politischen und alltäglichen Leben. Seine Bilder zeigen dabei die Zwischentöne und die Dynamik hinter der offiziellen DDR-Fassade und stellen festgefahrene Vorstellungen über das Leben im sozialistischen Staat infrage. \nNach der Wende arbeitete Billhardt unter anderem für UNICEF und begleitete Hilfsprojekte in verschiedenen asiatischen Ländern. \nThomas Billhardt (1937–2025) gehört zu den bedeutendsten deutschen Dokumentarfotografen der Nachkriegsgeschichte. Seine fotografische Ausbildung begann bereits im Alter von 14 Jahren bei seiner Mutter in Chemnitz\, die eine wichtige zeitgenössische Porträtfotografin war. Nach dem Studium in Magdeburg und Leipzig arbeitete er zunächst als Werksfotograf sowie als Verlagsfotograf für Postkarten. Seine Diplomarbeit über den Berliner Alexanderplatz markierte den Beginn einer lebenslangen Beschäftigung mit diesem historischen Ort. Als freischaffender Fotojournalist bereiste Billhardt insgesamt 49 Länder und begleitete dabei auch offizielle Staatsbesuche von Spitzenpolitikern. Weltbekannt wurde er unter anderem durch seine Berichte aus dem Vietnamkrieg. Im Laufe seines Lebens erschienen zahlreiche Bücher\, die sein umfangreiches Schaffen dokumentieren. Internationale Ausstellungen in Städten wie London\, Moskau\, Hanoi und New York zeigten seine Fotografien. Das Lebenswerk bis 1999 von Thomas Billhardt befindet sich im Besitz der CAMERA WORK AG. \nFotografiska ist ein internationaler Treffpunkt für Fotografie\, visuelle Kunst und Kultur. Für alle. Geleitet von der Mission\, neue Perspektiven zu eröffnen – mit Standorten in Stockholm\, Berlin\, Shanghai\, Tallinn und bald in Shenzhen und Oslo – fungiert jedes Fotografiska-Museum als lebendiger Knotenpunkt\, an dem sich Kultur und Community verbinden und die Art und Weise verändern\, wie Besuchern fotografischer und visueller Kunst begegnen. 2010 in Stockholm gegründet\, widmet sich Fotografiska der Aufgabe\, durch erstklassige\, wechselnde Ausstellungen und ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm neue Sichtweisen zu inspirieren. Mehr als ein Museum schafft Fotografiska kulturelle Räume\, die Kreativität\, Innovation und vielfältige künstlerische Stimmen durch die unvergleichliche Kraft der Fotografie feiern. \nCAMERA WORK\nDie in Berlin ansässige Galerie CAMERA WORK wurde 1997 gegründet und zählt heute zu den weltweit führenden Galerien für Fotokunst. Angelehnt an den historisch geprägten Galerienamen folgt das Unternehmen von Beginn an der Philosophie\, neben den bekanntesten Künstlern der Fotografiegeschichte wie Diane Arbus\, Richard Avedon\, Patrick Demarchelier\, Peter Lindbergh\, Helmut Newton\, Irving Penn\, Man Ray\, Herb Ritts und Albert Watson auch junge zeitgenössische Künstler zu vertreten und in Ausstellungen zu zeigen\, um die Fotokunst als eigenständige Gattung innerhalb der bildenden Künste zu manifestieren und neuen Positionen Raum zu geben. Neben den Schwerpunkten Mode-\, Akt- und Porträtfotografie fokussiert sich CAMERA WORK auf die Bereiche Staged Photography\, Architektur und Stillleben. Dabei vertritt CAMERA WORK zahlreiche renommierte zeitgenössische Künstler in Deutschland\, Europa oder weltweit exklusiv\, u. a. Jean-Baptiste Huynh\, Russell James\, Chris Levine\, Eugenio Recuenco\, Martin Schoeller\, Christian Tagliavini\, Ruud van Empel\, Dean West und David Yarrow. \nUm eine Auswahl zeitgenössischer Künstler auf dem Kunstmarkt zu etablieren und in das Portfolio von CAMERA WORK aufzunehmen\, führte CAMERA WORK von 2012 bis 2019 die Kunstgalerie CWC GALLERY in Berlin. CAMERA WORK ist regelmäßig auf international führenden Kunstmessen vertreten\, darunter Paris Photo\, Zona Maco in Mexico City\, Art Central Hong Kong\, Art Miami und Photo London. \nSeit 2020 führt CAMERA WORK die CAMERA WORK Virtual Gallery – eine innovative und hochqualitative Online-Galerie\, in der Kunstsammler sowie alle Kunstinteressierten exklusive Ausstellungen erleben: www.camerawork.de/virtualgallery. \nMit dem CAMERA WORK Lab\, das im Frühjahr 2026 etabliert wurde\, bietet die Galerie im Rahmen mehrerer Präsentationen im Jahr eine ausgewählte Fläche für gattungsübergreifende fotografische Positionen externer aufstrebender Künstler. \nDie 2001 gegründete CAMERA WORK AG besitzt eine der weltweit umfassendsten und qualitativ bedeutendsten Fotokunstsammlungen in Privatbesitz mit zahlreichen Vintage-Arbeiten der namhaftesten Fotokünstler vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Von 2006 bis 2019 führte die CAMERA WORK AG das Museum THE KENNEDYS in Berlin. \nAufgrund besserer Lesbarkeit wird im Text das generische Maskulinum verwendet. Dies bezieht sich zugleich auf die männliche\, die weibliche und andere Geschlechteridentitäten. \nTHOMAS BILLHARDT – DIE AUGEN WEIT OFFEN\n28. August 2026 – 7. Februar 2027 \nCamera Work \n
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SUMMARY:Courage: Schwestern im Geiste
DESCRIPTION:Die Prater Galerie war ein zentraler Ort für zeitgenössische Kunst in Ost-Berlin und eng mit dem Zentrum für Kunstausstellungen der DDR (ZfK) vernetzt\, wobei Werke aus der DDR und osteuropäischen Ländern in Austauschprozessen zirkulierten. „Courage: Schwestern im Geiste“ kehrt die historische Unterrepräsentation von Künstlerinnen um und zeigt ausschließlich künstlerische Positionen von Frauen\, die gesellschaftliche und politische Fragen kritisch verhandeln. \nHistorische und aktuelle Arbeiten verbinden sich dabei zu einem differenzierten Blick auf Widerstand\, Erinnerung und Selbstorganisation in unterschiedlichen politischen Kontexten. Im Zentrum stehen künstlerische Praktiken\, die Machtstrukturen\, Exil\, Repression\, Solidarität und feministische Freiheitsbewegungen reflektieren. So entsteht ein vielstimmiges Bild von Courage als Haltung\, die Kunst sowohl politisch als auch als kritisches Korrektiv versteht. \n„Courage: Schwestern im Geiste“ ist Teil der ifa-Ausstellungsreihe „Publik Machen: Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR“. Das Projekt untersucht in sechs Kapiteln die Arbeit des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK)\, dessen grafischer Sammlungsbestand 1991 an das ifa überging. Das ZfK verband staatliche Kulturpolitik mit internationalem Austausch und eröffnet heute neue Perspektiven auf das Verhältnis von Kunst und Politik. Die Ausstellungsreihe findet 2026 in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Dresden und fünf Berliner Ausstellungshäusern statt: Prater Galerie\, ifa-Galerie Berlin\, Schloss Biesdorf\, KVOST\, Galerie im Turm. In Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung. \nÜber die Prater Galerie\nDie Prater Galerie besteht aus drei gleichberechtigten Bereichen – der physischen Galerie\, Prater Digital und dem Bereich der Kulturellen Bildung. Die kommunale Prater Galerie existiert mit wenigen Unterbrechungen seit 1967 in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg\, einem der bekanntesten und pulsierendsten Stadtteile Berlins. Sie widmet sich Themen der Gegenwart in einem breiteren postsozialistischen\, postmigrantischen und globalen Kontext und wirft gleichzeitig einen interessierten Blick zurück auf die Kunst im Ost-Berlin der 1960er bis 1990er Jahre. Ein besonderer Programmfokus liegt auf internationaler zeitgenössischer Kunst\, insbesondere Kunst aus dem östlichen Europa. Gemeinsam mit Künstler:innen\, Kurator:innen und Akteur:innen aus dem (zivil-)gesellschaftlichen Umfeld möchte sie einen offenen Kunstort für die Nachbarschaft und darüber hinaus etablieren. \nCourage: Schwestern im Geiste\n4. September 2026 – 3. Januar 2027Eröffnung: 3. September 2026\, 18 Uhr \nPrater Galerie \n
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SUMMARY:Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart
DESCRIPTION:Das Jüdische Museum Berlin zeigt (JMB) vom 4. September an die Ausstellung Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart. Sie geht vom Heute aus\, von einer Situation\, die oft als bedrückend und ausweglos wahrgenommen wird. In dieser Lage regen zwölf künstlerische Projekte dazu an\, dem Status quo andere Vorstellungen entgegenzusetzen: geschichtlich überlieferte\, neue und eigene. Das Publikum ist eingeladen\, die eigene Vorstellungskraft zu erkunden\, ihre Grenzen und Beschädigungen wahrzunehmen\, ihr verschüttetes Potenzial wachzurufen. Die Perspektive der jüdischen Minderheit\, die im Lauf ihrer Geschichte vielen unerträglichen Gegenwarten standhalten musste\, ist einer ihrer Ausgangspunkte. Das Gegenteil von Jetzt fragt nach einer Umkehr\, einem Gegenteil\, einem besseren Leben für alle. \nDie Ausstellung bildet den Höhepunkt des Museumsprogramms anlässlich des 25-jährigen Jubiläums. Die gezeigten Kunstprojekte wurden eigens für die Jubiläumsausstellung entwickelt – von Yael Bartana\, Andrea Büttner\, Chto Delat International\, Arnold Dreyblatt\, William Forsythe\, Dana Kavelina\, Alexander Kluge\, Daniel Laufer\, Dor Zlekha Levy\, Ari Benjamin Meyers\, Alona Rodeh und Eran Schaerf. Das Museum hat allen Künstler*innen vorab ein Radiogespräch von 1964 an die Hand gegeben\, in dem Ernst Bloch und Theodor W. Adorno Möglichkeiten der Utopie heute diskutierten. Die Philosophen jüdischer Abstammung hatten vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen müssen. Einig sind sich die beiden darüber\, dass sich das Bestehende im Ganzen ändern müsste. Das Bessere lässt sich nicht im Ganzen „auspinseln“\, aber das Gespür für die Richtung\, in der es zu finden wäre\, lässt sich schulen. \nDiesen Bezug auf das Ganze greift Das Gegenteil von Jetzt auf. Die Arbeiten fragen nach grundsätzlicher Erneuerung als subjektiver Erfahrung und kollektivem Ziel. Yael Bartana\, Andrea Büttner\, Arnold Dreyblatt\, Alexander Kluge und Daniel Laufer knüpfen an messianische Überlieferungen an\, an Konzepte von Umkehr\, Hoffnung und Erlösung\, die sich in der jüdischen Geschichte immer wieder mit erfahrener Not und Verfolgung verschränkt haben. Ari Benjamin Meyers erinnert daran\, dass Erneuerung jederzeit möglich ist: Die Sängerinnen seines Chors der Zeitastronauten sind über 90 Jahre alt. Sie werden in den Räumen der Ausstellung immer weiter proben\, immer wieder neu ansetzen. Die Ukrainerin Dana Kavelina\, die russische Exilkünstlerinnengruppe Chto Delat International\, die Israelis Dor Zlekha Levy und Alona Rodeh reflektieren die Funktion utopischen Denkens in einer aktuellen Krisenlage. Eran Schaerf – ebenfalls israelischer Herkunft – erinnert an die Autorin Jacqueline Kahanoff und ihr Modell des Levantinismus: ein am östlichen Rand des Mittelmeers verankertes\, aber vergessenes Nebeneinander von Mehr- und Minderheiten\, das sich an jedem Ort anders zusammensetzt. William Forsythes choreografische Anweisungen schließlich demonstrieren\, dass der Bruch mit bestehenden Mustern zutiefst verunsichert\, vielleicht auch scheitert\, und dennoch von jedem vollzogen werden kann. \nDie Realisierung der Ausstellung wird maßgeblich ermöglicht durch die FREUNDE DES JMB. Weitere Unterstützung erhält das Projekt durch die Aventis Foundation\, die Berliner Sparkasse und die Stiftung am Grunewald. \nBeitragsbild: Yael Bartana\, The Birds (Die Vögel)\, Videostill\, 2026; Courtesy of Annet Gelink Gallery\, Amsterdam; Sommer Contemporary Art\, Tel Aviv; Galleria Raffaella Cortese\, Milan; Petzel Gallery\, New York; Capitain Petzel\, Berlin and Cecilia Hillström Gallery\, Stockholm \nDas Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart\n4. September 2026 – 10. Januar 2027 \nJüdisches Museum Berlin\n
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SUMMARY:Guerrilla Girls
DESCRIPTION:Der Einsatz von provokanten Slogans und visuell hervorstechenden Plakatkampagnen sind zu Markenzeichen der Guerrilla Girls geworden. Ihre anonyme Präsenz – die Mitglieder des Kollektivs sind stets mit Gorillamasken verkleidet – ist ein radikaler Akt in einer von Ego und Ruhm getriebenen Kunstwelt. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Fragestellungen zum Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Aktivismus lohnt sich ein erneuter Blick auf die wegweisende Praxis der Guerrilla Girls. \nn.b.k. Fassade\nEröffnung: Mittwoch\, 9. September\, 18:00 Uhr\nKurator: Sergio Edelsztein \n
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SUMMARY:Arash Nassiri – A Bug’s Life bei Fluentum
DESCRIPTION:Mit A Bug’s Life von Arash Nassiri präsentiert Fluentum die erste institutionelle Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers in Deutschland. Im Mittelpunkt steht der gleichnamige Film\, ergänzt durch eine Serie neuer Arbeiten. \nDer Film A Bug’s Life wurde gemeinsam mit Chisenhale Gallery\, London und der Fondation Pernod Ricard\, Paris in Auftrag gegeben und unternimmt eine surreale Reise durch eine opulente Villa in Beverly Hills. Das Gebäude zählt zu den letzten Beispielen eines einst prägenden und später verbotenen Baustils der iranischen Diaspora\, die sich infolge der iranischen Revolution von 1979 in den USA niederließ. Ein Insekt aus Holz wandert durch das palastartige Interieur und lauscht Gesprächsfragmenten\, die das Zuhause als einen Ort von sozialen Aufstiegsfantasien und Ausschlüssen inszenieren\, an dem sich persönliche und architektonische Geschichten überlagern. \nNachdem die Ausstellung bei Chisenhale Gallery in London und der Fondation Pernod Ricard in Paris zu sehen war\, eröffnet sie am 9. September 2026 bei Fluentum im Rahmen der Berlin Art Week. Während der Laufzeit erscheint ein Künstlerbuch von Arash Nassiri. Anhand von Archivmaterialien\, wissenschaftlichen und literarischen Texten sowie Nassiris visueller Recherche zu A Bug’s Life zeichnet die Publikation die Geschichte jener spezifischen iranisch-amerikanischen Bauweise nach\, die den Ausgangspunkt für den Film bildet. \nErgänzung der Kunstleben Berlin Redaktion:\nArash Nassiri bei Fluentum ist vom 9. September bis 12. Dezember 2026 zu sehen. Fluentum sitzt in der Clayallee 174 in Berlin-Dahlem im Bezirk Steglitz-Zehlendorf\, in einem ehemaligen Hauptquartier der US-Armee. Das Haus ist eine private Sammlung und ein Ausstellungsort für zeitbasierte Kunst\, also für Film\, Video und verwandte Formate. \n
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SUMMARY:Dora Budor & Noah Barker. Monte Carlo Method im n.b.k.
DESCRIPTION:Dora Budor & Noah Barkers neue Arbeit Monte Carlo Method (2026)\, die im November 2026 im n.b.k. Premiere feiert\, basiert auf dem gleichnamigen mathematischen Modell\, das zur Abschätzung möglicher Ergebnisse unsicherer Ereignisse dient. Die Monte-Carlo-Methode\, die ihren Ursprung im sogenannten Manhattan-Atomprojekt hat und zentral für Finanzprognosen ist\, strukturiert den Film\, der eine Stadt und ein Jahrhundert untersucht\, die auf Zufälle aufgebaut sind. Darüber hinaus bespielen die Künstler*innen das n.b.k. Billboard an der hochfrequentierten Kreuzung Friedrichstraße Ecke Torstraße in unmittelbarer Nähe des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.). \nDora Budor (*Kroatien) und Noah Barker (*Kalifornien) leben in New York. Ihre gemeinsamen Videoarbeiten waren u. a. zu sehen im: WIELS – Zentrum für zeitgenössische Kunst\, Brüssel (2026); mumok\, Wien (2025); Kunstverein Braunschweig\, Braunschweig (2025); MoMA PS1\, New York (2024); Simian\, Kopenhagen (2023); Kunsthaus Bregenz (2022). \nDie Filmpremiere von Monte Carlo Method im n.b.k. findet am Freitag\, 13. November 2026\, um 19 Uhr statt. Weitere Screenings gibt es am Samstag\, 14. November\, und Sonntag\, 15. November 2026\, jeweils von 12 bis 18 Uhr im Erdgeschoss. Das Billboard steht an der Kreuzung Friedrichstraße Ecke Torstraße. \nKuratorin: Lidiya Anastasova \n
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SUMMARY:TUTTO PASSA | IVAN GETTE in der AK Galerie
DESCRIPTION:TUTTO PASSA bedeutet im italienischen „Alles vergeht“ – eine Lebensphilosophie\, die Veränderung nicht als Verlust\, sondern als Wert begreift. Mit seiner gleichnamigen Werkserie hält der in Berlin lebende Künstler Ivan Gette das Hier und Jetzt fest: jenen einen Augenblick\, der von unzähligen Einflüssen geprägt ist und sich niemals wiederholt. \nDen Impuls dazu fand Gette während eines Aufenthalts in Pietrasanta (Toskana)\, wo er sich bewusst mit der Philosophie von TUTTO PASSA auseinandersetzte und sich von ihr inspirieren ließ. Unser Leben besteht aus genau solchen Momenten – Fragmenten\, die bei uns bleiben und prägen\,\nwer wir sind. Gette übersetzt sie in Farbe. Nicht als Abbild\, sondern als Erinnerung\, die in uns weiterlebt. Ständig in Bewegung\, wird Gettes künstlerische Praxis von Reisen\, Begegnungen und unverfälschten Emotionen getragen. Jede Arbeit entsteht intuitiv\, ungefiltert und im Augenblick.\nNichts wird erklärt. Gette überlässt seine Gemälde bewusst den Betrachtenden und ermöglicht so eine ehrliche\, unverfälschte Begegnung zwischen Werk und Mensch. Jedes Bild wird erst durch die Person vollständig\, die es besitzt: Sammlerinnen und Sammler sind eingeladen\, jedem Gemälde\neinen eigenen Titel zu geben. Ein Privileg\, das das Werk untrennbar mit seinem Eigentümer verbindet. \nTUTTO PASSA ist deshalb mehr als eine Ausstellung. Zeit zählt zu den kostbarsten Dingen\, die wir besitzen\, und wie wenig anderes lässt sie sich nicht kaufen. Was bleibt\, ist die Erinnerung an den Moment. TUTTO PASSA schafft die Möglichkeit\, solche Momente zu bewahren und zu würdigen\, in\nForm eines Werks\, das dauerhaft in der eigenen Sammlung seinen Platz findet. \nDie Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der AK Galerie und ist im Rahmen der Berlin Art Week im September als Doppelausstellung zu erleben. Die Galerie in der Behrenstraße zeigt TUTTO PASSA vom 9. September bis zum 22. November als Einzelausstellung\, während eine Auswahl\nweiterer Arbeiten auf der POSITIONS Berlin Art Fair präsentiert wird. \n
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SUMMARY:Maurizio Cattelan - NIGHT
DESCRIPTION:Mit NIGHT präsentiert die Neue Nationalgalerie die erste große Einzelausstellung des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan in Deutschland. Die Ausstellung findet im Rahmen des Preis der Nationalgalerie 2026 statt\, für den Maurizio Cattelan von einer internationalen Jury ausgewählt wurde. Sie vereint wichtige historische Werke Cattelans und neue Arbeiten in dem ikonischen Mies van der Rohe-Gebäude.\n\nSeit den frühen 1990er-Jahren zählt Maurizio Cattelan (*1960 in Padua) zu den prägenden Stimmen der internationalen Gegenwartskunst. Seine Arbeiten greifen vertraute Bilder auf\, die tief im kollektiven Gedächtnis verankert sind\, und verschieben deren Bedeutung durch minimale\, oft irritierende Eingriffe. Dabei widmet sich Cattelan Themen\, die gesellschaftlich\, historisch oder emotional besonders aufgeladen sind: Religion\, Kindheit\, Autorität und generationsübergreifende kollektive Traumata. Mit einer Bildsprache\, die zwischen Ironie\, Provokation\, Überzeichnung und formaler Reduktion oszilliert\, hinterfragt er etablierte Narrative und eröffnet neue Perspektiven auf Erinnerung\, Glauben und gesellschaftliche Machtstrukturen. Mit NIGHT kehrt Maurizio Cattelan nach Berlin zurück – zwanzig Jahre nachdem er die 4. Berlin Biennale mitkuratierte.\n\nDie Ausstellung vereint Schlüsselwerke wie Him (2001)\, Novecento (1997)\, La Rivoluzione Siamo Noi (2000) und das von Günter Grass’ Die Blechtrommel inspirierte Untitled (2003) mit neuen Arbeiten. Gemeinsam verhandeln sie zentrale Motive in Cattelans Schaffen: die fragile Grenze zwischen Unschuld und Gewalt\, die Konstruktion von Identität sowie die fortwährende Präsenz historischer Erinnerung.\n\nIm Mittelpunkt der Ausstellung steht eine eigens für die Neue Nationalgalerie entwickelte ortsspezifische Installation. Mit dieser neuen Auftragsarbeit greift Cattelan behutsam in die räumliche Ordnung des Hauses ein\, verändert so die Art und Weise\, wie das Gebäude genutzt und erlebt wird\, und eröffnet neue Formen der Begegnung. Vertraute Ausstellungsformen treten zugunsten einer Präsentation zurück\, die von Aufmerksamkeit\, Reflexion und gemeinsamer Erfahrung geprägt ist. Dadurch verschieben sich die Beziehungen zwischen Werk\, Publikum und Architektur.\n\nDie von Mies van der Rohe entworfene Neue Nationalgalerie in Berlin bildet hierfür einen besonderen Resonanzraum. Ihre ikonische Architektur wird nicht nur zum Ausstellungsort\, sondern selbst zum aktiven Bestandteil der Inszenierung und prägt maßgeblich die Wahrnehmung und Erfahrung der gezeigten Arbeiten.\n\nIn Berlin präsentiert\, entfaltet sich NIGHT in einem deutschen Kontext\, der von vielschichtigen historischen Erfahrungen und fortwährenden Prozessen des Erinnerns geprägt ist. Während gesellschaftliche Narrative über Generationen hinweg immer wieder neu befragt werden\, tritt Cattelans Werk in ein Spannungsfeld ein\, in dem Bilder\, Symbole und Formen der Repräsentation weiterhin aktiv verhandelt werden.\n\nMAURIZIO CATTELAN. NIGHT wird kuratiert von Lisa Botti\, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie\, mit Klaus Biesenbach\, Direktor der Neuen Nationalgalerie\, in enger Zusammenarbeit mit Maurizio Cattelan.\n\nKlaus Biesenbach erklärt: „Als jemand\, der in Deutschland geboren wurde und den Großteil seines Erwachsenenlebens im Ausland verbracht hat\, hatte Maurizio Cattelans Werk für mich immer schon eine sehr deutsche Leseart. Him bezog sich für mich auch auf den Kniefall von Willy Brandt\, Little Drummer Boy erinnerte mich an die Blechtrommel und natürlich war Joseph Beuys‘ Filzanzug eine meiner ersten Begegnungen mit der Kunstwelt\, da ich nur wenige Kilometer von Beuys‘ Wirkungsstätte entfernt aufgewachsen bin. Nun werden wir Cattelans Werk in Berlin erleben – in jener Stadt\, die in meiner Vorstellung auf seltsame Weise bereits der gedankliche Ursprung vieler dieser Werke war. Und selbst dieses Gebäude\, der Mies-Bau\, den viele als Tempel bezeichnen\, wird nun als Kirche zu einem Teil und Gegenstand dieser Ausstellung.”\n\nLisa Botti ergänzt: „Diese Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit Maurizio Cattelan über einen längeren Zeitraum hinweg. Dazu gehörten wiederholte Besuche in Berlin sowie ein fortlaufender Austausch über die Neue Nationalgalerie und ihren historischen Kontext. Speziell für diesen Ort konzipiert\, vereint die Ausstellung bestehende Werke und neue Auftragsarbeiten\, die unmittelbar auf ihren Standort Bezug nehmen. Der Titel NIGHT („Nacht“) verweist auf einen Zustand\, in dem Dinge nicht unbedingt verborgen sind\, sondern auf andere Weise wahrgenommen werden. Im gedämpften Licht des Abends können vertraute Formen fremd erscheinen\, während zuvor übersehene Details plötzlich in den Fokus rücken.“\n\nDer Preis der Nationalgalerie\, im Jahr 2000 von den FREUNDEN der Nationalgalerie initiiert\, hat sich in den vergangenen 25 Jahren als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in Deutschland etabliert und würdigt Künstler*innen\, die die nationale und internationale Kunstlandschaft nachhaltig prägen.\n\n2026 tritt der Preis der Nationalgalerie mit dem Umzug in die Neue Nationalgalerie in eine neue Phase ein und bietet eine*r Künstler*in die einmalige Gelegenheit\, eine fokussierte und ambitionierte Ausstellung in der ikonischen Glashalle zu realisieren. Das Format spiegelt den Anspruch der Nationalgalerie wider\, bedeutende Kunst nach Berlin zu bringen.\n\n„Wir freuen uns sehr\, Maurizio Cattelans Werk im Rahmen dieses neuen Kapitels des Preises zum ersten Mal in Berlin in dieser Tiefe zu zeigen“\, so Christian Kohorst\, Vorsitzender der FREUNDE der Nationalgalerie. „Künstler*innen einem neuen und breiteren Publikum zugänglich zu machen\, ist genau das\, worum es beim Preis der Nationalgalerie geht – und dies ergänzt unsere kontinuierliche Förderung aufstrebender Positionen durch Ankäufe\, Auftragsarbeiten\, Ausstellungen und Bildungsprogramme.“\n\nDie Jury für den Preis der Nationalgalerie 2026 setzt sich zusammen aus Emma Lavigne (Direktorin der Pinault-Sammlung\, Paris) und Sam Keller (Direktor der Fondation Beyeler\, Basel) sowie Klaus Biesenbach (Direktor der Neuen Nationalgalerie). Neben den Jurymitgliedern waren auch die Kurator*innen der Nationalgalerie und die Mitglieder der FREUNDE der Nationalgalerie vorschlagsberechtigt.\n\nDie Ausstellung im Rahmen des Preis der Nationalgalerie wird ermöglicht von den FREUNDEN der Nationalgalerie und gefördert durch BMW.\nMaurizio Cattelan – NIGHT\n10. September 2026 – 7. März 2027 \nNeue Nationalgalerie \n
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SUMMARY:Izabella Gustowska. Home’s Shadows
DESCRIPTION:KVOST präsentiert im Rahmen der Berlin Art Week die polnische Künstlerin Izabella Gustowska (*1948). Gustowska ist die diesjährige Stipendiatin von KVOST und erhält den Claus Michaletz Preis 2026. Die Ausstellung ist Teil der Sektion Featured der Berlin Art Week. \nIzabella Gustowska zählt seit den 1970er Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten der konzeptuell orientierten polnischen Kunst. Ihr Werk bewegt sich an der Schnittstelle von Körperrepräsentation\, Subjektkonstruktion und feministischer Bildkritik und untersucht die Bedingungen visueller Wahrnehmung sowie die kulturelle Produktion von Identität. Als Professorin an der Kunstuniversität Poznań hat sie mehrere Generationen von Künstler:innen beeinflusst. Internationale Anerkennung erlangte sie unter anderem durch ihre Teilnahmen an der Biennale von São Paulo (1983\, 1987) und der Biennale von Venedig (1988). \nFür die Präsentation im KVOST zeigt Gustowska neue Arbeiten\, die sich mit den Themen Erinnerung und Zeitlichkeit auseinandersetzen. Ausgangspunkt ist das Familienhaus in Poznań\, in dem ihre Familie seit 1938 lebt und das als biografischer wie kultureller Erinnerungsraum fungiert. Die neuen Werke treten in einen Dialog mit zentralen Arbeiten aus den 1980er Jahren\, die während ihrer Zeit an diesem Ort entstanden sind. \nEine zentrale Arbeit der Ausstellung ist das Video Home’s Shadows\, das eine sentimentale Reise in die Vergangenheit und den Versuch unternimmt\, den Spuren der Kindheit nachzugehen. Diese klassische Topophilie – also die Suche nach Identität durch den Raum – ist in Gustowskas Auffassung eine Erzählung darüber\, wer sie war und was aus jenem damaligen „Ich“ geworden ist\, das es heute nicht mehr gibt. Die Räume des Hauses erscheinen ihr als Resonanzräume früherer Inkarnationen. \nDer Claus Michaletz Preis erinnert an den Verleger und Gründer der Secco Pontanova Stiftung\, Claus Michaletz. Er wird jährlich an Künstler:innen aus Osteuropa vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Preis ist an das KVOST Stipendium gekoppelt; das Preisgeld steht den Stipendiat:innen in voller Höhe zur freien Verfügung. In Verbindung mit dem bereits etablierten KVOST Stipendium ermöglicht der Claus Michaletz Preis eine nachhaltige und langfristige Förderung von Künstler:innen. \nKVOST – Kunstverein Ost – versteht sich als eine Institution zur Vermittlung und Kontextualisierung zeitgenössischer künstlerischer Positionen aus Mittel- und Osteuropa sowie von Künstler:innen\, deren Praxis durch die historischen\, politischen und kulturellen Bedingungen des ehemaligen Ostblocks geprägt ist. Ziel ist es\, Erfahrungsräume und Perspektiven sichtbar zu machen\, die in den vorherrschenden kunsthistorischen Narrativen häufig marginalisiert bleiben. Durch die Förderung transnationaler Dialoge trägt KVOST zur kritischen Auseinandersetzung mit Fragen von Erinnerung\, Identität und gesellschaftlicher Transformation bei. Vor dem Hintergrund zunehmender nationalistischer Tendenzen und geopolitischer Spannungen versteht sich kultureller Austausch als eine Form solidarischer Praxis\, die Verbindungen stärkt und neue Perspektiven eröffnet. \nIzabella Gustowska. Home’s Shadows\n10. September – 28. November 2026 \nKVOST – Kunstverein Ost \n
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SUMMARY:Ryuichi Sakamoto. seeing sound\, hearing time
DESCRIPTION:\n„Ryuichi Sakamoto. seeing sound\, hearing time“ im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart ist die erste große Retrospektive des Komponisten und Künstlers in Europa. Ryuichi Sakamoto gilt als Pionier der elektronischen und experimentellen Musik\, der die Grenzen zwischen Klang\, Film\, Performance und bildender Kunst immer wieder neu definierte. Seit den 2000er-Jahren entwickelte er dreidimensionale Klangräume\, oft in Zusammenarbeit mit internationalen Künstler*innen wie Shiro Takatani und Carsten Nicolai oder dem Filmemacher Apichatpong Weerasethakul. „Ryuichi Sakamoto. seeing sound\, hearing time“ zeigt sieben Werke in fünf großformatigen Installationen und eröffnet zur Berlin Art Week. Die Ausstellung rückt die Schnittstelle von Klang und Kunst ins Zentrum\, die seit seiner Gründung vor 30 Jahren ein Markenzeichen des Hamburger Bahnhof ist.\n\nDer Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart zeigt auf rund 1.500 Quadratmeter in den Rieckhallen sieben Werke in fünf großformatige Installationen des Komponisten und Künstlers Ryuichi Sakamoto. „IS YOUR TIME“ (2017)\, in der ein durch den Tsunami 2011 zerstörtes Klavier zum Objekt für Klänge wird\, beruht auf digital umgewandelten seismologischen Daten von Erdbeben weltweit in Echtzeit. Weitere Installationen sind ausgehend von seinem Album „async“ (2017) in enger Kooperation mit dem Künstler Shiro Takatani und dem Filmmacher Apichatpong Weerasethakul entstanden. Zwei Filme von Carsten Nicolai in der Ausstellung verwenden Musik des letzten Albums „12“ von Sakamoto\, ein Klangtagebuch\, das er 2021 bis 2022 aufgenommen hat.\n\nRyuichi Sakamoto (1952-2023) war ein Komponist\, Produzent und Künstler\, geboren in Tokio. 1978 debütierte er mit dem Album „Thousand Knives“ und war Mitbegründer der legendären Techno-Gruppe Yellow Magic Orchestra. Sein vielfältiges Schaffen umfasst Popalben\, viele klassische Werke\, zwei Opern und fast 45 Original-Film- und TV-Soundtracks. Für seine Filmmusik erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen\, darunter einen Oscar\, zwei Golden Globes und einen Grammy. Auch in der Kunstwelt war Sakamoto aktiv: Seine Arbeiten wurden weltweit in Museen gezeigt (Seoul\, 2018; Peking\, 2021; Chengdu\, 2023–2024; Tokio\, 2024–2025; Phuket\, 2026; Hong Kong 2026). Als Aktivist engagierte er sich jahrzehntelang für Umweltschutz und Weltfrieden. Er gründete die Organisation „more trees“ zur Waldrettung und das „Tohoku Youth Orchestra“\, um die Opfer des Tohoku-Erdbebens durch Musik zu unterstützen. Sakamoto starb am 28. März 2023.\n\nDie Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm\, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen\, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13.–15.11.\, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist.\n\nBegleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhof\, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano.\n\n\nRyuichi Sakamoto. seeing sound\, hearing time\n\n11. September 2026 – 20. Juni 2027\n\nHamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart\n
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LOCATION:Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin\, Invalidenstraße 50–51\, Berlin\, 10557\, Deutschland
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SUMMARY:Jeewi Lee: Residual Memories. GASAG Kunstpreis 2026
DESCRIPTION:Im Rahmen des GASAG Kunstpreises 2026 präsentiert die Berlinische Galerie die erste institutionelle Einzelausstellung von Jeewi Lee in Berlin. \nIn ihren Werkserien aus Papierarbeiten\, Skulpturen\, ortsspezifischen Installationen und Interventionen verwendet die Künstlerin einfache\, scheinbar wertlose Materialien\, in die sich Spuren von Zeit und Vergänglichkeit als Erinnerungen eingeschrieben haben. Diese Spuren bilden den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung\, die wissenschaftliche Materialuntersuchungen mit Aspekten taoistischer Philosophie und individueller Mythologie verbindet und daraus poetische\, meditative Bildwelten entstehen lässt. \nUnter dem Titel „Residual Memories“ richtet die Preisträgerin ihren Blick auf Sand\, ein Material\, das alltäglich erscheint und doch globale Bedeutung hat. Sand besteht aus Mineralien\, Gestein\, organischen Überresten und zunehmend auch Mikroplastik. Er steckt in Beton\, Glas\, Mikrochips und Wasserfiltern und bildet die Grundlage unserer gebauten Umwelt. Zugleich wird er weltweit in einem solchen Ausmaß verbraucht\, dass er zu einer immer knapperen Ressource wird. \nField of Fragments \nDie Ausstellung nimmt ihren Ausgang bei den seriellen Gemälden „Field of Fragments“\, die Lee seit 2022 entwickelt. Diese Arbeiten bestehen aus Sand von Küstenregionen\, in denen sich die Künstlerin über einen längeren Zeitraum aufgehalten hat. Auf den ersten Blick erinnert die Serie an die amerikanische Hard-Edge- und Colour-Field-Malerei der 1960er Jahre: klare Formen\, minimale Kompositionen und eine Konzentration auf Farbe und Form. Anders als bei einem klassischen Colour-Field-Gemälde ergibt sich der Farbton jeder dieser Arbeiten jedoch vollständig aus der natürlichen Farbe des gewählten Sandes\, dessen Herkunftsort im Titel genannt wird. \nDadurch tragen diese Gemälde konkrete Orte\, die persönliche Erfahrung der Künstlerin und geologische Prozesse in sich. Sand zeigt sich hier nicht als neutrales Medium\, sondern als Sediment einer Landschaft und als Speicher von Zeit\, Erinnerung und Raum. \nSandkörner und Suseok \nSeit 2024 arbeitet die Künstlerin mit dem Geometrieforscher Phillip C. Reiner zusammen\, um skulpturale Arbeiten zu schaffen\, bei denen einzelne Sandkörner mittels Nano-Computertomografie gescannt werden. In einer künstlerischen Übersetzung durchlaufen diese Scans anschließend eine komplexe digitale Bearbeitung und werden mithilfe eines speziellen Druckverfahrens bis zu 3.000-fach vergrößert. Die Vergrößerungen legen die feinsten Details jedes Korns offen und machen sichtbar\, was dem bloßen Auge sonst verborgen bleibt. Die so entstandenen Skulpturen ermöglichen es den Betrachtenden\, Struktur und Form jedes Korns als räumliche Erfahrung zu erleben. Zugleich wecken sie Assoziationen an reale Felsen oder Findlinge und an koreanische Suseok\, Steine\, die an Miniaturgebirge erinnern und in traditionellen koreanischen Gärten zu finden sind. Weitere Arbeiten\, ebenfalls gemeinsam mit Phillip C. Reiner entwickelt\, nutzen die Querschnitte aus den Scans\, um Dichte und Zusammensetzung der Körner als charakteristische\, ortsspezifische Merkmale sichtbar zu machen. Auf diese Weise hat Jeewi Lee ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Material von der Oberfläche ins Innere des Korns erweitert. \nEine Gartenlandschaft in der Halle \nIn der Eingangshalle der Berlinischen Galerie hat Lee aus all diesen Werkgruppen eine immersive Gesamtinstallation komponiert. Gemälde\, Videos\, Skulpturen und Sandfelder verschmelzen hier\, ergänzt um Klang und Licht\, zu einer Landschaft von dystopischer und zugleich kontemplativer Anmutung. Die scheinbar zufälligen Sandflächen auf dem Boden und die vergrößerten Sandkörner fügen sich zu einer wohlgeordneten Szenografie\, die an die Anlage asiatischer Gärten erinnert und die Besucher*innen einlädt\, Teil der Choreografie zu werden. Die Lichtgestaltung entstand gemeinsam mit Thorsten Kosellek. Die 60-minütige Klanginstallation stammt von dem Komponisten und Klangkünstler Jared Meier-Klodt. Die für diese Komposition verwendeten Aufnahmen von Sand entstanden in alltäglichen\, natürlichen und industriellen Umgebungen. Meier-Klodt zerlegt die Aufnahmen in Millisekunden kurze akustische Partikel\, sogenannte Sound Grains\, und setzt sie zu neuen\, vielschichtigen Texturen zusammen. Die Ausstellung wird im Rahmen der Berlin Art Week 2026 eröffnet. \nAusstellungsdauer\n11. September 2026 bis 5. April 2027 \nOrt\nBerlinische Galerie\nAlte Jakobstraße 124–128\, 10969 Berlin\nMittwoch bis Montag 10 bis 18 Uhr\, dienstags geschlossen\nEintritt 12 Euro\, ermäßigt 7 Euro\, frei bis 18 Jahre \n
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SUMMARY:Geteiltes Leben. Kunst und Migration in Berlin - Ephraim-Palais
DESCRIPTION:Wie lebt es sich zwischen Orten\, Sprachen und Erinnerungen? Die Ausstellung „Geteiltes Leben. Kunst und Migration in Berlin“ zeigt vom 11. September 2026 bis 7. Februar 2027 im Ephraim-Palais künstlerische Perspektiven auf Migration und Exil in Berlin. Mit Gemälden\, Grafiken\, Filmen und Skulpturen von den 1970er Jahren bis heute macht sie sichtbar\, wie eng Berliner Kunst- und Migrationsgeschichte miteinander verbunden sind. \nMenschen mit Migrations- und Exil-Erfahrungen haben die Berliner Kunst- und Kulturszene über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Dennoch standen ihre Beiträge in der jüngeren Kunstgeschichte bislang nur selten im Mittelpunkt. Diesen Geschichten widmet sich die Ausstellung „Geteiltes Leben“. Dafür haben die Kuratorinnen Christine Heidemann und Aurora Rodonò\, zusammen mit Pia Dressler und Antonia Welch Guerra\, Werke aus der Sammlung des Berlin Museums neu erschlossen\, Leihgaben zusammengeführt sowie Gespräche mit Künstler:innen und Zeitzeug:innen geführt. \nIm Zentrum stehen neun künstlerische bzw. literarische Positionen: Cecilia Boisier\, Santos Chávez\, Ximena Ferrer Pizarro\, Evelyn Kuwertz\, Ertekin Özcan\, Minh Duc Pham\, Núria Quevedo\, Chetna Vora und Hanefi Yeter. Die Künstler:innen kamen aus unterschiedlichen Gründen nach Berlin – im Zusammenhang mit Arbeitsmigration\, als politische Exilant:innen oder zum Studium. Ihre Werke erzählen von Erfahrungen des Ankommens\, von Zugehörigkeit und Ausgrenzung\, von Erinnerungen an andere Orte sowie von den Möglichkeiten\, sich in einer neuen Umgebung ein Leben aufzubauen. Das Verhältnis zwischen Selbst- und Außenwahrnehmung sowie Momente des Sehens und Gesehenwerdens spielen in vielen der Kunstwerke eine zentrale Rolle. \nDer Schwerpunkt liegt auf Arbeiten aus Ost- und West-Berlin seit den 1970er Jahren. Zwei jüngere Positionen erweitern den Blick um postmigrantische Perspektiven und zeigen\, wie Fragen von Herkunft\, Identität und gesellschaftlicher Teilhabe bis heute weiterwirken. Archivmaterialien und Audio-Interviews ergänzen die Kunstwerke und eröffnen persönliche sowie transnationale Perspektiven auf Berliner Geschichte und Geschichten. \nZwischen dem Hier und dem Dort \nDer Titel der Ausstellung ist einem Gedicht des Autors Ertekin Özcan entlehnt. „Geteiltes Leben“ beschreibt das Leben zwischen dem Hier und dem Dort\, zwischen Herkunft und Gegenwart. Gleichzeitig verweist der Titel auf die Geschichte einer Stadt\, die über Jahrzehnte geteilt war und deren kulturelle Entwicklung durch Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Lebenswelten geprägt wurde und wird. \nDie Ausstellung fragt\, welche Spuren Migration und Exil in der Berliner Kunst hinterlassen\, welche Unterschiede die Erfahrungen in Ost- und West-Berlin geprägt haben und welche Rolle Netzwerke\, gemeinsame Räume und Selbstorganisation für Künstler:innen spielten. Zugleich zeigt sie Berlin als eine Stadt\, deren kulturelle Vielfalt ohne diese Geschichten nicht zu verstehen ist. \n„Geteiltes Leben. Kunst und Migration in Berlin“ ist Teil des Themenschwerpunkts Migrationsgeschichte des Berlin Museums. Dazu gehört auch die von Burcu Dogramaci und Manuel Gogos kuratierte Ausstellung „Tapetenwechsel. Migration und Mobiliar seit 1960“\, die noch bis zum 3. Januar 2027 im Ephraim-Palais zu sehen ist. Parallel zeigt der Gropius Bau die Ausstellung „Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960“\, kuratiert von Gürsoy Doğtaş und Patrizia Dander\, mit Sonja Borstner und Elena Franziska Setzer. Einige der beteiligten Künstler:innen sind in beiden Häusern vertreten. \nLaufzeit\n11. September 2026 bis 7. Februar 2027\nOrt\nEphraim-Palais\, Poststraße 16\, 10178 Berlin \nDie Ausstellung ist gefördert durch die Julius Bötzow Stiftung und wird im Rahmen der Berlin Art Week präsentiert. \n
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SUMMARY:Nicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis 36. Bienal de São Paulo\, Berlin Edition
DESCRIPTION:Mit der Ausstellung Nicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis kommt die 36. Bienal de São Paulo nach Berlin ins Haus der Kulturen der Welt (HKW). Zum ersten Mal überhaupt findet damit eine der ältesten und bedeutendsten Kunstbiennalen auch in Deutschland statt. Die speziell für Berlin konzipierte Edition präsentiert eine eigenständige Konstellation künstlerischer Positionen\, darunter neu entwickelte\, adaptierte und ortsspezifische Arbeiten. \nAusgehend von Conceição Evaristos Gedicht ‚Da calma e do silêncio‘ (‚Über Ruhe und Stille‘)\, in dem sie schreibt: ‚Nicht alle Reisenden / folgen Wegen. / Es gibt verborgene Welten\, / in die nur die Stille / der Poesie vordringt.‘\, begreift die Ausstellung das Zuhören als einen wesentlichen Aspekt einer Praxis der Humanität. Durch ein solches intensives Einstimmen kann es gelingen\, sich für Beziehungen zu öffnen\, in Relation zu treten – mit anderen Wesen\, auch mit Landstrichen und Wasserläufen\, mit den über viele Generationen reichenden Herkünften\, die wir in uns tragen – und Räume des Zusammenlebens und der Fürsorge zu schaffen. \nDieser Begriff der Relation verbindet nicht nur die Städte São Paulo und Berlin\, sondern insbesondere die jeweiligen Ausstellungsorte miteinander. Entworfen als modernistisches Wahrzeichen\, befindet sich Oscar Niemeyers Biennale-Pavillon in São Paulos Ibirapuera-Park\, der von den Wassern des Córrego do Sapateiro geprägt ist. Das aus derselben Epoche stammende Gebäude des HKW\, die von Hugh Stubbins entworfene ehemalige Kongresshalle\, liegt am Rande des Berliner Tiergartens am Ufer der Spree. Beide Orte bilden poröse Schwellen zwischen Architektur und Landschaft\, Innerem und Äußerem\, menschlichen und mehr-als-menschlichen Welten. Hier gewinnt die zentrale Ausstellungsmetapher des Ästuars – des Mündungsgebiets eines Flusses – besonders an Bedeutung: als ein Schauplatz\, an dem sich unterschiedliche Gewässer begegnen und der durch Kultivierung\, Wechselbeziehungen\, Gegenseitigkeit und geteilte Verletzlichkeiten die Lebensgrundlage für eine Vielzahl an Lebewesen bildet. \nDie Ausstellung denkt Humanität als Verb – als eine lebendige Praxis\, die eine Neuaushandlung und den Abbau von vorherrschenden Asymmetrien ermöglichen kann. In ihren Installationen\, Performances\, Soundarbeiten\, Erzählungen und räumlichen Interventionen setzen sich die teilnehmenden Künstler*innen kritisch mit den politischen und kolonialen Vermächtnissen auseinander\, die in die Moderne eingelagert sind. Dabei artikulieren sie – von São Paulo bis nach Berlin und darüberhinaus – Formen des Widerstands gegen Entmenschlichung\, Raubbau an der Natur und monokulturelles Denken. Zugleich kultivieren die Arbeiten Gesten der Fürsorge\, des Kümmerns und des Füreinandereinstehens\, die über das Menschliche hinausreichen und sich auf tierisches und pflanzliches Leben\, auf Erinnerung und Geist erstrecken. Schönheit tritt hier in Erscheinung als eine politische Kraft\, die verwurzelt ist im Gewöhnlichen\, im Zerbrochenen und im Unvollendeten. \nNicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis ist eine Einladung\, sich auf die Suche nach den Spuren einer solchen Praxis zu begeben. Welche Pfade schlagen wir dabei ein? Auf welche Weise können wir es uns erlauben\, vom Weg abzuweichen\, die Straße hinter uns zu lassen\, in die Irre zu schweifen\, uns zu verlieren und andere Welten zu finden? Mit mehr als 30 internationalen Künstler*innen aus einem weitgefassten Spektrum von Praxen bildet die Berlin Edition eine komprimierte Version der 36. Bienal de São Paulo. Die Ausstellung ist ein Plädoyer für Freude\, für die Kraft der Imagination und für das Träumen\, nicht als Eskapismus\, sondern als lebendige Formen der Konjugation von Humanität. \nMit: \nMalika Agueznay\, Akinbode Akinbiyi\, Leo Asemota\, Maria Auxiliadora\, Aline Baiana\, María Magdalena Campos-Pons\, Rebeca Carapiá\, Manauara Clandestina\, Christopher Cozier\, Gervane de Paula\, Théodore Diouf\, Juliana dos Santos\, Cevdet Erek\, Theo Eshetu\, Tanka Fonta\, Forensic Architecture\, Laila Hida\, Lynn Hershman Leeson\, Mao Ishikawa\, Julianknxx\, Lidia Lisbôa\, Mohamed Melehi\, Emeka Ogboh\, Olu Oguibe\, Alberto Pitta\, Edival Ramosa\, Ana Raylander Mártis dos Anjos\, Ming Smith\, Sérgio Soarez\, Chaïbia Talal\, Wolfgang Tillmans \nKonzipiert von Bonaventure Soh Bejeng Ndikung zusammen mit den Ko-Kuratorinnen Alya Sebti\, Anna Roberta Goetz und Thiago de Paula Souza\, der Ko-Kuratorin-at-large Keyna Eleison\, der Strategie- und Kommmunkationsberaterin Henriette Gallus und den stellvertretenden Ko-Kurator*innen André Pitol und Leonardo Matsuhei. Die Berlin Edition wird kuratiert von Alya Sebti. \nNicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis 36. Bienal de São Paulo\, Berlin Edition\n12. September 2026 – 6. Dezember 2026 \nHaus der Kulturen der Welt (HKW) \n
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SUMMARY:Vom Alltagszauber - Amnon David Ar
DESCRIPTION:Amnon David Ars aus der Beobachtung heraus kreierte Werke sind von einem surrealen Hyperrealismus geprägt\, die den Blick der Betrachtenden bewusst auf Dinge am Rande unserer Aufmerksamkeit lenken. Der Ausstellungstitel „Vom Alltagszauber“ verweist auf Ars Suche nach der Sinnlichkeit und Poesie des Alltäglichen\, der Schönheit von Licht und Materie\, dem Vergehen der Zeit und der persönlichen Beziehung\, in der wir zu unserer Umgebung stehen. Kurt Mühlenhaupt malte das Berlin des 20. Jahrhunderts mit derselben ehrlichen Haltung.\n\nDurch eine echte künstlerische Begegnung wird Mühlenhaupts Werk sowie das gleichnamige Museum in Berlin-Kreuzberg zu einem historischen Resonanzraum für Amnon David Ars Kunst. Ein Raum\, der Kindheitsszenen und Spielzeug gewidmet ist\, steht in Korrespondenz mit Mühlenhaupts naiven grafischen Arbeiten und schafft einen Dialog zwischen den fantasievollen und zutiefst persönlichen Bildwelten der beiden Künstler.\n\nDer in Israel geborene Künstler Amnon David Ar begann seine Laufbahn als Illustrator und Karikaturist\, widmete sich jedoch schon früh eigenen künstlerischen Arbeiten. Diese präsentierte er bereits in internationalen Einzelausstellungen. Seit 2013 lebt und arbeitet er in Berlin. Gemeinsam mit seinem Partner\, dem Konzertpianisten Yehuda Inbar ist Ar Mitbegründer der Responses Culture Society e.V.\, einer in Berlin ansässigen gemeinnützigen Organisation\, die interdisziplinäre Kunst sowie die Werte von Demokratie\, sozialer Gleichheit und Frieden fördert. Die Organisation hat durch Konzerte und kulturelle Veranstaltungen Spenden für israelische und palästinensische humanitäre und Friedensorganisationen gesammelt und gestaltet in Zusammenarbeit mit dem KinderKulturMonat und den Berliner Märchentagen 2026 das Rahmenprogramm zur Ausstellung.\nVom Alltagszauber – Amnon David Ar\n12. September 2026 – 10. Januar 2027 \nKurt Mühlenhaupt Museum \n
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SUMMARY:Ramona Schacht: Vom Bauhaus auf die Krim. Eine Bildbefragung zu Alfred Ehrhardts Tabakserien
DESCRIPTION:Erstmals zeigt die Alfred Ehrhardt Stiftung die historischen Industriefotografien von Alfred Ehrhardt (1901-1984) in einem völlig neuen\, zeitgenössischen Licht. Zwischen 1954 und 1963 fertigte Ehrhardt im Auftrag des Tabakkonzerns Reemtsma & Co. zahlreiche filmische und fotografische Arbeiten an. Diese Werke blieben bislang weitgehend unbeachtet und stehen in Kontrast zu seinen bekannten\, freikünstlerischen Natur- und Landschaftsaufnahmen. Die bisher kaum ausgestellten Dokumente bilden das Fundament für die neueste Arbeit Photography’s Claim to Property. Bilder im Auftrag Reemtsmas der Leipziger Künstlerin Ramona Schacht (*1989). Schacht setzt sich intensiv mit den dargestellten Arbeitswelten auseinander und hinterfragt\, welche politischen\, ökonomischen sowie körperlichen Ordnungen in diesen Bildern sichtbar werden\, und welche verdeckt bleiben. Der Rohstoff Tabak ist dabei in Form von selbst gezogenen Pflanzen in der gesamten Ausstellung präsent. \nEhrhardts Film Die Welt des Tabaks (1956) sowie die parallel dazu entstandenen Fotografien\, die ebenfalls Teil der Ausstellung sind\, dokumentieren verschiedene Produktionsräume des Tabaks. Die Reise führt vom ursprünglichen Tabakanbau in Mazedonien über die technologische Modernität US-amerikanischer Fabriken bis nach Hamburg\, um die Produktionskraft des Reemtsma-Konzerns zu inszenieren. Ausgehend davon führte Schacht umfangreiche Recherchen im Reemtsma-Fotoarchiv sowie in weiteren Archiven zur Tabakproduktion der 1920er bis 1950er Jahre durch und verschiebt somit den Blick vom einzelnen Dokument hin zu übergreifenden Bildordnungen. Ihre künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Archivmaterial ist bewusst fragmentarisch angelegt\, da kein einzelnes Bild heute die gesamte historische Realität tragen kann. Statt einer geschlossenen Erzählung sucht sie nach wiederkehrenden Strukturen wie spezifischen Haltungen\, Blickachsen\, Abständen\, Reihungen und Körperordnungen. Aus einer gesellschaftskritischen Perspektive untersucht sie\, wie weibliche Arbeit in Ehrhardts Bildern zugleich sichtbar gemacht und bewertet wird. \nIm Film tritt die weibliche Arbeit vor allem in Masse und Rhythmus auf. Auf dieser Beobachtung basieren die ersten beiden Werkgruppen\, für die Schacht direkte Eingriffe in Ehrhardts Aufnahmen vornimmt. Ihre Tableaus mit den sprechenden Titeln Gebeugte Körper und Vorbestimmte Besetzung aus verschiedenen Momentaufnahmen der Arbeit auf den Tabakfeldern und in den Fabrikhallen legen die Strukturen der industriellen Bildsprache sowie die Gesten und Körperhaltungen der Arbeiterinnen offen. Die Frauen sind nicht nur passiv ins Bild gesetzt\, sondern bestimmen aktiv dessen Komposition. Schacht isoliert Fluchtlinien\, Zentralperspektiven\, Wiederholungen sowie geometrische Ordnungen\, übersetzt diese in präzise Linien und Punkte und lässt so ein neues grafisches Gerüst entstehen. \nDas Motiv des gebeugten\, weiblichen Körpers reicht weit über die Tabakproduktion hinaus und erinnert an kunsthistorische Ikonen wie Jean-François Millets Die Ährenleserinnen von 1857. Solche Darstellungen wurden oft ästhetisiert und in einer Schönheit gezeigt\, welche die Härte der realen Arbeit abmildert. Entsprechende kunsthistorische Querverweise in den Vitrinen machen Schachts Rechercheprozess direkt greifbar. Im Fall der Feldarbeiterinnen führt der Weg zu Fotografien aus dem sogenannten „Krim-Album“ von 1943 aus dem Reemtsma-Archiv. Diese Dokumente öffnen die kritische Frage nach der Geschichte der Tabakproduktion während des Nationalsozialismus\, insbesondere nach der Zwangsarbeit auf der Krim. Schacht überführt eine Fotografie von Feldarbeiterinnen in ein aufwendiges Jacquard-Gewebe. Damit verweist sie auf historische Tapisserien und Wandbehänge\, die lange Zeit als Medien von Macht\, Besitz und herrschaftlicher Ausstattung dienten. Auch in der Auftragsfotografie werden Arbeiterinnen stets doppelt vereinnahmt\, sowohl durch die Unternehmen als auch durch die Kamera des Fotografen. \nIn einem inszenierten Gespräch begegnet Schacht einem fiktiven Filmemacher der Nachkriegszeit aus der heutigen Perspektive und befragt seine Rolle als Autor\, Regisseur und Sprecher. Diese als eigenständige filmische Arbeit präsentierte Begegnung führt die unterschiedlichen Ebenen der künstlerischen Recherche zusammen. Der historische Film\, die Archivbilder\, der männliche Blick\, die Frage nach historischer Verantwortung und die Möglichkeit\, geschichtliches Material aus einer gegenwärtigen Sichtweise neu zu lesen\, werden so verknüpft. \nÜber alle Ebenen hinweg lädt die Ausstellung dazu ein\, historische Bilder nicht als neutrale Dokumente zu behandeln. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Schichten von Geschichte\, Arbeit und kultureller Wahrnehmung. Besonders bei der Darstellung weiblicher Arbeit eröffnet Schacht neue Sichtachsen auf oft übersehene Realitäten in den Produktionsprozessen\, darunter prekäre Arbeitsverhältnisse\, globale Lieferketten und Körper\, die durch ökonomische Systeme kontrolliert und austauschbar gemacht werden. Ihre Recherche ist kein reiner Blick zurück\, sondern der präzise Versuch\, in den historischen Bildern Strukturen zu erkennen\, die bis in die Gegenwart spürbar nachwirken. \n
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SUMMARY:Carrie Mae Weems: The Heart of the Matter im C/O Berlin
DESCRIPTION:Carrie Mae WeemsThe Heart of the MatterSeptember 12\, 2026 – February 03\, 2027C/O Berlin\, Berlin\, Germany \nAusstellungsdauer: 12. September 2026 bis 3. Februar 2027\nOrt: C/O Berlin im Amerika Haus\, Hardenbergstraße 22–24\, 10623 Berlin\, täglich 11 bis 20 Uhr\, Eintritt 15 Euro\, ermäßigt 8 Euro\, frei bis einschließlich 18 Jahre \nErgänzung der Kunstleben Berlin Redaktion: \nCarrie Mae Weems im C/O Berlin ist eine umfassende Retrospektive mit mehr als 100 Fotografien und Videos: von „Family Pictures and Stories“ (1978 bis 1984) über die „Kitchen Table Series“ (1990) und die Serie „Museums“ bis zu den neuen Arbeiten „Preach“ (2024) und der Videoinstallation „Leave Now!“ (2022). Die 1953 in Portland\, Oregon\, geborene Künstlerin verbindet Fotografie\, Text\, Stoff\, Audio und Video und fragt nach Macht\, Erinnerung und den Konstruktionen von race und Weiblichkeit; sie wurde unter anderem mit der MacArthur Fellowship und der National Medal of Arts ausgezeichnet. Kuratiert hat die Schau Sarah Hermanson Meister (Aperture)\, für Berlin adaptiert von Boaz Levin. Im Begleitprogramm: die performative Intervention „Harlem Renaissance“ mit Langston Uibel an den Samstagen 14.\, 21. und 28. November 2026\, jeweils 19 Uhr\, sowie After-Work-Führungen am 19. November und 17. Dezember 2026 um 19 Uhr; reguläre Führungen samstags und sonntags um 14 Uhr (deutsch) und 15.30 Uhr (englisch). Das Amerika Haus am Bahnhof Zoo ist täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. \n
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SUMMARY:Matt Browning: A Screen of Trees
DESCRIPTION:In den USA haben sich in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit verschiedene traditionelle Techniken der Holzverarbeitung entwickelt\, die vor allem von freiwillig und unfreiwillig arbeitslosen Handwerker:innen geprägt wurden. Matt Browning (*1984\, lebt und arbeitet in New York) greift formale und technische Prinzipien dieser Traditionen auf\, um das Medium Skulptur und die Strukturierung von Raum zu befragen. Die Ausstellung A Screen of Trees zeigt Arbeiten\, die durch ihre Serialität und Veränderbarkeit auf unterschiedliche Weise in ihre jeweiligen Kontexte eingebettet sind\, beharrlich und aufmerksam. \nViele der Arbeiten bestehen aus beweglichen\, aber strikt miteinander verbundenen Ketten\, die Browning aus zusammenhängenden Blöcken Douglasienholz schnitzt und die die handlichen Objekte des traditionellen Whittlings auf Raumgröße übertragen. Die Stapel gleichmäßig geschnitzter Glieder bilden eine veränderbare Architektur\, durch die jede Skulptur zu einer geraden Linie verdichtet oder zu einem Gitter ausgefahren werden kann\, um sowohl untereinander als auch mit ihrer Umgebung Verbindungen aufzubauen. \nWie der Kunsthistoriker Michael Baxandall in seiner Untersuchung zur Holzskulptur der deutschen Renaissance bemerkte: „Alle Holzbildwerke bleiben langsam arbeitende\, veränderliche Körper“ und bezog sich damit auf die Porosität von Holz\, das noch lange nach Beenden des Schnitzprozesses auf Umwelteinflüsse wie Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung reagiert. In Brownings Skulpturen überträgt sich diese Wandelbarkeit auf der Ebene des Materials auf die Form selbst. Die Ausstellung im Mies van der Rohe Haus reflektiert diese Logik der Wandelbarkeit auf institutioneller Ebene\, indem sie die Fortführung einer Präsentation im Kunstverein München im Frühjahr 2026 markiert. Zwei Knoten in einer größeren Kette: Each in its Isolation\, Locked Together in Unity. \nKuratiert von Dennis Brzek \nA Screen of Trees entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein München\, wo vom 21. März bis zum 31. Mai 2026 die Ausstellung All Woodcarvings Remain Slow Motion Mobiles zu sehen war. Im Rahmen der Ausstellung wurde ein Katalog veröffentlicht\, der vom Mies van der Rohe Haus ko-produziert wurde. Herausgegeben von Tom Engels\, mit Beiträgen von Rhea Anastas und Matt Browning. \nDas Mies van der Rohe Haus ist Partner der Berlin Art Week. \nEröffnung\nSamstag\, 12. September 2026\, 16 bis 21 Uhr (bereits vorbei) \nAusstellungsdauer\n13. September 2026 bis 10. Januar 2027 \nOrt\nMies van der Rohe Haus\, Oberseestraße 60\, 13053 Berlin\nDi–So 11–17 Uhr\nEintritt frei \n
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SUMMARY:BODIES THAT SPEAK im HAUS.KUNST.MITTE
DESCRIPTION:Was kann ein Körper erzählen\, ohne Worte zu benutzen? \nMit Bodies that Speak widmet sich das Haus. Kunst. Mitte. einem der ältesten Motive der Kunst und zugleich einem Thema von unmittelbarer Gegenwart: dem menschlichen Körper. Nach der erfolgreichen Ausstellung Faces of Mind versammelt das Haus erneut eine Gruppe herausragender Künstlerinnen und richtet den Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten\, Körper darzustellen\, zu erleben und neu zu denken. \n17 Künstlerinnen aus vier Generationen stehen im Zentrum der Ausstellung. Sie alle leben und arbeiten in Berlin und setzen sich in ihrer künstlerischen Praxis intensiv mit Körperlichkeit auseinander. Viele von ihnen gehören zu den wichtigen Stimmen ihrer jeweiligen Generation und sind international ausgestellt. Ihre Herkunft ist vielfältig: Die Künstlerinnen kommen unter anderem aus Iran\, China\, den USA\, der Türkei\, Polen\, Japan und Deutschland. Was sie verbindet\, ist keine gemeinsame künstlerische Schule\, sondern die Stadt\, in der sie leben\, und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Körper als künstlerischem Ausdrucksmittel. \nBerlin wird dabei zum Ort des Austauschs. Die Stadt ist seit Jahrzehnten Anziehungspunkt für Künstlerinnen aus aller Welt und zugleich ein Ort\, an dem unterschiedliche Lebensentwürfe\, kulturelle Prägungen und künstlerische Positionen aufeinandertreffen. Bodies that Speak macht diese Vielfalt sichtbar und gibt insbesondere Künstlerinnen Raum\, die die Berliner Kunstszene heute prägen. \nDer weibliche Körper steht im Zentrum – jedoch nicht als isoliertes Thema. Geburt\, Sexualität\, Erwachsenwerden\, Krankheit\, Alter und Tod gehören zum menschlichen Leben. Zugleich werden diese Erfahrungen durch Geschlechterrollen\, gesellschaftliche Erwartungen und kulturelle Zuschreibungen unterschiedlich geprägt. Die ausgestellten Arbeiten machen diese Spannung sichtbar und führen von sehr persönlichen Bildern und Geschichten zu Fragen\, die weit über das Weibliche hinausreichen. \nDabei ist der Körper in der Ausstellung weit mehr als ein dargestelltes Motiv. Er wird zum Material\, Werkzeug\, Medium und Träger von Erinnerung und Bedeutung. Das Performative zieht sich durch die gesamte Ausstellung: Auch dort\, wo keine Performance stattfindet\, sind Malen\, Fotografieren\, Formen oder Bearbeiten körperliche Handlungen. Körper „sprechen“ durch Haltung und Bewegung\, Oberfläche und Material\, Präsenz und Abwesenheit. \nDer Rundgang durch 20 Ausstellungsräume folgt fünf thematischen Kapiteln. Von imaginären und traumhaften Körperwelten führt die Ausstellung über Leben und Natur zu gesellschaftlichem und persönlichem Druck. Am Ende lösen sich vertraute Grenzen auf und Körper gehen hybride Verbindungen mit dem Organischen\, Tierischen\, Technischen oder Kosmischen ein. Die Ausstellung erzählt dabei keine lineare Geschichte und bietet keine eindeutigen Antworten. Verletzlichkeit kann ebenso mit Handlungsmacht verbunden sein wie Widerstand mit Fürsorge\, Transformation mit Verlust oder Auflösung mit einem Neuanfang. \nBodies that Speak lädt dazu ein\, den Körper nicht als festgelegte Form zu betrachten\, sondern als etwas Bewegliches\, Widersprüchliches und Veränderbares – und die unterschiedlichen Stimmen der Künstlerinnen selbst sprechen zu lassen. \nBeteiligte Künstlerinnen \nNevin Aladağ · Laura Bruce · Carina Chang · Lunita Juli Dorn · Carola Ernst · Leiko Ikemura · Aneta Kajzer · Franziska Klotz · Sarah Loibl · Nanne Meyer · Jana Sophia Nolle · May Parlar · Bettina Pousttchi · Barbara Quandt · Jenny Rempel · Alma Sinai · Andrea Zaumseil \n
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SUMMARY:Herbert Nauderer: Parasite Island - Kommunale Galerie Berlin
DESCRIPTION:Mit „Parasite Island“ präsentiert die Kommunale Galerie Berlin erstmals in einer Einzelausstellung das eigenwillige Werk des Künstlers Herbert Nauderer. Seine Zeichnungen\, Collagen\, Fotografien und filmischen Arbeiten führen in eine Welt voller Geheimnisse und Zwielicht. Zwischen menschenleeren Landschaften\, düsteren Architekturen und rätselhaften Figuren entsteht eine unheimliche Atmosphäre. Nauderers bewusst reduzierte\, farblose Bildsprache mutet dabei dokumentarisch an: Seine Arbeiten geben Hinweise\, legen Spuren und lassen Geschichten entstehen\, ohne sie je vollständig zu erzählen. Das Unheimliche liegt nicht im Spektakulären\, sondern in der Stimmung; in der Ahnung\, dass hinter dem Sichtbaren etwas verborgen ist. So entwickelt Nauderer einen suggestiven Kosmos zwischen Traum und Wirklichkeit\, in welchem die einzelnen Arbeiten wie Fragmente einer größeren\, niemals vollständig entschlüsselbaren Erzählung erscheinen. \nEröffnung\nDonnerstag\, 24. September 2026\, 18 Uhr\nBegrüßung: Norbert Wiesneth\, Kommunale Galerie Berlin\nEinführung: Prof. Dr. Andreas Bee\, Kunsthistoriker \nAusstellungsdauer\n25. September bis 22. November 2026\nFinissage mit Filmscreening und Gespräch: Sonntag\, 22. November 2026\, 15 Uhr \nOrt\nKommunale Galerie Berlin\, Hohenzollerndamm 176\, 10713 Berlin\nÖffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr\, Mittwoch 10 bis 19 Uhr\, Samstag und Sonntag 11 bis 19 Uhr\nEintritt frei \nBeitragsbild: Herbert Nauderer\, Das Haus des Erfinders\, 2021\, Kohle auf Papier © Herbert Nauderer\, VG Bild-Kunst\, Bonn 2026 \n
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SUMMARY:Annika Kahrs: Chorus im Museum Nikolaikirche
DESCRIPTION:Chorus\nEine Sound-Installation von Annika Kahrs \nWas passiert\, wenn eine Kirche selbst zu klingen beginnt? In der eigens kreierten Sound-Installation verwandelt die Künstlerin Annika Kahrs die Nikolaikirche in einen begehbaren Klangkörper der Kirche und der Stadt. \nAnnika Kahrs bringt verschiedene Facetten aus Berlin zum Klingen. Wie bei einem Chor stehen die Klänge dabei nicht nur für sich allein. Sie sind auch nebeneinander\, übereinander und miteinander zu hören. \nDie Sounds und Kompositionen der Installation greifen die Geschichte und die gesellschaftliche Bedeutung des Ortes auf. Mit Field Recordings\, die Annika Kahrs in unterschiedlichen Berliner Bezirken selbst aufgenommen hat\, trägt sie heutige Klänge aus Berlin in die Nikolaikirche. Diese vereinen sich zu einem losen Chor der Stadt. Die Kirche wird zum Resonanzraum für Berlin. \nAnnika Kahrs (geboren 1984) lebt und arbeitet in Berlin. In ihren Performances\, Videos und Sound-Installationen erforscht sie\, wie Musik funktioniert und welche Rolle sie in unserem Zusammenleben spielt. Dabei arbeitet Kahrs oft über die Grenzen einzelner Disziplinen hinweg und fragt\, wie Klang soziale\, politische und ökonomische Zusammenhänge prägt. \nLaufzeit: 2. Oktober 2026 – 18. April 2027 \nEröffnung\nDonnerstag\, 1. Oktober 2026\, ab 18 Uhr\, öffentlich und kostenfrei (mit Gast Jasmine Guffond). Zur Eröffnung \nAusstellungsdauer\n2. Oktober 2026 bis 18. April 2027 \nOrt\nMuseum Nikolaikirche\, Nikolaikirchplatz\, 10178 Berlin\nSound-Installation: Mo–Mi 12–18 Uhr\, Do 12–20 Uhr\, Fr 12–17 Uhr\, Sa+So 10–18 Uhr\nEintritt 7 Euro\, unter 18 Jahren frei \n
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SUMMARY:Sol Namgung – „Everybody Knows This is Nowhere“
DESCRIPTION:\n\nDie FWR Galerie präsentiert ihre zweite Einzelausstellung mit der südkoreanischen Künstlerin Sol Namgung. Unter dem Titel „Everybody Knows This is Nowhere“ sind in Berlin ihre neuesten Malereien auf Leinwand zu sehen. \nLiebe Sol\, Deine zweite Soloshow bei FWR Galerie trägt den Titel Everybody Knows This Is Nowhere. Dies ist auch der Titel einer Malerei in der Ausstellung\, einem Mittelformat\, das von kreisförmig angeordneten Dreiecksformen in dunklen Blautönen geprägt ist. Es könnten die Silhouetten von Bäumen oder Bergen sein. Mittig glüht eine Art Lichtung im magischen Übergang von Gelb Orange-Rosé. Der Titel greift Neil Youngs bekanntestes Album (1969) auf. Inwiefern ist Musik für dieses Bild und deine Arbeit im Studio inspirierend? \nIch höre meistens Musik ohne Text\, wie z.B. Ambient Musik\, cinematische Musik und Klassik\, um eine Atmosphäre für ein Bild und im Atelier zu inszenieren. Dann beginne ich ein Bild mit einer passenden Farbe\, die zur Stimmung passt\, ohne Vorlage. Tagelang\, wochenlang schaue ich mir das Bild an und fülle es Schritt für Schritt. Ich male mal schnell und mal langsam und lost. Das Bild mit dem Ausstellungstitel stand lange in einer Ecke im Atelier. An einem Abend habe ich das Album Everybody Knows This Is Nowhere von Neil Young auf dem Schallplattenspieler meines Freundes gehört. Als ich dem Lied mit demselben Titel lauschte\, ist mir das „verlorene“ Bild eingefallen\, und auf einmal hatte ich einen Titel dafür. Genauso sind meine Malereien keine Abbildungen von einem bestimmten Ort\, sondern ein Raum\, wo gesehene Landschaft eine neue erschafft. Ein Ort\, der existiert\, aber nicht wirklich ist. Der Titel des Lieds hat quasi bei mir „angeklopft“. Und so verwandelt sich manchmal ein Wort\, ein Satz oder eben ein Liedtitel in ein Bild. \nVor deinen Bildern stehend gerät man ins Träumen. Was sich auf den ersten Blick als Landschaft präsentiert – hier ein See\, dort Bäume\, Büsche\, weiters Himmel\, Sonne\, Mond -\, wirkt beim zweiten Hinschauen unwirklich. Himmel und Meer tragen spiegelbildlich dasselbe Blau\, oder Sonne und Mondsichel stehen zeitgleich in einem karminroten Farbgrund\, ein perlenartiges Band schiebt sich vor den Horizont. Woher nimmst du deine landschaftlichen Impressionen? Und wie kommt es zu den surrealen Momenten in deiner Bilderwelt? \nIch nehme oft die Landschaften als Bildmotive\, die ich gerne betrachte. In meiner Heimat Chuncheon in Korea sehe ich die Berge aus dem Fenster. Egal\, wohin ich laufe\, stehen die Berge um mich herum\, während die Stadt mit Gebäuden\, Autos\, Straßen und Menschen voll ist. Natur wirkt hier wie eine Leerstelle. Und so kann mein Blick abseits der Hektik der Stadt sich ausruhen auf den Bergen\, den Bäumen\, dem Meer und dem Himmel. Auch auf meinen Reisen suche ich die Ruhe der Landschaft\, fern vom Lärm. Ich mache oft Fotos von Ausschnitten des Himmels\, dem Panorama. Immer wieder finde ich neue\, ungewöhnliche Perspektiven und erlerne dadurch die Dynamik der Linien\, neue Farben und Formen. Bilder vom Tag\, Bilder in der Nacht – ich sammle verschiedene\, und aus den Afterimages entsteht dann eine neuartige Landschaft. Vielleicht entsteht dadurch der surreale\, entrückte Eindruck. \nDein Farbauftrag ist besonders. Du gibst die Ölfarbe auf die pure Leinwand\, in nur einer Berührung. Es ist \,als ob deine Malerei „atmet“. Haben dein Handwerk und die daraus resultierende Ästhetik womöglich Verbindungen zur koreansichen Malerei – oder auch dem Film\, Mode? \nFrüher hatte ich keine Kenntnisse über koreanische Malerei. Seit ich in den USA und Deutschland Kunstmuseen besucht und die westliche Kunst erlebt habe\, fand ich erst meinen Geschmack heraus. Danach habe ich oft Ausstellungen der koreanischen alten und modernen Malerei in Korea besucht\, um die Kunst meiner Herkunft aus neuen Perspektiven zu betrachten. Die Materialien der traditionellen koreanischen Malerei sind Wasser\, Muk (Tusche) und koreanisches Papier. Die Pinselstriche werden in einem Zug entschieden. Die Stellen\, die nicht bemalt werden\, bleiben leer und trocken. Die Leere ist ein wesentlicher Teil der Komposition\, da sie das Bild atmen lässt. Es ist eine entschiedene Malerei\, die entleert und dadurch gefüllt ist. Durch das Anschauen solcher Werke habe ich das Füllen und Leeren\, und den Charme der trockenen Oberfläche des Bildes kennengelernt. Seither bin ich in die moderne Malerei von Lee Ufan\, Yun Hyong-keun und Yoo Young-kuk verliebt. Sie ist ruhig\, dramatisch\, schlicht und pathetisch. Ich möchte auch solche Bilder malen\, die das Essentielle zur Sprache kommen lassen.\n\nDeine Bildkompositionen oszillieren zwischen Figuration und Abstraktion. Anlass für diese Indifferenz ist deine auffallend minimalistische Formensprache. Visuelle Unschärfen lassen Vorder-und Hintergrund sowie die Grenze zwischen Farbe und Motiv verschwimmen. Alles im Bild wirkt losgelöst von Raum und Zeit. Folgst du in deiner Bildgestaltung einem zuvor festgelegten Konzept\, gibt es Vorstudien? Oder lässt du dich in einem intuitiven Prozess leiten? \nMein jüngstes Reiseziel wird oft zum Motiv für eine neue Werkreihe. Es können Berge\, das Meer\, ein Garten\, der letzte Sonnenaufgang oder auch nur eine Hecke oder ein einzelner Vogel am Himmel sein\, die ich zuletzt beeindruckt angeschaut habe. Ich male ohne Skizzen oder Zeichnungen als Vorlage. Das Malen ist für mich keine Aufgabe\, bei der ich festen Vorgaben folge\, sondern ich erlaube mir die Zeit für einen freien Ausdruck. Beim Malen wird die erlebte Landschaft von mir innerlich verarbeitet. Manchmal dauert es bei einem Bild zwei Tage oder mal ein halbes Jahr. Jedes Bild hat sein eigenes Tempo. Im Lauf des Prozesses kann das eigentliche Bildmotiv in der Farbe verschwinden\, die Grenze zwischen Vorder- und Hintergrund verunklaren\, und dadurch ein neuers Zeit-/ Raumkontinuum auf der Leinwand entstehen. Durch den langsamen und konstanten Prozess sehe ich schließlich\, wie meine Malerei das Bild formt. \nDeine Malerei wirkt wahrhaftig und tief ergreifend. Angesichts deines wiederkehrenden Motivs von der „Welle“ fühlte ich mich erinnert an eine Erzählung der koreanischen Dichterin Han Kang: „(…) In der Entfernung wirkt das Meer eher gleichmäßig bewegt\, und die Wellenkämme erinnern an die Schuppen unzähliger Fische. Myriaden glitzernder Partikel\, die ständig hin und her gewälzt werden – doch nichts ist unendlich.“ In diesen Worten verbindet sich leise Poesie gepaart mit Melancholie\, die von der Widerstandskraft des menschlichen Daseins erzählt. Welche persönlichen Empfindungen gehen in deine Malerei ein? Und welche Beobachtungen zur Befindlichkeit des Menschen heute machst du? \nIch bin glücklich und doch besorgt. Unglücklich und vergnügt zugleich. Leid und Hoffnung bestehen nebeneinander. Ich denke\, es gibt keinen absoluten Zustand. Nur das Dazwischen. Freude wie Leid vergehen. In dieser Verschwommenheit versuche ich trotzdem\, nicht pessimistisch zu sein. Ich kreiere mir kleine Wünsche und erste Erfolge. Ich richte meinen Blick hier und dorthin und lerne die Welt immer weiter kennen. Malerei ist für mich eine Spiegelung von Gedanken\, die sich nicht in Worte fassen lassen. Es ist meine Art und Weise\, Bedeutungen im Sonnenaufgang und in den endlosen Wellen zu finden und dem zu folgen\, was mich bewegt. Heutzutage gibt es die Neigung\, etwas Ultimatives und Absolutes zu verfolgen. In diesem Entweder-oder-Phänomen sehe ich vor allem Trennendes. Ich versuche hingegen nicht zu vergessen\, dass in allem immer auch eine andere Seite oder etwas dazwischen verborgen. \nSol Namgung – „Everybody Knows This is Nowhere“\n\n\n\n9. Oktober 2026 – 28. November 2026 \n\n\n\nFWR Galerie \n\n\n
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SUMMARY:Rubens\, Jordaens\, van Dyck – Flämische Meisterzeichnungen
DESCRIPTION:Erstmals nach fünfzig Jahren präsentiert das Kupferstichkabinett wieder eine Ausstellung mit mehr als 100 herausragenden Zeichnungen von 28 flämischen Künstlern aus seinem Bestand. Die oft erstaunlich malerischen\, kraftvollen Zeichnungen entstanden zwischen 1570 und 1650 und erlauben faszinierende Einblicke in den kreativen Schaffensprozess\, entstanden sie doch selten als Selbstzweck\, sondern vielmehr in Vorbereitung für ein auszuführendes Werk. Die beeindruckende Breite der Themen reicht von christlichen und allegorischen Szenen über mythologische und historische Motive bis hin zu Genreszenen\, Porträts\, Stillleben und Landschaften. \nErgänzung der Kunstleben Berlin Redaktion: \nDie Flämischen Meisterzeichnungen im Kupferstichkabinett sind vom 10. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027 am Kulturforum im Berliner Bezirk Tiergarten zu sehen. Das Kupferstichkabinett gehört zu den Staatlichen Museen zu Berlin. Der Eintritt zur Sonderausstellung kostet 8 Euro\, ermäßigt 4 Euro. \nAusstellungsdauer\n10. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027 \nOrt\nKupferstichkabinett\, Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz / Matthäikirchplatz\, 10785 Berlin\nEintritt 8 Euro\, ermäßigt 4 Euro \n
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SUMMARY:Busch in Berlin in der Pforte
DESCRIPTION:Unter der Leitung von Prof. Folke Köbberling präsentiert sich das Institut für Architekturbezogene Kunst (IAK) der TU Braunschweig in Berlin. Das Institut\, welches liebevoll als „Busch“ bezeichnet wird\, verfolgt konzeptionelle und interdisziplinäre Ansätze. In den letzten Jahren haben sich drei zentrale Schwerpunkte herausgebildet: Nachwachsende Rohstoffe\, Co-Habitate und Erbschaften. Wechselnde Ausstellungen in der Pforte geben einen Einblick in diese Themenbereiche und initiieren einen Dialog über zeitgenössische künstlerische Herausforderungen in der Architektur\, Kunst und Lehre. \nNachwachsende Rohstoffe (10.10. – 28.11.2026)\nDas Themengebiet Nachwachsende Rohstoffe beschäftigt sich mit regenerativen Materialien und betrachtet diese nicht nur als nachhaltige Alternativen. Anhand von Arbeiten aus Rohwolle\, Mycelium und Lehm werden bauliche\, räumliche und ästhetische Möglichkeiten von biobasierten Werkstoffen präsentiert. \nCo-Habitate (5.12.2026 – 30.1.2027)\nDas IAK befindet sich in einem Betongebäude mitten im Querumer Forst. Studentische Projekte fragen danach\, wie im Institut Räume entstehen können\, die nicht ausschließlich aus menschlicher Perspektive gedacht sind und die somit Szenarien des Miteinanders ermöglichen. Co-Habitate widmet sich dem Zusammenleben verschiedener Lebensformen und betrachtet Architektur als Gefüge von Beziehungen zwischen Menschen\, Tieren\, Pflanzen und Mikroorganismen. \nErbschaften (10.2. – 31.3.2027)\nErbschaften blickt auf die Geschichte des Instituts selbst und befragt diesen Raum aus heutiger Perspektive. Das Institutsgebäude\, von 1942 bis 1945 Institut für baulichen Luftschutz im Nationalsozialismus\, ist Ausgangspunkt und eigenständiger Protagonist der interdisziplinären Forschung\, die sich u.a. mit Bunkerbau und dem Einsatz von Zwangsarbeit auseinandersetzt. \nZusätzlich zu den Ausstellungen in der Pforte wird eine Installation aus Rohwolle von Folke Köbberling im öffentlichen Raum zu sehen sein.\nDas Veranstaltungsprogramm fördert den Austausch zwischen Busch und Berlin und lädt Expert:innen ein\, zu den Diskursen in den jeweiligen Themengebieten beizutragen. Studierende des IAKs stellen ihre Seminararbeiten im Rahmen der Ausstellungsreihe sowie einer abschließenden Präsentation vor. \n
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