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SUMMARY:KÄTHE TO GO im Käthe-Kollwitz-Museum.
DESCRIPTION:Das Käthe-Kollwitz-Museum zieht in den Theaterbau am Schloss Charlottenburg!\nWährend der Umzugsphase bietet das Museum in seinem KOLLWITZ GUIDE eine digitale Stadttour der besonderen Art an. Mit KÄTHE TO GO kann man Orte in Berlin entdecken\, von denen Käthe Kollwitz sich inspirieren ließ oder an denen sie künstlerisch arbeitete. Ihr Leben lang befasste sich Kollwitz mit Themen wie Tod\, Elend\, Schmerz und Ungerechtigkeit. Sie besuchte beispielsweise die Insassinnen des Frauengefängnisses in der Barnimstraße oder begleitete skizzierend den Kohlenstreik im Wedding.\nEinige Orte ihrer Inspirationen existieren heute nahezu unverändert\, andere sind nicht mehr wieder zu erkennen. KÄTHE TO GO ermöglicht\, sich im Berliner Stadtraum auf Kollwitz‘ Spuren zu begeben und ihrer Geschichte nachzuspüren. Außerdem finden Sie im KOLLWITZ GUIDE eine Preview zur neuen Sammlungspräsentation im Theaterbau.\nZum KOLLWITZ GUIDE gelangt man über die Webseite: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/ oder über folgenden Link: https://tinyurl.com/2aff4vqp \n
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SUMMARY:LOVE LETTERS TO THE CITY
DESCRIPTION:LOVE LETTERS TO THE CITY zeigt Werke von über fünfzig internationalen und in Berlin lebenden Streetartists\, die das transformative Potenzial von Kunst im öffentlichen Raum nutzen. Städte sind mehr als Beton und Asphalt\, sie pulsieren voller Geschichten\, Träume und Gefühle. Die neue Ausstellung im URBAN NATION\, kuratiert von Michelle Houston\, ist eine Hommage an die Stadt und eine Einladung\, unsere urbanen Lebensräume mit einem neuen Blick zu erforschen. Themen wie Urbanisierung\, Gentrifizierung\, Umweltzerstörung und soziale Ungleichheit verlangen einen kritischen Diskurs\, der die Entwicklung der Gesellschaft im positiven Sinne beeinflussen soll. Wie verändert Kunst die Sichtweise auf den öffentlichen Raum? Welche Veränderungen kann Kunst in der Stadt anstoßen? Auf welche Methoden greifen die Künstlerinnen und Künstler zurück\, um eine entsprechende Wirkung zu entfalten? \nTeilnehmende Künstler: 2501\, Aniruddh Mehta\, Banksy\, Blek le Rat\, Bordalo II\, Carlos Mare aka Mare139\, Chop ’em Down Films\, Crash\, Dan Witz\, Daze\, Drew.Lab_One\, Elfo\, Evol\, HA Schult\, HOGRE\, Isaac Zavale\, James Reka\, Jaune\, Jazoo Yang\, Joel Daniel Phillips\, Johannnes Mundinger\, Jordan Seiler\, Kenny Scharf\, Lady Pink\, Liviu Bulea\, Martha Cooper\, Matthew Grabelsky\, MILLO\, Moses & Taps\, Nika Kramer\, Octavi Serra\, Owen Dippie\, OX\, PAINTING DHAKA Project\, Paradox\, Rocco and his brothers\, Sebas Velasco\, Shepard Fairey\, Stephanie Buer\, Stiftung Berliner Mauer\, Stipan Tadić\, Susanna Jerger\, Tats Cru\, THE WA\, Vhils und Zhang Dali. \nLOVE LETTERS TO THE CITY\n14. September 2024 – 30. Mai 2027 \nURBAN NATION \n
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SUMMARY:Kunst in Berlin. 1880 – 1980 Dauerausstellung
DESCRIPTION:Der Rundgang ist eine Zeitreise durch Berlin: Kaiserreich\, Weimarer Republik\, nationalsozialistische Diktatur\, Neuanfang nach 1945\, Kalter Krieg in der geteilten Stadt und die sich im Schatten der Mauer in Ost und West entwickelnden alternativen Gesellschafts- und Lebensentwürfe. In Ost-Berlin bildete sich ab den späten 1970er Jahren eine alternative Kulturszene aus. In West-Berlin zogen die aggressiven Werke der Neuen Wilden ab Ende der 1970er Jahre erneut international Aufmerksamkeit auf die geteilte Stadt. \nTastmodelle\, ein taktiles Bodenleitsystem sowie ein Mediaguide mit Bildbeschreibungen und Hinweisen zur Wegeführung ermöglichen es\, die Kunst auf vielfältige Weise zu erleben. Blinden und sehbehinderten Menschen bietet sich damit ein barrierefreier Zugang in der Ausstellung. \n
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LOCATION:Berlinische Galerie\, Alte Jakobstraße 124 – 128\, Berlin\, 10969
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SUMMARY:Ready for take-off: Ab Juni 2025 eröffnet die Modellfläche TXL Raum für Clubkultur\, Kreativität und neue Visionen
DESCRIPTION:Aus dem stillgelegten Flughafen Tegel erwacht auch dieses Jahr wieder ein lebendiger Ort für Kunst und Kultur zum Leben! Ab Juni 2025 öffnet die Modellfläche TXL erneut ihr Gate – für Clubkultur\, kreative Begegnungen und unvergessliche Erlebnisse. Wo früher Flugzeuge abhoben\, wird nun ein einzigartiger Raum für Musik und urbane Visionen weiterentwickelt. Nun sucht die Clubcommission einen geeigneten Betreiber:innenakteur. \nIn einer Zeit zunehmender städtischer Verdichtung und ansteigender Gewerbemieten öffnet die Modellfläche TXL erneut ihre Tore\, um öffentlich zugängliche Räume für Clubkultur zu schaffen und zu bewahren. Seit 2023 steht auf dem Gelände des ehemaligen Catering-Gebäudes eine Open-Air-Fläche für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Nun wird das Gemeinschaftsprojekt unter Führung der Clubcommission ausgeweitet: Ein neuer Betreiber:innenakteur soll die Außen- und Innenbereiche langfristig für Kunst und Clubkultur nutzen. Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen Betriebsmodells für ein interdisziplinäres Zentrum für Clubkultur mit Nutzungen sämtlicher Kultursparten und Akteur:innen der Urbanen Praxis. \nDer Flughafen Tegel war 46 Jahre lang ein zentraler Verkehrsknotenpunkt – zunächst als Tor nach West-Berlin\, später als Hauptstadtflughafen. Das mittlerweile unter Denkmalschutz stehende markante Catering-Gebäude („Gebäude I“) aus den 1960er Jahren\, bekannt für seine ikonische orangefarbene Architektur\, ist heute einer der wenigen kulturellen Standorte im Entwicklungsgebiet Urban Tech Republic. Umgeben von Flächen\, die für Forschung\, Industrie oder Erholung gedacht sind\, soll auf dem ehemaligen Rollfeld des Flughafens das fast 3.700 Quadratmeter große Gelände erneut für vielfältige inklusive Veranstaltungsformate wie Live-Musik\, Tanzveranstaltungen\, Performances\, Filmvorführungen\, Workshops und Theateraufführungen zur Verfügung stehen. Ab Ende 2025 soll erstmals auch ein Teil des Innenbereichs hinzukommen\, um ganzjährig nutzbare clubkulturelle Räume zu schaffen. \nVom 17. April bis 17. Mai 2025 haben erfahrene Veranstalter:innen aus Berlin die Chance\, sich für die Bespielung der Modellfläche TXL zu bewerben. Der Betrieb ist zunächst für mindestens drei Jahre bis Mitte 2028 geplant\, mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Eine unabhängige\, fünfköpfige Jury aus Expert:innen der Clubkultur und Urbanen Praxis wählt das passende Betreiber:innenkollektiv aus\, das im Juni 2025 bekannt gegeben wird. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein ganzheitliches\, wirtschaftlich tragfähiges Konzept\, das sowohl den Innen- als auch den Außenbereich umfasst und bis Ende 2025 für die folgenden Jahre ausgearbeitet wird. Alle Informationen zur Ausschreibung sind auf der Website txl.clubkultur.berlin zu finden. Die Entwicklung der Modellfläche TXL wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieser Prozess wird umgesetzt von der Clubcommission Berlin e.V. in Kooperation mit der Kulturraum Berlin gGmbH und der Geschäftsstelle des Berliner Projektfonds Urbane Praxis der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung. \nJoe Chialo\, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin„Das ehemalige Flughafengelände Tegel entwickelt sich weiter zu einem lebendigen\, vielseitigen Kulturquartier. Mit der Modellfläche TXL entsteht ein einzigartiger Ort\, der Clubkultur\, Kunst und urbane Praxis verbindet. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt dieses Vorhaben\, um kulturelle Vielfalt von Anfang an in die Stadtentwicklung einzubinden und einen neuen\, offenen Kulturraum für Berlin zu schaffen.“ \nEmiko Gejic\, Pressesprecherin Clubcommission Berlin e.V.„Die Berliner Clubkultur lebt von Freiräumen – und genau solche Räume müssen aktiv gesichert und neu geschaffen werden. Die Umnutzung des Areals der ehemaligen Cateringgebäudes für kulturelle Zwecke trägt dazu bei\, Berlins vielfältige Kulturlandschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir freuen uns\, dass dieses Projekt fortgesetzt wird und wir gemeinsam mit unseren Partner:innen ein nachhaltiges Modell für Clubkultur und Urbane Praxis gestalten können.“ \nDr. Yann Kersaint\, Co-Koordination Berliner Projektfonds Urbane Praxis / Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung \n\n„In Zeiten von Ressourcenknappheit und Raummangel ist es für die Berliner Kulturlandschaft besonders wichtig\, nicht-kommerzielle Kulturorte zu entwickeln und sie für Berliner*innen zugänglich zu machen. Die Modellfläche TXL steht für eine moderne und einzigartige Form der Kulturellen Stadtentwicklung mit Strahlkraft in die ganze Welt. Wir freuen uns mit diesem Modellprojekt\, Kulturakteur:innen auf dem Weg in die Professionalisierung unterstützen zu können.“ \n\nTXL im Steigflug – Ein neuer Abschnitt für die Clubkultur\nStart: Juni 2025 \nGelände des ehemaligen Flughafens Tegel (TXL) \n
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CATEGORIES:Begleitprogramm zur Ausstellung
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SUMMARY:Gestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
DESCRIPTION:„Gestalten für Berlin“ blickt auf einen zentralen Aspekt des Designs: die Ausbildung von Gestalter*innen. Dafür kooperiert das Werkbundarchiv – Museum der Dinge mit der weißensee kunsthochschule berlin\, die im Jahr 2026 ihr 80. Jubiläum feiert. 1946 im Berliner Nordosten innerhalb der sowjetischen Besatzungszone gegründet\, steht die Hochschule für die Geschichte Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg – mit allen Auf- und Umbrüchen. \nAls Hochschule für angewandte Kunst versteht sich Weißensee seinerzeit als Pendant zu einer Kunstakademie. Die „Angewandten“ setzen im alltäglichen Leben an: Hier ist die Not in der kriegszerstörten Stadt am größten. Alle Künste – Malerei\, Plastik\, Grafik\, Bühnenbild\, Mode und Textil\, Keramik und industrielle Gestaltung – beziehen sich auf die Architektur und die Lebenswelt. In ihrer Ausrichtung wird die Hochschule geprägt von Gestalter*innen der Moderne wie Herbert Hirche\, Mart Stam oder Selman Selmanagić. Ihre Ansätze für die Lehre – gemeinsames Grundlagenstudium\, enger Praxisbezug und fächerübergreifendes Arbeiten – gelten bis heute. \nGestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee\n16. April 2026 – 22. Februar 2027 \nWerkbundarchiv – Museum der Dinge \n
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SUMMARY:Multiples Weiß
DESCRIPTION:Die Jubiläumsausstellung zum fünfjährigen Bestehen des Museums Haus des Papiers vereint drei Ausstellungen unter einem Dach. Die Hauptausstellung Multiple Weiß verbindet aktuelle Ankäufe des Paper Art Awards mit ausgewählten künstlerischen Positionen\, hinzu kommen die Sonderschau Fiber Future Lab sowie unsere internationale Sonderausstellung Collage – Farbe und Fläche. Sie lädt ein zu einem gemeinsamen Blick auf Sichtbarkeit\, Materialität und die Frage\, welche Geschichten wir erzählen – und welche nicht. \nMit dem Paper Art Award zeichnet das Museum Haus des Papiers seit sechs Jahren herausragende Positionen der zeitgenössischen Papierkunst aus. Die aktuellen Ankäufe erweitern die Sammlung um neue Perspektiven und werden erstmals im Rahmen von Multiples Weiß präsentiert. \nDie Sonderschau Fiber Future Lab widmet sich aktuellen Entwicklungen im Bereich papier- und faserbasierter Nachhaltigkeit\, Materialforschung und Zukunftstechnologie. \nDie internationale Sonderausstellung Collage – Farbe und Fläche präsentiert über 40 zeitgenössische künstlerische Positionen mit Leihgaben aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus. \nAus diesem Ausruf entwickelte sich inzwischen auch die internationale Initiative Club Collega (clubcollega.eu). \nTeilnehmende Kunstschaffende sind: \nMultiples Weiß\nAstrid Busch\, Christiane Feser\, Cem Bora\, Dirk Krecker\, Goekhan Erdogan\, Harriet Groß\, Hendrik Czakainski\, Hideaki Yamanobe\, Inka Bell\, Justina Moncevičiūtė\, Leiko Ikemura\, Sang Mi Lee\, Philipp Hölzgen\, Xenia Lesniewski \nCollage – Fläche und Farbe\nAndrea Pöter\, Andrey Krasulin\, Anke Meixner\, Annett Franke\, Annette Zobel\, Barbara Höller\, Bettina Bradt\, Brian Hegarty\, Cath Duncan\, Christina Eva Walz\, Christine Huizenga\, Clara Zimmermann\, Edina Picco\, Egbert Ackermann\, Elisabeth Sonneck\, Elizabeth Carlsson\, Ellen Ribbe\, Emanuela Martucci\, Enikő Czigány\, Fiene Scharp\, Franziska Teufel\, Ilka Raupach\, Irene Wölfl\, Janina Lamberty\, Jens Rausch\, Jörg Schmitz\, Josefien Alkema\, Julia Sossinka\, Katerina Mandarik\, Kirstin Rabe\, Krystyna Steffens\, Lola Giancarelli\, Maria Elisa Quiaro\, Meike Andresen\, Micaela Zellhofer\, Roberta Bonfield\, Roland Barth\, Silke Janas\, Ulrike von der Osten\, Veronika Steiner Begleitet durch Arbeiten von: Henning Eichinger\, Max Ernst\n(Leihgaben aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus) \nFiber Future Lab\nAnna Handick\, Alexandra Fruhstorfer\, Eva Bullermann\, Jessica Maria Toliver\, Nicholas Plunkett\, Loop\nBiotech\, Releaf Paper\, System 180 (in Kooperation mit Ligno Light u. Respan Projekt)\, TU München Lehrstuhl für Biogene Polymere \n
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SUMMARY:THOMAS BILLHARDT - DIE AUGEN WEIT OFFEN
DESCRIPTION:Fotografiska Berlin präsentiert vom 28. August 2026 bis zum 7. Februar 2027 die Ausstellung Die Augen weit offen mit 280 Fotografien von Thomas Billhardt. Die Ausstellung zeigt zentrale Serien des 2025 verstorbenen Fotografen mit Fokus auf die Jahre 1959 bis 1972. Sie verdeutlichen den Facettenreichtum seines Werks. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Galerie CAMERA WORK entstanden. \nThomas Billhardt bereiste bereits seit den 1960er Jahren als Reportagefotograf internationale Krisenregionen. Dabei gelang es ihm\, trotz der Nähe zu staatlichen Autoritäten seine fotografische Unabhängigkeit und seinen humanistischen Blick zu bewahren. Mehrfach versuchte die Stasi\, ihn als Informanten zu gewinnen\, doch er lehnte eine Zusammenarbeit stets ab. Internationale Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine Reportagen aus Vietnam und Kuba\, in denen er das Leben der Menschen jenseits politischer Vorurteile dokumentierte. Im Zentrum seiner Arbeit stand die Frage\, wie Menschen ihre Menschlichkeit bewahren können\, wenn sie von zerstörerischen politischen und gesellschaftlichen Strukturen umgeben sind. \nSeine internationalen Reportagen stehen in der Ausstellung den Berliner Aufnahmen gegenüber\, insbesondere seinen wiederkehrenden Fotografien vom Alexanderplatz. Dort dokumentierte Billhardt über Jahrzehnte hinweg den Wandel der Stadt – von Baustellen und Verkehr bis hin zum politischen und alltäglichen Leben. Seine Bilder zeigen dabei die Zwischentöne und die Dynamik hinter der offiziellen DDR-Fassade und stellen festgefahrene Vorstellungen über das Leben im sozialistischen Staat infrage. \nNach der Wende arbeitete Billhardt unter anderem für UNICEF und begleitete Hilfsprojekte in verschiedenen asiatischen Ländern. \nThomas Billhardt (1937–2025) gehört zu den bedeutendsten deutschen Dokumentarfotografen der Nachkriegsgeschichte. Seine fotografische Ausbildung begann bereits im Alter von 14 Jahren bei seiner Mutter in Chemnitz\, die eine wichtige zeitgenössische Porträtfotografin war. Nach dem Studium in Magdeburg und Leipzig arbeitete er zunächst als Werksfotograf sowie als Verlagsfotograf für Postkarten. Seine Diplomarbeit über den Berliner Alexanderplatz markierte den Beginn einer lebenslangen Beschäftigung mit diesem historischen Ort. Als freischaffender Fotojournalist bereiste Billhardt insgesamt 49 Länder und begleitete dabei auch offizielle Staatsbesuche von Spitzenpolitikern. Weltbekannt wurde er unter anderem durch seine Berichte aus dem Vietnamkrieg. Im Laufe seines Lebens erschienen zahlreiche Bücher\, die sein umfangreiches Schaffen dokumentieren. Internationale Ausstellungen in Städten wie London\, Moskau\, Hanoi und New York zeigten seine Fotografien. Das Lebenswerk bis 1999 von Thomas Billhardt befindet sich im Besitz der CAMERA WORK AG. \nFotografiska ist ein internationaler Treffpunkt für Fotografie\, visuelle Kunst und Kultur. Für alle. Geleitet von der Mission\, neue Perspektiven zu eröffnen – mit Standorten in Stockholm\, Berlin\, Shanghai\, Tallinn und bald in Shenzhen und Oslo – fungiert jedes Fotografiska-Museum als lebendiger Knotenpunkt\, an dem sich Kultur und Community verbinden und die Art und Weise verändern\, wie Besuchern fotografischer und visueller Kunst begegnen. 2010 in Stockholm gegründet\, widmet sich Fotografiska der Aufgabe\, durch erstklassige\, wechselnde Ausstellungen und ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm neue Sichtweisen zu inspirieren. Mehr als ein Museum schafft Fotografiska kulturelle Räume\, die Kreativität\, Innovation und vielfältige künstlerische Stimmen durch die unvergleichliche Kraft der Fotografie feiern. \nCAMERA WORK\nDie in Berlin ansässige Galerie CAMERA WORK wurde 1997 gegründet und zählt heute zu den weltweit führenden Galerien für Fotokunst. Angelehnt an den historisch geprägten Galerienamen folgt das Unternehmen von Beginn an der Philosophie\, neben den bekanntesten Künstlern der Fotografiegeschichte wie Diane Arbus\, Richard Avedon\, Patrick Demarchelier\, Peter Lindbergh\, Helmut Newton\, Irving Penn\, Man Ray\, Herb Ritts und Albert Watson auch junge zeitgenössische Künstler zu vertreten und in Ausstellungen zu zeigen\, um die Fotokunst als eigenständige Gattung innerhalb der bildenden Künste zu manifestieren und neuen Positionen Raum zu geben. Neben den Schwerpunkten Mode-\, Akt- und Porträtfotografie fokussiert sich CAMERA WORK auf die Bereiche Staged Photography\, Architektur und Stillleben. Dabei vertritt CAMERA WORK zahlreiche renommierte zeitgenössische Künstler in Deutschland\, Europa oder weltweit exklusiv\, u. a. Jean-Baptiste Huynh\, Russell James\, Chris Levine\, Eugenio Recuenco\, Martin Schoeller\, Christian Tagliavini\, Ruud van Empel\, Dean West und David Yarrow. \nUm eine Auswahl zeitgenössischer Künstler auf dem Kunstmarkt zu etablieren und in das Portfolio von CAMERA WORK aufzunehmen\, führte CAMERA WORK von 2012 bis 2019 die Kunstgalerie CWC GALLERY in Berlin. CAMERA WORK ist regelmäßig auf international führenden Kunstmessen vertreten\, darunter Paris Photo\, Zona Maco in Mexico City\, Art Central Hong Kong\, Art Miami und Photo London. \nSeit 2020 führt CAMERA WORK die CAMERA WORK Virtual Gallery – eine innovative und hochqualitative Online-Galerie\, in der Kunstsammler sowie alle Kunstinteressierten exklusive Ausstellungen erleben: www.camerawork.de/virtualgallery. \nMit dem CAMERA WORK Lab\, das im Frühjahr 2026 etabliert wurde\, bietet die Galerie im Rahmen mehrerer Präsentationen im Jahr eine ausgewählte Fläche für gattungsübergreifende fotografische Positionen externer aufstrebender Künstler. \nDie 2001 gegründete CAMERA WORK AG besitzt eine der weltweit umfassendsten und qualitativ bedeutendsten Fotokunstsammlungen in Privatbesitz mit zahlreichen Vintage-Arbeiten der namhaftesten Fotokünstler vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Von 2006 bis 2019 führte die CAMERA WORK AG das Museum THE KENNEDYS in Berlin. \nAufgrund besserer Lesbarkeit wird im Text das generische Maskulinum verwendet. Dies bezieht sich zugleich auf die männliche\, die weibliche und andere Geschlechteridentitäten. \nTHOMAS BILLHARDT – DIE AUGEN WEIT OFFEN\n28. August 2026 – 7. Februar 2027 \nCamera Work \n
URL:https://www.kunstleben-berlin.de/event/thomas-billhardt-die-augen-weit-offen/
LOCATION:CAMERA WORK\, Kantstraße 149\, Berlin\, Berlin\, 10623\, Deutschland
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SUMMARY:Courage: Schwestern im Geiste
DESCRIPTION:Die Prater Galerie war ein zentraler Ort für zeitgenössische Kunst in Ost-Berlin und eng mit dem Zentrum für Kunstausstellungen der DDR (ZfK) vernetzt\, wobei Werke aus der DDR und osteuropäischen Ländern in Austauschprozessen zirkulierten. „Courage: Schwestern im Geiste“ kehrt die historische Unterrepräsentation von Künstlerinnen um und zeigt ausschließlich künstlerische Positionen von Frauen\, die gesellschaftliche und politische Fragen kritisch verhandeln. \nHistorische und aktuelle Arbeiten verbinden sich dabei zu einem differenzierten Blick auf Widerstand\, Erinnerung und Selbstorganisation in unterschiedlichen politischen Kontexten. Im Zentrum stehen künstlerische Praktiken\, die Machtstrukturen\, Exil\, Repression\, Solidarität und feministische Freiheitsbewegungen reflektieren. So entsteht ein vielstimmiges Bild von Courage als Haltung\, die Kunst sowohl politisch als auch als kritisches Korrektiv versteht. \n„Courage: Schwestern im Geiste“ ist Teil der ifa-Ausstellungsreihe „Publik Machen: Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR“. Das Projekt untersucht in sechs Kapiteln die Arbeit des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK)\, dessen grafischer Sammlungsbestand 1991 an das ifa überging. Das ZfK verband staatliche Kulturpolitik mit internationalem Austausch und eröffnet heute neue Perspektiven auf das Verhältnis von Kunst und Politik. Die Ausstellungsreihe findet 2026 in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Dresden und fünf Berliner Ausstellungshäusern statt: Prater Galerie\, ifa-Galerie Berlin\, Schloss Biesdorf\, KVOST\, Galerie im Turm. In Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung. \nÜber die Prater Galerie\nDie Prater Galerie besteht aus drei gleichberechtigten Bereichen – der physischen Galerie\, Prater Digital und dem Bereich der Kulturellen Bildung. Die kommunale Prater Galerie existiert mit wenigen Unterbrechungen seit 1967 in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg\, einem der bekanntesten und pulsierendsten Stadtteile Berlins. Sie widmet sich Themen der Gegenwart in einem breiteren postsozialistischen\, postmigrantischen und globalen Kontext und wirft gleichzeitig einen interessierten Blick zurück auf die Kunst im Ost-Berlin der 1960er bis 1990er Jahre. Ein besonderer Programmfokus liegt auf internationaler zeitgenössischer Kunst\, insbesondere Kunst aus dem östlichen Europa. Gemeinsam mit Künstler:innen\, Kurator:innen und Akteur:innen aus dem (zivil-)gesellschaftlichen Umfeld möchte sie einen offenen Kunstort für die Nachbarschaft und darüber hinaus etablieren. \nCourage: Schwestern im Geiste\n4. September 2026 – 3. Januar 2027Eröffnung: 3. September 2026\, 18 Uhr \nPrater Galerie \n
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SUMMARY:Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart
DESCRIPTION:Das Jüdische Museum Berlin zeigt (JMB) vom 4. September an die Ausstellung Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart. Sie geht vom Heute aus\, von einer Situation\, die oft als bedrückend und ausweglos wahrgenommen wird. In dieser Lage regen zwölf künstlerische Projekte dazu an\, dem Status quo andere Vorstellungen entgegenzusetzen: geschichtlich überlieferte\, neue und eigene. Das Publikum ist eingeladen\, die eigene Vorstellungskraft zu erkunden\, ihre Grenzen und Beschädigungen wahrzunehmen\, ihr verschüttetes Potenzial wachzurufen. Die Perspektive der jüdischen Minderheit\, die im Lauf ihrer Geschichte vielen unerträglichen Gegenwarten standhalten musste\, ist einer ihrer Ausgangspunkte. Das Gegenteil von Jetzt fragt nach einer Umkehr\, einem Gegenteil\, einem besseren Leben für alle. \nDie Ausstellung bildet den Höhepunkt des Museumsprogramms anlässlich des 25-jährigen Jubiläums. Die gezeigten Kunstprojekte wurden eigens für die Jubiläumsausstellung entwickelt – von Yael Bartana\, Andrea Büttner\, Chto Delat International\, Arnold Dreyblatt\, William Forsythe\, Dana Kavelina\, Alexander Kluge\, Daniel Laufer\, Dor Zlekha Levy\, Ari Benjamin Meyers\, Alona Rodeh und Eran Schaerf. Das Museum hat allen Künstler*innen vorab ein Radiogespräch von 1964 an die Hand gegeben\, in dem Ernst Bloch und Theodor W. Adorno Möglichkeiten der Utopie heute diskutierten. Die Philosophen jüdischer Abstammung hatten vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen müssen. Einig sind sich die beiden darüber\, dass sich das Bestehende im Ganzen ändern müsste. Das Bessere lässt sich nicht im Ganzen „auspinseln“\, aber das Gespür für die Richtung\, in der es zu finden wäre\, lässt sich schulen. \nDiesen Bezug auf das Ganze greift Das Gegenteil von Jetzt auf. Die Arbeiten fragen nach grundsätzlicher Erneuerung als subjektiver Erfahrung und kollektivem Ziel. Yael Bartana\, Andrea Büttner\, Arnold Dreyblatt\, Alexander Kluge und Daniel Laufer knüpfen an messianische Überlieferungen an\, an Konzepte von Umkehr\, Hoffnung und Erlösung\, die sich in der jüdischen Geschichte immer wieder mit erfahrener Not und Verfolgung verschränkt haben. Ari Benjamin Meyers erinnert daran\, dass Erneuerung jederzeit möglich ist: Die Sängerinnen seines Chors der Zeitastronauten sind über 90 Jahre alt. Sie werden in den Räumen der Ausstellung immer weiter proben\, immer wieder neu ansetzen. Die Ukrainerin Dana Kavelina\, die russische Exilkünstlerinnengruppe Chto Delat International\, die Israelis Dor Zlekha Levy und Alona Rodeh reflektieren die Funktion utopischen Denkens in einer aktuellen Krisenlage. Eran Schaerf – ebenfalls israelischer Herkunft – erinnert an die Autorin Jacqueline Kahanoff und ihr Modell des Levantinismus: ein am östlichen Rand des Mittelmeers verankertes\, aber vergessenes Nebeneinander von Mehr- und Minderheiten\, das sich an jedem Ort anders zusammensetzt. William Forsythes choreografische Anweisungen schließlich demonstrieren\, dass der Bruch mit bestehenden Mustern zutiefst verunsichert\, vielleicht auch scheitert\, und dennoch von jedem vollzogen werden kann. \nDie Realisierung der Ausstellung wird maßgeblich ermöglicht durch die FREUNDE DES JMB. Weitere Unterstützung erhält das Projekt durch die Aventis Foundation\, die Berliner Sparkasse und die Stiftung am Grunewald. \nBeitragsbild: Yael Bartana\, The Birds (Die Vögel)\, Videostill\, 2026; Courtesy of Annet Gelink Gallery\, Amsterdam; Sommer Contemporary Art\, Tel Aviv; Galleria Raffaella Cortese\, Milan; Petzel Gallery\, New York; Capitain Petzel\, Berlin and Cecilia Hillström Gallery\, Stockholm \nDas Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart\n4. September 2026 – 10. Januar 2027 \nJüdisches Museum Berlin\n
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SUMMARY:Guerrilla Girls
DESCRIPTION:Der Einsatz von provokanten Slogans und visuell hervorstechenden Plakatkampagnen sind zu Markenzeichen der Guerrilla Girls geworden. Ihre anonyme Präsenz – die Mitglieder des Kollektivs sind stets mit Gorillamasken verkleidet – ist ein radikaler Akt in einer von Ego und Ruhm getriebenen Kunstwelt. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Fragestellungen zum Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Aktivismus lohnt sich ein erneuter Blick auf die wegweisende Praxis der Guerrilla Girls. \nn.b.k. Fassade\nEröffnung: Mittwoch\, 9. September\, 18:00 Uhr\nKurator: Sergio Edelsztein \n
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LOCATION:Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)\, Chausseestrasse 128 / 129\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:Arash Nassiri – A Bug’s Life bei Fluentum
DESCRIPTION:Mit A Bug’s Life von Arash Nassiri präsentiert Fluentum die erste institutionelle Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers in Deutschland. Im Mittelpunkt steht der gleichnamige Film\, ergänzt durch eine Serie neuer Arbeiten. \nDer Film A Bug’s Life wurde gemeinsam mit Chisenhale Gallery\, London und der Fondation Pernod Ricard\, Paris in Auftrag gegeben und unternimmt eine surreale Reise durch eine opulente Villa in Beverly Hills. Das Gebäude zählt zu den letzten Beispielen eines einst prägenden und später verbotenen Baustils der iranischen Diaspora\, die sich infolge der iranischen Revolution von 1979 in den USA niederließ. Ein Insekt aus Holz wandert durch das palastartige Interieur und lauscht Gesprächsfragmenten\, die das Zuhause als einen Ort von sozialen Aufstiegsfantasien und Ausschlüssen inszenieren\, an dem sich persönliche und architektonische Geschichten überlagern. \nNachdem die Ausstellung bei Chisenhale Gallery in London und der Fondation Pernod Ricard in Paris zu sehen war\, eröffnet sie am 9. September 2026 bei Fluentum im Rahmen der Berlin Art Week. Während der Laufzeit erscheint ein Künstlerbuch von Arash Nassiri. Anhand von Archivmaterialien\, wissenschaftlichen und literarischen Texten sowie Nassiris visueller Recherche zu A Bug’s Life zeichnet die Publikation die Geschichte jener spezifischen iranisch-amerikanischen Bauweise nach\, die den Ausgangspunkt für den Film bildet. \nErgänzung der Kunstleben Berlin Redaktion:\nArash Nassiri bei Fluentum ist vom 9. September bis 12. Dezember 2026 zu sehen. Fluentum sitzt in der Clayallee 174 in Berlin-Dahlem im Bezirk Steglitz-Zehlendorf\, in einem ehemaligen Hauptquartier der US-Armee. Das Haus ist eine private Sammlung und ein Ausstellungsort für zeitbasierte Kunst\, also für Film\, Video und verwandte Formate. \n
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SUMMARY:Maurizio Cattelan - NIGHT
DESCRIPTION:Mit NIGHT präsentiert die Neue Nationalgalerie die erste große Einzelausstellung des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan in Deutschland. Die Ausstellung findet im Rahmen des Preis der Nationalgalerie 2026 statt\, für den Maurizio Cattelan von einer internationalen Jury ausgewählt wurde. Sie vereint wichtige historische Werke Cattelans und neue Arbeiten in dem ikonischen Mies van der Rohe-Gebäude.\n\nSeit den frühen 1990er-Jahren zählt Maurizio Cattelan (*1960 in Padua) zu den prägenden Stimmen der internationalen Gegenwartskunst. Seine Arbeiten greifen vertraute Bilder auf\, die tief im kollektiven Gedächtnis verankert sind\, und verschieben deren Bedeutung durch minimale\, oft irritierende Eingriffe. Dabei widmet sich Cattelan Themen\, die gesellschaftlich\, historisch oder emotional besonders aufgeladen sind: Religion\, Kindheit\, Autorität und generationsübergreifende kollektive Traumata. Mit einer Bildsprache\, die zwischen Ironie\, Provokation\, Überzeichnung und formaler Reduktion oszilliert\, hinterfragt er etablierte Narrative und eröffnet neue Perspektiven auf Erinnerung\, Glauben und gesellschaftliche Machtstrukturen. Mit NIGHT kehrt Maurizio Cattelan nach Berlin zurück – zwanzig Jahre nachdem er die 4. Berlin Biennale mitkuratierte.\n\nDie Ausstellung vereint Schlüsselwerke wie Him (2001)\, Novecento (1997)\, La Rivoluzione Siamo Noi (2000) und das von Günter Grass’ Die Blechtrommel inspirierte Untitled (2003) mit neuen Arbeiten. Gemeinsam verhandeln sie zentrale Motive in Cattelans Schaffen: die fragile Grenze zwischen Unschuld und Gewalt\, die Konstruktion von Identität sowie die fortwährende Präsenz historischer Erinnerung.\n\nIm Mittelpunkt der Ausstellung steht eine eigens für die Neue Nationalgalerie entwickelte ortsspezifische Installation. Mit dieser neuen Auftragsarbeit greift Cattelan behutsam in die räumliche Ordnung des Hauses ein\, verändert so die Art und Weise\, wie das Gebäude genutzt und erlebt wird\, und eröffnet neue Formen der Begegnung. Vertraute Ausstellungsformen treten zugunsten einer Präsentation zurück\, die von Aufmerksamkeit\, Reflexion und gemeinsamer Erfahrung geprägt ist. Dadurch verschieben sich die Beziehungen zwischen Werk\, Publikum und Architektur.\n\nDie von Mies van der Rohe entworfene Neue Nationalgalerie in Berlin bildet hierfür einen besonderen Resonanzraum. Ihre ikonische Architektur wird nicht nur zum Ausstellungsort\, sondern selbst zum aktiven Bestandteil der Inszenierung und prägt maßgeblich die Wahrnehmung und Erfahrung der gezeigten Arbeiten.\n\nIn Berlin präsentiert\, entfaltet sich NIGHT in einem deutschen Kontext\, der von vielschichtigen historischen Erfahrungen und fortwährenden Prozessen des Erinnerns geprägt ist. Während gesellschaftliche Narrative über Generationen hinweg immer wieder neu befragt werden\, tritt Cattelans Werk in ein Spannungsfeld ein\, in dem Bilder\, Symbole und Formen der Repräsentation weiterhin aktiv verhandelt werden.\n\nMAURIZIO CATTELAN. NIGHT wird kuratiert von Lisa Botti\, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie\, mit Klaus Biesenbach\, Direktor der Neuen Nationalgalerie\, in enger Zusammenarbeit mit Maurizio Cattelan.\n\nKlaus Biesenbach erklärt: „Als jemand\, der in Deutschland geboren wurde und den Großteil seines Erwachsenenlebens im Ausland verbracht hat\, hatte Maurizio Cattelans Werk für mich immer schon eine sehr deutsche Leseart. Him bezog sich für mich auch auf den Kniefall von Willy Brandt\, Little Drummer Boy erinnerte mich an die Blechtrommel und natürlich war Joseph Beuys‘ Filzanzug eine meiner ersten Begegnungen mit der Kunstwelt\, da ich nur wenige Kilometer von Beuys‘ Wirkungsstätte entfernt aufgewachsen bin. Nun werden wir Cattelans Werk in Berlin erleben – in jener Stadt\, die in meiner Vorstellung auf seltsame Weise bereits der gedankliche Ursprung vieler dieser Werke war. Und selbst dieses Gebäude\, der Mies-Bau\, den viele als Tempel bezeichnen\, wird nun als Kirche zu einem Teil und Gegenstand dieser Ausstellung.”\n\nLisa Botti ergänzt: „Diese Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit Maurizio Cattelan über einen längeren Zeitraum hinweg. Dazu gehörten wiederholte Besuche in Berlin sowie ein fortlaufender Austausch über die Neue Nationalgalerie und ihren historischen Kontext. Speziell für diesen Ort konzipiert\, vereint die Ausstellung bestehende Werke und neue Auftragsarbeiten\, die unmittelbar auf ihren Standort Bezug nehmen. Der Titel NIGHT („Nacht“) verweist auf einen Zustand\, in dem Dinge nicht unbedingt verborgen sind\, sondern auf andere Weise wahrgenommen werden. Im gedämpften Licht des Abends können vertraute Formen fremd erscheinen\, während zuvor übersehene Details plötzlich in den Fokus rücken.“\n\nDer Preis der Nationalgalerie\, im Jahr 2000 von den FREUNDEN der Nationalgalerie initiiert\, hat sich in den vergangenen 25 Jahren als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in Deutschland etabliert und würdigt Künstler*innen\, die die nationale und internationale Kunstlandschaft nachhaltig prägen.\n\n2026 tritt der Preis der Nationalgalerie mit dem Umzug in die Neue Nationalgalerie in eine neue Phase ein und bietet eine*r Künstler*in die einmalige Gelegenheit\, eine fokussierte und ambitionierte Ausstellung in der ikonischen Glashalle zu realisieren. Das Format spiegelt den Anspruch der Nationalgalerie wider\, bedeutende Kunst nach Berlin zu bringen.\n\n„Wir freuen uns sehr\, Maurizio Cattelans Werk im Rahmen dieses neuen Kapitels des Preises zum ersten Mal in Berlin in dieser Tiefe zu zeigen“\, so Christian Kohorst\, Vorsitzender der FREUNDE der Nationalgalerie. „Künstler*innen einem neuen und breiteren Publikum zugänglich zu machen\, ist genau das\, worum es beim Preis der Nationalgalerie geht – und dies ergänzt unsere kontinuierliche Förderung aufstrebender Positionen durch Ankäufe\, Auftragsarbeiten\, Ausstellungen und Bildungsprogramme.“\n\nDie Jury für den Preis der Nationalgalerie 2026 setzt sich zusammen aus Emma Lavigne (Direktorin der Pinault-Sammlung\, Paris) und Sam Keller (Direktor der Fondation Beyeler\, Basel) sowie Klaus Biesenbach (Direktor der Neuen Nationalgalerie). Neben den Jurymitgliedern waren auch die Kurator*innen der Nationalgalerie und die Mitglieder der FREUNDE der Nationalgalerie vorschlagsberechtigt.\n\nDie Ausstellung im Rahmen des Preis der Nationalgalerie wird ermöglicht von den FREUNDEN der Nationalgalerie und gefördert durch BMW.\nMaurizio Cattelan – NIGHT\n10. September 2026 – 7. März 2027 \nNeue Nationalgalerie \n
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SUMMARY:Ryuichi Sakamoto. seeing sound\, hearing time
DESCRIPTION:\n„Ryuichi Sakamoto. seeing sound\, hearing time“ im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart ist die erste große Retrospektive des Komponisten und Künstlers in Europa. Ryuichi Sakamoto gilt als Pionier der elektronischen und experimentellen Musik\, der die Grenzen zwischen Klang\, Film\, Performance und bildender Kunst immer wieder neu definierte. Seit den 2000er-Jahren entwickelte er dreidimensionale Klangräume\, oft in Zusammenarbeit mit internationalen Künstler*innen wie Shiro Takatani und Carsten Nicolai oder dem Filmemacher Apichatpong Weerasethakul. „Ryuichi Sakamoto. seeing sound\, hearing time“ zeigt sieben Werke in fünf großformatigen Installationen und eröffnet zur Berlin Art Week. Die Ausstellung rückt die Schnittstelle von Klang und Kunst ins Zentrum\, die seit seiner Gründung vor 30 Jahren ein Markenzeichen des Hamburger Bahnhof ist.\n\nDer Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart zeigt auf rund 1.500 Quadratmeter in den Rieckhallen sieben Werke in fünf großformatige Installationen des Komponisten und Künstlers Ryuichi Sakamoto. „IS YOUR TIME“ (2017)\, in der ein durch den Tsunami 2011 zerstörtes Klavier zum Objekt für Klänge wird\, beruht auf digital umgewandelten seismologischen Daten von Erdbeben weltweit in Echtzeit. Weitere Installationen sind ausgehend von seinem Album „async“ (2017) in enger Kooperation mit dem Künstler Shiro Takatani und dem Filmmacher Apichatpong Weerasethakul entstanden. Zwei Filme von Carsten Nicolai in der Ausstellung verwenden Musik des letzten Albums „12“ von Sakamoto\, ein Klangtagebuch\, das er 2021 bis 2022 aufgenommen hat.\n\nRyuichi Sakamoto (1952-2023) war ein Komponist\, Produzent und Künstler\, geboren in Tokio. 1978 debütierte er mit dem Album „Thousand Knives“ und war Mitbegründer der legendären Techno-Gruppe Yellow Magic Orchestra. Sein vielfältiges Schaffen umfasst Popalben\, viele klassische Werke\, zwei Opern und fast 45 Original-Film- und TV-Soundtracks. Für seine Filmmusik erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen\, darunter einen Oscar\, zwei Golden Globes und einen Grammy. Auch in der Kunstwelt war Sakamoto aktiv: Seine Arbeiten wurden weltweit in Museen gezeigt (Seoul\, 2018; Peking\, 2021; Chengdu\, 2023–2024; Tokio\, 2024–2025; Phuket\, 2026; Hong Kong 2026). Als Aktivist engagierte er sich jahrzehntelang für Umweltschutz und Weltfrieden. Er gründete die Organisation „more trees“ zur Waldrettung und das „Tohoku Youth Orchestra“\, um die Opfer des Tohoku-Erdbebens durch Musik zu unterstützen. Sakamoto starb am 28. März 2023.\n\nDie Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm\, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen\, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13.–15.11.\, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist.\n\nBegleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhof\, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano.\n\n\nRyuichi Sakamoto. seeing sound\, hearing time\n\n11. September 2026 – 20. Juni 2027\n\nHamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart\n
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LOCATION:Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin\, Invalidenstraße 50–51\, Berlin\, 10557\, Deutschland
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SUMMARY:Jeewi Lee: Residual Memories. GASAG Kunstpreis 2026
DESCRIPTION:Im Rahmen des GASAG Kunstpreises 2026 präsentiert die Berlinische Galerie die erste institutionelle Einzelausstellung von Jeewi Lee in Berlin. \nIn ihren Werkserien aus Papierarbeiten\, Skulpturen\, ortsspezifischen Installationen und Interventionen verwendet die Künstlerin einfache\, scheinbar wertlose Materialien\, in die sich Spuren von Zeit und Vergänglichkeit als Erinnerungen eingeschrieben haben. Diese Spuren bilden den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung\, die wissenschaftliche Materialuntersuchungen mit Aspekten taoistischer Philosophie und individueller Mythologie verbindet und daraus poetische\, meditative Bildwelten entstehen lässt. \nUnter dem Titel „Residual Memories“ richtet die Preisträgerin ihren Blick auf Sand\, ein Material\, das alltäglich erscheint und doch globale Bedeutung hat. Sand besteht aus Mineralien\, Gestein\, organischen Überresten und zunehmend auch Mikroplastik. Er steckt in Beton\, Glas\, Mikrochips und Wasserfiltern und bildet die Grundlage unserer gebauten Umwelt. Zugleich wird er weltweit in einem solchen Ausmaß verbraucht\, dass er zu einer immer knapperen Ressource wird. \nField of Fragments \nDie Ausstellung nimmt ihren Ausgang bei den seriellen Gemälden „Field of Fragments“\, die Lee seit 2022 entwickelt. Diese Arbeiten bestehen aus Sand von Küstenregionen\, in denen sich die Künstlerin über einen längeren Zeitraum aufgehalten hat. Auf den ersten Blick erinnert die Serie an die amerikanische Hard-Edge- und Colour-Field-Malerei der 1960er Jahre: klare Formen\, minimale Kompositionen und eine Konzentration auf Farbe und Form. Anders als bei einem klassischen Colour-Field-Gemälde ergibt sich der Farbton jeder dieser Arbeiten jedoch vollständig aus der natürlichen Farbe des gewählten Sandes\, dessen Herkunftsort im Titel genannt wird. \nDadurch tragen diese Gemälde konkrete Orte\, die persönliche Erfahrung der Künstlerin und geologische Prozesse in sich. Sand zeigt sich hier nicht als neutrales Medium\, sondern als Sediment einer Landschaft und als Speicher von Zeit\, Erinnerung und Raum. \nSandkörner und Suseok \nSeit 2024 arbeitet die Künstlerin mit dem Geometrieforscher Phillip C. Reiner zusammen\, um skulpturale Arbeiten zu schaffen\, bei denen einzelne Sandkörner mittels Nano-Computertomografie gescannt werden. In einer künstlerischen Übersetzung durchlaufen diese Scans anschließend eine komplexe digitale Bearbeitung und werden mithilfe eines speziellen Druckverfahrens bis zu 3.000-fach vergrößert. Die Vergrößerungen legen die feinsten Details jedes Korns offen und machen sichtbar\, was dem bloßen Auge sonst verborgen bleibt. Die so entstandenen Skulpturen ermöglichen es den Betrachtenden\, Struktur und Form jedes Korns als räumliche Erfahrung zu erleben. Zugleich wecken sie Assoziationen an reale Felsen oder Findlinge und an koreanische Suseok\, Steine\, die an Miniaturgebirge erinnern und in traditionellen koreanischen Gärten zu finden sind. Weitere Arbeiten\, ebenfalls gemeinsam mit Phillip C. Reiner entwickelt\, nutzen die Querschnitte aus den Scans\, um Dichte und Zusammensetzung der Körner als charakteristische\, ortsspezifische Merkmale sichtbar zu machen. Auf diese Weise hat Jeewi Lee ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Material von der Oberfläche ins Innere des Korns erweitert. \nEine Gartenlandschaft in der Halle \nIn der Eingangshalle der Berlinischen Galerie hat Lee aus all diesen Werkgruppen eine immersive Gesamtinstallation komponiert. Gemälde\, Videos\, Skulpturen und Sandfelder verschmelzen hier\, ergänzt um Klang und Licht\, zu einer Landschaft von dystopischer und zugleich kontemplativer Anmutung. Die scheinbar zufälligen Sandflächen auf dem Boden und die vergrößerten Sandkörner fügen sich zu einer wohlgeordneten Szenografie\, die an die Anlage asiatischer Gärten erinnert und die Besucher*innen einlädt\, Teil der Choreografie zu werden. Die Lichtgestaltung entstand gemeinsam mit Thorsten Kosellek. Die 60-minütige Klanginstallation stammt von dem Komponisten und Klangkünstler Jared Meier-Klodt. Die für diese Komposition verwendeten Aufnahmen von Sand entstanden in alltäglichen\, natürlichen und industriellen Umgebungen. Meier-Klodt zerlegt die Aufnahmen in Millisekunden kurze akustische Partikel\, sogenannte Sound Grains\, und setzt sie zu neuen\, vielschichtigen Texturen zusammen. Die Ausstellung wird im Rahmen der Berlin Art Week 2026 eröffnet. \nAusstellungsdauer\n11. September 2026 bis 5. April 2027 \nOrt\nBerlinische Galerie\nAlte Jakobstraße 124–128\, 10969 Berlin\nMittwoch bis Montag 10 bis 18 Uhr\, dienstags geschlossen\nEintritt 12 Euro\, ermäßigt 7 Euro\, frei bis 18 Jahre \n
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SUMMARY:Geteiltes Leben. Kunst und Migration in Berlin - Ephraim-Palais
DESCRIPTION:Wie lebt es sich zwischen Orten\, Sprachen und Erinnerungen? Die Ausstellung „Geteiltes Leben. Kunst und Migration in Berlin“ zeigt vom 11. September 2026 bis 7. Februar 2027 im Ephraim-Palais künstlerische Perspektiven auf Migration und Exil in Berlin. Mit Gemälden\, Grafiken\, Filmen und Skulpturen von den 1970er Jahren bis heute macht sie sichtbar\, wie eng Berliner Kunst- und Migrationsgeschichte miteinander verbunden sind. \nMenschen mit Migrations- und Exil-Erfahrungen haben die Berliner Kunst- und Kulturszene über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Dennoch standen ihre Beiträge in der jüngeren Kunstgeschichte bislang nur selten im Mittelpunkt. Diesen Geschichten widmet sich die Ausstellung „Geteiltes Leben“. Dafür haben die Kuratorinnen Christine Heidemann und Aurora Rodonò\, zusammen mit Pia Dressler und Antonia Welch Guerra\, Werke aus der Sammlung des Berlin Museums neu erschlossen\, Leihgaben zusammengeführt sowie Gespräche mit Künstler:innen und Zeitzeug:innen geführt. \nIm Zentrum stehen neun künstlerische bzw. literarische Positionen: Cecilia Boisier\, Santos Chávez\, Ximena Ferrer Pizarro\, Evelyn Kuwertz\, Ertekin Özcan\, Minh Duc Pham\, Núria Quevedo\, Chetna Vora und Hanefi Yeter. Die Künstler:innen kamen aus unterschiedlichen Gründen nach Berlin – im Zusammenhang mit Arbeitsmigration\, als politische Exilant:innen oder zum Studium. Ihre Werke erzählen von Erfahrungen des Ankommens\, von Zugehörigkeit und Ausgrenzung\, von Erinnerungen an andere Orte sowie von den Möglichkeiten\, sich in einer neuen Umgebung ein Leben aufzubauen. Das Verhältnis zwischen Selbst- und Außenwahrnehmung sowie Momente des Sehens und Gesehenwerdens spielen in vielen der Kunstwerke eine zentrale Rolle. \nDer Schwerpunkt liegt auf Arbeiten aus Ost- und West-Berlin seit den 1970er Jahren. Zwei jüngere Positionen erweitern den Blick um postmigrantische Perspektiven und zeigen\, wie Fragen von Herkunft\, Identität und gesellschaftlicher Teilhabe bis heute weiterwirken. Archivmaterialien und Audio-Interviews ergänzen die Kunstwerke und eröffnen persönliche sowie transnationale Perspektiven auf Berliner Geschichte und Geschichten. \nZwischen dem Hier und dem Dort \nDer Titel der Ausstellung ist einem Gedicht des Autors Ertekin Özcan entlehnt. „Geteiltes Leben“ beschreibt das Leben zwischen dem Hier und dem Dort\, zwischen Herkunft und Gegenwart. Gleichzeitig verweist der Titel auf die Geschichte einer Stadt\, die über Jahrzehnte geteilt war und deren kulturelle Entwicklung durch Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Lebenswelten geprägt wurde und wird. \nDie Ausstellung fragt\, welche Spuren Migration und Exil in der Berliner Kunst hinterlassen\, welche Unterschiede die Erfahrungen in Ost- und West-Berlin geprägt haben und welche Rolle Netzwerke\, gemeinsame Räume und Selbstorganisation für Künstler:innen spielten. Zugleich zeigt sie Berlin als eine Stadt\, deren kulturelle Vielfalt ohne diese Geschichten nicht zu verstehen ist. \n„Geteiltes Leben. Kunst und Migration in Berlin“ ist Teil des Themenschwerpunkts Migrationsgeschichte des Berlin Museums. Dazu gehört auch die von Burcu Dogramaci und Manuel Gogos kuratierte Ausstellung „Tapetenwechsel. Migration und Mobiliar seit 1960“\, die noch bis zum 3. Januar 2027 im Ephraim-Palais zu sehen ist. Parallel zeigt der Gropius Bau die Ausstellung „Kreuzberg: Kunst und Migration seit 1960“\, kuratiert von Gürsoy Doğtaş und Patrizia Dander\, mit Sonja Borstner und Elena Franziska Setzer. Einige der beteiligten Künstler:innen sind in beiden Häusern vertreten. \nLaufzeit\n11. September 2026 bis 7. Februar 2027\nOrt\nEphraim-Palais\, Poststraße 16\, 10178 Berlin \nDie Ausstellung ist gefördert durch die Julius Bötzow Stiftung und wird im Rahmen der Berlin Art Week präsentiert. \n
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SUMMARY:Nicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis 36. Bienal de São Paulo\, Berlin Edition
DESCRIPTION:Mit der Ausstellung Nicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis kommt die 36. Bienal de São Paulo nach Berlin ins Haus der Kulturen der Welt (HKW). Zum ersten Mal überhaupt findet damit eine der ältesten und bedeutendsten Kunstbiennalen auch in Deutschland statt. Die speziell für Berlin konzipierte Edition präsentiert eine eigenständige Konstellation künstlerischer Positionen\, darunter neu entwickelte\, adaptierte und ortsspezifische Arbeiten. \nAusgehend von Conceição Evaristos Gedicht ‚Da calma e do silêncio‘ (‚Über Ruhe und Stille‘)\, in dem sie schreibt: ‚Nicht alle Reisenden / folgen Wegen. / Es gibt verborgene Welten\, / in die nur die Stille / der Poesie vordringt.‘\, begreift die Ausstellung das Zuhören als einen wesentlichen Aspekt einer Praxis der Humanität. Durch ein solches intensives Einstimmen kann es gelingen\, sich für Beziehungen zu öffnen\, in Relation zu treten – mit anderen Wesen\, auch mit Landstrichen und Wasserläufen\, mit den über viele Generationen reichenden Herkünften\, die wir in uns tragen – und Räume des Zusammenlebens und der Fürsorge zu schaffen. \nDieser Begriff der Relation verbindet nicht nur die Städte São Paulo und Berlin\, sondern insbesondere die jeweiligen Ausstellungsorte miteinander. Entworfen als modernistisches Wahrzeichen\, befindet sich Oscar Niemeyers Biennale-Pavillon in São Paulos Ibirapuera-Park\, der von den Wassern des Córrego do Sapateiro geprägt ist. Das aus derselben Epoche stammende Gebäude des HKW\, die von Hugh Stubbins entworfene ehemalige Kongresshalle\, liegt am Rande des Berliner Tiergartens am Ufer der Spree. Beide Orte bilden poröse Schwellen zwischen Architektur und Landschaft\, Innerem und Äußerem\, menschlichen und mehr-als-menschlichen Welten. Hier gewinnt die zentrale Ausstellungsmetapher des Ästuars – des Mündungsgebiets eines Flusses – besonders an Bedeutung: als ein Schauplatz\, an dem sich unterschiedliche Gewässer begegnen und der durch Kultivierung\, Wechselbeziehungen\, Gegenseitigkeit und geteilte Verletzlichkeiten die Lebensgrundlage für eine Vielzahl an Lebewesen bildet. \nDie Ausstellung denkt Humanität als Verb – als eine lebendige Praxis\, die eine Neuaushandlung und den Abbau von vorherrschenden Asymmetrien ermöglichen kann. In ihren Installationen\, Performances\, Soundarbeiten\, Erzählungen und räumlichen Interventionen setzen sich die teilnehmenden Künstler*innen kritisch mit den politischen und kolonialen Vermächtnissen auseinander\, die in die Moderne eingelagert sind. Dabei artikulieren sie – von São Paulo bis nach Berlin und darüberhinaus – Formen des Widerstands gegen Entmenschlichung\, Raubbau an der Natur und monokulturelles Denken. Zugleich kultivieren die Arbeiten Gesten der Fürsorge\, des Kümmerns und des Füreinandereinstehens\, die über das Menschliche hinausreichen und sich auf tierisches und pflanzliches Leben\, auf Erinnerung und Geist erstrecken. Schönheit tritt hier in Erscheinung als eine politische Kraft\, die verwurzelt ist im Gewöhnlichen\, im Zerbrochenen und im Unvollendeten. \nNicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis ist eine Einladung\, sich auf die Suche nach den Spuren einer solchen Praxis zu begeben. Welche Pfade schlagen wir dabei ein? Auf welche Weise können wir es uns erlauben\, vom Weg abzuweichen\, die Straße hinter uns zu lassen\, in die Irre zu schweifen\, uns zu verlieren und andere Welten zu finden? Mit mehr als 30 internationalen Künstler*innen aus einem weitgefassten Spektrum von Praxen bildet die Berlin Edition eine komprimierte Version der 36. Bienal de São Paulo. Die Ausstellung ist ein Plädoyer für Freude\, für die Kraft der Imagination und für das Träumen\, nicht als Eskapismus\, sondern als lebendige Formen der Konjugation von Humanität. \nMit: \nMalika Agueznay\, Akinbode Akinbiyi\, Leo Asemota\, Maria Auxiliadora\, Aline Baiana\, María Magdalena Campos-Pons\, Rebeca Carapiá\, Manauara Clandestina\, Christopher Cozier\, Gervane de Paula\, Théodore Diouf\, Juliana dos Santos\, Cevdet Erek\, Theo Eshetu\, Tanka Fonta\, Forensic Architecture\, Laila Hida\, Lynn Hershman Leeson\, Mao Ishikawa\, Julianknxx\, Lidia Lisbôa\, Mohamed Melehi\, Emeka Ogboh\, Olu Oguibe\, Alberto Pitta\, Edival Ramosa\, Ana Raylander Mártis dos Anjos\, Ming Smith\, Sérgio Soarez\, Chaïbia Talal\, Wolfgang Tillmans \nKonzipiert von Bonaventure Soh Bejeng Ndikung zusammen mit den Ko-Kuratorinnen Alya Sebti\, Anna Roberta Goetz und Thiago de Paula Souza\, der Ko-Kuratorin-at-large Keyna Eleison\, der Strategie- und Kommmunkationsberaterin Henriette Gallus und den stellvertretenden Ko-Kurator*innen André Pitol und Leonardo Matsuhei. Die Berlin Edition wird kuratiert von Alya Sebti. \nNicht alle Reisenden folgen Wegen – Humanität als Praxis 36. Bienal de São Paulo\, Berlin Edition\n12. September 2026 – 6. Dezember 2026 \nHaus der Kulturen der Welt (HKW) \n
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SUMMARY:Vom Alltagszauber - Amnon David Ar
DESCRIPTION:Amnon David Ars aus der Beobachtung heraus kreierte Werke sind von einem surrealen Hyperrealismus geprägt\, die den Blick der Betrachtenden bewusst auf Dinge am Rande unserer Aufmerksamkeit lenken. Der Ausstellungstitel „Vom Alltagszauber“ verweist auf Ars Suche nach der Sinnlichkeit und Poesie des Alltäglichen\, der Schönheit von Licht und Materie\, dem Vergehen der Zeit und der persönlichen Beziehung\, in der wir zu unserer Umgebung stehen. Kurt Mühlenhaupt malte das Berlin des 20. Jahrhunderts mit derselben ehrlichen Haltung.\n\nDurch eine echte künstlerische Begegnung wird Mühlenhaupts Werk sowie das gleichnamige Museum in Berlin-Kreuzberg zu einem historischen Resonanzraum für Amnon David Ars Kunst. Ein Raum\, der Kindheitsszenen und Spielzeug gewidmet ist\, steht in Korrespondenz mit Mühlenhaupts naiven grafischen Arbeiten und schafft einen Dialog zwischen den fantasievollen und zutiefst persönlichen Bildwelten der beiden Künstler.\n\nDer in Israel geborene Künstler Amnon David Ar begann seine Laufbahn als Illustrator und Karikaturist\, widmete sich jedoch schon früh eigenen künstlerischen Arbeiten. Diese präsentierte er bereits in internationalen Einzelausstellungen. Seit 2013 lebt und arbeitet er in Berlin. Gemeinsam mit seinem Partner\, dem Konzertpianisten Yehuda Inbar ist Ar Mitbegründer der Responses Culture Society e.V.\, einer in Berlin ansässigen gemeinnützigen Organisation\, die interdisziplinäre Kunst sowie die Werte von Demokratie\, sozialer Gleichheit und Frieden fördert. Die Organisation hat durch Konzerte und kulturelle Veranstaltungen Spenden für israelische und palästinensische humanitäre und Friedensorganisationen gesammelt und gestaltet in Zusammenarbeit mit dem KinderKulturMonat und den Berliner Märchentagen 2026 das Rahmenprogramm zur Ausstellung.\nVom Alltagszauber – Amnon David Ar\n12. September 2026 – 10. Januar 2027 \nKurt Mühlenhaupt Museum \n
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SUMMARY:Ramona Schacht: Vom Bauhaus auf die Krim. Eine Bildbefragung zu Alfred Ehrhardts Tabakserien
DESCRIPTION:Erstmals zeigt die Alfred Ehrhardt Stiftung die historischen Industriefotografien von Alfred Ehrhardt (1901-1984) in einem völlig neuen\, zeitgenössischen Licht. Zwischen 1954 und 1963 fertigte Ehrhardt im Auftrag des Tabakkonzerns Reemtsma & Co. zahlreiche filmische und fotografische Arbeiten an. Diese Werke blieben bislang weitgehend unbeachtet und stehen in Kontrast zu seinen bekannten\, freikünstlerischen Natur- und Landschaftsaufnahmen. Die bisher kaum ausgestellten Dokumente bilden das Fundament für die neueste Arbeit Photography’s Claim to Property. Bilder im Auftrag Reemtsmas der Leipziger Künstlerin Ramona Schacht (*1989). Schacht setzt sich intensiv mit den dargestellten Arbeitswelten auseinander und hinterfragt\, welche politischen\, ökonomischen sowie körperlichen Ordnungen in diesen Bildern sichtbar werden\, und welche verdeckt bleiben. Der Rohstoff Tabak ist dabei in Form von selbst gezogenen Pflanzen in der gesamten Ausstellung präsent. \nEhrhardts Film Die Welt des Tabaks (1956) sowie die parallel dazu entstandenen Fotografien\, die ebenfalls Teil der Ausstellung sind\, dokumentieren verschiedene Produktionsräume des Tabaks. Die Reise führt vom ursprünglichen Tabakanbau in Mazedonien über die technologische Modernität US-amerikanischer Fabriken bis nach Hamburg\, um die Produktionskraft des Reemtsma-Konzerns zu inszenieren. Ausgehend davon führte Schacht umfangreiche Recherchen im Reemtsma-Fotoarchiv sowie in weiteren Archiven zur Tabakproduktion der 1920er bis 1950er Jahre durch und verschiebt somit den Blick vom einzelnen Dokument hin zu übergreifenden Bildordnungen. Ihre künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Archivmaterial ist bewusst fragmentarisch angelegt\, da kein einzelnes Bild heute die gesamte historische Realität tragen kann. Statt einer geschlossenen Erzählung sucht sie nach wiederkehrenden Strukturen wie spezifischen Haltungen\, Blickachsen\, Abständen\, Reihungen und Körperordnungen. Aus einer gesellschaftskritischen Perspektive untersucht sie\, wie weibliche Arbeit in Ehrhardts Bildern zugleich sichtbar gemacht und bewertet wird. \nIm Film tritt die weibliche Arbeit vor allem in Masse und Rhythmus auf. Auf dieser Beobachtung basieren die ersten beiden Werkgruppen\, für die Schacht direkte Eingriffe in Ehrhardts Aufnahmen vornimmt. Ihre Tableaus mit den sprechenden Titeln Gebeugte Körper und Vorbestimmte Besetzung aus verschiedenen Momentaufnahmen der Arbeit auf den Tabakfeldern und in den Fabrikhallen legen die Strukturen der industriellen Bildsprache sowie die Gesten und Körperhaltungen der Arbeiterinnen offen. Die Frauen sind nicht nur passiv ins Bild gesetzt\, sondern bestimmen aktiv dessen Komposition. Schacht isoliert Fluchtlinien\, Zentralperspektiven\, Wiederholungen sowie geometrische Ordnungen\, übersetzt diese in präzise Linien und Punkte und lässt so ein neues grafisches Gerüst entstehen. \nDas Motiv des gebeugten\, weiblichen Körpers reicht weit über die Tabakproduktion hinaus und erinnert an kunsthistorische Ikonen wie Jean-François Millets Die Ährenleserinnen von 1857. Solche Darstellungen wurden oft ästhetisiert und in einer Schönheit gezeigt\, welche die Härte der realen Arbeit abmildert. Entsprechende kunsthistorische Querverweise in den Vitrinen machen Schachts Rechercheprozess direkt greifbar. Im Fall der Feldarbeiterinnen führt der Weg zu Fotografien aus dem sogenannten „Krim-Album“ von 1943 aus dem Reemtsma-Archiv. Diese Dokumente öffnen die kritische Frage nach der Geschichte der Tabakproduktion während des Nationalsozialismus\, insbesondere nach der Zwangsarbeit auf der Krim. Schacht überführt eine Fotografie von Feldarbeiterinnen in ein aufwendiges Jacquard-Gewebe. Damit verweist sie auf historische Tapisserien und Wandbehänge\, die lange Zeit als Medien von Macht\, Besitz und herrschaftlicher Ausstattung dienten. Auch in der Auftragsfotografie werden Arbeiterinnen stets doppelt vereinnahmt\, sowohl durch die Unternehmen als auch durch die Kamera des Fotografen. \nIn einem inszenierten Gespräch begegnet Schacht einem fiktiven Filmemacher der Nachkriegszeit aus der heutigen Perspektive und befragt seine Rolle als Autor\, Regisseur und Sprecher. Diese als eigenständige filmische Arbeit präsentierte Begegnung führt die unterschiedlichen Ebenen der künstlerischen Recherche zusammen. Der historische Film\, die Archivbilder\, der männliche Blick\, die Frage nach historischer Verantwortung und die Möglichkeit\, geschichtliches Material aus einer gegenwärtigen Sichtweise neu zu lesen\, werden so verknüpft. \nÜber alle Ebenen hinweg lädt die Ausstellung dazu ein\, historische Bilder nicht als neutrale Dokumente zu behandeln. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Schichten von Geschichte\, Arbeit und kultureller Wahrnehmung. Besonders bei der Darstellung weiblicher Arbeit eröffnet Schacht neue Sichtachsen auf oft übersehene Realitäten in den Produktionsprozessen\, darunter prekäre Arbeitsverhältnisse\, globale Lieferketten und Körper\, die durch ökonomische Systeme kontrolliert und austauschbar gemacht werden. Ihre Recherche ist kein reiner Blick zurück\, sondern der präzise Versuch\, in den historischen Bildern Strukturen zu erkennen\, die bis in die Gegenwart spürbar nachwirken. \n
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SUMMARY:Carrie Mae Weems: The Heart of the Matter im C/O Berlin
DESCRIPTION:Carrie Mae WeemsThe Heart of the MatterSeptember 12\, 2026 – February 03\, 2027C/O Berlin\, Berlin\, Germany \nAusstellungsdauer: 12. September 2026 bis 3. Februar 2027\nOrt: C/O Berlin im Amerika Haus\, Hardenbergstraße 22–24\, 10623 Berlin\, täglich 11 bis 20 Uhr\, Eintritt 15 Euro\, ermäßigt 8 Euro\, frei bis einschließlich 18 Jahre \nErgänzung der Kunstleben Berlin Redaktion: \nCarrie Mae Weems im C/O Berlin ist eine umfassende Retrospektive mit mehr als 100 Fotografien und Videos: von „Family Pictures and Stories“ (1978 bis 1984) über die „Kitchen Table Series“ (1990) und die Serie „Museums“ bis zu den neuen Arbeiten „Preach“ (2024) und der Videoinstallation „Leave Now!“ (2022). Die 1953 in Portland\, Oregon\, geborene Künstlerin verbindet Fotografie\, Text\, Stoff\, Audio und Video und fragt nach Macht\, Erinnerung und den Konstruktionen von race und Weiblichkeit; sie wurde unter anderem mit der MacArthur Fellowship und der National Medal of Arts ausgezeichnet. Kuratiert hat die Schau Sarah Hermanson Meister (Aperture)\, für Berlin adaptiert von Boaz Levin. Im Begleitprogramm: die performative Intervention „Harlem Renaissance“ mit Langston Uibel an den Samstagen 14.\, 21. und 28. November 2026\, jeweils 19 Uhr\, sowie After-Work-Führungen am 19. November und 17. Dezember 2026 um 19 Uhr; reguläre Führungen samstags und sonntags um 14 Uhr (deutsch) und 15.30 Uhr (englisch). Das Amerika Haus am Bahnhof Zoo ist täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. \n
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SUMMARY:Matt Browning: A Screen of Trees
DESCRIPTION:In den USA haben sich in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit verschiedene traditionelle Techniken der Holzverarbeitung entwickelt\, die vor allem von freiwillig und unfreiwillig arbeitslosen Handwerker:innen geprägt wurden. Matt Browning (*1984\, lebt und arbeitet in New York) greift formale und technische Prinzipien dieser Traditionen auf\, um das Medium Skulptur und die Strukturierung von Raum zu befragen. Die Ausstellung A Screen of Trees zeigt Arbeiten\, die durch ihre Serialität und Veränderbarkeit auf unterschiedliche Weise in ihre jeweiligen Kontexte eingebettet sind\, beharrlich und aufmerksam. \nViele der Arbeiten bestehen aus beweglichen\, aber strikt miteinander verbundenen Ketten\, die Browning aus zusammenhängenden Blöcken Douglasienholz schnitzt und die die handlichen Objekte des traditionellen Whittlings auf Raumgröße übertragen. Die Stapel gleichmäßig geschnitzter Glieder bilden eine veränderbare Architektur\, durch die jede Skulptur zu einer geraden Linie verdichtet oder zu einem Gitter ausgefahren werden kann\, um sowohl untereinander als auch mit ihrer Umgebung Verbindungen aufzubauen. \nWie der Kunsthistoriker Michael Baxandall in seiner Untersuchung zur Holzskulptur der deutschen Renaissance bemerkte: „Alle Holzbildwerke bleiben langsam arbeitende\, veränderliche Körper“ und bezog sich damit auf die Porosität von Holz\, das noch lange nach Beenden des Schnitzprozesses auf Umwelteinflüsse wie Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung reagiert. In Brownings Skulpturen überträgt sich diese Wandelbarkeit auf der Ebene des Materials auf die Form selbst. Die Ausstellung im Mies van der Rohe Haus reflektiert diese Logik der Wandelbarkeit auf institutioneller Ebene\, indem sie die Fortführung einer Präsentation im Kunstverein München im Frühjahr 2026 markiert. Zwei Knoten in einer größeren Kette: Each in its Isolation\, Locked Together in Unity. \nKuratiert von Dennis Brzek \nA Screen of Trees entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein München\, wo vom 21. März bis zum 31. Mai 2026 die Ausstellung All Woodcarvings Remain Slow Motion Mobiles zu sehen war. Im Rahmen der Ausstellung wurde ein Katalog veröffentlicht\, der vom Mies van der Rohe Haus ko-produziert wurde. Herausgegeben von Tom Engels\, mit Beiträgen von Rhea Anastas und Matt Browning. \nDas Mies van der Rohe Haus ist Partner der Berlin Art Week. \nEröffnung\nSamstag\, 12. September 2026\, 16 bis 21 Uhr (bereits vorbei) \nAusstellungsdauer\n13. September 2026 bis 10. Januar 2027 \nOrt\nMies van der Rohe Haus\, Oberseestraße 60\, 13053 Berlin\nDi–So 11–17 Uhr\nEintritt frei \n
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LOCATION:Mies van der Rohe Haus\, Oberseestraße 60\, Berlin\, 13053\, Deutschland
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SUMMARY:BODIES THAT SPEAK im HAUS.KUNST.MITTE
DESCRIPTION:Was kann ein Körper erzählen\, ohne Worte zu benutzen? \nMit Bodies that Speak widmet sich das Haus. Kunst. Mitte. einem der ältesten Motive der Kunst und zugleich einem Thema von unmittelbarer Gegenwart: dem menschlichen Körper. Nach der erfolgreichen Ausstellung Faces of Mind versammelt das Haus erneut eine Gruppe herausragender Künstlerinnen und richtet den Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten\, Körper darzustellen\, zu erleben und neu zu denken. \n17 Künstlerinnen aus vier Generationen stehen im Zentrum der Ausstellung. Sie alle leben und arbeiten in Berlin und setzen sich in ihrer künstlerischen Praxis intensiv mit Körperlichkeit auseinander. Viele von ihnen gehören zu den wichtigen Stimmen ihrer jeweiligen Generation und sind international ausgestellt. Ihre Herkunft ist vielfältig: Die Künstlerinnen kommen unter anderem aus Iran\, China\, den USA\, der Türkei\, Polen\, Japan und Deutschland. Was sie verbindet\, ist keine gemeinsame künstlerische Schule\, sondern die Stadt\, in der sie leben\, und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Körper als künstlerischem Ausdrucksmittel. \nBerlin wird dabei zum Ort des Austauschs. Die Stadt ist seit Jahrzehnten Anziehungspunkt für Künstlerinnen aus aller Welt und zugleich ein Ort\, an dem unterschiedliche Lebensentwürfe\, kulturelle Prägungen und künstlerische Positionen aufeinandertreffen. Bodies that Speak macht diese Vielfalt sichtbar und gibt insbesondere Künstlerinnen Raum\, die die Berliner Kunstszene heute prägen. \nDer weibliche Körper steht im Zentrum – jedoch nicht als isoliertes Thema. Geburt\, Sexualität\, Erwachsenwerden\, Krankheit\, Alter und Tod gehören zum menschlichen Leben. Zugleich werden diese Erfahrungen durch Geschlechterrollen\, gesellschaftliche Erwartungen und kulturelle Zuschreibungen unterschiedlich geprägt. Die ausgestellten Arbeiten machen diese Spannung sichtbar und führen von sehr persönlichen Bildern und Geschichten zu Fragen\, die weit über das Weibliche hinausreichen. \nDabei ist der Körper in der Ausstellung weit mehr als ein dargestelltes Motiv. Er wird zum Material\, Werkzeug\, Medium und Träger von Erinnerung und Bedeutung. Das Performative zieht sich durch die gesamte Ausstellung: Auch dort\, wo keine Performance stattfindet\, sind Malen\, Fotografieren\, Formen oder Bearbeiten körperliche Handlungen. Körper „sprechen“ durch Haltung und Bewegung\, Oberfläche und Material\, Präsenz und Abwesenheit. \nDer Rundgang durch 20 Ausstellungsräume folgt fünf thematischen Kapiteln. Von imaginären und traumhaften Körperwelten führt die Ausstellung über Leben und Natur zu gesellschaftlichem und persönlichem Druck. Am Ende lösen sich vertraute Grenzen auf und Körper gehen hybride Verbindungen mit dem Organischen\, Tierischen\, Technischen oder Kosmischen ein. Die Ausstellung erzählt dabei keine lineare Geschichte und bietet keine eindeutigen Antworten. Verletzlichkeit kann ebenso mit Handlungsmacht verbunden sein wie Widerstand mit Fürsorge\, Transformation mit Verlust oder Auflösung mit einem Neuanfang. \nBodies that Speak lädt dazu ein\, den Körper nicht als festgelegte Form zu betrachten\, sondern als etwas Bewegliches\, Widersprüchliches und Veränderbares – und die unterschiedlichen Stimmen der Künstlerinnen selbst sprechen zu lassen. \nBeteiligte Künstlerinnen \nNevin Aladağ · Laura Bruce · Carina Chang · Lunita Juli Dorn · Carola Ernst · Leiko Ikemura · Aneta Kajzer · Franziska Klotz · Sarah Loibl · Nanne Meyer · Jana Sophia Nolle · May Parlar · Bettina Pousttchi · Barbara Quandt · Jenny Rempel · Alma Sinai · Andrea Zaumseil \n
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LOCATION:HAUS. KUNST. MITTE.\, Heidestrasse 54\, Berlin\, 10557
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SUMMARY:Annika Kahrs: Chorus im Museum Nikolaikirche
DESCRIPTION:Chorus\nEine Sound-Installation von Annika Kahrs \nWas passiert\, wenn eine Kirche selbst zu klingen beginnt? In der eigens kreierten Sound-Installation verwandelt die Künstlerin Annika Kahrs die Nikolaikirche in einen begehbaren Klangkörper der Kirche und der Stadt. \nAnnika Kahrs bringt verschiedene Facetten aus Berlin zum Klingen. Wie bei einem Chor stehen die Klänge dabei nicht nur für sich allein. Sie sind auch nebeneinander\, übereinander und miteinander zu hören. \nDie Sounds und Kompositionen der Installation greifen die Geschichte und die gesellschaftliche Bedeutung des Ortes auf. Mit Field Recordings\, die Annika Kahrs in unterschiedlichen Berliner Bezirken selbst aufgenommen hat\, trägt sie heutige Klänge aus Berlin in die Nikolaikirche. Diese vereinen sich zu einem losen Chor der Stadt. Die Kirche wird zum Resonanzraum für Berlin. \nAnnika Kahrs (geboren 1984) lebt und arbeitet in Berlin. In ihren Performances\, Videos und Sound-Installationen erforscht sie\, wie Musik funktioniert und welche Rolle sie in unserem Zusammenleben spielt. Dabei arbeitet Kahrs oft über die Grenzen einzelner Disziplinen hinweg und fragt\, wie Klang soziale\, politische und ökonomische Zusammenhänge prägt. \nLaufzeit: 2. Oktober 2026 – 18. April 2027 \nEröffnung\nDonnerstag\, 1. Oktober 2026\, ab 18 Uhr\, öffentlich und kostenfrei (mit Gast Jasmine Guffond). Zur Eröffnung \nAusstellungsdauer\n2. Oktober 2026 bis 18. April 2027 \nOrt\nMuseum Nikolaikirche\, Nikolaikirchplatz\, 10178 Berlin\nSound-Installation: Mo–Mi 12–18 Uhr\, Do 12–20 Uhr\, Fr 12–17 Uhr\, Sa+So 10–18 Uhr\nEintritt 7 Euro\, unter 18 Jahren frei \n
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SUMMARY:Rubens\, Jordaens\, van Dyck – Flämische Meisterzeichnungen
DESCRIPTION:Erstmals nach fünfzig Jahren präsentiert das Kupferstichkabinett wieder eine Ausstellung mit mehr als 100 herausragenden Zeichnungen von 28 flämischen Künstlern aus seinem Bestand. Die oft erstaunlich malerischen\, kraftvollen Zeichnungen entstanden zwischen 1570 und 1650 und erlauben faszinierende Einblicke in den kreativen Schaffensprozess\, entstanden sie doch selten als Selbstzweck\, sondern vielmehr in Vorbereitung für ein auszuführendes Werk. Die beeindruckende Breite der Themen reicht von christlichen und allegorischen Szenen über mythologische und historische Motive bis hin zu Genreszenen\, Porträts\, Stillleben und Landschaften. \nErgänzung der Kunstleben Berlin Redaktion: \nDie Flämischen Meisterzeichnungen im Kupferstichkabinett sind vom 10. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027 am Kulturforum im Berliner Bezirk Tiergarten zu sehen. Das Kupferstichkabinett gehört zu den Staatlichen Museen zu Berlin. Der Eintritt zur Sonderausstellung kostet 8 Euro\, ermäßigt 4 Euro. \nAusstellungsdauer\n10. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027 \nOrt\nKupferstichkabinett\, Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz / Matthäikirchplatz\, 10785 Berlin\nEintritt 8 Euro\, ermäßigt 4 Euro \n
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SUMMARY:Busch in Berlin in der Pforte
DESCRIPTION:Unter der Leitung von Prof. Folke Köbberling präsentiert sich das Institut für Architekturbezogene Kunst (IAK) der TU Braunschweig in Berlin. Das Institut\, welches liebevoll als „Busch“ bezeichnet wird\, verfolgt konzeptionelle und interdisziplinäre Ansätze. In den letzten Jahren haben sich drei zentrale Schwerpunkte herausgebildet: Nachwachsende Rohstoffe\, Co-Habitate und Erbschaften. Wechselnde Ausstellungen in der Pforte geben einen Einblick in diese Themenbereiche und initiieren einen Dialog über zeitgenössische künstlerische Herausforderungen in der Architektur\, Kunst und Lehre. \nNachwachsende Rohstoffe (10.10. – 28.11.2026)\nDas Themengebiet Nachwachsende Rohstoffe beschäftigt sich mit regenerativen Materialien und betrachtet diese nicht nur als nachhaltige Alternativen. Anhand von Arbeiten aus Rohwolle\, Mycelium und Lehm werden bauliche\, räumliche und ästhetische Möglichkeiten von biobasierten Werkstoffen präsentiert. \nCo-Habitate (5.12.2026 – 30.1.2027)\nDas IAK befindet sich in einem Betongebäude mitten im Querumer Forst. Studentische Projekte fragen danach\, wie im Institut Räume entstehen können\, die nicht ausschließlich aus menschlicher Perspektive gedacht sind und die somit Szenarien des Miteinanders ermöglichen. Co-Habitate widmet sich dem Zusammenleben verschiedener Lebensformen und betrachtet Architektur als Gefüge von Beziehungen zwischen Menschen\, Tieren\, Pflanzen und Mikroorganismen. \nErbschaften (10.2. – 31.3.2027)\nErbschaften blickt auf die Geschichte des Instituts selbst und befragt diesen Raum aus heutiger Perspektive. Das Institutsgebäude\, von 1942 bis 1945 Institut für baulichen Luftschutz im Nationalsozialismus\, ist Ausgangspunkt und eigenständiger Protagonist der interdisziplinären Forschung\, die sich u.a. mit Bunkerbau und dem Einsatz von Zwangsarbeit auseinandersetzt. \nZusätzlich zu den Ausstellungen in der Pforte wird eine Installation aus Rohwolle von Folke Köbberling im öffentlichen Raum zu sehen sein.\nDas Veranstaltungsprogramm fördert den Austausch zwischen Busch und Berlin und lädt Expert:innen ein\, zu den Diskursen in den jeweiligen Themengebieten beizutragen. Studierende des IAKs stellen ihre Seminararbeiten im Rahmen der Ausstellungsreihe sowie einer abschließenden Präsentation vor. \n
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SUMMARY:BEING LINGUISTIQUE von der Kunst zu schreiben im Museum Reinickendorf
DESCRIPTION:mit Viktoria Binschtok\, Marcel Buehler\, Daniel Gustav Cramer\, Nadine Fecht\, Lukas Glinkowski\, Martin Groß\, Alex Lebus\, Stefan Marx\, Jenny Michel\, Manfred Peckl\, Monty Richthofen\, Stefanie Seufert\, Brigitte Waldach und René Wirths. Eine Initiative von Manfred Peckl und René Wirths\, kuratiert von Harald F. Theiss. \nIn der Ausstellung wird Sprache durch die Verknüpfung mit künstlerischer Praxis zum materiellen Objekt des Denkens. Sie wird selbst zum ästhetischen Gegenstand vielfältiger Darstellungen und reagiert auch auf den Hannah Höch Raum im Museum Reinickendorf. Es lassen sich Bezüge zur Alltagssprache\, zu Comics und Graffiti\, zur Werbung sowie zur visuellen und konkreten Poesie herstellen. Farben werden durch Wörter ersetzt. So entsteht eine Raumrhetorik\, die das Publikum einbezieht. „B E I N G L I N G U I S T I Q U E\, von der Kunst zu schreiben“ versucht\, Themenfelder zu finden\, in denen die Künstlerinnen und Künstler das Erbe der Avantgarde nicht nur zitieren\, sondern auch neu interpretieren. Die Ausstellung reagiert auf den Hannah Höch Raum im Museum Reinickendorf und verbindet innere mit äußeren Orten. \nErgänzung der Kunstleben Berlin Redaktion: \nDie Ausstellung Being Linguistique im Museum Reinickendorf läuft vom 14. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027. Das Museum liegt in Alt-Hermsdorf 35 im Ortsteil Hermsdorf und ist montags bis freitags sowie sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet\, samstags bleibt es geschlossen. Der Eintritt ist frei. \n
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SUMMARY:Cesar Klein. Bild Raum Bühne im Bröhan-Museum
DESCRIPTION:Cesar Klein (1876–1954) war ein moderner Universalkünstler\, der die Grenzen zwischen freier und angewandter Kunst mit beeindruckender Vielseitigkeit überschritt. Sein Schaffen umfasste nicht nur Malerei und Grafik\, sondern auch Innenarchitektur sowie die Gestaltung von Mosaiken\, Glasfenstern\, Möbeln und Porzellan. Darüber hinaus prägte er als Bühnenbildner und Filmausstatter das kulturelle Leben im Berlin der Weimarer Republik maßgeblich. \nAls bildender Künstler wirkte Klein entscheidend an den wichtigsten Avantgardeströmungen der Vor- und Zwischenkriegszeit mit. 1910 gehörte er zu den ersten Mitgliedern der Neuen Secession\, gemeinsam mit expressionistischen Künstlern wie Max Pechstein. Einen Ruf an das neu gegründete Bauhaus lehnte Klein 1919 ab. Stattdessen übernahm er die Leitung einer Klasse für Dekorationsmalerei an der Berliner Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums\, vertiefte seine Kontakte in die Kunst- und Theaterwelt und wurde in den 1920er Jahren zu einem gefragten Bühnenbildner und Raumgestalter – prägend sowohl für das expressionistische Theater als auch für die Formensprache des deutschen Art Déco. Während der NS-Zeit verlor Klein seine Professur\, erhielt Malverbot und wurde als „entartet“ diffamiert; zahlreiche seiner Werke wurden aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Ausschließlich im Bereich des Bühnenbilds konnte er weiterhin tätig bleiben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich erneut intensiv der Malerei zu und schuf ein eindrucksvolles Spätwerk. \nKleins Werdegang verdeutlicht die herausgehobene Rolle Berlins ab den 1910er Jahren. Denn diese Karriere war durch Berlin\, aber auch so nur in Berlin möglich. Cesar Klein war intensiv mit involviert in Berlins Aufstieg zur unumstrittenen Kulturhauptstadt Deutschlands in der Weimarer Republik. Als wichtiger Maler des deutschen Expressionismus knüpfte er an das von der englischen Arts-and-Crafts-Bewegung geprägte Kunstverständnis an\, nach dem Künstler auch angewandt arbeiten und sich der Gestaltung von Objekten und Räumen widmen sollten. So schuf er in der Hauptstadt Interior Design für Kinos und Theater und arbeitete als Szenograf und Bühnenbildner auch für Film- und Theaterinszenierungen. \nCesar Klein zählt zweifellos zu den bedeutendsten Vertretern der Berliner Moderne\, sowohl in der freien Kunst als auch im angewandten Bereich. Dennoch wurde ihm in Berlin bisher keine monografische Ausstellung gewidmet. Der 150. Geburtstag des Künstlers bietet nun den Anlass\, sein Schaffen mit einer groß angelegten Schau – gezeigt werden rund 200 hochkarätige Leihgaben – in Berlin zu würdigen. \nDie Realisierung des Projektes wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht. \nGefördert durch die Ernst von Siemens Kunststiftung: „Wir freuen uns\, den umfangreichen Katalog dieses außergewöhnlichen Ausstellungsprojekts unterstützen zu können. Cesar Klein und Siemens\, das ist keine abstrakte Fördergeschichte. Es ist eine enge Verbindung\, die sich bis heute in Stein manifestiert. Denn Cesar Klein entwarf 1913 für das Berliner Hauptgebäude der damaligen Siemens & Halske AG den eindrucksvollen Marmormosaikfußboden\, der sich bis heute erhalten hat.“\, so Dr. Martin Hoernes\, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung. \nGefördert durch den Freundeskreis Cesar Klein e.V. \nDie TheaterGemeinde Berlin hat durch ihre finanzielle Unterstützung den Nachbau eines Bühnenbildes von Cesar Klein ermöglicht. \nMedienpartner: Wall GmbH\, rbb24 Inforadio\, radio3\, tip\, The Berliner\, Dinamix \nBEGLEITPROGRAMM\nKostenlose öffentliche Führungen (zzgl. Museumseintritt): an jedem Samstag\, 15 Uhr\, Anmeldung nicht erforderlich\nKostenlose öffentliche Kuratorinnen-Führungen (zzgl. Museumseintritt): So\, 1.11.\, 10.1.\, 21.2.\, 16 Uhr\, Anmeldung nicht erforderlich\nTheater machen! Vortrag mit anschließender Diskussion\, umrahmt von Musik und Puppenspiel: Sa\, 14.11.\, 18 Uhr\, Eintritt frei\, Anmeldung nicht erforderlich\nKultur für alle! Diskussion\, umrahmt von Musik: Do\, 4.2.\, 18 Uhr\, Eintritt frei\, Anmeldung nicht erforderlich\nBühnenbilder und szenische Räume. Diskussion: Fr\, 26.2.\, 18 Uhr\, Eintritt frei\, Anmeldung nicht erforderlich\nLieber Rhythmus. Musikalische Hommage an Cesar Klein: Fr\, 12.3.\, 18 Uhr\, Eintritt frei\, Anmeldung nicht erforderlich \nKuratorin der Ausstellung: Dr. Anna Grosskopf\nAusstellungsgestaltung: Katleen Arthen \nÖffnungszeiten: Di bis So von 11 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen (24. und 31.12. geschlossen)\nEintritt: 9\,- €\, erm. 6\,- €\nHappy Wednesday: Jeden 1. Mittwoch im Monat gilt ein Einheitspreis von 4\,- € für alle. \nZur Ausstellung erscheint ein Katalog im DCV Verlag: 248 Seiten\, zahlreiche Abb. Preis: 28\,- Euro an der Museumskasse \nAusstellungsdauer\n15. Oktober 2026 bis 29. März 2027 \nOrt\nBröhan-Museum\, Schloßstraße 1a\, 14059 Berlin \n
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SUMMARY:Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka
DESCRIPTION:Wie sehen wir uns selbst – und wie wollten Menschen zu verschiedenen Zeiten gesehen werden? Mit der großen Sonderausstellung „Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka“ lädt die Gemäldegalerie zu einer Reise durch die Geschichte der Porträtkunst ein. Bildnisse aus sechs Jahrhunderten treten in unerwartete Dialoge und werfen Fragen zu Fremd- und Selbstwahrnehmung\, Inszenierung\, Status und Individualität auf. Meisterwerke von Künstler*innen wie Botticelli und Lempicka\, Dürer und Giorgione\, Rubens und Gainsborough oder Therbusch und Largillière stehen einander gegenüber und offenbaren dabei verblüffende Gemeinsamkeiten. \nErgänzung der Kunstleben Berlin Redaktion: \nDie Ausstellung Porträts in der Gemäldegalerie Berlin läuft vom 16. Oktober 2026 bis 14. März 2027 am Kulturforum im Bezirk Tiergarten. Rund 90 Werke werden paarweise gegenübergestellt\, gegliedert in vier Kapitel. Der Eintritt kostet 16 Euro\, ermäßigt 8 Euro. \nAusstellungsdauer\n16. Oktober 2026 bis 14. März 2027 \nOrt\nGemäldegalerie\, Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz / Matthäikirchplatz\, 10785 Berlin\nDi bis So 10 bis 18 Uhr\, montags geschlossen\nEintritt 16 Euro\, ermäßigt 8 Euro \n
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SUMMARY:Handlungskörper
DESCRIPTION:Handlungskörper/ Action Bodies präsentiert Objekte\, Skulpturen\, textile Werke und Videoarbeiten aus den späten 1960er-Jahren bis heute. Werke aus der ifa-Kunstsammlung von Franz Erhard Walther\, Sharon Lockhart und Wolfgang Laib treten dabei in einen vielstimmigen Dialog mit Arbeiten von Eglė Budvytytė\, Tales Frey\, Hana Miletić und Silvi Naçi. \n\nKünstler:innen und Werke\n\nEglė Budvytytės (* 1981 in Kaunas\, Litauen; lebt und arbeitet in Vilnius und Amsterdam) Video „Shaking Children“ (2013) entstand aus einem Workshop mit Schüler:innen\, in dem das Schütteln als körperliche Geste erprobt wurde\, mit der sie sich für einen Moment den Rhythmen und Regeln des Schulalltags entziehen können. Es wird zu einer symbolischen Übung\, die dazu einlädt\, den eigenen Körper als Ort von Handlungsspielräumen und des Widerstands neu wahrzunehmen. \nDie Performances von Tales Frey (* 1982 in Catanduva\, Brasilien; lebt und arbeitet in Porto\, Portugal) entfalten sich im Grenzbereich von Tanz\, Skulptur und Textil. Seine Arbeit Conductive Wire (2020) zeichnet im Takt des Metronoms eine Reihe fließender Bewegungen zwischen zwei Performer:innen nach\, die über ein Textil verknüpft sind. So verbindet die Arbeit Nähe und Distanz\, Freiheit und Begrenzung\, Balance und Transformation. \nSeit Ende der 1970er-Jahre stellt das Denken und Schaffen von Wolfgang Laib (* 1950 in Metzingen\, Deutschland; lebt und arbeitet in Schöneberg/Oberschwaben sowie in New York und Südindien) fundamentale Fragen an das menschliche Sein und Handeln als Teil fragiler natürlicher Lebensräume\, auch heute eine Thematik von anhaltender Dringlichkeit. Seine Arbeiten aus Naturmaterialien wie das Werk Haus (1990) aus Bienenwachs\, öffnen dabei innere Räume der Reflexion. \nSharon Lockhart (* 1964 in Norwood\, Massachusetts\, USA; lebt und arbeitet in Los Angeles) zeigt in Four Exercises in Eshkol-Wachman Movement Notation (2011)\, die Beziehung zwischen Körper\, Bewegung und Architektur. Die Videoinstallation ist Teil einer Werkreihe\, die sich dem Leben und Vermächtnis der Tänzerin\, Choreografin und Textilkünstlerin Noa Eshkol widmet\, die in den 1950er-Jahren eine analytisch-geometrische Bewegungsschrift für den Körper entwickelte. \nAusgangspunkt der Serie Materials von Hana Miletić (* 1982 in Zagreb\, Kroatien; lebt und arbeitet in Brüssel) sind Fotografien improvisierter Reparaturen im öffentlichen Raum: mit Klebeband geflickte Fenster\, Türen oder Fahrzeugteile\, die sie in handgewebte Textilien übersetzt. Damit stellt Miletić der beschleunigten und standardisierten Gegenwart eine handwerkliche Arbeitsweise gegenüber und lenkt den Blick auf den Akt des Reparierens und auf fürsorgliches Handeln\, das in den öffentlichen Raum eingeschrieben werden kann. \nSilvi Naçi (* 1987 in Albanien; lebt und arbeitet zwischen Albanien und Los Angeles) beschäftigt sich damit\, wie Körper durch Ausgrenzung\, Gewalt\, Migration\, Erinnerung und Geschlechterdebatten geformt werden und wie sie sich befreien können. Ausgangspunkt für den Film “actions that make my hands hurt” (2019) sind die chronischen Schmerzen in ihren Händen\, die auf die intensive Ausbildung in der Druckgrafik zurückgehen. \nFranz Erhard Walther (* 1939 in Fulda\, Deutschland; lebt und arbeitet in Fulda)\, veränderte als Pionier der partizipativen Kunst den traditionellen Werkbegriff\, indem er die Handlung selbst zur Werkform machte. Seit den frühen 1960er-Jahren schuf Walther aktivierbare textile Skulpturen und ließ das Publikum zu teilnehmenden Akteur:innen werden. Die Handlungskörper von Walther leiten die Besuchenden an\, den Raum im Stehen\, Gehen\, Sitzen oder Liegen zu erkunden. Die Ausstellung präsentiert sein Werk Eingang mit zwei Ausgängen\, frontal\, seitwärts (1973). \nHandlungskörper / Action Bodies\n16. Oktober 2026 – 31. Januar 2027 \nifa-Galerie Berlin \n
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LOCATION:ifa-Galerie Berlin\, Linienstraße 139-140\, Berlin\, 10115\, Deutschland
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SUMMARY:Christoph Radke\, Wassermusik in der Kunststiftung K52
DESCRIPTION:Wasser ist der flüssige Aggregatzustand der chemischen Verbindung H2O. Es ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde und doch wird Wasser im Alltag meist nicht beachtet\, verschmutzt oder verschwendet. Christoph Radke fotografiert seit vielen Jahren Wasser in allen Zuständen\, flüssig\, verfestigt als Eis oder im gasförmigen Zustand. Mit der Ausstellung Wassermusik präsentiert er ein facettenreiches Bild dieses lebensbestimmenden Elementes\, das als einziger Stoff auf der Erde im festen\, flüssigen und gasförmigen Zustand vorkommt. \nDie zum Teil schwarz-weißen Fotos hat Radke in verschiedenen Erdregionen aufgenommen. Wasser als Lebensraum zeigen Fotografien aus dem Mekong-Delta in Vietnam. Durcheinander wirbelnde Fische und das Gerippe von Fischgräten verweisen auf Wasser als Lebensraum. Größere Prints erscheinen wie Erinnerungen an Erlebtes: Jungen in Varanasi auf Booten im Ganges sind erkennbar\, aber die Bilder haben in ihrer weichen Struktur etwas traumhaftes. Ähnlich wird die Gischt von Brandung und Felsen auf der Insel Elba präsentiert. Die Wellen erscheinen bedrohlich\, alles mischt sich zu einer wirbelnden Struktur\, in der auf einem Bild ganz klein zwei Menschen zu erkennen sind. \nEine große zwölfteilige Arbeit dreht sich um Stimmungen. Die Collage changiert zwischen Wasserbewegungen und Spiegelungen\, in die Bilder wie die Arche Noah zart eingewirkt sind. Etliche Fotografien wirken abstrakt\, obwohl sie tatsächlich reale Situationen zeigen wie einen Öltropfen auf einer Wasserfläche in einer Schale. Gefrorenes Wasser kristalliert sich als zart farbiges Strukturenmuster auf zwei größeren Prints. Den Abschluss der Ausstellung bildet ein wandfüllendes Video\, das in langsamer Bewegung Wolken (Wasserdampf) überblendet mit Aufnahmen von Meern\, Flüssen und Seeen oder Ereignissen am oder im Wasser. Die Ausstellung Wassermusik erscheint wie eine musikalisch wirkende Komposition aus und um Wasser. \n
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SUMMARY:NEXT LEVEL SH*T in der INSELGALERIE Berlin
DESCRIPTION:Analog war gestern? Digital ist Morgen? Alles ist jetzt! NEXT LEVEL SH*T – die 300. Ausstellung der INSELGALERIE Berlin öffnet am Donnerstag\, 22. Oktober 2026\, die Tür zu einer Welt\, in der sich digitale und analoge Realitäten überschneiden. Wir begeben uns in einen Erfahrungsraum zwischen Zeichnung\, Malerei\, Collage\, Virtual Reality\, Augmented Reality und Künstlicher Intelligenz: farbintensiv\, skurril\, poetisch und kritisch entstehen Bildwelten\, die vertraute Wirklichkeiten aus dem Takt bringen.\nNext Level Sh*t mit Katia Sophia Ditzler\, Maria Korporal\, Ala Leresteux und Katrin Salentin\, kuratiert von Kim Dotty Hachmann und Miriam Smidt\, fragt nicht nach der Zukunft der Kunst\, sondern zeigt\, wie sie aussieht: zwischen organischen Strukturen und virtuellen Körpern\, zwischen generierten Bildern und eigener Handschrift\, menschlicher Fantasie und maschineller Bilderzeugung. Die Arbeiten verbinden digitale und analoge Verfahren zu neuen\, manchmal absurden\, manchmal verstörend schönen Bildräumen und bringen uns an die Grenzen unserer Vorstellungskraft\, wenn wir es erlauben.\nKatia Sophia Ditzler arbeitet mit poetischen KI-Filmen\, erweiterter und virtueller Realität. Ihre Werke bewegen sich zwischen dokumentarischer Realität und Mythos\, zwischen poetischer Überhöhung und ironischem Bruch. Generative KI wird dabei zum Werkzeug für neue Erzählformen – und zum Gegenstand der Auseinandersetzung mit Erinnerung\, Wirklichkeit und der Frage\, wer heute Bilder und Geschichten erzeugt.\nMaria Korporal lässt Sie die Büchse der Pandora öffnen. In ihren Qorporal Quests verschränken sich Zeichnung\, Collage\, Virtual und Augmented Reality zu hybriden Bildräumen. Analoge Fragmente treffen auf digitale Erweiterungen\, Körper und Landschaften geraten in Bewegung. Zwischen realem Material und virtueller Überlagerung entstehen Welten\, in denen sich Möglichkeiten und Widersprüche der technologisierten Gegenwart unmittelbar begegnen.\nAla Leresteux führt mit ihren detailreichen Punktierungen und organisch-surrealen Bildwelten mitten hinein in den Körper. Ihre analoge Malerei trifft auf eine expressionistische VR-Reise\, in der innere und äußere Räume ineinanderkippen. Zellen\, Gefäße\, kosmische Strukturen und menschliche Gestalt verbinden sich zu einem farbintensiven Kosmos zwischen Wissenschaft\, Vorstellung und Wahrnehmung.\nKatrin Salentin zerlegt die glatte Bilderwelt unserer Gegenwart und setzt sie neu zusammen. Ihre leuchtenden Collagen in Pink- und Rottönen im intensiven Kontrast mit Türkis bevölkern körperartige Kreaturen und hybride Gebilde. Zwischen digitaler Konstruktion\, Fragment und Verfremdung entsteht eine irritierend schöne Bildwelt\, in der die Frage nach dem echten\, künstlich erzeugten und manipulierten Bild nie ganz zur Ruhe kommt. \n
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