Installationskunst im me Collectors Room

A Book of Burning Matches im me collectors room, Phyllida Barlow Expanse-Installation, 1987, Photo: Edward Woodman

Mit Installationskunst beschäftige ich mich eigentlich immer noch zu wenig. Daher ist die Ausstellung zur Bedeutung der Intallationskunst im me Collectors Room eine gute Gelegenheit das zu ändern. Ein Pflicht-Besuch, der mir nicht schwer fallen wird. Das Privat-Museum von Herrn Olbricht ist immer eine Reise wert.

Die Ausstellung untersucht die Bedeutung der Dokumentation in der Installationskunst

Vom 14. März bis 24. Mai 2015 präsentiert der me Collectors Room Berlin „A Book of Burning Matches: Collecting Installation Art Documents“. Die Ausstellung untersucht die Bedeutung der Dokumentation in der Installationskunst und präsentiert die Sammlung umfassender Dokumente, welche die in London ansässigen KuratorInnen Nicolas de Oliveira (Deutschland/Portugal) und Nicola Oxley (Großbritannien) über drei Jahrzehnte zusammengetragen haben.

Das präsentierte Material besteht aus analogen und digitalen Fotografien, Videos, Tonaufnahmen, Texten, Modellen und Objekten. Die Sammlung dieser Artefakte und Dokumente ist Zeuge des flüchtigen, kurzlebigen Charakters der Installationskunst und verweist auf eine Kunstform, die den Berührungspunkt mit den Besuchern betont, sprich ihre Rezeption.

A Book of Burning Matches im me collectors room, Barnaby Hosking Habitat Installation, 2014, Photo Peter Kidd
A Book of Burning Matches im me collectors room, Barnaby Hosking Habitat Installation, 2014, Photo Peter Kidd

Historischen Material wird neu inszeniert

Die beiden KuratorInnen inszenieren hierbei das historische Material neu und schlagen eine choreographische Bewegung durch das Archiv vor. Dieser Vorschlag entspringt dem Wunsch zu zeigen, wie sich die Geschichte ephemerer Werke erzählen lässt und wie diese selbst archiviert und ausgestellt werden können. Die ausgestellten Objekte treten so weder an die Stelle vergangener Installationen und Performances noch präsentieren sie eine unveränderliche historische Dokumentation. Sie sind vielmehr imstande den Betrachter in die Lage zu versetzen das ursprüngliche Werk in seiner Imagination wieder zu aktivieren – zu rematerialisieren – und somit um bestimmte Aspekte zu erweitern, was in der Rezeption zu abweichenden Positionen und Resultaten führen kann.

Spannende Künstler

Neben der Dokumentation der Installationskunst von Künstlern wie Mischa Kuball (Deutschland), Phyllida Barlow (Großbritannien), Andrea Büttner (Deutschland) und Lucia Nogueira (Brasilien), die in den Galerieräumen der beiden KuratorInnen und in unabhängigen Ausstellungen in Großbritannien, Europa und Amerika zu sehen waren, zeigt die Ausstellung eine Reihe neu entstandener Interventionen von bereits im Archiv vorhandener Künstler darunter Hans Op de Beeck (Belgien), Stefan Brüggemann (Mexico), David Price, Barnaby Hosking und David Allen (alle Großbritannien).

Sounddesign von Alejandro Ball.

Begleitet wird die Ausstellung durch das Sounddesign des amerikanischen Medienkurators Alejandro Ball.
Zur Ausstellung „A Book of Burning Matches: Collecting Installation Art Documents“ erscheint eine Publikation bei Mulberry Tree Press.

A Book of Burning Matches: Collecting Installation Art Documents

14. März – 24. Mai 2015

me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht

Auguststraße 68

10117 Berlin

Veröffentlicht am: 23.02.2015 | Kategorie: Ausstellungen, Kunst, | Tag: me Collectors Room Berlin,

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