Kate MccGwire in der Galerie Michael Haas

Kate MccGwire, ‚Guile‘, 2011, Mischtechnik mit Taubenfedern und Spiegel in Vitrine auf Tisch, 162 x 72 x 39,5 cm
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Seit 2004, nach Kate MccGwires Abschluss für Bildhauerei am Londoner Royal College of Art, fungiert ein holländischer Kahn auf der Themse in London als ihr Atelier. Dieser Ort lässt sie auch innerhalb der Großstadt zurück zur Natur kommen.

Die Galerie Michael Haas zeigt außergewöhnliche Plastiken aus Federn von Kate MccGwire.

Haare, Nudeln, Knochen und Federn

Die britische Bildhauerin Kate MccGwire (*1964), deren Kunst bereits in zahlreichen musealen Gruppenausstellungen in ganz Europa, sowie im Museum of Arts and Design in New York zu sehen war, hat schon mit unterschiedlichsten Materialien wie Haare, Nudeln oder Knochen gearbeitet. Doch seit einigen Jahren sind Plastiken aus Federn zu ihrem absoluten Markenzeichen geworden. 2006 begann sie das gefundene Material für ihre Kunst zu verwenden; mittlerweile deckt sie den erhöhten Bedarf Dank der Hilfe von Landwirten, Taubenvereinen und Brieftaubenfreunden, die ihr Federn per Post schicken. Als Fundament für ihre Plastiken dienen geschnitzte, feste Formen.

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Seit 2004, nach Kate MccGwires Abschluss für Bildhauerei am Londoner Royal College of Art, fungiert ein holländischer Kahn auf der Themse in London als ihr Atelier. Dieser Ort lässt sie auch innerhalb der Großstadt zurück zur Natur kommen. Hier erlebt sie hautnah die Jahreszeiten, beobachtet die Vögel und wird Zeugin des sich stetig wandelnden Temperamentes des Flusses.

Diese unmittelbare Nähe spiegelt sich in ihren Arbeiten wider. Wenngleich stets abstrakt, erinnern die Objekte an anthropomorphe Kurven und wirken ungeheuer lebendig und dynamisch. Häufig interveniert sie ganze Räume mit diesen Formen, die aus Wandöffnungen, Rohrleitungen oder Kaminen hervorzuquellen oder über Möbelstücke schlangenartig hinweg zu fließen scheinen. Kleinere Arbeiten platziert MccGwire meist unter einer Glashaube auf einem Sockel oder kombiniert sie mit überdimensionierten Metallklemmen, die im Kontrast zu den weichen, zarten Federn nahezu brutal erscheinen.

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Konträre Vorstellungen von Schönheit und Ekel, Bosheit und Ruhe, Vertrautem und Fremden faszinieren die KünstlerinKate MccGwire

Mit ihrer ungewöhnlichen Kunst findet sie auf eine faszinierende Art und Weise eine Bildsprache hierfür. So verwendet sie beispielsweise bevorzugt Federn von Tauben, da diese Vögel einen äußerst widersprüchlichen Ruf genießen. Im Volksmund werden sie auch als “Ratten der Lüfte” bezeichnet, gelten als unrein und Überträger von Krankheiten. Doch zugleich sind insbesondere die weißen Tauben Symbol für Frieden, Reinheit und Fruchtbarkeit. Je nach Kontext wirken sie also anziehend oder abstoßend auf uns.

Diese Dualität ihrer Konnotation überträgt MccGwire, indem sie gemauserte Taubenfedern, ein natürliches Abfallprodukt, in den Rang der Kunst erhebt. Ihre Kunst löst leichtes Unbehagen aus, denn die Objekte haben ihren konventionellen Ort verlassen und sind nun in neuer Form und Funktion zum Leben erweckt. Zugleich verführt uns Betrachter das Schöne, äußerst Ästhetische; es entsteht eine Faszination für etwas nie zuvor Gesehenes.

Eröffnung: Freitag, 6. März 2015, 17 – 20 Uhr

6.03. – 2015.04.18

Galerie Michael Haas

Niebuhrstraße 5

10629 Berlin

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Veröffentlicht am: 02.03.2015 | Kategorie: Ausstellungen, Kunst,

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