Hannelore Elsner “Lang lebe die Königin” – ihr letzter Film

Hannelore Elsner screenshot_ardmediathek

Hannelore Elsner – TV-Ausstrahlung ihres letzten Films am 29. April. Lest, wer den Filmdreh zu Ende gespielt hat. Und uns interessiert, was euch diese fantastische Schauspielerin bedeutet, was war das Besondere an ihrem Charisma?

Vor einem Jahr ist sie verstorben – sie war eine der ganz großen deutschen Schauspielerin der jüngeren Vergangenheit: Hannelore Elsner. 1942 wurde sie im bayerischen Burghausen als Tochter eines österreichischen Ingenieurs geboren. Als Elsner 16 Jahre alt war, lernte sie den türkischen Regisseur Halit Refig kennen, der ihr eine Schauspielausbildung ermöglichte. Zu dieser Zeit nahm sie die deutsche Staatsbürgerschaft an. Elsner war von 1964 bis 1966 mit dem Schauspieler Gerd Vespermann verheiratet und von 1973 bis zu dessen Unfalltod im Jahr 1981 mit dem Regisseur Alf Brustellin liiert. Aus einer Beziehung mit dem Regisseur Dieter Wedel stammt ihr 1981 geborener Sohn, der als Fotograf arbeitet. Anschließend führte sie eine vierjährige Beziehung mit dem Filmproduzenten Bernd Eichinger. 1993 heiratete sie den Theaterdramaturgen und Verlagsleiter Uwe B. Carstensen. Diese Ehe wurde im Jahr 2000 geschieden. Danach lebte sie bis Anfang 2002 mit dem Germanistikprofessor Günter Blamberger zusammen.
Sie trat in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen auf, auch mit vielen Filmpreise wurde sie bedacht. Am 21. April 2019 starb sie in München.

Mit zwei Erstausstrahlungen gedenkt das Erste der Schauspielerin Hannelore Elsner. Am Sonntag, 19. April 2020, lief der “Tatort: Die Guten und die Bösen”. Schaut mal in der Mediathek. Im “Tatort” spielt Elsner eine Kommissarin, die einen ungelösten Fall zum Abschluss bringen möchte und das trotz ihres Ruhestandes. Ebenfalls dabei sind unter anderem Margarita Broich, Wolfram Koch und Peter Lohmeyer.

Ihr letzter Film, die Tragikomödie “Lang lebe die Königin” wird am Mittwoch, 29. April 2020, um 20.15 Uhr gezeigt.

“Lang lebe die Königin” ist der letzte Film Elsners, die wegen ihrer schweren Erkrankung die Dreharbeiten abbrechen musste. Einen Großteil ihrer Szenen hatte sie jedoch bereits abgedreht, bevor sie verstarb. “Um wieder in den Dreh einsteigen zu können, brauchte es erst die Idee, wie man den Film ohne Hannelore Elsner zu Ende bringt”, erinnert sich der Produzent Boris Schönfelde in einer Pressemitteilung des Ersten. “Dann mussten fünf Schauspielerinnen, die für sie einspringen sollten, ausgewählt und gewonnen werden.” Als Hommage an Elsner übernahmen Hannelore Hoger, Iris Berben, Gisela Schneeberger, Eva Mattes und Judy Winter jeweils eine Szene.

Zum Inhalt: Nina Just (Marlene Morreis) ist Moderatorin bei einem Verkaufssender, aber sie kann machen, was sie will, die Anerkennung ihrer Mutter Rose (Hannelore Elsner) bekommt sie nie. Rose wohnt gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Werner (Günther Maria Halmer) in einem alten Bauernhaus vor den Toren Münchens. Als Rose erkrankt und eine Spenderniere braucht, stürzt Ninas Privatleben in ein einziges Chaos. Zwischen dramatischen Lügen und komischen Übersprungshandlungen entwickelt sich für Nina überraschenderweise eine Liebesgeschichte mit dem Pannenhelfer Mike (Matthias Kelle). “Lang lebe die Königin” ist eine Produktion der Neuen Schönhauser Filmproduktion im Auftrag von BR, ARD Degeto und ORF. Das Buch stammt von Gerlinde Wolf; Regie führte Richard Huber. Produzent ist Boris Schönfelder. Die Redaktion haben Claudia Simionescu (BR, federführend) sowie Christine Strobl (ARD Degeto) und Klaus Lintschinger (ORF) inne.

Wer möchte, schreibt uns gerne in die Kommentare, was euch diese fantastische Schauspielerin bedeutet und was das Besondere an ihrem Charisma war.

Bild: Bildschirmaufnahme Teaser ARD “Unvergessen: Hannelore Elsner in einer ihrer letzten Rollen

Veröffentlicht am: 23.04.2020 | Kategorie: Kino & TV, Kultur,

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