Kolumne Vernissage Hoppers Magazin

Vernissage Hoppers KW 30: Vernissagen in Charlottenburg, Mitte & Kreuzberg

Die Vernissage Hoppers KW 30 führen euch durch eine kleiner werdende, aber umso feinere Opening-Woche – und ich, euer Cettino, habe die drei Hochkaräter schon erschnüffelt: die Gruppenschau „Zilberman Unfold ’26: Sites of Relation“ bei Zilberman in Charlottenburg (Mittwoch), Danny Linwerks „Glücksflüchter“ bei der Galerie Sandau in Mitte [...]

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Brutto gusto



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Wielandstrasse 34
Berlin, 10629 Deutschland
+49 30 30874646

Art der Einrichtung:
_Galerie

Gründungsjahr:

2007

Beschreibung:

Ein kompaktes Programm mit anerkannten, internationalen Künstlern, dazu eine sehr ausführliche Stock-Präsentation und weil es viele Gefäße gibt auch eine kleine aber sehr besondere Blumenauswahl.

Ein kompaktes Programm mit anerkannten, internationalen Künstlern, dazu eine sehr ausführliche Stock-Präsentation und weil es viele Gefäße gibt auch eine kleine aber sehr besondere Blumenauswahl.

Story:

Zu den Leitmotiven im künstlerischen Schaffen von Piotr Nathan zählt die produktive Anverwandlung bildlicher Zeugnisse vergangener Epochen. Beispielsweise amalgamierte er naturhistorische und wissenschaftliche Illustrationen des 19. Jahrhunderts mit seinen eigenen Bildideen und öffnete sie damit für den zeitgenössischen Diskurs.

In einem aktuellen Projekt kreist Nathan um das Werk des Florentiner Künstlers Jacopo da Pontormo (1494-1557, eigentlich Jacopo Carucci), der den Schlüsselfiguren des Manierismus zuzurechnen ist, einer Kunstrichtung, die den Übergang von der Renaissance zum Barock markierte und gegen die klassisch-harmonischen Kompositionen und das Schönheitsideal der Hochrenaissance mit einer gewagten Bildsprache opponierte. Gedehnte, übersteigerte Figurenproportionen, verzerrte und dynamisierte Perspektiven sowie der Einsatz eines grellen Kolorits und gewagter Farbkontraste zählen zu den charakteristischen Merkmalen manieristischer Kunst. All dies findet sich auch im Werk Pontormos.

Wie sieht der Zugang aus, den sich Piotr Nathan zu diesem Künstler gebahnt hat? Am Anfang stand das intensive Einsehen in Pontormos Kunstkosmos. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren hat Nathan dessen Werke – Zeichnungen und Gemälde – im Original studiert und sich parallel dazu mit den Lebensumständen dieses Künstlers befasst. Der Zyklus der hier ausgestellten Bleistiftzeichnungen bildet das künstlerische Kondensat von Nathans Auseinandersetzung mit Pontormo. Den Ausgangspunkt seines Schaffensprozesses bilden zeichnerische Figurenstudien des Manieristen, die Nathan relativ getreu übernommen und auf das jeweilige Blatt gesetzt hat. Dieses Vorgehen korrespondiert mit seinem Anspruch, im Prozess des Kopierens dem Vorbild besonders nahe zu kommen, um sich so für dessen Formensprache zu sensibilisieren. Doch damit erschöpfen sich bereits diejenigen Elemente, die unmittelbar auf Pontormo verweisen.

Die mitunter wie fragmentiert wirkenden und in angespannten Posen befindlichen Figuren scheinen gleichsam eingesponnen in eine pulsierende zeichnerische Textur, ein netzartiges Gewebe, das sie zugleich birgt und überlagert, deren Körpergrenzen aber auch durch Anlagerungen, Verschränkungen und Durchdringungen erweitert, um neue Bezüge zu stiften. Nathans Zeichnungen stecken voller Leben, strotzen vor Dynamik und Bewegung, feiern das organische Wuchern als Zeichen von Lebendigkeit. Als wolle der Künstler den ursprünglichen Zusammenhang alles Geschaffenen ausloten und dessen Auflösungsprozesse auf assoziative Weise visuell erfahrbar machen, sind sämtliche Elemente miteinander verwoben und verbunden. Wir werden in einen Strudel gezogen, in dem sich Bleistiftstriche zu pflanzlich-vegetabilen Elementen, kreatürlichen Wesen und grotesken Fratzen formieren, ehe diese wieder in den reinen Strich umschlagen und Teppiche von Schraffurlagen ausbilden – folglich oszillieren Nathans Liniengespinste zwischen gegenständlichen und abstrakten Zonen. Das Vibrieren des zeichnerischen Duktus lädt die Blätter energetisch auf.

Nicht final beantworten lässt sich die Frage, für was die nackten Leiber genau stehen, die, dem christlichen Rahmen des Manieristen enthoben, von Nathan in einen neuen Kontext gestellt sind. Teilweise vermitteln die Figuren den Eindruck, als würden ihre angespannten Posen auch für das aufgewühlt-psychische Erleben stehen, das sich mit der menschlichen Existenz überhaupt verbindet. Psychische Energien, die sich zu Seelenlandschaften verdichten und darüber auch zur Projektionsfläche für den Betrachter avancieren.

Piotr Nathans zart-fragil wirkende und zugleich anarchisch-wild wuchernde Bleistiftzeichnungen verdichten sich zu Resonanzräumen, die für vielfältige Assoziationen offen sind.

Besonderheiten:

Kunstberatung ja, gerade Sammler beraten wir geren bei der Ergänzung ihrer Sammlung . Wir sind spezialisiert für angewandte Kunst, Glas , Keramik, Holz : contemporary Crafts.

Kunststil:
Angewandte Kunst

Künstlername:
Ben Sleeuwenhoek, Bernard Heesen, Cathy Coez, Dorian Hiethaar, Frank Bruggeman, Jan Koen Lomans, Jean Marc Spaans, Johanna Schweizer, Johannes Nagel, Luzia Simons, Mary Alacoque Waters, Massimo Micheluzzi, Morten Løbner Espersen, Ritsue Mishima, Willem Speekenbrink

Angaben zur Lage:
Ein Ladenraum in der Rosenthaler Vorstadt, nur halbsaniert, damit es noch einen Schimmer DDR Flair gibt.

Öffnungszeiten
Montag von 10 bis 19 Uhr
Dienstag von 10 bis 19 Uhr
Mittwoch von 10 bis 19 Uhr
Donnerstag von 10 bis 19 Uhr
Freitag von 10 bis 19 Uhr
Samstag von 10 bis 18 Uhr
Sonntag geschlossen

Februar 2024

Massimo Micheluzzi, Frank Bruggeman, Morten Løbner Espersen, Guido Geelen Ritsue Mishima, Johannes Nagel, Guido Sengle – Primavera 2024

2. Februar 2024 - 20. April 2024
Brutto gusto, Wielandstrasse 34
Berlin, 10629 Deutschland
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Massimo Micheluzzi - Primavera 2024

Das facettenreiche Werk von Massimo Micheluzzi zeugt nicht zuletzt von der Schönheit seiner Heimatstadt Venedig. Seine legendären Murrina-Gefäße evozieren die Spiegelungen auf dem Wasser der Stadt mit ihren vielfältigen Texturen, das Grau eines bewölkten Tages oder den Silberglanz der Lagunen. "Ich wollte mit einem statischen Material ein Gefühl der Bewegung vermitteln, wie ein Canaletto-Gemälde". Heute ist er einer der wenigen Glaskünstler auf Murano, der die aufwändige Murrina-Technik noch beherrscht. Ebenso einzigartig sind seine Battuto-Gläser, die an geschlagenes Silber erinnern. In…

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