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Staatsgalerie Prenzlauer Berg



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Greifswalder Straße 218
Berlin, 10405
+49 30 44324741

Art der Einrichtung:
_Galerie

Gründungsjahr:

2010

Beschreibung:

Angesiedelt zwischen tradierter Kultur und einem Fokus auf gegenkulturelle Themen öffnet die Staatsgalerie Prenzlauer Berg einen Transitraum zwischen Hochkultur und Subkultur. Die Gründung der Staatsgalerie Prenzlauer Berg verbindet die Absicht mit dem Versuch - nach der Schließung vieler Orte kultureller Umtriebe - einen öffentlichen Raum auf Mietbasis zurückzuerobern.Die STAATSGALERIE PRENZLAUER BERG präsentiert Maler und Fotografen aus Berlin, Moskau, Düsseldorf, Barcelona, Dublin usw. Einige der Berliner Künstler waren in der Gegenkultur der 80er Jahre Ostberlins aktiv. Die STAATSGALERIE PRENZLAUER BERG versammelt ebenso Künstler und Aktivisten aus anderen Zusammenhängen, seien sie räumlicher, zeitlicher oder kultureller Natur.

Angesiedelt zwischen tradierter Kultur und einem Fokus auf gegenkulturelle Themen öffnet die Staatsgalerie Prenzlauer Berg einen Transitraum zwischen Hochkultur und Subkultur. Die Gründung der Staatsgalerie Prenzlauer Berg verbindet die Absicht mit dem Versuch - nach der Schließung vieler Orte kultureller Umtriebe - einen öffentlichen Raum auf Mietbasis zurückzuerobern.Die STAATSGALERIE PRENZLAUER BERG präsentiert Maler und Fotografen aus Berlin, Moskau, Düsseldorf, Barcelona, Dublin usw. Einige der Berliner Künstler waren in der Gegenkultur der 80er Jahre Ostberlins aktiv. Die STAATSGALERIE PRENZLAUER BERG versammelt ebenso Künstler und Aktivisten aus anderen Zusammenhängen, seien sie räumlicher, zeitlicher oder kultureller Natur.

Story:

Der Name ist ein klarer Fall von Amtsanmaßung. Er fügt sich in die Reihe von Überhöhungen, wie sie derzeit en vogue sind im Prenzlberg. Da läutet es Kolle Belle, da tönt es Immanuelkirch Carré, da dröhnt es Prenzlbogen oder säuselt es Winsgärten. Eine solch stolze Gemeinde braucht einen Dom. Oder, reicht der Glaube nicht, eine Staatsgalerie, einen Ort, der um seine Relevanz streiten und sie nicht mittels eines bemühten Lokalkolorits behaupten wird. Galerie steht im Rotwelschen zudem für Diebesbande. Insofern führt die STAATSGALERIE ein Effet im Namen, der seinem repräsentativem Anspruch widerspricht. Dieser Widerspruch ist der Idee des Ortes immanent. Sein Name ist kein Etikettenschwindel, sondern der Tarnname für einen Veranstaltungsort, der sich zum Größenwahn seiner kulturellen Ausrichtung bei höchst ungewisser Kostendeckung bekennt. Galerie und Kulturstätte haben sich in Räumen breitgemacht, die, zu DDR-Zeiten verrammelt, jahrzehntelang als Leerstelle ihr lichtloses Dasein verdämmerten. Nach dem Utopien-Infarkt wurden in den 90er Jahren Hunderte von Hohlräumen wieder zu offenen Räumen, in welchen kulturelle Ambitionen und ein bodenständiger Kommerz aufs angenehmste miteinander koexistierten. Diese Kultstätten und Läden wichen ihrem Publikum, das sie sexy fand und welches dem Ruf des Prenzlauer Bergs als Szenebezirk folgte. Unter diesem Label firmiert der Bezirk irrigerweise bis heute, obwohl er längst vom Berg zur hochpreisigen Niederung seines Mehrwerts avancierte. Insofern stellt die Gründung eines Kulturhauses inklusive einer Galerie die klare Absicht dar, einen öffentlichen Raum auf Mietbasis zurückzuerobern. Auch wenn dieser Raum den Begriff Galerie im Namen führt, so wird er neben Ausstellungen ein Ort für Film- und Buchpremieren, Lesungen, Bankette, Salons, Seancen oder ganz simpel für ausgedehntes Palaver sein. Von den obligatorischen Eröffnungen und Kreuzabnahmen einmal ganz abgesehen. Die STAATSGALERIE PRENZLAUER BERG präsentiert Maler und Fotografen aus Berlin, Moskau, Düsseldorf, Barcelona, Dublin usw. Einige der Berliner Künstler waren in der Gegenkultur der 80er Jahre Ostberlins aktiv. Dazu nur soviel: Jahre vor der vielzitierten friedlichen Revolution, während der letzten langen Dekade des kurzen Daseins der DDR, geriet Ostberlin in Bewegung. Speziell im verschlissenen Arbeiterbezirk Prenzlauer Berg entstand ein Offground, der als Underground nicht selten auf Dachböden sein Wesen trieb. Doch zumeist lagen die Orte halblegaler oder illegaler Umtriebe auf dem exterritorialen Gebiet von Kirchen, in abgewrackten Ateliers, auf Hinterhöfen oder in illegalen Wohnungsgalerien. Staatliche Happenings wie Räumungen oder Verhinderungsbemühungen absurdester und abartigster Weise konnten nicht verhindern, daß subkulturelle Allianzen von Dichtung und Malerei, von Malerei und Musik sowie von Musik und Dichtung eine von ideologischen Grenzziehungen nicht kontaminierte Sprache suchten und fanden. Mittels eines Genre-Gemenges aus Konzerten, Lesungen, Performances, unabhängigen Editionen und mehr oder weniger gepflegten Zoffereien übernahmen Musiker, Dichter, Maler, Fotografen, Renegaten und Kunden die Initiative. Die Entstehungsgeschichte der StGa geht letztlich auch auf die subkulturellen Zellen, Zirkel, Logen und Szenen Ostberlins zurück. Zum einen durch Freunde des Hauses, die in jenem Gefüge an den Start gingen, zum anderen durch die Arbeit der jüngsten Zeit an der Dokumentation, Reinszenierung und Fortschreibung ihrer Aktivitäten und Biografien. In den Jahren von 2005 bis 2010 widmeten sich einige Ausstellungen, Bücher und Kino-Dokumentationen der DDR-Punkszene und den Ostberliner Künstlerkreisen der Jahre 1979 bis 1989. Diese Ausstellungen präsentierten nicht nur die Hervorbrin­gungen der 80er Jahre, sondern auch immer Kontinuitäten und Wandlungen von Biografien und Werken bis in die Jetztzeit. Der Gedanke lag nahe, jenseits dokumentarischer Präsentationen, einige dieser Künstler unter einem Dach zu versammeln, aber gleichzeitig aus einem kulturgeschichtlichen Kollektiv herauszulösen, welches ohnehin äußerst heterogen war. Dennoch verfolgt die StGa nicht die Intention, die ständige Vertretung einer ge­wesenen Szene zu sein. Die STAATSGALERIE PRENZLAUER BERG versammelt ebenso Künstler und Aktivisten aus anderen Zusammenhängen, seien sie räumlicher, zeitlicher oder kultureller Natur.

Kunstart:
Fotografie, Malerei

Kunststil:
Hochkultur, Kunstgeschichte, Subkultur

Künstlername:
Elisabeth, Frank Siewert, Igor Rhies, Martin Frese, Micha Tatschke, Ronald Brendel, Scheiner

Angaben zur Lage:
Aus der Überschreitung von Genregrenzen ergab sich die Idee, einen Raum zu kreieren, der als Veranstaltungsort verschiedenen Künsten, Projekten, Projektionen und Ausstellungen eine Bühne zur Entfaltung bietet. Diese Bühne ist eine Drehbühne, auf der zuallererst Ausstellungen, jedoch auch Lesungen, Podien, Filmvorführungen und Konzerte sowie die Entwicklung gemeinsamer Ideen.

Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Dienstag von 14 bis 19 Uhr
Mittwoch von 14 bis 19 Uhr
Donnerstag von 14 bis 19 Uhr
Freitag von 14 bis 19 Uhr
Samstag von 13 bis 18 Uhr
Sonntag geschlossen
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