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Heidestrasse 54
Berlin,
10557
Art der Einrichtung:
Museum
Gründungsjahr:2008
Beschreibung:Das HAUS. KUNST. MITTE. ist ein lebendiger Ort für zeitgenössische Kunst, kulturelle Vielfalt und kritischen Dialog, der Künstler Sichtbarkeit und Besucher neue Perspektiven ermöglicht.
Das HAUS. KUNST. MITTE. ist ein unabhängiges, nicht kommerzielles Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst im Herzen Berlins, nahe dem Hauptbahnhof.
Es versteht sich als offener Ort für Kunst, Begegnung und gesellschaftlichen Austausch. Gezeigt werden insbesondere Werke von Berliner und internationalen Künstler:innen aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation und Medienkunst.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf feministischen, vielfältigen und gesellschaftlich relevanten Kunstpositionen, die auf dem klassischen Kunstmarkt häufig weniger Aufmerksamkeit erhalten.
Neben wechselnden Ausstellungen bietet das Haus Künstlergespräche, Führungen, Workshops und Diskussionsveranstaltungen an.
Story: Das HAUS. KUNST. MITTE. befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1870, dessen Geschichte eng mit der wechselvollen Entwicklung Berlins verbunden ist.
1. Entstehung und ursprüngliche Nutzung
Das Gebäude wurde 1870 als Wohnhaus errichtet. Es zeichnet sich durch seine großzügige Fensteranordnung mit rund 120 Fenstern aus. Im Zweiten Weltkrieg blieb es weitgehend unbeschädigt und stand anschließend als eines der wenigen erhaltenen Gebäude inmitten einer stark zerstörten Umgebung.
Im Untergeschoss sind bis heute historische Spuren erhalten:
Alte Backöfen einer ehemaligen Bäckerei.
Ein Luftschutzkeller aus dem Zweiten Weltkrieg.
2. Nachkriegszeit und deutsche Teilung
Während der deutschen Teilung befand sich die Heidestraße in unmittelbarer Nähe zur Berliner Mauer und zum ehemaligen Grenzstreifen. Das Gebiet lag über Jahrzehnte in einer Art Niemandsland zwischen Ost- und West-Berlin.
Das Gebäude wurde später als Wohnheim für sogenannte Ostübersiedler genutzt. Bis in die 1980er-Jahre lebten dort zeitweise etwa 120 Menschen. Verschiedene bauliche Veränderungen aus dieser Nutzungsphase sind noch heute im Haus erkennbar.
3. Nach dem Mauerfall – Wandel zum Kunststandort
Auch nach der Wiedervereinigung blieb das Gebiet zunächst weitgehend unbebaut und wurde als Brachland wahrgenommen.
Zwischen 2008 und 2012 entwickelte sich die Heidestraße zunehmend zu einem Standort der Berliner Kunstszene. Ateliers, Galerien und kreative Arbeitsräume entstanden. Auch international bekannte Künstler wie Olafur Eliasson, Thomas Demand und Tacita Dean hatten hier ihre Ateliers.
Mit der späteren Entwicklung der Europacity und dem zunehmenden Einfluss von Investoren verschwanden viele dieser Kunstorte wieder.
4. Gründung des HAUS. KUNST. MITTE.
Eine wichtige Rolle in der heutigen Geschichte spielt das Künstlerehepaar Elisabeth Bartling (Lyrikerin) und Manfred Bartling (Maler).
Die von ihnen gegründete Asyl der Kunst Stiftung setzte sich für die Förderung zeitgenössischer Kunst ein. Seit 2008 ist die Stiftung im Gebäude ansässig und bietet Künstlerinnen und Künstlern Möglichkeiten zum Arbeiten, Ausstellen und zum kulturellen Austausch.
Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurden die Ausstellungsräume 2022 neu eröffnet.
5. Bedeutung heute
Heute ist das HAUS. KUNST. MITTE. ein unabhängiger Ausstellungsort für nationale und internationale Gegenwartskunst.
Es ist zugleich ein wichtiges Zeugnis der Berliner Stadtgeschichte: Das Gebäude verbindet die Kaiserzeit, den Zweiten Weltkrieg, die deutsche Teilung, die Wiedervereinigung und die heutige Stadtentwicklung.
Besonders bemerkenswert ist, dass das historische Gebäude trotz der umfassenden städtebaulichen Veränderungen in der Europacity erhalten geblieben ist. Es bildet damit einen architektonischen und kulturellen Kontrast zu den modernen Neubauten seiner Umgebung.
Besonderheiten: Haben Sonntags immer freien Eintritt.
Angebote: Das HAUS. KUNST. MITTE. bietet ein Kunstvermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ziel ist es, Kunst nicht nur anzuschauen, sondern selbst kreativ zu entdecken und auszuprobieren.
Kunstart:
Contemporary
Kunststil:
21. Jahrhundert, Abstrakte Kunst, Angewandte Kunst, Contemporary Art - Zeitgenössische Kunst
Angaben zur Lage: Lagebeschreibung – Heidestraße 54, 10557 Berlin
Das HAUS. KUNST. MITTE. befindet sich in Berlin-Moabit im Bezirk Mitte, nördlich des Berliner Hauptbahnhofs, im neu entwickelten Stadtquartier Europacity.
Die Umgebung ist geprägt von einer Mischung aus historischer Bebauung und moderner Architektur. In unmittelbarer Nähe befinden sich Büro- und Wohngebäude, Hotels, gastronomische Angebote sowie kulturelle Einrichtungen. Der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal mit seinen Uferbereichen und Promenaden liegt ebenfalls in der näheren Umgebung.
Ein wichtiger kultureller Nachbar ist der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Auch der Hauptbahnhof ist fußläufig in etwa 5–10 Minuten erreichbar.
Verkehrsanbindung: Durch die Nähe zum Hauptbahnhof besteht eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr mit S-Bahn, U-Bahn, Regional- und Fernzügen sowie Buslinien.
Charakter des Standortes: Urban, zentral und kulturell geprägt. Die Europacity verbindet modernes Stadtleben, Wohnen, Arbeiten und Kunst und bietet dem Ausstellungshaus ein zeitgemäßes Umfeld mit guter überregionaler Erreichbarkeit.
ÖffnungszeitenMontag von 12:00 bis 18:00 UhrDienstag geschlossenMittwoch geschlossenDonnerstag von 12:00 bis 18:00 UhrFreitag von 12:00 bis 18:00 UhrSamstag von 12:00 bis 18:00 UhrSonntag von 12:00 bis 18:00 Uhr