„Courage: Schwestern im Geiste“ eröffnet die Prater Galerie nach jahrelanger Sanierung wieder in der Kastanienallee: Acht Künstlerinnen aus der DDR und dem östlichen Europa zeigen historische und aktuelle Arbeiten zu Widerstand, Exil und Solidarität. Courage Prater Galerie, vom 4. September 2026 bis 3. Januar 2027 in Prenzlauer Berg.
Courage in der Prater Galerie: Schwestern im Geiste
Die Prater Galerie war ein zentraler Ort für zeitgenössische Kunst in Ost-Berlin und eng mit dem Zentrum für Kunstausstellungen der DDR (ZfK) vernetzt, wobei Werke aus der DDR und osteuropäischen Ländern in Austauschprozessen zirkulierten. „Courage: Schwestern im Geiste“ kehrt die historische Unterrepräsentation von Künstlerinnen um und zeigt ausschließlich künstlerische Positionen von Frauen, die gesellschaftliche und politische Fragen kritisch verhandeln.
Widerstand, Erinnerung, Selbstorganisation
Historische und aktuelle Arbeiten verbinden sich dabei zu einem differenzierten Blick auf Widerstand, Erinnerung und Selbstorganisation in unterschiedlichen politischen Kontexten. Im Zentrum stehen künstlerische Praktiken, die Machtstrukturen, Exil, Repression, Solidarität und feministische Freiheitsbewegungen reflektieren. So entsteht ein vielstimmiges Bild von Courage als Haltung, die Kunst sowohl politisch als auch als kritisches Korrektiv versteht.
Mit Werken von Yevgenia Belorusets, Christa Jeitner, Magdalena Jetelová, Lesia Pcholka, Luise Schröder, Gundula Schulze Eldowy, Natalia Vatsadze und Eva Vent. Kuratiert von Katharina von Hagenow, Lena Prents und Susanne Weiß.
Teil der ifa-Reihe „Publik Machen“
„Courage: Schwestern im Geiste“ ist Teil der ifa-Ausstellungsreihe „Publik Machen: Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR“. Das Projekt untersucht in sechs Kapiteln die Arbeit des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK), dessen grafischer Sammlungsbestand 1991 an das ifa überging. Das ZfK verband staatliche Kulturpolitik mit internationalem Austausch und eröffnet heute neue Perspektiven auf das Verhältnis von Kunst und Politik. Die Ausstellungsreihe findet 2026 in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Dresden und fünf Berliner Ausstellungshäusern statt: Prater Galerie, ifa-Galerie Berlin, Schloss Biesdorf, KVOST, Galerie im Turm. In Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung.
Über die Prater Galerie
Die Prater Galerie besteht aus drei gleichberechtigten Bereichen – der physischen Galerie, Prater Digital und dem Bereich der Kulturellen Bildung. Die kommunale Prater Galerie existiert mit wenigen Unterbrechungen seit 1967 in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg, einem der bekanntesten und pulsierendsten Stadtteile Berlins. Sie widmet sich Themen der Gegenwart in einem breiteren postsozialistischen, postmigrantischen und globalen Kontext und wirft gleichzeitig einen interessierten Blick zurück auf die Kunst im Ost-Berlin der 1960er bis 1990er Jahre. Ein besonderer Programmfokus liegt auf internationaler zeitgenössischer Kunst, insbesondere Kunst aus dem östlichen Europa. Gemeinsam mit Künstler:innen, Kurator:innen und Akteur:innen aus dem (zivil-)gesellschaftlichen Umfeld möchte sie einen offenen Kunstort für die Nachbarschaft und darüber hinaus etablieren.
Courage: Schwestern im Geiste
4. September 2026 – 3. Januar 2027
Eröffnung: 3. September 2026, 18 Uhr
Prater Galerie
Das Begleitprogramm zu Courage in der Prater Galerie, darunter eine Shuttle-Bus-Tour am 9. September und eine Performance von Natalia Vatsadze am 9. Oktober, findest Du auf der Website der Prater Galerie.


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