In der Vernissage Hoppers KW 15 erschnüffle ich, euer Cettino, wieder die besten Fährten in der Berliner Kunstszene. Woche für Woche ziehe ich mit meinem Kumpel Richard J. Flohr los, um für euch die spannendsten Touren zusammenzustellen, damit ihr kein Opening-Highlight unserer Stadt verpaßt und per Fahrrad und/oder [...]
Attila Adorján, 1968 in Ungarn geboren, begriff schon als kleiner Junge, dass der Mensch in Bildern denkt. Er suchte einen Weg, diese Gedanken sichtbar zu machen und fand diesen in der figurativen Malerei. Seit den 1990er Jahren widmete er sich dabei vor allem dem Hyperrealismus. Sein Sujet: Große Luxusmarken und die Welt der Models, ohne jedoch eine exakte, lebensgetreue Nachbildung anzustreben, sondern vielmehr eine fotorealistische Übertreibung, eine „überzeichnete Realität“.
Er beschäftigte sich mit der glitzernden Konsumgesellschaft durch bewusste Hinwendung zum Populären und Trivialen. Es ging Adorján nicht um die Models oder die Mode, sondern um eine objektive, unpersönliche, kühle Darstellung der Realität und jeglichem Verzicht einer Interpretation durch den Künstler. Als Vorlagen dienten dem Maler dafür meist Fotos oder Farbfolien, die von ihm mit malerischer Virtuosität auf Leinwände geworfen und vergrößert wurden. Handwerklich spannte Adorján einen Bogen zwischen der Malerei alter Meister und neuen Maltechniken wie Emulsionsprozessen, Fotoemulsionsmethode und dem vermehrten Einsatz von Pastellfarbe. Die Hauptmotivation war die Archaisierung der Malkunst, basierend auf dem Respekt alter Maltraditionen verbunden mit innovativen Experimenten von Materialien, Formen und Werkzeugen zur Erneuerung des klassischen Genres. Seine Malerei sollte als ein subjektives Abbild der Objektivität verstanden werden. Das Realitätsstück, das durch das schärfere und präzisere menschliche Auge gesehen und erfasst wurde, erschien plötzlich un_realistisch und warf unter anderem Fragen zum Wirkungsmechanismus des manipulierten Sehens auf. Anfang der 2000er Jahre wagte sich Adorján an Neuinterpretationen. Er verquickte Szenen dumpfer Präzision mit verschwommenen Ergänzungen.Viele seiner dafür genutzten Fotovorlagen waren schwarz-weiß, denen Adorján durch eigene Farbgebung eine neue Identität verschaffte und den angestrebten Realismus unrealistisch werden ließ. Es entstanden Traumbilder in sanfteren Pastelltönen.
Attila Adorján enthüllt mit seinem Hyperrealismus die Existenz nicht existierender Dinge, sein Hyperrealismus übt dabei feine Kritik an idealisierten, extravaganten Wirklichkeiten. Den kritischen Ton seiner Werke findet man in kleinen Details. Und so bewegen sich Attila Adorjáns Werke auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Imagination.
Attila Adorjáns Kunst erschafft Hyperrealismus mit einer Realität, die nur seine eigene ist.
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