
Wasser ist der flüssige Aggregatzustand der chemischen Verbindung H2O. Es ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde und doch wird Wasser im Alltag meist nicht beachtet, verschmutzt oder verschwendet. Christoph Radke fotografiert seit vielen Jahren Wasser in allen Zuständen, flüssig, verfestigt als Eis oder im gasförmigen Zustand. Mit der Ausstellung Wassermusik präsentiert er ein facettenreiches Bild dieses lebensbestimmenden Elementes, das als einziger Stoff auf der Erde im festen, flüssigen und gasförmigen Zustand vorkommt.
Die zum Teil schwarz-weißen Fotos hat Radke in verschiedenen Erdregionen aufgenommen. Wasser als Lebensraum zeigen Fotografien aus dem Mekong-Delta in Vietnam. Durcheinander wirbelnde Fische und das Gerippe von Fischgräten verweisen auf Wasser als Lebensraum. Größere Prints erscheinen wie Erinnerungen an Erlebtes: Jungen in Varanasi auf Booten im Ganges sind erkennbar, aber die Bilder haben in ihrer weichen Struktur etwas traumhaftes. Ähnlich wird die Gischt von Brandung und Felsen auf der Insel Elba präsentiert. Die Wellen erscheinen bedrohlich, alles mischt sich zu einer wirbelnden Struktur, in der auf einem Bild ganz klein zwei Menschen zu erkennen sind.
Eine große zwölfteilige Arbeit dreht sich um Stimmungen. Die Collage changiert zwischen Wasserbewegungen und Spiegelungen, in die Bilder wie die Arche Noah zart eingewirkt sind. Etliche Fotografien wirken abstrakt, obwohl sie tatsächlich reale Situationen zeigen wie einen Öltropfen auf einer Wasserfläche in einer Schale. Gefrorenes Wasser kristalliert sich als zart farbiges Strukturenmuster auf zwei größeren Prints. Den Abschluss der Ausstellung bildet ein wandfüllendes Video, das in langsamer Bewegung Wolken (Wasserdampf) überblendet mit Aufnahmen von Meern, Flüssen und Seeen oder Ereignissen am oder im Wasser. Die Ausstellung Wassermusik erscheint wie eine musikalisch wirkende Komposition aus und um Wasser.
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