Galerie Mazzoli freut sich „In between“, die erste Einzelausstellung des französischen Künstlers Jonathan Binet in Berlin, zu präsentieren und zur Vernissage am 26. Juni 2026 um 19 Uhr einzuladen.
Die Ausstellung vereint eine konzentrierte Auswahl neuerer Werke und bietet Einblick in eine künstlerische Praxis, die sich durch ein fortwährendes Aushandeln zwischen Intention und Zufall, Entscheidung und Ungewissheit entfaltet. Obwohl die Malerei im Zentrum von Binets Arbeit steht, versteht er sie weniger als die Ausführung eines im Voraus festgelegten Bildes, sondern vielmehr als einen Prozess des Beobachtens, Auswählens und Reagierens auf das, was während des Entstehens sichtbar wird.
Wie der Künstler selbst bemerkt hat, interessiert ihn besonders die Lücke zwischen einer ursprünglichen Idee und dem fertigen Werk. Ausgehend von einer Richtung, die oft nur teilweise definiert ist, lässt Binet dem Unvorhersehbaren bewusst Raum. Zufällige Spuren, beiläufige Gesten, Überreste vorheriger Handlungen und Elemente, die sich seiner unmittelbaren Kontrolle entziehen, werden häufig zu den lebendigsten Bestandteilen seiner Arbeiten. Anstatt diese Erscheinungen zu korrigieren oder zu unterdrücken, schenkt er ihnen besondere Aufmerksamkeit und erlaubt ihnen, den Prozess umzulenken und das Ergebnis mitzugestalten.
Mit Jonathan Binets erster Einzelausstellung in der Galerie Mazzoli Berlin hebt „In between“ eine künstlerische Praxis hervor, die Unsicherheit als produktive Bedingung begreift. Die Werke laden die Betrachter:innen dazu ein, denselben Raum von Aufmerksamkeit und Zögern zu betreten, aus dem sie hervorgegangen sind – einen Raum, in dem Wahl und Nicht-Wahl untrennbar miteinander verbunden bleiben und Bedeutung fortwährend ausgehandelt statt endgültig festgelegt wird.
BIO
Jonathan Binet (1984, Saint-Priest bei Lyon, Frankreich) studierte an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris sowie an der École des Beaux-Arts in Saint-Étienne. Zu seinen wichtigsten Einzelausstellungen zählen jene bei Balice Hertling, Paris (2016 und 2024), Spazio ORR, Brescia (2021), Berthold Pott, Cologne (2020), Galerie Stadtpark, Krems (2017), Galleria Mazzoli, Modena (2017), Bonner Kunstverein, Bonn (2015), Carl Kostyál, London (2015), Kunst Halle Sankt Gallen, St. Gallen (2015), Centre d’Art Neuchâtel, Neuchâtel (2014), das Musée d’Art Contemporain de Bordeaux, Bordeaux (2012), das Palais de Tokyo (2012) sowie Gaudel de Stampa, Paris (2011).
Im Jahr 2008 wurde er mit dem „Prix des Amis des Beaux-Arts, Prix Gérard Viquel“ ausgezeichnet. Zu seinen jüngeren Gruppenausstellungen zählen „Quel jour sommes-nous“ bei Tokonoma in Kassel (2022) sowie „Shelter in the folds of the infinite“ bei Sans Titre in Paris (2021).
Er lebt und arbeitet in Paris.
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