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MAPPING ALONG. Ränder des Widerstreits aufzeichnen. Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.

16. April 2021 - 13. Juni 2021

Die Ausstellung Mapping along thematisiert das Kartieren als künstlerische Forschung zu urbanen Raumproduktionen und räumlichen Konflikte. Welche Bilder produzieren Mappings von städtischen Räumen, welchen Beitrag leisten sie zur Erforschung räumlicher Konstellationen? Und: was ist, kann und bedeutet Mapping überhaupt? In der Ausstellung, einem Booklet und einem umfangreichen Begleitprogramm stellt metroZones eigene und internationale Praxen und Positionen zur Diskussion.

Zur Ausstellung:
Das Kartieren als bild- und raumproduzierende Praxis steht im Mittelpunkt der Ausstellung Mapping along im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Basierend auf Erkundungen, die metroZones – Zentrum für städtische Angelegenheiten in den vergangenen Jahren unternahm, werden ausgewählte Mappings zusammengeführt und zusammen mit eingeladenen internationalen Positionen zur Diskussion gestellt. Dabei geht es stets um die Materialisierung räumlicher Konfliktlagen und des Widerstreits: etwa die Stadterfahrung und Raumnahmen von Geflüchteten, die Aneignung des Urbanen durch Plattform-Ökonomien – hochaktuell durch den geplanten Amazon-Turm an der Warschauer Brücke – oder die Kultur städtischer Peripherien.
Im Laufe der letzten Jahre hat metroZones in seiner forschenden und künstlerischen Praxis vermehrt mit aufzeichnenden Verfahren gearbeitet. Diese kartierenden Zugänge waren einerseits in je spezifische Erkundungs- und Verstehensprozesse eingebunden, brachten andererseits eigenständige Raumbilder hervor, die weiterbearbeitet wurden und sich in verschiedener Gestalt manifestierten, als Ausstellung oder Tapete, als Kleidung oder Video. Mapping wurde für metroZones zur Methode, die als kollektives und häufig auch kollaboratives Verfahren zur (Selbst-) Verständigung der Vielen beitrug und zugleich eine spezifische Bildproduktion ermöglichte.
Es geht um Kartieren, nicht um Kartografie: Gemeint ist weniger das Produkt als der Prozess des Aufzeichnens in all seinen Widersprüchen, etwa in Bezug auf Lesbarkeit, Bildsprachen oder das Einschreiben von Zeit und Macht. Es geht um das Herstellen von Relationen, um Übersetzung und Rekonstruktion, Erinnerung und Diskurs, um Kartierung als Wissensproduktion und ästhetische Praxis.
In Mapping along sind unterschiedlichste Mappingformate – auf Papier, auf Tuch oder dem Bildschirm, als Soundstationen oder Diskurstapeten, aber in Skizzenhefte oder Architekturmodelle – zu einem vielschichtigen Parcours arrangiert. Dabei sind die metroZones-Projekte räumlich als Kapitel begehbar – Hellersdorf-Forschung, Refugee Complex, Stadt als Byte oder die Schule für städtisches Handeln – und werden mit ausgewählten Gastpositionen kombiniert, so dass unterschiedliche Verfahren und Ästhetiken les- und diskutierbar werden.
Mit Arbeiten von metroZones, Berlin vs. Amazon, Larissa Fassler, Christian Hanussek/Gerda Heck, Im Dissens? (Dagmar Pelger/Stefan Endewardt/Joerg Franzbecker), Daniel Kötter, Diana Lucas-Drogan, Peter Spillmann/MigMap, Pedro Ceñal Murga, Katharina Pelosi, Christoph Schäfer, Denise Scott Brown/Jeremy Tenenbaum und Tytus Szabelski.

Begleitprogramm zur Ausstellung:
Die Ausstellung wird von einer Reihe von Talks (metroZones-Saloons), Filmvorführungen und Wochenend-Workschops (metrozones-Schule des städtischen Handelns) begleitet, die Praxen, Ästhetiken und Politik von Mappings aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und auch die Ränder des Kartierens erörtern. In den metrozones-Schulen kann das Produzieren und Lesen von Kartierungen zudem praktisch erprobt und diskutiert werden. Eine taz-Beilage gibt einen Überblick über Konzept und Programm, in einem Booklet werden Exponate und Positionen detaiillierter erörtert und kontextualisiert.
Zusätzlich zu den in der Ausstellung vertretenen Künstler:innen sind an den Workshops und Diskussionen weitere Forschende, Kunstschaffende und Aktivist:innen beteiligt, darunter Nishat Awan, Bartek Goldmann, Sergio Beltrán-García, Rahima Gambo, Guerilla Architects, Agata Lisiak, Simon Sheikh, Monika Streule, Ulf Treger, u.a.m.

Zur Eröffnung am 16.04. um 19 Uhr wird es einen Online-Rundgang geben und am 17.04. von 16- 19 Uhr ein Künstler:innen Talk. Wir bitten um Anmeldung unter: mappingalong@metrozones.info

Aktuelle Informationen zu Austellung, Begleitprogramm und Pressebilder: www.kunstraumkreuzberg.de oder www.metrozones.info

Kuratiert von metroZones

Projektmitarbeit Kunstraum Kreuzberg: Dani Hasrouni, Markus Hemann, Kristoffer Holmelund, Sofia Jamatte, Linnéa Meiners, Sofía Pfister, Nadia Pilchowski, Jorinde Splettstößer

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Ausstellungsfonds für Kommunale Galerien und Fonds für Ausstellungsvergütungen.

Details

Beginn:
16. April 2021
Ende:
13. Juni 2021
Veranstaltungskategorie:
Eintritt: frei €

Angebote:

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Veranstaltungsort

Kunstraum Kreuzberg Bethanien
Mariannenplatz 2
Berlin, 10997 Deutschland
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Veröffentlicht am: 12.04.2021 |

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