
Klaus Hack (geboren 1966 in Bayreuth) ist ein Künstler, der nicht nur früh und mit Erfolg in die Selbstständigkeit ging, sondern seit diesem Zeitpunkt auch kontinuierlich sein Werk weiterentwickelt hat. Entgegen dem Zeitgeist hatte sich Hack, inspiriert von den Skulpturen des Expressionismus, von Beginn an für den klassischen Werkstoff Holz entschieden. Seit nunmehr 40 Jahren entstehen in diesem Material handwerklich vielseitig und virtuos, motivisch phantasievoll und thematisch vielschichtig großformatige, häufig weiß gefasste Holzskulpturen.
Klaus Hack studierte nach einer Schreinerlehre zunächst an der Akademie in Nürnberg bei dem figurativ arbeitenden Bildhauer Wilhelm Uhlig (1930-2022). Er wechselte 1991 an die Berliner Hochschule der Künste zu Rolf Szymanski (1928-2013), wo er sich von der unversehrten menschlichen Figur zu lösen begann, um fortan Körper und Gegenstände sich in freien Formen entwickeln zu lassen. Seit 1995 arbeitet der Künstler selbständig.
Die Skulpturen von Klaus Hack sind meist allansichtig, voller Durchbrüche und ineinander verschränkter Formen. Der Künstler erfindet phantastische Wesen, obsessiv strukturierte Oberflächen und architektonische Formen und konstruiert Altäre von ungewöhnlicher Spiritualität. Seine Holzschnittdrucke kombinieren Zwei- und Dreidimensionales, in dem der bearbeitete Baumstamm als Drucktrommel für großformatige Drucke auf Leinwand dient. Dazu schafft Klaus Hack imposante Holzschnitte in kontrastreicher Farbigkeit sowie zartfabulierende Malereien im kleinen Format. Das Werk des heute sechzigjährigen Klaus Hack wird von Erzählfreude und Erfindungsreichtum geprägt. Es steht in seiner Konsequenz, mit der es im Material Holz stetig weiterentwickelt wurde, singulär in der heutigen Zeit.
Die Ausstellung verfolgt die Werkentwicklung des Künstlers von seinen frühen Anfängen Mitte der 1980er Jahre, die unter dem Eindruck der Skulpturen von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) standen, die Arbeiten der Meisterschülerzeit bei Rolf Szymanski und der ersten Selbstständigkeit mit den großformatigen Drucktrommel-Werken über die verinnerlichten Sitzfiguren der frühen 2000er Jahre, die Architekturobjekte und -reliefs bis zu den aktuellen Altären und Figuren.
Gezeigt werden ca. 30 zum Teil großformatige Skulpturen, etliche monumentale Holzschnittdrucke und Holzschnitte sowie zahlreiche Zeichnungen.
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