
Der Schmerz, die Folter oder sogar der Tod eines Tieres, eines Soldaten, eines Märtyrers werden dabei zu einer Quelle von Macht. Sie erzeugen ideologische Bezugspunkte und binden das, was andernfalls zu verstörend wäre, um darüber zu sprechen, in den kulturellen Raum und dessen Erbe ein.
Die Ausstellung bringt zwei eigenständige künstlerische Positionen zusammen. Unterschiedliche ästhetische Sprachen treffen dabei auf gemeinsame Erfahrungen und Sensibilitäten. Beide Künstlerinnen leben derzeit in Deutschland und studierten im Atelier von Mykola Storozhenko an der Nationalen Akademie der Bildenden Künste und Architektur in Kyjiw. Die dortige Ausbildung war geprägt von monumentaler Kunst, religiöser Postmoderne sowie einer Ästhetik, die an die nördliche Renaissance und den ukrainischen Barock anknüpft.
Auch wenn sich Maiier und Yesakova inzwischen vom Akademismus entfernt haben, ist dieser Hintergrund in ihrer präzisen Arbeitsweise, ihrer Aufmerksamkeit für Details und ihren aufwendigen Produktionsprozessen weiterhin spürbar. Der erhabene Charakter dieses künstlerischen Erbes findet sich auch im zentralen Thema der Ausstellung wieder: in der feierlichen Überhöhung des Abstoßenden.
13.–27. August 2026
Vernissage: 13. August, 19–21:30 Uhr
Öffnungszeiten: Do–Fr 16–19 Uhr, Sa 14–17 Uhr + auf Anfrage
Finissage: 27. August, 18-21 Uhr
roam projects e. V.
Lindenstr. 91
10969 Berlin
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