Michael Laube nimmt bei Kuckei + Kuckei einen Jazzklassiker beim Wort: Take Five heißt seine zwölfte Einzelausstellung in der Galerie, und die Zahl Fünf gibt darin den Takt vor. Schicht für Schicht löst er die Malerei vom Bildträger und lässt sie auf transparentem Acrylglas in den Raum wandern. Wer sich davor bewegt, sieht nie zweimal dasselbe Bild.
Wer kennt sie nicht, die Melodie aus Dave Brubecks ‘Take Five’, die einen mühelos und mit Beschwingtheit durch einen noch so trüben Tag zu tragen vermag. In fünf Vierteln getaktet, transportiert das Stück eine kaum zu widerstehende Aufforderung, sich zu bewegen. Ähnlich verhält es sich mit den Arbeiten von Michael Laube, dessen Werke die Qualität eines traditionellen Malereibegriffs mit dem Streben nach der Entgrenzung des Mediums vereinen. Laube befreit die in der ‘klassichen Malerei’ übliche Schichtung von Farbauftrag und Lasur auf dem Malgrund der Leinwand in einzelne Lagen: Anhand des Einsatzes von transparentem Acrylglas expandieren die einzelnen Schichten wie schwerelos in den Raum und lassen sich so unabhängig voneinander aus unterschiedlichen Perspektiven beobachten. Bewegt der Betrachter sich vor dem Werk, entstehen immer wieder neue Farbkonstellationen und Eindrücke, die sich einer eindeutigen Festlegung charmant entziehen.
Michael Laube Take Five: Die Fünf als Handlungsanweisung
Diese insgesamt 12. Einzelausstellung von Michael Laube bei Kuckei + Kuckei präsentiert seine neuesten Werke, die eine inhaltliche Fokussierung und neue gemeinsame Ausrichtung speziell für diese Ausstellung verbindet: Inspiriert von Dave Brubeck und in Anlehnung an die kunstgeschichtliche Relevanz der Zahl Fünf, lässt Laube sich darauf ein, diese ungerade Zahl als eine Art Handlungsanweisung zu verstehen. In unterschiedlicher Weise gibt die Fünf den Ton an: es gibt eine fünfteilige Arbeit, so wie eine Arbeit in Form eines Pentagons. Es gibt Werke, die mit der Fünfteilung als Gestaltungsprinzip arbeiten und solche, die ganz bewusst mit fünf Farben oder fünf Farbfeldern umgehen. Laube arbeitet nun in einem leicht kleineren Format als in früheren Werken, innerhalb einiger Arbeiten findet sich eine rhythmische Wiederkehr von fünf Segmenten.
Über Michael Laube
Michael Laube wurde 1955 in Coburg geboren. Er studierte Malerei an der UdK Berlin und schloss sein Studium 1994 als Meisterschüler von Georg Baselitz ab. Er lebt und arbeitet in Berlin und Neubrandenburg.
Michael Laube Take Five bei Kuckei + Kuckei: Termine und Ort
Ausstellungsdauer
10. September bis 24. Oktober 2026
Ort
Kuckei + Kuckei
Linienstraße 158, 10115 Berlin
Mittwoch bis Freitag 12 bis 18 Uhr, Samstag 12 bis 17 Uhr
Eintritt frei
Mehr zu Michael Laube und Take Five findest Du auf der Website von Kuckei + Kuckei.


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