SUPERPOSITION – das Video zur Ausstellung im DISKURS

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

SUPERPOSITION – Die Überlagerung von Kunst und Wissenschaft. Eine Ausstellung mit Kunstwerken aus den Bereichen Science & Art von Lucas Buschfeld, Edith Kollath, Olaf Schirm und Sebastian Wolf im DISKURS Berlin: das Video der Preview

Was ist Wahrnehmung? Wie kann ich etwas ergründen durch Wahrnehmung – und was passiert dann? „Unsere Wahrnehmung führt dazu, dass sich die Dinge verändern, nicht nur in uns selbst, sondern in der Welt. In der Vielzahl aller Möglichkeiten, die jeder Zustand oder jede Situation haben kann, kristallisiert sich eine Existenz. Wir können so durch Wahrnehmung etwas entstehen lassen. Die Superposition, die Überlagerung von Möglichkeiten, bildet dabei die Ausgangsposition.“ (Olaf Schirm)

Welche Abgrenzung zu klassischen Genres wie der Malerei bspw. haben wir hier? Was sind die Motivation, die Strategien und die Arbeitsfelder der transdisziplinären, sehr unterschiedlichen Werke und Künstler?

Sebastian Wolf beschäftigt sich in einigen seiner Arbeiten mit der Absurdität der Über-Automatisierung (lovesmenot). Olaf Schirms hier gezeigte Arbeiten sind das kinetische Objekt fadeR, bei dem es um die Dauer und das Erleben des Moments geht sowie die immersive, kybernetische Klangskulptur SWARM, eine Sounderlebnis, das die Geschichte von sich ausbreitenden biologischen und technischen Schwärmen erleben lässt. Edith Kollaths künstlerisches Schaffen erforscht Themen wie Atem, Ausdehnung und Zusammenziehen, denkt über das Scheitern und Verwerfen nach (IF IT WERE A SHEET OF PAPER) oder mit der Wahrnehmung des Selbst (I AM WHAT I AM NOT).
Vom Bauwerk zum Sinnesorgan: Lucas Buschfeld bringt uns das Informationsvermögen eines Spinnennetzes nahe. Dieses Netz lässt sich nicht nur quantenphysikalisch betrachten, da es fast keine Materie hat und größtenteils aus Zwischenräumen besteht, zugleich hierin umfassende Informationen gespeichert sind und die Spinne ihren Körper und alle Sinne durch dieses Netz erweitert, sondern eben auch bio-philosophisch, als Wahrnehmungsorgan (Onography).

Dies und mehr findet ihr in unserem Video.

Weitere Informationen zu den teilnehmenden Künstler/innen:

Lucas Buschfeld (www.lucasbuschfeld.com)
(*1983, Köln) lebt und arbeitet in Berlin. Kunststudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln sowie am Institut für Raumexperimente, Klasse Olafur Eliasson, Universität der Künste Berlin. Seine Arbeiten wurden u.a. in Ausstellungen in der Neuen Nationalgalerie, im Hamburger Bahnhof, im Museum of Contemporary Art Tokyo, im Museum für Angewandte Kunst Köln und im ZKM gezeigt. Buschfelds meist installative Arbeiten, öffnen in der kontemplativen Betrachtung einen Raum für die sinnliche Wahrnehmung natürlicher Gesetzmäßigkeiten und erlauben es der/dem Betrachter/in ihr/sein Erleben einer objektiven physischen Realität um die Dimension einer sinnlich konstruierten Wirklichkeit zu erweitern.

Werk: Onography (Type F), 2019

Edith Kollath (www.edithkollath.com)
(*1977, Eutin) untersucht in ihrer künstlerisch-forschenden Praxis rekursive Bewegungen und Systeme – organische und digitale -, die offen für Kontingenz sind. Multimedial verfolgt sie das Vorhaben, dynamische Spannungsverhältnisse und fragile Zustände sinnlich erfahrbar zu machen und auf ihre sozialen und theoretischen Kontexte hin zu befragen. Sie studierte Kostümdesign und Bildende Kunst in Hamburg. Von 2006 bis 2009 war sie aktives Mitglied im Hackerkollektiv NYC Resistors in New York, USA. Von 2010 an leitet sie diverse Workshops und hat Lehraufträge, u.a. auch an der Bauhaus Universität Weimar, wo sie seit 2015 an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst promoviert. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, ihre Arbeiten werden im internationalen Kontext präsentiert und ihre erste Monografie »Manoeuvre of Plenty« erschien 2013 im Distanz Verlag.

Werke:
IF IT WERE A SHEET OF PAPER, 2014 – 2017, geknülltes Seidenpapier, magnetischer Mechanismus, Spiegel, Podest, etwa 45 cm x 45 cm x 150 cm (variable Abmessungen)
I AM WHAT I AM NOT, Spionspiegelobjekt, Epoxidharz, Elektronik, 2020

Olaf Schirm (www.olaf-schirm.de)
(*1958, Berlin) ist unter dem Namen Symboter seit den 70er-Jahren als Musiker in der elektronischen Musik und Klangkunst tätig. Sein Hintergrund der Biologie und Physik, gepaart mit seinen künstlerischen und Ingenieurs-Familienwurzeln führte zur Gründung von Unternehmen der 3D-Computeranimation, Echtzeit Motion Capture Technologie, Avatare und Chatbots, Forschungsrobotik und E-Couture. Er erhielt Auszeichnungen vom Royal College of Art London, Siggraph Los Angeles, Byte Magazine, Medikinale. Als internationaler Künstler im Bereich Science Art untersucht er Fragen der Wahrnehmung, der Zeit und der Mensch-Maschine-/KI-Beziehung. Olaf Schirm ist zudem Autor, Kunstsammler und Sprecher bei Podiumsdiskussionen und Konferenzen. Er kuratiert Ausstellungen von Sammlerkunst und Science Art.

Werke:
SWARM, kybernetische Klangskulptur, Größe variabel, Elektronik, Mixed-Media, Dauer 6‘30“ Minuten, Unikat, 2019
fadeR, kinetisches Sprühobjekt, Größe variabel, ca. 250cm (H) x 150cm (B), Metallgalgen, Spezialleinwand, Sprühsystem, Aluverbund, 3D-Druck, Elektronik, Sensor, 5 + 1ea, 2016

Sebastian Wolf (www.einsdreidrei.com)
(*1989, Deutschland) entwirft und konstruiert interaktive kinetische sowie Lichtinstallationen, angetrieben durch die Faszination für neue Technologien und deren ästhetisches sowie emotionales Potential. Er entwirft und baut interaktive Installationen mit dem Ziel, sinnvolle und berührende Erlebnisse zu schaffen. Dabei untersucht er genau die Werkzeuge, die Komplexität in unserer Welt erzeugen, um Schönheit und Einfachheit zu schaffen.

Werk: lovesmenot, robotische Installation, 2019

SUPERPOSITION DISKURS Berlin

Ausstellungsdauer: 22.01.2020 – 29.02.2020

Die Pressemappe ist unter https://bit.ly/2QeCosR zu finden.

Regie: Kunstleben Berlin

Kamera/Schnitt: Masch von Kunstleben Berlin

Galerie: Projektraum DISKURS Berlin, Novalisstraße 7 in 10115 Berlin-Mitte

Kuration: Olaf Schirm

Moderation/Text: Jana Noritsch

Kontakt: info@kunstleben-berlin.de

Bild: Edith Kollath IF IT WERE A SHEET OF PAPER © Foto: Manfred Schulzke © Edith Kollath

Veröffentlicht am: 08.05.2020 | Kategorie: Ausstellungen, Kunstblick, Videos,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Verpasse keinen Kunst Event mehr...

Holler Box