Beauty in the Banal. American Topographic Photography

Philip Melnick Ocean Park, CA 10/74 Silver gelatin print. 1974. ©Philip Melnick

Ausgangspunkt ist die amerikanische Ausstellung ‚New Topographics: Photographs of a Man-altered Landscape‘ und deren nachhaltiger Einfluss auf nachfolgende Fotografengenerationen. Mit 168 Fotografien von Robert Adams, Lewis Baltz, Bernd und Hilla Becher, Joe Deal, Frank Gohlke, Nicholas Nixon, John Schott, Harry Wessel Jr. und Stephen Shore setzte die von William Jenkins kuratierte Ausstellung 1975 im George Eastman House International Museum of Photography in Rochester, New York, neue Impulse für die zeitgenössische Fotografie.

Die ausgestellten Arbeiten waren zivilisationskritisch und von dokumentarischem Charakter – gezeigt wurde die durch Menschenhand sowie wirtschaftliche und industrielle Entwicklung sich verändernde Umwelt. Bilder vom ersten Eindringen der Zivilisation in die Natur, gleichsam ein Paradox der Gleichgültigkeit, langweilig und interessant zugleich.

Charles Johnstone Calyer Street & Jewel Street, Greenpoint Cibachrome. 2013. ©Charles Johnstone. Courtesy of Kunsthandel Jörg Maaß, Berlin
Charles Johnstone
Calyer Street & Jewel Street, Greenpoint
Cibachrome. 2013.
©Charles Johnstone. Courtesy of Kunsthandel Jörg Maaß, Berlin

 

Der Begriff „New Topographics“ war 1975 vielleicht noch neu, die Wurzeln der Ausstellungsidee reichen jedoch schon weiter zurück. Zu den frühen Wegbereitern gehören unter anderem Walker Evans und Edward Ruscha.

In unseren Räumen möchten wir das New Yorker Ausstellungskonzept von 1975 nicht rekonstruieren. Vielmehr freuen wir uns, den Ursprung und die Anfänge jener Bewegung anhand einer Auswahl von 42 Arbeiten, die von den 70er Jahren über die 90er bis in die Gegenwart reichen, zu zeigen. Zu den ausgestellten Fotografen gehören unter anderem Philip Melnick, Jay Boersma, William Eggleston und Joel Meyerowitz, die sich etwa zeitgleich mit ähnlichen Themen wie Robert Adams und Stephen Shore beschäftigten.

Darüber hinaus befinden sich unter den Exponaten auch Arbeiten zeitgenössischer Künstler wie Alec Soth und Charles Johnstone, deren Bildsprache den starken Einfluss der in der New Yorker Ausstellung präsentierten Künstler spiegelt. Das zentrale Anliegen jener Künstler bestand darin, „das Amerika der 70er Jahre ohne Glorifizierung oder Verdammung zu zeigen, hochwertige Drucke ohne die Mystik der Dunkelkammer zu erzeugen und einen Überblick ohne direkten narrativen Zusammenhang zu präsentieren.“ (New Topographics. Center for Creative Photography, University of Arizona. Steidl 2009. S. 17.)

Der Kunsthandel Jörg Maaß präsentiert „Beauty in the Banal. American Topographic Photography“, eine Ausstellung mit Arbeiten von Robert Adams, William Eggleston, Charles Johnstone, Stephen Shore, Alec Soth und anderen.

Beauty in the Banal. American Topographic Photography

4. Dezember 2015 – 12. Februar 2016

Kunsthandel Jörg Maaß

Rankestraße 24
10789 Berlin

Veröffentlicht am: 21.12.2015 | Kategorie: Ausstellungen, Kunst, | Tag: Alec Soth, American Topographic Photography, Beauty in the Banal, Charles Johnstone, Kalender, Kunsthandel Jörg Maaß, Robert Adams, Stephen Shore, William Eggleston,

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