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Artificial Individuality. DAM Projects.

27. April 2024 - 29. Juni 2024

Täglich werden Tausende von Bildern mit Hilfe sogenannter KI (Künstlicher Intelligenz) kreiert. Doch wer kreiert, welchen Anteil hat das Individuum, das das KI-Programm nutzt, und in welchem Umfang ist das Resultat durch das komplexe Programm der KI geprägt? Genauso wenig wie wir nicht mehr hervorragende Fotografen haben, seit es ein Leichtes ist, ein spektakuläres Foto mit dem Smartphone zu machen, haben wir auch durch die KI nicht plötzlich mehr großartige Künstler.

Unsere Auswahl stellt Ihnen einige herausragende Künstler vor, die bereits eine eigene künstlerische Position entwickelt hatten, bevor sie KI als weiteres Werkzeug nutzten.

Memo Akten

„Ich schreibe Software – ich entwerfe Systeme, die Verhalten abstrahieren.“ Akten beschäftigt sich vielseitig mit den Fragen unserer Existenz und nutzt dazu bevorzugt neue Technologien. Sein PhD widmete er der Untersuchung von Deep Neural Networks, einer Form von KI. Dies mag sehr abstrakt klingen, seine Werke sind jedoch geprägt von einer großen Sinnlichkeit. Mit der gezeigten Arbeit „Waves“ greift er ein archaisches Thema wieder auf, das die Menschen schon immer berührte. Er erweitert jedoch diesen Begriff zu Wellen in der Erdkruste, Zeitlupenwellen auf geologischen Zeitskalen und Gebirge.

Mario Klingemann

Klingemann gilt als einer der wichtigsten Pioniere, der sich schon früh mit KI-Sytemen beschäftigte. Seine Werk beinhaltet Skulpturen, interaktive Software und auch Bilder oder digitale Formate als NFTs. Die Serie „Neural Decay“ entstand bereits 2017 und wurde im Rahmen der Ausstellung „Neurones“ im Centre Pompidou im Jahr 2019 erweitert. Diese Serie zeigen wir zum ersten Mal in Deutschland.

Leah Schrager

Schrager erlebte ihren Durchbruch als Künstlerin während der COVID-Krise, in dem sie sich über ihren Instagram-Account mit dem Thema Selbstwahrnehmung als Frau, Erwartungshaltung der Follower, Sexualität und Idealvorstellungen auseinandersetze. Ihr spielerischer Umgang mit diesen Themen, ausschließlich mit Selbstportraits machte sie international bekannt. Sie erreichte zeitweise 5 Millionen Follower. Dann wurde sie Mutter und thematisiert dies mittels KI auf humorvolle und eindrucksvolle Weise mit ihrer neuesten Bilderserie.

Robert Seidel

Wir zeigten ein frühes Meisterwerk „_grau“ von Seidel im Rahmen einer Sonderschau von digitaler Kunst auf der Art Cologne in 2005. Seitdem hat sein Werk international immer mehr an Bedeutung gewonnen und erreichte einen neuen Höhepunkt mit dem preisgekrönten Experimentalfilm „Hysteresis“ wo Tanz, Animation und KI-Systeme mit Sound vereint ein dichtes Werk hervorbringen, typisch für unsere Zeit. „Als Künstler möchte ich einen Diskurs über diese einzigartigen Formen der KI-Schöpfung eröffnen – mit Auswirkungen über den Film und andere Medien hinaus, bis hin zu jener Singularität, in der die Geschichte zu einem einzigen Punkt in der Gegenwart zusammenbricht.“ R. Seidel, 2021

Es vergeht kein Tag, an dem das Thema KI mit all seinen Facetten, wirtschaftlich, rechtlich, ethisch und künstlerisch, nicht lebhaft diskutiert wird. In dieser Ausstellung haben Sie die Möglichkeit, sich diesem Genre auf spielerische Art und Weise zu nähern. Wir freuen uns auf Sie!

Details

Beginn:
27. April 2024
Ende:
29. Juni 2024
Veranstaltungskategorie:
Eintritt: -

Veranstaltungsort

DAM Projects
Horstweg 35
Berlin, 14059
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Veröffentlicht am: 04.05.2024 |

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