
Vom 10. September 2026 an präsentiert CRONE BERLIN die Einzelausstellung „Sediments“ des österreichischen Künstlers Clemens Krauss.
Clemens Krauss ist für seine pastosen Malereien bekannt, in denen er sich mit dem Verhältnis des menschlichen Individuums zur großen, breiten Masse auseinandersetzt. In seiner neuen Werkserie „Sediments“ treten nun Gebäude, Flächen und Gegenstände als Träger von Zeitlichkeit, Geschichte und Erinnerung an die Stelle der humanen Figur. So verschiebt sich der Fokus von zwischenmenschlichen Beziehungen auf die Körperlichkeit der Dinge, zugleich wird eine Distanz zum anthropozentrischen Blick formuliert.
Der charakteristische dicke, massive Farbauftrag bleibt dabei zentral. Schicht für Schicht bringt Krauss Ölfarbe auf die Leinwand auf und erzeugt reliefartige Oberflächen, die an geologische Sedimente erinnern. Wie natürliche Ablagerungen speichern sie Zeit, Bewegung und Material. Der Malprozess gleicht einem psychoanalytischen Freilegen verborgener Ebenen, in dem Bedeutung erst allmählich aus den übereinanderliegenden Schichten hervortritt.
Ausgangspunkt der neuen Werkserie sind Beobachtungen urbaner Räume. Architektur erscheint als sedimentierter Speicher kultureller und materieller Prozesse; Kalk, Lehm oder Ziegel werden zu Referenzen für eine Materialität, die gleichermaßen gebaut wie organisch gewachsen wirkt. So führt „Sediments“ Krauss‘ Interesse an verborgenen Strukturen konsequent weiter und verlagert den Blick von der menschlichen Figur auf das Körperhafte der Dinge.
Clemens Krauss – Sediments
10. September bis 31. Oktober 2026
CRONE BERLIN
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