Square
KünstlerInnen der Galerie
Gruppenausstellung im großen Raum
Das quadratische Format bildet den gemeinsamen Nenner dieser Ausstellung. Trotz unterschiedlicher Größen bleibt jede Arbeit an die gleiche geometrische Grundfigur gebunden und markiert damit eine geteilte räumliche Bedingung.
Square wird so zu einem konzeptuellen Raum, in dem unabhängige künstlerische Praktiken nebeneinander existieren. Die Einheit der Form erzeugt Nähe, ohne inhaltliche Übereinstimmung zu behaupten. Vielmehr treten Differenzen in den Vordergrund: in Maßstab, Oberfläche, Setzung und Geste.
Die Ausstellung versteht das Quadrat als Ort der Koexistenz – eine Struktur, die Verbindungen ermöglicht, ohne sie festzuschreiben, und die Gleichzeitigkeit heterogener Positionen sichtbar macht.
Text: Celia Mehnert
Ausstellende KünstlerInnen:
Ophelia Beckmann, Matthias Hagemann, Henning Haupt, georgia Krawiec, Uschi Krempel, Celia Mehnert, Martina Reichelt, Bodo Rott, FD Schlemme, Dorothea Schutsch, Sabine Wild, Anne Wodtcke
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Ansichten
Skulpturen von Maja Smoltczyk
Camerapaintings von Sabine Winnemuth
Ausstellung im kleinen Raum
Sabine Winnemuth, geboren in Bad Gandersheim / Deutschland
Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule für Bildende Künste und Design in Hannover, der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und der Facultad de Bellas Artes in Barcelona.
In ihren neuesten fotografischen Arbeiten widmet sie sich der Wiedergabe der Dimension Zeit in der zweidimensionalen Darstellung eines Fotos, indem sie die Veränderungen im zeitlichen Verlauf einer bestimmten Szene zeigt. Ihr Ziel bei dieser Art der Fotografie ist es nicht, ein möglichst perfektes Abbild dessen zu schaffen, was sie wahrnimmt, sondern die Realität mit Hilfe der Kamera kreativ zu verändern. Auf diese Weise werden scheinbar feste Strukturen aufgebrochen und aufgelöst, feste Kanten verschoben und Farben vermischt. Das Motiv löst sich in Licht und Farbe auf, die Verdichtung der Materie ist vergänglich. Energie wird freigesetzt, und Umstrukturierung, Metamorphose und Transformation werden möglich. Der Weg ist geebnet für eine bessere Wahrnehmung des Wesens der Situation, der Emotion, die durch das Gesehene hervorgerufen wird. Die Fotos wurden mit einer Leica Q2 (28 mm Festbrennweite) aufgenommen und ausschließlich mit einem RAW-Konverter (Adobe Lightroom) bearbeitet. Die Bilder werden als Einzelstücke auf Satin gedruckt und auf einen Rahmen aus Aluminiumprofilen gespannt oder auf Fotostoff gedruckt und auf einen Holzrahmen aufgezogen. Dadurch erhalten die Bilder eine eher malerische Anmutung.
Die Bildhauerin Maja Smoltczyk arbeitet vorwiegend figürlich. In ihren Werken spürt sie inneren Zuständen, Stimmungen und typischen Wesenszügen der von ihr dargestellten Figuren nach. Dabei ist es egal, ob es sich um menschliche oder tierische Figuren handelt und es spielt auch keine Rolle, ob es sich um die Darstellung konkreter Personen oder Tiere handelt oder um freie Figuren, die derartige Stimmungen verkörpern, ohne Abbild lebender Individuen zu sein. Faszinierend ist immer, wie sie es schafft, dem toten Material Leben einzuhauchen – ihre Figuren strahlen eine große Lebendigkeit aus und treten sowohl untereinander als auch mit den Betrachtenden in einen inneren Dialog.
Maja Smoltczyk lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Werke sind aus Gips, Bronze und Terrakotta und regelmäßig in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.
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