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I CAN’T LEAVE THESE TREES, THEY HAVE TAKEN SOME OF MY SOUL. Luisa Catucci Gallery.

16. Juni 2022 - 24. August 2022

I CAN’T LEAVE THESE TREES, THEY HAVE TAKEN SOME OF MY SOUL ist der Titel der Ausstellung, der von dem norwegischen Fotografen Per Christian Brown (1976) und dem deutschen Fotografen und Bildhauer Sebastian Kusenberg (1958) gewählt wurde. Der Titel entstammt einem Zitat aus D.H. Lawrences Essay “Die Psychoanalyse des Unbewussten” und führt uns dazu, unsere Verflechtung mit der Natur zu hinterfragen. Bäume sind zu einem vielschichtigen Ort geworden, an dem Leben und Tod, Erinnerungen und Geschichte zusammenleben. Diese starke Aussage ermöglicht es, eine gemeinsame Basis für die Werke der beiden Künstler zu schaffen, um einen symbiotischen Dialog in der Galerie zu führen.

Die Natur und der Mensch sind die ursprünglichen Komponenten, aus denen sich alle Ideen, Gedanken und Debatten ableiten. Menschliche Figuren und Natur verschmelzen zu einer symbiotischen oder zumindest utopischen Einheit, die uns dazu bringt, über die Vergangenheit und die Erinnerungen unserer Spezies und unserer Welt nachzudenken. In der Überlieferung und Erinnerung an die Vergangenheit unterscheiden sich die Praktiken der beiden Künstler. In der Tat ist die Fotografie die Grundlage der Ausstellung, ebenso wie die Kontraste, die den Raum der Galerie konstruieren und markieren. Die Schwarz-Weiß-Abzüge unterscheiden sich von den Farbfotografien, die einstimmige Objekte im Gegensatz zu den farblosen lebenden Subjekten zeigen. Trotz ihrer Unterschiede bieten sich diese fotografischen und filmischen Figuren dem Blick des Betrachters an, sie wollen/brauchen unsere Aufmerksamkeit. Die Künstler haben bedürftige Figuren geschaffen, die nur mit unserer Anwesenheit leben, um eine Botschaft zu vermitteln.

Für Per Christian Brown sind es die Wurzeln, die seine Arbeit antreiben. Um es mit seinen Worten zu sagen: “Die Wurzel ist ein Archetyp für etwas Festes und ein Lebensspender für alle Pflanzen. Sie hat eine Vitalität, die in die unendlichen Tiefen der Erde hinabreicht, tief in den Boden, wo die Toten ruhen: eine robuste Kraft des Lebens inmitten der Verwesung. So komponiert er sowohl mit Video als auch mit Fotografie, um in diese Wurzeln einzudringen, um ihre innere Natur zu entdecken (vgl. Gaston Bachelard). Dank der Doppelbelichtung der Negative verschränkt er seine Modelle mit den mächtigen Wurzeln der alten Bäume. Das Ergebnis ist eine Verwirrung zwischen Mensch und Natur, in einer schmerzhaften Harmonie wie eine moderne Ovidsche Metamorphose.

Bei Sebastian Kusenberg sind die Scherben der Porzellanfiguren nicht so unschuldig, wie sie aussehen. Ursprünglich sollten diese zerbrechlichen Figuren ein Märchen oder eine Fabel illustrieren, doch nun vermittelt jedes Stück eine andere, vom Künstler erfundene Geschichte. Die Neuerfindung dieser Little People, wie Kusenberg sie nennt, erweckt sie wieder zum Leben und macht sie zu Zeitzeugen, die mit der Natur verflochten sind. Die Absurdität der Schauplätze verleiht auch den Porzellanfiguren eine leichtere Erzählung, die neue künstlerische Perspektiven eröffnet. Bäume sind ein Ort des Lebens und des Todes, ein Raum der Erinnerung, in dem diese zerbrochenen und unvollständigen Artefakte vergangener Leben ihr volles Erinnerungspotenzial entfalten können.

Per Christian Brown
1976, Stavanger (Norwegen).

Lebt und arbeitet in Berlin, Oslo und Stavanger.

Ausbildung:
1995–2000 – National Academy of Fine Arts, Oslo,Norway (incl. one year at the College of Arts and
1993–1995 – Crafts in Bergen, Photography Section), Rogaland School of Art, Stavanger, Norway.

Einzelausstellungen:
Norway – 2021– The House and The Root – Memories and Metamorphosis, Kinokino kunstsal, Sandnes.
Berlin – 2021– Lumen Naturae (Through the Looking Glass, Shop-Window-Exhibition), Luisa Catucci Gallery.
Oslo – 2018 – Wonders of the Volcano, Kunstnerforbundet.
Stavanger – 2017 – Wonders of the Volcano, Prosjektrom Normanns.
Oslo – 2015 – Earth and Reveries of Repose- Reveries of Material Interiority, Ram Gallery.

Gruppen-Ausstellungen:
Oslo – 2022 – En stein er en sakte hendelse, Oslo Municipality’s art collection in collaboration with Deichman Library Bjørvika.
Norway – 2021 – To build a Collection, New Acquisitions, Stavanger Art Museum.
Øystese (Norway) – 2021 – And the fjord below continues its course … Kunsthuset Kabuso.
Berlin – 2020 –Wiedererwachen, Open Air Fair Show.
Oslo – 2020 – Den Siste Festen, QB Gallery.
Stavanger (Norway) – 2020 – Fra Balkongen, Stavanger Kunstmuseum.
Berlin – 2019 –Chimera, Projektraum Kunstquartier Bethanien.
Kongsvinger (Norway) – 2019 – Festningen.
Berlin – 2019 –Freigänger/åpen soning, collaboration with Jens Jürgen, Ehemaliges Frauengefängnis.
Oslo – 2019 – Yellow, QB Gallery.

Sebastian Kusenberg
1958, Hamburg (Deutschland).

Lebt und arbeitet in Berlin.

Ausbildung:
1995-2000 – National Academy of Fine Arts, Oslo, Norway (incl. one year at the College of Arts and
1993-1995 – Crafts in Bergen, Photography Section), Rogaland School of Art, Stavanger, Norway.

Einzelausstellungen (aktuelle):
Berlin – 2021 – LITTLE PEOPLE, Fotoinstallationen im öffentlichen Raum, Betty- Hirsch-Platz.
Berlin – 2019 – LITTLE PEOPLE, Fotoarbeiten an der Vorderfassade Christinenstrasse Berlin – 2015 – Pictures Inside Me, Ausstellung zur Buchpremiere, Fotopioniere.
2014 – Pictures inside me, Kunstverein Schul- und Bethaus Altlangsow

Gruppen-Ausstellungen (aktuelle):
Berlin – 2021 – SCHÖNESHOW, Außeninstallation im Gemeinschaftgarten Grunewaldstrasse.
Berlin – 2021 – BRAVE NEW WORLD, Bulgarien / Deutschland, VBK_Galerie, Berlin
Prag & Berlin – 2019 – ZEITVERSCHIEBUNG – POSUN V ČASE, Kooperationsprojekt.
Berlin – 2018 – PARADIES, Galerie am Weinberg/Hofgrün.
Prag & Berlin – 2018 – ZEITVERSCHIEBUNG, Kooperationsprojekt.
Sofia – 2017– FRAGMENTED STORIES, Goethe-Institut Sofia und Historisches Museum.
Havana (Cuba) – 2016 – La suspensión del deseo: la vida reimaginada, Centro de Desarrollo de Artes Visuales.
Berlin – 2016 –KOMPOSITUM, Galerie am Weinberg / Hofgrün.

Details

Beginn:
16. Juni 2022
Ende:
24. August 2022
Veranstaltungskategorie:
Eintritt: -

Veranstaltungsort

Luisa Catucci Gallery
Allerstr. 38
Berlin, 12049 Deutschland
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Veröffentlicht am: 02.06.2022 |

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