Die gegenwärtige Ausstellung verbindet zwei Bereiche der künstlerischen Praxis von Javier León Pérez, die ihn während seiner gesamten Karriere begleitet haben: Malerei, die in den letzten Jahren intensiver entwickelt wurde, und Arbeiten auf japanischem Papier, die schon seit 20 Jahren Teil seines Schaffens sind. Anstatt die zwei Bereiche als unabhängig zu präsentieren, treffen sie an einem Übergangspunkt aufeinander, der als Schwelle agiert.
Javier León Pérez strebt kein abgeschlossenes Bild oder eine endgültige Aussage an, vielmehr geht es um eine ständige Rückbesinnung auf die Bedeutung. Die geometrische Form erscheint als etwas, das sich faltet und erneut öffnet. Die bildlichen Körper und Papierstrukturen verweisen auf eine viszerale Innerlichkeit, auf einen Raum, in dem das Physische zum Behälter für eine immaterielle Dimension des Menschen wird. Die wiederkehrende Verwendung von Rot-, Orange- und Rosatönen signalisiert das Körperliche als Ort des Bewusstseins und der Erfahrung.
0 Kommentare