Vier Museen und eine Sonderausstellung der SMB wieder geöffnet

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Vier Museen und eine Sonderausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) sind nach acht Wochen Lockdown seit Kurzem wieder geöffnet: das Alte Museum, die Alte Nationalgalerie, Pergamonmuseum – Das Panorama, die Gemäldegalerie sowie die Sonderausstellung „Pop on Paper“ am Kulturforum. Wir zeigen euch, was es wo zu sehen gibt.

Vier Museen:

Die Gemäldegalerie zeigt weiter Anthony Caro. The Last Judgement Sculpture der Sammlung Würth – bis Mitte des 4. Quartals 2020.
Dazu: Raffael in Berlin. Die Madonnen der Gemäldegalerie bis 14.06..2020.

Ebenso: “Zu Mantegna und Bellini”. Kunsttechnologie und Restaurierung bis auf Weiteres: Andrea Mantegna (um 1431–1506) und Giovanni Bellini (um 1435–1516) waren Freunde, Verwandte und Rivalen. Sie haben einander inspiriert, kopiert und bewundert. Erstmals wird das eng miteinander verwobene Schaffen der beiden Künstler in einer Ausstellung präsentiert, die gemeinsam mit der National Gallery, London, und in Kooperation mit dem British Museum entstand. In der Gemäldegalerie – weitere Infos.

Pergamonmuseum – Das Panorama: Im temporären Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ wird das Ausstellungsprojekt „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ präsentiert – mit Highlights aus den Beständen der Antikensammlung sowie einem vollständig überarbeiteten Panorama von Yadegar Asisi. (Mehr)

Alte Nationalgalerie: “Dekadenz und dunkle Träume – Der belgische Symbolismus” – 3. Quartal 2020 bis 1. Quartal 2021: Der lustvolle Blick in den Abgrund, der übersteigerte Ästhetizismus einer übersättigten Gesellschaft, die sich zugleich in der Krise wähnte, der morbide Reiz zwischen Thanatos und Eros dies sind Themenfelder in der Kunst, die Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere im belgischen Symbolismus ihren Ausdruck fanden. Weiterführende Infos.

Im Alten Museum gibt es “Starke Typen. Griechische Porträts der Antike” bis 27.09.2020: Das Porträt als Bildnis einer bestimmten, realen bzw. historischen Person ist eine wichtige Errungenschaft der griechischen Kunst. Sie wirkt über die römische Kaiserzeit und die Renaissance bis heute fort und bildet die Grundlage der westlich-abendländischen Porträttradition. Griechische Porträts sind jedoch keine fotografisch genauen Abbilder, die uns das tatsächliche Aussehen einer Person überliefern, sondern sie sind typengebunden und charakterisieren die Person nach Alter, sozialem Status und Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Maßgebend sind die jeweils gültigen Idealvorstellungen, Anlass und Ort der Aufstellung, die Eigenschaften der jeweiligen Bildträger (Statuen, Reliefs, Vasen etc.) sowie die programmatischen Absichten der Auftraggeber. Individualisierende Merkmale machen das Bildnis unverwechselbar, müssen jedoch nicht lebensecht sein. Identität wird durch Namensbeischrift hergestellt. (Mehr hier.)

– und eine Sonderausstellung – Das Kulturforum (Kupferstichkabinett) zeigt: “Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein” in der oberen Sonderausstellungshalle bis 16.08.2020. Das Berliner präsentiert erstmals in einer Ausstellung die Highlights seiner Pop Art-Sammlung, die zu den bedeutendsten in Europa zählt. Ausgehend von der US-amerikanischen Druckgraphik der 1960er-Jahre und den Pop Art-Pionieren Andy Warhol und Roy Lichtenstein entfaltet „Pop on Paper“ ein stilistisch wie thematisch breites Spektrum, das von Arbeiten so unterschiedlicher Künstler*innen wie Claes Oldenburg, James Rosenquist oder Elaine Sturtevant zu Allen Jones, Sigmar Polke und Maria Lassnig nach Europa und bis in die Gegenwart reicht.
Großes Thema der „klassischen“ Pop Art war der Umgang mit den trivialen, auf massenhafter Anfertigung und Verbreitung beruhenden Bild- und Produktwelten der US-amerikanischen Konsumgesellschaft – angefangen von der Suppenbüchse und dem Comic Strip bis hin zu den Pressefotos von Jackie, der Witwe des US-Präsidenten John F. Kennedy. Doch Pop war nicht gleich Pop, sondern umfasste neben „Außenseitern“ wie Jim Dine auch minimalistische Tendenzen, wie sie die abstrakt-flächenhaften Bildzeichen von Robert Indiana, Gerald Laing oder Allan D’Arcangelo erkennen lassen.

Wenn ihr schon am Kulturforum seid: Im Foyer Kunstbibliothek wird bis 28.06.2020 “Tüte? Na, Logo! Plastiktragetaschen der 1960er- bis 1980er-Jahre”: Mit ihrem anstehenden Verbot aus Umweltschutzgründen ist die Plastiktüte schon jetzt zum historischen Kultobjekt aufgestiegen. Parallel zur Ausstellung über das Grafische Atelier Stankowski + Duschek zeigt die Kunstbibliothek 2020 in ihrem Schaufenster neben dem Lesesaal rund 40 Tüten aus der Berliner Sammlung Sadecki (Cool Collection Berlin). Details auf der Website.

Generell: Um den Schutz der Besucher*innen und der Mitarbeiter*innen zu gewährleisten, müssen einige Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern sind verpflichtend. Darüber hinaus wird durch die Vergabe von Zeitfenstertickets die Anzahl der Besucher*innen in den Räumen begrenzt. Um Schlangenbildungen an den Kassen und beim Einlass zu vermeiden, empfehlen wird dringend empfohlen, Tickets im Vorfeld online zu buchen. Vorerst werden ausschließlich Einzeltickets verkauft. Der Verkauf von Standorttickets sowie der Berlin Welcome Card und der Museumscard wird ausgesetzt. Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Museen.

Bild: “Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein” © Claes Oldenburg, Plakat der Galerie Sidney Janis, New York, 1967, Offsetlithographie, © Claes Oldenburg / Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Dietmar Katz

Veröffentlicht am: 27.05.2020 | Kategorie: Kunst - was sonst noch passiert,

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