Birken wachsen, wo man sie nicht geplant hat. Das VT-Faltendach sollte einmal eine Zukunft versprechen, die längst Vergangenheit ist. In seiner Einzelausstellung TERRAIN bei ARTES Berlin macht Christian Thoelke aus diesem Widerspruch großformatige Malerei, die sich zwischen Erinnerung und Gegenwart bewegt.
Christian Thoelke bei ARTES Berlin: Wo Plattenbau auf Pioniervegetation trifft
ARTES Berlin präsentiert die Einzelausstellung „TERRAIN“ von Christian Thoelke. In seinen Arbeiten verbindet er architektonische Motive der futuristisch geprägten DDR-Moderne, etwa das sogenannte VT-Faltendach, mit naturalistischen Elementen wie Birken- oder Essigbäumen. Beide gelten als Pionierpflanzen, die sich durch ihre Widerstandsfähigkeit und Anspruchslosigkeit auszeichnen. In der Gegenüberstellung von standardisierter Architektur und widerständiger Vegetation entstehen Bildräume, in denen sich Struktur und Wachstum, Planung und Aneignung überlagern.
Christian Thoelke: Malerei zwischen DDR-Moderne und urbaner Bildkultur
Technisch verbindet Thoelke klassische und zeitgenössische Verfahren: Mehrfach grundierte Bildträger treffen auf eine lasierende Malweise und eine von urbaner Bildkultur geprägte Ästhetik. Seine Kompositionen erinnern an Bühnenräume, in denen sich verschiedene Ebenen überlagern und vielfältige Lesarten eröffnen.
Thoelkes Arbeiten finden sowohl bei privaten Sammlungen als auch in institutionellen Kontexten international Beachtung.
Christian Thoelke – „TERRAIN“
01.05.2026 – 04.07.2026


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