
Die Galerie Michael Haas präsentiert den Nachlass des Schweizer Künstlers André Thomkins (1930, Luzern – 1985, Berlin). André Thomkins verbindet surrealistische Impulse, dadaistische Sprachspiele und eine experimentelle Offenheit zu einer künstlerischen Sprache, die ihresgleichen sucht. Im Herzen war Thomkins weniger Maler als vielmehr Zeichner, Dichter, Konzept- und Objektkünstler mit einer Vorliebe für poetische Sprachsysteme und absurde Welten.
Trotz des experimentierfreudigen Gesamtwerkes ist Thomkins vor allem für seine Zeichnungen bekannt. Erst in den letzten fünfzehn Jahren wurde seine Werkgruppe der Lackskins wiederentdeckt: eine ungewöhnliche Technik, die der zweifache documenta-Teilnehmer durch Zufall bereits in den 1950er Jahren entwickelte. Abgeleitet von einem Buchbindeverfahren ließ er in Experimenten Lack mittels Stäbchen auf eine Wasseroberfläche tropfen. Wie bei der traditionellen Herstellung von Marmorpapier bearbeitete er den entstehenden Farbfilm, den Zufall miteinbeziehend, um das so entstandene Bild zuletzt mit Papier vom Wasser abzuziehen.
Am 23. Januar 2026 eröffnet in der Galerie Michael Haas in Berlin die erste Einzelausstellung von André Thomkins mit Lackskins. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
André Thomkins – Lackskins
23. Januar – 6. März 2026
Eröffnung: 23. Januar 2026, 18–20 Uhr
Galerie Haas Berlin
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