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Sonderausstellung “Käthe Kollwitz und das Theater”

21. Februar 2026 - 2. Mai 2026

Mit der Sonderausstellung „Käthe Kollwitz und das Theater“ eröffnet das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin im ehemaligen Theatergebäude des
Schlosses Charlottenburg einen neuen Blick auf die Künstlerin. Mit Verweis auf die Geschichte dieses Standorts, der selbst eine bewegte
Vergangenheit aufweist, rückt ein bislang vernachlässigtes Thema in Leben und Werk von Käthe Kollwitz in den Fokus: die Theateraffinität
der Künstlerin und ihrer Familie. Käthe Kollwitz‘ Tagebucheinträge und Briefe an den auswärts studierenden Sohn Hans erzählen von einer Familie, für die Theaterbesuche ebenso zum Alltag gehörten wie politische Diskussionen oder künstlerische Arbeit. Käthe Kollwitz und ihre Familie
haben in der fruchtbarsten Zeit der Berliner Theatergeschichte viele der innovativen Inszenierungen der damals großen Regisseure, wie Otto
Brahm, Max Reinhardt und Leopold Jessner gesehen. Vom Naturalismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zum expressiven
Theater der 1920er Jahre wurde das Bühnengeschehen aufmerksam verfolgt und kommentiert. Auch Tanz, Konzert, Film und Kabarett
waren feste Bestandteile dieses dichten kulturellen Kosmos.

Die Ausstellung untersucht, welchen Einfluss diese intensiven Seherfahrungen auf das Werk von Käthe Kollwitz hatten. Auch wenn sie
nicht unmittelbar für das oder im Theater arbeitete, durchziehen ihr Œuvre vielfältige Bezüge zu literarischen Stoffen, szenischen
Situationen und dramatischen Verdichtungen. Diese überführte sie in eine eigene, unverwechselbare Bildsprache. Das Theater fungiert dabei
weniger als konkretes Motiv, denn als gedanklicher Resonanzraum ihres künstlerischen Schaffens. Hochkarätige Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen, neu erschlossenes und digitalisiertes Archivmaterial sowie interdisziplinäre Perspektiven machen sichtbar, wie sehr das Leben der Familie Kollwitz in eine der produktivsten Phasen der Berliner Theatergeschichte eingebettet war. Begleitet wird die Ausstellung von
einem Katalog, der diesen Dialog zwischen bildender Kunst und darstellender Kunst vertieft. Mit dieser Ausstellung setzt das Käthe-Kollwitz-Museum ein programmatisches Zeichen an diesem geschichtsträchtigen Standort – und erweitert den Blick auf eine Künstlerin, deren Werk aus der
Auseinandersetzung mit ihrer Zeit lebte.

Es werden neben Arbeiten von Käthe Kollwitz u.a. Werke von Ernst Barlach, Lovis Corinth, Georg Kolbe, August Macke, Max
Liebermann, Ernst Oppler und Emil Orlik gezeigt. Mit über 100 Exponaten von 17 Leihgebern, darunter Alte
Nationalgalerie SMB, Kupferstichkabinett SMB, Stiftung Stadtmuseum Berlin, Ernst Barlach Haus, Hamburg, John
Neumeier Stiftung, Hamburg, Kollwitz Museum, Köln sowie Tanzarchiv und Theaterwissenschaftliche Sammlung, Köln bildet
diese Ausstellung den Abschluss einer dreijährigen Forschungsarbeit, die die Kollwitz-Spezialistin Annette Seeler im
Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin geleistet hat. Das junge Designerteam Jason Kittner und Meret Schmiese, Berlin verantworten die architektonische und grafische Gestaltung der Ausstellung.
Es erscheint ein Katalog mit über 200 Abb. und ca. 220 Seiten im Verlag Schnell und Steiner, Regensburg. Ausstellung, Begleitpublikation und Vermittlungsprogramm wurden ermöglicht durch die großzügige Förderung von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Rudolf-August Oetker Stiftung und der Richard Stury Stiftung.

Details

Beginn:
21. Februar 2026
Ende:
3. Mai 2026
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
Eintritt: Ab dem 21. Februar: regulär: 10,00 € / ermäßigt: 7,00 € €

Angebote:

Bildungsangebote zur Sonderausstellung
FÜR SCHULKLASSEN
Schulprojekttag zur Sonderausstellung
Buchbar vom 21. Februar bis 3. Mai 2026
Anmeldung über Jugend im Museum.
Weitere Informationen: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/auftritt/

FÜR ERWACHSENE
Slow Art Führung
Donnerstag, 30. April 2026, 17:00 Uhr
Weitere Informationen: https://www.kaethe-kollwitz.berlin/aktuelles/slow-art/


Veranstaltungsort

Käthe-Kollwitz-Museum Berlin
Spandauer Damm 10
Berlin, 14059 Deutschland
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