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Asynchronicity of Now
17. Juli 2021 - 7. August 2021
“We will never grasp our present, it will always elude us. That is why simultaneity is the most difficult task, because truly contemporary is – as Nietzsche already knew – the untimely […] That is why I am convinced that only archaeology allows access to the present, because it traces its course and its shadow, which the present casts on the past.” *
So we are in the middle of a story, whose beginning we are looking for as long as there is no end in sight. Our artistic research project approaches archaeological methods in order to direct the view towards an alternative perception of time. We explore our subjects through observation, anatomy studies, historical object and symbol research, and the direct incorporation of historical materials. At the same time, we also investigate cultural, socio-political and historical thought. Our methods are not to be understood as archiving, but as an active, living and continuous research process. References to familiar and accessible images are created, which we make use of and whose concrete temporal classification we consciously elude. As artists, we constantly ask ourselves the question: Are we currently in a state of departure into a new world order, if not an era?
Our old beer fridge, which represents our work at the same time as the exhibition in the Abteilung für Alles Andere at the Stützpunkt Teufelsberg in Berlin Grunewald, is an experimental, mobile exhibition space and at the same time an art object in its own right. Archived inside are fragments of our artistic positions.
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“Wir werden unsere Gegenwart nie fassen, sie wird sich uns immer entziehen. Deshalb ist die Gleichzeitigkeit die schwierigste Aufgabe, denn wahrhaftig zeitgenössisch ist – wie schon Nietzsche wusste – das Unzeitgemäße […] Deshalb bin ich überzeugt, dass nur die Archäologie einen Zugang zur Gegenwart ermöglicht, denn sie zeichnet ihren Verlauf und ihren Schatten nach, den die Gegenwart auf die Vergangenheit wirft.” *
Wir stehen also mitten in einer Geschichte, deren Anfang wir suchen, solange noch kein Ende in Sicht ist. Unser künstlerisches Forschungsvorhaben nähert sich archäologischen Methoden an, um die Sicht auf eine alternative Zeitwahrnehmung zu lenken. Wir erforschen unsere Themen mittels Beobachtung, Anatomie Studien, historischer Objekt- und Symbol Recherche, sowie der direkten Einbindung historischer Materialien. Zeitgleich untersuchen wir ebenfalls kulturelles, sozio-politisches und historisches Gedankengut. Unsere Methoden sind nicht als Archivierung, sondern als ein aktiver, lebendiger und kontinuierlicher Forschungsprozess zu verstehen. Es werden Referenzen zu vertrauten und zugänglichen Bildern geschaffen, welcher wir uns bedienen und deren konkreter zeitlicher Einordnung wir uns bewusst entziehen. Als KünstlerInnen stellen wir uns ununterbrochen die Frage: Befinden wir uns momentan in einem Zustand des Aufbruchs in eine neue Weltordnung, wenn nicht sogar Ära?
Unser Getränkekühlschrank, welcher zeitgleich zur Ausstellung in der Abteilung für Alles Andere auf dem Stützpunkt Teufelsberg unsere Arbeiten repräsentiert, ist ein experimenteller, mobiler Ausstellungsraum und zeitgleich ein eigenständiges Kunstobjekt. Im Inneren archiviert, befinden sich Fragmente unserer künstlerischen Positionen.
*Giorgio Agamben in einem Interview in “Die Zeit”
Artists/ KünstlerInnen:
- Anneliese Greve
- Nina Plaskova
- Yunsun Kim
- Pharaz Azimi
Vernissage:
17.07.2021, 19.00 Uhr, Ackerstr. 18, 10115, Berlin Mitte
Opening hours/ Öffnungszeiten:
Tue-Fri, 14-19 PM / Di-Fr, 14-19 Uhr
Sat, 12-18 PM / Sa, 12-18 Uhr
Sun, privat tours / So, Privatführungen auf Anfrage
Addresses/ Adressen:
Ackerstr. 18, 10115, Berlin Mitte und Stützpunkt Teufelsberg, Berlin Grunewald
More Info/ Mehr Info:
https://readymag.com/Asynchronicityofnow/2939543/