Ein leises Zittern liegt in der Luft, wenn Skulpturen lehnen, hängen oder gefährlich kippen. In der Ausstellung Balance Dorothée Nilsson Gallery wird das flüchtige Gefühl von Stabilität zum künstlerischen Experimentierfeld. Es ist dieser eine Moment zwischen Einatmen und Ausatmen, zwischen dem Drängen der Jahreszeiten und dem Stillstand des Augenblicks, den die gezeigten Arbeiten einfangen. Ob durch Jenny Brockmanns leuchtende Forschungsobjekte oder Nuria Fusters Spiel mit Luftdruck und Erinnerung – hier wird das Gleichgewicht nicht als Ziel, sondern als prekärer Prozess begriffen. Die Schau Balance Dorothée Nilsson Gallery lädt dich ein, die feine Linie zwischen Wunsch und Bedürfnis in Form von Fotografie und Mixed Media neu zu entdecken. Ein atmosphärischer Parcours, der zeigt, dass wahre Balance oft nur eine wunderschöne Momentaufnahme ist.
Balance Dorothée Nilsson Gallery: Momente der Spannung
Ab dem 14.02. ist die Gruppenausstellung „(Working Title) Balance“ in der Dorothée Nilsson Gallery zu sehen und vereint Arbeiten von Jenny Brockmann, Nuria Fuster, Jenny Magnusson, Martin Mlecko und Henrik Strömberg. Ausgehend von einem Gefühl der Sehnsucht und einem leisen Aufruf zum Handeln reflektiert (Working Title) Balance Momente von Spannung und Schwebezuständen: das Ziehen und Drängen zwischen den Jahreszeiten, zwischen Aktivität und Stillstand, zwischen Wunsch und Bedürfnis. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten aus den Bereichen Skulptur, Fotografie und Mixed Media sind häufig physisch prekär angelegt – hängend, lehnend, kippend, gepresst. Gemeinsam untersuchen sie, wie Gleichgewicht entsteht, erprobt wird und nur vorübergehend gehalten werden kann.
Material und Metamorphose: Die künstlerischen Positionen
Die Ausstellung umfasst unter anderem Jenny Brockmanns lichtemittierende skulpturale Forschungsobjekte, die in Wahrnehmung und Philosophie verwurzelt sind. Nuria Fuster untersucht Luft, Druck und Erinnerung als skulpturales Material, während Jenny Magnusson stille und zugleich humorvolle Materialkonstellationen präsentiert. Martin Mlecko zeigt intime fotografische Dialoge mit Alltagsobjekten. Abgerundet wird die Schau in der Balance Dorothée Nilsson Gallery durch Henrik Strömbergs skulpturale und fotografische Arbeiten, die von Transformation und Metamorphose geprägt sind.


0 Kommentare