
Erstmals zeigen wir Arbeiten von Liat Grayver (*1986), darunter ihre Serie Traversing the Threshold, die aus robotergestützten Tuschezeichnungen auf Reispapier besteht. Computergenerierte Bilder werden in einzelne Pinselbewegungen übersetzt und von einem Roboter ausgeführt. Die Zartheit der Tusche auf Papier kontrastiert mit der industriellen Präzision der Maschine und beleuchtet die Schnittstelle zwischen Geste, Code und Material.
Gezeigt werden zwei Ölgemälde von Gretta Louw (*1981) aus ihrer Serie Artificial Organisms and Animate Machines. Eine algorithmisch generierte Orchidee bildet den Startpunkt und wird abwechselnd von der Künstlerin und einem Industrieroboterarm gemalt. Zwischen den Leinwänden ‚perfektioniert‘ ein KI-Filter das vorherige Ergebnis subtil und schafft so den Ausgangspunkt für das nächste Werk. Die Orchidee, geformt durch Evolutuion und Züchtung, wird zum Ort des Austauschs zwischen ästhetischem Begehren, maschineller Präzision und malerischer Geste.
Lauren Moffatt (*1982) zeigt Beyond Her Mesh, eine Arbeit, in der weibliche Figuren von Kunstobjekten angeeignet und mittels 3D-Scanning und Simulationstechniken reimaginiert werden. Physische Oberflächen weichen digitale Texturen. Es entstehen hybride Körper, die virtuell fotografiert, bemalt und in eine virtuelle Dimension integriert werden, die über Augmented Reality zugänglich ist. Moffatts Projekt reflektiert, wie digitale Strukturen unsere Wahrnehmung des menschlichen Körpers formen und bisweilen auch verzerren.
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