Eine große Chance Brücken zu bauen und Grenzen zu überwinden

Berlin meets Taipei

Kunstleben Reihe “Berlin meets …”  jetzt in Asien – Berliner Künstlerinnen stellen in Taipei aus. Wir lassen uns von dem Virus nicht unterkriegen! In den Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie geht die Kunstleben Reihe “Berlin meets ….” in die nächste Runde. Diesmal geht es nicht nach New York, diesmal geht es nach Asien!

Für vier Berliner KünstlerInnen geht im November ein großer Traum in Erfüllung. Die Berliner Spedition Kanitz holte in diesen Tagen insgesamt  fast 70  Kunstwerke ab und schickt sie auf die weite Reise in die taiwanesische Hauptstadt Taipei. In der Rodin Art Gallery mitten in Taipei, eine der renommiertesten Galerien Taiwans, dürfen Berliner KünstlerInnen dann bis Mitte Januar ihre Kunst präsentieren.

“Berlin meets Taipei” steht seit mehreren Monaten in schwarzen Lettern auf goldenem Hintergrund am Eingangsportal der Rodin Art Gallery.  Vernissage 21. November 2020. Hanna Hennenkemper, Romy Campe, Matthias Moseke und MASCH sind die vier ausgewählten KünstlerInnen, die ihrer Premiere in Asien entgegen fiebern. “Wir wollen zeigen, dass auch in Zeiten einer weltweiten Pandemie länderübergreifende Kulturevents möglich sind”, erklärt Dr. Rania Sid Otmane, einer der Kuratorinnen, die für Kunstleben Berlin dieses Event auch als Projektmanagerin leitet.

Berlin meets Taipei...

“Es ist schade, dass wir nicht gemeinsam mit den Künstlern aus Taipei die Ausstellung eröffnen können”, resümiert  Romy Campe. Verständlicherweise können die Berliner nicht nach Taipei reisen. Die deutsche Hauptstadt ist ein Hochrisikogebiet in Sachen Corona Pandemie. Wer von Berlin nach Taipei reisen will, scheitert normalerweise schon an den Grenzen. Und schafft er/sie es dann doch, ist zwingend 14 Tage Quarantäne in einem isolierten Raum vorgeschrieben. So werden die KünstlerInnen aus der deutschen Hauptstadt per digitalen Livestream zur Vernissage in Taipei zugeschaltet. Der guten Laune tut das aber keinen Abbruch.

Der Berliner Künstler MASCH formuliert es so: „Wir alle freuen uns sehr auf dieses Projekt. Die meisten von uns hatten künstlerisch bisher noch keine Berührung mit Asien. Es ist eine große Herausforderung aber auch eine große Chance. Brücken zu bauen und Grenzen zu überwinden geht gerade mit Kunst doch am besten.“

Kunstleben Berlin veranstaltet schon im 10. Jahr “Berlin meets New York”, das heißt, jährlich abwechselnd kommen amerikanische KünstlerInnen nach Berlin, im nächsten Jahr Berliner nach New York und stellen gemeinsam aus. So sind viele Freundschaften entstanden.

Die Idee mit Taipei entstand in der vielbeachteten Ausstellung Berlin meets New York im vergangenen Jahr. Einer der bekannten New Yorker Künstler, Tseng Ying-Tung, hat taiwanesische Wurzeln. In der Kunstleben Berlin Künstlerresidenz hatte er im vergangenen Jahr Werke (u.a. einen Jahreszeitenzyklus) für die Ausstellung Berlin meets New York gemalt. Auf der Vernissage traf er dann den ständigen Vertreter Taiwans in Berlin, der sich die Ausstellung unbedingt anschauen wollte. So entstand die verrückte Idee von Berlin meets Taipei.

Im kommenden Jahr – so Corona das zulässt – kommen dann vier bekannte KünstlerInnen aus Taipei nach Berlin. “Hier werden wir uns persönlich kennenlernen und sicherlich auch Freundschaften schließen. Wieder eine organisatorische Herausforderung der besonderen Art. Aber wenn die Bilder dann hängen, ist der ganze Stress vorbei”, erläutert Romy Campe.

Die Bilder sind eingetroffen:

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Veröffentlicht am: 18.11.2020 | Kategorie: Ausstellungen, | Tag: Berlin meets Taipei, Berlin meets…,

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