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Ernst Wilhelm Nay – Späte Bilder

26. April 2019 - 28. Juni 2019

Während seiner künstlerischen Laufbahn seit den dreißiger Jahren bis zu seinem Tod im Jahre 1968 hat Nay zahlreiche Werkphasen erarbeitet. Sie unterscheiden sich markant voneinander. Aber der Wechsel von den Scheibenund Augenbildern zum Spätwerk um 1965 war besonders
einschneidend und überraschend. Die Zeitgenossen waren irritiert; denn die Farben klärten sich und die Kompositionen wurden konsequent in der Fläche gehalten. Außerdem eliminierte Nay alle graphisch-gestischen Pinselzüge, so dass die Farben in einem einheitlichen Ton die flachen Formen
füllen.

Während der Künstler früher Parallelen zur Musik als Inspiration nutzte, scheinen jetzt die Gesetze, die allem Naturgeschehen innewohnen, erforscht zu werden. Zellen, Streifen, Spindeln, ornamentale Ketten, Keime, Kerne sind eingespannt in eine dynamische Formensprache, die häufig als Mikrokosmos, aber manchmal auch als Blick in das Universum interpretiert werden kann.

Lebhaft interessierte sich Nay in seinen späteren Lebensjahren für die avancierte Naturwissenschaft und deren Folgen für ein neues Menschenbild. Sein Spätwerk bezieht deshalb einige Male von neuem Figürliches in die abstrakte Formenwelt ein. Es bietet insgesamt einen utopischen Kommentar zur Einbindung des modernen Menschen in eine neue Welt, die Hergebrachtes und Zeitgenössisches zur Synthese bringen soll.

Text: Siegfried Gohr

Details

Beginn:
26. April 2019
Ende:
28. Juni 2019
Veranstaltungskategorie:
Eintritt: -

Veranstaltungsort

Aurel Scheibler
Schöneberger Ufer 71
Berlin, 10785 Deutschland
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Veröffentlicht am: 24.04.2019 | Kategorie:

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